Ob sie schuldig sind, ist schwer zu sagen. Sicher ist dagegen, daß das offizielle Regime etwas gegen sie hat.
(kreuz.net) China will sechs protestantische Pastoren exekutieren.
Das berichtete der Nachrichtendienst
‘AsianNews’ am Montag.
Die sechs Verurteilten werden des Mordes und des Betruges angeklagt. Doch ihre
Rechtsanwälte erklären, daß die Beweislage unklar sei und die Geständnisse durch Folter zustande gekommen
seien.
Der Verantwortliche für das Bluturteil ist Richter Liu Qingyi. Er gehört zum Volksgerichtshof
von Schuangjaschan in der östlichen Provinz Heilongdschiang.
Die Polizei hatte Anklagen gegen 17 Personen
vorgebracht.
Wegen Mordes zum Tode verurteilt wurden Xu Shuangfu (60), Li Maoxing (55) und Wang Jun (36).
Ein Todesurteil erhielten auch Zhang Min (35), Zhu Lixin (37) und Ben Zhonghai. Die Ausführung der Strafe
wurde suspendiert.
Des weiteren erhielten elf Personen zwischen drei und 15 Jahre Gefängnis.
Xu (60)
ist Leiter einer protestantischen Gruppe, die sich „Drei Stufen von Dienern“ nennt und im Land mehr als
500.000 Mitglieder besitzt.
Er soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit den anderen 16 Verurteilten,
die zu seiner Gruppe gehören, zwanzig Leiter einer anderen protestantischen Gruppe getötet und umgerechnet
3.2 Millionen Euro unterschlagen haben.
Die Todesurteile scheinen im Zusammenhang mit einer landesweiten
Verfolgungswelle zu stehen, die sich gegen Protestanten richten, die zu Hauskirchen gehören.
Das kommunistische
Regime erlaubt das Praktizieren des Protestantismus nur innerhalb der sogenannten ‘Bewegung der drei Autonomien’.
Diese wurde 1950 nach der Machtergreifung des kommunistischen Diktators Mao Tse Tung eingerichtet.
Nach
offiziellen Statistiken gehören zehn Millionen Chinesen zu dieser vom Staat anerkannten protestantischen
Organisation.
Die Zahl der unregistrierten Protestanten wird auf über 50 Millionen geschätzt.
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