Kinderschlachtung
Stumme Schreie und leeres Geschnatter
Einen tierischen Kommentar über Vogelgrippe und Abtreibung veröffentlichte kürzlich die österreichische Lebensinitative ‘Jugend für das Leben’.
(kreuz.net) „Statistisch gesehen ist es 735.000 Mal wahrscheinlicher, daß ein Mensch abgetrieben wird, als daß er aufgrund des Hustens einer Ente verendet.“

So beginnt ein Kommentar von Julia Blaimschein, der kürzlich auf der Webseite der ‘Jugend für das Leben’ publiziert wurde.

Frau Blaimschein ist die Vizepräsidentin der österreichweiten Lebensschutzorganisation.

Medien seien besonders anfällig auf Viren, fährt die Kommentatorin weiter:

„Zurzeit grassiert in den meisten Redaktionen das Fußballfieber. Noch vor wenigen Wochen hatten die Medienschaffenden aber mit der Vogelgrippe zu kämpfen.“

Inzwischen sei die Berichterstattung über den für Vögel besonders gefährlichen Krankheitserreger H5N1 aber „regelrecht verflogen“, zitiert die Kommentatorin die ‘Neue Zürcher Zeitung’.

„Scheinbar entlarven mittlerweile auch jene, welche die Vogelkrankheit bis hoch hinauf in die Lüfte der Medienlandschaft stilisiert haben, ihre Berichterstattung als aufgeblähtes Gegacker.“

Hinter dieser Tatsache verberge sich auch ein kleines Eingeständnis der Journalisten: „Was die Leute denken, reden, was sie bewegt und in Schrecken und Zittern versetzt, das bestimmen wir, die Medien.“

Tatsächlich sei die tödliche Bedrohung der erd- und luftübergreifenden Epidemie doch nicht ganz so katastrophal gewesen, wie man anhand der Dramatik und der Fülle zahlreicher Medienberichte hätte meinen müssen.

Im Jahr 2005 seien laut Angaben des Impfstoffherstellers Chiron Vaccines 62 Menschen an der Geflügelseuche gestorben.

„Daß im selben Jahr weltweit auch 600 Kinder pro Tag an Tetanus, 1.650 Kinder pro Tag an Masern, 30.000 Kinder pro Tag an Armut gestorben sind, davon hat niemand berichtet. Daß weltweit jeden Tag 125.000 Kinder abgetrieben wurden, davon schon gar nicht.“

Gemäß den Statistiken der Weltgesundheits- Organisation (WHO) sei es 735.000 Mal wahrscheinlicher, daß ein Mensch abgetrieben werde, als daß er aufgrund des Hustens einer Ente verende.

„Wenn es um die Abtreibung von Kindern geht, dann werden die Medien stumm wie ein Fisch.“

Vielleicht sollten die schnatternden Journalisten, bevor sie das nächste Mal aus einer Mücke einen Elefanten machen, nicht in die Luft starren, sondern die Realität befragen, meint Frau Blaimschein:

„Fast 46 Millionen tote Kinder landeten im Jahr 2005 im Mülleimer, gesteht die WHO. Vergleichsweise dazu starben zwischen 1939 und 1945 also während der gesamten Zeit des Zweiten Weltkriegs, insgesamt rund 50 Millionen Menschen.“

Zahlreiche Mütter und Väter der im Mutterleib getöteten Kinder litten an der Abtreibung ihres Kindes, weil sie im nachhinein erkennen würden, daß sie nicht etwas entfernt, sondern jemandem die Zukunft geraubt haben.

„Im Jahr 2050 werden in Europa laut Schätzungen rund 100 Millionen weniger Menschen leben. Der Geburtenrückgang wird das Sozialsystem sämtlicher europäischer Staaten zum Einsturz bringen. Europa ist am Aussterben.“

Diese Fakten anzusehen und aufzuzeigen, brauche für eine jahrzehntelang lügende und belogene Gesellschaft einen Löwenmut und einen Bärenwillen.

„Doch möglicherweise werden dann Energie und Aufmerksamkeit, die in der jüngsten Vergangenheit bedrohten Enten und Zugvögel gewidmet waren, für gefährdete Menschenkinder verwendet – und die zahllosen stummen Schreie der ungeborenen Kinder das leere Medien-Geschnatter übertönen.“

Die ‘Jugend für das Leben’ geht seit 15. Juli und bis zum 5. August für das Lebensrecht ungeborener Kinder von Salzburg nach Wien: Wie weit würdest Du gehen, um ein Menschenleben zu retten?
      
31 Lesermeinungen
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#31   OnanII   10:29:31 | Freitag, 28. Juli 2006
und wieso hast du angst vor der homo-ehe? (@aloha)
viele eltern (klassische paarung) sind sowieso nicht geeignet um kinder aufzuziehen.
wenn aber zwei frauen oder männer die sich lieben und zusammenleben in einer beziehung ein kind aufwachsen lassen wollen und auch geistig und finanziell in der lage sind, warum nicht?
ich bin eher dafür dass viele der klassischen paare sich sterilisieren/kastrieren lassen. fahren sie doch regelmäßig mit öffentlichen verkehrsmitteln, dann werden sie vielleicht auch wieder was von der welt um sie herum mitbekommen.
,,,,,,,,, (die fehlen weiter oben)
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#30   Aloah   09:44:20 | Freitag, 28. Juli 2006
Rüdiger_Keller: Erfüllung Von was?
>>Sie haben Angst und keine innere Erlaubnis, Vater und Mutter zu werden, Kinder in Verantwortung und lebenslanger Treue großzuziehen. <<
Ich für meinen Teil kann dazu nur sagen, daß es keine größere Erfüllung für ein sich liebendes Paar geben kann, als Kinder in Verantwortung und lebenslanger Treue großzuziehen.
Wenn ein „liebendes Paar“ aus der klassischen Elternpaarung Mann und Frau besteht gem. dem Schöpfungsauftrag – der gilt für ALLE Menschen –, ein klares JA
Für die abartige sog. „Homo-Ehe“ aber absolut NEIN.
Das wäre ein Verbrechen an den Kindern.
Das zuerwartende witzlose Propaganda-Gekeife interessiert mich nicht. Punktum + Basta.
Bedauerlicher Weise mag das die röm.-kath. Kirche nur Familien mit der klassischen Elternpaarung Mann und Frau vorenthalten.
Gott sei Lob und Dank dafür. Halleluja
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#29   Pünktchen   09:10:29 | Freitag, 28. Juli 2006
Rüdiger Keller, Onan
Ich muß Ihnen meinen Respekt zollen, Herr Keller, weil Sie das eigene, strikt von der Sache her bestimmte Urteil dem bequemen mainstream und der Lagerkonformität vorziehen! Die Tatsache, daß Sie Homosexueller sind, macht Ihr Eintreten für das Lebensrecht Ungeborener nur noch glaubwürdiger, denn die bequeme Solidarisierung mit dem links-liberalen Meinungsspektrum in der Abtreibungsfrage, das sich selbst als fortschrittlich und frauenfreundlich mißversteht, läge für Sie ja näher. Ich kann sehr wohl ermessen, was Sie sich mit Ihrer Einstellung unter Empfindungsgenossen werden anhören müssen: Sie würden verknöcherten Moralvorstellungen huldigen, könnte es heißen oder: einen Homosexuellen „koste“ ja das Eintreten für das unantastbare Lebensrecht nichts, er komme ja i.d.R. niemals in die „Konfliktsituation“, die Frauen auszustehen hätten usw. Viele im „Gesinnungslager“ der Homosexuellen werden Ihnen gegenüber natürlich auch die „katholische Karte“ ausspielen wollen und Sie beschwören, doch nicht gemeinsame Sache zu machen mit den Klerikalskleroten usw.usf. Das alles wird ihr unkorrumpiertes Urteil nicht trüben, das da lautet:
Leben ist Leben – und solches löscht man nicht einfach aus niederen Beweggründen aus. Basta. (Zitat R.K.)
Hier können wir uns über verschiedene Lagergrenzen hinweg die Hand reichen, Herr Keller, das gilt auch für Onan, der in seiner Weise gestern um 22:17 Uhr dasselbe gesagt hat, was auch unsere gemeinsame Position ist.
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#28   deusexmachina   02:15:06 | Freitag, 28. Juli 2006
@Ansgar
Und wenn ich nicht selbst einen tiefen Wunsch nach eigenen Kindern hätte, könnte Ihre etwas laienhafte Analyse, oberflächlich besehen, sogar als passend aufgefasst werden.
Was machen Sie denn jetzt mit so einem, der sich Kinder wünscht und sehr hofft, noch welche in die Welt zu setzen, der aber dennoch Frauen das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper und ganz allgemein Menschen das Recht, den Zeitpunkt ihrer Elternschaft selbst zu bestimmen (auch in der Lesart „niemals“) zugesteht?
Jetzt wird’s dann vertrackt, oder?
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#27   Rüdiger_Keller †   00:16:04 | Freitag, 28. Juli 2006
Erfüllung
>> Sie haben Angst und keine innere Erlaubnis, Vater und Mutter zu werden, Kinder in Verantwortung und lebenslanger Treue großzuziehen. <<
Ich für meinen Teil kann dazu nur sagen, daß es keine größere Erfüllung für ein sich liebendes Paar geben kann, als Kinder in Verantwortung und lebenslanger Treue großzuziehen.
Bedauerlicher Weise mag das die röm.-kath. Kirche nur Familien mit der klassischen Elternpaarung Mann und Frau vorenthalten.
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#26   Elendester Sünder   00:00:23 | Freitag, 28. Juli 2006
62 Menschen an der Geflügelseuche gestorben
Im Jahr 2005 seien laut Angaben des Impfstoffherstellers Chiron Vaccines 62 Menschen an der Geflügelseuche gestorben.
Kein einziger Mensch ist an Vogelgrippe gestorben.
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#25   Rüdiger_Keller †   23:30:33 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@ Pünktchen
Entschuldigung angenommen!
Sehen Sie, selbst die Tatsache, daß ich hier zeitweilig als Homo(-Ideologe = eine KN-Kreation) unterwegs bin, muß ja nicht zwangsläufig bedeuten, daß ich unchristlich denke und keine Wertschätzung besitze.
Zwar habe ich als Krankenpfleger (m)eine Meinung, was die Personifizierung ungeborenen Lebens angeht, abhängig vom jeweiligen Reifegrad des Embryos, so lehne ich trotzdem und bedingungslos eine Abtreibung aus vorgenannten Gründen ab.
Medizinisch begründete Indikationen ausgenommen.
Leben ist Leben – und solches löscht man nicht einfach aus niederen Beweggründen aus. Basta.
So wie ich meinen Beruf „verstehe“ und ihn „(er-)lebe“, habe ich mir nunmal ein gewisses Weltbild geschaffen, in dem kein Platz für Töten aus Bequemlichkeit ist.
Abtreibung fällt bei mir darunter.
Allerdings kann ich in dem Zusammenhang nicht von „Mord“ reden, weil ich denke, dazu fehlen ein paar Voraussetzungen.
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#24   Ansgar   23:16:45 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Aloahs Wortwahl
Aloah hat nur das falsche Wort gewählt. Intelligent sind DDL und Co. leidlich; aber eben nicht erwachsen. Hier ein Zitat aus einem Interview mit Dr. Flöttmann:
Was hindert so viele Deutsche also tatsächlich daran, sich auf Kinder zu freuen?
Flöttmann: Die eigene Infantilität, die unbewußte Weigerung, sich zu einem erwachsenen Menschen, sich zu Vater oder Mutter zu entwickeln, treibt die Menschen in die Kinderlosigkeit. Wer wie ich täglich mit den seelischen Problemen unseres Volkes zu tun hat, der stellt fest, wie viele Menschen einer gänzlich unbewußten Infantilität unterliegen. Sie haben Angst und keine innere Erlaubnis, Vater und Mutter zu werden, Kinder in Verantwortung und lebenslanger Treue großzuziehen. Unterstützt werden
diese Ängste in verhängnisvoller Weise durch die feministische Ideologie, die gegen die Familie, die Mutterschaft und gegen die Männer ein enormes Feindbild aufgebaut und im öffentlichen Leben durchgesetzt hat. Der Wunsch nach einem Kind ist jedoch in den Seelen aller tief verwurzelt.
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#23   deusexmachina   22:44:44 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@Aloah
Herzlichen Dank für dieses Kompliment:
„Um ehrlich zu sein:Ich halte dich nicht für intelligent genug, um so eine Phantasterei selbst zu entwerfen.
Verstehen Sie jetzt nicht? Macht nichts, ich halte umgekehrt Sie nämlich nicht für sonderlich helle. Nicht wirklich „dumm“, aber jedenfalls weit von „brilliant“. Trotzdem nett von Ihnen :O)
@Jawohl!
Ja, Sie sind die nächste Schwatznase in dieser holden Freakshow der Diskussionsgehinderten. Sie haben mir „heute vormittag“ gar nichts erklärt – ich bin nicht identisch mit Rüdiger, so sympathisch ich ihn bzw. seinen Argumentationsstil auch finde. Wie wär’s, Sie argumentierten mal selbst, statt mit mulmigen und sowieso falschen Vermutungen auf dem Level eines Pünktchen oder eines Moritz Nebelkerzen zu werfen und sich für ungeheuer schlau zu halten?
Ansonsten @Schwätzer: Ich muss jetzt weg, regen Sie sich bitte möglichst laut und unter Verwendung maximaler Analität weiter über den „Heuchler“ und die „Weichbirne“ Voltaire auf, der hat Ähnliches vertreten.
Ich freue mich schon drauf, nachher hier zu sehen, was ich alles angeblich gesagt habe und wer ich angeblich alles bin. Rüdiger sicher auch :O)
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#22   Pünktchen   22:43:36 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Lieber Rüdiger,
Ihre Auffassung ist deckungsgleich mit der meinen und ich muß zugeben, Sie sind kein Abtreibungsbefürworter! Entschuldigen Sie, wenn ich einen gegenteiligen Verdacht ausgesprochen und genährt habe, ich gelobe Besserung!
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#21   Rüdiger_Keller †   22:33:23 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@ Pünktchen …
Ich bin GEGEN eine rechtliche Ermöglichung von Abtreibung innerhalb einer bestimmten Frist. –- Ohne wenn und aber …
Weil ich den Standpunkt vertrete:
Es gibt ausreichend Methoden zur Verhütung einer ungewollten Schwangerschaft.
Und – ich gehe sogar soweit, daß ich nicht einmal beim nachweislichen Versagen einer Verhütungsmethode einem Abbruch zustimmen würde (falls es solche Fälle geben sollte).
Für mehr als fragwürdig halte ich allerdings den Vorschlag, jedes ungewollte Kind zur Adoption freizugeben.
Einfach drauflos poppen, ohne einen Gedanken an mögliche Folgen zu verschwenden und dann im Falle eines Erfolges zum Abort zu schreiten?
Also bitte …
Und Leute, die sich kein Kind (materiell gesehen) leisten können, müssen eben entsprechend vorsorgen.
Direkte Hilfen für Mütter und Familien müssen her, damit Kinderkriegen wieder „lohnt“; die Gesellschaft muß noch mehr kinder- und familienfreundlich werden; in weniger gut aufgeklärten Regionen muß mehr Aufklärung betrieben werden; junge, alleinstehende Mütter sollten mehr praktische Hilfe erfahren, anstatt verurteilt zu werden; usw. usf.
Und last but not least, sollte man explizit Ursachenforschung betreiben, um der Eindämmung der hohen Abtreibungszahlen näher zu kommen.
Und viell. hätte die r.-k. Kirche die Schwangerschaftsberatung beibehalten sollen?
Immer nur drumherum-dikskutieren führt zu nix.
–----------
Mag sein, daß ich einigen Dingen ähnlich denke, wie DDL – aber nicht persé.
Womit auch „Jawohl!“ jetzt ersehen kö…
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#20   OnanII   22:17:29 | Donnerstag, 27. Juli 2006
jede abtreibung die nicht aus medizinischen Gründen
finde ich falsch und unnötig.
Es gibt genügend Wege der Verhütung um die Abtreibungen wirklich auf ein medizinisch notwendiges Minimum einzuschränken.
Ich weiß das dass hier niemand lesen will, aber was solls… mit den pro life fanatikern ist ja doch nicht zu reden.
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#19   Pünktchen   22:00:46 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Okay, Rüdiger,
Dein Satz: „Nicht daß ich jetzt ein Befürworter von Abtreibungen wäre“ , aber…
hat eben eine große Nähe zu der von mehreren Lesern hier kritisierten Aussage von DDL:
„Es kann jemand, der für das Recht auf bzw. die Möglichkeit der Abtreibung eintritt, persönlich die Abtreibung an sich ablehnen.“
Wenn Sie schreiben, Sie seien KEIN Abtreibungsbefürworter und auch nicht indifferent in dieser Frage, dann möchte ich Sie direkt fragen:
Lehnen Sie die rechtliche Ermöglichung von Abtreibung innerhalb einer bestimmten Frist – außer in Fällen medizin. oder kriminolog. Indikation – wirklich ab oder befürworten sie sie?
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#18   antiHomoLobby   22:00:29 | Donnerstag, 27. Juli 2006
konstruktiv
bevor ein solch trauriges Thema wieder in eine Schlammschlacht ausartet (die Niedermacherei durch Abtreibungbefürworter und -relativierer kommentiere ich mal nicht weiter, weil das ja evtl. nur Öl ins Feuer gießen würde), sollte man mal überlegen, wie man die „Jugend für das Leben“ unterstützen könnte. Denn die leisten eine nicht zu bestreitend gute (v. a. gewaltfreie www.magnusbeckerblog.de/…ungeborenen-lebens/!) Arbeit gegen Abtreibung.
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#17   Jawohl!   21:53:56 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@ Rüdiger Keller = DDL = … = …
Kannst du dich mal für einen Namen entscheiden, du DöDeL? Unglaublich. Obwohl, wenn man deine Beiträge so liest. :-!
Gute Beiträge: hier www.kreuz.net/reader.2051.html.
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#16   Rüdiger_Keller †   21:48:56 | Donnerstag, 27. Juli 2006
… hohles Geschwätz
Pünktchen – Du scheinst es ja zu wissen, was ich sonst noch denke. Verrate mal bitte, welcher Gabe Du da mächtig bist.
Wenn ich schreibe ich bin kein Befürworter, dann meine ich das auch so. Punkt, Pünktchen!
Von Dir, als die größte Schwadronase, die sich hier als Be-Schützerin des ungeborenen Lebens aufplustert, hätte ich wenigstens eine sachliche Antwort erwartet. Fakten.
Statt dessen willst Du mir irgendwelche Statements unterjubeln, über die ich noch nicht einmal nachgedacht habe, geschweige denn, solche jemals dafür zu stehen.
Nicht einmal im Ungefähren.
Aber Du … – Du weißt es, obwohl mich nicht kennst.
Im Übrigen mischt Du ausnahmsweise im gleichen Sudeltopf wie der Rest dieser ehrenwerten Kreuzritter, die meinen, sie befänden sich auf einer anderen Ebene des Diskussions-Niveaus und pickst Dir olle Kamellen heraus. Plus der persönlichen Niedermacherei.
Was oder wem nützt denn die ganze Anklagerei?
Okay – gut – das Thema ist im Gespräch (wenn auch falschen Ortes), doch wo sind die Lösungsvorschläge?
Um es noch einmal zu betonen:
ich stehe der Abtreibung weder indifferent noch positiv gegenüber.
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#15   Pünktchen   21:30:08 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Jawohl!
Sie haben recht damit, daß die Argumentationsfigur: „Persönlich lehne ich x ab, rechtlich aber soll x erlaubt sein“ keine Anwendung finden kann auf Fragen, in denen es um fundamentale Rechtsgüter und deren strafrechtlichen Schutz geht. Wer es dennoch versucht, ist entweder ein Heuchler, wie offensichtlich DDL, oder eine Weichbirne.
Daß auch Sie mit DDL die Erfahrung gemacht haben, daß er Argumente schlicht übergeht und eigene Fehlurteile trotz entsprechender Hinweise wiederholt, wundert mich nicht. Wir kennen ihn nicht anders!
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#14   Catherine   21:24:03 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Ich will mich ja nicht einmischen, aber
gibt es anstelle der Abtreibung nicht noch die Möglichkeit, das Kind zur Adoption freizugeben? Ich denke hier vorwiegend an Frauen, die sich nicht aus Bequemlichkeit dazu entschließen, das Kind nicht zu bekommen, sonder weil sie z.B Missbraucht wurde o.ä.
Das Kind kann ja nichts dafür. Ähnlich bei absolut unzumutbaren Verhältnissen. Glücklicherweise war ich nie in der Situation abtreiben zu müssen, UND ICH DANKE GOTT aus ganzem Herzen dafür!
Gruß!
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#13   Jawohl!   21:21:48 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@ Ansgar
Das ist richtig. Trotzdem haben wir die Möglichkeit, bei dem ein oder anderen ein bisschen von den ja vorhandenen Erwachsenen-POTENTIALEN herauszukitzeln.
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#12   Ansgar   21:19:42 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@ Aloah, Pünktchen. Jawohl!
Die Abtreibungs-Relativierer, wie sie hier herumspuken, sind Kinder der Zeit. Ideologische „Fashion-Victims“, die sich für sehr frei halten, tatsächlich aber unter der Sklaven-Knute von Denk-Moden ehrlos umherkriechen. Der Familientherapeut und Publizist Holger B. Flöttmann hat es treffend beschrieben: Solche Menschen (es gibt sie leider massenweise) bleiben auch mit 30, 39 und mehr Jahren infantil. Sie lehnen für sich Kinder ab, weil sie selbst kindlich bleiben wollen. Stirnglatze mit Pferdeschwanz. Da sie ablehnen, Männer oder Frauen zu werden und Verantwortung für ein Kind zu übernehmen, stehen sie der Abtreibung natürlich indifferent oder positiv gegenüber.
Deshalb ist eine Diskussion schwierig. Wir befinden uns auf gänzlich anderen Niveaus geistiger und emotionaler Reife.
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#11   Aloah   21:09:31 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Maschinenschaden total
>>Es kann jemand, der für das Recht auf bzw. die Möglichkeit der Abtreibung eintritt, persönlich die Abtreibung an sich ablehnen. Ich kenne mehrere Menschen, die dieser Ansicht sind, dass es diese Möglichkeit nämlich weiterhin geben soll, dass sie aber selbst – aus sehr unterschiedlichen Gründen – davon wohl keinen Gebrauch machen würden.
Sie haben’s nicht begriffen, sie wollen es auch nicht begreifen:<<
Das sagt gerade der richtige.
Stell dir mal vor, du orthographischer Ground Zero
dein Sprachgebrauch, die Zitationsformen und der Habitus ließen sofort den Schluss zu, dass du nur ein kleiner Zelot bist und hier die Ausflüsse eines anderen geistverwirrten relativierer verkündest.
Um ehrlich zu sein:
Ich halte dich nicht für intelligent genug, um so eine Phantasterei selbst zu entwerfen.
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#10   Pünktchen   21:08:35 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Denkfehler
Der Satz: Es kann jemand, der für das Recht auf bzw. die Möglichkeit der Abtreibung eintritt, persönlich die Abtreibung an sich ablehnen.
vermischt zwei Ebenen: die rechtsethische/politische Ebene mit der individalethischen! Als „Abtreibungsbefürworter“ wird bezeichnet, wer auf der erstgenannten Ebene ein (Frauen-)„Recht“ auf Abtreibung postuliert, gleich ob er persönlich eine Abtreibung vornehmen oder unterstützen würde oder nicht.
Die Aussage, man befürworte ein solches Recht zwar politisch, lehne es individual-moralisch aber ab, enthält gleichwohl eine merkwürdige Inkonsequenz: man argumentiere versuchsweise mit gleicher Logik in den anderen Fällen, die das Strafrecht regelt: Mord, Totschlag, Diebstahl, Erpressung, Raub … Persönlich lehne ich dies ab, rechtlich soll es aber erlaubt sein …Absurd!
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#9   Jawohl!   20:57:47 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Nicht verstanden
Es kann jemand, der für das Recht auf bzw. die Möglichkeit der Abtreibung eintritt, persönlich die Abtreibung an sich ablehnen. Ich kenne mehrere Menschen, die dieser Ansicht sind, dass es diese Möglichkeit nämlich weiterhin geben soll, dass sie aber selbst – aus sehr unterschiedlichen Gründen – davon wohl keinen Gebrauch machen würden.
Sie haben es nicht verstanden, denn ich habe Ihnen das Verlogene gerade dieser Podition bereits heute vormittag erklärt.
„Persönlich habe ich nichts gegen Schwarze und lehne Rassismus ab. Aber ich treten dafür ein, dass andere Schwarzen diskriminieren, versklaven und sogar (in Analogie zur Tötung Ungeborener) umbringen dürfen. Auch wenn ich das nie tun würde, ja es sogra ablehne.“
Ganz toll. Denken Sie einfach mal nach, bevor Sie noch einmal so einen Stuss schreiben!
Beste Grüße!
PS: Falls Sie es wirklich immer noch nicht geschnallt haben, bitte verschonen Sie uns FÜRS ERSTE (!!!) mit einem weiteren Posting und studieren Sie mal einige der Seiten, die Ihnen Google auf die Suchkombination »personally opposed, but« auswirft (hier www.google.de/search?hl=de&q=%22per…=). Danach können Sie uns zu erklären versuchen, warum Sie trotzdem Recht haben. Aber erst danach. Ansonsten ist eine Diskussion nicht sinnvoll.
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#8   antiHomoLobby   20:51:13 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Danke, „Jugend für das Leben“!
Ich bin „Jugend für das Leben www.youthforlife.net/“ für die deutlichen Worte dankbar! Kaum eine Organisation setzt sich so couragiert für den Schutz Ungeborener ein wie diese Gruppe. Besonders der „Pro-Life-Marsch 06 diestandard.at/?url=/?id=25122…“ (bis zum 5. August) setzt ein deutliches Zeichen gegen Abtreibungen. Hoffentlich ist die Pro-Life-Bewegung bald in Österreich und Deutschland ebenso stark wie in den USA www.n24.de/politik/ausland/?n2006072611413….
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#7   deusexmachina   20:50:19 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@Pünktchen
Sie haben’s nicht begriffen, sie wollen es auch nicht begreifen:
Es kann jemand, der für das Recht auf bzw. die Möglichkeit der Abtreibung eintritt, persönlich die Abtreibung an sich ablehnen. Ich kenne mehrere Menschen, die dieser Ansicht sind, dass es diese Möglichkeit nämlich weiterhin geben soll, dass sie aber selbst – aus sehr unterschiedlichen Gründen – davon wohl keinen Gebrauch machen würden.
Ihr Holzschnittweltbild ist reif für die Tonne, es taugt nicht für die Realität. Menschen sind so nicht, sind nicht 100% dies oder jenes. Aber das wollen Sie, wie ich aus diversen, freudlosen Diskussionen mit Ihnen weiß, nicht wahrhaben, denn es hilft Ihnen dabei, die Welt einzuteilen in Menschen, die so fanatisch und mit der „jedes Mittel ist recht“-Mentatlität gegen Abtreibung bzw. die Möglichkeit dazu agitieren wie Sie einerseits… und in „alle anderen“.
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#6   Pünktchen   20:35:23 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Rüdiger Keller schreibt:
„Nicht daß ich jetzt ein Befürworter von Abtreibungen wäre.“
Dieser Satz ist längst das sichere Erkennungszeichen eines solchen Befürworters. Ein Befürworter ist jemand, der die straffreie Abtreibung innerhalb bestimmter Fristen als „Frauenrecht“ bezeichnet und ihre politische/juristische Umsetzung erkämpft, um dann zu fragen:
>Ja, und was soll man nur konkret dagegen tun? Nicht daß ich ein Befürworter von Abtreibungen wäre, nein, nein, keineswegs, ich verschließe nur nicht meine Augen vor sog. „Realitäten“…<
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#5   deusexmachina   19:58:53 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@Rüdiger Keller – Zu einer der Fragen
„Wieviel dieser Abtreibungen wurden erzwungen?“
Das weiß eigentlich niemand, woher auch? Schon die Gesamtzahl ist ja lediglich eine Schätzung; will man hier noch anteilig die Motivation ausfiltern, gerät das wohl eher zu Kaffeesatzleserei.
Dennoch wird in diesem Kontext gerne mit der – vollkommen unbelegten – Behauptung argumentiert, es handele sich um einen relevanten Anteil, wenn nicht sogar die Mehrheit der Fälle. Was natürlich das ureigene Interesse der Frauen an der Abtreibungsmöglichkeit kleinreden soll, indem als angebliche Primärinteressenten für diese Möglichkeit die Männer dargestellt werden, die Frauen zur Abtreibung nötigen.
Rein praktisch dürfte die Zahl der Frauen, die abtreiben, obwohl der Mann es nicht will, weitaus höher liegen, also gerade das Gegenstück dazu. Dazu könnte ich zwar jetzt ebenfalls keine Zahlen liefern, aber es ist IMHO ganz einfach offensichtlich: Der Mann kann maximal irgendwelchen (wie auch immer gearteten) „Druck“ auf die Frau ausüben, will er sein Interesse „durchdrücken“. Die Frau hat so etwas gar nicht nötig, sie kann, wenn sie will, „einfach machen“ und dem Kindsvater nicht einmal etwas davon zu sagen.
Aber die gewagte These von den „Druck ausübenden Männern“ ist eben eine zwar stumpfe und völlig unbelegte, aber dennoch recht unverzichtbare Waffe gegen den (IMHO berechtigten) Vorwurf, militante Abtreibungsgegner seien zum guten Teil Männer, die über Frauenkörper bestimmen wollten.
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#4   Rüdiger_Keller †   19:35:21 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Hallo Jean … ???
DDL hat im Prinzip doch Recht.
Man sollte einen Teaser nicht mit Dummgefeixe füllen.
Weil man dann eben nur solches als Reaktion erwarten kann.
Grundprinzip journalistischen Handwerks.
Aber den Anspruch stellt man sich in der Redaktion von KN scheinbar nicht.
Trotzdem …
Würde gerne mal ein paar sachliche Antworten auf meine Fragen lesen.
Mit Fakten gespickt, wenn’s geht.
Nicht mit Polemik.
Oder persönlicher Niedermacherei.
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#3   Jean   19:20:42 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@ ddl
Dummgefeixe, wie man es mittlerweile sattsam kennt. Gehen Sie doch ein Eis essen.
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#2   deusexmachina   19:17:40 | Donnerstag, 27. Juli 2006
„Diese Fakten anzusehen und aufzuzeigen…
…brauche für eine jahrzehntelang lügende und belogene Gesellschaft einen Löwenmut und einen Bärenwillen.“
Außerdem ein Ameisengehirn und ein Nilpferdmaul.
Übrigens sind weder Löwen besonders mutig noch Bären besonders willensstark, aber die zoologischen Kenntnisse des Autors dürften etwa auf Höhe seiner bevölkerungsstatistischen sein, was nicht signifikant oberhalb der Nullllinie ist.
Es ist übrigens sogar unendlich oft wahrscheinlicher, an Vogelgrippe als „an Abtreibung“ zu sterben. Wer anderer Meinung ist, möge bitte die Anzahl der auf „Abort“ lautenden Todesscheine der vergangenen 200 Jahre wenigstens näherungsweise beschreiben. Ich sehe da eine satte Null – wer bietet mehr?
Die übliche, faktenfreie Polemik also der Jugend für das (Gerhirnverk)leben.
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#1   Rüdiger_Keller †   19:11:08 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Erstaunlich – doch warum soviele?
>> Fast 46 Millionen tote Kinder landeten im Jahr 2005 im Mülleimer <<
Eine auf den ersten Blick erschreckend hohe Zahl.
Wirklich – ich bin erstaunt ! … Das meine ich ehrlich.
Zugleich beschäftigen mich dazu einige Fragen:
– Wieviel dieser Abtreibungen wurden erzwungen?
(Wieviel Frauen gingen also un-freiwillig dorthin?)
– Welche Gründe und Ursachen stehen dahinter?
(Es läßt sich doch niemand zum Zwecke der Abtreibung schwängern, oder?)
– Wie gedenkt man, als Urheber solcher Artikel, etwas daran zu ändern?
Also, wie will man die Frauen hindern, das zu tun?
Was sollte an den Ursachen, die eine Frau dazu bewegt, geändert werden?
Wie will man die Gründe, die zu einer Abtreibung letztendlich führen, beseitigen?
Wo sieht die Kirche, vor allem die röm.-kath. Handlungsbedarf und welche konkreten Maßnahmen gibt es?
Nicht daß ich jetzt ein Befürworter von Abtreibungen wäre.
Aber wenn sich irgendwo auf der Straße z.B. ein Gefahrenpunkt ergibt, sucht man Gründen und Ursachen und stellt man z.B. Schilder auf, die das Überholen verbieten oder das Tempo vorschreiben.
Weil es nicht reichen würde, die Medien zu bemühen.
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