Benedikt XVI.
Gibt es einen Gott im Internet?
Ein bayrischer Landsmann des Papstes möchte beweisen, daß Katholiken auf der Höhe der Zeit sind und darum den Heiligen Vater lieben. Dazu hat er sich eine besondere Initiative einfallen lassen.
(kreuz.net) „Gibt es einen Gott im Internet?“ – fragte sich Ludwig Gutsmiedl aus der Ortschaft Grainet. Grainet befindet sich rund 30 Kilometer nordöstlich von Passau.

Gutsmiedl erklärte vor ‘kreuz.net’, daß sich viele Millionen Christen täglich treffen, miteinander beten und sich helfen: „Wie sieht es aber im Internet aus?“

„Wieviele Christen gibt es hier und wieviele Gläubige bekennen sich zum Glauben und zu unserem Papst? Kann es sein, daß das Internet leer und ohne gläubige Menschen ist?“

Gutsmiedl verneint diese Frage. Er glaube daran, daß es auch hier, in diesem neuen Medium, viele Menschen gebe, die an Gott glauben und dies auch bezeugen wollen.

Deshalb hat sich der rührige Bayer zum Papstbesuch im September eine besondere Aktion einfallen lassen.

Er möchte beweisen, daß es nicht nur vor Ort und in den Pontifikalämtern Tausende Menschen gibt, die mit dem Heiligen Vater beten und ihm zujubeln. Diese Gläubigen seien auch im Internet vorhanden.

Die Kirche sei nicht „verstaubt“, sondern sehr aktiv im Internet tätig.

Deshalb hat Gutsmiedl eine Onlineinitiative gestartet, die sich „Benedikt-wir lieben dich“ nennt. Gutsmiedl möchte Benedikt XVI. mit Tausenden von Unterschriften überraschen, die auf seiner Webseite hinterlassen werden können.

Auf diese Weise will er dem Papst zeigen, daß „wir alle hinter ihm stehen“.

Die virtuelle Unterschriftenliste ist unter Benedikt-WirLiebenDich.de zu finden.

Auf der Homepage gibt es auch einen automatischen Zähler, der die verbleibenden Monate, Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis zur Ankunft des Papstes in Bayern angegeben.

Falls genügend Leute unterschreiben, möchte Gutsmiedl dem Heiligen Vater die Unterschriftenliste zukommen lassen:

„Es soll eine Art »Internetglaubensbekenntnis« werden.“

Die Teilnehmer können ihrer Unterschrift auch eine Bemerkung anfügen. Die meisten Kommentare wünschen dem Papst Gottes Segen und alles Gute:

„Ad multos annos!“, „Gott schütze Papst Benedikt“, „Benedikt werde 100 Jahre“, „Dankeschön, Benedikt, daß es dich gibt!“

Manche hinterlassen auch unkatholische Kommentare: „Pro Frauendiakonat, es wäre langsam an der Zeit!“ oder „Gay Pride und Weltjugendtag unbedingt zusammenführen!“

Gutsmiedl hofft, daß viele unterschreiben: Je mehr mitmachen, umso „dicker“ wird das Buch:

„Also schnell auf die Homepage klicken und sich in die Liste eintragen.“
      
13 Lesermeinungen
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#13   paule46   12:49:11 | Montag, 25. Januar 2010
Innerkirchliche Reformen wichtiger
Mit Hilfe des Internets das Evangelium an die Menschen heranzutragen und mit Angehörigen anderer Religionen ins Gespräch zu kommen, ist gewiss eine „in der Zeit“ liegende Option der katholischen Kirche.
Für mich ist es eine nicht minder notwendige Aufgabe, Papst Benedikt immer wieder aufs Neue aufzufordern, endlich die seit Jahrzehnten aufgestauten Reformschritte zu gehen, damit die Kirche auch von Innen ein „Aggiornamento“ vollzieht, anstatt den Reform ablehnenden Kräften innerhalb der katholischen Kirche (Opus Dei, Pius-Bruderschaft, u.a.) ständig den Rücken zu stärken. Inzwischen muss die Frage gestellt werden, ob Papst Benedikt persönlich noch ein Konzilsbefürworter ohne Wenn und Aber ist.
Im Gegensatz zu allen anderen europäischen Staaten hat der Vatikan bis auf den heutigen seine absolutistischen bzw. autokratischen Herrschaftsstrukturen nicht abgelegt und die vatikanischen Instanzen nicht im Entferntesten daran denken, sich den Gedanken von „Partizipation“ und „Communio“ zu öffnen. Wegen der erforderlichen Kürze kann ich in diesem Zusammenhang die binnenkirchlichen Reformen nur auflisten:
Aber es geht nicht nur um das zahlenmäßige Problem des Priestermangels, sondern um die Frage, ob der Zölibat und der Ausschluss von Frauen heute nicht den evangeliumsgemäßen Auftrag der Gemeindebildung entscheidend behindert. Biblisch ist die Ordination nur unverheirateter Männer nicht begründbar.
Paul Haverkamp, Lingen
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#12   albi2000   04:59:24 | Mittwoch, 25. Oktober 2006
Die Elohim im Internet.
o^/ o^/ o^/ Diese Frage ist schon falsch gestellt, da es nach der Bibel keinen Gott gibt:
Der Anfang der Bibel, die Genesis, berichtet vom Werk der Elohim. In den ursprünglichen hebräischen Schriften heißt es: „Am ersten Tag schuf Elohim dies, am zweiten Tag schuf Elohim das usw“. dieser Begriff „Elohim“ wurde fälschlicherweise mit „Gott“ übersetzt, obwohl er im hebräischen „die vom Himmel gekommenen“ bedeutet und im Plural steht.
Diese Elohim sind ja wahrscheilich nicht im Internet, vielmehr surfen sie in All.
www.allenbach-ufo.com
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#11   wiesen   21:26:55 | Sonntag, 16. Juli 2006
bitte den ball flach halten …
hallo,
man kann immer und überall etwas schwarzes sehen, wenn man will. bleiben wir einfach bei der idee, es werden menschen gesucht im internet, die an gott glauben und für benedikt sind -punkt –.
personenkult sehe ich darin überhaupt nicht, ich glaube schon, dass sich benedikt über diese idee freuen kann.
o^/
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#10   Breze   23:30:11 | Freitag, 14. Juli 2006
@JohannesD
„„einen solchen Personenkult – den hatten wir schon mal „“
Was für einen Personenkult denn??????
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#9   Artois †   17:12:52 | Freitag, 14. Juli 2006
Tradi
Ich habe noch nie einen tradi getroffen, der eine falsche Lehrmeinung über Papst und kirchliches Amt vertritt. Hingegen die Modernisten, incl. Papst selbst, wollen beides zerstören. Dies ist übrigens das einzige Ziel, das sie überhaupt verfolgen, alles andere sind bestenfalls Ablenkungsmanöver.
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#8   makakema   13:20:03 | Freitag, 14. Juli 2006
2 Mose 32
Na ja, die Adresse der Webseite ist mehr als grenzwertig und ich kann mir nicht vorstellen, daß der Papst das wirklich gutheißen kann.
Das Ganze erinnert mich stark an 2 Mose 32. Und ich bin katholisch. Wie sollen das erst Nichtkatholiken sehen???
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#7   Celebration   07:59:59 | Freitag, 14. Juli 2006
Benedikt
einen solchen Personenkult – den hatten wir schon mal :-[ :-!
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#6   Breze   00:32:04 | Freitag, 14. Juli 2006
zur Site
schöne Idee!!!
Hab mich auch verewigt, aber das mit dem Text wollte nicht so klappen
:-)
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#5   Gotthard   23:47:49 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Nüchternheit
eine gewisse Nüchternheit ist gegenüber allen Dienstämtern in der Kirche angeraten… positiv wie negativ.
‘Ergebenheitsadressen gegenüber Pfarrer, Bischof und Papst sind meine Sache nicht. Respekt und Anerkennung ihrer jeweiligen Aufgaben gegenüber – klar doch! Aber keine frömmelnden Hoheitstitel und sonstigen Ergüsse.
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#4   Jimmy   23:45:47 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Au weia
Au weia, was für ein Mumpitz. Wenn der gute Mann schon über einen PC verfügt und Homepages basteln kann, dann er etwas sinnvolleres damit machen können, als so einen überflüssigen Personenkult zu starten. Da kann einem nur schlecht werden.
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#3   Ralf B. †   20:37:14 | Donnerstag, 13. Juli 2006
EWIGE Treue?
Papst Benedikt XVI. ist der Nachfolger des Petrus, der mit der Vollmacht der Leitung der Kirche ausgestattet ist. Er ist die höchste Lehr- und Rechtsautorität in der Kirche – natürlich nicht gemäß den Vorstellungen, die mancher Vulgärkatholik oder Supertradi davon hat, sondern gemäß der Lehre der Kirche und ihrer Rechtsordnung.
Insofern gilt diesem Papst meine Treue, denn ich erkenne seine Stellung in der Kirche und für die Kirche an.
Aber EWIGE Treue? Nein, sicher nicht. Was soll ich denn dann machen, wenn dieser Papst stirbt und ein Nachfolger kommt? Wenn ich Benedikt XVI. schon ewige Treue geschworen habe, kann ich ja dem Nachfolger nicht mehr treu sein, der vielleicht einen neuen CIC promulgiert oder Ähnliches.
Und im Himmel werde ich Benedikt sicher nicht treu sein, denn dort wird es keinen Papst geben. Insofern bin ich sicher Papst Benedikt XVI. nicht „ewig treu“. Ein guter und rechtgläubiger Katholik bin ich trotzdem (denn – o Wunder – über Rechtgläubigkeit entscheidet zu meinem Glück nicht der Menschenhass von kreuz.net-Lesermeinungspostern :-] )
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#2   deusexmachina   19:31:41 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Ganz schön gruselig
…was manche da so reinschreiben.
Enrico Jolie, Braunau 13.7.2006, 19:05 Uhr:
„kreuz.net steht über dem Papst“
(Ja, das hätten die wohl gerne)
Gerd Metzger Ansbach 13.7.2006, 19:24 Uhr
„Wir schwören Dir ewige Treue!“
(Nanu? Das klingt weniger nach Katholizismus als nach… na, man weiß schon… und überhaupt: Das ist nur der STELLVERTRETER, Leute!)
Und das alles, damit irgendeine Schreibkraft im Vatikan das dann ‘mal durchwuseln darf. Nun ja.
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#1   Metzi   19:02:08 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Super
Sowas ist doch mal eine schöne initiative.
Hoffe diese Seite wird verbreitet das sich auch viele eintragen können ;-)
Ich jedenfalls habe meine Spuren auf der Seite hinterlassen ^^ o^/
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