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Dienstag, 11. Juli 2006 18:12
Ein Kommunalpolitiker der Republikaner und früherer Kirchengemeinderat schrieb dem Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig Müller am 5. Juli einen Brief. Von Rodolfo E. Panetta.
Zurück zum Artikel 228 Lesermeinungen:
Freitag, 21. Juli 2006 12:40
Malachias †: @Artois
…haltloser, wirrer Blödsinn, der wahrscheinlich vor allem von VS-Agenten verbreitet wird
Freitag, 21. Juli 2006 09:00
Artois †: Geschichtswissenschaft
Es gibt keinen ernstzunehmenden Historiker, ob rechts ob links, ob deutschfreundlich- oder deutschfeindlich, der derartige Positionen vertritt. Es ist haltloser, wirrer Blödsinn, der wahrscheinlich vor allem von VS-Agenten verbreitet wird.
Donnerstag, 20. Juli 2006 21:39
Malachias †: @Benedikt
Die von Malachias hier beschriebenen angeblichen Friedensversuche Hitlers bestehen darin, dass er seine bereits auf Polen zurückende Armee angehalten hat.
Wenn Sie die zahlreichen, in den Zitaten zum Ausdruck kommenden Friedensinitiativen Adolf Hitlers auf diesen Nebenaspekt reduzieren wollen, tun Sie mir leid! Entweder haben Sie nicht alles gelesen oder Sie haben das Gelesene nicht verstanden…!

Davon abgesehen konnte ich hier schon aus Platzgründen gar nicht alles wiedergeben, was zu diesem Thema zu sagen wäre. Aber ganz kann und will ich Ihnen das eigenständige Erarbeiten dieser Thematik (wir haben Ihnen ja genügend Literatur angegeben) ja auch nicht abnehmen…!

Allen Leserinnen und Lesern, die es wagen wollen, wünsche ich viel persönlichen Gewinn dabei!
Donnerstag, 20. Juli 2006 13:47
Benedikt: Lachhaft
Die von Malachias hier beschriebenen angeblichen Friedensversuche Hitlers bestehen darin, dass er seine bereits auf Polen zurückende Armee angehalten hat. Das einem das nicht selber lächerlich vorkommt…
Donnerstag, 20. Juli 2006 13:16
Malachias †: Der Genozid an den Deutschen in Polen (Fortsetzung und Schluss)
Vergelts Gott, Perpetua!

Hier das von Schröcke gezogene Fazit:

„Die Gesamtheit des polnischen Vorgehens gegen die deutsche Minderheit erfüllt faktisch den Tatbestand des Völkermordes nach der Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes v. 9.12.1948, nach der bereits die Beeinträchtigung der ethnischen Identität von Angehörigen ethnischer Minderheiten allein durch Maßnahmen gegen die Verwendung ihrer Sprache ein Verbrechen darstellt. Völkermord ist ein unverjährbares Verbrechen. Veranlaßt wurden diese Verbrechen durch eine verantwortungslose polnische Politik, die von den Siegern von 1918 geduldet, wenn nicht sogar gefördert wurde. Der für den Minderheitenschutz zuständige Völkerbund unternahm nichts gegen diese Verbrechen.“ (aaO, 125-126)
Donnerstag, 20. Juli 2006 13:13
Perpetua: bitte um Forsetzung
Schon vor vielen Jahren habe ich in anderen Quellen darüber gelesen. Die Auffrischung ist mirwillkommen.
Donnerstag, 20. Juli 2006 12:56
Malachias †: Der Genozid an den Deutschen in Polen (Fortsetzung)
Vergelts Gott, Perpetua!

Und hier die Fortsetzung:

„Im Sommer 1939 wurden bereits vor dem 1.9. 3.500 Deutsche ermordet (F. Becker 1991, S. 13), nach v. Richthofen 8.000 (H. Splittgerber 1989, S. 43) und nach dem 1.9. etwa 20.000 (v. Richthofen, Ostpreußenblatt 1978, S. 48). Nach Kriegsbeginn wurden etwa 5.000 volksdeutsche Soldaten in der polnischen Armee ermordet (Inf. Dienst, Viöl 1998, Nr. 17,0987). Die Exzesse steigerten sich bis zum Blutsonntag in Bromberg am 3.9.1939 mit 5.400 Ermordeten. Eine Zeugin berichtete: ‘In Bromberg ist nachweislich von den Kanzeln verkündet worden, daß die Tötung von Deutschen keine Sünde, sondern im voraus vergeben sei’ (Brief des Generalsuperintendent P. Blau, Posen, an Prof. D. A. Keller v. 17.10.1939, E. Löser, o. Datum). ‘Die Mordwaffen dazu wurden von katholischen Geistlichen in einer Kirche ausgegeben’ (E. Löser, Brief an Dr. Czaja v. 12.3.1990)…
Insgesamt hatte die deutsche Volksgruppe vor und nach Kriegsbeginn 58.000 (de Zayas 1987, S. 37) Ermordete, davon 3.000 bis 4.000 vor Kriegsbeginn, zu beklagen, von denen 12.857 namentlich identifiziert werden konnten. Das war die zweifache Anzahl aller deutschen Gefallenen im Polenfeldzug (U. Walendy 1965, S. 170).“ (Schröcke, aaO, 125)

(Fortsetzung folgt)
Donnerstag, 20. Juli 2006 12:51
Perpetua: bitte um Forsetzung
!:) !:) !:)
Donnerstag, 20. Juli 2006 12:49
Malachias †: Der Genozid an den Deutschen in Polen (Fortsetzung)
Vergelts Gott, „Perpetua“!

Hier also die Fortsetzung:

„Bis Mitte August waren im Jahre 1939 bereits 76.000 Deutsche ins Reich geflüchtet und 18.000 nach Danzig. Mehr als 50.000 waren verhaftet oder befanden sich auf Verschleppungsmärschen. Schon lange vor Kriegsbeginn waren schwarze Listen angelegt worden, sowohl regierungsseitig als auch durch polnische Vereine, nach denen verhaftet wurde. Das deutsche Weißbuch Nr. 2, Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges, Berlin 1939, stellte fest: ‘… Am 6.5.1939 meldet Generalkonsul Kattowitz 200 Terrorfälle, am 19.5. weitere 100 allein in Oberschlesien. Kein Deutscher ist seines Lebens und seines Eigentums mehr sicher… Die englische Regierung wird durch die deutsche Botschaft über die friedensgefährliche Entwicklung auf dem laufenden gehalten, ohne daß etwas geschieht. Mitte Mai steigert sich die Hetze zu Deutschenpogromen, bei denen Tausende von Deutschen wie Freiwild gejagt werden… Lodz meldete am 7.5.: ‘Die Bedrohung der Volksdeutschen mit Totschlag, Folterungen usw. sind zur alltäglichen Selbstverständlichkeit geworden… Immer mehr stellt sich heraus, daß die Behörden selbst die Träger des Liquidationsprozesses sind… Das Deutschentum in Galizien steht vor der Vernichtung…’ (H. Bernhardt 1988).“

(Fortsetzung folgt)
Donnerstag, 20. Juli 2006 12:46
Perpetua: Malaschias
bitte um Fortsetzung …
Donnerstag, 20. Juli 2006 12:40
Malachias †: Der Genozid an den Deutschen in Polen (Fortsetzung)
Für den Terror gegen deutsche Einrichtungen soll hier ein Beispiel der Bromberger Deutschen Rundschau angeführt werden: ‘Von 1920 – 1939 hatte diese Zeitung 872 Strafverfahren. Die Schriftleiter wurden insgesamt zu 5 Jahren, 11 Monaten und 20 Tagen Gefängnis sowie 24.000 Zloty Geld- und 38.000 Zloty Gerichtsstrafen verurteilt. 546 Mal unterlag diese deutsche Zeitung der Beschlagnahme. Gesamtverlust: ungefähr 7.000.000 Zloty. Keiner volksdeutschen Zeitung in Polen blieb ein ähnliches Schicksal erspart.’ (R. Trenkel 1979)
Diese Umstände zwangen zur Auswanderung. Bis 1923 hatten bereits 500.000 Deutsche Polen gezwungen oder freiwillig verlassen, bis 1939 waren es 1,5 Millionen.
Bereits 1919 besaß Polen die ersten Konzentrationslager Europas und hatte 16.000 Deutsche als Staatsfeinde inhaftiert (H. Splittgerber 1989, S. 33). Am 17.6.1934, also nach Abschluß des deutsch-polnischen Nichtangriffsvertrages, beschloß die polnische Regierung wiederum die Errichtung von Konzentrationslagern und ab 1945 wieder mit noch ungezählten Opfern…
Nach Abschluß des Nichtangriffspaktes kündigte die polnische Regierung im September 1934 den Minderheitenschutzvertrag und führte die Entdeutschungen auch nach einer deutsch-polnischen Erklärung zum Minderheitenschutz vom 5.11.1937 unvermindert weiter. Kurz vor und nach der englischen Garantieerklärung vom 31.3.1939 steigerte sich der polnische Terror nochmals…“ (Schröcke, aaO, 122-123)

(Fortsetzung folgt)
Donnerstag, 20. Juli 2006 12:37
Perpetua: malachias
Donnerstag, 20. Juli 2006 11:58
Malachias †: Der Genozid an den Deutschen in Polen
Für die von der ignorantia affectata Befallenen weitere Zitate aus dem „Jahrhundertkrieg“:
„Die minderheitenfeindlichen Maßnahmen der polnischen Regierung begannen sofort mit der Annexion der deutschen Ostgebiete nach Kriegsende 1918 und erstreckten sich auf alle Lebensbereiche wie deutsche kulturelle Einrichtungen, Schulen und Bildungsstätten, bäuerlichen Grundbesitz und Industrieunternehmen sowie Vereine, Genossenschaften usw. und steigerten sich bis Kriegsbeginn 1939 kontinuierlich. Sie wurden von terroristischen Maßnahmen polnischer Vereine begleitet, die schon vor 1933 zu Todesopfern führten. Ein Gesetz zur Bodenreform gestattete zunächst die Enteignung von Grundbesitz. Die Maßnahmen gegen die deutsche Volksgruppe zielten aber von Anfang an nicht nur auf Enteignung des landwirtschaftlichen Großgrundbesitzes, sondern auch des klein- und mittelbäuerlichen Besitzes. Allein 1924 wurden 500.000 ha enteignet (U. Walendy 1965, S. 153), bis 1939 insgesamt 750.000 ha. Im Jahr 1939 betrugen die enteigneten Flächen in den Woiwodschaften Posen 12.165 ha, in Pomerellen 11.334 ha und in Schlesien 3.317 ha. Nach einem Grenzzonengesetz durften Deutsche in einem 30 km breiten Grenzstreifen kein Land mehr besitzen. Das betraf fast ganz Westpreußen. Von den 1925 vorhandenen 657 deutschen Schulen blieben bis 1938/39 nur 185 übrig. Deutsche Schüler wurden zwangsweise in polnische Schulen eingewiesen, deutsche Lehrer verloren ihre Stellungen und ihre Lehrbefugnisse.“ (Schröcke, aaO, 122)
Donnerstag, 20. Juli 2006 00:59
Tacitus: @malachias
Ok, also tatsächlich Diplom aus der Keksdose, wie jeder sehen kann. Ich fragte nach einer Quelle hierfür:

– Die Polen begannen bereits am gleichen Tage, deutsche Verkehrsflugzeuge zu beschießen –

Und bekomme als Quellenangabe eine Rede Hitlers.

Ja Wahnsinn. Ist jetzt tatsächlich das, was der Führer so alles abgesondert hat, für Sie Evangelium?

Wissen Sie, was der Führer so alles über Religion im Allgemeinen, das Christentum im Besonderen und die Katholische Kirche im Speziellen gesagt hat?

Ich kann nur immer wieder sagen – wie blöde kann man eigentlich sein…
Donnerstag, 20. Juli 2006 00:40
DDL: @Malachias – Sagen Sie ‘mal, ist Ihnen NICHTS zu peinlich?
Sie entblöden sich nicht, die bekannten Lügen des seinerseits als x-fachen Lügner bekannten GröFaZ einer Nation gegenüber, die er zu diesem Zeitpunkt längst zu überfallen gedachte, und die er bekanntlich in Sicherheit wiegen wollte, als „Wahrheit“ verkaufen zu wollen?
Wie billig ist DAS denn, hm?

Sie glauben vermutlich auch noch an das Gleiwitz-Märchen, gell?

So, und jetzt gehen Sie wieder zu Ihren Kameraden in die Kneipe, saufen das achte Bier und prahlen damit, wie Sie tapfer Führer und Vaterland verteidigt haben. Das das unter den schützenden Fittichen einer komischen Katholen-Sekte war, verschweigen Sie aber besser.

Ich für meinen Teil mag mein Land zu sehr, als dass ich Knilchen wie Ihnen noch einmal die Gelegenheit geben möchte, es in Schutt und Asche zu ruinieren – mir wurschtegal, mit welchen völkischen Wahnvorstellungen Sie da irgendwas beschönigen wollen.

Der einzige Trost ist, dass Leutchens Ihre Kalibers nur im kleinen Kreis oder im Schutze der Anonymität das Maul aufzureißen wagen… schon erstaunlich, wie wenig das Volk, dessen Interessen Sie ja immer so heldisch im Munde führen, sich für Ihre Dämeleien erwärmen kann und Ihnen stattdessen regelmäßig zeigt, wo der Zimmermann das Loch gelassen hat, wie? Völkische Propaganda so ganz ohne Volk – Mann, muss das deprimierend sein :O)

P.S.: Sie haben wirklich noch nicht viele NPD-Schulungen gehabt, stimmt’s? Das ist nämlich nicht nur der Schliff, der Ihnen fehlt. So, jetzt ab nach Hause.
Mittwoch, 19. Juli 2006 23:18
Malachias †: Um deutschlandhassende Selbstgerechte wie „Tacitus“ endlich zum Schweigen zu bringen…
Aus der Erklärung Adolf Hitlers am 25.8.1939 an den französichen Botschafter Robert Colondre (Frz. Gelbbuch, Dok. 242, zit. nach: Walter Porst, Die Ursachen des Zweiten Weltkrieges. Ein Grundriß der internationalen Diplomatie von Versailles bis Pearl Harbor, Tübingen ²2004, 387ff.; Hervorhebungen von mir):

„Wie ich Ihnen schon gesagt habe, hege ich keine feindseligen Gefühle gegen Frankreich. Ich habe persönlich auf Elsaß-Lothringen verzichtet und die deutsch-französische Grenze anerkannt. Ich will keinen Konflikt mit Ihrem Land… Infolgedessen ist mir der Gedanke, daß ich Polens wegen mit Frankreich kämpfen müßte, außerordentlich schmerzlich. Die polnischen Herausforderungen haben jedoch eine Lage für das Reich geschaffen, die nicht länger andauern kann…
Ich habe anfänglich der deutschen Presse vorgeschrieben, nichts über die von den Deutsch-Polen erduldeten Mißhandlungen zu veröffentlichen. Gegenwärtig ist die Lage jedoch untragbar. Wissen Sie, daß Fälle von Entmannung vorgekommen sind? Daß sich in unseren Aufnahmelagern über 70 000 Flüchtlinge befinden? … Unsere Flugzeuge können nicht mehr von Deutschland nach Ostpreußen fliegen, ohne unter Kanonenfeuer genommen zu werden. Ihre Route wurde abgeändert, aber jetzt werden sie auch über dem Meer angegriffen…
Es ist einer Großmacht, die diesen Namen nicht zu Unrecht trägt, unwürdig, derartige Beleidigungen stillschweigend zu ertragen. Frankreich würde so etwas ebensowenig dulden…
Mittwoch, 19. Juli 2006 19:37
Tacitus: @Revisionisten
Der folgende – auch noch hervorgehobene – Text von unserem sedisvakantistischen Braunhemd ist überdeutlich:

– Die Polen begannen bereits am gleichen Tage, deutsche Verkehrsflugzeuge zu beschießen –

Einfach mal so behauptet. Ohne Quellenangabe, ohne Beleg – wie auch, es existieren keine dafür.

Diese ganze Diskussion ist eine völlige Nullnummer – wer nicht zwischen Quelle und Sekundär- oder Tertiärliteratur unterscheiden kann, soll gefälligst die Finger von der Geschichte lassen (im Übrigen weist das tatsächlich darauf hin, daß eine wie immer geartete akademische Qualifikation von der Rückseite einer Milchtüte stammt, denn das ist Stoff aus dem Propädeutikum!).

Aber bitte – heben Sie den Gröfaz in seinem Friedenswillen nur in den Himmel. Wie ich schon mehrmals gesagt habe, die Luxemburger, oder etwa die Dänen, waren dann sicher auch fanatische Deutschenhasser, die nur darauf warteten, mit Millionenheeren das arme Deutschland zu überfallen.

Wie dumm kann man sein?
Mittwoch, 19. Juli 2006 19:26
Perpetua: Malachias
Lieber Malachias,
lassen Sie sich doch nicht Ihre wertvolle Zeit von Leuten stehlen, die ohne zu prüfen und nachzudenken immer nur trotzköpfig „nein“ sagen.
Mittwoch, 19. Juli 2006 19:25
Artois †: Ich denke, man kommt
der Wahrheit näher, wenn man das gemeinsame Interesse beider Parteien an einem Krieg ins Auge faßt. Die NS-Führung hat jedenfalls willentlich den Westmächten zum Schaden Deutschlands in die Hände gespielt. Dies ist mein Eindruck, nicht Analyse.
Mittwoch, 19. Juli 2006 18:59
Malachias †: Hitlers Friedensbemühungen im August 1939 (Fortsetzung)
„Anschließend gab Hitler den Befehl, den Termin für den Einmarsch in Polen, den Fall Weiß, auf den 26.8.1939 zu legen. Doch am 25.8. um 18.15 Uhr widerrief er den Einmarschbefehl für den 26.8. Der Befehl zum Einmarsch in Polen wurde unter der Voraussetzung erteilt, daß die Operationen in Polen nicht in einen europäischen Krieg einmünden würden. Am 27.8. unterrichtete Beck den englischen Botschafter Kennard: ‘Die polnische Regierung hat angesichts der Sprache Hitlers in seiner Unterhaltung mit Henderson die totale Mobilmachung beschlossen.’ Die polnische Generalmobilmachung wurde am 30.8.1939 verkündet.

Am 25.8. wurde das englisch-polnische Beistandsabkommen vom Unterhaus ratifiziert, das gegenüber der Garantie vom 31.3.1939 für den Fall einer indirekten Bedrohung einen weiteren Blankoscheck für Polen enthielt. Es wurde die völlige militärische Unterstützung gegen ‘jede Aktion einer europäischen Macht’ garantiert, ‘welche direkt oder indirekt die Unabhängigkeit einer der vertragsschließenden Parteien bedroht und so geartet ist, daß die betreffende Partei den bewaffneten Widerstand als von lebenswichtiger Bedeutung betrachtet.’ Es enthielt ein geheimes Zusatzabkommen, welches Polen Rechte über Danzig zusicherte und eine Rückkehr Danzigs an das Reich unmöglich machen sollte sowie festlegte, daß sich der Vertrag ausschließlich gegen Deutschland richtete. Die Polen begannen bereits am gleichen Tage, deutsche Verkehrsflugzeuge zu beschießen.“ (Schröcke, aaO, 145-146)
Mittwoch, 19. Juli 2006 18:56
Perpetua: Malaschias und Benedikt
Benedikt scheint seinen „Verstand“ nur mit Systemmedien anzufüllen.
Mittwoch, 19. Juli 2006 18:07
Malachias †: Hitlers Friedensbemühungen im August 1939 (Fortsetzung)
„Am 23.8… überbrachte Henderson an Hitler auf dem Obersalzberg ein Schreiben Chamberlains, in dem dieser die englische Entschlossenheit mitteilte, im Falle eines deutsch-polnischen Krieges Polen beizustehen. Gleichzeitig schlug er deutsch-polnische Verhandlungen vor. Er ging jedoch nicht auf den deutschen Vorschlag nach Übersendung eines deutschsprechenden Engländers ein.

Am gleichen Tag ordnete Hitler mündlich vor den Oberbefehlshabern – ein schriftlicher Befehl ist bislang nicht bekannt – die Möglichkeit eines Einmarsches in Polen am 26.8. an. ‘Hierbei wurde von Hitler ausdrücklich angeordnet, daß das Anhalten des Heeres durch Gegenbefehl gewährleistet sein müsse. Dieser Gegenbefehl wurde am 25.8., 18.15 Uhr, gegeben.’ Soweit Keitel in seinen Niederschriften beim IMT Nürnberg.

Am 25.8. empfing Hitler Henderson und machte Vorschläge zur friedlichen Beilegung des Konflikts und: ‘Er (Hitler) wünscht … mit England Abmachungen zu treffen…, die nicht nur die Existenz des britischen Weltreichs unter allen Umständen deutscherseits garantieren würden, sondern auch… dem britischen Weltreich die deutsche Hilfe sicherten…’

Diesen Vorschlag kommentierte Henderson gegenüber London: ‘…ich fasse ihn wenigstens als eine Andeutung auf, daß Herr Hitler noch immer wünscht, einen Weltkrieg zu vermeiden’. Für die polnische Regierung war die sich hier abzeichnende letzte Möglichkeit zum friedlichen Ausgleich Anlaß zum Beschluß zur Generalmobilmachung…“ (Schröcke, aaO, 145)
Mittwoch, 19. Juli 2006 17:46
Benedikt: @ Malachias
Nennen Sie es, wie Sie wollen. Fakt ist, dass die Kriegshandlungen auch diesmal von den Deutschen ausgingen.
Mittwoch, 19. Juli 2006 17:35
Malachias †: @Benedikt
Überfall auf Frankreich
Haben Sie schon mal was von der Kriegserklärung Frankreichs an Deutschland vom 3.9.1939 gehört?
Und dann reden Sie noch von „Überfall“…? Ich bitte Sie!
Mittwoch, 19. Juli 2006 17:26
Benedikt: @ Malachias
Tatsache. So sei es denn. Es ändert ja doch nichts: Der erste Lord der Admiralität kann keine Aussenpolitik führen und dem Premier auch nicht bei Friedensangeboten Vorschriften machen.

Selbstverständlich hat Hitler auch noch dem Polenfeldzug den Krieg mit England nicht gewollt. Doch mit dem Überfall auf Frankreich und die Benelux Staaten hatten die Briten kaum noch eine Wahl. Das waren alles Bundesgenossen Britanniens, die Hitler da überfiel.
Mittwoch, 19. Juli 2006 17:18
Malachias †: @Benedikt: Sir Winston Churchill
Vielleicht sollten Sie sich mal den – sicher absolut unverfänglichen – Artikel zu Sir Winston Churchill bei Wikipedika ansehen?

Dort ist u.a. folgendes zu lesen:
Seit der Annexion Österreichs und des Sudetenlands 1938 und der Besetzung der „Rest-Tschechei“ durch Deutschland 1939 fand Churchill wieder zunehmend Gehör. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs brachte den langjährigen Warner vor der Aggressivität der Nazis zurück in die aktive Politik. Von Premierminister Neville Chamberlain wurde er zum zweiten Mal nach 1911 mit dem Amt des Ersten Lords der Admiralität betraut.“

Noch Fragen?
Mittwoch, 19. Juli 2006 17:02
Benedikt: @ Malachias
Am 11. September 1941…begannen die Amerikaner – ohne förmliche Kriegserklärung – damit, deutsche U-Boote anzugreifen. Der Zusammenhang mit dem 11.9.2001 dürfte jedem Tieferblickenden klar sein: Auch dieser Tag kam nicht von Ungefähr…!

Sie enttäuschen mich: Viel besser zu solchem Zahlenmystizismus passt doch, dass am 11.9.41 der Bau des Pentagon begann. Wie auch immer: Die deutschen U-Boote griffen bereits 1940 alliierte Geleitzüge im Atlantik an. Dass irgendwann eine Konsequenz folgen würde, ist allzu klar. Sie entwerfen ein völlig einseitiges Bild der damaligen Geschehnisse, zitieren Handelnde und Aktionen der Westmächte unter völliger Ausblendung der Handlungen und Aktionen des Deutschen Reichs. So kann man zu keinem realen Schluss kommen.

Zu Churchill: Er war nach Kriegsbeginn immerhin Erster Lord der Admiralität…

Das war er schon 1918 nicht mehr.
Mittwoch, 19. Juli 2006 16:51
Malachias †: @Benedikt: Am 11. September 1941…
…begannen die Amerikaner – ohne förmliche Kriegserklärung – damit, deutsche U-Boote anzugreifen. Der Zusammenhang mit dem 11.9.2001 dürfte jedem Tieferblickenden klar sein: Auch dieser Tag kam nicht von Ungefähr…!

Zu Churchill: Er war nach Kriegsbeginn immerhin Erster Lord der Admiralität…
Mittwoch, 19. Juli 2006 16:12
Benedikt: @ Malachias
Ja, und? Das war aus logistischen Gründen notwendig, wenn ich recht informiert bin.

Gegenfrage: Sagt Ihnen der 10. Mai 1940 etwas?

Richtig: Der Tag, an dem der Westfelzug begann. Und? Der Tag, an Churchill sein Amt antrat. Zuvor war er Privatier. Soviel dazu, er hätte nach dem 3.9.1939 irgendwelche Friedensbemühungen Hitlers hintertreiben können.
Mittwoch, 19. Juli 2006 16:00
Malachias †: @Benedikt
Später war der angebliche „Gröfaz“ aber dumm genug, den Amerikanern auf Drängen der Japaner den Krieg zu erklären
Sagt Ihnen der 11. September 1941(!) etwas?
Mittwoch, 19. Juli 2006 15:48
Benedikt: @ Malachias
US-Präsident Roosevelt machte den Amerikanern mit angeblichen Angriffsabsichten der Deutschen selbst auf Amerika Angst. Schon in seiner ‘Quarantänerede’ vom 5. Oktober 1937 in Chicago erklärte er: ‘Möge sich niemand einbilden, daß Amerika davonkäme, daß die westliche Halbkugel nicht angegriffen würde!’

Schon wieder so ein Null-Zitat. Das ist eine ganz einfache politische Einschätzung Roosevelts, die im Angesicht der bereits existierenden deutschen Aggression gestanden hat.

Einen Krieg mit den Westmächten, (…) wollte er nicht, geschweige denn einen mit den USA.

Später war der angebliche „Gröfaz“ aber dumm genug, den Amerikanern auf Drängen der Japaner den Krieg zu erklären – ohne dafür eine Gegenleistung, wie etwa die Eröffnung einer Front in Sibirien, zu verlangen. Dümmer gehts nimmer.

Er hoffte auf deren Nichteingreifen, und war ratlos, als am 3. September die Kriegserklärungen aus London und Warschau eintrafen.

Sicher hoffte er darauf. Er war ein va banque Spieler, was er vor seinem Aussenminister auch offen zugab. Er hoffte, das die Westmächte genauso kuschen würden wie bei der Annektierung der Resttschechei. Nur: Er hatte nun den Bogen überspannt, die Westmächte waren nicht mehr zu kuschen bereit. In diesen Dingen war er eben ein Amateur, jeder Diplomat hätte damit gerechnet, immerhin gab es vorher von London und Paris Zusagen an Warschau.
Doch brach der Krieg mit England und Frankreich allerdings nicht aus, sondern erst, als Hitler auch Frankreich angriff.
Mittwoch, 19. Juli 2006 15:31
Artois †: @Malachias
Hitler wollte 1939 den Krieg, auch mit den Westmächten, denn er wußte ja, daß er den automatisch bekommt, wenn er Polen angreift. Die „Volks“Deutschen Polens waren ihm scheißegal, er hatte ja selbst die entsprechenden „Schutz“abkommen gekündigt bzw. auslaufen lassen, und er wußte gantz genau, daß er mit einem Angriff auf Polen nicht nur das dortige „Volks“deutschtum, sondern das gesamte Deutschtum des Ostens aufs Schwerste gefährdet. Zudem hat er im Hitler-Stalin-Pakt, die Deutschen [und übrigens auch Juden] östlich der Demarkationslinie dem Zugriff der kommunistischen Verbrecher ausgelierfert.
Mittwoch, 19. Juli 2006 15:26
Malachias †: Nicht Hitler, sondern Roosevelt und Churchill wollten den Krieg!
@Benedikt: Sorry, wenn ich Sie verwechselt habe!

@Tacitus: Bitte genaues Zitat (Feb. 1945) und Quellenangabe! Was meinen Sie mit „München“?

Zum angeblichen Kriegswillen Hitlers ist dem „Großen Wendig“ (Bd. 1, 630-631) so viel zu entnehmen:
„US-Präsident Roosevelt machte den Amerikanern mit angeblichen Angriffsabsichten der Deutschen selbst auf Amerika Angst. Schon in seiner ‘Quarantänerede’ vom 5. Oktober 1937 in Chicago erklärte er: ‘Möge sich niemand einbilden, daß Amerika davonkäme, daß die westliche Halbkugel nicht angegriffen würde!’ … Diese Vorwürfe … entbehren jeder wirklichen Grundlage.
Hitler wollte bis 1939 die gegen das Selbstbestimmungsrecht und jede politische Vernunft in Versailles 1919 abgetrennten Gebiete wieder mit dem Reich vereinigen…
Im Herbst 1939 wollte der Reichskanzler einen lange schwelenden lokalen Konflikt mit Warschau angesichts dessen Unnachgiebigkeit gegenüber gemäßigten deutschen Forderungen und der zunehmenden brutalen Unterdrückung der Volksdeutschen in Polen bereinigen. Einen Krieg mit den Westmächten, insbesondere mit Großbritannien, wollte er nicht, geschweige denn einen mit den USA. Er hoffte auf deren Nichteingreifen, und war ratlos, als am 3. September die Kriegserklärungen aus London und Warschau eintrafen. Sofort begann er eine Reihe von Friedensinitiativen, die aber sämtlich von den Westmächten, insbesondere von Churchill, abgelehnt wurden.
Diese Beurteilung teilen auch angesehene ausländische Historiker und Militärfachleute…“
Mittwoch, 19. Juli 2006 15:19
Benedikt: @ Zwobbel
Es hat nichts mit Romantik zu tun, wenn man die Tatsache erwähnt das durch das Diktat v. V die deutschen Kolonien verloren gingen.

Schön. Ich kann damit leben, dass dies das einzig Positive an diesem Vertrag war.

Und wenn Kolonien einen wirtschaftlichen Schaden für das Mutterland bedeuten würden, dann hätten sich die geldgeilen Engländer, die aus Angst Deutschland könnte ihrem überseeischen Handel gefährlich werden den 1.Weltkrieg (mit)einfädelten sicher nicht den halben Globus unter den Nagel gerissen.

Ich schlage vor, wir orientieren uns bei dieser Diskussion darauf, was wirklich gesagt wurde. Das Kolonien automatisch wirtschaftliche Verluste bringen, habe ich nirgendwo behauptet (auch wenn das unter Historikern tatsächlich diskutiert wird). Ich habe lediglich gesagt, dass die deutschen Kolonien keine wirtschaftlichen Vorteile brachten. Das war eben auch gar nicht ihr Sinn, im Gegensatz zu Kolonien, die in der Frühzeit des Kolonialismus entstanden sind.

Und weil sie Angst hatten Hitler würde nach Danzig dann auch noch die Kolonien zurückhaben wollen, fädelten sie den 2. WK (mit)ein!

Was für ein Blödsinn. Hitler hatte niemals auch nur annähernd eine Flotte, die das hätte bewerkstelligen können. Das wussten auch die Engländer.

Wenn die (ehemals deutschen) Kolonien so ein wirtschaftlicher Schaden gewesen wären, hätten die sie doch freiwillig ans DR zurück geben können.

Bei Kolonien ging es immer auch ums Prestige. Und um strategische Fragen.
Mittwoch, 19. Juli 2006 15:19
Tacitus: @zwobbel
– Ich habe unten genug Quellen angegeben. Wann fangen Sie an zu lesen? –

Quellen? Wo?

Sie haben Tertiärliteratur angegeben. Quellen sind etwas anderes.

– Und weil sie Angst hatten Hitler würde nach Danzig dann auch noch die Kolonien zurückhaben wollen, fädelten sie den 2. WK (mit)ein! –

Ah ja. Ich nehme mal an, Sie glauben das tatsächlich. Haben Sie sich mal die Mitgliederentwicklung des Kolonialvereins nach 1920 angeschaut?

Herr, schmeiß’ Hirn runter!
Mittwoch, 19. Juli 2006 14:36
zwobbel: + + + + + + +
Es hat nichts mit Romantik zu tun, wenn man die Tatsache erwähnt das durch das Diktat v. V die deutschen Kolonien verloren gingen.

Und wenn Kolonien einen wirtschaftlichen Schaden für das Mutterland bedeuten würden, dann hätten sich die geldgeilen Engländer, die aus Angst Deutschland könnte ihrem überseeischen Handel gefährlich werden den 1.Weltkrieg (mit)einfädelten sicher nicht den halben Globus unter den Nagel gerissen.

Und weil sie Angst hatten Hitler würde nach Danzig dann auch noch die Kolonien zurückhaben wollen, fädelten sie den 2. WK (mit)ein! Wenn die (ehemals deutschen) Kolonien so ein wirtschaftlicher Schaden gewesen wären, hätten die sie doch freiwillig ans DR zurück geben können.

Ich habe unten genug Quellen angegeben. Wann fangen Sie an zu lesen?
Mittwoch, 19. Juli 2006 13:29
Benedikt: @ Malachias
Deutschlandhasser Benedikt

Der Deutschlandhasser sind hier Sie. Die übrigen Zitate, die Sie bringen stammen übrigens gar nicht von mir, sondern von Parzifal. Aber genaues Arbeiten ist Ihnen vermutlich sowieso fremd. Kein Wunder, dass man dann solche Schlüsse zieht.

@ Zwobbel
Es entzog dem DR (…), alle Kolonien

Ich sehe, Sie sind bloß ein Romantiker. Kein Mensch bedauert heute ernsthaft den Entzug der Kolonien. Man muss sich ja nur die alten Kolonialmächte ansehen, und was für Scherereien die mit ihren Kolonien haben. Mit dem Entzug der Kolonien hat man Deutschland einen Gefallen getan. Wirtschaftlichen Nutzen haben sie sowieso nie gehabt, vielmehr waren Sie ein reines Prestigeobjekt.

@ Galen
Damit erheben Sie die angebliche Alleinschuld Deutschlands bzw. Hitlers zum Dogma und lehnen damit jede Sachdiskussion ab

Wo ist denn hier eine Sachdiskussion? Bringen Sie doch erstmal Fakten.
Mittwoch, 19. Juli 2006 13:29
Tacitus: @malachias
– Viel mehr als polemisieren scheinen Sie nicht zu können (und wohl auch nicht zu wollen). –

Na, da bin ich bei Ihnen doch genau richtig; der Unterschied scheint mir lediglich darin zu liegen, daß ich es tatsächlich auch kann, ohne mich dann „gemobbt“ zu fühlen. Ganz abgesehen davon, daß ich für Holocaustleugner und vergleichbare Dummbeutel nichts übrig habe.

Auf meine Vorhaltungen in der Sache reagieren Sie übrigens überhaupt nicht. Ich sage es gerne nochmal:

>> Wie gesagt, Hitler wollte den Krieg bereits 1938 (diesbezügliche Äußerungen von ihm aus dem Februar 1945 sind dokumentiert). Leider sind die Westmächte in München eingeknickt und es kam nicht dazu – die Geschichte hätte einen anderen Verlauf genommen, das Kommando Heinz war ja schon aufgesessen… <<
Mittwoch, 19. Juli 2006 13:09
Malachias †: @Tacitus
Viel mehr als polemisieren scheinen Sie nicht zu können (und wohl auch nicht zu wollen). Ich kann nur wiederholen, was „Graf von Galen“ Ihnen schon gestern ins Stammbuch geschrieben hat:
„Was sind Sie für ein armes Licht, daß Sie meinen, Meinungen, die Ihnen nicht genehm sind, mit dem Baseballschläger begegnen zu müssen. Primitiver geht es ja wohl nicht mehr.“

Es mag sein, dass bei den von den Nazis ermordeten Juden auch der eine oder andere EK-Träger dabei war, das rechtfertigt aber noch lange nicht so pauschalisierende Falschaussagen wie „die Kriegshelden eben gerade des ersten Weltkrieges (sind) mit dem Eisernen Kreuz an der Brust von ihm in die Gaskammern geschickt worden“.
Also, bitte!
Mittwoch, 19. Juli 2006 13:03
zwobbel: Das Diktat von Versailles diente der Vernichtung des deutschen Volkes
Das Diktat von Versailles kurz zusammen gefasst:
Es entzog dem DR wichtige Gebiete mit Bodenschätzen, alle Kolonien, einen gehörigen Teil seiner Bürger, die gesamten Goldreserven und damit die Möglichkeit die horrenden auf Jahrzehnte angelegten Zahlungen zu leisten. Es zwang zum Export zu Billigstpreisen bei gleichzeitigem Mangel an lebenswichtigen Gütern im Inland. Und das zu einer Zeit wo durch die Hungerblockade der Engländer – längst nach Waffenstillstand – hunderttausende verhungert waren und sowieso Mangel an Arbeitskräften und Nahrung herrschte.

Es enblößte das DR derart, daß die Franzosen mal eben einmarschierten und weite Teile jahrelang besetzt hielten, was die Wirtschaftskraft weiter schwächte.

Kurz gesagt, das deutsche Volk hatte spätestens nach der Weltwirtschaftskrise, die das DR wegen des Diktates von Versailles besonders hart traf, genau zwei Möglichkeiten: wegen Versailles zu hause zu sterben, oder gegen Versailles aufzubegehren.
Mittwoch, 19. Juli 2006 12:46
Tacitus: @zwobbel
– Und das Diktat von Versailles war bekanntlich gleichbedeutend mit der wirtschaftlichen Vernichtung Deutschlands. –

Wo haben Sie denn das her? Schauen Sie sich doch erst einmal die Wirtschaftsdaten für die Zeit von 1923 bis 1929 genauer an, ehe Sie so etwas behaupten.

Nebenbei, „wirtschaftliche Vernichtung“ Deutschlands trifft die Folgen der ab 1934 betriebenen Aufrüstung ziemlich gut.
Mittwoch, 19. Juli 2006 12:38
zwobbel: Hab ich richtig gelesen?
Hat wirklich jemand ernsthaft behauptet:
Die Wiedervereinigung geschah mit Förderung und Unterstützung durch Frankreich, England, USA und Russland.

Was die VSA und die SU angeht sag ich mal nichts.
Aber die Teilvereinigung zwischen BRD+DDR geschah gegen den massiven Druck der Franzosen und Briten!
Und die Deutschen mußten und müssen bis heute dafür auf das Schwerste bezahlen. Man erinnere sich nur an das glückliche Aufatmen in Frankreich, das gipfelte im:
Maastricht ist Versailles ohne Krieg!
Und das Diktat von Versailles war bekanntlich gleichbedeutend mit der wirtschaftlichen Vernichtung Deutschlands.
Mittwoch, 19. Juli 2006 12:25
Tacitus: @Malachias
– Bitte nennen Sie Beispiele, besser noch Zahlen, und sagen Sie uns, welche „Gaskammern“ Sie meinen! –

Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Schauen Sie in die Mitgliederverzeichnisse des Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten und dann in die Opferverzeichnisse der Vernichtungslager; wenn Sie Ihr Diplom nicht aus einer Cornflakespackung haben, sollten Sie ja eigentlich wissen, wie man so etwas wissenschaftlich angeht.

Übrigens spricht es für den geistigen Zustand brauner Blödiane, den Holocaust zu leugnen – nochmal: wenn Ihnen der Führer schon feuchte Träume beschert, dann müßten Sie den Holocaust begrüßen, und nicht umgekehrt.

Aber mit Logik stehen die Dummnazis ja ohnehin seit jeher auf Kriegsfuß; große Ideologen hat der Nationalsozialismus ohnehin nie hervorgebracht.

Sie offenbaren hier deutlich Ihre wahre Gesinnung, und das ist in der Tat die eines dummnazistischen Vaterlandsverräters.

Mein Bekannter hat schon Recht – Ihnen und Ihresgleichen ist es zu verdanken, daß man als Patriot heutzutage scheel angeguckt wird.

Da wird wirr mit Schaum vor dem Mund vom Führer gelallt, gleichzeitig will man nicht sehen, daß er sich in einer Art und Weise an Deutschland vergangen hat, die ihresgleichen sucht.

Die Helden des 20. Juli starben mit dem Satz „Alles für Deutschland“ auf den Lippen.

Sie hätten wahrscheinlich mit Freude abgedrückt, nehme ich an.
Mittwoch, 19. Juli 2006 10:26
Malachias †: An die leichtgläubigen Deutschlandhasser Benedikt und Tacitus
@Benedikt:
In der Zwischenzeit hat Deutschland einen weiteren Krieg … verloren und sich dabei bis auf die Knochen blamiert.
Blamiert? Inwiefern denn?
Sollte sich Deutschland im letzten Krieg durch irgendetwas blamiert haben (KZs gab’s und gibt es auch heute noch anderswo; an die angeblichen „Vergasungen“ glaub ich nicht), wird man dies von der kriegs- und völkerrechtswidrigen Art und Weise, wie die Alliierten den Krieg zu Ende brachten, nicht weniger sagen können!

Deutschland ist heute die drittgrößte Volkswirtschaft… Jedenfalls geht ohne Deutschland innerhalb der EU nur wenig.
Die Wahrheit ist: Militärisch kann man uns vernachlässigen (keine Atommacht) und wirtschaflich haben wir mit der D-Mark den letzten Rest von Souveränität verloren: Wir sind der Zahlmeister nicht nur Europas und Israels; so lange, bis wir bankrott sind und/oder es zur sozialen Revolution (Hartz IV lässt grüßen) kommt…
Das ist doch alles mehr Schein als Sein!

Die Wiedervereinigung geschah mit Förderung und Unterstützung durch Frankreich, England, USA und Russland.
Sie war hauptsächlich die Folge des Zusammenbruchs des kommunistischen Ostblocks. Vergleichen Sie bitte auch mal die Grenzen der heutigen OMF-BRD mit denen Deutschlands zB im Jahr 1914!

@Tacitus:
obwohl die Kriegshelden eben gerade des ersten Weltkrieges mit dem Eisernen Kreuz an der Brust von ihm in die Gaskammern geschickt worden
Bitte nennen Sie Beispiele, besser noch Zahlen, und sagen Sie uns, welche „Gaskammern“ Sie meinen!
Mittwoch, 19. Juli 2006 09:27
Tacitus: @graf von galen
– Man muß sich nur soweit von den Nationalsozialisten absetzen, wie diese im Unrecht waren. –

Das können Sie natürlich halten, wie Sie wollen. Es ändert nichts an den Fakten – und die sind eindeutig: die braune Bande hat Deutschland in die größte Katastrophe seiner Geschichte geritten.

Vielleicht mal ein kleiner Tip: wenn Sie sich schon mit dem Zweiten Weltkrieg beschäftigen wollen, setzen Sie sich doch mal mit der deutschen Außen- und Wirtschaftspolitik zwischen 1934 und 1939 auseinander, offenbar haben Sie das noch nie getan.

Wie gesagt, Hitler wollte den Krieg bereits 1938 (diesbezügliche Äußerungen von ihm aus dem Februar 1945 sind dokumentiert). Leider sind die Westmächte in München eingeknickt und es kam nicht dazu – die Geschichte hätte einen anderen Verlauf genommen, das Kommando Heinz war ja schon aufgesessen…
Mittwoch, 19. Juli 2006 09:18
zwobbel: Ran an die Wahrheit: Selber lesen und denken, statt vorquatschen und vordenken lassen
Es gibt so viele gute Bücher dazu.

Seriös recherchiert von Autoren die unverdächtig sind bzgl. Nationalsozialismus. Denn es geht eben nicht um Relativierung von Schuld, sondern darum wirkliche Schuld (an) zu erkennen und nicht jede behauptete Schuld als solche anzunehmen.

MAN MUSS DIESE BÜCHER NUR LESEN!!!Und dazu sind wenige bereit. Die meisten wiederholen immer nur die alte Schmalspur-Leier.

Hier mal ein paar Anregungen:
Gerd Schultze-Rhonhof – „1939 Der Krieg der viele Väter hatte“

Stefan Scheil – „1940/41 Die Eskalation des Zweiten Weltkriegs“

Diese und noch mehr gute Bücher findet man hier:
Klick 1

Oder auch mal hier suchen nach

Werner Maser – „Nürnberg Tribunal der Sieger“
Und viele andere gute mehr!
Klick 2
Mittwoch, 19. Juli 2006 09:18
virOblationis: These und Antithese
So denke ich auch, denn sonst besteht die Gefahr, in die Haltung der Antifa als der (vermeintlichen) Antithese zu verfallen. – Was ist übrigens die Antithese anderes als dieselbe These mit umgekehrten Vorzeichen?
Mittwoch, 19. Juli 2006 08:55
Graf von Galen: Kriegsschuld Deutschlands ?, @ Tacitus
Man muß sich nur soweit von den Nationalsozialisten absetzen, wie diese im Unrecht waren.
Mittwoch, 19. Juli 2006 00:23
Tacitus: @graf von galen
– @ Tacitus : Sie setzen anscheinend rechts mit nationalsozialistisch gleich und kommen so zu falschen Schlüssen u.a. bezgl. Kardinal v. Galen, der ähnlich wie ich, nationalkonservativ aber eben nicht nationalsozialistisch eingestellt war. –

Können Sie nicht lesen, was ich schreibe?

Hier gerne nochmal:

>> Ein guter Bekannter von mir meint immer, daß man das braune Geschmeiß solange mit seiner Lieblingsargumentationshilfe – dem Baseballschläger – bearbeiten sollte, bis alles voller rosa Flecken ist, denn dem braunen Geschmeiß ist es zu verdanken, daß er am Skagerraktag nicht mehr die Flagge hissen kann, für die sein Großvater gefallen ist; „die Schweinenazis sind die wahren Vaterlandsverräter“. <<

Natürlich setze ich rechts nicht mit nationalsozialistisch gleich, wie sollte ich denn, das wäre ja Schwachsinn. Ich sage lediglich, daß Versuche der „Relativierung“ dessen, was der Gröfaz so alles angestellt hat, nicht von einer patriotischen Gesinnung zeugen.

Nochmal:

>> seine dahinter liegende Beobachtung ist nicht falsch – daß man hier in Deutschland ein Problem mit Dingen wie Patriotismus hat, hängt wesentlich mit dem böhmischen Gefreiten und seinen miesen Spießgesellen zu tun. <<

Es ist schlicht ein Faktum, daß die größte Katastrophe für Deutschnationale und andere Konservative die Dummnazis waren und sind. Sich von diesen so weit es geht abzugrenzen muß erste Pflicht eines jeden sein, der sich auch nur ansatzweise als national eingestellt versteht.
Mittwoch, 19. Juli 2006 00:15
Graf von Galen: Kriegsschuld Deutschlands ?
@ Benedikt, Sie haben unten selbst geschrieben :
Jemand, der Hitlers Schuld am II. WK relativiert sehen will, und gleichzeitig im Kosovo-Fall von Angriffskrieg spricht, kann keine Objektivität irgendwelcher Art in Anspruch nehmen.“
Damit erheben Sie die angebliche Alleinschuld Deutschlands bzw. Hitlers zum Dogma und lehnen damit jede Sachdiskussion ab. Im Pinzip erteilen Sie sich damit selbst ein Denkverbot und bringen sich um die Chance, dazu zu lernen.

@ Tacitus : Sie setzen anscheinend rechts mit nationalsozialistisch gleich und kommen so zu falschen Schlüssen u.a. bezgl. Kardinal v. Galen, der ähnlich wie ich, nationalkonservativ aber eben nicht nationalsozialistisch eingestellt war.
Außerdem bin ich der Meinung, daß man selbst Adolf Hitler nicht schlechter machen sollte als dieser wirklich gewesen sind. Zumal dies dazu führt, daß man die Deutschen auch für Geschehnisse in Kollektivschuld nimmt, die dieser eben nicht oder nur z.T. zu verantworten hatte. Kardinal v. Galen war übrigens ein strikter Gegner der Kollektivschuldthese.
Dienstag, 18. Juli 2006 23:31
Tacitus: @graf von galen
– Was sind Sie für ein armes Licht, daß Sie meinen, Meinungen, die Ihnen nicht genehm sind, mit dem Baseballschläger begegnen zu müssen.
Primitiver geht es ja wohl nicht mehr. –

Da verstehen Sie mich nicht ganz richtig; ich sprach von einem Bekannten von mir. Ich würde mich selbst nicht unbedingt als „deutschnational“ beschreiben. Mein Bekannter ist halt reichlich aufgebracht, daß das braune Geschmeiß (Achtung: sein O-Ton!) „die Fahne entweiht“ hat.

Ich finde das übertrieben, aber seine dahinter liegende Beobachtung ist nicht falsch – daß man hier in Deutschland ein Problem mit Dingen wie Patriotismus hat, hängt wesentlich mit dem böhmischen Gefreiten und seinen miesen Spießgesellen zu tun.

Im übrigen waren Sie es doch, der meine Meinung mit der netten Bezeichnung „Helotengesinnung“ plattmachen wollte.

Mal eine Frage: wenn Sie hier für die braunen Vaterlandsverräter in die Bresche springen, wieso führen Sie dann als nick ausgerechnet den Namen des Löwen von Münster? Ist das Ihre Vorstellung von Ironie?
Dienstag, 18. Juli 2006 22:56
Graf von Galen: Kriegsschuld Deutschlands ?, @ Tacitus
Was sind Sie für ein armes Licht, daß Sie meinen, Meinungen, die Ihnen nicht genehm sind, mit dem Baseballschläger begegnen zu müssen.
Primitiver geht es ja wohl nicht mehr.
Dienstag, 18. Juli 2006 22:18
Parzifal: @ das Genie Malachias
In den für Deutschland absolut inakzeptablen Bedingungen von Versailles hat sich doch bereits das eigentliche Ziel der Siegermächte, die völlige Vernichtung Deutschlands, Ausdruck verschafft!

Die völlige Vernichtung Deutschlands war also das Ziel schon von Versailles. Versailles war vor beinahe 100 Jahren. In der Zwischenzeit hat Deutschland einen weiteren Krieg völlig und restlos verloren und sich dabei bis auf die Knochen blamiert. Anschließend war Deutschland fast 50 Jahre besetzt und geteilt.
Und jetzt kommts: Deutschland ist heute die drittgrößte Volkswirtschaft. Möglicherweise nicht mehr lange denn China hat Frankreich vor kurzem als viertgrößte abgelöst und schickt sich an auch D zu überholen. Aber noch sind wirs. D ist wahrscheinlich das mächtigste Land Europas. Jedenfalls geht ohne Deutschland innerhalb der EU nur wenig.
Die Wiedervereinigung geschah mit Förderung und Unterstützung durch Frankreich, England, USA und Russsland.
Die völlige Vernichtung scheint nicht sehr gelungen!?
Wie kommts?
Dienstag, 18. Juli 2006 19:13
Tacitus: Dummnazis
Wie ja bereits festgestellt worden ist, hat es gar keinen Sinn, mit den braunen Dumpfmeistern zu diskutieren.

Immerhin finde ich zwei Feststellungen ja doch ganz bemerkenswert:

Auf der einen Seite wird vom ersten Weltkrieg, der „geistig-kulturellen wie auch quantitativen Substanz“ Deutschland herumgeseiert und der Gröfaz in den Himmel gehoben, obwohl die Kriegshelden eben gerade des ersten Weltkrieges mit dem Eisernen Kreuz an der Brust von ihm in die Gaskammern geschickt worden sind. Nazis sind die größte Katastrophe, die deutschem Patriotismus jemals passiert sind; deswegen wurden und werden sie ja auch von echten Deutschnationalen nicht nur verachtet, sondern aus ehrlichstem und tiefstem Herzen gehaßt.

Wie gesagt, Baseballschläger. Bis es rosa wird.

Auf der anderen Seite scheinen ja die Serben irgendwie etwas besonderes an sich zu haben – eigentlich komisch, war doch das serbische Regime ein Erbe des kommunistischen Regimes in Jugoslavien, daß sich wiederum auf den Partisanenwiderstand gegen die Wehrmacht gründete.

Also müßte man doch eigentlich froh sein, wenn man’s denen mal so richtig einschenken kann, oder steige ich jetzt durch die Braunlogik nicht durch?

Aber wahrscheinlich verhält sich das so ähnlich wie mit dem Leugnen des Holocaust; die Dumpfnazis können ja nicht einmal soweit denken, wie sie spucken können, ansonsten dürften sie den Holocaust nicht nur nicht leugnen, sondern müßten ihn begrüßen. Aber wenn sich Dummheit mit Feigheit paart, naja…
Dienstag, 18. Juli 2006 17:16
Benedikt: @ Galen
Sie glauben anscheinend immer noch an Scharpings
Märchen vom Hufeisenplan.


Toll,was Sie alles kennen. Was das mit meinem Beitrag zu tun hat vermag ich nicht zu erkennen.

Selbst ein deutsches Gericht, ich meine das BGH, bin mir aber nicht sicher,
hat eine Anzeige gegen die Bundesregierung wegen Führung eines Angriffskrieges gegen Serbien mit der Begründung abgewiesen, daß lt. Gesetz nur das „Vorbereiten“ aber nicht der Angriffskrieg an sich strafbar sei.


Davon ist mir nichts bekannt, die Formulierung zudem hanebüchen. Da müssten Sie schon einen Nachweis bringen.

Es geht im übrigen nicht darum, Hitler heilig zu sprechen. Es geht darum, sich ein objektives Urteil
zu bilden


Jemand, der Hitlers Schuld am II. WK relativiert sehen will, und gleichzeitig im Kosovo-Fall von Angriffskrieg spricht, kann keine Objektivität irgendwelcher Art in Anspruch nehmen.

und daß es Leute wie Sie gibt, die sich anmaßen, hier Denk- und Meinungsverbote erteilen
zu wollen


Ich habe hier keine Verbote irgendwelcher Art erteilt.

Wenn Ihnen eigenständiges Denken zu schwer
fällt


Sie verwechseln eigenständiges Denken mit selbstgebasteltem Geschichtsbild. Sie nehmen nur die Fakten wahr, die in Ihre vorgefertigte Schablone passen, alles andere blenden Sie einfach oder bezeichnen es als Fälschung. Ich dagegen habe mich mit den Zitaten von Malachias hier beschäftigt und dargestellt, warum Sie seine Thesen nicht stützen.
Dienstag, 18. Juli 2006 16:40
Graf von Galen: Angriffskrieg gegen Serbien ?, @Benedikt
Sie glauben anscheinend immer noch an Scharpings
Märchen vom Hufeisenplan. Selbst ein deutsches Gericht, ich meine das BGH, bin mir aber nicht sicher,
hat eine Anzeige gegen die Bundesregierung wegen Führung eines Angriffskrieges gegen Serbien mit der Begründung abgewiesen, daß lt. Gesetz nur das „Vorbereiten“ aber nicht der Angriffskrieg an sich strafbar sei.

Es geht im übrigen nicht darum, Hitler heilig zu sprechen. Es geht darum, sich ein objektives Urteil
zu bilden und daß es Leute wie Sie gibt, die sich anmaßen, hier Denk- und Meinungsverbote erteilen
zu wollen. Wenn Ihnen eigenständiges Denken zu schwer
fällt, lassen Sie sich weiterhin von Bild und Glotze manipulieren und umerziehen.
Dienstag, 18. Juli 2006 15:21
Benedikt: @ Galen
Sie machen es sich sehr einfach.

Er macht es sich nicht so einfach wie Sie. Aus ein paar Zitaten von Diplomaten, die im Angesicht der bereits existenten und damals jedermann ersichtlichen deutschen Aggression (vor allem Henderson kann von ihr ein Liedchen singen) so sprachen, konstruieren Sie und Ihre Spießgeselle Malachias eine Verschwörung gegenüber dem deutschen Reich. Sie können noch 10.000 Zitate bringen, das ändert nichts daran, dass die Aggressionen von Deutschland ausgingen und Hitler seinen Kriegswillen niemals bestritten hat. Dies ist ebenfalls in dutzenden Zitaten und Handlungen bezeugt.

Ich denke das 4. Gebot verpflichet dazu, auch das Entlastende zu sehen.

Es scheint sich dabei um das Vierte Gebot eines ganz neuen Dekalogs zu handeln?

Hat nicht auch Deutschland aufgrund von behaupteten Massakern gegen Serbien einen Angriffskrieg geführt ?

Nee hat es nicht. Sondern wegen einer Vertreibungsaktion. Das ist dann auch kein Angriffskrieg mehr.
Dienstag, 18. Juli 2006 14:59
Malachias †: @Tacitus
Sie begehen einen Kapitalfehler: Sie gehen davon aus, dass der Weltkrieg mit Versailles zu Ende war. Das war er aber doch weder de iure noch de facto!

Ist denn das Deutsche Reich von der geistig-kulturellen wie auch quantitativen Substanz seines Volkes auch nur um ein Jota geringer einzustufen gewesen als meinetwegen Frankreich, Großbritannien oder die USA? Nein, sicher nicht! Und gab es nicht seit 1917 auch so etwas wie eine durchaus reale Bedrohung Westeuropas durch den russischen Bolschewismus?

In den für Deutschland absolut inakzeptablen Bedingungen von Versailles hat sich doch bereits das eigentliche Ziel der Siegermächte, die völlige Vernichtung Deutschlands, Ausdruck verschafft!

Vor diesem Hintergrund können wir es doch Hitler keinesfalls verübeln, wenn er – in nüchterner Einschätzung der politisch-militärischen Lage – die Rüstungsindustrie im Reich angekurbelt und – völlig analog zu den Siegermächten – am strategischen Ziel des (Ersten) Weltkriegs, der Vorherrschaft in Europa (und damit der ganzen Welt) festgehalten hat.
Dienstag, 18. Juli 2006 14:26
wunderkind2 †: lächerlich ja.
@agnostiker

ja stimmt die diskusson ist genauso lächerlich wie der artikel. sie zeigt aber ziemlich klar was in kreuz.net für eine rechtsradikale grundhaltung vetreten wird.
sinnlos ist die diskussion weil krampfhaft versucht wird argumente zu ignorieren…

@malachias; garf v. galen

es würde mich interessiern wie alt sie beide sind.
mir ist klar das das eine persönliche frage ist. trotzdem fände ich das aufschlussreich.
Dienstag, 18. Juli 2006 11:39
-Agnostiker-: Unwichtige Diskussion
Die Diskussion über die Kriegsschuld Deutschlands ist eine unsinnige.

Fakt sind die Greultaten der Nazis, fakt ist der Wohlstand, der uns mit Hilfe der Siegermächte gelang. Und auch die hier die Nazis Preisenden leben und profitieren uU von diesem noch heute andauernden Wohlstand. Somit ist eine „Pro Nazis“ Argumentation wirklich lächerlich und unglaubwürdig!
Dienstag, 18. Juli 2006 11:06
Tacitus: @graf von galen
Ich habe keine Lust mehr.

Von mir aus können Sie soviel von diesem revisionistischen Mist glauben, wie Sie wollen.

Sicher haben Sie auch wunderbare Erklärungen für die Überfälle auf Dänemark, Norwegen, Belgien, Holland, Luxemburg, um nur einige zu nennen, parat.

Sicher wollte Luxemburg auch den Krieg mit Deutschland.

Natürlich saßen in den dänischen Regierung lauter fanatische Kriegstreiber.

Ich vermute mal, die Belgier haben insgeheim einen Angriffskrieg gegen das Reich vorbereitet, um den Westen Deutschlands mit ihren Millionenheeren zu überschwemmen.

Und die Legionen an Panzern aus den Niederlanden standen bereits bereit, um bis nach Hamburg vorzustoßen.

Wahrscheinlich können Sie auch die völlig auf Pump finanzierte Hochrüstung des Reiches ab 1934 und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Kollaps erklären – finstere Machenschaften einer Clique aus polnisch-dänisch-luxemburgischen Strippenziehern, vermute ich. Ebenso die Außenpolitik des Reiches – wie ist es denn mit München? Darauf haben Sie nicht geantwortet.

Wenn Sie das glücklich macht, bitte. Es wird dadurch nicht richtiger. Und dieses hirnlose Herumprügeln mit dem Argument einer „Siegergeschichtsschreibung“ als Keule macht es auch nicht besser.

Es sei abschließend nur noch eines gesagt – wer sich in die Tradition eines kirchenfeindlichen Systems getrieben von einer antiklerikalen Ideologie stellt, der hat in der katholischen Kirche nichts, aber auch gar nichts zu suchen!
Dienstag, 18. Juli 2006 10:10
Graf von Galen: Kriegsschuld Deutschlands ?, @ Tacitus
Das ist es was ich meine. Sie weigern sich strikt, entlastende Tatsachen zu o.g. Frage wahrzunehmen
und in Ihr Urteil einzubeziehen.
Sie sind völlig einseitig auf A.H. fixiert.
Unter Helotengesinnung verstehe ich ein knechtisches
Anpassen an das, was die Siegermacht vorgibt und das
ganze im vorauseilenden Gehorsam.

Übrigens liegt Srebrenica in Bosnien. Deswegen hat Deutschland Serbien nicht angegriffen. Es ging um
ein Massaker im Kosovo, welches anscheinend von
der dortigen Albanerguerillia inszeniert wurde, um den
Angriff der Nato und damit auch Deutschlands zu
provozieren.
Dienstag, 18. Juli 2006 05:46
Malachias †: Nachtrag (Der Kriegswille Polens)
„Die Garantieerklärung wurde am 25.8.1939 in einem Beistandsvertrag zwischen England und Polen verankert. Aber selbst, als Rußland nach dem Beginn der Verhandlungen mit England am 15.4. forderte, daß der englische Garantievertrag für Polen nur auf einen Angriff Deutschlands beschränkt würde und Rußland zudem Durchmarschrechte durch Polen verlangte – was Warschau ablehnte –, wies Polen jeden deutschen Verständigungsvorschlag zurück…
Daß die polnische Führung fest zum Kriege entschlossen war, geht aus einer Ansprache des polnischen Oberbefehlshabers, Marschall Rydz-Smigly, im Juni an polnische Offiziere hervor: ‘Polen will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht verhindern können, selbst wenn es das wollte.’“ (aaO, 142)
Dienstag, 18. Juli 2006 00:24
Tacitus: @graf von galen
– Sie machen es sich sehr einfach. –

Nicht einfacher als Sie, wenn Sie jede andere Meinung als „Siegergeschichtsschreibung“ wegwischen.

– Sie übernehmen kritiklos und undifferenziert die Geschichtsschreibung der Sieger und offenbaren damit
eine Helotengesinnung. –

Ich offenbare eine Helotengesinnung? Das wäre mir neu – ich habe es nicht so mit der Einfügung in einen ausschließlich auf das Militär ausgerichteten Bauernstaat, unterbrochen von dem einen oder anderen Aufstand.

Oder meinten Sie etwas anderes?

– Wußten Sie, daß die deutsche Minderheit in Polen von den Polen blutig verfolgt wurden ?
Hätte das Deutsche Reich dies tolerieren sollen ? –

Die deutsche Minderheit in Italien ist auch blutig verfolgt worden, und der Gröfaz hat sich einen Dreck darum geschert. Hätte er da Italien den Krieg erklären sollen?

Letzten Endes geht es darum doch gar nicht. Tatsache ist, daß sich Außenpolitik und Wirtschaftspolitik des Reiches seit 1934, spätestens seit 1936 kontinuierlich auf Krieg zubewegten. Hitler wollte den Krieg bereits 1938, und ohne das Einknicken der Westalliierten (Achtung: die, die angeblich nichts anderes als Krieg wollten!) wäre die sogenannte Sudetenkrise eskaliert. Leider kam es nicht dazu.

– Hat nicht auch Deutschland aufgrund von behaupteten Massakern gegen Serbien einen Angriffskrieg geführt ? –

Ui, „behauptete“ Massaker. Srebrenica war wohl eine Kaffefahrt oder was.

Geht’s noch?
Montag, 17. Juli 2006 22:58
Graf von Galen: Kriegsschuld Deutschlands ?, @ Tacitus
Sie machen es sich sehr einfach.
Sie übernehmen kritiklos und undifferenziert die Geschichtsschreibung der Sieger und offenbaren damit
eine Helotengesinnung.
Ich denke das 4. Gebot verpflichet dazu, auch das Entlastende zu sehen.
Wußten Sie, daß die deutsche Minderheit in Polen von den Polen blutig verfolgt wurden ?
Hätte das Deutsche Reich dies tolerieren sollen ?
Hat nicht auch Deutschland aufgrund von behaupteten Massakern gegen Serbien einen Angriffskrieg geführt ?
Haben nicht auch Scharping und Fischer das deutsche Volk hierzu angelogen ?
Montag, 17. Juli 2006 17:41
Malachias †: Fortsetzung und (vorläufiges) Ende
Obwohl von Polen wirtschaftlicher Druck auf Danzig ausgeübt wurde und die polnischen Zollinspektoren widerrechtlich bewaffnet wurden, beauftragte Hitler den Danziger Gauleiter Forster am 19.7.1939, dem Hohen Kommissar des Völkerbundes für Danzig, Burckhardt, vorzutragen, daß die Lösung des Danzigproblems auf Jahre verschoben werden könne: ‘Mein Führer ist der Ansicht, alles müsse auf friedliche Weise gelöst werden, es sei nicht der Mühe wert, wegen Danzig einen Konflikt zu provozieren… Das Danzigproblem kann warten…, wenn die Polen keine Dummheiten machen’, und am 11.8. erklärte Hitler Burckhardt persönlich:

‘WENN DIE POLEN DANZIG IN RUHE LASSEN… DANN KANN ICH WARTEN. ABER EINE BEDINGUNG IST, DASS DIE LEIDEN UNSERER MINDERHEITEN IN POLEN AUFHÖREN… EIN FÜR ALLEMAL, ICH BIN BEREIT ZU VERHANDELN. ICH MÖCHTE MIT ENGLAND IN FRIEDEN LEBEN UND EINEN DEFINITIVEN PAKT ABSCHLIESSEN, ALLE ENGLISCHEN BESITZUNGEN IN DER WELT GARANTIEREN UND ZUSAMMENARBEITEN.’
(C. Burckhardt 1960, S. 320; M. Klüver 1984, S. 263, 287)

Davon wurde das Foreign Office verständigt.
Hitler schlug vor, Burckhardt möge selbst nach London fliegen, um den Wunsch nach Entsendung eines deutschsprachigen Engländers zu übermitteln. ‘Die Angelegenheit ist dringend, wenn wir Katastrophen vermeiden wollen’ (M. Klüver 1984, S. 287).
Allein fünfmal wurde die englische Regierung von Henderson und Dahlerus von diesem Wunsch unterrichtet. Aber es geschah nichts.“ (aaO, 143-144)
Montag, 17. Juli 2006 17:36
Perpetua: Malachia
Danke, bin gespannt auf die Fortsetzung!
Montag, 17. Juli 2006 17:35
Tacitus: @malachias
Jeder, der an der Kriegsschuld Deutschlands zweifelt, sollte sich einmal auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen, egal, aus welcher politischen Ecke er kommt.

Fakt ist, daß – Provokation hin, Provokation her – das Deutsche Reich den Krieg begann. Fakt ist, daß das Deutsche Reich die Neutralen Dänemark und Norwegen überfiel. Fakt ist, daß das Deutsche Reich die Neutralen Beneluxstaaten überfiel.

Damit sind wir erst 1940. Soll ich weitermachen? Auf dem Balkan vielleicht?

Sorry, aber ich kann im Gröfaz keinen Friedensfürsten erkennen.

Bezeichnend ist übrigens, daß gerade die, die etwa heutzutage am lautesten schreien, wenn es um die angebliche Verletzung von inneren Angelegenheiten geht, die tschechischoslovakische, tschechische und polnische Souveränität mit einer Bewegung des Handgelenks wegwischen. Offenbar alles nichts wert, was?

Ein guter Bekannter von mir meint immer, daß man das braune Geschmeiß solange mit seiner Lieblingsargumentationshilfe – dem Baseballschläger – bearbeiten sollte, bis alles voller rosa Flecken ist, denn dem braunen Geschmeiß ist es zu verdanken, daß er am Skagerraktag nicht mehr die Flagge hissen kann, für die sein Großvater gefallen ist; „die Schweinenazis sind die wahren Vaterlandsverräter“.

Ich kann ihn verstehen.
Montag, 17. Juli 2006 17:30
Malachias †: (Fortsetzung)
Im Mai 1939 bemühte sich Papst Pius XII. um eine Konferenz von Deutschland, Italien, England, Frankreich und Polen. Während Deutschland und Italien dem Plan zustimmten, wurde er von den anderen Mächten verworfen.

Churchill sagte zu dieser Zeit zu seinem Freund B. Baruch: ‘Der Krieg kommt nun sehr bald, Wir werden hineinsteigen und sie (die USA) werden es auch tun. Sie (Baruch) werden die Sache drüben machen, aber ich werde hier aufpassen.’ (E. Kern 1988, S. 168)

Ganz im Gegensatz dazu stand die auf Verhandlungen mit Polen eingestellte Reichregierung. Schon Anfang Juni erläuterte Göring Henderson die Ansicht Hitlers, daß Danzig und der Korridor keine dringende Angelegenheit seien. Diese deutsche Ansicht war in den britischen Kabinettssitzungen vom 19.7. und 26.7. bekannt (M. Klüver 1984, S. 250f.).

Am 16.6.1939 berichtete Henderson an Sargent im Foreign Office, Hitler habe direkten Befehl gegeben, daß von den Danzigern keine Zwischenfälle geschaffen werden sollten (M. Klüver 1984, S. 398)“ (aaO, 143)

(Fortsetzung folgt)
Montag, 17. Juli 2006 17:21
Graf von Galen: Kriegsschuld Deutschlands ?
Selbst i.d. alles andere als revisionistischen FAZ stand vor ein paar Wochen ein sehr aufschlußreicher Artikel
zur Absicht der polnischen Regierung, einen Krieg mit dem Deutschen Reich zu provozieren.
Montag, 17. Juli 2006 16:50
Malachias †: (Fortsetzung)
„Der deutsche Geschäftsträger in Washington, Thomsen, berichtete am 27.3.1939 nach Berlin:
‘Die Kundgebungen und Maßnahmen der amerikanischen Regierung in den letzten Wochen lassen immer deutlicher erkennen, daß der Führungsanspruch des Präsidenten Roosevelt in weltpolitischen Angelegenheiten in das Ziel einmündet, das nationalsozialistische Deutschland mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu vernichten… Roosevelt ist in seinem Innersten davon überzeugt, daß Deutschland der Feind ist, der vernichtet werden muß.’ …

Am 31.3.1939 erklärte Chamberlain im Unterhaus: ‘Um den Standpunkt Seiner Majestät Regierung für die Zeit, bis die Beratungen … abgeschlossen sind, völlig klarzumachen, habe ich dem Hause jetzt mitzuteilen, falls während dieser Periode die polnische Unabhängigkeit durch irgendeine Aktion eindeutig in Gefahr gerate und die polnische Regierung es als lebenswichtig erachte, mit ihren nationalen Streitkräften Widerstand zu leisten, so würde … die Regierung alle in ihrer Macht stehende Unterstützung … gewähren. Sie hat darum der polnischen Regierung eine entsprechende Zusicherung gegeben.’ (D. Hoggan 1976, S. 455) In später Erkenntnis schrieb Churchill nach dem Krieg: ‘Die Polengarantie war ein Markstein zum Verhängnis’ (D. Irving 1990) …
Damit hatte England auf Betreiben Roosevelts die Möglichkeit zur Veranlassung des Krieges in die Hand des polnischen Chauvinismus gegeben.“ (aaO, 139-141)
Montag, 17. Juli 2006 16:43
Tacitus: @malachias
Na Wahnsinn, Helmut Schröcke. War ja irgendwie klar, daß der irgendwann auftaucht.

Da sieht man wieder mal sehr schön, zu welchen Geistesleistungen die braunen Dumpfmeister tatsächlich in der Lage sind, nämlich zu gar keinen.

Was wollen Sie eigentlich? Belegen, daß das Dritte Reich nicht den Krieg begann? Nicht seit 1934 gezielt auf den Krieg vorbereitete? Nicht das Deutsche Reich wirtschaftlich völlig ruinierte?

Von mir aus können Sie das alles leugnen, es spricht entweder für Ihre Dummheit, Ihre Verbohrtheit oder beides. Außerdem sollten Sie sich mal fragen, wieweit Sie sich eigentlich noch von d