„Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
Heute wird das bayrische Urgestein Georg Lohmeier 80 Jahre alt: „Reformieren wir die Liturgiereform zurück und die Menschen werden wieder frömmer und glücklicher werden.“
(kreuz.net) Der bayrische Patriot, Historiker, Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur Georg Lohmeier
ist auch ein scharfer Kritiker des Zweiten Vatikanischen Konzils.
Heute feiert der ehemalige Studienfreund
des Papstes seinen 80. Geburtstag.
Lohmeier hat mit der beliebten Sendereihe ‘Königlich Bayerisches
Amtsgericht’ das Bild von Bayern in Deutschland vielleicht mehr geprägt als die beiden Ministerpräsidenten
des Freistaates Franz Josef Strauß († 1988) und Edmund Stoiber (64) zusammen.
Das vermutet das ‘Oberbayerische
Volksblatt’ zum heutigen 80. Geburtstag des bayrischen Originals.
Seinen gegenwärtigen Wohnsitz – das
Dichterhäusl in Riedering im Chiemgau – wird Lohmeier in absehbarer Zeit aufgeben. Über sein „Gehwerkzeug“
hat der Jubilar, der jetzt in die achte
Georg Lohmeier:
„Heiliges Donnerwetter, warum haben sie auf dem
zweiten Vatikanum so rationell aufklärend gewütet?“
Etage einer Neubauwohnung in München-Schwabing
gezogen ist, nur einen Kommentar: „Furchtbar“.
Dennoch schreibt Lohmeier gegenwärtig neue Stücke, die
ins Theater kommen sollen. Es geht um die Jagd. Eine eigene Internetseite will er sich auch noch einrichten.
Im Juli letzten Jahres meinte Lohmeier vor der deutschen Monatszeitung ‘Kirchliche Umschau’, die der
Piusbruderschaft nahesteht: „Heiliges Donnerwetter, warum haben sie auf dem zweiten Vatikanum so rationell
aufklärend gewütet?“
Wer den Kult ändere – zitierte Lohmeier
Georg Lohmeier:
„Das liturgische Wüten
der nach Verständlichkeit trachtenden Priester am Volksaltar sehe ich als eine Hauptursache der Glaubenslosigkeit
an. Für unsereinen wäre es besser, nicht mehr in die Kirche zu gehen, denn der Jähzorn eines Christenmenschen
ist eine Sünde.“
den Tierpsychologen Professor Konrad Lorenz († 1989) – mache sich in dieser Welt noch
kränker.
Lorenz habe darauf hingewiesen, daß seine Gänse keine Menschen seien: „In der Masse allerdings
sind wir wahrscheinlich grad so dumm.“
Die Kirche habe eine zweite Säkularisation erlebt – bedauerte
Lohmeier. Der Erfolg seien Kirchenaustritte und zunehmende Verweigerung der in deutscher Sprache doch
so verständlichen Gottesdienste.
Der Schauspieler sieht das „liturgische Wüten“ der nach Verständlichkeit
trachtenden Priester am Volksaltar als eine Hauptursache der Glaubenslosigkeit an: „Für unsereinen wäre
es besser, nicht mehr in die Kirche zu gehen, denn der Jähzorn eines Christenmenschen ist eine Sünde.“
Er habe sich die Heilige Kommunion nie in die Hand legen lassen.
„Die Liturgie darf nicht geändert
werden.“ Sie sei wichtiger als die Dogmatik. Doch die Dogmatiker seien heute alle Arianer geworden.
In
den dreißiger Jahren habe der sowjetische Diktator Josef Stalin († 1953) eine Rede darüber gehalten,
warum sich der Sozialismus in Südamerika und Westeuropa nicht habe durchsetzen können:
„Daran sei die
internationale Kraft des Lateinischen:
Georg Lohmeier:
„Das Kirchenlatein war tausend Jahre länger im
Gebrauch als das Latein de Römer. Es war lebendiger als die Theatersprachen der gesamten abendländischen
Literaturen. Denn das Theatrum sacrum der Missa Romana wurde täglich 100.000 mal aufgeführt.“
Schuld.
Das Latein müsse fallen. Das müsse ein Ziel der Kommunisten sein.“
Für Lohmeier ist das letzte Konzil
„eher ein Werk Stalins als das Werk des Heiligen Geistes“.
Einmal habe er seinen Freund, den gottseligen
Bischof Rudolf Graber († 1992) von Regensburg gefragt, ob es „rote“ Kardinäle gebe: „Sie verstehen –
innerlich rote. Er sagte mir: Ja, er könne sofort vier nennen.“
Das Kirchenlatein war tausend Jahre
länger im Gebrauch als das Latein der Römer – widerlegt Lohmeier das Argument, daß das Lateinische
angeblich eine „tote Sprache“ sei: „Es war lebendiger als die Theatersprachen der gesamten abendländischen
Literaturen.“
Denn das Theatrum sacrum der Missa Romana sei täglich 100.000 mal aufgeführt worden.
Vom Papst bis zum Bauernmeßdiener hätten alle den Psalm „Judica me, Deus“ und das Confiteor gesprochen.
Übersetzungen würden immer
Georg Lohmeier:
„Auch als Ungläubiger in der technisch komplizierten Wirklichkeit
magst du spüren, daß es vielleicht doch eine göttliche Realität gibt, wenn du jemals wieder eine lateinische
Präfation mit Orgelresponsorien erleben solltest.“
täuschen. Das lateinische Original lasse mehr und
Geheimnisvolleres ahnen.
Nicht einmal bei den römischen Dichtern Vergil († 19 v. Chr) und Horaz († 8
v. Chr) habe das Latein einen so gewaltigen Klang besessen wie eine lateinische Präfation mit Orgelresponsorien.
Lohmeier kennt keine „himmelstürmischere Bewegung des Herzens“ als das Sursum corda mit dem darauffolgenden
mit der Orgel begleiteten „Habe -e -emus ad Do -ominu -um“.
Das lasse selbst einem Ungläubigen in der
technisch komplizierten Wirklichkeit erspüren, daß es eine göttliche Realität gibt.
„Was ist das
‘Arma virumque cano…’ [Beginn des Hauptwerkes Aeneis] bei Vergil im Vergleich zu dem herrlichen ‘Pange
lingua gloriosi corporis mysterium’ des Heiligen Thomas von Aquin († 1274)?“
Das Lateinische habe einen
erdumspannenden
Georg Lohmeier:
„Die Gebete der Messe sind wichiger als die halbweltlichen Werke caritativer
Großunternehmen. Renovabis, Adveniat, Misereor, das sind die drei lateinischen Worte, die bleiben durfte,
da es um das Geld ging.“
Odem gehabt. Ein Schulfreund Lohmeiers – „der Schneider Franz“, jetzt Missionar
in Togo – habe vor dem Haussa-Volk das gleiche Evangelium gesungen, wie in Jerusalem und in Kalifornien:
„Latein war eine täglich hunderttausendmal genutzte Weltsprache.“
Die heilige Liturgie wolle nicht
nur verstanden werden. Sie wolle in Ehrfurcht erlebt werden: „In den Volkssprachen kommt immer weniger
Ehrfürchtiges vor.“
Die Gebete der Messe seien wichtiger als die halbweltlichen Werke caritativer Großunternehmen:
„Renovabis, Adveniat, Misereor, das sind die drei lateinischen Worte, die bleiben durfte, da es um das
Geld ging.“
Lohmeier spricht auch von seinem „größten Ratzinger-Erlebnis“.
Ende der 90er Jahre erhielt
der Schauspieler in seinem Chiemgauer Dichterhäusl einen Telephonanruf: „Du, Rom ist am Apparat“, sagte
Lohmeiers Frau damals ungläubig.
„Wer macht sich denn da wieder einen Spaß?“
„Nein, das ist kein Spaß,
vielmehr ist der Sekretär Seiner Eminenz Joseph Kardinal Ratzingers hier: »Der Kardinal beabsichtigt
Sie am kommenden 1. Mai um 18 Uhr zum Abendessen einzuladen«.“
„Soll ich’s glauben? Ich gab meine Faxnummer
an und verlangte die Einladung schriftlich. Nach zehn Minuten schon kam der Faxbrief mit dem Wappen des
Kardinals. Jetzt flogen wir nach Rom. Pünktlich um sechs Uhr standen wir vor der Piazza Leonina Numero
Uno“ – der damaligen Privatwohnung in unmittelbarer Nähe des Vatikan.
Es war ein sehr kurzweilige Essen
Georg Lohmeier:
„Der letzte Papst hat ja wiederholt Fehler, Sünden eingeräumt. Warum soll man nicht sagen,
das letzte Konzil war so ein Irrtum. Das machen wir wieder ungeschehen?“
– erinnert sich Lohmeier. Ihm
seien tausend Dinge eingefallen.
„Ich habe immer ‘Eminenz’ gesagt. Da antwortete er: »Du boarischer
Bauernbub darfst schon Du zu mir sagen«. – »Nein Eminenz, ich möchte Eminenz sagen dürfen«.“
„Wir
tranken Wein, er Limonade – Fanta.“ Im Eifer des Gesprächs bekam Lohmeier Schwierigkeiten mit den „wirklich
langen Spaghettis“. Da habe ihn der Papst unterbrochen: „Na für Rom taugerst du nix“.
Der Papst habe
seine Kritik an der Eliminierung des Latein verstanden: „Du hast ganz recht, wenn du dem Lateinischen
nachtrauerst, aber iatz is schon gschegn. Und umdrahn is sehr hart. A bisserl schon. Langsam halt! I wär
mit den Responsorien und mit der Präfation z’frieden.“
Benedikt XVI. sprach auch über den französischen
Erzbischof Marcel Lefebvre († 1991): „Er war nicht ein Gegner.“
Der Heilige Vater hat Lohmeiers Buch
„Der Zorn eines Christenmenschen“ gelesen. Er bekenne sich – wenn auch nur heimlich – zu vielem: „Bitte
lachen’s nicht darüber, aber Du hast vieles übertrieben und ich muß vorsichtig sein.“
„Und jetzt ist
er unser lieber heiliger Vater!“ – freute sich Lohmeier.
Er würde dem Heiligen Vater sagen: „Reformieren
wir die Liturgiereform zurück und die Menschen werden wieder frömmer und glücklicher werden.“
Dann
sei in moralibus vieles möglich. Denn das wichtigste ist bei uns Katholiken die Heilige Messe und das
Allerheiligste Sakrament des Altares.
Die Kirche solle heute eingestehen, daß sie Fehler gemacht hat.
Der letzte Papst hat ja wiederholt Fehler, Sünden eingeräumt:
„Warum soll man nicht sagen, das letzte
Konzil war so ein Irrtum. Das machen wir wieder ungeschehen?“
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187 Lesermeinungen
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Ein Konzil ist kein Theater Mit der pauschalen Ablehnung des letzten „sacrosanctum concilium“ schießt
dieser Verfasser „gutbayerischer Schmankerl“ wohl deutlich über’s Ziel hinaus. Die Beschlüsse eines
Ökumenischen Konzils wurden bislang noch nie aufgehoben. Also keine Grund zur Panik. Schmankerl bleibt
Schmankerl. Konzil Konzil, gell?
#186 GuterKatholik 15:29:07 | Freitag, 11. August 2006
Was dieser Lohmeier so alles sagt… … ist schon ein Wahnsinn. Ich glaube das ist der gleiche Lohmeier,
der bei einer Gesprächsrunde im Niederbayerischen Bad Griesbach meinte, dass nicht die Liturgie gändert,
sondern der Zölibat aufgehoben werden müssen, aber das verschweigt man hier auf kreuz.net’s „katholischen“
Nachrichten.
Ja,… solange es nur um Theologie und Liturgie geht: Kann man an lange Spaltungen denken. Aber wahrscheinlich
ist der „wunde Punkt“ bei SSPX eben doch die Politik (unter Behauptung des Gegenteils).
stat crux Daß solche Gruppen u.U. recht langlebig sind, zeigen die russischen Altgläubigen, die sich
vor ein paar hundert Jahren wegen Anpassung an griechische Bräuche von der russischen Kirche abgespaltet
haben. Es gab innerhalb der Altgläubigen dieselben Abspaltungen, die sich heute offenbar bei den Pius-Brüdern
anbahnen, bis zur Nichtanerkennung von Sakramenten! Auch bei den Altgläubigen hat es eine priesterlose
Gruppe gegeben, weil man die Weihen in der russischen Kirche für ungültig hielt! M. W. gibt es inzwischen
wieder eine Kirchengemeinschaft zwischen russisch-orthodoxen und altgläubigen Christen. Freuheit (Gal.5,13)
und echte und von Herzen kommende Lebensfreude, Liebe (Ga. 5,22) sind m.E. unverkennbare Merkmale der
Wirkung des hl. Geistes. Damit ist klar, wie geistige Enge und Fanatismus zu berurteilen sind. Jede Überttreibung
ist vom Teufel, wie schon die Kirchenväter sagen. Da der Teufel von Gott die Macht der Zuerstörung bekommen
hat, kann sein Werk in der Kirche genauso fortdauern, wie in uns selbst ganz persönlich! Zwar ist die
Rede vom Teufel heute politisch nicht korrekt, aber sein Wirken spüren wir durch das Böse in der Welt
täglich. Das Böse, oder allgemeiner ausgedrückt, das Negative, breitet sich umso erfolgreicher aus,
als man seinen Urheber, den Teufel, wegleugnet!
dum volvitur orbis; so ist es, Hr. Guttenberger; und irgendwann wird die SSPX dann halt „abgewickelt“;
ohne staatlichen Schutz a la Reformation trägt das allenfalls 2 Generationen. Es sei denn rechtslastiger
Okkultismus würde zur Modereligion. Aber das hat mit Kirche dann nichts mehr zu tun.
stat crux: Freimaurer Für die Sedisvacantisten und vermutlich für einen Teil der Pius-Brüder ist offenbar
jeder ein Freimaurer, der nicht ihrer ideologisch zum Teil extrem engen Linie folgt! Für mich unverständlich
ist, wie man in solch geistiger Enge überleben kann ohne zu einem geistigen Krüppel zu werden. Das gilt
allerdings für linientreue Anhänger anderer Ideologien, erst recht für Hardliner, auch. Können sich
diese Menschen noch aus tiefster Seele freuen? Mit fehlender Anerkennung unserer Weihen, wie wir in diesem
Forum lesen, stellen sie sich endgültig ins Abseits!
@Maurice Corvisier: >>Jetzt dreht er durch, merkst Du’s? Klar merkst Du’s. Krisis ist im Griechischen
(hallo, Tochter! – Gar nicht bös gemeint, ehrlich!) der Moment, wo es „kritisch“ wird. Bei den Griechen:
unterscheidend, entscheidend. Der arme Dämon wird sich nun entscheiden müssen. Weiter auf dem Weg, der
ihn noch mehr kaputtmacht, oder den Weg einschlagen, der ihn glücklich macht. Ich denke, wir wünschen
ihm dasselbe.<< Natürlich, daher wünsche ich auch abendliche Grüße.
@ Aloah Jetzt dreht er durch, merkst Du’s? Klar merkst Du’s. Krisis ist im Griechischen (hallo, Tochter! –
Gar nicht bös gemeint, ehrlich!) der Moment, wo es „kritisch“ wird. Bei den Griechen: unterscheidend,
entscheidend. Der arme Dämon wird sich nun entscheiden müssen. Weiter auf dem Weg, der ihn noch mehr
kaputtmacht, oder den Weg einschlagen, der ihn glücklich macht. Ich denke, wir wünschen ihm dasselbe.
@Aloah @Aloah „Die Kritische Theorie ist nach Auffassung der „Frankfurter“ alles umfassende, alles erklärende
Theorie, siehe seine Peinlichkeit „DDL“ der Wanderprediger.“ Seine Peinlichkeit musste jetzt eben, nachdem
er Sie schon zum x-ten Mal von dieser „Frankfurter Schule“ hat schwätzen hören, in der Wikipedia erst
einmal nachschlagen, was genau man darunter versteht. Berückend angesichts der Tatsache, dass ich sie
angeblich dauernd predigen soll, wie? Noch erstaunlicher, da ich mit Marxismus überhaupt nichts am Hut
habe. Aber Sie wollen aus mir doch partout so gerne den „bösen Linken“ zimmern ;O) „Adorno forderte schon
eine Erziehung, die jede Identifikation der Kinder mit ihren Eltern, verhindert, eine Erziehung zum Widerstand
und Widerspruch, eine Erziehung des Madigmachens (DDL grüßt dazu) und des Perhorreszierens (mit Abscheu
zurückweisen) aller Wirklichkeit.“ Sie beziehen sich gerne auf mich, auch, wenn ich gar nicht da bin,
gell? Was das „Madigmachen“ angeht, das klingt ziemlich dumm, müsste ich ‘mal nachlesen – ich vermute
allerdings, die dumme Klangfarbe kommt eher durch Ihre Darstellung als von Adorno. „Wollte doch der ehem.
SPD General Olaf Scholz schon die „Lufthoheit über die Kinderbetten“. Unfassbar solches Gedankengut!“
Tja, unfassbar. Hitler wollte das auch. Und, hm, die Kirche eigentlich auch, so von der Kindstaufe ab.
Wenn man’s recht bedenkt, will eigentlich JEDE Organisation mit Machtstreben die äußerst effiziente
kindliche Indoktrination betreiben.
volvitur Kriegen Sie nicht. Das heißt: Ihnen persönlich würde ich sie offenlegen – in Zeiten wie diesen
ist es aber tunlich, sich vor Antifa-Schlägern zu schützen. Leute wie Stasi-Dämon täten nichts lieber,
als mir auf die Pelle zu rücken. (Jetzt denkt er sich gerade eine Antwort aus, in der vorkommt, daß
ich ihm viel zu unwichtig bin und daß ich eigentlich nur ein … Armer Dämon!)
Wer hätte das gedacht, Herr Guttenberger, Rothkranz (oder wer immer hinter sedisvakantismus.org steckt)
hat die These von „Marcel“ (der z.Zt. bereits den „Kreuzgang“ als liberal verurteilt) übernommen, Dr.
Otterbeck sei Freimaurer. Absolute Fehlanzeige: nur ein kleiner „Bildungsbürger“.
Allerdings, Aloah, wie gesagt: hinter dem 68er Problem lauert das 38er Problem; ein schlicht autoritäres
Weltbild ist „für immer“ desavouiert. Ein vernünftiges Maß an Autorität-im-Dialog wird gerade die
Kirche wieder fördernd begünstigen.
@Jörg Guttenberger, Köln: >>Unter den 68ern, einem Auswuchs der „Frankfurter Schule“, sind die Anhänger
der kritischen Theorie und des kritischen Rationalismus zu verstehen (s. Karl Steinbuch, Kurskorrektur)
Keine der Ideologien taugt als Lebensphilosophie, mit dem in Amerika verbreiteten kritischen Rationalismus
können Sie zwar die kritische Theorie widerlegen, sonst aber nichts.<< Jörg Guttenberger, das ist richtig.
Die Kritische Theorie ist nach Auffassung der „Frankfurter“ alles umfassende, alles erklärende Theorie,
siehe seine Peinlichkeit „DDL“ der Wanderprediger. Die 68er haben vier zentrale Thesen der „Kritischen
Theorie“: 1. religionsphilosophische These: Gott ist eine falsche Hypothese, Theologie ist sinnlos. 2.
Die anthropologische (erziehungspilosophische) These. 3. Die Faschismusthese: Die Familie ist Ursache
des „autoritären Charakters“ und des Faschismus 4. Die gesellschafts- und die geschichtsphilosophische
These: Das Ganze ist falsch, der Geist der Geschichte ist die permanente Katastrophe. Adorno forderte
schon eine Erziehung, die jede Identifikation der Kinder mit ihren Eltern, verhindert, eine Erziehung
zum Widerstand und Widerspruch, eine Erziehung des Madigmachens (DDL grüßt dazu) und des Perhorreszierens
(mit Abscheu zurückweisen) aller Wirklichkeit. Wollte doch der ehem. SPD General Olaf Scholz schon die
„Lufthoheit über die Kinderbetten“. Unfassbar solches Gedankengut!
@Guttenberger Keine Generation ist so sehr gescheitert wie die so gen. 68er; das aber perpetuiert zugleich
deren Generationskonflikt („Tätergeneration“), nur deshalb ist das Problem noch virulent. Hier hilft
nur die „Heimkehr des deutschen Geistes“ (zu Christus; Buchtitel von Reinhold Schneider, 1946). Allmählich
zeichnen sich solche Tendenzen sogar ab, zum Verdruss auch der Extremen Rechten. P.S. Mag sein, dass Teile
des Freimaurertums sich noch immer als Gegenkirche verstehen. Die Kirche aber deswegen zuerst und vor
allem als „antimasonistische“ Bruderschaft zu konzipieren ist aberwitziger Irrsinn, Religionsverrat und
vielleicht sogar im Sinne bestimmter Geheimgesellschaften. Deren zivilisatorische Abträglichkeit ist
allerdings Faktum, wenn auch von der okkulten Rechten permanent überstrapaziertt; les extremès se touchent.
Gotthard Unter den 68ern, einem Auswuchs der „Frankfurter Schule“, sind die Anhänger der kritischen Theorie
und des kritischen Rationalismus zu verstehen (s. Karl Steinbuch, Kurskorrektur) Keine der Ideologien
taugt als Lebensphilosophie, mit dem in Amerika verbreiteten kritischen Rationalismus können Sie zwar
die kritische Theorie widerlegen, sonst aber nichts. Die kritische Theorie befaßt sich zwar mit den Wünschen
des Menschen, jedoch ohne nach einer Möglichkeit der Verwirklichung zu fragen. So betrachtet der kritische
Theoretiker die eigenen Wünsche als letzte Wahrheit, im Gegensatz zu jeder Religion. Er will keine Wahrheiten
mitteilen, sodern Wirkung erzielen. Es besteht eine positive Korrelation zwischen der zunehmenden Macht
der 68er und der zunehmenden Unlösbarkeit der Probleme, wie Karl Steinbuch bereits 1973 in seinem obigen
Werk nachgewiesen hat und die heutige Erfahrung bestätigt. Daß solche Grundhaltungen, wie sie mutatis
mutandis in jeder Ideologie anzureffen sind, mit keiner Religion vereinbar sind, versteht sich von selbst.
Gehören Sie etwa zu den 68ern? Ihre Frage läßt darauf schließen. Daß die Kommnisten versucht haben,
Agenten in den Vatikan iund sonstige Kirchliche Organen einzuschleusen versucht haben, ist bekannt. Über
heutige entsprechenden Versuche liest man nichts. Das Hauptproblem in der Kirche und in der Welt sind
daher die 68er und nicht Freimaurer usw. Mit der letztgenannten Gruppe befasse ich mich nicht.
bitte um Aufklärung aß 68er und andere kirchenfeindliche Gruppen Was soll ich eigentlich unter dem Sammelbegriff
„68er“ verstehen? Welche Bedeutung sollen sie gegebenenfalls in der Kirche haben? Und wer soll zu dieser
ominösen Gruppe gehören?
Perpetua Siebel ist, wie bemerkt, Sozilologieprofessor und damit bar jeder beruflichern Qualifikation
für das Thema. Wie sieht es mit Ihren anderen Autoren aus? Enzykliken beinhalten bekanntlich keine unfehlbaren
Lehrentscheidungen, bitte aktualisieren Sie Ihr Fachwissen! Daß Religionsfreiheit in der Schöpfung grundgelegt
ist und damit die Richtigkeit der Konzilsentscheidung habe ich in einem früheren Beitrag nachgewiesen.
Ihre Kirchentreue und Ihr Einsatz sind zu loben, aber blinder Eifer schadet nur! Jede Übertreibung kommt
vom Teufel, wie die Kirchenväter bereits sagen. Daß 68er und möglicherweise andere kirchenfeindliche
Gruppen den Marsch durch die Institutionen versuchen, ist bekannt. Aber unseren Päpsten Freimaurertum,
Häresie usw. vorzuwerfen, schießt weit über das Ziel hinaus. Globalisierung, Entwicklung in Wissenschaft
und Technik führen zu bisher nie da gewesenen Herausforderungen im Sinne einer Bewußtseinserweiterung.
Auch die Kirche ist hier gefordert. Wir müssen unsere Glaubenswahrheiten unter diesem Gesichtspunkt neu
überdenken, nicht im Sinne einer Infragestellung, sondern einer Vertiefung. Aus einer offenen und ehrlichen
Auseinandersetzung geht die Kirche als Sieger hervor. Bisher war jede Kirchenspaltung (vielleicht mit
Ausnahme der Trennung von Rom und Byzanz) durch Verweigerung der abgespaltenen Gruppe zur Fortentwicklung
der Tradition verursacht. Die Pius-Brüder bestätigen diese Erfahrung!
kurze Antworten Bernardo: 12.07.06; 22.12 h und 13.07.06; 12.27 h Verweis auf meine Mitteilung 12.07.;
9.58 h Artois: 13.07.06; 17.15 h und Freinsberg 13.07.;17.38 h. Artios weiß, daß die hehre Königin
des Himmels, höchste Herrin der Engel, von Anbeginn von Gott die Macht und die Sendung erhalten hat,
den Kopf des Satans zu zertreten, die Irrlehren mit Ihrer Ferse zu zermalmen. Hacki: 13.07.; 17.38 h danke
für Ihren Beitrag Artois: 13.07.; 17.47 h Die römische Kurie wurde nach und nach zu Gunsten des Modernismus
ausgetauscht. Alte (über 80jährige traditionelle) Kardinäle „ausgesondert“, an deren Stelle modernistische
„eingefügt“. Guttenberger: 13.07.; 20.01 h Das II. Vatikanum hat das Gegenteil der unfehlbaren Lehre
der Enzyklika „Quanta cura“ (1864) von Papst Pius XI. in puncto Religionsfeiheit behauptet. Ein totaler
Verrrat der katholischen Kirche! Guttenberger: 14.07.; 16.52 h Lieber Herr Guttenberger, wenn Sie 1.)
einmal auf die rote Schrift Perpetua klicken und die Texte kurz überfliegen, werden Sie feststellen,
daß ich die Verfasser einzelner Schriften schon wiederholt erwähnt habe. Mir hat man unterstellt, daß
ich damit Geld verdienen würde, deswegen vermeide ich Wiederholungen. 2.) Einer meiner zitierten Buchtitel
bei „google“ oder anderen Suchmaschinen eingegeben hätte Ihnen ganz schnell die einzelnen Quellen angezeigt.
3.) Sie besitzen sicherlich eine Hirnzelle mehr als ein Dienstmädchen wie ich es bin, und werden ganz
schnell erfassen was hier für satanisch Pläne umgesetzt werden.
@ Hacki die bisher 146 Lesermeinungen beweisen wieder einmal wunderbar, daß das 2.Vaticanum ein einziges
Fiasko darstellt. Wirklich ein grandioser Maßstab. Wie beurteilen Sie das I. Vatikanum, welchem vereinzelte
Apostasien und Schismen folgten? @ Dr. Otterbeck Ich bezweifle, dass die Tradi die Konzilstexte überhaupt
lesen. Völlig zurecht, wie im Forum ja schon mal aufgedeckt wurde. @ Perpetua Aufgabe der Piusbruderschaft
war und ist es, die seinerzeitigen Traditionalisten zu sammeln Die seinerzeitigen? Au weia . Lesen Sie
im einzelnen hierzu das Siebel-Buch. Lesen Sie lieber mal Ratzinger im Original und zitieren Sie die fraglichen
Stellen. Zitate aus dem Zusammenhang reißen kann jeder.
Perpetua die Chef-Theologin Die Sakramente sind von Jesus eingesetzt und die katholische Kirche und der
Papst haben die Pflicht diese im Sinne des Stifters Jesu Christi zu bewahren. In keinem Fall steht es
einem Papst zu in temerischer Absicht diese zu verändern, was Paul VI. tat. ich bitte unsere Chef-Theologin
um die Beantwortung folgender Frage: Welche Sakramenten-Spendeworte stammen von Jesus Christus selbst
und welche sind Werk der Kirche?
Artois – Perpetua Arois: so argumentieren alle, die mangels Masse mit mehr Stimme arbeien. Woher soll
ich als Konservativer den ganzen reaktionären Schwulst kennen? Perpetua: jetzt endlich lassen Sie die
Katze aus dem Sack: laut Bernado ist Siebel, auf den Sie sich hier ausdrücklich und sonst wohl stillschweigend
berufen, kein Theologe, sondern Soziologie-Professor. Oder gehen Sie wenn Sie Rechtsauskünfte benötigen,
statt zum Juristen zu einem Zoologieprofessor?
Sodalitium Pianum, Perpetua: Das nach Pius V. benannte Sodalitium hatte, den Forschungen von E. Poulat
zufolge, nie mehr als 50 Mitglieder, in Dtld. nur 2. Anders als zur Reinhaltung der Reputation des Hl.
Papstes Pius X. gelegentlich behauptet, arbeitete diese (aber weit überschätzte) Gruppe unter der Leitung
des Kirchenjuristen und Sozialhistorikers Umberto Begnini aber mit Billligung des Papstes, während Merry
del Val diese Praktiken nicht schätzte. Benediokt XV. hat angesichts des 1. Weltkriegs die neue Lage
analaysiert, die Verurteilung des Modernismus am 1.11.1914 wiederholt, aber die integralistischen Exzesse
der Antimodernistenhetze unterbunden, um der Einheit der Kirche willen. Das war keine „Umerziehung“. Die
rigorosen Integralisten hatten nie (!) „das Sagen“ in Rom (sonst wäre die Kirche ebenso an ihnen gescheitert
als hätte man dem Modernismus nichts entgegenzustellen gewusst); vgl. Card. Suhard: Essor ou declin,
1947. Nicht ein einziger Bischof hätte den Integralismus nach 1965 wiederbelebt, wären nicht leidige
Themen der frz. Innenpolitik (action francaise etc.) hinzugekommen.
Antworten auf Anfragen stat crux 12.07.; 13.00 Uhr Wenn die überwiegende Mehrzahl (ca. 99,985 %) der
Katholiken mit dem Papst harmonieren, ist es eher unwahrscheinlich, dass er ihnen heimlich „Irrlehren“
unterjubelt. Die Umerziehung des Volkes zum Modernismus hat schon 1920, wenn nicht schon nach Pius X.
begonnen. Unter Pius X. wurde der Modernismus mittels der sodalicium piana schärfstens verfolgt. Die
Aufgabe der Piusbruderschaft war und ist es, die seinerzeitigen Traditionalisten zu sammeln um sie später
(also jetzt dem) Vatikan zuzuführen. Gotthard: 12.07.;13.27 Uhr Jedes „Wort einer Sakramentenspendung“
ist ein Akt der Kirche gewesen … es kann also auch abgeändert werden. Die Sakramente sind von Jesus
eingesetzt und die katholische Kirche und der Papst haben die Pflicht diese im Sinne des Stifters Jesu
Christi zu bewahren. In keinem Fall steht es einem Papst zu in temerischer Absicht diese zu verändern,
was Paul VI. tat. (Die Konzilserklärung zur Religionsfreiheit von Johannes Rothkranz) Jörg Guttenberger
12.07.; 21.37 Die eine Kirche Christzi setzt sich aus allen schismatischen und häretischen Sekten zusammen:
es gibt überhaupt nur eine einzige christliche = katholische Kirche, und diese Kirche ist gespalten!
Zu dieser einen Kirche gehören eben auch die genannten schismatischen und häretischen Sekten. Die Äußerung
von BXVI ist also in Ordnung. Das was Sie hier blasphemisch äußern ist genauso häretisch wie die Äußerungen
von Ratzinger. Lesen Sie im einzelnen hierzu das Siebel-Buch.
@stat crux Da Sie ja zugeben zu wissen, daß Sie ausgeschlossen sind, untersage ich Ihnen, sich den Sakramenten
der hl. Kirche zu nahen. @Guttenberg Sie sind schwachsinnig, da Sie nicht realisieren können, daß die
„tradi“ ständig korrekt aus selbigen Dokumenten zitieren. @freinsberg Sie können es ja nicht wissen,
doch die Gottesmutter ist Siegerin über die Irrlehren, somit auch über diejenigen des 2. Lügen-„Vatikanums“,
das eine einzige Beleidigung der Himmelskönigin darstellt.
Heute habe ich tatsächlich mal erlebt, dass jemand mit Ratzingers „Einführung“ gegen die Dogmatik argumentierte.
Das wird jetzt vielleicht Mode, so sehr man ihm damit Unrecht tut.
#156 Perpetua 23:14:50 | Donnerstag, 13. Juli 2006
An Jörg Guttenberger und alle geschätzen Forumsteilnehmer Meine Quellen nenne ich gerne: „Die kommende
Diktatur der Humanität“ „Vorsicht! Wölfe im Schafspelz“ „Freimaurersignale in der Presse – wie man sie
erkennt und was Sie bedeuten“ „Die Verfinsterung der Kirche“ „Die Verschwörung gegen die Kirche“ „Papsttreue –
heilige Pflicht jedes Katholiken“ „44 Irrtümer über das Judentum“ „Die Ständige Anweisung der Alta
Vendita – ein freimaurerischer Plan für den Umsturz in der katholischen Kirche“ und viele viele andere
Bücher. Desweitern www.traditionalmass.orgwww.kreuz.net/ Hierfür mußte ich allerdings mein rudimentäres
Schulenglisch ausgraben. Als „Dienstmädchen“, wie Sie ganz recht erkannt haben, verfügte ich gottlob
über genügend Zeit, mich der Lektüren zu widmen und während meiner werktätigen Arbeit darüber nachzudenken.
Ora et labora
#155 stat crux 20:07:22 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Am vergangenen Wochenende las ich, neben Dei Verbum, auch das Dekret zum Laienapostolat. Ein „Regiebuch“
par excellance, hätte man es beherzigt! Ich vermute aber, dass die vorgesehene Überraschung darein besatehen
wird, dass die ausführliche Lehre das Konzils die authentische Tradition programmatisch formuliert. Es
wird zum sicheren Kompass für Theologie und Kirche des 3. Jahrtausends werden. Die „Korrekturen“ gegenüber
älterer Tradition (um die so viel gekämpft wurde) fallen doch kaum noch ins Gewicht. Es wird sich als
Pastoralkonzil in dem Sinne erweisen, dass es das kirchliche Amt stärkt gegenüber theologischer, pädagogischer
und existenzialistischer Willkür. Dass diese so heftig vor der Tür stand, das wollte man 1962-1965 freilich
ungern wahrhaben.
stat crux Daran, daß die Traditionalisten (Traditionalismus als ideologische Ausgabe der Tradition) die
Konzilstexte lesen, zweifele ich allerdings auch, sonst würden sie nicht so ablehnend reagieren.
#153 stat crux 19:52:49 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Sehr richtig, Herr Guttenberger! Allerdings sollte man auch hinsichtlich der 68er differenzieren. Mir
war in Kevelaer eine Kindheit und Jugend vergönnt, bei der Kommunion- und Firmunterricht ganz im Sinne
der Konzilsdokumente gelang. Was ich damals nicht wusste: Zugleich ruinierte die „wissenschaftliche“ Theologie
die Priesterausbildung an den Fakultäten. Erst sehr spät erkannte ich die Diskrepanz zwischen der Lehre
des Konzils und der Beliebigkeit, die in seinem Namen verkündet wurde. Ich bezweifle, dass die Tradi
die Konzilstexte überhaupt lesen.
Bernado, Hacki B.: Perpetua hätte seröserweise wenigstens ihre Quellen nennen müssen, durch deren Unkenntnis
ich ihr auf den Leim gegangen bin und ihrem Dienstmädchengeschwätz zu viel Ehre erwiesen habe. Entweder
hat Perpetua nie wissenschaftlich gearbeitet, oder sie will ihre Leser verdummen! H.: Immer diese Konzilsmßverständnisse!
Man darf dem hl. Geist sicher nicht die Produktion geistlichen Schrotts in die Schuhe schieben! Auf das
wirkliche Problem weise ich immer wieder hin, nämlich daß die Ausführung der Konzilsbeschlüsse den
68ern in die Hände gefallen ist bzw. die 68er innerhalb der mit den Ausführungsbestimmungen Betrauten
sich kaltschnäuzig durchgesetzt haben. Wieso merkt das niemand?
#151 stat crux 18:24:46 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Artois resp. Brandenburgis Na schön. Aus der Kirche, aus der Sie mich mit einem Atemzug (und den Papst
gleich mit) „ausschließen“, aus der bin ich gern ausgeschlossen. Es bleibt dabei: Christus ist der einzige
Priester, Konzil und Päpste lehren im ganzen die Wahrheit. Kleinere Unschärfen wie im Syllabus, Lamentabili
oder Humani generis mal beiseitegelassen.
#149 Artois † 17:47:24 | Donnerstag, 13. Juli 2006
@Freinsberg Nun, daß Modernisten ausgeschlossen sind, darüber besteht wohl Übereinstimmung. Daß Der
Kurienkardinal und zumindest amtierende Papst Ratzinger selbst Modernist ist, geht aus seinen ungeheuer
zahlreichen Veröffentlichungen in einer solch luziden Klarheit hervor, daß man sich vor allem zweierlei
fragen muß: 1. Wie konnte dieser Mann über Jahrzehnte bei den Frommen und Kirchentreuen als „konservativ“
gelten und entsprechend bejubelt werden? 2. Wie sieht ein Episkopat, ein Kardinalskollegium, eine römische
Kurie aus, die diesen Mann nicht nur an der Spitze der „Glaubenskongregation“ duldet, sondern sogar noch
als „Mozart der Theologie“ zum Papst befördert. Das wüßte ich also wirklich mal gern, vielleicht können
Sie mir helfen und antworten?
die bisher 146 Lesermeinungen beweisen wieder einmal wunderbar, daß das 2.Vaticanum ein einziges Fiasko
darstellt. Zur Erforschung der Zeitumstände kann man vielleicht mal Historiker oder ganz normale Leute
mit „gesundem Menschenversand“ zu Rate ziehen. („Hobby“-)Theologen, eben die „Klugen und Weisen“ haben
keine Chance, die göttlichen Geheimnisse zu erfassen. Die Beschlüsse des Trienter Konzils haben Heilige
(Carl Borromäus, Ignatius v. Loyola, Petrus Canisius und viele andere) segensreich umgesetz. Im Gegensatz
dazu hat V2 das „Allerheiligste“ der Ehrfurchtslosigkeit preisgegeben, und keine heiligmäßigen Priester
und Christen hervorgebracht. (Die „Konzilsmacher“ waren fast ausschließlich holländische und deutsche
Theologen mit grandiosem zeitgeistbedingtem Hochmut). Herr Lohmeier hat einen „gesunden, natürlichen
Menschenverstand“ alle Achtung!
#146 Artois † 17:15:00 | Donnerstag, 13. Juli 2006
@stat crux Ratzinger ist, wie Sie, kein Katholik, sondern ein ausgewiesener Modernist und somit ipso facto
längst aus der Kirche ausgeschlossen. Gottlob! Danken wir der Gottesmutter, die diesen Sieg der Kirche
über falsche Lehrer und Verführer erfleht hat!
Siebel-Geschwätz Jörg Guttenberger schrieb: „Ich bin … von – allerdings völlig und ohne Sachkenntnis –
aus dem Zusammenhang herausgerissenen Zitaten ausgegangen.“. Das war leider unzutreffend. Die hier in
den Raum gestellten Aussagen waren ausnahmslos keine Zitate aus Schriften Josef Ratzingers, sondern Unterstellungen,
die sich Herr Siebel aufgrund seiner unwissenschaftlichen Lektüre von Ratzinger-Schriften zusammenfantasiert
hat. Und es war ihm und seinen Anhängern – ich verweise ein weiteres Mal auf die von mir angeführten
Artikel – auch nicht möglich, diese Fantasien gegenüber einer seriösen Kritik aufrecht zu erhalten.
Es gibt in der „Einführung in das Christentum“ in der Tat einzelne Passagen, die man aus dem Zusammenhang
reißen und mißdeuten kann. Sie kommen meist dadurch zustande, daß Autor Ratzinger zunächst ín guter
philosophischer Tradition eine Gegenposition referiert, um sich sodann mit ihr auseinanderzusetzen. Im
Zusammenhang gelesen lösen sich diese möglichen Mißverständnis daher meistens schnell auf. Solche
plumpen Aussagen, wie sie die unendliche Perpetua hier aufgetischt hat, wird man aber auch in diesen Gegenpositions-Referaten
nicht finden.
Tssssss… Warum gibt man diesem realitätsfremden alten Grantler und Ewig-Nörgler hier ein Forum? Um
wieder mal ungeniert der „guten alten“ (braunen) Zeit nachzutrauern?
Bernardo Ich bin zugunsten von Perpetua von – allerdings völlig und ohne Sachkenntnis – aus dem Zusammenhang
herausgerissenen Zitaten ausgegangen. Sofern es sich etwa um keine Zitate handeln sollte, dann um so schlimmer
für Perpetua und ihre Glaubwürdigkeit! Klar ist jedenfalls, daß BXVI das niemals so gesagt haben kann!
Jörg Guttenberger, Köln Sie schrieben: „Perpetua:Ihre Zitate von B.XVI sind nachweislich aus dem Zusammenhang
heraus entstellt:“. Hat denn diese Person, die in endloser Drehung wie ein Perpetuum Mobile des Schwachsinns
immer dieselben Behauptungen wiederholt, überhaupt Zitate gebracht? Ich sehe immer nur: Lest den heiligen
und unfehlbaren (Soziologie-)Professor Siebel, der hat bewisen daß dies und jenes. Sie zitiert noch nicht
mal ihren Propheten Siebel auf nachvollziehbare Weise – so wie der vermutlich auch nicht wirklich Ratzinger
zitiert, ihn wohl kaum gelesen und erst recht nicht verstanden hat. Es tut mir wirklich leid – aber das
erscheint mir alles ziemlich krankhaft. Für diejenigen, die sich dennoch von diesem Unfug irgendwie angesprochen
fühlen – etwa weil sie vor lauter Mißtrauen gegen Rom auch dem gegenwärtigen Papst nicht trauen können
–, wiederhole ich meinen Hinweis auf den ausführlichen und wohlbegründeten Artikel von Michael Davies:
„Apologia pro Josef Ratzinger“ www.lumengentleman.com/content.asp?id=191. Wer dann noch mehr Argumente
braucht, lese „Pope or Heretic? An Evaluation of Benedict XVI www.lumengentleman.com/content.asp?id=179“ –
danach sollte es ihm besser gehen.
Perpetua – Benedikt XVI Perpetua:Ihre Zitate von B.XVI sind nachweislich aus dem Zusammenhang heraus entstellt:
so z. B. Die eine Kirche Christzi setzt sich aus allen schismatischen und häretischen Sekten zusammen:
es gibt überhaupt nur eine einzige christliche = katholische Kirche, und diese Kirche ist gespalten!
Zu dieser einen Kirche gehören eben auch die genannten schismatischen und häretischen Sekten. Die Äußerung
von BXVI ist also in Ordnung. BXVI als offenbar guter Kenner der Orhodoxie orientiert sich wohl am Kirchenverständnis
des 1. Jahrausends, von dem im Gespräch mit dem christlichen Osten auszugehen ist und dessen Nachwirkungen
bis zur Aufklärung spürbar waren. So hat Suttner in einem Aufsatz in „Der christliche Osten“ noch eine
begrenzte Sakramentengemeinschaft nachgewiesen, gegen die unter dem Einfluß der Aufklärung der damalige
Fürstprimas von Ungarn erfolgreich opponiert hat. Nach dem Rückzug von Rom haben sich die beteiligten
östlichen Kirchen ebenfalls abgekapselt.
@ Perpetua Ein unermeßlicher Skandal! (Nachzulesen in: „Zur Philosophie und Theologie Joseph Ratzingers“
von Prof. Dr. Wigand Siebel (Hrsg.) Verlag Anton A. Schmid (Pro Fide Catholica) Vielleicht versuchen Sie
es mal mit der Primärquelle, anstatt Bücher von Autoren zu konsultieren, die eindeutige Absichten haben.
Die Punkte, die Sie vorbringen erscheinen mir völlig absurd.
Sakramentenspendung Einem Laien oder auch gar Theologen fallen auch Änderung nicht der Sakramentenformen
nicht ohne weiteres auf und sie können die damit verbundenen Auswirkungen nicht erfassen. Z. B. hat Paul
VI. den Wortlaut des Weiheritus für die Bischofsweihe geändert. Jedes „Wort einer Sakramentenspendung“
ist ein Akt der Kirche gewesen … es kann also auch abgeändert werden.
Perpetua, der Katholizismus iast zuerst und vor allem ein „Lebenszusammenhang“ (Nachfolge Christi), die
Lehre nur eine Dimension desselben. Wenn die überwiegende Mehrzahl (ca. 99,985 %) der Katholiken mit
dem Papst harmonieren, ist es eher unwahrscheinlich, dass er ihnen heimlich „Irrlehren“ unterjubelt. Dass
Christus der einzige Priester ist, das ist allerdings richtig; wurde aber z.B. von „Marcel“ auf dem kreuzforum
schon mit gefährlichen Formeln in Frage gestellt, die den geweihten Priester zum „eigentlichen“ Mittler
zu machen scheinen. Hier zeigt sich wieder das Risiko der Tradi, die Taufe abzuwerrten, um dem Ordo eine
„Monopolstellung“ in der Verwaltung der Übernatur zuzubilligen (die dadurch naturalistisch abgewertet
wird). Ein Piuspriester scheint mir daher kaum etwas anderes zu sein als ein Funktionär der KP, nur antikommunistisch
gewendet und im Latein geschult. Denn wer bestreitet, dass Christus der einzige Priester ist, öffnet
die Vermittlungsfunktion zu den Novissima schon wieder jedem Selbsternannten, ob rechts, ob links; und
die Lefebvregeweihten sind kirchenrechtlich genauso „selbsternannte“ Gottesvermittler wie Logenbrüder
oder Politbüromitglieder.
Welche Logik? Was einer nicht erkennt, ist auch nicht falsch. Es heißt doch: siehe Fettdruck; außerdem
ist Siebel Herausgeber Von mehreren kompetenten Verfassern wird wissenschaftlich nachgewiesen, daß Ratzinger
in seinem wohl berühmtesten Werk „Einführung in das Christentum“ von 1968 sowie in etlichen späteren
Büchern unter anderem folgendes behauptet: -Die drei göttlichen Personen besitzen nicht eine jede die
ganze göttliche Wesenheit. -Jesus ist erst durch die Auferstehung zum Sohn Gottes geworden; er ist nicht
gleichen Wesens wie der Vater -Nicht Gott ist Mensch geworden, sondern ein Mensch ist Gott geworden. -Wir
bringen Gott in der hl. Messe kein Opfer dar. -Es gibt keinen Priester außer Christus. -Die leibliche
Aufnahme Mariens in den Himmel ist nur eine Floskel. -Es gibt keine Auferstehung des Fleisches. -Die Hölle
ist leer. -Es ist sinnlos, für die Armen Seelen zu beten. -Christus wird am Jüngsten Tag nicht als Richter
kommen; ein Weltgericht wird nicht stattfinden. -Die eine Kirche Christi setzt sich aus allen schismatischen
und häretischen Sekten zusammen. Jede einzelne dieser Thesen ist eine von der römisch-katholischen Kirche
feierlich verworfene Häresie! Dennoch hat Ratzinger als „Benedikt XVI.“ sämtliche seiner Bücher, auch
das in vielen Sprachen vorliegende Werk „Einführung in das Christentum“wieder neu auflegen und nachdrucken
lassen. Ein unermeßlicher Skandal! (Nachzulesen in: „Zur Philosophie und Theologie Joseph Ratzingers“
von Prof. Dr. Wigand Siebel (Hrsg.) Verlag Anton A. Schmid (Pro Fide Catholica)
Ein unermeßlicher Skandal? Perpetua: Wenn Irrlehren von Theologen und Laien so gut wie gar nicht erkannt
werden können: Wahrscheinlich sind es dann keine. Der Katholizismus definierte sich als Leben im sakramentalen
Corpus Christi, der Kirche. Ein bestimmtes Mindestmaß an Gelehrtheit oder „Einweihung“ wird nicht verlangt,
so weit ich weiß.
Antwort an stat crux, 11.07.,15.19 Uhr In dem kurzen Überblick des Buches von Prof. Dr. Wigand Siebel
ist lediglich die Quintessenz der Glaubensverfälschungen von Ratzinger herausgefiltert. Die Irrlehren
Ratzingers sind auf mehrere Schriften verteilt und so raffiniert formuliert, daß dies selbst viele Theologen
nicht erfassen. Wenn seine Häresien jeder Laie gleich erkennen könnte, würde ihm ja keiner mehr nachlaufen
und sein Ziel wäre verfehlt. Um diese Nachweise zu führen bedarf es hervorragender theologischer Kenntnisse.
Einem Laien oder auch gar Theologen fallen auch Änderung nicht der Sakramentenformen nicht ohne weiteres
auf und sie können die damit verbundenen Auswirkungen nicht erfassen. Z. B. hat Paul VI. den Wortlaut
des Weiheritus für die Bischofsweihe geändert. Mehr darüber können Sie nachlesen in dem 32 Seiten
umfassenden Heft „Sind die neuen Sakramente noch gültig?“ nachlesen. Deswegen empfehle ich, das Buch
von Wigand Siebel zu lesen, damit Sie hinsichtlich der Irrlehren Ratzingers sensibilisieren und auf die
entscheidenden Punkte hingeführt werden. Jede einzelne dieser Thesen ist eine von der römisch-katholischen
Kirche feierlich verworfene Häresie! Dennoch hat Ratzinger als „Benedikt XVI.“ sämtliche seiner Bücher,
auch das in vielen Sprachen vorliegende Werk „Einführung in das Christentum“ wieder neu auflegen und
nachdrucken lassen. Ein unermeßlicher Skandal! (Nachzulesen in: „Zur Philosophie und Theologie Joseph
Ratzingers“ von Prof. Dr. Wigand Siebel (Hrsg.) Verlag Anton A. Schmid, Durach
#130 Bernardin † 21:13:31 | Dienstag, 11. Juli 2006
Ratzinger? Warum erwähnen Sie hier Ratzinger, der Hacker zitierte? Ich dachte bis jetzt, Ratzinger sei
ein FEHLGELEITETER, so wie er hier im KREUZ.NET beurteilt wird!
Sorry, das „Seiende“; Hacker war Konvertit. Sein Werk „Das Ich im Glauben Martin Luthers“ (1966) zitierte
Ratzinger häufiger, z.B. in seinem LtHK-Kommentar zu Dei Verbum.
Karl Rahner wurde von Paul Hacker schlichter Ontologismus vorgeworfen, d.h. dass er das Seinende mit dem
Sein (und das mit Gott) verwechselt. Entgegen mancher Plattauslegungen Heideggers (etwa im Anschluss an
das Augstein-Interview) ist das „Sein“ bei Heidegger EBEN NICHT der philosophische Gottesbegriff, sondern
immer noch im Vorfeld dessen, „adventlich“ gewissermaßen. Rahner hat vielleicht sowas wie den ontologischen
Gottesbeweis via Heidegger versucht. War aber gar nicht nötig, weil S. Thomas durch die Religionskritik
nicht ausgehebelt wurde, wie die Kritik der Kritik (Lagrange, Bergson, Guitton et al.) anzeigt. Der traditionelle
„Ort Gottes“ dürfte bei H. als das Gemeinsame von Sein-und-Zeit vermutet werden.
Rahner – Ratzinger Josef Ratzinger stand während seines Studiums wie fast alle deutschen Theologender
Nachkriegszeit stark unter dem Einfluss von Rahners Denken. Allerdings wurde er gerade während des Konzils –
als nämlich die praktischen Auswirkungen dieser Schule immer deutlicher und durchaus nicht immer positiv
sichtbar wurden – allmählich skeptischer gegenüber dessen Denkrichtung und hat sich später davon „emanzipiert“.
(Anders als z.B. der Rahner-Schüler Lehmann, der bis auf den heutigen Tag „Rahnerianer“ geblieben ist).
Ein Interview, das Ratzinger 2004 stephanscom.at gab, enthält denn auch keinesfalls eine vorbehaltlose
Würdigung Rahners, sondern bringt deutliche Vorbehalte zum Ausdruck. Er gesteht zu: „„Man muss Rahner
in der Ganzheit seiens Wollens und Denkens begreifen und schlichtweg erkennen, dass es sein Wille war,
nicht gegen den Glauben der Kirche zu verstoßen“,“. Gewollt also schon – aber auch gekonnt? Ausdrücklich
hält Ratzinger die Möglichkeit offen, daß Rahners Denken (bzw. dessen weitere Entfaltung) dann doch
vom Weg der Kirche wegführten: „Natürlich kann man Elemente isolieren, Falsches von Rahner ableiten
und die kritischen Momente seines Lebens einseitig in den Vordergrund stellen und Affekte nähren, die
nicht positiv sind. Der ganze Rahner ist eben sehr komplex“. Das ist keine Verurteilung Rahners – aber
auch keine Empfehlung, ihn als Kirchehnlehrer zu verehren.
Wahrscheinlich ist die Leistung Rahners „rückwärts“ (Relativierung der jesuitischen Schule 1815 ff.)
von größerer Bedeutung als sein Beitrag „vorwärts“.
Herrlich, wie kreuz-net-Frömmler das Werk eines der größten Theologen unserer Zeit auseinander zu fleddern
versuchen. Allein, er ist euch so turmhoch überlegen, das jede Reaktion auf das armselige Geschreibsel
verschwendete Energie darstellt. Wozu also Perlen vor die Säue werfen. Suhlt euch weiter in eurem gedanklichen
Mist. Der Pfuhl wird von allein austrocknen.
Perpetua von Gestern: Ratzingers „Einführung“ emnthält die von Ihnen dargestellten „Häresien“ allesamt
NICHT; allerdings die Aussage, dass nur Christus im religiösen Sinn einziger Priester ist, die steht
da. Und sie ist katholisch. Ein von Christus unabhängiges, heidnisches „Priestertum“ ist nicht christlich.
Im religionsgesetzlichen Sinne war Jesus übrigens „Laie“.
#119 Benedikt78 15:06:20 | Dienstag, 11. Juli 2006
Wunderbar! Ein wirklich schöner Bericht! Das sieht man es wieder. Ältere Männer sind geistig fiter
als viele junge! An diesen sollte man sich ein Beispiel nehmen.
Sacerdos helveticus Wenn die hieb- und stickfesten Nachweise der Herren Rothkranz, Zahnker-Jost, Prof.
Siebel …ww.verlag-anton-schmid.dewww.kreuz.net/ und den Bischöfen Sanborn, Dolan, Rev. Cekada www.traditionalmass.orgwww.kreuz.net/(unter: Articles – Benedikt XVI heresis and errors) nicht korrekt sein sollen, dann widerlegen
Sie diese doch bitte! Aber bitte mit der gleichen Sorgfalt wie diese genannten Herren und nicht nur mit
Polemik.
Razingers Theologie/ Orthodoxe Vorwürfe gegen Kard. Ratzinger/Papst Benedikt XVI.:Diese Diskussion zeichnet
sich ganz allgemein dadurch aus, daß Einzelaussagen nicht nur aus dem vorhandenen Zusammenhang gelöst,
sondern prinzipiell in einer „Hermeneutik des Verdachts“ interpretiert werden: Am Anfang steht der Wille,
eine Heräsie nachzuweisen, und dann sucht man solange nach Sätzen, die man als herätisch deuten kann,
bis man es „irgendwie“ hingedreht hat. Sehr zutreffende Beschreibung des Vorgehens v.a. der Sedisvakantisten
wie Rothkranz, Siebel, Perpetua, u.s.w die immer gleich vorsichtshalber ganze Listen von Häresien auflisten
können. Bezüglich Ratzinger ist zuzugeben, dass der eine oder andere Satz in seiner „Einführung“ absolut
gesehen vielleicht missverständlich ist. Immerhin hat Ratzinger aber auch gewisse Korrekturen an seinen
früheren Werken angebracht. So zum Beispiel zum Seelebegriff in seiner Eschatologie, wo er sich in späteren
Auflagen von früheren distanziert. Sakramentendisziplin:Bezüglich der Sakramentendisziplin liegt in
der Beziehung mit den Orthodoxen in der Tat ein grosses Problem darin, dass einige orthodoxe Kirchen nach
wie vor die katholischen Sakramente nicht anerkennen. So wird zum m.W. ein Beispiel ein Katholik, der
zur Griechisch-Orthodoxen Kirche übertritt, erneut getauft. (Die Griechisch-Orthodoxe Kirche ist vielleicht
unter den Orthodoxen Kierchen wohl die mit den stärksten antikatholischen Ressentiments). Hier liegt
ein anderes Sakramentenverständnis vor.
#116 Freinsberg 11:53:58 | Dienstag, 11. Juli 2006
Überflüssige Debatte Allmählich finde ich die Debatte langweilig. Wer die lateinische Liturgie versteht
und liebt, soll lateinisch (mit-)feiern; wer das lieber deutsch tut, soll deutsche Gottesdienste besuchen.
Wer die Kommunion in den Mund empfangen will, möge das tun (es entscheidet ohnehin der/die Empfangende).
(Ich halte mich an den Brauch, der in der betreffenden Kirche üblich ist. Wo also Mundkommunion gespendet
wird, werde ich nicht, um andere zu ärgern, als einziger die Hand hinstrecken…) Aber alles Nachvatikanische
rückgängig machen zu wollen, zeugt von Unkenntnis der Liturgiegeschichte und der Tradition. (Letztere
reicht bekanntlich weiter zurück als bis zum Trienter Konzil.)
@Stimme aus dem Tradiland „Latein war ein Glückfalls für die Hl. Kirche, weil es mit seiner exakten
Begrifflichkeit viele Lehrstreitigkeiten – zum Unterschied von der griechischsprechenden östl. Kirche –
ersparte.“ Ist es nicht lustig, wie Sie mir zu widersprechen versuchen und dabei doch zugeben (müssen),
dass einstmals das Griechische „die Sprache der Kirche“ war und es, wenn die damaligen „Tradis“ sich durchgesetzt
hätten, niemals zum „modernistischen“ Latein gekommen wäre? „Latein hat eine Tradition von mindestens
1.700 Jahren in der Liturgie, Deutsch, Englisch etc. gar keine.“ Jeder Tag, an dem eine landessprachliche
Messe gehalten wird, widerlegt Sie ein bisschen mehr. „Es gibt keine Tradition in der Hl. Kirche, die
jünger als 200 Jahre ist.“ Keine Ahnung, ob das so ist, klingt mir ein bisserl dicke, aber ist mir auch
egal. Jedenfalls kann es nicht immer so gewesen sein, denn irgendwann muss auch die (heute) altehrwürdigste
Tradition einmal ihren Anfang nehmen, also „modern“ sein. Das immerhin ist in Ihrer Kirche seit 2000 Jahren
so, und wenn Sie jetzt auf einmal die Kirche auf „Dinge, die mindestens 200 Jahre alt sind“ festnageln
und einfrieren wollen, dann läuten Sie nicht nur das endgültige Sterben einer Religion, die immer weniger
mit dem realen Leben zu tun hat, ein, sondern brechen paradoxerweise mit der Tradition, die alle die heutigen
Traditionen irgendwann als Neuerungen eingeführt hat. Das Einfrieren wäre also eine Neuerung – Sie pöhser
Modernist!
#114 Forum Romanum 09:23:57 | Dienstag, 11. Juli 2006
Es werden Jahrzehnte vergehen… …ehe es selbst ernannte Liturgen verstehen werden, dass die überlieferte
Messe den Sinn des Mysteriums erschlossen hat. Es müssten doch die Protestantischen Gemeinschaften nur
noch so überlaufen und deren Kirchen wegen Überfüllung geschlossen sein, wenn die antophrozentrische
Sache wirklich so toll ist.
Bernardin und Freinsberg Nein, die wahre katholische Kirche funktioniert nicht ohne wahren Stellvertreter
Gottes auf Erden. Das kann man schon lange sehen, spüren, greifen. Deswegen müssen wir auch in unserem
täglichen Rosenkranzgebet – wie es die Muttergottes in Fatima (13. Mai bis 13. Oktoer 1917) besonders
für diese Zeit empfohlen hat – unseren himmlischen Vater bestürmen, uns einen wahren Nachfolger Petri
zu senden. Nein, nicht ich habe das alles festgestellt, sondern u. a. zahlreiche wahrhaft katholische
Theologenzu denen man Rahner und Vorgrimler nicht zählen kann. Die wichtigsten Quellen sind einzusehen
unter www.verlag-anton-schmid.de und www.traditionalmass.org zu 5)„Der 13te“, (Römisch-datholische Monatszeitschrift
üf Kirche und Welt), 22. Jg. H. 4 vom 13. April 2006, S 6ff: „Der Holcaust, die neue Weltreligion. Was
feiern wir eigentlich zu Ostern? Eine litera-risch-politisches Feuilleton“. und in „Zur Zeit“ (Wochenzeitung
für Österreich) Nr. 15-16 vom 14.-27. April 2006, S. 20ff: eine neue Weltreligion. Was feiern wir eigentlich
zu Ostern?“
Freinsberg, Gotthard, Sacerdos helveticus und an alle anderen Sedisvakantisten sind lediglich glaubenstreue
Katholiken, die festegestellt haben, daß Paul VI. Wojtyla (101 Häresien) und Ratzinger vielfache Häretiker
sind und damit nicht Papst sein können. 1.)Pius XII. hat die Namen der katholischen Bischöfe und Priester
im Ostbock an den CIA verraten. Folterungen und Tötungen waren die grausame Folge. „Die Unterminierung
der katholischen Kirche“ 2.)Johannes XIII. (Hochgradfreimaurer) hat das II. Vat. Konzil einberufen – eine
Religion für die Mensch wurde geschaffen. Nicht der Dreifaltige Gott, sondern der Mensch (Humanismus)
wurde zum Sinn und Ziel des Lebens stilisiert. Die Verfinsterung der Kirche“ sowie zahlreiche andere Quellen.
3.)Paul VI. mit seiner zuvor geschickt ausgetauschten Kurie und Erzbischof Lefèbvre haben alle Konzilsdokumente
unterschreiben. Lefèbvre mit seiner gegründeten Piusbruderschaft war nur ein Scheinmanöver um echte
Traditionalisten später der Konzilssekte zuzuführen. 4.)Eine Religion für die Menschen ward geschaffen.
Die antichristlichen Juden und FM hatten ihr Teilziel erreicht „Wir haben eineinhalb Jahrhunderte lang
gekämpft, um unseren Anschauungen innerhalb der Kirche zum Durchbruch zu verhelfen, und wir haben unser
Ziel nicht erreicht. Dann kam endlich das II. Vat., und wir haben triumphiert. Von nun an sind die Prinzipien
des liberalen Katholizismus von der heiligen Kirche endgültig und offiziell akzeptiert.“ 5)Grundl. zur
Einführg. der Holocaustreligion sind geschafften. 1500 Zeich. zu wenig
Evelin Zum Filioque ist auf dem Konzil von Ferrara-Florenz 1439 verhandelt worden: Sohn und Geist gehen
vom Vater aus. Der Geist wird aber vom Sohn in die Welt gesandt. Also doch gemeinsames Credo! Der Bescnluß
von vor 250 Jahren gilt schon lange nicht mehr. Wer heute als r.-k. Priester zur Orthodoxie übertritt,
wird nicht erneut geweiht. Die Düsseldorfer Ausnahme, an die Sie möglicherweise Denken, lag daran, daß
der inzwischen hochbetagt verstorbene r.-k. Priester geheiratet hatte und sich als Laie in die orthodoxe
Kirche hat aufnehmen lassen. Die Folge: ganz erhebliche Akzeptanzschwierigkeiten. Taufen werden ohnehin
wechselseitig anerkannt. Sofern die Orthodoxen evangelische Taufen nicht anerkennen, so wegen fehlendem
dortigen Priestertum. In der Orthodoxie kann m. W. nur der Priester gültig taufen, bei uns sogar ein
Nichtchrist!
Heiden leichter zu missionieren? Hehehe, vor 1200/1300 Jahren hatten’s die Pfaffen nicht so ganz leicht
bei unseren germanischen Vorfahren, die doch mehr von Wotan und Donar hielten… Wie hieß denn noch der,
dem der Scheitel mit der Axt nachgezogen wurde in Friesland? War das der Bonifatz(!)?
@ Jörg Guttenberger Denn vollständig war der Bruch nie, soweit ein gemeinsames Credo gebetet und die
Taufe gegenseitig anerkannt wird. Mit dem Osten ist die Kirchengemeinschaft wegen der gemeinsamen 7 Sakramente
umfassender. Sie meinen es vielleicht gut, aber tatsächlich ist das nicht mehr als ökumenistisches Gesäusel.
Die Orthodoxen haben nicht das gleiche Glaubensbekenntnis („filioque“!) und nicht die gleiche Sakramententheologie.
Nach einem 250 Jahre alten Beschluß der Patriarchen des Ostens erkennen sämtliche orthodoxen Gemeinschaften
die Sakramente der katholischen Kirche nicht an. Wenn ein Katholik – wovor Gott abhüten möge – zu einer
orthodoxen Gemeinschaft übertritt, wird er neuerlich getauft. D.h. in Wahrheit haben die Katholiken mit
den Orthodoxen noch weniger gemeinsam als mit den Protestanten: Nämlich nicht einmal die Taufe. Was ähnlicher
aussicht, muß keineswegs besser, sondern kann sogar daemonischer sein. So scheinen uns die Moslems näher
zu stehen als die Heiden mit ihren „Naturreligionen“. Tatsächlich sind aber die Heiden um ein vielfaches
leichter zu missionieren als die Moslems. Woraus folgt, dass sie in der Realität vom Christentum weiter
weg sind als die Heiden. Der Gatte der Evelin
@Bernado: Danke Herzlichen Dank für die verständlichen Worte. „Wenn man die „Essentials“ des Konzils
in einem Satz zusammenfassen will, dan müßte man sagen: Es sollte die unveränderliche Lehre der Kirche
in einer für die Gegenwart leichter zugänglichen Form ausdrücken. Das ist – zumindest stellenweise –
doppelt misslungen: Erstens war die gefundene Ausdrucksform oft bestenfalls für Theologieprofessoren
verständlich. Und zweitens gelang es modernistischen Kräften, wichtige Aussagen so zu formulieren, daß
man sie eben doch als Veränderung oder sogar Umkehr früherer Lehren interpretieren konnte.“ Habe manchmal
den Eindruck, dass viele Disputanten hier meinen, Gott will nur „gstudierte“ Theologen in den Himmel lassen.
Bin aber der Überzeugung, dass ein „altes Mütterlein“ in der letzten Kirchenbank, das mit zittrigen
Händen den „belächelten“ Rosenkranz betet, Gott lieber ist, als ein verkopfter und noch dazu eingebildeter
Theologieprofessor mit seiner für einen normalen Christen unverständlichen Philosophiechinesisch, das
bisherige Wahrheiten verbrämt negiert.
Kirchenlatein und Bernardo Kirchenlatein.: Bitte Vorsicht mit solchen Äußerungen. Die Ostkirchen zelebrieren
weitestgehend in der Landessprache. Sie deswegen eines leichteren Glaubensabfalls zu verdächtigen, ist
gewagt! Auch bei uns ist die Zahl der Gottesdienstbesucher zwischen 1945 und 1962 zurückgegangen. Inwieweit
eine nicht in allen Punkten geglückte Liturgiereform nach 1965 diese Entwicklung gefördert hat, ist
eine eigene Untersuchung wert. Bernardo .: Wir müssen uns hüten, die Ausführungen von BXVI vor dem
Hintergrund des nach der Aufklärung entwickelten Kirchenverständnisses zu verstehen. Da der Papst offenbar
gut mit der Theologie des christlichen Ostens, insbesodere mit der Orthodoxie, vertraut ist, orientiert
er sich mit Sicherheit am Kirchenverständnis des 1. Jahrtausends, dessen Einfluß bis zur Aufklärung
spürbar war, und das die Grundlage für die Einheit bildet. Hiernach müsen wir von der einen, aber gespaltenen
Kirche sprechen. Denn vollständig war der Bruch nie, soweit ein gemeinsames Credo gebetet und die Taufe
gegenseitig anerkannt wird. Mit dem Osten ist die Kirchengemeinschaft wegen der gemeinsamen 7 Sakramente
umfassender. Beten wir wir doch in allen christlichen Kirchen für „die eine heilige katholische und apostolische
Kirche“! Lediglich die reformatorischen Kirchen übersetzen „katholisch“ zureffend mit „allgemein“ oder
setzen „christlich“, was aber nach Ignatius von Antiochien dasselbe bedeutet.
Gegenwart Gott thront im Himmel und er ist im Tabernakel wahrhaft gegenwärtig, und damit ist die Gegenwart
Gottes abschließend beschrieben …???? dann also nicht im Geschlechtsakt zweier im Sakrament der Ehe
lebender Menschen, denen er seine liebende Nähe zugesagt hat?
@Horst Metzker Was wollen sie denn mit der latainischen Messe: Daß noch mehr Omas kommen, und noch mehr
Jugendliche und Erwachsene dem „Rückenpriester“ fern bleiben? Es ist bei vielen Gottesdiensten mit „Rückenpriestern“
eine relativ hohe Anzahl junger Gläubigen anzutreffen. Wenn man sie dann fragt, warum, so antworten diese,
dass sie keinen Unterhalter für ein Mahl wollen, sondern einen Priester, der das Opfer vergegenwärtigt.
Und Gott sei Dank, hat man zwischenzeitlich begriffen, daß Gott nicht im Himmel thront, sondern in aller
Menschen Herzen. Und darum kommen sowieso alle in den Himmel, genau… Gott thront im Himmel und er ist
im Tabernakel wahrhaft gegenwärtig, das kommt in der tridentinischen Messe wunderbar zum Ausdruck. Ich
kann nicht Latain, (…) Sie brauchen fürs Mitverfolgen der lat. Messe auch kein Latinum. Die wenigen
Antworten, die das Volk gibt, beherrscht man nach kurzer Zeit auswendig, für die übrigen Gebete und
Texte gibt es den „Schott“ (Messbuch im Gotteslob-Format in latein-deutsch)
@stimme Sie schrieben: „Die „Einführung in das Christentum“ von Joseph Ratzinger (1968) ist tatsächlich
nicht katholisch und mindestens als die Häresie begünstigend anzusehen. Das merkt man schon bei einem
„Querlesen“, wie ich es getätigt habe.“. Diese Behauptung wird durch Wiederholung nicht besser – obwohl
ich mit Aufmerksamkeit feststelle, daß Sie sich hier deutlich vorsichtiger ausdrücken als Bischof Tissier
de Mallerais, der sich in dem genannten Interview anscheinend mit der Wiedergabe von Eindrücken begnügt
hat, die er vor vielen Jahren einmal beim „Querlesen“ gewonnen hatte. Oder eben bei der Diskussion dieses
Themas, die seit Jahren immer wieder einmal von sedisvakantistischer Seite aufgerührt wird. Diese Diskussion
zeichnet sich ganz allgemein dadurch aus, daß Einzelaussagen nicht nur aus dem vorhandenen Zusammenhang
gelöst, sondern prinzipiell in einer „Hermeneutik des Verdachts“ interpretiert werden: Am Anfang steht
der Wille, eine Heräsie nachzuweisen, und dann sucht man solange nach Sätzen, die man als herätisch
deuten kann, bis man es „irgendwie“ hingedreht hat. Kein geringerer als Michael Davies hat diese Entstellungen
der „Einführung“ in seiner „Apologia Pro Josef Ratzinger“ zurückgewiesen, die im Juli 2004 in „Christian
Order“ erschienen ist. Originalartikel www.lumengentleman.com/content.asp?id=191nachzule… bei „Lumen
Gentleman“ Jacob Michael.
@Horst Metzker – Was wollen sie denn mit der latainischen Messe: Daß noch mehr Omas kommen, und noch
mehr Jugendliche und Erwachsene dem „Rückenpriester“ fern bleiben? – „Rückenpriester“?? Seltsam; ich
verstehe gar nicht, was daran eigentlich so stört – immerhin stehen die Gemeindemitglieder ja auch mit
dem Rücken zueinander, eben alle Gott zugewandt. Und der Priester steht der Gemeinde eben dabei vor.
– Und Gott sei Dank, hat man zwischenzeitlich begriffen, daß Gott nicht im Himmel thront, sondern in
aller Menschen Herzen. – Das mag ja durchaus Ihre Meinung sein, die ich natürlich akzeptiere. Bitte akzeptieren
Sie aber umgekehrt auch, daß meine Gottesvorstellung eine andere ist. – Ich kann nicht Latain, Osche
Lumumba auch nicht? Li jang Tschung, hat es auch bestätigt. – Theologiestudium ohne Latein- und Griechischkenntnisse
ist unmöglich. Wie wollen Sie denn andere in der Heiligen Schrift unterweisen, wenn Sie sie selbst nicht
lesen können? Daß sich manche schwerer damit tun, als andere, steht auf einem anderen Blatt; tatsächlich
wäre zur Verbesserung der Kommunikation innerhalb der Weltkirche wohl eine drastische Ausweitung des
Lateinischen in gesteigertem Maße sinnvoll. Aber die Sprache der Kerntexte unserer Religion aufzugeben
heißt, die Texte selbst aufzugeben. Und ich muß Ihnen ehrlich sagen, daß kann ich nicht.
Blöder gehts ja nicht! Lieber Herr Lohmeier, geschätzte Redaktion! Habe ihren Artikel meinem 17jährigen
Sohn gezeigt, und als er ihn gelesen hatte, meint er nur: „ Die müssen besoffen gewesen sein!“ Er meinte
es sicherlich nicht in bösartiger Weise, sondern aus völliger Unverständnis. Wenn jemand die Charaktere
der von 2006, mit der Zeit des königlich bayrischen Amtsgerichts verbindet, tut sich auch ein 57jähriger
Vater sehr hart, dies zu begreifen. Es gibt genügend Angriftspunkte bei der Kirche, jedoch nicht in der
Zelebration. Was wollen sie denn mit der latainischen Messe: Daß noch mehr Omas kommen, und noch mehr
Jugendliche und Erwachsene dem „Rückenpriester“ fern bleiben? Glauben sie wirklich, daß ein Hochaltarpriester,
RTL, SAT1, und andere Werbesender, zu mehr Zugkraft verhilft? Zu Hochfesten ist ja nichts einzuwenden,
wenn sie das meinen, jedoch im Alltag? Lieber Georg Lohmeier, ich bin ja auch Bayer, aber die Kirche kann
sich nicht abschotten wie eine Sekte. Und Gott sei Dank, hat man zwischenzeitlich begriffen, daß Gott
nicht im Himmel thront, sondern in aller Menschen Herzen. Ich kann nicht Latain, Osche Lumumba auch nicht?
Li jang Tschung, hat es auch bestätigt. Usw. Was sie als akademischer Bayer wollen, geht nicht für die
Weltkirche. Liebe Grüße, auch vom lieben Gott, Fam. Metzker, im allem gebotenem Respekt.
Die „Einführung in das Christentum“ von Joseph Ratzinger (1968) ist tatsächlich nicht katholisch und
mindestens als die Häresie begünstigend anzusehen. Das merkt man schon bei einem „Querlesen“, wie ich
es getätigt habe. Ob es tatsächlich die Fülle von Häresien in der unten zitierten Schärfe enthält,
wie Wigand Siebel meint, sollte von einer etwas glaubwürdigeren Person nachgeprüft werden. Bischof Tissier
de Mallerais hat in einem Interview mit „The Remnant“ vom 21. April 2006 www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=239&pid=31…
einen Punkt daraus aufgegriffen und ausdrücklich als Häresie bezeichnet. Allgemein zu dem Ratzinger-Buch
sagte er folgendes: „Als er Theologe war, erklärte er Häresien, er veröffentlichte ein Buch voller
Häresien.“ Im Kreuzforum gibt es dazu einen Diskussionsstrang www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=286
mit Beispielen. Genauere Darstellungen des Buches von Ratzinger enthält auch der Kreuzforums-Diskussionsstrang
„Natur und Übernatur“ (Gnade) www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=379&page=1.
Siebel Und anders als Marcel Lefebvre hat Siebel (der selbst kein Theologe ist) die Meinung vertreten,
dass jede nach dem Missale von 1970 gefeierte Messe ungültig sei (mit etwas abstrusen Begründungen,
z. B. dass die Segnung der Opfergabe fehle etc.).
Siebel = kompetent? Auf Wikipedia lese ich: „Der emeritierte Professor für Soziologie an der Universität
des Saarlandes in Saarbrücken war ursprünglich evangelisch und konvertierte kurz vor dem Zweiten Vatikanischen
Konzil zum katholischen Glauben. Seitdem setzt er sich für den überlieferten römisch-katholischen Glauben
ein. Er gilt als ein Vertreter des sog. Sedisvakantismus und vertritt die Auffassung, dass der Päpstliche
Stuhl seit dem Tode Papst Pius XII. vakant, also unbesetzt sei.“ also gibt es zu Deinen Thesen keinerlei
wissenschaftliche Beweise …
gotthard Ja, lieber Gotthard, aber 1500 Zeichen waren hierfür einfach zu wenig! …Ein unermeßlicher
Skandal! (Nachzulesen in: „Zur Philosophie und Theologie Joseph Ratzingers“ von Prof. Dr. Wigand Siebel
(Hrsg.) Verlag Anton A. Schmid (Pro Fide Catholica)
Keine Ahnung von Wisschenschaft Von mehreren kompetenten Verfassern wird wissenschaftlich nachgewiesen,
Wer das WÖrtchen „wissenschaftlich“ verwendet, um seine abstrusen Thesen zu untermauern, sollte wenigstens
auch wissenschaftlich einfachste Regeln beachten können: Quellen angeben!
mariokin vom 09.06., 22.45 Uhr Wojtyla war definitiv bei seiner Wahl zum Papst nicht katholisch, denn
er hat damals schon Häresien verbreitet. Einer der nicht katholisch ist und anderen Religionen nachhängt,
wie Wojtyla und Ratzinger können nicht Papst werden. Von mehreren kompetenten Verfassern wird wissenschaftlich
nachgewiesen, daß Ratzinger in seinem wohl berühmtesten Werk „Einführung in das Christentum“ von 1968
sowie in etlichen späteren Büchern unter anderem folgendes behauptet: -Die drei göttlichen Personen
besitzen nicht eine jede die ganze göttliche Wesenheit. -Jesus ist erst durch die Auferstehung zum Sohn
Gottes geworden; er ist nicht gleichen Wesens wie der Vater -Nicht Gott ist Mensch geworden, sondern ein
Mensch ist Gott geworden. -Wir bringen Gott in der hl. Messe kein Opfer dar. -Es gibt keinen Priester
außer Christus. -Die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel ist nur eine Floskel. -Es gibt keine Auferstehung
des Fleisches. -Die Hölle ist leer. -Es ist sinnlos, für die Armen Seelen zu beten. -Christus wird am
Jüngsten Tag nicht als Richter kommen; ein Weltgericht wird nicht stattfinden. -Die eine Kirche Christi
setzt sich aus allen schismatischen und häretischen Sekten zusammen. Jede einzelne dieser Thesen ist
eine von der römisch-katholischen Kirche feierlich verworfene Häresie! Dennoch hat Ratzinger als „Benedikt
XVI.“ sämtliche seiner Bücher, auch das in vielen Sprachen vorliegende Werk „Einführung in das Christentum“
wieder neu auflegen und nachdrucke lassen.
@stimme Sie schrieben:„Sie meinen also, dass die Mehrheitsbeschaffer unter den V2-Vätern gutgläubig
einer Gruppe folgen durfte, die in Beifallsstürme darüber ausbrach, wenn Cardinal Ottaviani … das
Mikrophon abgedreht wurde;“ Dieser Vorfall ist jedenfalls kein Ruhmesblatt der V2-Geschichte. Aber Sie
vergessen – was mich bei Ihnen nicht wundert – daß die hergebrachten Formen und Formeln der Verkündigung
gegen Mitte des 20 JH. tatsächlich in vielem erneuerungsbedürftig waren (und heute noch sind), und daß
die von der Kurie vorbereiteten Schemata zwar hochgradig rechtgläubig waren, aber dem berechtigten Bedürfnis
nach zeitgemäßer Erneuerung oft in keiner Weise gerecht wurden. Die Väter waren zu Recht enttäuscht.
Zusammen mit dem in Mitteleuropa traditionellen „antirömischen Affekt“ ergab das eine brisante Mißstimmung.
Sie wurde von denen, die nicht nur die Form, sondern auch die Inhalte verändern wollten, geschickt ausgenutzt,
um Verbündete zu sammeln. Und so entstand eine Atmosphäre, in der das Mißlingen geradezu programmiert
war. Man wollte mit aller Kraft „neue Formen“ – hatte aber nicht die Fähigkeit (und teilweise eben auch
nicht den Willen), die rechtgläubigen Inhalte ohne Verlust in der Sprache des Menschen der Nachkriegsmoderne
zum Ausdruck zu bringen. Der Rest ist Geschichte – im wörtlichen Sinne. Einige Texte des V2 lesen sich
heute bereits weniger zeitgemäß als die des V1 oder sogar von Trient.
Gutgläubige Agitation gegen das Hl. Officium? @ Bernado: Sie meinen also, dass die Mehrheitsbeschaffer
unter den V2-Vätern gutgläubig einer Gruppe folgen durfte, die in Beifallsstürme darüber ausbrach,
wenn Cardinal Ottaviani, dem zweiten Mann von Rom, (durch Cardinal Alfrink) das Mikrophon abgedreht wurde;
ebenso als Cardinal Frings das Hl. Officium vor der gleichen Aula unqualifiziert niedermachte? Nein, es
sei denn, sie wären bei Ablegung des Antimodernisteneides unzurechnungsfähig gewesen. Vor allem gab
es durchaus eine Gruppe von Bischöfen, die die Gefahr erkannt und Warnungen a: Ungefähr 250. Sich dieser
Gruppe nicht, der modernistischen Fraktion hingegen doch anzuschließen, ist charakterloser Opportunismus
und schon ab ovo ein Bruch des seinerzeit geleisteten Eides. @ Babylon: Deutsch ist allenfalls bei den
Protestanten 500 Jahre lange in Verwendung. Was die tun, kann man nicht Liturgie nennen. „Mehrzahl der
Christen im Osten“: Heute ist das gewiß längst nicht mehr so. Man muß eben nur den geistlichen Zusammenhang
zwischen dem morgenländischen Schisma von 1054 und der vernichtenden Niederlage von Byzanz 1071 gegen
die Osmanen beachten!
@ Stimme: Mein geliebtes Deutsch hat mittlerweile schon fast 500 Jahre liturgische Tradition auf dem Buckel.
Macht unser schönes Deutsch nicht so schlecht. Ich glaube Hegel war es, der gesagt hat: Philosophie
betreiben kann man nur auf Griechisch, Latein und Deutsch (wg. der feinen Begriffsnuancierungen). Darum
ist es auch Quatsch zu sagen, daß das Latein dem Westen viele theologische Auseinandersetzungen des Ostens
erspart hätte. Die Mehrzahl der Christen lebte nunmal im Osten, gerade in Kleinasien. Dazu kommt eine
andere Mentalität: Der Lateiner ist viel nüchterner und zurückhaltender, der Hellene viel pathetischer
und „aktiver“, eifernder, auch in der Theologie. Das zeigt das Drumherum auf den frühkirchlichen Konzilien
(mit prügelnden Mönchshorden etc.). In Rom war noch bis ins 4. Jh. Griechisch Gottesdienstsprache.
@stimme Sie schrieben: „Die Mehrheit der V2-Väter: Unwürdige Eidbrecher!“ Mit dieser und einigen anderen
Aussagen beanspruchen Sie eine Richterrolle, die Ihnen nicht zusteht, und die sie geradewegs in den Abgrund
des Sedisvakantismus führen kann. Lassen Sie uns bei dem bleiben, was bekannt und unbestritten ist: Die
von deutschen, niederländischen und französischen Theologen angeführte „Europäische Liga“ auf dem
Konzil hat es verstanden, unklare und widersprüchliche Passagen in einige Texte einzubauen und die Mehrheit
der Konzilsväter darüber getäuscht, wie diese Texte später in ihrem Einflussbereich ausgelegt werden
sollten. Mit einer putschähnlichen Medien-Politik haben sie es auch später verstanden, Papst Paul VI –
der auf dem Konzil selbst übrigens einige der schlimmsten „Zeitbomben“ entschärfen half – in die Defensive
zu bringen, aus der auch sein Nachfolger selten herauskam. Josef Ratzinger, der vor dem Konzil zu den
„Neuen Theologen“ gehörte, begann schon auf dem Konzil, die weitreichenden Absichten der Radikal-Reformer
zu ahnen und hat ihnen dann später immer entschiedeneren Widerstand geleistet. Daß die Kardinäle ihn
zum Papst wählten, heißt, daß sie mehrheitlich den Ernst der Lage erkennen und zumindest beginnen,
ans Umsteuern zu denken. Aber dieses Umsteuern wird langsam und mit vielerlei Rücksichten erfolgen müssen,
wenn die desorientierte Herde (angefeuert von einigen desorientierenden Hirten) nicht in alle Richtungen
auseinanderstieben soll.
Die Mehrheit der V2-Väter: Unwürdige Eidbrecher! Hier Auszüge aus dem Antimodernisteneid www.kreuz.net/bookentry.611.html:
Ohne Rückhalt nehme ich die Glaubenslehre an, die von den Aposteln durch die rechtgläubigen Väter stets
in demselben Sinn und in derselben Bedeutung bis auf uns gekommen ist. Deshalb verwerfe ich ganz und gar
die irrgläubige Erfindung der Entwicklung der Glaubenssätze, die von einem Sinn zu einem andern übergingen,
der abweiche von dem Sinn, den die Kirche einst gemeint habe. Ich verwerfe ebenso eine Weise, die Heilige
Schrift zu beurteilen und zu erklären, die die Überlieferung der Kirche, die Entsprechung zum Glauben
und die Normen des Apostolischen Stuhls außer acht lässt, die sich den Erfindungen der Rationalisten
anschließt und die Kritik am Texte ebenso unerlaubt wie unvorsichtig als einzige und oberste Regel anerkennt.
Ich gelobe, dass ich das alles getreu, unversehrt und rein beobachten und unverletzt bewahren, dass ich
in der Lehre oder in jeder Art von Wort und Schrift nie davon abweichen werde. So gelobe ich, so schwöre
ich, so helfe mir Gott und dieses heilige Evangelium Gottes. Gelobt von sämtlichen „V2-Vätern“, von
der Mehrheit und den Päpsten seit Johannes XXIII. aber treulos gebrochen!