13:18:59 | Dienstag, 21. Dezember 2004
Die Kirche bekommt in absehbarer Zeit neue Heilige und Selige. Unter den Dienern Gottes finden sich Bischof Clemens August Graf von Galen sowie Charles de Foucauld. Insgesamt sollen 22 Katholiken zur Ehren der Altäre erhoben werden.
(kreuz.net, Vatikan) Gestern hat die Kongregation für die Heiligsprechungen in einem Dekret bekannt gegeben,
daß verschiedene Wunder im Hinblick auf die Selig- und Heiligsprechung von Bischöfen, Priestern und
Ordensleuten anerkannt wurden.
In der Liste der 22 Persönlichkeiten des katholischen Lebens, die in
absehbarer Zeit selig- oder heilig gesprochen werden, befindet sich der Diener Gottes, Bischof Clemens
August Graf von Galen, Kardinal der Römischen Kirche, der während des zweiten Weltkrieges Bischof von
Münster war. Er wurde am 16. März in Dinklage (nördlich von Osnabrück) geboren und starb am 22. März
1946 in Münster.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde er wegen seiner
Predigten gegen die nationalsozialistischen
Euthanasieprogramme als „Löwe von Münster“ bekannt. Jetzt ist der Weg zur Seligsprechung des mutigen
Bischofs gebahnt. Ein Termin für die offizielle Erhebung zur Ehre der Altäre durch den Papst muß noch
in Abstimmung von Vatikan und Bistum Münster gefunden werden.
Ein Wunder wurde ebenfalls dem ehrwürdigen
Diener Gottes, Charles de Foucauld, zugeschrieben, der sich Charles de Jésus nannte. Er wurde am 15.
September 1858 in Straßburg geboren und war Soldat, Geograph, Trappist, Linguist, Eremit und Priester.
Zuletzt lebte er als Eremit in der algerischen Wüste und wurde am 1. Dezember 1916 bei einem Überfall
von Tuaregs in Tamanrasset in Algerien erschossen.
Unter den zukünftigen Seligen befindet sich auch
die Dienerin Gottes, Marianna Barbara Cope. Sie lebte als Drittordensfranziskanerin im US-Bundesstaat
New York und wurde bekannt als Mutter Marianna von Molokai (Hawai), wo sie sich dreißig Jahre um Leprakranke
kümmerte. Geboren wurde sie am 23. Januar 1838 in Heppenheim (westlich von Worms). Sie starb am 9. August
1918 in Molokai (Hawai).
Ein weiterer Kandidaten für eine Seligsprechung befindet ist der am 9. August
1882 in Elberfeld (bei Düsseldorf) geborene Dominikanerpater Titus Horten. Er war im Verlags- und Missionsapostolat
tätig und starb am 25. Januar 1936 in nationalsozialistischer Kerkerhaft.
Die Kongregation für Heiligsprechungen
nennt für eine Seligsprechung in absehbarer Zeit weiter acht Polen und fünf Italiener.
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Dolfus 13:16:35 | Donnerstag, 23. Dezember 2004