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Dienstag, 11. Juli 2006 20:41
Der Generalrat ist gewählt
Wenige Tage nach den Wahlen in der Petrusbruderschaft gab es auch wichtige Wahlen bei der Priesterbruderschaft St. Pius X.
Links: Bischof Bernard Fellay Mitte: Pater Niklaus Pfluger Rechts: Pater Alain-Marc Nély
Links: Bischof Bernard Fellay
Mitte: Pater Niklaus Pfluger
Rechts: Pater Alain-Marc Nély
(kreuz.net, Ecône) Das Generalkapitel der Priesterbruderschaft St. Pius X. hat heute Dienstag Bischof Bernard Fellay als Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X. bestätigt.

Als seine Assistenten wurden der deutsche Distriktsobere Pater Niklaus Pfluger und der italienische Distriktsobere Pater Alain-Marc Nély gewählt.

Protokollgemäß prüfte das Generalkapitel zuerst, ob die vierzig Kapitulare ordnungsgemäß gewählt wurden. Danach trat Mons. Fellay als Superior der Bruderschaft zurück.

In der anschließenden Wahl wurde der Bischof für zwölf Jahre als Generaloberer wiedergewählt.

Der Generalobere und seine beiden Assistenten vor der Statue des Heiligen Papstes Pius X.
Der Generalobere und seine beiden Assistenten vor der Statue des Heiligen Papstes Pius X.
Bischof Bernard Fellay ist am 12. April 1958 im Schweizer Kanton Wallis als Sohn einer Deutschschweizerin und eines französischsprechenden Wallisers geboren.

Der Kanton Wallis befindet sich in der Südwestschweiz.

Im Oktober 1977 trat Mons. Fellay ins Priesterseminar der Bruderschaft in Ecône – im Unterwallis – ein.

Die Priesterweihe empfing er am 29. Juni 1982. Gleichzeitig wurde er zum Generalökonom der Bruderschaft ernannt. Nebenbei wirkte er als Kaplan mehrerer Jugendgruppen sowie in einem Priorat.

Am 30. Juni 1988 weihte ihn Erzbischof Marcel Lefebvre ohne Erlaubnis des Heiligen Stuhls zum Bischof.

Im Juli 1994 wurde Mons. Fellay erstmals zum Generaloberen der Piusbruderschaft gewählt.

Bischof Fellay spricht fließend Französisch und Deutsch sowie Englisch. Er versteht Italienisch und Spanisch.

Pater Niklaus Pfluger ist am 3. November 1958 in der Ortschaft Oensingen – im Nordschweizer Kanton Solothurn – geboren. Er trat 1978 im deutschen Priesterseminar der Piusbruderschaft im bayerischen Zaitzkofen bei Regensburg ein.

Die Priesterweihe empfing er im Jahr 1984. Fünf Jahre später wurde Pater Pfluger Distriksoberer der Schweiz. Im Jahr 1991 ernannte man ihn zum Regens des Priesterseminars in Zaitzkofen.

Im Jahr 1998 wurde er erneut zum Distriktsoberen der Schweiz bestimmt. Seit 2004 ist er der Distriktsobere in Deutschland.

Pater Pfluger spricht Deutsch und Französisch.

Das Generalkapitel wählte ihn heute zum 1. Assistenten der Priesterbruderschaft St. Pius X.

Pater Alain-Marc Nély ist am 18. Februar 1950 in der französischen Stadt La Ferté-sous-Jouarre – 60 Kilometer östlich von Paris – geboren. Im Jahr 1979 trat er ins Priesterseminar in Ecône ein.

Die Priesterweihe empfing er 1984. Zwischen 1984 und 1994 war Pater Nély Konrektor und Philosophieprofessor an der Schule Saint Joseph des Carmes im südfranzösischen Département Aude.

Die folgenden zehn Jahre wirkte er als Prior in der südfranzösischen Stadt Marseille.

Seit 2004 ist Pater Nély der Distriktsobere in Italien.

Er spricht Französisch, Italienisch und Englisch.

Das Generalkapitel wählte ihn heute zum 2. Assistenten der Priesterbruderschaft St. Pius X.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 47 Lesermeinungen:
Samstag, 22. Juli 2006 17:46
Agiafortuni: Aquin’s Urenkel
Was sie sagen stimmt nicht ganz. Die FSSPX hat in ihren Reihen einige sehr tüchtige Gelehrte, allen voran Professor Paolo Pasqualucci, ein Laie. Daneben Pater Calderon, Pater Gleize, Pater Bourmaud. Sie alle verfügen über ein äusserst solides Wissen
Mittwoch, 19. Juli 2006 11:42
virOblationis: theol. Wissenschaft und FSSPX
Das Problem, das Sie ansprechen (wissenschaftl. Theol. und Phil. innerhalb der Ausbildung), ist wohl vor allem darin begründet, daß die trad. Lehre aus den Universitäten verdrängt worden ist. Man nimmt deren Argumente dort wohl kaum mehr zur Kenntnis, sd. verfährt eher, als ob es sie gar nicht gäbe. Unwissenschaftlichkeit der anderen Seite!

Auch darf man das Bild des FSSPX-Priesters nicht verzeichnen. Sie kennen immerhin die Grundlagen der Lehre und sind dadurch im Vorteil. Außerdem: So sehr unterlegen kann ich sie mir nicht vorstellen in einer Diskussion; ich denke an ein Beispiel, das ich (in Ausschnitten) hörte: P. Pfluger in einer Rundfunk-Diskussion vom Anfang der neunziger Jahre. Auch ist hinsichtlich einer Synthese von Wissenschaft und FSSPX-Priesterausbildung an P. Dr. phil. Jatzkowski zu erinnern, der vor gar nicht langer Zeit erst geweiht worden ist.
Mittwoch, 19. Juli 2006 10:19
Aquins Urenkel: @Malachias
Ich bin weder der Konzilskirche – ich würde sie übrigens lieber die offizielle Kirche nennen – noch den Sedis verbunden. Ich stehe „Inside the FSSPX“, bin aber kein Kleriker.
Deshalb darf ich mir auch eine so massive Kritik erlauben. Ansonsten würde ich möglicherweise enden wie der ehemalige Prior von Essen, den man nun als Spiritus Rector eines Altenheims kaltgestellt hat. Die Bruderschaft hat nahezu keine Theologen in Ihren Reihen (keine akademischen meine ich)! Die Tradition muss aber Eliten bilden, will sie von Rom ernst genommen werden. Auch ich halte wie die Kleriker der Bruderschaft die liberalistischen, sozialistischen und modernistsichen Lehren für Gift. Aber im Gegensatz zu den Hochwürdigen Herren habe ich Luther, Nietzsche, Heidegger usw. gelesen und studiert. Studiert wohlgemerkt, nicht verinnerlicht.
Ein Priester der Bruderschaft weiss für gewöhnlich nur, dass diese Lehren verurteilt sind, aber er kann es nicht begründen. An den Seminaren der Bruderschaft wird keine Wissenschaft getrieben, sondern stumpfsinnig auswendig gelernt und Lektüre nur selektiv gelesen. Kaum ein Priester der Bruderschaft wäre z.B. in einer Podiumsdiskussion auch nur ansatzweise einem mittelmäßigen Konzilskirchenpriester argumentativ gewachsen. UND DAS MACHT MIR ANGST FÜR DIE ZUKUNFT DER TRADITION!!! Es gäbe manchen Laien innerhalb der Bruderschaft, der in verantwortlicher Position strahlen könnte, aber die weiheamtliche Handauflegung gilt als höhere Qualifikation als Studium und Talent!!!
Dienstag, 18. Juli 2006 20:34
Malachias †: @Urenkel des Aquinaten
Inside the FSSPX ist Ironie eine Sünde!
Seltsam, so etwas Ähnliches habe ich von einem FSSPX-Gläubigen neulich auch schon mal gehört…

Meine Meinung: An und für sich ist Ironie keine Sünde, sie kann aber dazu werden, wenn derjenige, der sie verwendet, dies in dem Wissen tut, dass der Adressat sie nicht als solche zu erkennen in der Lage ist und ihn somit bewusst in die Irre führt bzw. dies in Kauf nimmt. Aber das will ich Ihnen in diesem Zusammenhang hier natürlich nicht unterstellen…

Es ist gar nicht so einfach, aus Ihren beiden Beiträgen auf Ihre Position zu schließen. Fühlen Sie sich denn mehr der Konzilskirche oder dem Sedisvakantismus verbunden?

Die 99,9% sind natürlich völlig daneben gewesen! Aber für die ersten paar Sätze müsste das mit der Ironie ja auf jeden Fall gelten, so dass wir mindestens bei 20% (immerhin!) landen dürften…
Dienstag, 18. Juli 2006 19:14
Aquins Urenkel: @Malachias, den Herrscher über die Smileys
Inside the FSSPX ist Ironie eine Sünde!

Dies dürfte Ihre Frage beantworten. Was das fallen meiner Worte in offene Ohren betrifft: Zwischen den Ohren sollte sich eine Masse befinden, die fähig ist, die selben aufzusaugen, ohne sie verdunsten zu lassen oder in den nächsten Eimer auszuwringen!
Dienstag, 18. Juli 2006 15:30
Malachias †: @Urenkel des Aquinaten
Ihre Ausführungen sind sicher zu 99,9% ironisch gemeint? ?:)

Dann: Vergelt’s Gott für Ihre mutige Kritik an FSSPX und Konzilskirche!
Hoffen und beten wir, dass sie in offene Ohren und Herzen fällt!
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