Georg Lohmeier
„Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
Heute wird das bayrische Urgestein Georg Lohmeier 80 Jahre alt: „Reformieren wir die Liturgiereform zurück und die Menschen werden wieder frömmer und glücklicher werden.“
(kreuz.net) Der bayrische Patriot, Historiker, Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur Georg Lohmeier ist auch ein scharfer Kritiker des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Heute feiert der ehemalige Studienfreund des Papstes seinen 80. Geburtstag.

Lohmeier hat mit der beliebten Sendereihe ‘Königlich Bayerisches Amtsgericht’ das Bild von Bayern in Deutschland vielleicht mehr geprägt als die beiden Ministerpräsidenten des Freistaates Franz Josef Strauß († 1988) und Edmund Stoiber (64) zusammen.

Das vermutet das ‘Oberbayerische Volksblatt’ zum heutigen 80. Geburtstag des bayrischen Originals.

Seinen gegenwärtigen Wohnsitz – das Dichterhäusl in Riedering im Chiemgau – wird Lohmeier in absehbarer Zeit aufgeben. Über sein „Gehwerkzeug“ hat der Jubilar, der jetzt in die achte
Georg Lohmeier:
„Heiliges Donnerwetter, warum haben sie auf dem zweiten Vatikanum so rationell aufklärend gewütet?“
Etage einer Neubauwohnung in München-Schwabing gezogen ist, nur einen Kommentar: „Furchtbar“.

Dennoch schreibt Lohmeier gegenwärtig neue Stücke, die ins Theater kommen sollen. Es geht um die Jagd. Eine eigene Internetseite will er sich auch noch einrichten.

Im Juli letzten Jahres meinte Lohmeier vor der deutschen Monatszeitung ‘Kirchliche Umschau’, die der Piusbruderschaft nahesteht: „Heiliges Donnerwetter, warum haben sie auf dem zweiten Vatikanum so rationell aufklärend gewütet?“

Wer den Kult ändere – zitierte Lohmeier
Georg Lohmeier:
„Das liturgische Wüten der nach Verständlichkeit trachtenden Priester am Volksaltar sehe ich als eine Hauptursache der Glaubenslosigkeit an. Für unsereinen wäre es besser, nicht mehr in die Kirche zu gehen, denn der Jähzorn eines Christenmenschen ist eine Sünde.“
den Tierpsychologen Professor Konrad Lorenz († 1989) – mache sich in dieser Welt noch kränker.

Lorenz habe darauf hingewiesen, daß seine Gänse keine Menschen seien: „In der Masse allerdings sind wir wahrscheinlich grad so dumm.“

Die Kirche habe eine zweite Säkularisation erlebt – bedauerte Lohmeier. Der Erfolg seien Kirchenaustritte und zunehmende Verweigerung der in deutscher Sprache doch so verständlichen Gottesdienste.

Der Schauspieler sieht das „liturgische Wüten“ der nach Verständlichkeit trachtenden Priester am Volksaltar als eine Hauptursache der Glaubenslosigkeit an: „Für unsereinen wäre es besser, nicht mehr in die Kirche zu gehen, denn der Jähzorn eines Christenmenschen ist eine Sünde.“

Er habe sich die Heilige Kommunion nie in die Hand legen lassen.

„Die Liturgie darf nicht geändert werden.“ Sie sei wichtiger als die Dogmatik. Doch die Dogmatiker seien heute alle Arianer geworden.

In den dreißiger Jahren habe der sowjetische Diktator Josef Stalin († 1953) eine Rede darüber gehalten, warum sich der Sozialismus in Südamerika und Westeuropa nicht habe durchsetzen können:

„Daran sei die internationale Kraft des Lateinischen:
Georg Lohmeier:
„Das Kirchenlatein war tausend Jahre länger im Gebrauch als das Latein de Römer. Es war lebendiger als die Theatersprachen der gesamten abendländischen Literaturen. Denn das Theatrum sacrum der Missa Romana wurde täglich 100.000 mal aufgeführt.“
Schuld. Das Latein müsse fallen. Das müsse ein Ziel der Kommunisten sein.“

Für Lohmeier ist das letzte Konzil „eher ein Werk Stalins als das Werk des Heiligen Geistes“.

Einmal habe er seinen Freund, den gottseligen Bischof Rudolf Graber († 1992) von Regensburg gefragt, ob es „rote“ Kardinäle gebe: „Sie verstehen – innerlich rote. Er sagte mir: Ja, er könne sofort vier nennen.“

Das Kirchenlatein war tausend Jahre länger im Gebrauch als das Latein der Römer – widerlegt Lohmeier das Argument, daß das Lateinische angeblich eine „tote Sprache“ sei: „Es war lebendiger als die Theatersprachen der gesamten abendländischen Literaturen.“

Denn das Theatrum sacrum der Missa Romana sei täglich 100.000 mal aufgeführt worden. Vom Papst bis zum Bauernmeßdiener hätten alle den Psalm „Judica me, Deus“ und das Confiteor gesprochen.

Übersetzungen würden immer
Georg Lohmeier:
„Auch als Ungläubiger in der technisch komplizierten Wirklichkeit magst du spüren, daß es vielleicht doch eine göttliche Realität gibt, wenn du jemals wieder eine lateinische Präfation mit Orgelresponsorien erleben solltest.“
täuschen. Das lateinische Original lasse mehr und Geheimnisvolleres ahnen.

Nicht einmal bei den römischen Dichtern Vergil († 19 v. Chr) und Horaz († 8 v. Chr) habe das Latein einen so gewaltigen Klang besessen wie eine lateinische Präfation mit Orgelresponsorien.

Lohmeier kennt keine „himmelstürmischere Bewegung des Herzens“ als das Sursum corda mit dem darauffolgenden mit der Orgel begleiteten „Habe -e -emus ad Do -ominu -um“.

Das lasse selbst einem Ungläubigen in der technisch komplizierten Wirklichkeit erspüren, daß es eine göttliche Realität gibt.

„Was ist das ‘Arma virumque cano…’ [Beginn des Hauptwerkes Aeneis] bei Vergil im Vergleich zu dem herrlichen ‘Pange lingua gloriosi corporis mysterium’ des Heiligen Thomas von Aquin († 1274)?“

Das Lateinische habe einen erdumspannenden
Georg Lohmeier:
„Die Gebete der Messe sind wichiger als die halbweltlichen Werke caritativer Großunternehmen.
Renovabis, Adveniat, Misereor, das sind die drei lateinischen Worte, die bleiben durfte, da es um das Geld ging.“
Odem gehabt. Ein Schulfreund Lohmeiers – „der Schneider Franz“, jetzt Missionar in Togo – habe vor dem Haussa-Volk das gleiche Evangelium gesungen, wie in Jerusalem und in Kalifornien:

„Latein war eine täglich hunderttausendmal genutzte Weltsprache.“

Die heilige Liturgie wolle nicht nur verstanden werden. Sie wolle in Ehrfurcht erlebt werden: „In den Volkssprachen kommt immer weniger Ehrfürchtiges vor.“

Die Gebete der Messe seien wichtiger als die halbweltlichen Werke caritativer Großunternehmen: „Renovabis, Adveniat, Misereor, das sind die drei lateinischen Worte, die bleiben durfte, da es um das Geld ging.“

Lohmeier spricht auch von seinem „größten Ratzinger-Erlebnis“.

Ende der 90er Jahre erhielt der Schauspieler in seinem Chiemgauer Dichterhäusl einen Telephonanruf: „Du, Rom ist am Apparat“, sagte Lohmeiers Frau damals ungläubig.

„Wer macht sich denn da wieder einen Spaß?“

„Nein, das ist kein Spaß, vielmehr ist der Sekretär Seiner Eminenz Joseph Kardinal Ratzingers hier: »Der Kardinal beabsichtigt Sie am kommenden 1. Mai um 18 Uhr zum Abendessen einzuladen«.“

„Soll ich’s glauben? Ich gab meine Faxnummer an und verlangte die Einladung schriftlich. Nach zehn Minuten schon kam der Faxbrief mit dem Wappen des Kardinals. Jetzt flogen wir nach Rom. Pünktlich um sechs Uhr standen wir vor der Piazza Leonina Numero Uno“ – der damaligen Privatwohnung in unmittelbarer Nähe des Vatikan.

Es war ein sehr kurzweilige Essen
Georg Lohmeier:
„Der letzte Papst hat ja wiederholt Fehler, Sünden eingeräumt. Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war so ein Irrtum. Das machen wir wieder ungeschehen?“
 – erinnert sich Lohmeier. Ihm seien tausend Dinge eingefallen.

„Ich habe immer ‘Eminenz’ gesagt. Da antwortete er: »Du boarischer Bauernbub darfst schon Du zu mir sagen«. – »Nein Eminenz, ich möchte Eminenz sagen dürfen«.“

„Wir tranken Wein, er Limonade – Fanta.“ Im Eifer des Gesprächs bekam Lohmeier Schwierigkeiten mit den „wirklich langen Spaghettis“. Da habe ihn der Papst unterbrochen: „Na für Rom taugerst du nix“.

Der Papst habe seine Kritik an der Eliminierung des Latein verstanden: „Du hast ganz recht, wenn du dem Lateinischen nachtrauerst, aber iatz is schon gschegn. Und umdrahn is sehr hart. A bisserl schon. Langsam halt! I wär mit den Responsorien und mit der Präfation z’frieden.“

Benedikt XVI. sprach auch über den französischen Erzbischof Marcel Lefebvre († 1991): „Er war nicht ein Gegner.“

Der Heilige Vater hat Lohmeiers Buch „Der Zorn eines Christenmenschen“ gelesen. Er bekenne sich – wenn auch nur heimlich – zu vielem: „Bitte lachen’s nicht darüber, aber Du hast vieles übertrieben und ich muß vorsichtig sein.“

„Und jetzt ist er unser lieber heiliger Vater!“ – freute sich Lohmeier.

Er würde dem Heiligen Vater sagen: „Reformieren wir die Liturgiereform zurück und die Menschen werden wieder frömmer und glücklicher werden.“

Dann sei in moralibus vieles möglich. Denn das wichtigste ist bei uns Katholiken die Heilige Messe und das Allerheiligste Sakrament des Altares.

Die Kirche solle heute eingestehen, daß sie Fehler gemacht hat. Der letzte Papst hat ja wiederholt Fehler, Sünden eingeräumt:

„Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war so ein Irrtum. Das machen wir wieder ungeschehen?“
      
187 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#187   Christian Hüller   19:03:18 | Donnerstag, 17. August 2006
Ein Konzil ist kein Theater
Mit der pauschalen Ablehnung des letzten „sacrosanctum concilium“ schießt dieser Verfasser „gutbayerischer Schmankerl“ wohl deutlich über’s Ziel hinaus.
Die Beschlüsse eines Ökumenischen Konzils wurden bislang noch nie aufgehoben.
Also keine Grund zur Panik. Schmankerl bleibt Schmankerl. Konzil Konzil, gell?
Redaktion benachrichtigen
#186   GuterKatholik   15:29:07 | Freitag, 11. August 2006
Was dieser Lohmeier so alles sagt…
… ist schon ein Wahnsinn.
Ich glaube das ist der gleiche Lohmeier, der bei einer Gesprächsrunde im Niederbayerischen Bad Griesbach
meinte, dass nicht die Liturgie gändert, sondern der Zölibat aufgehoben werden müssen, aber das verschweigt man hier auf kreuz.net’s „katholischen“ Nachrichten.
Redaktion benachrichtigen
#185   stat crux   17:24:55 | Dienstag, 18. Juli 2006
Ja,…
solange es nur um Theologie und Liturgie geht: Kann man an lange Spaltungen denken. Aber wahrscheinlich ist der „wunde Punkt“ bei SSPX eben doch die Politik (unter Behauptung des Gegenteils).
Redaktion benachrichtigen
#184   Jörg Guttenberger, Köln   14:47:30 | Dienstag, 18. Juli 2006
stat crux
Daß solche Gruppen u.U. recht langlebig sind, zeigen die russischen Altgläubigen, die sich vor ein paar hundert Jahren wegen Anpassung an griechische Bräuche von der russischen Kirche abgespaltet haben. Es gab innerhalb der Altgläubigen dieselben Abspaltungen, die sich heute offenbar bei den Pius-Brüdern anbahnen, bis zur Nichtanerkennung von Sakramenten! Auch bei den Altgläubigen hat es eine priesterlose Gruppe gegeben, weil man die Weihen in der russischen Kirche für ungültig hielt! M. W. gibt es inzwischen wieder eine Kirchengemeinschaft zwischen russisch-orthodoxen und altgläubigen Christen.
Freuheit (Gal.5,13) und echte und von Herzen kommende Lebensfreude, Liebe (Ga. 5,22) sind m.E. unverkennbare Merkmale der Wirkung des hl. Geistes. Damit ist klar, wie geistige Enge und Fanatismus zu berurteilen sind. Jede Überttreibung ist vom Teufel, wie schon die Kirchenväter sagen. Da der Teufel von Gott die Macht der Zuerstörung bekommen hat, kann sein Werk in der Kirche genauso fortdauern, wie in uns selbst ganz persönlich!
Zwar ist die Rede vom Teufel heute politisch nicht korrekt, aber sein Wirken spüren wir durch das Böse in der Welt täglich. Das Böse, oder allgemeiner ausgedrückt, das Negative, breitet sich umso erfolgreicher aus, als man seinen Urheber, den Teufel, wegleugnet!
Redaktion benachrichtigen
#183   stat crux   12:38:00 | Dienstag, 18. Juli 2006
dum volvitur orbis;
so ist es, Hr. Guttenberger; und irgendwann wird die SSPX dann halt „abgewickelt“; ohne staatlichen Schutz a la Reformation trägt das allenfalls 2 Generationen. Es sei denn rechtslastiger Okkultismus würde zur Modereligion. Aber das hat mit Kirche dann nichts mehr zu tun.
Redaktion benachrichtigen
#182   Jörg Guttenberger, Köln   23:17:00 | Montag, 17. Juli 2006
stat crux: Freimaurer
Für die Sedisvacantisten und vermutlich für einen Teil der Pius-Brüder ist offenbar jeder ein Freimaurer, der nicht ihrer ideologisch zum Teil extrem engen Linie folgt!
Für mich unverständlich ist, wie man in solch geistiger Enge überleben kann ohne zu einem geistigen Krüppel zu werden. Das gilt allerdings für linientreue Anhänger anderer Ideologien, erst recht für Hardliner, auch. Können sich diese Menschen noch aus tiefster Seele freuen?
Mit fehlender Anerkennung unserer Weihen, wie wir in diesem Forum lesen, stellen sie sich endgültig ins Abseits!
Redaktion benachrichtigen
#181   Aloah   21:20:12 | Montag, 17. Juli 2006
@Maurice Corvisier:
>>Jetzt dreht er durch, merkst Du’s? Klar merkst Du’s.
Krisis ist im Griechischen (hallo, Tochter! – Gar nicht bös gemeint, ehrlich!) der Moment, wo es „kritisch“ wird. Bei den Griechen: unterscheidend, entscheidend.
Der arme Dämon wird sich nun entscheiden müssen. Weiter auf dem Weg, der ihn noch mehr kaputtmacht, oder den Weg einschlagen, der ihn glücklich macht.
Ich denke, wir wünschen ihm dasselbe.<<
Natürlich, daher wünsche ich auch abendliche Grüße.
Redaktion benachrichtigen
#180   Maurice Corvisier   21:08:07 | Montag, 17. Juli 2006
@ Aloah
Jetzt dreht er durch, merkst Du’s? Klar merkst Du’s.
Krisis ist im Griechischen (hallo, Tochter! – Gar nicht bös gemeint, ehrlich!) der Moment, wo es „kritisch“ wird. Bei den Griechen: unterscheidend, entscheidend.
Der arme Dämon wird sich nun entscheiden müssen. Weiter auf dem Weg, der ihn noch mehr kaputtmacht, oder den Weg einschlagen, der ihn glücklich macht.
Ich denke, wir wünschen ihm dasselbe.
Redaktion benachrichtigen
#179   DDL   20:56:07 | Montag, 17. Juli 2006
@Aloah
@Aloah
„Die Kritische Theorie ist nach Auffassung der „Frankfurter“ alles umfassende, alles erklärende Theorie, siehe seine Peinlichkeit „DDL“ der Wanderprediger.“
Seine Peinlichkeit musste jetzt eben, nachdem er Sie schon zum x-ten Mal von dieser „Frankfurter Schule“ hat schwätzen hören, in der Wikipedia erst einmal nachschlagen, was genau man darunter versteht. Berückend angesichts der Tatsache, dass ich sie angeblich dauernd predigen soll, wie? Noch erstaunlicher, da ich mit Marxismus überhaupt nichts am Hut habe. Aber Sie wollen aus mir doch partout so gerne den „bösen Linken“ zimmern ;O)
„Adorno forderte schon eine Erziehung, die jede Identifikation der Kinder mit ihren Eltern, verhindert, eine Erziehung zum Widerstand und Widerspruch, eine Erziehung des Madigmachens (DDL grüßt dazu) und des Perhorreszierens (mit Abscheu zurückweisen) aller Wirklichkeit.“
Sie beziehen sich gerne auf mich, auch, wenn ich gar nicht da bin, gell? Was das „Madigmachen“ angeht, das klingt ziemlich dumm, müsste ich ‘mal nachlesen – ich vermute allerdings, die dumme Klangfarbe kommt eher durch Ihre Darstellung als von Adorno.
„Wollte doch der ehem. SPD General Olaf Scholz schon die „Lufthoheit über die Kinderbetten“. Unfassbar solches Gedankengut!“
Tja, unfassbar. Hitler wollte das auch. Und, hm, die Kirche eigentlich auch, so von der Kindstaufe ab. Wenn man’s recht bedenkt, will eigentlich JEDE Organisation mit Machtstreben die äußerst effiziente kindliche Indoktrination betreiben.
Redaktion benachrichtigen
#178   Maurice Corvisier   20:47:13 | Montag, 17. Juli 2006
volvitur
Kriegen Sie nicht. Das heißt: Ihnen persönlich würde ich sie offenlegen – in Zeiten wie diesen ist es aber tunlich, sich vor Antifa-Schlägern zu schützen.
Leute wie Stasi-Dämon täten nichts lieber, als mir auf die Pelle zu rücken.
(Jetzt denkt er sich gerade eine Antwort aus, in der vorkommt, daß ich ihm viel zu unwichtig bin und daß ich eigentlich nur ein … Armer Dämon!)
Redaktion benachrichtigen
#177   stat crux   20:40:26 | Montag, 17. Juli 2006
Hurra! Selbstironie entdeckt!
Thank you, Morris; aber Ihre Identität??
Redaktion benachrichtigen
#176   Maurice Corvisier   18:56:04 | Montag, 17. Juli 2006
@ et volvitur orbis
Bei Gelegenheit denken wir mal über das „Bildungs“ im Bildungsbürger nach.
Redaktion benachrichtigen
#175   stat crux   18:41:45 | Montag, 17. Juli 2006
Wer hätte das gedacht, Herr Guttenberger,
Rothkranz (oder wer immer hinter sedisvakantismus.org steckt) hat die These von „Marcel“ (der z.Zt. bereits den „Kreuzgang“ als liberal verurteilt) übernommen, Dr. Otterbeck sei Freimaurer. Absolute Fehlanzeige: nur ein kleiner „Bildungsbürger“.
Redaktion benachrichtigen
#174   Jörg Guttenberger, Köln   15:41:58 | Montag, 17. Juli 2006
stat crux, Aloah
Herzlichen Dank für Ihre umfangreichen ergänzenden Hinweise!
Redaktion benachrichtigen
#173   stat crux   12:57:53 | Montag, 17. Juli 2006
Allerdings, Aloah,
wie gesagt: hinter dem 68er Problem lauert das 38er Problem; ein schlicht autoritäres Weltbild ist „für immer“ desavouiert. Ein vernünftiges Maß an Autorität-im-Dialog wird gerade die Kirche wieder fördernd begünstigen.
Redaktion benachrichtigen
#172   Aloah   11:21:38 | Montag, 17. Juli 2006
@Jörg Guttenberger, Köln:
>>Unter den 68ern, einem Auswuchs der „Frankfurter Schule“, sind die Anhänger der kritischen Theorie und des kritischen Rationalismus zu verstehen (s. Karl Steinbuch, Kurskorrektur) Keine der Ideologien taugt als Lebensphilosophie, mit dem in Amerika verbreiteten kritischen Rationalismus können Sie zwar die kritische Theorie widerlegen, sonst aber nichts.<<
Jörg Guttenberger, das ist richtig.
Die Kritische Theorie ist nach Auffassung der „Frankfurter“ alles umfassende, alles erklärende Theorie, siehe seine Peinlichkeit „DDL“ der Wanderprediger.
Die 68er haben vier zentrale Thesen der „Kritischen Theorie“:
1. religionsphilosophische These:
Gott ist eine falsche Hypothese, Theologie ist sinnlos.
2. Die anthropologische (erziehungspilosophische) These.
3. Die Faschismusthese:
Die Familie ist Ursache des „autoritären Charakters“ und des Faschismus
4. Die gesellschafts- und die geschichtsphilosophische These:
Das Ganze ist falsch, der Geist der Geschichte ist die permanente Katastrophe.
Adorno forderte schon eine Erziehung, die jede Identifikation der Kinder mit ihren Eltern, verhindert, eine Erziehung zum Widerstand und Widerspruch, eine Erziehung des Madigmachens (DDL grüßt dazu) und des Perhorreszierens (mit Abscheu zurückweisen) aller Wirklichkeit.
Wollte doch der ehem. SPD General Olaf Scholz schon die „Lufthoheit über die Kinderbetten“. Unfassbar solches Gedankengut!
Redaktion benachrichtigen
#171   stat crux   10:42:17 | Montag, 17. Juli 2006
@Guttenberger
Keine Generation ist so sehr gescheitert wie die so gen. 68er; das aber perpetuiert zugleich deren Generationskonflikt („Tätergeneration“), nur deshalb ist das Problem noch virulent. Hier hilft nur die „Heimkehr des deutschen Geistes“ (zu Christus; Buchtitel von Reinhold Schneider, 1946). Allmählich zeichnen sich solche Tendenzen sogar ab, zum Verdruss auch der Extremen Rechten.
P.S.
Mag sein, dass Teile des Freimaurertums sich noch immer als Gegenkirche verstehen. Die Kirche aber deswegen zuerst und vor allem als „antimasonistische“ Bruderschaft zu konzipieren ist aberwitziger Irrsinn, Religionsverrat und vielleicht sogar im Sinne bestimmter Geheimgesellschaften. Deren zivilisatorische Abträglichkeit ist allerdings Faktum, wenn auch von der okkulten Rechten permanent überstrapaziertt; les extremès se touchent.
Redaktion benachrichtigen
#170   Jörg Guttenberger, Köln   23:33:50 | Samstag, 15. Juli 2006
Gotthard
Unter den 68ern, einem Auswuchs der „Frankfurter Schule“, sind die Anhänger der kritischen Theorie und des kritischen Rationalismus zu verstehen (s. Karl Steinbuch, Kurskorrektur) Keine der Ideologien taugt als Lebensphilosophie, mit dem in Amerika verbreiteten kritischen Rationalismus können Sie zwar die kritische Theorie widerlegen, sonst aber nichts.
Die kritische Theorie befaßt sich zwar mit den Wünschen des Menschen, jedoch ohne nach einer Möglichkeit der Verwirklichung zu fragen. So betrachtet der kritische Theoretiker die eigenen Wünsche als letzte Wahrheit, im Gegensatz zu jeder Religion. Er will keine Wahrheiten mitteilen, sodern Wirkung erzielen. Es besteht eine positive Korrelation zwischen der zunehmenden Macht der 68er und der zunehmenden Unlösbarkeit der Probleme, wie Karl Steinbuch bereits 1973 in seinem obigen Werk nachgewiesen hat und die heutige Erfahrung bestätigt.
Daß solche Grundhaltungen, wie sie mutatis mutandis in jeder Ideologie anzureffen sind, mit keiner Religion vereinbar sind, versteht sich von selbst.
Gehören Sie etwa zu den 68ern? Ihre Frage läßt darauf schließen.
Daß die Kommnisten versucht haben, Agenten in den Vatikan iund sonstige Kirchliche Organen einzuschleusen versucht haben, ist bekannt. Über heutige entsprechenden Versuche liest man nichts. Das Hauptproblem in der Kirche und in der Welt sind daher die 68er und nicht Freimaurer usw. Mit der letztgenannten Gruppe befasse ich mich nicht.
Redaktion benachrichtigen
#169   Gotthard   22:56:03 | Samstag, 15. Juli 2006
bitte um Aufklärung
aß 68er und andere kirchenfeindliche Gruppen
Was soll ich eigentlich unter dem Sammelbegriff „68er“ verstehen?
Welche Bedeutung sollen sie gegebenenfalls in der Kirche haben? Und wer soll zu dieser ominösen Gruppe gehören?
Redaktion benachrichtigen
#168   Jörg Guttenberger, Köln   22:48:07 | Samstag, 15. Juli 2006
Perpetua
Siebel ist, wie bemerkt, Sozilologieprofessor und damit bar jeder beruflichern Qualifikation für das Thema. Wie sieht es mit Ihren anderen Autoren aus?
Enzykliken beinhalten bekanntlich keine unfehlbaren Lehrentscheidungen, bitte aktualisieren Sie Ihr Fachwissen! Daß Religionsfreiheit in der Schöpfung grundgelegt ist und damit die Richtigkeit der Konzilsentscheidung habe ich in einem früheren Beitrag nachgewiesen.
Ihre Kirchentreue und Ihr Einsatz sind zu loben, aber blinder Eifer schadet nur! Jede Übertreibung kommt vom Teufel, wie die Kirchenväter bereits sagen. Daß 68er und möglicherweise andere kirchenfeindliche Gruppen den Marsch durch die Institutionen versuchen, ist bekannt. Aber unseren Päpsten Freimaurertum, Häresie usw. vorzuwerfen, schießt weit über das Ziel hinaus.
Globalisierung, Entwicklung in Wissenschaft und Technik führen zu bisher nie da gewesenen Herausforderungen im Sinne einer Bewußtseinserweiterung. Auch die Kirche ist hier gefordert. Wir müssen unsere Glaubenswahrheiten unter diesem Gesichtspunkt neu überdenken, nicht im Sinne einer Infragestellung, sondern einer Vertiefung. Aus einer offenen und ehrlichen Auseinandersetzung geht die Kirche als Sieger hervor.
Bisher war jede Kirchenspaltung (vielleicht mit Ausnahme der Trennung von Rom und Byzanz) durch Verweigerung der abgespaltenen Gruppe zur Fortentwicklung der Tradition verursacht. Die Pius-Brüder bestätigen diese Erfahrung!
Redaktion benachrichtigen
#167   Perpetua   00:44:26 | Samstag, 15. Juli 2006
kurze Antworten
Bernardo: 12.07.06; 22.12 h und 13.07.06; 12.27 h
Verweis auf meine Mitteilung 12.07.; 9.58 h
Artois: 13.07.06; 17.15 h und Freinsberg 13.07.;17.38 h. Artios weiß, daß die hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel, von Anbeginn von Gott die Macht und die Sendung erhalten hat, den Kopf des Satans zu zertreten, die Irrlehren mit Ihrer Ferse zu zermalmen.
Hacki: 13.07.; 17.38 h danke für Ihren Beitrag
Artois: 13.07.; 17.47 h
Die römische Kurie wurde nach und nach zu Gunsten des Modernismus ausgetauscht. Alte (über 80jährige traditionelle) Kardinäle „ausgesondert“, an deren Stelle modernistische „eingefügt“.
Guttenberger: 13.07.; 20.01 h
Das II. Vatikanum hat das Gegenteil der unfehlbaren Lehre der Enzyklika „Quanta cura“ (1864) von Papst Pius XI. in puncto Religionsfeiheit behauptet.
Ein totaler Verrrat der katholischen Kirche!
Guttenberger: 14.07.; 16.52 h
Lieber Herr Guttenberger,
wenn Sie
1.) einmal auf die rote Schrift Perpetua klicken und die Texte kurz überfliegen, werden Sie feststellen, daß ich die Verfasser einzelner Schriften schon wiederholt erwähnt habe. Mir hat man unterstellt, daß ich damit Geld verdienen würde, deswegen vermeide ich Wiederholungen.
2.) Einer meiner zitierten Buchtitel bei „google“ oder anderen Suchmaschinen eingegeben hätte Ihnen ganz schnell die einzelnen Quellen angezeigt.
3.) Sie besitzen sicherlich eine Hirnzelle mehr als ein Dienstmädchen wie ich es bin, und werden ganz schnell erfassen was hier für satanisch Pläne umgesetzt werden.
Redaktion benachrichtigen
#166   Benedikt   21:07:52 | Freitag, 14. Juli 2006
@ Hacki
die bisher 146 Lesermeinungen beweisen wieder einmal wunderbar, daß das 2.Vaticanum ein einziges Fiasko darstellt.
Wirklich ein grandioser Maßstab. Wie beurteilen Sie das I. Vatikanum, welchem vereinzelte Apostasien und Schismen folgten?
@ Dr. Otterbeck
Ich bezweifle, dass die Tradi die Konzilstexte überhaupt lesen.
Völlig zurecht, wie im Forum ja schon mal aufgedeckt wurde.
@ Perpetua
Aufgabe der Piusbruderschaft war und ist es, die seinerzeitigen Traditionalisten zu sammeln
Die seinerzeitigen? Au weia :-].
Lesen Sie im einzelnen hierzu das Siebel-Buch.
Lesen Sie lieber mal Ratzinger im Original und zitieren Sie die fraglichen Stellen. Zitate aus dem Zusammenhang reißen kann jeder.
Redaktion benachrichtigen
#165   Dr. Otterbeck   20:44:59 | Freitag, 14. Juli 2006
Perpetua
hat sich völlig verrannt; der Montini-Hass, den in den 1950ern auch Jesuit Gundlach predigte, hat sich offenbar verselbstständig.
Redaktion benachrichtigen
#164   Gotthard   20:40:14 | Freitag, 14. Juli 2006
Perpetua die Chef-Theologin
Die Sakramente sind von Jesus eingesetzt und die katholische Kirche und der Papst haben die Pflicht diese im Sinne des Stifters Jesu Christi zu bewahren. In keinem Fall steht es einem Papst zu in temerischer Absicht diese zu verändern, was Paul VI. tat.
ich bitte unsere Chef-Theologin um die Beantwortung folgender Frage:
Welche Sakramenten-Spendeworte stammen von Jesus Christus selbst und welche sind Werk der Kirche?
Redaktion benachrichtigen
#163   Jörg Guttenberger, Köln   20:30:47 | Freitag, 14. Juli 2006
Artois – Perpetua
Arois: so argumentieren alle, die mangels Masse mit mehr Stimme arbeien. Woher soll ich als Konservativer den ganzen reaktionären Schwulst kennen?
Perpetua: jetzt endlich lassen Sie die Katze aus dem Sack: laut Bernado ist Siebel, auf den Sie sich hier ausdrücklich und sonst wohl stillschweigend berufen, kein Theologe, sondern Soziologie-Professor. Oder gehen Sie wenn Sie Rechtsauskünfte benötigen, statt zum Juristen zu einem Zoologieprofessor?
Redaktion benachrichtigen
#162   stat crux   17:41:34 | Freitag, 14. Juli 2006
Sodalitium Pianum, Perpetua:
Das nach Pius V. benannte Sodalitium hatte, den Forschungen von E. Poulat zufolge, nie mehr als 50 Mitglieder, in Dtld. nur 2. Anders als zur Reinhaltung der Reputation des Hl. Papstes Pius X. gelegentlich behauptet, arbeitete diese (aber weit überschätzte) Gruppe unter der Leitung des Kirchenjuristen und Sozialhistorikers Umberto Begnini aber mit Billligung des Papstes, während Merry del Val diese Praktiken nicht schätzte. Benediokt XV. hat angesichts des 1. Weltkriegs die neue Lage analaysiert, die Verurteilung des Modernismus am 1.11.1914 wiederholt, aber die integralistischen Exzesse der Antimodernistenhetze unterbunden, um der Einheit der Kirche willen. Das war keine „Umerziehung“. Die rigorosen Integralisten hatten nie (!) „das Sagen“ in Rom (sonst wäre die Kirche ebenso an ihnen gescheitert als hätte man dem Modernismus nichts entgegenzustellen gewusst); vgl. Card. Suhard: Essor ou declin, 1947. Nicht ein einziger Bischof hätte den Integralismus nach 1965 wiederbelebt, wären nicht leidige Themen der frz. Innenpolitik (action francaise etc.) hinzugekommen.
Redaktion benachrichtigen
#161   Perpetua   17:28:17 | Freitag, 14. Juli 2006
Antworten auf Anfragen
stat crux 12.07.; 13.00 Uhr
Wenn die überwiegende Mehrzahl (ca. 99,985 %) der Katholiken mit dem Papst harmonieren, ist es eher unwahrscheinlich, dass er ihnen heimlich „Irrlehren“ unterjubelt.
Die Umerziehung des Volkes zum Modernismus hat schon 1920, wenn nicht schon nach Pius X. begonnen. Unter Pius X. wurde der Modernismus mittels der sodalicium piana schärfstens verfolgt. Die Aufgabe der Piusbruderschaft war und ist es, die seinerzeitigen Traditionalisten zu sammeln um sie später (also jetzt dem) Vatikan zuzuführen.
Gotthard: 12.07.;13.27 Uhr
Jedes „Wort einer Sakramentenspendung“ ist ein Akt der Kirche gewesen … es kann also auch abgeändert werden.
Die Sakramente sind von Jesus eingesetzt und die katholische Kirche und der Papst haben die Pflicht diese im Sinne des Stifters Jesu Christi zu bewahren. In keinem Fall steht es einem Papst zu in temerischer Absicht diese zu verändern, was Paul VI. tat. (Die Konzilserklärung zur Religionsfreiheit von Johannes Rothkranz)
Jörg Guttenberger 12.07.; 21.37
Die eine Kirche Christzi setzt sich aus allen schismatischen und häretischen Sekten zusammen: es gibt überhaupt nur eine einzige christliche = katholische Kirche, und diese Kirche ist gespalten! Zu dieser einen Kirche gehören eben auch die genannten schismatischen und häretischen Sekten. Die Äußerung von BXVI ist also in Ordnung.
Das was Sie hier blasphemisch äußern ist genauso häretisch wie die Äußerungen von Ratzinger. Lesen Sie im einzelnen hierzu das Siebel-Buch.
Redaktion benachrichtigen
#160   Jörg Guttenberger, Köln   16:52:30 | Freitag, 14. Juli 2006
Perpetua – Benedikt XVI
Und warum nennen Sie die Verfasser nicht? Etwa, weil sie als unseriös bekannt sind?
Redaktion benachrichtigen
#159   Artois †   16:50:19 | Freitag, 14. Juli 2006
@stat crux
Da Sie ja zugeben zu wissen, daß Sie ausgeschlossen sind, untersage ich Ihnen, sich den Sakramenten der hl. Kirche zu nahen.
@Guttenberg
Sie sind schwachsinnig, da Sie nicht realisieren können, daß die „tradi“ ständig korrekt aus selbigen Dokumenten zitieren.
@freinsberg
Sie können es ja nicht wissen, doch die Gottesmutter ist Siegerin über die Irrlehren, somit auch über diejenigen des 2. Lügen-„Vatikanums“, das eine einzige Beleidigung der Himmelskönigin darstellt.
Redaktion benachrichtigen
#158   Markus-Antonius †   12:53:54 | Freitag, 14. Juli 2006
Oh Perpetua
hat die Bibliothek des Grauens geöffnet.
Redaktion benachrichtigen
#157   stat crux   12:27:04 | Freitag, 14. Juli 2006
Heute habe ich tatsächlich mal erlebt,
dass jemand mit Ratzingers „Einführung“ gegen die Dogmatik argumentierte. Das wird jetzt vielleicht Mode, so sehr man ihm damit Unrecht tut.
Redaktion benachrichtigen
#156   Perpetua   23:14:50 | Donnerstag, 13. Juli 2006
An Jörg Guttenberger und alle geschätzen Forumsteilnehmer
Meine Quellen nenne ich gerne:
„Die kommende Diktatur der Humanität“
„Vorsicht! Wölfe im Schafspelz“
„Freimaurersignale in der Presse – wie man sie erkennt und was Sie bedeuten“
„Die Verfinsterung der Kirche“
„Die Verschwörung gegen die Kirche“
„Papsttreue – heilige Pflicht jedes Katholiken“
„44 Irrtümer über das Judentum“
„Die Ständige Anweisung der Alta Vendita – ein freimaurerischer Plan für den Umsturz in der katholischen Kirche“ und viele viele andere Bücher.
Desweitern
www.traditionalmass.org www.kreuz.net/
Hierfür mußte ich allerdings mein rudimentäres Schulenglisch ausgraben.
Als „Dienstmädchen“, wie Sie ganz recht erkannt haben,
verfügte ich gottlob über genügend Zeit, mich der Lektüren zu widmen und während meiner werktätigen Arbeit darüber nachzudenken.
Ora et labora
Redaktion benachrichtigen
#155   stat crux   20:07:22 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Am vergangenen Wochenende las ich,
neben Dei Verbum, auch das Dekret zum Laienapostolat. Ein „Regiebuch“ par excellance, hätte man es beherzigt! Ich vermute aber, dass die vorgesehene Überraschung darein besatehen wird, dass die ausführliche Lehre das Konzils die authentische Tradition programmatisch formuliert. Es wird zum sicheren Kompass für Theologie und Kirche des 3. Jahrtausends werden. Die „Korrekturen“ gegenüber älterer Tradition (um die so viel gekämpft wurde) fallen doch kaum noch ins Gewicht. Es wird sich als Pastoralkonzil in dem Sinne erweisen, dass es das kirchliche Amt stärkt gegenüber theologischer, pädagogischer und existenzialistischer Willkür. Dass diese so heftig vor der Tür stand, das wollte man 1962-1965 freilich ungern wahrhaben.
Redaktion benachrichtigen
#154   Jörg Guttenberger, Köln   20:01:29 | Donnerstag, 13. Juli 2006
stat crux
Daran, daß die Traditionalisten (Traditionalismus als ideologische Ausgabe der Tradition) die Konzilstexte lesen, zweifele ich allerdings auch, sonst würden sie nicht so ablehnend reagieren.
Redaktion benachrichtigen
#153   stat crux   19:52:49 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Sehr richtig, Herr Guttenberger!
Allerdings sollte man auch hinsichtlich der 68er differenzieren. Mir war in Kevelaer eine Kindheit und Jugend vergönnt, bei der Kommunion- und Firmunterricht ganz im Sinne der Konzilsdokumente gelang. Was ich damals nicht wusste: Zugleich ruinierte die „wissenschaftliche“ Theologie die Priesterausbildung an den Fakultäten.
Erst sehr spät erkannte ich die Diskrepanz zwischen der Lehre des Konzils und der Beliebigkeit, die in seinem Namen verkündet wurde. Ich bezweifle, dass die Tradi die Konzilstexte überhaupt lesen.
Redaktion benachrichtigen
#152   Jörg Guttenberger, Köln   19:07:21 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Bernado, Hacki
B.: Perpetua hätte seröserweise wenigstens ihre Quellen nennen müssen, durch deren Unkenntnis ich ihr auf den Leim gegangen bin und ihrem Dienstmädchengeschwätz zu viel Ehre erwiesen habe. Entweder hat Perpetua nie wissenschaftlich gearbeitet, oder sie will ihre Leser verdummen!
H.: Immer diese Konzilsmßverständnisse! Man darf dem hl. Geist sicher nicht die Produktion geistlichen Schrotts in die Schuhe schieben! Auf das wirkliche Problem weise ich immer wieder hin, nämlich daß die Ausführung der Konzilsbeschlüsse den 68ern in die Hände gefallen ist bzw. die 68er innerhalb der mit den Ausführungsbestimmungen Betrauten sich kaltschnäuzig durchgesetzt haben. Wieso merkt das niemand?
Redaktion benachrichtigen
#151   stat crux   18:24:46 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Artois resp. Brandenburgis
Na schön. Aus der Kirche, aus der Sie mich mit einem Atemzug (und den Papst gleich mit) „ausschließen“, aus der bin ich gern ausgeschlossen. Es bleibt dabei: Christus ist der einzige Priester, Konzil und Päpste lehren im ganzen die Wahrheit. Kleinere Unschärfen wie im Syllabus, Lamentabili oder Humani generis mal beiseitegelassen.
Redaktion benachrichtigen
#150   Freinsberg   18:00:37 | Donnerstag, 13. Juli 2006
@ Artois
ich fragte nur, woher Sie über die Fürsprache Marias so gut Bescheid wissen…
Redaktion benachrichtigen
#149   Artois †   17:47:24 | Donnerstag, 13. Juli 2006
@Freinsberg
Nun, daß Modernisten ausgeschlossen sind, darüber besteht wohl Übereinstimmung. Daß Der Kurienkardinal und zumindest amtierende Papst Ratzinger selbst Modernist ist, geht aus seinen ungeheuer zahlreichen Veröffentlichungen in einer solch luziden Klarheit hervor, daß man sich vor allem zweierlei fragen muß: 1. Wie konnte dieser Mann über Jahrzehnte bei den Frommen und Kirchentreuen als „konservativ“ gelten und entsprechend bejubelt werden? 2. Wie sieht ein Episkopat, ein Kardinalskollegium, eine römische Kurie aus, die diesen Mann nicht nur an der Spitze der „Glaubenskongregation“ duldet, sondern sogar noch als „Mozart der Theologie“ zum Papst befördert. Das wüßte ich also wirklich mal gern, vielleicht können Sie mir helfen und antworten?
Redaktion benachrichtigen
#148   Hacki   17:38:48 | Donnerstag, 13. Juli 2006
die bisher 146 Lesermeinungen
beweisen wieder einmal wunderbar, daß das 2.Vaticanum ein einziges Fiasko darstellt. Zur Erforschung der Zeitumstände kann man vielleicht mal Historiker oder ganz normale Leute mit „gesundem Menschenversand“ zu Rate ziehen. („Hobby“-)Theologen, eben die „Klugen und Weisen“ haben keine Chance, die göttlichen Geheimnisse zu erfassen.
Die Beschlüsse des Trienter Konzils haben Heilige (Carl Borromäus, Ignatius v. Loyola, Petrus Canisius und viele andere) segensreich umgesetz.
Im Gegensatz dazu hat V2 das „Allerheiligste“ der Ehrfurchtslosigkeit preisgegeben, und keine heiligmäßigen Priester und Christen hervorgebracht.
(Die „Konzilsmacher“ waren fast ausschließlich holländische und deutsche Theologen mit grandiosem zeitgeistbedingtem Hochmut).
Herr Lohmeier hat einen „gesunden, natürlichen Menschenverstand“ alle Achtung!
Redaktion benachrichtigen
#147   Freinsberg   17:38:43 | Donnerstag, 13. Juli 2006
@ Artois
>>Danken wir der Gottesmutter, die diesen Sieg der Kirche über falsche Lehrer und Verführer erfleht hat!<<
Woher wissen Sie das?
Redaktion benachrichtigen
#146   Artois †   17:15:00 | Donnerstag, 13. Juli 2006
@stat crux
Ratzinger ist, wie Sie, kein Katholik, sondern ein ausgewiesener Modernist und somit ipso facto längst aus der Kirche ausgeschlossen. Gottlob! Danken wir der Gottesmutter, die diesen Sieg der Kirche über falsche Lehrer und Verführer erfleht hat!
Redaktion benachrichtigen
#145   Freinsberg   16:32:53 | Donnerstag, 13. Juli 2006
@ stat crux
… und das stimmt auch. Siehe Hebräerbrief.
Redaktion benachrichtigen
#144   stat crux   15:52:46 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Dass Christus der einzige Priester ist,
das vertritt Ratzinger allerdings tatsächlich.
Redaktion benachrichtigen
#143   Bernado   12:27:55 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Siebel-Geschwätz
Jörg Guttenberger schrieb: „Ich bin … von – allerdings völlig und ohne Sachkenntnis – aus dem Zusammenhang herausgerissenen Zitaten ausgegangen.“.
Das war leider unzutreffend. Die hier in den Raum gestellten Aussagen waren ausnahmslos keine Zitate aus Schriften Josef Ratzingers, sondern Unterstellungen, die sich Herr Siebel aufgrund seiner unwissenschaftlichen Lektüre von Ratzinger-Schriften zusammenfantasiert hat. Und es war ihm und seinen Anhängern – ich verweise ein weiteres Mal auf die von mir angeführten Artikel – auch nicht möglich, diese Fantasien gegenüber einer seriösen Kritik aufrecht zu erhalten.
Es gibt in der „Einführung in das Christentum“ in der Tat einzelne Passagen, die man aus dem Zusammenhang reißen und mißdeuten kann. Sie kommen meist dadurch zustande, daß Autor Ratzinger zunächst ín guter philosophischer Tradition eine Gegenposition referiert, um sich sodann mit ihr auseinanderzusetzen. Im Zusammenhang gelesen lösen sich diese möglichen Mißverständnis daher meistens schnell auf. Solche plumpen Aussagen, wie sie die unendliche Perpetua hier aufgetischt hat, wird man aber auch in diesen Gegenpositions-Referaten nicht finden.
Redaktion benachrichtigen
#142   aschera   12:19:41 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Tssssss…
Warum gibt man diesem realitätsfremden alten Grantler und Ewig-Nörgler hier ein Forum? Um wieder mal ungeniert der „guten alten“ (braunen) Zeit nachzutrauern? :-!
Redaktion benachrichtigen
#141   Jörg Guttenberger, Köln   23:48:08 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Bernardo
Ich bin zugunsten von Perpetua von – allerdings völlig und ohne Sachkenntnis – aus dem Zusammenhang herausgerissenen Zitaten ausgegangen. Sofern es sich etwa um keine Zitate handeln sollte, dann um so schlimmer für Perpetua und ihre Glaubwürdigkeit! Klar ist jedenfalls, daß BXVI das niemals so gesagt haben kann!
Redaktion benachrichtigen
#140   Bernado   22:12:02 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Jörg Guttenberger, Köln
Sie schrieben: „Perpetua:Ihre Zitate von B.XVI sind nachweislich aus dem Zusammenhang heraus entstellt:“.
Hat denn diese Person, die in endloser Drehung wie ein Perpetuum Mobile des Schwachsinns immer dieselben Behauptungen wiederholt, überhaupt Zitate gebracht? Ich sehe immer nur: Lest den heiligen und unfehlbaren (Soziologie-)Professor Siebel, der hat bewisen daß dies und jenes. Sie zitiert noch nicht mal ihren Propheten
Siebel auf nachvollziehbare Weise – so wie der vermutlich auch nicht wirklich Ratzinger zitiert, ihn wohl kaum gelesen und erst recht nicht verstanden hat.
Es tut mir wirklich leid – aber das erscheint mir alles ziemlich krankhaft. Für diejenigen, die sich dennoch von diesem Unfug irgendwie angesprochen fühlen – etwa weil sie vor lauter Mißtrauen gegen Rom auch dem gegenwärtigen Papst nicht trauen können –, wiederhole ich meinen Hinweis auf den ausführlichen und wohlbegründeten Artikel von Michael Davies: „Apologia pro Josef Ratzinger“ www.lumengentleman.com/content.asp?id=191. Wer dann noch mehr Argumente braucht, lese „Pope or Heretic? An Evaluation of Benedict XVI www.lumengentleman.com/content.asp?id=179“ – danach sollte es ihm besser gehen.
Redaktion benachrichtigen
#139   Jörg Guttenberger, Köln   21:37:43 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Perpetua – Benedikt XVI
Perpetua:Ihre Zitate von B.XVI sind nachweislich aus dem Zusammenhang heraus entstellt: so z. B. Die eine Kirche Christzi setzt sich aus allen schismatischen und häretischen Sekten zusammen: es gibt überhaupt nur eine einzige christliche = katholische Kirche, und diese Kirche ist gespalten! Zu dieser einen Kirche gehören eben auch die genannten schismatischen und häretischen Sekten. Die Äußerung von BXVI ist also in Ordnung.
BXVI als offenbar guter Kenner der Orhodoxie orientiert sich wohl am Kirchenverständnis des 1. Jahrausends, von dem im Gespräch mit dem christlichen Osten auszugehen ist und dessen Nachwirkungen bis zur Aufklärung spürbar waren. So hat Suttner in einem Aufsatz in „Der christliche Osten“ noch eine begrenzte Sakramentengemeinschaft nachgewiesen, gegen die unter dem Einfluß der Aufklärung der damalige Fürstprimas von Ungarn erfolgreich opponiert hat. Nach dem Rückzug von Rom haben sich die beteiligten östlichen Kirchen ebenfalls abgekapselt.
Redaktion benachrichtigen
#138   Benedikt   14:24:39 | Mittwoch, 12. Juli 2006
@ Perpetua
Ein unermeßlicher Skandal! (Nachzulesen in: „Zur Philosophie und Theologie Joseph Ratzingers“ von Prof. Dr. Wigand Siebel (Hrsg.) Verlag Anton A. Schmid (Pro Fide Catholica)
Vielleicht versuchen Sie es mal mit der Primärquelle, anstatt Bücher von Autoren zu konsultieren, die eindeutige Absichten haben. Die Punkte, die Sie vorbringen erscheinen mir völlig absurd.
Redaktion benachrichtigen
#137   Gotthard   13:27:57 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Sakramentenspendung
Einem Laien oder auch gar Theologen fallen auch Änderung nicht der Sakramentenformen nicht ohne weiteres auf und sie können die damit verbundenen Auswirkungen nicht erfassen. Z. B. hat Paul VI. den Wortlaut des Weiheritus für die Bischofsweihe geändert.
Jedes „Wort einer Sakramentenspendung“ ist ein Akt der Kirche gewesen … es kann also auch abgeändert werden.
Redaktion benachrichtigen
#136   stat crux   13:00:12 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Perpetua,
der Katholizismus iast zuerst und vor allem ein „Lebenszusammenhang“ (Nachfolge Christi), die Lehre nur eine Dimension desselben. Wenn die überwiegende Mehrzahl (ca. 99,985 %) der Katholiken mit dem Papst harmonieren, ist es eher unwahrscheinlich, dass er ihnen heimlich „Irrlehren“ unterjubelt. Dass Christus der einzige Priester ist, das ist allerdings richtig; wurde aber z.B. von „Marcel“ auf dem kreuzforum schon mit gefährlichen Formeln in Frage gestellt, die den geweihten Priester zum „eigentlichen“ Mittler zu machen scheinen. Hier zeigt sich wieder das Risiko der Tradi, die Taufe abzuwerrten, um dem Ordo eine „Monopolstellung“ in der Verwaltung der Übernatur zuzubilligen (die dadurch naturalistisch abgewertet wird). Ein Piuspriester scheint mir daher kaum etwas anderes zu sein als ein Funktionär der KP, nur antikommunistisch gewendet und im Latein geschult. Denn wer bestreitet, dass Christus der einzige Priester ist, öffnet die Vermittlungsfunktion zu den Novissima schon wieder jedem Selbsternannten, ob rechts, ob links; und die Lefebvregeweihten sind kirchenrechtlich genauso „selbsternannte“ Gottesvermittler wie Logenbrüder oder Politbüromitglieder.
Redaktion benachrichtigen
#135   Perpetua   12:47:21 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Welche Logik? Was einer nicht erkennt, ist auch nicht falsch.
Es heißt doch: siehe Fettdruck; außerdem ist Siebel Herausgeber
Von mehreren kompetenten Verfassern wird wissenschaftlich nachgewiesen, daß Ratzinger in seinem wohl berühmtesten Werk „Einführung in das Christentum“ von 1968 sowie in etlichen späteren Büchern unter anderem folgendes behauptet:
-Die drei göttlichen Personen besitzen nicht eine jede die ganze göttliche Wesenheit.
-Jesus ist erst durch die Auferstehung zum Sohn Gottes geworden; er ist nicht gleichen Wesens wie der Vater
-Nicht Gott ist Mensch geworden, sondern ein Mensch ist Gott geworden.
-Wir bringen Gott in der hl. Messe kein Opfer dar.
-Es gibt keinen Priester außer Christus.
-Die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel ist nur eine Floskel.
-Es gibt keine Auferstehung des Fleisches.
-Die Hölle ist leer.
-Es ist sinnlos, für die Armen Seelen zu beten.
-Christus wird am Jüngsten Tag nicht als Richter kommen; ein Weltgericht wird nicht stattfinden.
-Die eine Kirche Christi setzt sich aus allen schismatischen und häretischen Sekten zusammen.
Jede einzelne dieser Thesen ist eine von der römisch-katholischen Kirche feierlich verworfene Häresie! Dennoch hat Ratzinger als „Benedikt XVI.“ sämtliche seiner Bücher, auch das in vielen Sprachen vorliegende Werk „Einführung in das Christentum“wieder neu auflegen und nachdrucken lassen. Ein unermeßlicher Skandal! (Nachzulesen in: „Zur Philosophie und Theologie Joseph Ratzingers“ von Prof. Dr. Wigand Siebel (Hrsg.) Verlag Anton A. Schmid (Pro Fide Catholica)
Redaktion benachrichtigen
#134   Freinsberg   12:13:19 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Siebel
sorry, da hat sich ein Dreckfuhler eingschlichte. Natürlich soll es „Soziologe“ heißen.
Redaktion benachrichtigen
#133   stat crux   12:00:20 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Ein unermeßlicher Skandal?
Perpetua: Wenn Irrlehren von Theologen und Laien so gut wie gar nicht erkannt werden können: Wahrscheinlich sind es dann keine.
Der Katholizismus definierte sich als Leben im sakramentalen Corpus Christi, der Kirche. Ein bestimmtes Mindestmaß an Gelehrtheit oder „Einweihung“ wird nicht verlangt, so weit ich weiß.
Redaktion benachrichtigen
#132   Freinsberg   11:39:07 | Mittwoch, 12. Juli 2006
@ Perpetua
>>Um diese Nachweise zu führen bedarf es hervorragender theologischer Kenntnisse.<<
Interessant! Prof. Siebel ist Sozialoge! :-|
Redaktion benachrichtigen
#131   Perpetua   09:58:52 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Antwort an stat crux, 11.07.,15.19 Uhr
In dem kurzen Überblick des Buches von Prof. Dr. Wigand Siebel ist lediglich die Quintessenz der Glaubensverfälschungen von Ratzinger herausgefiltert. Die Irrlehren Ratzingers sind auf mehrere Schriften verteilt und so raffiniert formuliert, daß dies selbst viele Theologen nicht erfassen. Wenn seine Häresien jeder Laie gleich erkennen könnte, würde ihm ja keiner mehr nachlaufen und sein Ziel wäre verfehlt. Um diese Nachweise zu führen bedarf es hervorragender theologischer Kenntnisse. Einem Laien oder auch gar Theologen fallen auch Änderung nicht der Sakramentenformen nicht ohne weiteres auf und sie können die damit verbundenen Auswirkungen nicht erfassen. Z. B. hat Paul VI. den Wortlaut des Weiheritus für die Bischofsweihe geändert. Mehr darüber können Sie nachlesen in dem 32 Seiten umfassenden Heft „Sind die neuen Sakramente noch gültig?“ nachlesen.
Deswegen empfehle ich, das Buch von Wigand Siebel zu lesen, damit Sie hinsichtlich der Irrlehren Ratzingers sensibilisieren und auf die entscheidenden Punkte hingeführt werden.
Jede einzelne dieser Thesen ist eine von der römisch-katholischen Kirche feierlich verworfene Häresie! Dennoch hat Ratzinger als „Benedikt XVI.“ sämtliche seiner Bücher, auch das in vielen Sprachen vorliegende Werk „Einführung in das Christentum“ wieder neu auflegen und nachdrucken lassen. Ein unermeßlicher Skandal! (Nachzulesen in: „Zur Philosophie und Theologie Joseph Ratzingers“ von Prof. Dr. Wigand Siebel (Hrsg.) Verlag Anton A. Schmid, Durach
Redaktion benachrichtigen
#130   Bernardin †   21:13:31 | Dienstag, 11. Juli 2006
Ratzinger?
Warum erwähnen Sie hier Ratzinger, der Hacker zitierte? Ich dachte bis jetzt, Ratzinger sei ein FEHLGELEITETER, so wie er hier im KREUZ.NET beurteilt wird!
Redaktion benachrichtigen
#129   stat crux   20:51:34 | Dienstag, 11. Juli 2006
Sorry, das „Seiende“;
Hacker war Konvertit. Sein Werk „Das Ich im Glauben Martin Luthers“ (1966) zitierte Ratzinger häufiger, z.B. in seinem LtHK-Kommentar zu Dei Verbum.
Redaktion benachrichtigen
#128   Bernardin †   20:49:13 | Dienstag, 11. Juli 2006
stat crux
wer ist HACKER? was ist das Seinende?
Redaktion benachrichtigen
#127   stat crux   20:38:03 | Dienstag, 11. Juli 2006
Karl Rahner
wurde von Paul Hacker schlichter Ontologismus vorgeworfen, d.h. dass er das Seinende mit dem Sein (und das mit Gott) verwechselt. Entgegen mancher Plattauslegungen Heideggers (etwa im Anschluss an das Augstein-Interview) ist das „Sein“ bei Heidegger EBEN NICHT der philosophische Gottesbegriff, sondern immer noch im Vorfeld dessen, „adventlich“ gewissermaßen. Rahner hat vielleicht sowas wie den ontologischen Gottesbeweis via Heidegger versucht. War aber gar nicht nötig, weil S. Thomas durch die Religionskritik nicht ausgehebelt wurde, wie die Kritik der Kritik (Lagrange, Bergson, Guitton et al.) anzeigt. Der traditionelle „Ort Gottes“ dürfte bei H. als das Gemeinsame von Sein-und-Zeit vermutet werden.
Redaktion benachrichtigen
#126   Bernado   16:35:21 | Dienstag, 11. Juli 2006
Rahner – Ratzinger
Josef Ratzinger stand während seines Studiums wie fast alle deutschen Theologender Nachkriegszeit stark unter dem Einfluss von Rahners Denken. Allerdings wurde er gerade während des Konzils – als nämlich die praktischen Auswirkungen dieser Schule immer deutlicher und durchaus nicht immer positiv sichtbar wurden – allmählich skeptischer gegenüber dessen Denkrichtung und hat sich später davon „emanzipiert“. (Anders als z.B. der Rahner-Schüler Lehmann, der bis auf den heutigen Tag „Rahnerianer“ geblieben ist).
Ein Interview, das Ratzinger 2004 stephanscom.at gab, enthält denn auch keinesfalls eine vorbehaltlose Würdigung Rahners, sondern bringt deutliche Vorbehalte zum Ausdruck. Er gesteht zu: „„Man muss Rahner in der Ganzheit seiens Wollens und Denkens begreifen und schlichtweg erkennen, dass es sein Wille war, nicht gegen den Glauben der Kirche zu verstoßen“,“. Gewollt also schon – aber auch gekonnt?
Ausdrücklich hält Ratzinger die Möglichkeit offen, daß Rahners Denken (bzw. dessen weitere Entfaltung) dann doch vom Weg der Kirche wegführten: „Natürlich kann man Elemente isolieren, Falsches von Rahner ableiten und die kritischen Momente seines Lebens einseitig in den Vordergrund stellen und Affekte nähren, die nicht positiv sind. Der ganze Rahner ist eben sehr komplex“.
Das ist keine Verurteilung Rahners – aber auch keine Empfehlung, ihn als Kirchehnlehrer zu verehren.
Redaktion benachrichtigen
#125   stat crux   15:38:11 | Dienstag, 11. Juli 2006
Wahrscheinlich
ist die Leistung Rahners „rückwärts“ (Relativierung der jesuitischen Schule 1815 ff.) von größerer Bedeutung als sein Beitrag „vorwärts“.
Redaktion benachrichtigen
#124   Freinsberg   15:33:02 | Dienstag, 11. Juli 2006
Rahner und Ratzi
„Kein großer Freund“ heißt nicht „Gegner“.
Redaktion benachrichtigen
#123   Hyazinth   15:29:11 | Dienstag, 11. Juli 2006
Möchte
bloß die Leutchen hier auf dem Forum darauf hinweißen, daß unser jetziger Hl. Vater auch kein großer Freund von Karl Rahner ist.
Redaktion benachrichtigen
#122   Freinsberg   15:26:32 | Dienstag, 11. Juli 2006
@ Markus-Antonius
Karl Rahner soll einmal bei einer Diskussion gesagt haben: „Bleiben Sie bei Ihrer Meinung. Für Sie ist sie gut genug. :-)
Redaktion benachrichtigen
#121   Markus-Antonius †   15:23:54 | Dienstag, 11. Juli 2006
Herrlich,
wie kreuz-net-Frömmler das Werk eines der größten Theologen unserer Zeit auseinander zu fleddern versuchen. Allein, er ist euch so turmhoch überlegen, das jede Reaktion auf das armselige Geschreibsel verschwendete Energie darstellt. Wozu also Perlen vor die Säue werfen. Suhlt euch weiter in eurem gedanklichen Mist. Der Pfuhl wird von allein austrocknen.
Redaktion benachrichtigen
#120   stat crux   15:19:39 | Dienstag, 11. Juli 2006
Perpetua von Gestern:
Ratzingers „Einführung“ emnthält die von Ihnen dargestellten „Häresien“ allesamt NICHT; allerdings die Aussage, dass nur Christus im religiösen Sinn einziger Priester ist, die steht da. Und sie ist katholisch. Ein von Christus unabhängiges, heidnisches „Priestertum“ ist nicht christlich. Im religionsgesetzlichen Sinne war Jesus übrigens „Laie“.
Redaktion benachrichtigen
#119   Benedikt78   15:06:20 | Dienstag, 11. Juli 2006
Wunderbar!
Ein wirklich schöner Bericht! Das sieht man es wieder. Ältere Männer sind geistig fiter als viele junge! An diesen sollte man sich ein Beispiel nehmen.
Redaktion benachrichtigen
#118   Perpetua   14:42:01 | Dienstag, 11. Juli 2006
Sacerdos helveticus
Wenn die hieb- und stickfesten Nachweise der Herren Rothkranz, Zahnker-Jost, Prof. Siebel …ww.verlag-anton-schmid.de www.kreuz.net/ und den
Bischöfen Sanborn, Dolan, Rev. Cekada www.traditionalmass.org www.kreuz.net/(unter: Articles – Benedikt XVI heresis and errors) nicht korrekt sein sollen, dann widerlegen Sie diese doch bitte! Aber bitte mit der gleichen Sorgfalt wie diese genannten Herren und nicht nur mit Polemik.
Redaktion benachrichtigen
#117   sacerdos helveticus   12:16:32 | Dienstag, 11. Juli 2006
Razingers Theologie/ Orthodoxe
Vorwürfe gegen Kard. Ratzinger/Papst Benedikt XVI.:Diese Diskussion zeichnet sich ganz allgemein dadurch aus, daß Einzelaussagen nicht nur aus dem vorhandenen Zusammenhang gelöst, sondern prinzipiell in einer „Hermeneutik des Verdachts“ interpretiert werden: Am Anfang steht der Wille, eine Heräsie nachzuweisen, und dann sucht man solange nach Sätzen, die man als herätisch deuten kann, bis man es „irgendwie“ hingedreht hat.
Sehr zutreffende Beschreibung des Vorgehens v.a. der Sedisvakantisten wie Rothkranz, Siebel, Perpetua, u.s.w die immer gleich vorsichtshalber ganze Listen von Häresien auflisten können.
Bezüglich Ratzinger ist zuzugeben, dass der eine oder andere Satz in seiner „Einführung“ absolut gesehen vielleicht missverständlich ist. Immerhin hat Ratzinger aber auch gewisse Korrekturen an seinen früheren Werken angebracht. So zum Beispiel zum Seelebegriff in seiner Eschatologie, wo er sich in späteren Auflagen von früheren distanziert.
Sakramentendisziplin:Bezüglich der Sakramentendisziplin liegt in der Beziehung mit den Orthodoxen in der Tat ein grosses Problem darin, dass einige orthodoxe Kirchen nach wie vor die katholischen Sakramente nicht anerkennen.
So wird zum m.W. ein Beispiel ein Katholik, der zur Griechisch-Orthodoxen Kirche übertritt, erneut getauft.
(Die Griechisch-Orthodoxe Kirche ist vielleicht unter den Orthodoxen Kierchen wohl die mit den stärksten antikatholischen Ressentiments).
Hier liegt ein anderes Sakramentenverständnis vor.
Redaktion benachrichtigen
#116   Freinsberg   11:53:58 | Dienstag, 11. Juli 2006
Überflüssige Debatte
Allmählich finde ich die Debatte langweilig. Wer die lateinische Liturgie versteht und liebt, soll lateinisch (mit-)feiern; wer das lieber deutsch tut, soll deutsche Gottesdienste besuchen. Wer die Kommunion in den Mund empfangen will, möge das tun (es entscheidet ohnehin der/die Empfangende). (Ich halte mich an den Brauch, der in der betreffenden Kirche üblich ist. Wo also Mundkommunion gespendet wird, werde ich nicht, um andere zu ärgern, als einziger die Hand hinstrecken…)
Aber alles Nachvatikanische rückgängig machen zu wollen, zeugt von Unkenntnis der Liturgiegeschichte und der Tradition. (Letztere reicht bekanntlich weiter zurück als bis zum Trienter Konzil.)
Redaktion benachrichtigen
#115   DDL   11:05:56 | Dienstag, 11. Juli 2006
@Stimme aus dem Tradiland
„Latein war ein Glückfalls für die Hl. Kirche, weil es mit seiner exakten Begrifflichkeit viele Lehrstreitigkeiten – zum Unterschied von der griechischsprechenden östl. Kirche – ersparte.“
Ist es nicht lustig, wie Sie mir zu widersprechen versuchen und dabei doch zugeben (müssen), dass einstmals das Griechische „die Sprache der Kirche“ war und es, wenn die damaligen „Tradis“ sich durchgesetzt hätten, niemals zum „modernistischen“ Latein gekommen wäre?
„Latein hat eine Tradition von mindestens 1.700 Jahren in der Liturgie, Deutsch, Englisch etc. gar keine.“
Jeder Tag, an dem eine landessprachliche Messe gehalten wird, widerlegt Sie ein bisschen mehr. ;-)
„Es gibt keine Tradition in der Hl. Kirche, die jünger als 200 Jahre ist.“
Keine Ahnung, ob das so ist, klingt mir ein bisserl dicke, aber ist mir auch egal. Jedenfalls kann es nicht immer so gewesen sein, denn irgendwann muss auch die (heute) altehrwürdigste Tradition einmal ihren Anfang nehmen, also „modern“ sein. Das immerhin ist in Ihrer Kirche seit 2000 Jahren so, und wenn Sie jetzt auf einmal die Kirche auf „Dinge, die mindestens 200 Jahre alt sind“ festnageln und einfrieren wollen, dann läuten Sie nicht nur das endgültige Sterben einer Religion, die immer weniger mit dem realen Leben zu tun hat, ein, sondern brechen paradoxerweise mit der Tradition, die alle die heutigen Traditionen irgendwann als Neuerungen eingeführt hat.
Das Einfrieren wäre also eine Neuerung – Sie pöhser Modernist! ^-^
Redaktion benachrichtigen
#114   Forum Romanum   09:23:57 | Dienstag, 11. Juli 2006
Es werden Jahrzehnte vergehen…
…ehe es selbst ernannte Liturgen verstehen werden, dass die überlieferte Messe den Sinn des Mysteriums erschlossen hat.
Es müssten doch die Protestantischen Gemeinschaften nur noch so überlaufen und deren Kirchen wegen Überfüllung geschlossen sein, wenn die antophrozentrische Sache wirklich so toll ist.
Redaktion benachrichtigen
#113   Perpetua   09:23:22 | Dienstag, 11. Juli 2006
Bernardin und Freinsberg
Nein, die wahre katholische Kirche funktioniert nicht ohne wahren Stellvertreter Gottes auf Erden. Das kann man schon lange sehen, spüren, greifen. Deswegen müssen wir auch in unserem täglichen Rosenkranzgebet – wie es die Muttergottes in Fatima (13. Mai bis 13. Oktoer 1917) besonders für diese Zeit empfohlen hat – unseren himmlischen Vater bestürmen, uns einen wahren Nachfolger Petri zu senden.
Nein, nicht ich habe das alles festgestellt, sondern u. a. zahlreiche wahrhaft katholische Theologenzu denen man Rahner und Vorgrimler nicht zählen kann.
Die wichtigsten Quellen sind einzusehen unter www.verlag-anton-schmid.de und www.traditionalmass.org
zu 5)„Der 13te“, (Römisch-datholische Monatszeitschrift üf Kirche und Welt), 22. Jg. H. 4 vom 13. April 2006, S 6ff: „Der Holcaust, die neue Weltreligion. Was feiern wir eigentlich zu Ostern? Eine litera-risch-politisches Feuilleton“.
und in
„Zur Zeit“ (Wochenzeitung für Österreich) Nr. 15-16 vom 14.-27. April 2006, S. 20ff: eine neue Weltreligion. Was feiern wir eigentlich zu Ostern?“
Redaktion benachrichtigen
#112   Freinsberg   08:35:49 | Dienstag, 11. Juli 2006
@ Perpetua
Heißt das vielleicht: Die Kirche funktioniert auch ohne Papst ganz gut? ;-)
Redaktion benachrichtigen
#111   Bernardin †   00:08:26 | Dienstag, 11. Juli 2006
PERPE???????
Wer hat das festgestellt? Sie?
Redaktion benachrichtigen
#110   Perpetua   00:06:29 | Dienstag, 11. Juli 2006
Freinsberg, Gotthard, Sacerdos helveticus und an alle anderen
Sedisvakantisten sind lediglich glaubenstreue Katholiken, die festegestellt haben, daß Paul VI. Wojtyla (101 Häresien) und Ratzinger vielfache Häretiker sind und damit nicht Papst sein können.
1.)Pius XII. hat die Namen der katholischen Bischöfe und Priester im Ostbock an den CIA verraten. Folterungen und Tötungen waren die grausame Folge. „Die Unterminierung der katholischen Kirche“
2.)Johannes XIII. (Hochgradfreimaurer) hat das II. Vat. Konzil einberufen – eine Religion für die Mensch wurde geschaffen. Nicht der Dreifaltige Gott, sondern der Mensch (Humanismus) wurde zum Sinn und Ziel des Lebens stilisiert. Die Verfinsterung der Kirche“ sowie zahlreiche andere Quellen.
3.)Paul VI. mit seiner zuvor geschickt ausgetauschten Kurie und Erzbischof Lefèbvre haben alle Konzilsdokumente unterschreiben. Lefèbvre mit seiner gegründeten Piusbruderschaft war nur ein Scheinmanöver um echte Traditionalisten später der Konzilssekte zuzuführen.
4.)Eine Religion für die Menschen ward geschaffen. Die antichristlichen Juden und FM hatten ihr Teilziel erreicht „Wir haben eineinhalb Jahrhunderte lang gekämpft, um unseren Anschauungen innerhalb der Kirche zum Durchbruch zu verhelfen, und wir haben unser Ziel nicht erreicht. Dann kam endlich das II. Vat., und wir haben triumphiert. Von nun an sind die Prinzipien des liberalen Katholizismus von der heiligen Kirche endgültig und offiziell akzeptiert.“
5)Grundl. zur Einführg. der Holocaustreligion sind geschafften.
1500 Zeich. zu wenig
Redaktion benachrichtigen
#109   Jörg Guttenberger, Köln   00:04:26 | Dienstag, 11. Juli 2006
Evelin
Zum Filioque ist auf dem Konzil von Ferrara-Florenz 1439 verhandelt worden: Sohn und Geist gehen vom Vater aus. Der Geist wird aber vom Sohn in die Welt gesandt. Also doch gemeinsames Credo!
Der Bescnluß von vor 250 Jahren gilt schon lange nicht mehr. Wer heute als r.-k. Priester zur Orthodoxie übertritt, wird nicht erneut geweiht. Die Düsseldorfer Ausnahme, an die Sie möglicherweise Denken, lag daran, daß der inzwischen hochbetagt verstorbene r.-k. Priester geheiratet hatte und sich als Laie in die orthodoxe Kirche hat aufnehmen lassen. Die Folge: ganz erhebliche Akzeptanzschwierigkeiten. Taufen werden ohnehin wechselseitig anerkannt.
Sofern die Orthodoxen evangelische Taufen nicht anerkennen, so wegen fehlendem dortigen Priestertum. In der Orthodoxie kann m. W. nur der Priester gültig taufen, bei uns sogar ein Nichtchrist!
Redaktion benachrichtigen
#108   Babylon †   23:31:28 | Montag, 10. Juli 2006
Heiden leichter zu missionieren?
Hehehe, vor 1200/1300 Jahren hatten’s die Pfaffen nicht so ganz leicht bei unseren germanischen Vorfahren, die doch mehr von Wotan und Donar hielten…
Wie hieß denn noch der, dem der Scheitel mit der Axt nachgezogen wurde in Friesland? War das der Bonifatz(!)? >:)
Redaktion benachrichtigen
#107   Evelin   22:41:52 | Montag, 10. Juli 2006
@ Jörg Guttenberger
Denn vollständig war der Bruch nie, soweit ein gemeinsames Credo gebetet und die Taufe gegenseitig anerkannt wird. Mit dem Osten ist die Kirchengemeinschaft wegen der gemeinsamen 7 Sakramente umfassender.
Sie meinen es vielleicht gut, aber tatsächlich ist das nicht mehr als ökumenistisches Gesäusel. Die Orthodoxen haben nicht das gleiche Glaubensbekenntnis („filioque“!) und nicht die gleiche Sakramententheologie. Nach einem 250 Jahre alten Beschluß der Patriarchen des Ostens erkennen sämtliche orthodoxen Gemeinschaften die Sakramente der katholischen Kirche nicht an.
Wenn ein Katholik – wovor Gott abhüten möge – zu einer orthodoxen Gemeinschaft übertritt, wird er neuerlich getauft. D.h. in Wahrheit haben die Katholiken mit den Orthodoxen noch weniger gemeinsam als mit den Protestanten: Nämlich nicht einmal die Taufe.
Was ähnlicher aussicht, muß keineswegs besser, sondern kann sogar daemonischer sein. So scheinen uns die Moslems näher zu stehen als die Heiden mit ihren „Naturreligionen“. Tatsächlich sind aber die Heiden um ein vielfaches leichter zu missionieren als die Moslems. Woraus folgt, dass sie in der Realität vom Christentum weiter weg sind als die Heiden.
Der Gatte der Evelin
Redaktion benachrichtigen
#106   bonifatius   22:40:32 | Montag, 10. Juli 2006
@Bernado: Danke
Herzlichen Dank für die verständlichen Worte.
„Wenn man die „Essentials“ des Konzils in einem Satz zusammenfassen will, dan müßte man sagen: Es sollte die unveränderliche Lehre der Kirche in einer für die Gegenwart leichter zugänglichen Form ausdrücken. Das ist – zumindest stellenweise – doppelt misslungen: Erstens war die gefundene Ausdrucksform oft bestenfalls für Theologieprofessoren verständlich. Und zweitens gelang es modernistischen Kräften, wichtige Aussagen so zu formulieren, daß man sie eben doch als Veränderung oder sogar Umkehr früherer Lehren interpretieren konnte.“
Habe manchmal den Eindruck, dass viele Disputanten hier meinen, Gott will nur „gstudierte“ Theologen in den Himmel lassen. Bin aber der Überzeugung, dass ein „altes Mütterlein“ in der letzten Kirchenbank, das mit zittrigen Händen den „belächelten“ Rosenkranz betet, Gott lieber ist, als ein verkopfter und noch dazu eingebildeter Theologieprofessor mit seiner für einen normalen Christen unverständlichen Philosophiechinesisch, das bisherige Wahrheiten verbrämt negiert.
Redaktion benachrichtigen
#105   Jörg Guttenberger, Köln   21:39:11 | Montag, 10. Juli 2006
Kirchenlatein und Bernardo
Kirchenlatein.: Bitte Vorsicht mit solchen Äußerungen. Die Ostkirchen zelebrieren weitestgehend in der Landessprache. Sie deswegen eines leichteren Glaubensabfalls zu verdächtigen, ist gewagt! Auch bei uns ist die Zahl der Gottesdienstbesucher zwischen 1945 und 1962 zurückgegangen. Inwieweit eine nicht in allen Punkten geglückte Liturgiereform nach 1965 diese Entwicklung gefördert hat, ist eine eigene Untersuchung wert.
Bernardo .: Wir müssen uns hüten, die Ausführungen von BXVI vor dem Hintergrund des nach der Aufklärung entwickelten Kirchenverständnisses zu verstehen. Da der Papst offenbar gut mit der Theologie des christlichen Ostens, insbesodere mit der Orthodoxie, vertraut ist, orientiert er sich mit Sicherheit am Kirchenverständnis des 1. Jahrtausends, dessen Einfluß bis zur Aufklärung spürbar war, und das die Grundlage für die Einheit bildet. Hiernach müsen wir von der einen, aber gespaltenen Kirche sprechen. Denn vollständig war der Bruch nie, soweit ein gemeinsames Credo gebetet und die Taufe gegenseitig anerkannt wird. Mit dem Osten ist die Kirchengemeinschaft wegen der gemeinsamen 7 Sakramente umfassender.
Beten wir wir doch in allen christlichen Kirchen für „die eine heilige katholische und apostolische Kirche“! Lediglich die reformatorischen Kirchen übersetzen „katholisch“ zureffend mit „allgemein“ oder setzen „christlich“, was aber nach Ignatius von Antiochien dasselbe bedeutet.
Redaktion benachrichtigen
#104   Gotthard   21:31:32 | Montag, 10. Juli 2006
Gegenwart
Gott thront im Himmel und er ist im Tabernakel wahrhaft gegenwärtig,
und damit ist die Gegenwart Gottes abschließend beschrieben …????
dann also nicht im Geschlechtsakt zweier im Sakrament der Ehe lebender Menschen, denen er seine liebende Nähe zugesagt hat?
Redaktion benachrichtigen
#103   Frasim   21:23:39 | Montag, 10. Juli 2006
@Horst Metzker
Was wollen sie denn mit der latainischen Messe: Daß noch mehr Omas kommen, und noch mehr Jugendliche und Erwachsene dem „Rückenpriester“ fern bleiben?
Es ist bei vielen Gottesdiensten mit „Rückenpriestern“ eine relativ hohe Anzahl junger Gläubigen anzutreffen. Wenn man sie dann fragt, warum, so antworten diese, dass sie keinen Unterhalter für ein Mahl wollen, sondern einen Priester, der das Opfer vergegenwärtigt.
Und Gott sei Dank, hat man zwischenzeitlich begriffen, daß Gott nicht im Himmel thront, sondern in aller Menschen Herzen.
Und darum kommen sowieso alle in den Himmel, genau… :-!
Gott thront im Himmel und er ist im Tabernakel wahrhaft gegenwärtig, das kommt in der tridentinischen Messe wunderbar zum Ausdruck.
Ich kann nicht Latain, (…)
Sie brauchen fürs Mitverfolgen der lat. Messe auch kein Latinum. Die wenigen Antworten, die das Volk gibt, beherrscht man nach kurzer Zeit auswendig, für die übrigen Gebete und Texte gibt es den „Schott“ (Messbuch im Gotteslob-Format in latein-deutsch)
Redaktion benachrichtigen
#102   Bernado   20:45:52 | Montag, 10. Juli 2006
@stimme
Sie schrieben: „Die „Einführung in das Christentum“ von Joseph Ratzinger (1968) ist tatsächlich nicht katholisch und mindestens als die Häresie begünstigend anzusehen. Das merkt man schon bei einem „Querlesen“, wie ich es getätigt habe.“.
Diese Behauptung wird durch Wiederholung nicht besser – obwohl ich mit Aufmerksamkeit feststelle, daß Sie sich hier deutlich vorsichtiger ausdrücken als Bischof Tissier de Mallerais, der sich in dem genannten Interview anscheinend mit der Wiedergabe von Eindrücken begnügt hat, die er vor vielen Jahren einmal beim „Querlesen“ gewonnen hatte. Oder eben bei der Diskussion dieses Themas, die seit Jahren immer wieder einmal von sedisvakantistischer Seite aufgerührt wird.
Diese Diskussion zeichnet sich ganz allgemein dadurch aus, daß Einzelaussagen nicht nur aus dem vorhandenen Zusammenhang gelöst, sondern prinzipiell in einer „Hermeneutik des Verdachts“ interpretiert werden: Am Anfang steht der Wille, eine Heräsie nachzuweisen, und dann sucht man solange nach Sätzen, die man als herätisch deuten kann, bis man es „irgendwie“ hingedreht hat.
Kein geringerer als Michael Davies hat diese Entstellungen der „Einführung“ in seiner „Apologia Pro Josef Ratzinger“ zurückgewiesen, die im Juli 2004 in „Christian Order“ erschienen ist. Originalartikel www.lumengentleman.com/content.asp?id=191nachzule… bei „Lumen Gentleman“ Jacob Michael.
Redaktion benachrichtigen
#101   Tacitus   20:10:06 | Montag, 10. Juli 2006
@Horst Metzker
– Was wollen sie denn mit der latainischen Messe: Daß noch mehr Omas kommen, und noch mehr Jugendliche und Erwachsene dem „Rückenpriester“ fern bleiben? –
„Rückenpriester“??
Seltsam; ich verstehe gar nicht, was daran eigentlich so stört – immerhin stehen die Gemeindemitglieder ja auch mit dem Rücken zueinander, eben alle Gott zugewandt. Und der Priester steht der Gemeinde eben dabei vor.
– Und Gott sei Dank, hat man zwischenzeitlich begriffen, daß Gott nicht im Himmel thront, sondern in aller Menschen Herzen. –
Das mag ja durchaus Ihre Meinung sein, die ich natürlich akzeptiere. Bitte akzeptieren Sie aber umgekehrt auch, daß meine Gottesvorstellung eine andere ist.
– Ich kann nicht Latain, Osche Lumumba auch nicht?
Li jang Tschung, hat es auch bestätigt. –
Theologiestudium ohne Latein- und Griechischkenntnisse ist unmöglich. Wie wollen Sie denn andere in der Heiligen Schrift unterweisen, wenn Sie sie selbst nicht lesen können? Daß sich manche schwerer damit tun, als andere, steht auf einem anderen Blatt; tatsächlich wäre zur Verbesserung der Kommunikation innerhalb der Weltkirche wohl eine drastische Ausweitung des Lateinischen in gesteigertem Maße sinnvoll.
Aber die Sprache der Kerntexte unserer Religion aufzugeben heißt, die Texte selbst aufzugeben. Und ich muß Ihnen ehrlich sagen, daß kann ich nicht.
Redaktion benachrichtigen
#100   Horst Metzker   19:25:26 | Montag, 10. Juli 2006
Blöder gehts ja nicht!
Lieber Herr Lohmeier, geschätzte Redaktion!
Habe ihren Artikel meinem 17jährigen Sohn gezeigt, und als er ihn gelesen hatte, meint er nur: „ Die müssen besoffen gewesen sein!“ Er meinte es sicherlich nicht in bösartiger Weise, sondern aus völliger Unverständnis.
Wenn jemand die Charaktere der von 2006, mit der Zeit des königlich bayrischen Amtsgerichts verbindet, tut sich auch ein 57jähriger Vater sehr hart, dies zu begreifen. Es gibt genügend Angriftspunkte bei der Kirche, jedoch nicht in der Zelebration.
Was wollen sie denn mit der latainischen Messe: Daß noch mehr Omas kommen, und noch mehr Jugendliche und Erwachsene dem „Rückenpriester“ fern bleiben?
Glauben sie wirklich, daß ein Hochaltarpriester, RTL, SAT1, und andere Werbesender, zu mehr Zugkraft verhilft?
Zu Hochfesten ist ja nichts einzuwenden, wenn sie das meinen, jedoch im Alltag?
Lieber Georg Lohmeier, ich bin ja auch Bayer, aber die Kirche kann sich nicht abschotten wie eine Sekte.
Und Gott sei Dank, hat man zwischenzeitlich begriffen, daß Gott nicht im Himmel thront, sondern in aller Menschen Herzen.
Ich kann nicht Latain, Osche Lumumba auch nicht?
Li jang Tschung, hat es auch bestätigt. Usw.
Was sie als akademischer Bayer wollen, geht nicht für die Weltkirche.
Liebe Grüße, auch vom lieben Gott,
Fam. Metzker, im allem gebotenem Respekt.
Redaktion benachrichtigen
#99   Stimme aus dem Tradiland   18:25:22 | Montag, 10. Juli 2006
Die „Einführung in das Christentum“ von Joseph Ratzinger (1968)
ist tatsächlich nicht katholisch und mindestens als die Häresie begünstigend anzusehen. Das merkt man schon bei einem „Querlesen“, wie ich es getätigt habe. Ob es tatsächlich die Fülle von Häresien in der unten zitierten Schärfe enthält, wie Wigand Siebel meint, sollte von einer etwas glaubwürdigeren Person nachgeprüft werden.
Bischof Tissier de Mallerais hat in einem Interview mit „The Remnant“ vom 21. April 2006 www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=239&pid=31… einen Punkt daraus aufgegriffen und ausdrücklich als Häresie bezeichnet. Allgemein zu dem Ratzinger-Buch sagte er folgendes:
„Als er Theologe war, erklärte er Häresien, er veröffentlichte ein Buch voller Häresien.“
Im Kreuzforum gibt es dazu einen Diskussionsstrang www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=286 mit Beispielen.
Genauere Darstellungen des Buches von Ratzinger enthält auch der Kreuzforums-Diskussionsstrang „Natur und Übernatur“ (Gnade) www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=379&page=1.
Redaktion benachrichtigen
#98   Freinsberg   17:31:30 | Montag, 10. Juli 2006
Siebel
Und anders als Marcel Lefebvre hat Siebel (der selbst kein Theologe ist) die Meinung vertreten, dass jede nach dem Missale von 1970 gefeierte Messe ungültig sei (mit etwas abstrusen Begründungen, z. B. dass die Segnung der Opfergabe fehle etc.).
Redaktion benachrichtigen
#97   Gotthard   17:23:11 | Montag, 10. Juli 2006
Siebel = kompetent?
Auf Wikipedia lese ich:
„Der emeritierte Professor für Soziologie an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken war ursprünglich evangelisch und konvertierte kurz vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil zum katholischen Glauben. Seitdem setzt er sich für den überlieferten römisch-katholischen Glauben ein. Er gilt als ein Vertreter des sog. Sedisvakantismus und vertritt die Auffassung, dass der Päpstliche Stuhl seit dem Tode Papst Pius XII. vakant, also unbesetzt sei.“
also gibt es zu Deinen Thesen keinerlei wissenschaftliche Beweise …
Redaktion benachrichtigen
#96   Freinsberg   17:13:58 | Montag, 10. Juli 2006
Wigand Siebel als Beweis?
Wigand Siebel ist Sedisvakantist. Den sollte man hier doch nicht heranziehen.
Redaktion benachrichtigen
#95   Perpetua   17:08:30 | Montag, 10. Juli 2006
gotthard
Ja, lieber Gotthard, aber 1500 Zeichen waren hierfür einfach zu wenig!
…Ein unermeßlicher Skandal! (Nachzulesen in: „Zur Philosophie und Theologie Joseph Ratzingers“ von Prof. Dr. Wigand Siebel (Hrsg.) Verlag Anton A. Schmid (Pro Fide Catholica)
Redaktion benachrichtigen
#94   Gotthard   17:01:20 | Montag, 10. Juli 2006
Keine Ahnung von Wisschenschaft
Von mehreren kompetenten Verfassern wird wissenschaftlich nachgewiesen,
Wer das WÖrtchen „wissenschaftlich“ verwendet, um seine abstrusen Thesen zu untermauern, sollte wenigstens auch wissenschaftlich einfachste Regeln beachten können: Quellen angeben!
Redaktion benachrichtigen
#93   Perpetua   16:48:44 | Montag, 10. Juli 2006
mariokin vom 09.06., 22.45 Uhr
Wojtyla war definitiv bei seiner Wahl zum Papst nicht katholisch, denn er hat damals schon Häresien verbreitet. Einer der nicht katholisch ist und anderen Religionen nachhängt, wie Wojtyla und Ratzinger können nicht Papst werden.
Von mehreren kompetenten Verfassern wird wissenschaftlich nachgewiesen, daß Ratzinger in seinem wohl berühmtesten Werk „Einführung in das Christentum“ von 1968 sowie in etlichen späteren Büchern unter anderem folgendes behauptet:
-Die drei göttlichen Personen besitzen nicht eine jede die ganze göttliche Wesenheit.
-Jesus ist erst durch die Auferstehung zum Sohn Gottes geworden; er ist nicht gleichen Wesens wie der Vater
-Nicht Gott ist Mensch geworden, sondern ein Mensch ist Gott geworden.
-Wir bringen Gott in der hl. Messe kein Opfer dar.
-Es gibt keinen Priester außer Christus.
-Die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel ist nur eine Floskel.
-Es gibt keine Auferstehung des Fleisches.
-Die Hölle ist leer.
-Es ist sinnlos, für die Armen Seelen zu beten.
-Christus wird am Jüngsten Tag nicht als Richter kommen; ein Weltgericht wird nicht stattfinden.
-Die eine Kirche Christi setzt sich aus allen schismatischen und häretischen Sekten zusammen.
Jede einzelne dieser Thesen ist eine von der römisch-katholischen Kirche feierlich verworfene Häresie! Dennoch hat Ratzinger als „Benedikt XVI.“ sämtliche seiner Bücher, auch das in vielen Sprachen vorliegende Werk „Einführung in das Christentum“ wieder neu auflegen und nachdrucke lassen.
Redaktion benachrichtigen
#92   Bernado   16:07:22 | Montag, 10. Juli 2006
@stimme
Sie schrieben:„Sie meinen also, dass die Mehrheitsbeschaffer unter den V2-Vätern gutgläubig einer Gruppe folgen durfte, die in Beifallsstürme darüber ausbrach, wenn Cardinal Ottaviani … das Mikrophon abgedreht wurde;“
Dieser Vorfall ist jedenfalls kein Ruhmesblatt der V2-Geschichte. Aber Sie vergessen – was mich bei Ihnen nicht wundert ;-) – daß die hergebrachten Formen und Formeln der Verkündigung gegen Mitte des 20 JH. tatsächlich in vielem erneuerungsbedürftig waren (und heute noch sind), und daß die von der Kurie vorbereiteten Schemata zwar hochgradig rechtgläubig waren, aber dem berechtigten Bedürfnis nach zeitgemäßer Erneuerung oft in keiner Weise gerecht wurden. Die Väter waren zu Recht enttäuscht.
Zusammen mit dem in Mitteleuropa traditionellen „antirömischen Affekt“ ergab das eine brisante Mißstimmung. Sie wurde von denen, die nicht nur die Form, sondern auch die Inhalte verändern wollten, geschickt ausgenutzt, um Verbündete zu sammeln. Und so entstand eine Atmosphäre, in der das Mißlingen geradezu programmiert war. Man wollte mit aller Kraft „neue Formen“ – hatte aber nicht die Fähigkeit (und teilweise eben auch nicht den Willen), die rechtgläubigen Inhalte ohne Verlust in der Sprache des Menschen der Nachkriegsmoderne zum Ausdruck zu bringen.
Der Rest ist Geschichte – im wörtlichen Sinne. Einige Texte des V2 lesen sich heute bereits weniger zeitgemäß als die des V1 oder sogar von Trient.
Redaktion benachrichtigen
#91   Stimme aus dem Tradiland   14:37:53 | Montag, 10. Juli 2006
Gutgläubige Agitation gegen das Hl. Officium?
@ Bernado: Sie meinen also, dass die Mehrheitsbeschaffer unter den V2-Vätern gutgläubig einer Gruppe folgen durfte, die in Beifallsstürme darüber ausbrach, wenn Cardinal Ottaviani, dem zweiten Mann von Rom, (durch Cardinal Alfrink) das Mikrophon abgedreht wurde; ebenso als Cardinal Frings das Hl. Officium vor der gleichen Aula unqualifiziert niedermachte?
Nein, es sei denn, sie wären bei Ablegung des Antimodernisteneides unzurechnungsfähig gewesen. Vor allem gab es durchaus eine Gruppe von Bischöfen, die die Gefahr erkannt und Warnungen a: Ungefähr 250. Sich dieser Gruppe nicht, der modernistischen Fraktion hingegen doch anzuschließen, ist charakterloser Opportunismus und schon ab ovo ein Bruch des seinerzeit geleisteten Eides.
@ Babylon: Deutsch ist allenfalls bei den Protestanten 500 Jahre lange in Verwendung. Was die tun, kann man nicht Liturgie nennen. „Mehrzahl der Christen im Osten“: Heute ist das gewiß längst nicht mehr so. Man muß eben nur den geistlichen Zusammenhang zwischen dem morgenländischen Schisma von 1054 und der vernichtenden Niederlage von Byzanz 1071 gegen die Osmanen beachten!
Redaktion benachrichtigen
#90   Babylon †   13:28:04 | Montag, 10. Juli 2006
@ Stimme: Mein geliebtes Deutsch
hat mittlerweile schon fast 500 Jahre liturgische Tradition auf dem Buckel. ;-)
Macht unser schönes Deutsch nicht so schlecht. Ich glaube Hegel war es, der gesagt hat: Philosophie betreiben kann man nur auf Griechisch, Latein und Deutsch (wg. der feinen Begriffsnuancierungen).
Darum ist es auch Quatsch zu sagen, daß das Latein dem Westen viele theologische Auseinandersetzungen des Ostens erspart hätte. Die Mehrzahl der Christen lebte nunmal im Osten, gerade in Kleinasien. Dazu kommt eine andere Mentalität: Der Lateiner ist viel nüchterner und zurückhaltender, der Hellene viel pathetischer und „aktiver“, eifernder, auch in der Theologie. Das zeigt das Drumherum auf den frühkirchlichen Konzilien (mit prügelnden Mönchshorden etc.).
In Rom war noch bis ins 4. Jh. Griechisch Gottesdienstsprache.
Redaktion benachrichtigen
#89   Bernado   13:13:28 | Montag, 10. Juli 2006
@stimme
Sie schrieben: „Die Mehrheit der V2-Väter: Unwürdige Eidbrecher!“
Mit dieser und einigen anderen Aussagen beanspruchen Sie eine Richterrolle, die Ihnen nicht zusteht, und die sie geradewegs in den Abgrund des Sedisvakantismus führen kann. Lassen Sie uns bei dem bleiben, was bekannt und unbestritten ist: Die von deutschen, niederländischen und französischen Theologen angeführte „Europäische Liga“ auf dem Konzil hat es verstanden, unklare und widersprüchliche Passagen in einige Texte einzubauen und die Mehrheit der Konzilsväter darüber getäuscht, wie diese Texte später in ihrem Einflussbereich ausgelegt werden sollten.
Mit einer putschähnlichen Medien-Politik haben sie es auch später verstanden, Papst Paul VI – der auf dem Konzil selbst übrigens einige der schlimmsten „Zeitbomben“ entschärfen half – in die Defensive zu bringen, aus der auch sein Nachfolger selten herauskam.
Josef Ratzinger, der vor dem Konzil zu den „Neuen Theologen“ gehörte, begann schon auf dem Konzil, die weitreichenden Absichten der Radikal-Reformer zu ahnen und hat ihnen dann später immer entschiedeneren Widerstand geleistet. Daß die Kardinäle ihn zum Papst wählten, heißt, daß sie mehrheitlich den Ernst der Lage erkennen und zumindest beginnen, ans Umsteuern zu denken.
Aber dieses Umsteuern wird langsam und mit vielerlei Rücksichten erfolgen müssen, wenn die desorientierte Herde (angefeuert von einigen desorientierenden Hirten) nicht in alle Richtungen auseinanderstieben soll.
Redaktion benachrichtigen
#88   Stimme aus dem Tradiland   12:47:36 | Montag, 10. Juli 2006
Die Mehrheit der V2-Väter: Unwürdige Eidbrecher!
Hier Auszüge aus dem Antimodernisteneid www.kreuz.net/bookentry.611.html:
Ohne Rückhalt nehme ich die Glaubenslehre an, die von den Aposteln durch die rechtgläubigen Väter stets in demselben Sinn und in derselben Bedeutung bis auf uns gekommen ist. Deshalb verwerfe ich ganz und gar die irrgläubige Erfindung der Entwicklung der Glaubenssätze, die von einem Sinn zu einem andern übergingen, der abweiche von dem Sinn, den die Kirche einst gemeint habe.
Ich verwerfe ebenso eine Weise, die Heilige Schrift zu beurteilen und zu erklären, die die Überlieferung der Kirche, die Entsprechung zum Glauben und die Normen des Apostolischen Stuhls außer acht lässt, die sich den Erfindungen der Rationalisten anschließt und die Kritik am Texte ebenso unerlaubt wie unvorsichtig als einzige und oberste Regel anerkennt.
Ich gelobe, dass ich das alles getreu, unversehrt und rein beobachten und unverletzt bewahren, dass ich in der Lehre oder in jeder Art von Wort und Schrift nie davon abweichen werde. So gelobe ich, so schwöre ich, so helfe mir Gott und dieses heilige Evangelium Gottes.
Gelobt von sämtlichen „V2-Vätern“, von der Mehrheit und den Päpsten seit Johannes XXIII. aber treulos gebrochen!
Redaktion benachrichtigen
«   ‹   1   2      »
Weiterlesen:
Zweites VatikanumDas Flugzeug hat nie abgehoben Zweites VatikanumEs geht hier nicht um Anklagen Zweites VatikanumSchuldzuweisung an das Konzil? Zweites VatikanumEinbruch des Vandalismus? Zweites VatikanumNachkonziliare Jubelstimmung Zweites VatikanumEin päpstlicher Rat für die permanente Revolution? Zweites VatikanumWider die hemmende Neurose des Antimodernismus Zweites VatikanumDie Öffnung ließ sich nicht mehr verschließen Zweites VatikanumWidersprüche Zweites VatikanumEine theologische Debatte um das Zweite Vatikanum? Zweites VatikanumEingebremst Zweites VatikanumDem „Geist des Konzils“ geht die Luft aus Zweites VatikanumDer laisierte Ex-Abt über den neuen Papst Zweites VatikanumIn den Abgrund geritten? Zweites VatikanumDerselbe oder ein anderer?
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net