Die Getauften sollen Hexerei und Konkubinat überwinden
Papstaudienz für die Bischöfe aus Angola und Sao Tomé/Principe. „Gewalt kann die Probleme der Menschheit nicht lösen.“
(kreuz.net, Vatikan) Am 22. Oktober empfing Papst Johannes Paul II. die Bischöfe von Angola (Südwestafrika)
und Sao Tomé/Principe (Insel bei Westafrika) in einer Ad-limina-Audienz. Der Papst bat um Aussöhnung
und Dialogbereitschaft, um Überwindung von Hexenkult und Agnostizismus und um eheliche Treue gegen vorherrschende
traditionelle Bräuche:„Angola braucht heute mehr denn je Frieden und Gerechtigkeit; es braucht Aussöhnung und muss jeder Versuchung der Gewalt widerstehen. Ich möchte alle daran erinnern, daß diese die Probleme der Menschheit nicht lösen kann und auch nicht dazu beiträgt, Gegensätze zu überwinden.“
Angola führte 1961 einen Befreiungskrieg gegen die portugiesische Kolonialmacht. Gleich nach der Unabhängigkeit von Portugal kam es zu Unruhen und Konflikten zwischen rivalisierenden politischen Gruppierungen. Ab 1992 verwüsteten bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen der angolischen Armee und der Rebellenbewegung Unità das Land. Angola blickt heute auf vier Jahrzehnte Krieg zurück, unterbrochen von nur wenigen Monaten des Friedens. Insgesamt starben ungefähr 600.000 Menschen.
Papst Johannes Paul II wandte sich an die Bischöfe von Afrika mit der Aufforderung zur Versöhnung. „Es bedarf des Mutes zum Dialog. Ich bin davon überzeugt, daß das Bemühen und der gute Wille der beteiligten Parteien bei den noch ungelösten Problemen zum Aufbau einer Kultur des Respekts und der Achtung beitragen können. Dies ist der Moment für eine tiefe nationale Aussöhnung; man muss pausenlos dafür arbeiten, damit die zukünftigen Generationen ein Land vorfinden, in dem alle Komponenten der Gesellschaft zusammenleben und -arbeiten.“
„Ihr dürft den langen Weg, den es zu beschreiten gilt, nicht aus den Augen verlieren, damit das Evangelium den Geist und die Herzen der christlichen Gläubigen von innen heraus verwandelt“, so der Papst, der auch die Notwendigkeit einer „angemessenen christlichen Initiation betonte, damit alle Getauften einerseits Bräuche wie die Hexerei und das Konkubinat überwinden und sich anderseits gegen eine säkularisierte Mentalität oder die vorherrschende Agnostizismus wehren“.
Sodann wandte der Papst seine Gedanken allen Getauften zu, „deren irreguläre eheliche Situation es ihnen nicht erlaubt auf fruchtbare Weise an der Eucharistie teilzunehmen“, ohne dabei „das Zeugnis jener zahlreichen Familien zu vergessen, die die Treue zum Sakrament der christlichen Ehe auf heldenhafte Weise leben, im Rahmen eines bürgerlichen Rechts und traditioneller Bräuche, die eine monogame Ehe nicht begünstigen.“
Der Papst betonte sodann die Wichtigkeit der Ausbildung der verschiedenen Mitarbeiter bei der Evangelisierung: die Katechisten, die eine solide lehramtliche Anfangsausbildung und Fortbildung erhalten sollten; die Priesteramtskandidaten, die sorgfältig ausgewählt werden sollen, damit sie sich ihrer Sendung vollständig widmen können; die Priester, die berufen sind, sich von materiellen Gütern zu entfernen und sich dem Dienst an ihren Mitmenschen durch die vollkommene persönliche Hingabe im Zölibat widmen sollen.
Abschließend erinnerte der Papst an die Notwendigkeit der vollkommenen Hingabe aller Teile des Gottesvolkes und betonte, daß „es auf Erden nichts Wirkkräftigeres gibt als die heilige Eucharistie „.
Freitag, 29. August 2008 12:33
sani: … tun wir fangen spielen …
und geistern wir durch alle Seiten … ist sicher lustig
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