Konservative Steigbügelhalter?
Im Bistum Fulda herrscht der Eindruck, daß sich die Diözese ganz gut mit den Vertretern der „Kirche von unten“-Bewegung arrangiert hat. Von Daniel Schneider.
(kreuz.net, Fulda) Bei dieser Verbrüderung spielt nach Ansicht von Beobachtern auch der als konservativ
geltende und charismatisch orientierte Fuldaer Stadtdechant, Pfarrer Winfried Abel – Pfarrei St. Andreas
in Fulda-Neuenberg – eine enttäuschende Rolle.Pfarrer Abel ist Mitglied des Fuldaer Priesterrats und war bis 2002 dessen Sprecher.
Einer breiteren Öffentlichkeit ist er durch sein ausgedehntes Medienapostolat, durch zahlreiche Vorträge und Seminarveranstaltungen sowie durch Hörfunk- und Fernsehsendungen bei katholischen Privatsendern wie ‘Radio Horeb’ oder ‘K-TV’ bekannt.
Außerdem tritt er regelmäßig beim Kongreß „Freude am Glauben“ in Erscheinung.
Doch wie es scheint, kommt Pfarrer Abel im Priesterrat auch gut mit seinen Mitbrüdern vom sogenannten ‘Fuldaer Kreis für eine offene Kirche’ aus.
Derzeit befinden sich mindestens drei Vertreter dieser kirchenkritischen Initiative im Fuldaer Priesterrat, allen voran Pfarrer Winfried Hahner aus Homberg/Efze als dessen Sprecher.
Doch hier scheint großes Einvernehmen zu herrschen. Von ernsthaften Auseinandersetzungen um theologische Inhalte wurde jedenfalls nie etwas bekannt.
In letzter Zeit sorgte Pfarrer Abel durch eine von ihm propagierte Neudefinition des Bußsakraments für Schlagzeilen.
Kurios erscheint außerdem die Tatsache, daß in diesem Jahr erstmals eine liturgische Veranstaltung im Rahmen des Kongresses „Freude am Glauben“ in der Fuldaer Stadtpfarrei St. Josef stattfand.
Die gleiche Pfarrei, die von Hw. Ferdinand Rauch geleitet wird, hatte in der Vergangenheit wiederholt von sich als Gastgeberin und Austragungsort von Veranstaltungen des mit der kirchenkritischen Initiative ‘Kirche von unten’ vernetzten ‘Fuldaer Kreises’ reden gemacht.
Pfarrer Rauch nimmt als Hochschulseelsorger an der Fachhochschule Fulda und als Diözesanbeauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen im Bistum Fulda eine Schlüsselstellung ein.
Am 7. März 2005 sollte im Pfarrsaal von St. Josef auch der emeritierte Theologieprofessor und suspendierte Priester Gotthold Hasenhüttl als Referent auftreten.
Das wurde aber von der Fuldaer Diözesanleitung aufgrund des öffentlichen Drucks in letzter Minute verhindert.
Allerdings wurde die Veranstaltung nicht abgesagt, sondern lediglich an einen anderen Ort verlegt.
Am 3. November 2001 trat bei der Zentralveranstaltung des ‘Fuldaer Kreises’ der Journalist und selbsternannte Opus-Dei-Kritiker Peter Hertel als Hauptreferent im Pfarrsaal von St. Josef auf.
Pikanterweise warnte er dabei unter anderem gerade auch vor dem in Fulda tagenden Kongreß „Freude am Glauben“, den er in eine Reihe mit von ihm sogenannten „katholischen Glaubenswächtern“ und „Vertretern fundamentalistischer Extrempositionen“ stellte.
Fünf Jahre später scheint in Fulda die große Verbrüderung zustande gekommen zu sein.
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Montag, 17. Juli 2006 12:29
Gotthard: Erfolgsstory
In Deutschland soll es nur 30 Priester der Pius-Sekte geben…
Wer spricht da von einer Erfolgsgeschichte?
Wer spricht da von einer Erfolgsgeschichte?
Samstag, 15. Juli 2006 09:05
Karl-Peter: @stromer
Ich warte auf Ihr Statement!
Freitag, 14. Juli 2006 18:04
Benedikt: @ Babylon
Ich denke mal, daß hier in Deutschland und überhaupt in Europa es wesentlich schwieriger ist, neue Leute
zu rekrutieren als auf den Philippinen oder so.
Da sind Sie auf dem Holzweg. In Europa gibt es wesentlich mehr Priester pro Gläubige als in den übrigen Teilen der Welt.
Hier kommen in der Regel auf einen Priester so 1300 – 2000 Gläubige. In Brasilien, auf den Philippinen etc kommen auf einen Priester oft wesentlich mehr als 10.000 Gläubige.
Für einen genauen Blick können Sie sich hier informieren:
http://…ww.catholic-hierarchy.org/country/
Da sind Sie auf dem Holzweg. In Europa gibt es wesentlich mehr Priester pro Gläubige als in den übrigen Teilen der Welt.
Hier kommen in der Regel auf einen Priester so 1300 – 2000 Gläubige. In Brasilien, auf den Philippinen etc kommen auf einen Priester oft wesentlich mehr als 10.000 Gläubige.
Für einen genauen Blick können Sie sich hier informieren:
http://…ww.catholic-hierarchy.org/country/
Freitag, 14. Juli 2006 17:52
Cyprian: Gleichgültigkeit
@ Dr. Otterbeck:
99,985 % der Katholiken billigen den NOM
Leider ist Ihre Schreiberei nicht nachvollziehbar. Sie verwechseln den Begriff „billigen“ wahrscheinlich mit dem Begriff „gleichgültig“.
Fortis in fide!
Cyprian
99,985 % der Katholiken billigen den NOM
Leider ist Ihre Schreiberei nicht nachvollziehbar. Sie verwechseln den Begriff „billigen“ wahrscheinlich mit dem Begriff „gleichgültig“.
Fortis in fide!
Cyprian
Freitag, 14. Juli 2006 14:36
Gotthard: Deutschland
in 2006 keine Priesterweihe… ich sage doch: Erfolgsstory…
Freitag, 14. Juli 2006 14:16
Babylon †: Kann jemand die Zahlen für Deutschland
nennen?
Ich denke mal, daß hier in Deutschland und überhaupt in Europa es wesentlich schwieriger ist, neue Leute zu rekrutieren als auf den Philippinen oder so.
Die Leute hier in Europa sind gebildeter, kritischer und soziale Leistungen werden v.a. vom Staat erbracht, nicht von einer Kirche.
Auf den Philippinen oder in Afrika kann man da schon eher Leute an sich binden.
Ich denke mal, daß hier in Deutschland und überhaupt in Europa es wesentlich schwieriger ist, neue Leute zu rekrutieren als auf den Philippinen oder so.
Die Leute hier in Europa sind gebildeter, kritischer und soziale Leistungen werden v.a. vom Staat erbracht, nicht von einer Kirche.
Auf den Philippinen oder in Afrika kann man da schon eher Leute an sich binden.
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