Kinderschlachtung
Ein würdeloser, nackter Affe
Seit der Aufklärung gilt die unantastbare Menschenwürde als die Generalnorm der Menschenrechte. Doch damit ist es jetzt vorbei. Von Hubert Hecker.
(kreuz.net) Der Begriff Würde sagt aus, daß dem Menschen kein Äquivalent entspricht – also ein noch so hoher Wert oder Zweck die Einmaligkeit eines Menschenlebens nicht aufwiegen kann.

Dieser Bedeutung von Würde entspricht die biblische Aussage der Gottebenbildlichkeit des Menschen. Darin hat das vorstaatlich gegebene Recht auf Menschenwürde seine Quelle und Legitimation.

In keiner anderen großen Weltkultur oder Weltreligion konnte diese grundlegende Kategorie von Menschenwürde herausgebildet werden.

Aus der unantastbaren Menschenwürde folgt das sakrosankte Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, von dem zum Beispiel im Artikel 2 des Deutschen Grundgesetzes die Rede ist.

Dieser fundamentale Konsens des christlichen und aufgeklärten Europas wird heute durch mehrere Großideologien untergraben, angegriffen und zu zertrümmern versucht.

Die Basis dafür legte der französische Philosoph René Decartes († 1650). Er hat die Welt in krude Dinge ohne Geist und Seele sowie in die geistig-logische Welt ohne Materialität auseinanderdividiert.

Diese Doktrin sieht im Menschen nichts als ein mechanisches Zusammenspiel, eine komplexe Chemiefabrik, ein kybernetisches Biosystem.

Heutige Vertreter der Biowissenschaften sehen in dem ungeborenen Menschen im Frühstadium einen Zellhaufen oder Biomaterial, das wegzuschneiden oder abzusaugen diese kühlen Köpfe als Alltagsgeschäft verbuchen.

Auch aus dem Lager der Evolutionstheorien werden der ethisch-politischen Kategorie der Menschenwürde schwere Schläge versetzt.

Wenn der Mensch als der nackte Affe definiert wird, als einer der 93 Primaten-Arten oder ein Werkzeug gebrauchendes Tier, das zu seinen Gattungsnachbarn keinen substantiellen Unterschied aufweist, dann ist der Begriff Würde als ein unendlicher Wert obsolet.

Schließlich ist der Ansatz des Utilitarismus ein Totengräber der Menschenrechte.

Der Utilitarismus setzt die
Nobelpreisträger James Watson:
Bei der Tötung eines behinderten Kindes wird viel Leid verhindert, durch die Geburt eines gesunden Kindes dagegen wachsendes Lebensglück erreicht.
größtmögliche Leidverminderung sowie das Glück der größtmöglichen Zahl als universales moralisches Prinzip für soziale Systeme an.

Bei der Tötung eines behinderten Kindes etwa, so argumentiert der Nobelpreisträger für Medizin, James Watson, wird viel Leid verhindert oder vermindert, durch die Zeugung und Geburt eines gesunden Kindes dagegen wachsendes Lebensglück erreicht.

Die massiven Angriffe auf die Menschenwürde schlagen sich auch in der juristischen Kommentierung des Deutschen Grundgesetzes nieder, dem berühmten Maunz-Dürig-Kommentar.

Bisher galt die Menschenwürde ab dem Zeitpunkt der Zeugung, bei dem der „neue Persönlichkeitskern entsteht, … in dem alles Wesentliche und Wesenhafte eines Menschen beschlossen ist“.

In der Neuausgabe des Maunz-Dürig von 2003 bevorzugt der Kommentator eine „prozeßhafte Betrachtung des Würdeschutzes mit entwicklungsabhängiger Intensität eines bestehenden Achtungs- oder Schutzanspruches“, so daß insbesondere der ungeborene Mensch die unantastbare Würde nur noch in einer „gleitenden Skala variierender Disponibilität“ beanspruchen kann.

Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Wolfgang Böckenförde bedauert in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ vom 3. September 2003 diesen „Abbau von Würdeschutz nach Angemessenheitsvorstellungen des Interpreten“.

Aber der gleiche Richter hat mit der Zustimmung zum Abtreibungs-Urteil des Verfassungsgerichts von 1993 diese Destruktion der Kategorie ‘Würde’ mitbefördert.

Im Leitsatz Nr. 7 des Bundesverfassungsgerichtsurteils vom 28. 5. 1993 zu Abtreibung, entsprechend Paragraph 219 des deutschen Strafrechts, heißt es, daß die Menschenwürde und das Lebensrecht des Ungeboren dann aufgehoben werden kann, wenn durch die Schwangerschaft solche schweren Belastungen entstehen, die die zumutbare Opfergrenze „eigener Lebenswerte“ übersteigen.

Damit wird der ungeborene Mensch oder ein Menschenleben in eine Äquivalenzbeziehung zu anderen „Lebenswerten“ gesetzt.

Leben und Würde des Menschen werden angetastet.

Die Katholische Kirche ist die einzige Großorganisation in Europa, die das Menschenrecht auf Würde und Leben kategorisch und bedingungslos aufrechterhält.
      
39 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#39   JR-Europe.org   16:02:48 | Montag, 17. Juli 2006
@deusexmachina: … wirklich???? Da gibt
es angebliche Menschenfreunde o^/ welche Internetbeiträge anderer(!) nutzen, um als witzig rüber zu kommen? Na wenn das der liebe Gott sieht (der mit dem „Rauschebart“), wird er denen hoffentlich den Popo versohlen und mir verzeihen, dass ich so etwas geäußert habe O:)
Mit besten Grüßen
Jens Rabis
Redaktion benachrichtigen
#38   deusexmachina   14:00:19 | Montag, 17. Juli 2006
@Bernado
Sie lavieren herum. Halten Sie es tatsächlich für argumentativ stark, mit einem pseudojovialen „davon verstehen Sie nichts“ herumzuwedeln unter Vernachlässigung sämtlicher Belege für Ihre Aussage? So wird das nichts. Wenn Sie nicht einmal in der Lage sind, Ihr Glaubensgebäude nach außen hin, einem Ungläubigen gegenüber, stringent zu skizzieren, wie wollen Sie denn da je eine „Einladung“ aussprechen können? „Kommen Sie her, ich bekomm’s zwar selbst nicht so recht auf die Reihe, aber seien Sie dennoch herzlich eingeladen, mir bei Puzzlespielen und Mutmaßen zu helfen“?
Und Sie verdrehen Ihre eigenen Worte: Unten hoben Sie noch explizit auf das „priusquam te formarem“ ab, in dem zweifellos Gott der Agierende ist, und nun auf einmal soll sich da eine irgendwie „menschliche Voraussetzung“ eingeschlichen haben?
In Sachen „Exklusivvertrag“: Das kaspern Sie doch bitte mit den unzähligen Kirchen, Sekten und Grüppchen ab, die alle anderer Meinung sind. Die werden Ihnen geflissentlich was husten.
@Moritz
Na, wie schön, dass selbst Sie galliger Beinpinkler zur Abwechslung ‘mal gelacht haben. Allerdings scheint es auch ein eher anspruchsloses Publikum gewesen zu sein, wenn die schon bei „Tussi“ losprusten, einem Nickname, der bei uns väterlicherseits verständlicherweise lange Tradition hat (ich wurde selten so genannt, aber bei meinem Vater war das lange ganz normal, in Bayern neigt man zu solchen Formen). War wohl ein eher wein- und bierseliger Abend, ja? Schen-kel-klop-ferrr, höhö!
Redaktion benachrichtigen
#37   JR-Europe.org   12:16:28 | Montag, 17. Juli 2006
@Bernado: … um Einladungen zu verteilen,
müßten Sie erst verstehen, dass Sie auch ein Teil der Kirche sind, d.h. man tritt u.a. wegen Ihnen ein oder auch nicht, manche vielleicht sogar aus.
Daher glaube ich, dass Sie es als zu anstrengend empfinden, sich auch als ein Teil Gottes zu empfinden (mein Glauben), denn dann hätten Sie noch gigantischere Verantwortung, für alles was passiert oder nicht passiert!?
Nun gut, alles ist Glauben, selbst das Wissen, was nur immer neue Fragen aufwirft (wir wissen, dass wir nix wirklich wissen) … d.h. wir sind alle(!) unwissend.
Amen.
Diese Demut habe ich, aber bestimmt nicht die Demut, noch mal über 20 Jahre in einer Einheitssoße zu leben, egal ob staatlich organisiert oder religiös. Selbst wenn mich abermillionen „Unerfahrene“ – die eben nicht in 2 Gesellschaftssystemen aufgewachsen sind – vom Gegenteil überzeugen wollen.
Man erwartet nun vielleicht Antworten von mir … hm eigentlich wollte ich mir Politik verkneifen … ich sollte es tun!? Aber dieses verdammte „anonyme“ Internet verführt mich immer wieder zum plappern.
O.k.:
EU-weit direkte Steuern auf 15% und Mehrwertsteuer auf 25%. Da echte Katholiken – bis auf bei Götzen/Bauten – wohl eher nicht dem Materialismus hinterherlaufen, dürfte diese „Idee“ doch wohl positiv sein. Jeder macht dann mit seinem Geld vor allem das was er will (in der Einbildung eines freien Willens, aber befriedigend) und nicht der Staat bzw. die Institution ?:)
Mit besten Güssen
Jens Rabis
Redaktion benachrichtigen
#36   Bernado   10:22:26 | Montag, 17. Juli 2006
Solche und solche Seelen
„Deusex“ schrieb: „Soso, und was können die armen lateinischen Vokabeln dafür, dass Sie allerhand Zeugs in sie hineindichten, das sie überhaupt nicht besagen?“.
Ich habe schon stärkere Argumente gehört. Aber, wenn ich’s recht bedenke, nicht von Ihnen. Von Latein sollten Sie besser ihre Finger lassen, ebenso von Metaphysik – von beidem verstehen sie nichts.
Denn Sie schrieben weiterhin: „Und übrigens gibt es für einen allmächtigen Gott (was der Ihre ja sein soll) nichts in der Art einer notwendigen Voraussetzung.“. Ach ja, Sie verwechseln da was, typischerweise: Nicht in Bezug auf Gott war hier meinerseits von Voraussetzungen die Rede, sondern von menschlichen Begriffen.
„Deusex“ schrieb „Sie gehören wohl auch zu denen, die glauben, Gott hätte mit ihrer präferierten Auffassung einen Exklusivvertrag geschlossen und alle anderen Millionen und Milliarden seien dumme Würstchen?“.
Abgesehen davon, daß ich mich um Auskünfte über „meinen Gott“ sicher nicht an Sie wenden würde: Mit dem „Exklusivvertrag“ liegen sie gar nicht einmal so falsch: So ähnlich könnte man das Verhältnis zwischen dem Herrn und seiner heiligen katholischen Kirche durchaus beschreiben. Nur daß er und seine Kirche die „anderen Milliarden“ nicht (wie Sie das gegenüber allen, die Ihre Privatmeinung nicht teilen, zu tun scheinen) als „dumme Würstchen“ betrachtet, sondern als Menschen, die herzlich eingeladen sind, dem ganz und gar nicht exklusiven Vertrag beizutreten.
Auch Sie.
Redaktion benachrichtigen
#35   Maurice Corvisier   07:27:28 | Montag, 17. Juli 2006
@ Bernado
Ist dieser Dämon nicht ausgesprochen unterhaltsam? Wir hatten am Wochenende eine richtig schöne Familienfete. Der Höhepunkt war eine Verlesung seiner besten Beiträge: ungeheure Heiterkeit, und diese war auf dem absoluten Höhepunkt, als ich vorlas, wie er angeblich zum ersten Mal von der Pille erfuhr, nämlich als Krampflösungsmittel für eine Freundin. Meine Leute hatten Wasser in den Augen und waren lange nicht zu beruhigen.
Und am Schluß schoß ein Cousin den Vogel ab, als er analysierte: „Klarer Fall: defizitäre Persönlichkeitsstruktur mit deutlich kompensatorischen Verhaltensweisen und erkennbarem Hand zur Beschäftigung mit Abartigkeiten – siehe z.B. die intime Kenntnis der Schmutzecken und Dreckhaufen sogar von kleineren Städten in Europa.“
Beim Frühstück reichte es, daß jemand kurz „Tussi“ sagte: alles gluckste.
Man sollte dem Kerlchen dankbar sein. So ein hoher Unterhaltungswert!
Redaktion benachrichtigen
#34   deusexmachina   04:38:59 | Montag, 17. Juli 2006
@Bernado
Wie möchten Sie denn etwas „leichter verständlich“ machen, von dem Sie selbst nur „vielleicht“ wissen, was ich meinte, hm? „Vielleicht“ möchten Sie es ja doch lieber erst einmal selbst verstehen, bevor Sie lexikalische Begiffe in Geschwurbel übersetzen?
Ad „Lateinkenntnisse“: Soso, und was können die armen lateinischen Vokabeln dafür, dass Sie allerhand Zeugs in sie hineindichten, das sie überhaupt nicht besagen? Was hat das mit Latein zu tun? Allenfalls doch wohl mit Ihrem speziellen, theologischen Überbau – der hat aber weder mit Latein noch mit konkret dieser Textstelle etwas zu tun.
Mag ja sein, dass Sie diese Schlüsse aus irgendetwas anderem herleiten, aber DIESE Stelle gibt es NICHT her. Und übrigens gibt es für einen allmächtigen Gott (was der Ihre ja sein soll) nichts in der Art einer notwendigen Voraussetzung. KANN es nicht geben, denn wenn etwas notwendig wäre, damit er etwas anderes tun (schaffen) kann, dann WÄRE er ja nicht mehr allmächtig.
Ach ja, und zu Ihrer Bemerkung gegenüber JR-europe.org: Sobald Sie auch nur einen einzigen Beleg für Ihre überhebliche Behauptung, Ihr Gottesverständnis sei richtiger als seins, beibringen können, lasse ich mich katholisch taufen und gehe ins Kloster. Bis dahin sollten Sie allerdings mit etwas gebremstem Schaum diskutieren – Sie gehören wohl auch zu denen, die glauben, Gott hätte mit ihrer präferierten Auffassung einen Exklusivvertrag geschlossen und alle anderen Millionen und Milliarden seien dumme Würstchen?
Redaktion benachrichtigen
#33   JR-Europe.org   15:39:54 | Sonntag, 16. Juli 2006
Bernado: … falsch, ich bin ein Teil Gottes,
genau so wie Sie. Für alles was passiert oder nicht passiert sind Sie und Ich verantwortlich und alle anderen. Ich bin für alle genau so wichtig oder unwichtig wie Sie.
Sie werden auch nicht ehrenwerter, indem Sie so tun, als würden Sie sich selbst nicht sooo wichtig nehmen. Das würde nur funktionieren, wenn Sie einen freien Willen bis hinunter ins Unterbewusstsein hätten und sich das auch noch nach allen Seiten leisten(!) könnten. Den freien Willen haben Sie aber nicht. Sie werden unbewusst so handeln, dass immer mehr als genug
für Sie übrig bleibt.
Sie wollen überleben in der grauen ungefährlichen(!) Masse, um – im Zweifelsfall – schlechtes „als Gottes Fügung“ zu verkaufen?! Sie sind immer zumindest indirekt Mitschuld, weil Sie ein Teil der lebenden Masse sind, welche Nahrung, Platz und Energie braucht. Einfach gesagt, schenken Sie Ihren Platz einen armen Afrikaner, Sie als Individuum machen sich ja eh schon unwichtig?
@deusexmachina: Also ich habe mehr zu jemanden Vertrauen, der es sich leisten kann, nebenberuflich
„Gutmensch – böses Wort ich weiss“ zu sein, als hauptberuflich davon leben zu müssen. Denn dafür müsste er von jemanden das Geld her holen, der es ihm jederzeit – schon aus rein menschlichen Gründen – wieder entziehen könnte. Also von „Menschen mit Hoffungen und Bedingungen“ sollte das Geld für den „Hauptberuflichen“ definitiv nicht kommen.
Mit besten Grüßen JR-E
Redaktion benachrichtigen
#32   Bernado   14:57:43 | Sonntag, 16. Juli 2006
Solche und solche Seelen
„deusex“ schrieb: „Sie möchten mir doch bitte zeigen, wo ich von einer Vorbestimmung „vor aller Zeit“ gesprochen hätte.“.
Das sollte kein Zitat von Ihnen sein, sondern eine für christliche Leser leichter verständliche Umschreibung dessen, was Sie mit ihrem merkwürdigen Begriff von „Metaphysik“ bzw. „metaphysisch“ vielleicht meinten.
Ihre Lateinkenntnisse sind unzureichend. „priusquam te formarem“ (bevor ich Dich herstellte) setzt in der Tat schon das Vorhandenseins eine „Ausgangsmaterials“ (wie bei Töpfer und Töpferton z.B.), konkret die befruchtete Eizelle, voraus und impliziert nicht eine Erschaffung aus Nichtvorhandenem.
Meine „präferierte Art der Exegese“ ist die der katholischen Tradition, die allerdings nicht der Kreativität oder Willkür des Einzelnen Raum schaffen will, sondern stets auf der Grundlage einer zweitausendjährigen Erfahrung und Erforschung erfolgt. Deshalb paßt hier auch gut das Folgende:
JR-europe schrieb:„Also ich sehe … ist Gott (für mich) …
Mit meiner Anerkennung … Jesus ist für mich … Ich meine…“
Schön für Sie, daß Sie in Ihrer Welt im Mittelpunkt stehen. Für andere und insbesondere für die Welt ist das weniger von Bedeutung.
Redaktion benachrichtigen
#31   deusexmachina   11:39:00 | Sonntag, 16. Juli 2006
@Bernado
Wissen Sie, ich bin sogar sicher ein „Amateurexeget“, aber das ist dann immer noch besser als ein „Amateurdiskutant“, wie Sie es sind. Man macht es sich nämlich zu leicht, wenn man, so wie Sie, dem Gegenüber Aussagen unterschiebt, die er so nie getätigt hat. Sie möchten mir doch bitte zeigen, wo ich von einer Vorbestimmung „vor aller Zeit“ gesprochen hätte. Denn auch DAS gäbe diese Zitatstelle gar nicht her. Der genaue Zeitpunkt ist dort nicht definiert, es wird lediglich gesagt, dass Gott Jeremia „erkannt“ hätte, bevor sich irgendetwas im Mutterleib abspielte, also VOR der Befruchtung, die bekanntlich dort stattfindet. Alles andere wäre nur wieder pure Behauptung, was Ihre präferierte Art der Exegese zu sein scheint. Ich halte mich dann doch lieber an das, was dort auch STEHT, wohlgemerkt AUCH IN DER VULGATA STEHT – wie Sie aus zweimaligem „bevor“ (priusquam, antequam) ein „von – bis“ herausbasteln, können Sie ja ‘mal erläutern. Es handelt sich übrigens wohl um eine rhetorische Betonungs-Verdoppelung.
Da steht:
Erkennen < Befruchtung UND
Heiligung < Geburt
Sie stricken daraus:
Befruchtung < Bestimmung < Geburt
Und, wohlgemerkt, hier ist speziell von Jeremia die Rede – über den Normalsterblichen sagt das nichts. Man könnte allerdings mit gewisser Plausibilität argumentieren, dass, wenn Gott das mit jedem Menschen so machen würde, es nicht der expliziten Erwähnung bedürfte, so dass diese Hervorhebung sogar eher darauf hinzudeuten könnte, dass dies UNtypisch sei.
Redaktion benachrichtigen
#30   JR-Europe.org   10:43:27 | Sonntag, 16. Juli 2006
@Bernado: … also schenkt Gott auch
den Zellchen eine Seele im Reagenzglas? Hier mal so die Aussichten: Nicht nur Männer werden überflüssig, sondern auch Frauen bei entsprechenden alternativen „Gebärmuttern“.
science.orf.at/science/news/17490
Also ich sehe in Ihrem tollen Seelenprozess nix besonderes und sehe Seele als Psyche an und die haben Zellen, ja wohl eher weniger. Selbstverständlich ist Gott (für mich die Summe alles Sichtbaren und Unsichtbaren im Gleichgewicht) auch die Psyche.
Mit meiner Anerkennung, dass Gott die Summe alles Sichtbaren und Unsichtbaren im Gleichgewicht ist und somit machtlos auf der Erde, geht alle Verantwortung an uns, innerhalb der Parameter die er gesetzt hat, das zu tun was alles möglich sein kann.
Wenn die Parameter so sind, dass „Eltern“ überflüssig werden, dass man Kontergankinder vorher „aussortieren“ kann, warum denn nicht? Wer sie als Riskogruppe(!) bewußt Kontergankinder gebährt, muß sich kümmern d.h. selber bezahlen!
Weil manche Humane meinen, bessere Humane zu sein, nur weil sie Gott oder Jesus für alles verantwortlich machen, anstatt sich selbst? Jesus ist für mich ein Symbol für Zivilcourage.
Ich meine, wenn man Kindern in der Mathematik Bruchrechnung über Bilder beibringt, warum nicht auch
das Leben über Bilder, mit Gott, Teufel, Himmel, Hölle, Gut, Böse … Aber es gibt den Religionen nicht das Recht, zu verhindern, dass der Mensch das nutzt was als göttlicher Parameter schon da ist und nur noch materialisiert werden muß! Amen.
Gruss JR-E
Redaktion benachrichtigen
#29   Wendelin Vollmer   04:17:45 | Sonntag, 16. Juli 2006
Sehr gut, Bernado
Sie haben es so formuliert, wie ich es auch sehe. Ich finde allerdings, dass klar formuliert sein sollte, von welcher Würde gesprochen wird. Deshalb hätte es nach meiner Meinung „Menschenwürde“ heissen müssen. Denn auch mein Hundchen, Frau Meier, hat eine Würde.
In diesem Zusammenhang noch ein neues Erlebnis. Ich komme gerade aus der „Heiligen“ Vorabendmesse zurück. Pater Jesus hatte heute einen „Jungen“, noch ohne Stola als Assistenten, der, vor 40 Jahren hat man in Deutschland von Kontergankindern gesprochen, nur einen gebrauchsfähigen Arm hat. Was sagen denn die Puristen zu so etwas?
Redaktion benachrichtigen
#28   Bernado   23:34:57 | Samstag, 15. Juli 2006
@Wendelin Vollmer
Sie schrieben: „Mich hat zunächst der Begriff „Würde“ in der Einleitung irritiert. Er wird in keinen direkten Zusammenhang gestellt. Alles hat prinzipiell Würde.“
Die Bedeutung des Begriffes „Würde“ im Sprachgebrauch der Verfassung ist meiner Kenntnis nach nicht eindeutig fixiert. Jedenfalls gehen neuere Ausleger daran, dem Begriff seine Konnotation des Unbedingten zu nehmen und Bedingungen zu formulieren, ab wann ein Mensch ein Mensch ist oder nicht mehr ist und unter welchen Bedingungen ihm (Menschen-)Würde zukomme oder nicht. Das ist Treibsand.
Aus katholischer Sicht erhält jeder Mensch im Augenblick der Verbindung der Zellen der beiden Eltern aus der Hand Gottes seine unsterbliche Seele – damit erübrigt sich m.E. jede weitere Spekulation über eine „Würde“, die erst von einer Verfassung bekräftigt und durch Gesetz näher bestimmt werden muß.
Übrigens: Anders als unser Amateurexeget DDL reichlich großspurig behauptet, bezieht sich der Vers natürlich nicht auf einen abstrakten Punkt der Vorherbestimmung „vor aller Zeit“, sondern ganz konkretauf auf die „Herstellung“ (formatio) des Körpers und die Geburt des Menschen. In nachgerade medizinischer Sprache benennt die Vulgata die beiden Eckpunkte der ganzen pränatalen Existenz des Jeremias, und zwar von der Empfängnis bis zur Geburt:
„Priusquam te formarem in utero, novi te,
et, antequam exires de vulva, sanctificavi te“
Hier ist gar nichts abstrakt, sondern alles alttestamentarisch konkret. Und gut katholisch.
Redaktion benachrichtigen
#27   JR-Europe.org   11:44:07 | Samstag, 15. Juli 2006
@möchtegern-kathole: ich würde Dir sehr
gern antworten, weil ich genauestens weiss, was Du meinst. Politik interessiert mich leider nicht mehr öffentlich, die hat mir schon „seelisch“ die ersten 39 Jahre „versaut“.
Nur ein Tipp: „Was will das deutsche Volk? Vor allem Arbeit oder Beschäftigung? Effiziente Natur oder
teure Technologie?“
Von allem ein bisschen wird viel Zeit und Geld kosten. Prioritäten kann man soooo nicht setzen und es setzt einen „freien Willen“ voraus, den es nicht gibt. Daraus folgt … muß jeder für sich selber entscheiden.
Mit besten Grüßen
Jens Rabis
Redaktion benachrichtigen
#26   DDL   11:39:47 | Samstag, 15. Juli 2006
@Pegasus NbW
Das Problem (i.S. Ihrer Argumentation) an der zitierten Textstelle ist, dass sie „in einer ganz anderen Liga spielt“; sie gibt irgendwelche Ableitungen über Kinder im Mutterleib einfach nicht her, denn sie bezieht sich auf eine (spezifische!) Vorbestimmung, sogar noch bevor irgendetwas im Mutterleib geschieht (lies: vor der Befruchtung). Das ist rein metaphysisch, für uns Menschen nicht sinnvoll handhabbar, denn (und hier ‘mal wirklich) „wo kämen wir da hin“? Da müsste man sich ja über jede Ei- und Samenzelle Gedanken machen, wenn nicht sogar schon vorher (was uns dann zum biochemischen Zellaufbau und schließlich zu den zu uns genommenen Nahrungsmittel, die ja irgendwann in diese Zellen umgewandelt werden, führen würde… Sie merken: Das würde uferlos). „Gott“ mag in solchen Kategorien und Zuständen denken bzw. handeln können – wir können es nicht.
Zudem darf man sehr bezweifeln, dass ein allmächtiger Gott einen Plan mit der Seele eines Menschen hat und sich dann von einer Abtreibung einen Strich durch die Rechnung machen lässt. Ja, ich weiß, „freier Wille“. Dann aber stellt sich die Frage, warum die Fundamentalkatholiken eben diesen freien Willen nach Möglichkeit zu beschneiden suchen? Hier heißt es dann ‘mal, sich zu entscheiden: Entweder ist das alles „gottgewollt“ (INKLUSIVE der stattfindenden Abtreibungen!) oder aber „freier Wille“, dann kann man meinetwegen predigen, darf aber nicht auf Verbote (lies: Unterbindung des freien Willens) hinarbeiten.
Was meinen Sie?
Redaktion benachrichtigen
#25   Pünktchen   11:38:48 | Samstag, 15. Juli 2006
Bischof Wolfg. Huber
„Am berühmtesten und wirkungsmächtigsten ist Immanuel Kants Unterscheidung zwischen einem Wert, der durch einen Gegenwert aufgewogen werden kann, und einer Würde, die „über allen Preis erhaben“ und der gegenüber „mithin kein Äquivalent verstattet“ ist. Was ohne Äquivalent ist, kann aus eben diesem Grunde niemals bloß als Mittel zu fremden Zwecken gebraucht werden, sondern muss als Zweck an sich selbst anerkannt werden. Folglich ist die Würde des Menschen nur so lange gewahrt, so lange er nicht bloß als Mittel zu fremden Zwecken, sondern stets zugleich als „Zweck an sich selbst“ betrachtet und anerkannt wird. Dass wir Menschen stets anderen auch als Mittel dienen, verkennt der Königsberger Philosoph nicht; die kritische Grenze liegt für ihn dort, wo ein Mensch nicht mehr als bloß ein Mittel ist.
Das ist ein Gedanke von erheblichen Auswirkungen. Er setzt einen Begriff der Würde voraus, der gerade nicht im einzelnen bestimmt werden kann, sondern als Grenzbegriff fungiert. Konsequent zu Ende gedacht, sperrt sich der Begriff der Menschenwürde gerade gegen eine abschließende inhaltliche Definition. Denn die Würde des Menschen umfassend definieren zu wollen, hieße, einen Verfügungsanspruch über sie zu erheben. Eine abschließende Definition der Menschenwürde wäre eine angemaßte Herrschaft über die Menschen mit den Mitteln des Begriffs. Insofern hängt die Unmöglichkeit, zu einer abschließenden Definition der Menschenwürde zu gelangen, mit ihrem Inhalt unmittelbar zusammen. www.ekd.de/…ft/Huber_011207.html
Redaktion benachrichtigen
#24   möchtegern-kathole   11:12:48 | Samstag, 15. Juli 2006
ganz natürlich
es ist ganz natürlich, dass man in unseren modernen, westlichen, demokratischen Staaten den Menschen als Resource ansieht. Wichtig ist die effiziente Verwendung. dazu gehört unbeding:
* Wegwerfen von Resourcen, die mehr Geld kosten als sie bringen (Abtreibung von behinderten Resourcen und Töten von alten Resourcen)
* Recycling von Resourcen (Organspende)
* Hohe Steuerbelastung, damit nicht zuviel für Konsum der Resourcen weggeht (Steuerpolitik der letzten Jahre)
* Einbeziehen aller Resourcen in den Arbeitsprozess – also auch von weiblichen Resourcen (sozial verträglich natürlich mit 1jähriger Unterbrechung nach Geburt einer neuen Resource)
* Rationelles Aufziehen kleiner Resourcen in Kindergärten und Krippen, damit nicht für 1-2 kleine Resourcen eine ganze große Resource zuhause bleibt.
* Möglichst langes Arbeiten der Resourcen (so bis 67)
* Kein Mittelabfluß für Resourcen, die keine Arbeit haben (Harz 4)
* Einfache Unterbringung in möglichst kleinen Stadtwohnungen in möglichst hohen, modernen Gebäuden (Käfighaltung von Resourcen)
* billige Spassfaktoren, damit den Resourcen das Lachen nicht vergeht (Fussball, Sex, Filme, Fernsehen, ultraeffizient hergestelltes Genfutter – die als monetärer Gegenwert den Resourcen das Arbeitsentgeld wieder absaugen)
* Eliminieren von Resourcen, die sich fehlverhalten (Irak, Iran)
In diesem Sinne: weiter so, würdige westliche Welt !
Redaktion benachrichtigen
#23   JR-Europe.org   11:04:07 | Samstag, 15. Juli 2006
@PegasusNbW:
Danke für die Richtigstellung der Textmanipulation.
In dem „Rest Menscheit“ sah „ER“ aber nix besonderes.
Oder?
Er überläßt es den „Rest-Menschen“ selbst. Oder? Somit können Eltern sehrwohl schon im Zellstadium entscheiden, ob sie das genetisch vorbelastete Kind nehmen oder nicht.
Der „Witz“ ist – der mir spontan einfällt – ganz besonders Schlaue werden jetzt sagen: „Vielleicht treiben wir ja den neuen Messias ab, der ja durchaus behindert sein könnte!“
Nun ja, wenn der Vater des Messias ornaniert hätte bzw. die Mutter die Eizelle runter gespühlt hätte, wäre nix aus Messias geworden, bei der Theorie – es stand schon vorher fest …
Macht Gott nun mehrere Versuche mit einem Elternpaar oder mit verschiedenen Eltern? Hmmmm, was meint Ihr?
Mit besten Grüßen
Jens Rabis
Redaktion benachrichtigen
#22   PegasusNbW   10:41:40 | Samstag, 15. Juli 2006
@ DDL
Meine Replik bezog sich auf die Aussage von JR-Europe:
3. Zellhaufen sind nur das, was wir von denen halten d.h. die haben 0-eigene-Persönlichkeit, steht auch nix in der Bibel von. Oder?
(Hervorhebung von mir)
Es wurde also nach einem Bibelzitat gefragt – ich habe eines geliefert. Mir ist durchaus klar, dass nicht für jeden die Bibel maßgeblich ist, aber hier ging’s eben um die Frage, ob etwas zu diesem Thema in der Bibel steht.
Desweiteren ging es darum, ob das Kind im Mutterleib schon eine Persönlichkeit hat. Die Stelle zeigt, dass dies biblisch gesehen der Fall ist – wann in Gottes Ratschluss die Persönlichkeit/Seele mit der zugehörigen Berufung geschaffen wurde, ist mE für die Frage, ob die Leibesfrucht beseelt ist und damit eine Persönlichkeit hat, irrelevant.
Ich gebe aber zu, ich hätte meine kurze Replik etwas besser ausformulieren können und sollen.
Redaktion benachrichtigen
#21   Maurice Corvisier   10:37:54 | Samstag, 15. Juli 2006
@ Aloah
Danke!
Es wird übrigens sehr schön werden: unsere ganze Familie kommt von überall her hierhin, trifft sich bei uns, meine Frau hat ein tolles Mittagessen vorbereitet (das dauert bei uns immer etwas länger, das Essen), und wir werden sicher bis in die Nacht hinein richtig fröhlich sein.
Meine Erzählungen über Dönerdämi und Methu werden sicher für allgemeine Heiterkeit sorgen.
Jetzt gehe ich in den Garten, den Tisch decken.
Tschöö!
Redaktion benachrichtigen
#20   Aloah   10:31:12 | Samstag, 15. Juli 2006
@Maurice Corvisier:
>>Schönen Gruß und schönes Wochenende!<<
Denselbigen darf ich gerne erwidern, auch dir ein schönes Wochenende.
Redaktion benachrichtigen
#19   Maurice Corvisier   10:19:26 | Samstag, 15. Juli 2006
@ Aloah
Sie haben recht. Bemühen wir uns darum!
Ganz ehrlich: mich nervt, daß dieser Typ sich hier derartig penetrant herumtreibt, obwohl ihn alle (außer seiner jungen Freundin obelix, Claudia Roth und ein paar anderen grünen Perversen) für einen Klugscheißer und Dummschwätzer halten – und zwar völlig zu recht. Schon das Verständnis einfachster Texte überfordert ihn maßlos.
Vielleicht könnte jemand, der in oder bei Wiesbaden wohnt, bei Vaternahm oder Angermann vorbeischauen und ihm zwei Bilderbücher zum Ausmalen kaufen. So als Neustart seines Bildungsweges.
Vielleicht sage ich meinem Freund in Bischofsheim bescheid.
Schönen Gruß und schönes Wochenende!
Maurice
Redaktion benachrichtigen
#18   Aloah   10:07:10 | Samstag, 15. Juli 2006
@Maurice Corvisier: Ja, erschreckend, wenn das reicht!
>>so ist sie, des Dämons Welt.
Man könnte verzweifeln – aber die Sieg gehört dann doch Gott. Spera in Deo, heißt es im Stufengebet.<<
Maurice, richtig, so wie Petrus schon sagte: „Herr zu wem sollen wir gehen, du hast Worte des ewigen Lebens“.
Diese „Kultur des Todes“ wird noch manchen das Fürchten lernen, hier gilt es die Einheit im Glauben zu bewahren, in einer Welt, in dem sich der Materialismus durch seine Anhänger selbst tötet. Spaß bis in den Untergang.
ES wird sehr hart, aber wer bis zum Ende aushält, für dem liegt der Kranz des Sieges bereit. Alleluja.
Redaktion benachrichtigen
#17   Maurice Corvisier   08:38:18 | Samstag, 15. Juli 2006
Ja, erschreckend,
so ist sie, des Dämons Welt.
Man könnte verzweifeln – aber die Sieg gehört dann doch Gott. Spera in Deo, heißt es im Stufengebet.
Redaktion benachrichtigen
#16   Kreuzfidel   08:33:25 | Samstag, 15. Juli 2006
Heute in Salzburg: 15 Kinder werden nicht gewünscht
Der absolute Wahnsinn, jede Woche neu: 100 Meter von einander entfernt: Hier eine desolateund überfüllte, viel zu kleine Geburtenstation, weil man in einem anderen öffentlichen Spital die Kreissäle geschlossen hat, und dort die Abtreibungsklinik, freundlich, hell, dottergelb und vom feinsten, mit großzügigen Warteräumen: einen für vorher und einen für nachher…
Redaktion benachrichtigen
#15   deusexmachina   07:41:09 | Samstag, 15. Juli 2006
@Moritz
Anders gesagt, Sie geben mir zähneknirschen Recht dahingehend, dass keineswegs eine Heiligung eines Embryos stattfand, und dass das (Teil-)Zitat sinnentstellend war und dementsprechen falsch ausgelegt wurde?
Dankeschön.
Der Rest Ihrer Einlassung ist redundant und tut – wie so oft bei Ihnen – nichts zur Sache. „Verschiedengeschlechtlichkeit“ ist hier nicht das Thema.
Redaktion benachrichtigen
#14   Maurice Corvisier   07:34:17 | Samstag, 15. Juli 2006
@ dönerdämi
Die von Ihnen angeführte Textstelle bedeutet, daß Gott bereits vor der Zeugung plante, dem durch die Liebe zweier verschiedengeschlechlicher Menschen zukünftig entstehenden Menschen eine Seele zu geben.
Diese Auskunft war gratis, Sie Hobbytheologe, Hobbypaläonthologe, Hobbygynäkologe, Hobbypapst, Hobbyhistoriker, Hobbypolitiker, Hobbytierarzt, Hobbyalles.
Mann, Mann, Mann.
Moritz
Redaktion benachrichtigen
#13   deusexmachina   07:22:38 | Samstag, 15. Juli 2006
@PegasusNbW
Eine vordergründig gute Replik. Sehen wir einmal von der Tatsache ab, dass Bibelverse für Nichtchristen alles andere als maßgeblich sind, und unterwerfen uns zum Zwecke des Disputs der christlichen Lehre.
Dann würde es aber zum guten Stil gehören, möglichst sinnerhaltend zu zitieren und nicht einfach den Teil wegzuschneiden, der einem nicht ins Konzept passt. Zitat nach Elberfelder Bibel:
„Ehe ich dich im Mutterschoß bildete, habe ich dich erkannt, und ehe du aus dem Mutterleib hervorkamst, habe ich dich geheiligt: zum Propheten für die Nationen habe ich dich eingesetzt.“
(Der von Ihnen weggelassene Teil ist von mir hervorgehoben. Einheitsübersetzung: „Noch ehe ich dich im Mutterleib formte“)
Bedeutet: Die „Heiligung“ fand nicht am Embryo, sondern vorher statt; die zitierte Passage macht überhaupt keine Aussage über die Segnungsfähigkeit eines Embryos. Im Gegenteil, Sinn der Passage ist es ja, zu betonen, dass Gott Jeremia vorbestimmt habe, noch bevor irgendetwas von ihm physisch existierte.
Ihre Auslegung auf der Basis des verstümmelten Zitats würde diese Aussage reduzieren darauf, Gott hätte einen bereits im Werden befindlichen Menschen ausgesucht und dann halt eine Vorbestimmung „draufgelegt“. Die Betonung liegt aber darauf, dass Gott etwas tut, was eben nur Gott tun kann: Einen Menschen bestimmen und „erkennen“, während er noch als rein geistiges und unbewusstes Wesen „bei Gott“ ist. Ihre (Teil-)Lesart macht Gott und sein Handeln kleiner, als die Bibel sie darstellt.
Redaktion benachrichtigen
#12   Wendelin Vollmer   23:29:57 | Freitag, 14. Juli 2006
„Würde“
Mich hat zunächst der Begriff „Würde“ in der Einleitung irritiert. Er wird in keinen direkten Zusammenhang gestellt. Alles hat prinzipiell Würde. Was meinen Sie eigentlich konkret damit?
Mich würde dazu auch die geschätzte Meinung von Bernado interessieren.
:-)
Redaktion benachrichtigen
#11   Maurice Corvisier   22:36:20 | Freitag, 14. Juli 2006
@ PegasusNbW
Treffend und schlagend. Danke!
Maurice
Redaktion benachrichtigen
#10   PegasusNbW   22:30:39 | Freitag, 14. Juli 2006
@JRs Anmerkungen
Zur dritten Anmerkung/Frage:
Da ich gerade von Exerzitien komme, fällt mir ad hoc folgendes dazu ein: In der Berufung Jeremias heißt es „noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“ (Jer 1,5)
Einen bloßen Zellklumpen wird ER wohl nicht geheiligt und zum Proheten für die Völker bestimmt haben.
Redaktion benachrichtigen
#9   JR-Europe.org   21:41:42 | Freitag, 14. Juli 2006
1. Das Bild oben links ist genial …
2. Wer Anderen(!) behinderte Kinder aufzwingen will, soll das auch „ausbaden“ d.h. die Behinderten betreuen und finanzieren.
3. Zellhaufen sind nur das, was wir von denen halten d.h. die haben 0-eigene-Persönlichkeit, steht auch nix in der Bibel von. Oder?
4. Bei der Frage was mit den Menschen ist, welche schon Bewußsein haben … gehe ich so weit, dass ich alles fördern würde, was bereits geborenen einmaligen Persönlichkeiten ein fastunendliches gesundes Leben
ermöglicht + im Notfall Konservierung, so lange wie diese es möchten. Bei 4. habe ich das Gefühl, dass a) manche gar nicht schnell genug „hops gehen wollen“ (ändert sich definitiv, wenn der Sensenmann da ist) bzw. wollen, dass andere „schnell hops“ gehen … oder es noch verniedlichen wollen, wenn andere „andere hops gehen“ lassen … nichts dergleichen davon kann, Gott wollen mit dem „Hops“ gehen, und wird diese „Scheinheiligen“ in die „Hölle“ hopsen lassen. Amen.
Mit besten Grüßen
Jens Rabis
Redaktion benachrichtigen
#8   Babylon †   21:34:38 | Freitag, 14. Juli 2006
Das ist ja lustig!
Im Artikel gehen Christentum und Aufklärung eine harmonische Allianz miteinander ein. Süß!
Wo doch jeder weiß, daß die Menschenrechte erst gegen den erbittertsten Widerstand der Kirche durchgefochten werden mußten!
Außerdem ist der Mensch bekanntlich nicht ein Ebenbild der jüdischen Nationalgottheit Jahwe, sondern Jahwe eine Allmachts-Projektion eines nomadisierend-unbedeutenden Wüstenvolks.
Ansonsten wird im Artikel eine so krude Zusammenstellung verschiedenster und hochkomplexer Denkströmungen so locker-flockig zusammengewürfelt, daß einem die Haare zu Berge stehen.
Redaktion benachrichtigen
#7   _EinFan_   20:41:55 | Freitag, 14. Juli 2006
@ Obelix
Oh, da ist mit das nicht reingerutscht. Natürlich bin ich mir bewusst, dass Menschen und Affen nach neuesten Studien sogar noch enger verwand sind, als bisher angenommen!
Und bitte nicht gleich so angriffslustig formulieren, einem kann ja mal ein Fehler unterlaufen!
Redaktion benachrichtigen
#6   obelix †   20:31:37 | Freitag, 14. Juli 2006
@_EinFan_
_EinFan_: …
Nun möchte ich mal bitte eine Quelle sehen, die wiederlegt, dass der Mensch nicht vom Affen abstammt.
Was schreiben Sie für ein putziges Deutsch! Eine zweimalige Verneinung; schön, Sie wollen also einen Beweis, dass der Homo sapiens sapiens vom Affen abstammt. Da muss Sie jeder Biologielehrer, bis auf den, der Ihnen diesen Unsinn beigebracht hat, enttäuschen. Die Affen sind nicht Ihre Vorfahren; sie sind Ihre Geschwister!
Redaktion benachrichtigen
#5   Ernst Rü. Dicker   20:28:45 | Freitag, 14. Juli 2006
the pursuit of happiness
In dem Artikel ist viel vom persönlichen Lebensglück zu lesen, wobei aber klar wird, dass heute der Sinn im Leiden völlig ausgeklammert wird.
Dazu fällt mir das Schlagwort aus der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung ein, die den „pursuit of happiness“ als ein oberstes Ziel für alle Bürger erklären. Das Streben nach persönlichem Glück und Wohlergehen also.
Die Spur des Antichristen ist hier klar erkennbar.
Redaktion benachrichtigen
#4   _EinFan_   20:07:30 | Freitag, 14. Juli 2006
achja
Wenn der Mensch als der nackte Affe definiert wird, als einer der 93 Primaten-Arten oder ein Werkzeug gebrauchendes Tier, das zu seinen Gattungsnachbarn keinen substantiellen Unterschied aufweist, dann ist der Begriff Würde als ein unendlicher Wert obsolet.
Nun möchte ich mal bitte eine Quelle sehen, die wiederlegt, dass der Mensch nicht vom Affen abstammt. Eine seriöse Quelle bitte! Übrigens nicht „nackter Affe“, sondern Trockennasen Affe
Redaktion benachrichtigen
#3   Maurice Corvisier   18:21:06 | Freitag, 14. Juli 2006
@ Sulpicius
Döner krank? Das hat den noch nie am Schreiben gehindert – eher im Gegenteil!
Gruß! Moritz
Redaktion benachrichtigen
#2   Sulpicius   18:18:31 | Freitag, 14. Juli 2006
Was denn?
Der Artikel ist jetzt schon so lang online. Und noch kein Klugscheißer-Kommentar von DDL. Ist er etwa krank?
Redaktion benachrichtigen
#1   Ralf B. †   18:16:05 | Freitag, 14. Juli 2006
Sex auf kreuz.net
Wow, nicht nur, dass kreuz.net darauf spezialisiert ist, Fotos von homoerotischen Lebensvollzügen (Küsse, Umarmungen etc.) auszuwählen und dem katholischen Publikum zu präsentieren, nein, jetzt gibt’s auch eine hübsch Frauen mit knackigem Hintern für uns Heteros. Danke sehr!
Redaktion benachrichtigen
Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
KinderschlachtungMelissa ist siebenjährig – ihr Arzt Pleite KinderschlachtungBeleidigte Leberwurst Deutsche BischofskonferenzEine Veräppelung von Papst und Publikum KinderschlachtungGiftgrüne Angriffe auf die Menschenwürde KinderschlachtungIn Deutschland finanziert der Staat rechtswidrige Handlungen Kinderschlachtung‘Donum vitae’ freut sich über den Korb der Bischöfe KinderschlachtungAlles noch in Ordnung? KinderschlachtungZahl der in Deutschland getöteten Behinderten: 171 KinderschlachtungEine gute Zusammenarbeit KinderschlachtungStreiks retten Menschenleben KinderschlachtungDas finstere Treiben von ‘Pro Familia’ Kinderschlachtung„Wir stehen nicht für Abtreibung“ KinderschlachtungVerkappter Kannibalismus KinderschlachtungWas nützt ein Schuldeingeständnis ohne eindeutige Konsequenzen? Kinderschlachtung„Unsere Schuld ist ersichtlich“
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net