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Donnerstag, 27. Juli 2006 18:06
Stumme Schreie und leeres Geschnatter
Einen tierischen Kommentar über Vogelgrippe und Abtreibung veröffentlichte kürzlich die österreichische Lebensinitative ‘Jugend für das Leben’.
Die 'Jugend für das Leben' nützt für ihre Straßeneinsätze eine Hüpfburg.
Die ‘Jugend für das Leben’ nützt für ihre Straßeneinsätze eine Hüpfburg.
(kreuz.net) „Statistisch gesehen ist es 735.000 Mal wahrscheinlicher, daß ein Mensch abgetrieben wird, als daß er aufgrund des Hustens einer Ente verendet.“

So beginnt ein Kommentar von Julia Blaimschein, der kürzlich auf der Webseite der ‘Jugend für das Leben’ publiziert wurde.

Frau Blaimschein ist die Vizepräsidentin der österreichweiten Lebensschutzorganisation.

Medien seien besonders anfällig auf Viren, fährt die Kommentatorin weiter:

„Zurzeit grassiert in den meisten Redaktionen das Fußballfieber. Noch vor wenigen Wochen hatten die Medienschaffenden aber mit der Vogelgrippe zu kämpfen.“

Inzwischen sei die Berichterstattung über den für Vögel besonders gefährlichen Krankheitserreger H5N1 aber „regelrecht verflogen“, zitiert die Kommentatorin die ‘Neue Zürcher Zeitung’.

„Scheinbar entlarven mittlerweile auch jene, welche die Vogelkrankheit bis hoch hinauf in die Lüfte der Medienlandschaft stilisiert haben, ihre Berichterstattung als aufgeblähtes Gegacker.“

Hinter dieser Tatsache verberge sich auch ein kleines Eingeständnis der Journalisten: „Was die Leute denken, reden, was sie bewegt und in Schrecken und Zittern versetzt, das bestimmen wir, die Medien.“

Tatsächlich sei die tödliche Bedrohung der erd- und luftübergreifenden Epidemie doch nicht ganz so katastrophal gewesen, wie man anhand der Dramatik und der Fülle zahlreicher Medienberichte hätte meinen müssen.

Im Jahr 2005 seien laut Angaben des Impfstoffherstellers Chiron Vaccines 62 Menschen an der Geflügelseuche gestorben.

„Daß im selben Jahr weltweit auch 600 Kinder pro Tag an Tetanus, 1.650 Kinder pro Tag an Masern, 30.000 Kinder pro Tag an Armut gestorben sind, davon hat niemand berichtet. Daß weltweit jeden Tag 125.000 Kinder abgetrieben wurden, davon schon gar nicht.“

Gemäß den Statistiken der Weltgesundheits- Organisation (WHO) sei es 735.000 Mal wahrscheinlicher, daß ein Mensch abgetrieben werde, als daß er aufgrund des Hustens einer Ente verende.

„Wenn es um die Abtreibung von Kindern geht, dann werden die Medien stumm wie ein Fisch.“

Vielleicht sollten die schnatternden Journalisten, bevor sie das nächste Mal aus einer Mücke einen Elefanten machen, nicht in die Luft starren, sondern die Realität befragen, meint Frau Blaimschein:

„Fast 46 Millionen tote Kinder landeten im Jahr 2005 im Mülleimer, gesteht die WHO. Vergleichsweise dazu starben zwischen 1939 und 1945 also während der gesamten Zeit des Zweiten Weltkriegs, insgesamt rund 50 Millionen Menschen.“

Zahlreiche Mütter und Väter der im Mutterleib getöteten Kinder litten an der Abtreibung ihres Kindes, weil sie im nachhinein erkennen würden, daß sie nicht etwas entfernt, sondern jemandem die Zukunft geraubt haben.

„Im Jahr 2050 werden in Europa laut Schätzungen rund 100 Millionen weniger Menschen leben. Der Geburtenrückgang wird das Sozialsystem sämtlicher europäischer Staaten zum Einsturz bringen. Europa ist am Aussterben.“

Diese Fakten anzusehen und aufzuzeigen, brauche für eine jahrzehntelang lügende und belogene Gesellschaft einen Löwenmut und einen Bärenwillen.

„Doch möglicherweise werden dann Energie und Aufmerksamkeit, die in der jüngsten Vergangenheit bedrohten Enten und Zugvögel gewidmet waren, für gefährdete Menschenkinder verwendet – und die zahllosen stummen Schreie der ungeborenen Kinder das leere Medien-Geschnatter übertönen.“


Die ‘Jugend für das Leben’ geht seit 15. Juli und bis zum 5. August für das Lebensrecht ungeborener Kinder von Salzburg nach Wien: Wie weit würdest Du gehen, um ein Menschenleben zu retten?
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 31 Lesermeinungen:
Freitag, 28. Juli 2006 10:29
OnanII: und wieso hast du angst vor der homo-ehe? (@aloha)
viele eltern (klassische paarung) sind sowieso nicht geeignet um kinder aufzuziehen.
wenn aber zwei frauen oder männer die sich lieben und zusammenleben in einer beziehung ein kind aufwachsen lassen wollen und auch geistig und finanziell in der lage sind, warum nicht?

ich bin eher dafür dass viele der klassischen paare sich sterilisieren/kastrieren lassen. fahren sie doch regelmäßig mit öffentlichen verkehrsmitteln, dann werden sie vielleicht auch wieder was von der welt um sie herum mitbekommen.

,,,,,,,,, (die fehlen weiter oben)
Freitag, 28. Juli 2006 09:44
Aloah: Rüdiger_Keller: Erfüllung Von was?
>>Sie haben Angst und keine innere Erlaubnis, Vater und Mutter zu werden, Kinder in Verantwortung und lebenslanger Treue großzuziehen. <<

Ich für meinen Teil kann dazu nur sagen, daß es keine größere Erfüllung für ein sich liebendes Paar geben kann, als Kinder in Verantwortung und lebenslanger Treue großzuziehen.

Wenn ein „liebendes Paar“ aus der klassischen Elternpaarung Mann und Frau besteht gem. dem Schöpfungsauftrag – der gilt für ALLE Menschen –, ein klares JA

Für die abartige sog. „Homo-Ehe“ aber absolut NEIN.
Das wäre ein Verbrechen an den Kindern.
Das zuerwartende witzlose Propaganda-Gekeife interessiert mich nicht. Punktum + Basta.

Bedauerlicher Weise mag das die röm.-kath. Kirche nur Familien mit der klassischen Elternpaarung Mann und Frau vorenthalten.

Gott sei Lob und Dank dafür. Halleluja
Freitag, 28. Juli 2006 09:10
Pünktchen: Rüdiger Keller, Onan
Ich muß Ihnen meinen Respekt zollen, Herr Keller, weil Sie das eigene, strikt von der Sache her bestimmte Urteil dem bequemen mainstream und der Lagerkonformität vorziehen! Die Tatsache, daß Sie Homosexueller sind, macht Ihr Eintreten für das Lebensrecht Ungeborener nur noch glaubwürdiger, denn die bequeme Solidarisierung mit dem links-liberalen Meinungsspektrum in der Abtreibungsfrage, das sich selbst als fortschrittlich und frauenfreundlich mißversteht, läge für Sie ja näher. Ich kann sehr wohl ermessen, was Sie sich mit Ihrer Einstellung unter Empfindungsgenossen werden anhören müssen: Sie würden verknöcherten Moralvorstellungen huldigen, könnte es heißen oder: einen Homosexuellen „koste“ ja das Eintreten für das unantastbare Lebensrecht nichts, er komme ja i.d.R. niemals in die „Konfliktsituation“, die Frauen auszustehen hätten usw. Viele im „Gesinnungslager“ der Homosexuellen werden Ihnen gegenüber natürlich auch die „katholische Karte“ ausspielen wollen und Sie beschwören, doch nicht gemeinsame Sache zu machen mit den Klerikalskleroten usw.usf. Das alles wird ihr unkorrumpiertes Urteil nicht trüben, das da lautet:

Leben ist Leben – und solches löscht man nicht einfach aus niederen Beweggründen aus. Basta. (Zitat R.K.)

Hier können wir uns über verschiedene Lagergrenzen hinweg die Hand reichen, Herr Keller, das gilt auch für Onan, der in seiner Weise gestern um 22:17 Uhr dasselbe gesagt hat, was auch unsere gemeinsame Position ist.
Freitag, 28. Juli 2006 02:15
deusexmachina: @Ansgar
Und wenn ich nicht selbst einen tiefen Wunsch nach eigenen Kindern hätte, könnte Ihre etwas laienhafte Analyse, oberflächlich besehen, sogar als passend aufgefasst werden.

Was machen Sie denn jetzt mit so einem, der sich Kinder wünscht und sehr hofft, noch welche in die Welt zu setzen, der aber dennoch Frauen das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper und ganz allgemein Menschen das Recht, den Zeitpunkt ihrer Elternschaft selbst zu bestimmen (auch in der Lesart „niemals“) zugesteht?

Jetzt wird’s dann vertrackt, oder?
Freitag, 28. Juli 2006 00:16
>> Sie haben Angst und keine innere Erlaubnis, Vater und Mutter zu werden, Kinder in Verantwortung und lebenslanger Treue großzuziehen. <<

Ich für meinen Teil kann dazu nur sagen, daß es keine größere Erfüllung für ein sich liebendes Paar geben kann, als Kinder in Verantwortung und lebenslanger Treue großzuziehen.

Bedauerlicher Weise mag das die röm.-kath. Kirche nur Familien mit der klassischen Elternpaarung Mann und Frau vorenthalten.
Freitag, 28. Juli 2006 00:00
Elendester Sünder: 62 Menschen an der Geflügelseuche gestorben
Im Jahr 2005 seien laut Angaben des Impfstoffherstellers Chiron Vaccines 62 Menschen an der Geflügelseuche gestorben.

Kein einziger Mensch ist an Vogelgrippe gestorben.
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