Sklaverei + Wiedersehen in Mexiko + Blutrausch 3 + Theologischer Hintergrund + Die spanischen Kinder freuen sich schon
Sklaverei
Spanien. Benedikt XVI. zelebrierte zum gestrigen Abschluß des Weltfamilientreffens in Valencia
mit rund 60 Kardinälen, 450 Bischöfen und 3000 Priestern ein Pontifikalamt. Etwa eine Million Gläubige
wohnten der Messe bei. Der Papst predigte über die Bedeutung der Ehe und über den Zusammenhalt der Familie:
„In der heutigen Kultur wird häufig die Freiheit des Einzelnen als autonomes Wesen hervorgehoben, wie
wenn er sich selber machen und sich selber genügen würde – ohne Beziehung zu den anderen und ohne Verantwortung
für die anderen.“ Die Kirche höre nicht auf, daran zu erinnern, daß die Freiheit des Menschen aus seiner
Ebenbildlichkeit mit dem Schöpfer kommt. Benedikt XVI. verzichtete auf eine direkte Kritik des abwesenden
Premierministers José Zapatero und seiner familien- und kinderfeindlichen Politik.
Wiedersehen in Mexiko
Spanien. Das nächste Welttreffen der Familien soll 2009 in der lateinamerikanischen Metropole Mexiko
City stattfinden. Das kündigte Papst Benedikt XVI. gestern Mittag beim Angelusgebet in Valencia an: „Der
geliebten Kirche in der edlen mexikanischen Nation und dem Herrn Kardinal Norberto Rivera Carrera, dem
Erzbischof der Stadt, danke ich schon jetzt für ihre Verfügbarkeit.“
Blutrausch 3
Heiliges Land. Am
Samstag um 18.50 Uhr (MEZ) tötete eine von einem israelischen Kampfflugzeug abgeworfene Bombe im Ostteil
der Stadt Gaza Frau Ammuna Jusef Hadschadsch (42) und ihre Kinder Rauan (6) und Mohammad (20). Fünf weitere
Familienmitglieder wurden zum Teil schwer verletzt. Die Opfer befanden sich im Garten ihres Hauses. Israel
bestätigte den Anschlag. Zwei weitere 26jährige Palästinenser starben im israelischen Granatenfeuer.
Einer von ihnen war Mitglied des Widerstandes. Am Sonntag morgen zerstörte ein israelischer Bomber eine
wichtige Brücke in Gaza Stadt. Bombardierungen führten zu Stromausfall im Norden des Gazastreifens.
Seit Beginn der Angriffe vor zwei Wochen tötete Israel 52 Zivilisten. Mehr als 140 wurden zum Teil schwer
verletzt. Das berichtete das ‘Palästinensische Zentrum für Menschenrechte’. Beim Gaza-Überfall kam
bisher ein israelischer Soldat ums Leben. Er starb im sogenannten „freundlichen Feuer“.
Theologischer
Hintergrund
Schweiz. Der Bischof von Basel, Mons. Kurt Koch, äußerte sich kürzlich vor der römischen
Nachrichtenagentur ‘Zenit’ über seine geistige Heimat: „In meinem theologischen Denken haben mich Theologen
wie Hans Urs von Balthasar († 1988), Walter Kardinal Kasper (73), Henri de Lubac († 1991) und Joseph Kardinal
Ratzinger maßgeblich geprägt.“ Bischof Koch verfaßte seine theologische Dissertation über den evangelischen
Theologen und Ökumeniker Wolfhart Pannenberg (77). In dessen weiten Denken habe Mons. Koch die katholische
Theologie neu kennenlernen dürfen.
Die spanischen Kinder freuen sich schon
„In vier Jahren – so die
Prognose des Instituts für Familienpolitik – wird es in Spanien genauso viele Scheidungen und Trennungen
geben wie Hochzeiten. Dabei ist kurioserweise die Zahl der jährlichen Trauungen mit etwa 200.000 seit
dem Jahr 1981, als die Diktatur überwunden und die Familiengesetze schrittweise anderen europäischen
Vorbildern angepaßt wurden, konstant geblieben. Was schnell zunahm, war die Zahl der gescheiterten Ehen –
von 16.000 (1981) auf zuletzt fast 180.000.“
Aus einem Artikel von Leo Wieland in der ‘Frankfurter Allgemeinen
Zeitung’ vom 8. Juli 2006
Email-Adressen der Empfänger
5 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Nachrichten aus dem Heiligen Land Donnerstag legten fünf oder sechs Hamas-Kämpfer in Beit Lahiya im
Norden des Gaza-Streifens Minen auf einer Straße; eine ältere Frau, die sie aufforderte, damit aufzuhören,
wurde von ihnen mit Kolbenschlägen vertrieben. Im Al-Shifa Krankenhaus erholt sich der 16jährige Wissam
al-Sheik Khalil von einem Hüftschuß. Er berichtet, Hamas-Kämpfer hätten ihn mit vorgehaltener Waffe
gezwungen, Explosivstoffe über eine von israelischen Soldaten eingesehene Straße zu transportieren.
Abu Ubaida, Sprecher der zur Hamas gehörenden Izz a-Din al-Qassam Brigaden läßt verlautbaren, daß
das Ziel der Raketenentwicklung sei, Ziele tiefer innerhalb Israels anzugreifen. Kassam-Raketen sind bislang
nahezu ausschließlich gegen zivile Ziele eingesetzt worden. Selbst im Falle regelrechter „Artillerieduelle“
mit IDF-Einheiten lassen sich die Hamas-Kämpfer nicht von ihren eigentlichen Zielen abbringen. Zwei Dinge
werden deutlich und mir sicher hier sofort bestätigt: 1. Offenbar steht das palästinensische Volk wie
ein Mann hinter der Hamas, und es gibt keinerlei Abweichen oder Kritik an ihren Aktionen. Mit Freude gehen
vom Säugling bis zum Greis alle für die Sache der Hamas in den Tod. 2. Offenkundig sind die Aktivitäten
der Hamas ausschließlich gegen militärische und nicht etwa zivile Ziele gerichtet und deswegen als militärischer
Widerstand gerechtfertigt. Oder war da was?
Evangelium des Tages EVANGELIUM Matthäus 9, 18-26 In jener Zeit, als Jesus redete, kam ein Synagogenvorsteher,
fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, leg ihr deine Hand auf, dann
wird sie wieder lebendig. Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern. Da trat eine Frau, die schon
zwölf Jahre an Blutungen litt, von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes; denn sie
sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. Jesus wandte sich um, und als er
sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und von dieser Stunde
an war die Frau geheilt. Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und
die Menge der klagenden Leute sah, sagte er: Geht hinaus! Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft
nur. Da lachten sie ihn aus. Als man die Leute hinausgedrängt hatte, trat er ein und fasste das Mädchen
an der Hand; da stand es auf. Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend.
Sollte da vielleicht stehen, „der Papst zelebrierte mit 1.000.000 Gläubigen die Messe“? Schlimm genug
ist die Konzelebriererei ohnehin. Ich finde, wenn sich 20 Priester eine Messe teilen müssen, sollten
sich die 20 auch eine Frau teilen dürfen. Und bevor die Geiferei losgeht: Das war’n Witz.
Interessant! Der Papst zelebrierte also mit soundsovielen Priestern, Bischöfen und Kardinälen einen
Gottesdienst. Ach ja, einige Laien (1.000.000!) wohnten dem Ereignis bei! Gut, das ich die hier sog. „V2-Messen“
besuche. Da wohne ich nicht nur bei, da feiere ich mit!