Geheuchelte Homo-Idylle
Am 10. August des vergangenen Jahres veröffentlichte die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ einen Artikel der literarisch ambitionierten Journalistin Eva Demski zum Thema „Sadomaso ohne Schrecken“. Von Lars Chr. Trebuhr.

Aber nein. Frau Demski dürfte eine solche Interpretation brüsk von sich weisen und auf ihrer tiefsten Überzeugung bestehen, daß sie mit ihrer kultur- und gesellschaftskritischen Schreibe der immer noch diskriminierten und ausgegrenzten Gruppe der homosexuellen Menschen zu etwas mehr gesellschaftlicher Anerkennung verhelfen möchte:
„Ob die älteren Frauen, die Rollstuhlfahrer, die beiden dürren Jungs mit ihrem ebenso dürren Hund, das Mädchen mit der behinderten Freundin, der tanzende Bierflaschenträger oder all die anderen Mühseligen und Beladenen, die sich jetzt auf dem Platz sammeln, nun schwul oder lesbisch sind: so was von egal, denke ich.
Aber das ist nicht wahr, vielleicht nur diese drei Tage lang nicht. Montag ist Aschermittwoch, dann ist wieder Hartz vier oder Arthrose oder eine verlorene Lehrstelle.“
Somit wird gleich zu Anfang klar, wie die beschriebene Homo-Parade in die sozialpolitische Konstellation Deutschlands im Jahre 2005 einzuordnen ist: als festliche Auszeit aus dem Elend des Randgruppendaseins, als ein Hoffnungszug der Ausgegrenzten aus dem Jammertal des Anderssein durch das rosarote Meer der Zuschauer hindurch in das gelobte Land der Gleichstellung hinein.
Ein schwieriges Unternehmen, wozu ihnen die versierte Kulturkritikerin literarische Schützenhilfe geben will.
So, nun kann sich der Zug und die Schreiberin in Bewegung setzen.
Es ist alles wie beim Karneval, wirklich, „Zuschauerreihen wie beim Faschingsumzug“.
Auf dem Sadomaso-Wagen läßt sich ein „lächelndes Mädchen stundenlang in den Hals beißen“.
Wie bei der Schreckenskammer auf dem Jahrmarkt, klärt eine Oma ihr weinendes Enkelkind auf. Die beißen nicht wirklich!
Ja, so ist Sadomasochismus – „ohne Schrecken“, eine sympathische Nervenkitzelschau für die modernen Menschen zur Erheiterung ihres trüben Alltags.
Die grausame Wirklichkeit des Rotlichtmilieus wird sorgfältig ausgeblendet, den Zuschauern ein farbenfroher Bildschirmschoner präsentiert.
Das Rotlichtmilieu existiert ausschließlich in den Formen verschiedenster Gewalt, sagt die schwedische Gesundheitsministerin voll Schrecken nach einem Reportagefilm, der hinter dem Bildschirmschoner das rüde Programm des tatsächlichen Lebens im Rotlichtmilieu zeigt, auch den Menschenhandel und die Zwangsprostituierten aus Osteuropa vor allem, 400.000 allein in Deutschland. Grauer Alltag!
Muß man denn immer wieder mit dieser unappetitlichen Sache den Spaß der crazy comedy community verderben?
Haben nicht auch diese modernen Sklavinnen unserer Wohlstandsgesellschaft das Recht, mindestens für einige Stunden die Unpäßlichkeiten ihres verkauften Lebens zu vergessen, indem sie als „lächelnde Mädchen auf dem Sadomaso-Wagen ohne Schrecken“ nur schauspielern – freiwillig natürlich –, was sonst ihr grau-grausamer Alltag ist?
Es ist absolut „nichts Furchteinflößendes zu spüren“, versichert uns Eva Demski immer wieder, auch diese wilden Typen mit Leder und Ketten und dem ganzen martialischen Gebammel: der Inbegriff von Harmlosigkeit und Friedfertigkeit ist das und selbst die donnernde und stinkende Motorradkavalkade gebe „trotz mächtiger Bizepse und drohend in die Gegend gereckter Bäuche“ eher das Bild von einer „sanften und rührenden Ungelenktheit“ ab.
Überhaupt müßte den Zugorganisatoren großes Lob gezollt werden für die umsichtige Aufstellung, bei der „abwechselnd Zartes und Hartes“ die Zuschauer in Stimmung hielte, „wobei das Zarte so zart nicht und das Harte so hart nicht wirkt“.
Die Schminke des schönen Scheins läßt das Garstig-Grausame der gesellschaftlich Gedemütigten in sanfterem Licht erscheinen.
Alles in allem „eine Mischung aus Sambaschule und Kinderumzug“.
Und auch dem letzten Skeptiker sei es zum wiederholten Male eingebleut:
„Sogar die Sadomasos entbehren jeglichen Schreckens. Wer über die brav auf dem Wagen angegebenen Websites versucht, wenigstens da einen Blick in die Nachtseiten des Lebens zu erhaschen, wird enttäuscht: Die liest sich so nett, als gehe es um einen Club für Modelleisenbahnfans.“
Frau Demski hat leider nicht angegeben, über welche Websites sie die Tag- und Nachtseiten der homosexuellen Grausamkeiten nicht ergründen konnte.
Man kann ihr da leicht weiterhelfen.
Es genügt schon, die Seiten der ‘Deutschen AIDS-Hilfe’ aufzurufen: Mehr als 2/3 der HIV-Neuerkrankten eines Jahres sind Männer, die sich homosexuell und bisexuell betätigen.
Wenn man diese Zahl in Beziehung setzt zu dem Bevölkerungsanteil von Homosexuellen – ca. 1,4% laut einer Statistik des sogenannten ‘Lesben- und Schwulen Verbandes Deutschlands’ –, wird deutlich, daß die Homosexuellen sich um ein Vierzigfaches mehr an tödlichem Leid antun und ihr Leben durchschnittlich um 8 bis 10 Jahre verkürzen.
Dann die erhöhten Zahlen von Drogenmißbrauch und Kriminalität in der Homosexuellenszene.
Aber nicht nur untereinander, auch anderen Menschen drohen die Homo-Verbände Zorn und Verderben an.
Aus den neckisch-„drohend in die Gegend gereckten Bäuche“ der motorisierten Leder-Schwulen wird in der politischen Realität der „geballte Zorn aller Lesben und Schwulen“, welcher der Bundestagsvizepräsidentin Frau Antje Vollmer angedroht wurde, weil sie im ‘Tagesspiegel’ einen kritischen Artikel zu der Adoptionsforderung der Homosexuellen-Verbände geschrieben hatte.
Das war kein Ausrutscher des sogenannten
‘Lesben- und Schwulen Verbandes Deutschlands’, sondern deren grundlegende Kommunikationsstrategie,
gegnerische Positionen niemals zu diskutieren, sondern grundsätzlich zu desavouieren – als fundamentalistisch,
rückständig, rechtsradikal und mit anderen gar nicht „sanften und rührenden“ Begriffen.
Insbesondere steht der neue Papst im Visier des sogenannten ‘Lesben- und Schwulen Verbandes Deutschlands’.
Was die Homoaufmarsch-Schwärmerin der ‘Frankfurter Allgemeinen’ als „klerikale Scherzarrangements“ herunterspielt, ist für den veranstaltenden Homo-Verband eine bitterböse Strategie:
In jeder der wöchentlichen Pressemeldungen wird der Vatikan mit Hetze überschüttet, das nüchterne Homosexualitäts-Rundschreiben des Papstes als Haßpredigt gebrandmarkt.
Papst Benedikt XVI. wird auf der Verbandsseite als Haßfigur aufgebaut, dem man mit dem Beitritt zu besagtem Homo-Verein eins in die Fresse schlagen könnte.
Soviel zu Frau Demskis lustigen Scherzarrangements.
Irgendwie muß der Leser den Eindruck bekommen, daß es bei der beschriebenen Homo-Parade letztlich doch nur um eine Verdoppelung der sozialen Maskerade des Rosenmontagsfaschings handelte, eben eines Sommerkarnevals.
Das Exhibitionistische des Aufmarsches kommt im Text von Frau Demski nur als Befürchtung sophistischer Edelhomos vor – obwohl es doch „das Salz in der Paradensuppe“ sein soll.
Nur einmal lenkt sie unseren Blick
auf ein „rotseidenes,
nicht zu übersehendes Gemächtlein“, das aber schnell von sich durch ein bezauberndes Lächeln unter
mehliger Schminke abzulenken weiß.
Ist es das Schamgefühl von Frau Demski, daß sie das Nackte und Obszöne des Homo-Marsches, eben das schamlose Salz in der Homosuppe in ihren Texten ausläßt?
Sie verschweigt, wie das Intime nach außen prostituiert wird und jede Verkleidung die (Homo-)Sexualität in die Öffentlichkeit herausschreit.
Die Bilder sprechen es deutlicher an, wenn Peter und Heidi auf der Alm vögeln und allerlei nackte Teufelchen und Engelchen ihre blanken Brüstchen zeigen.
„Liberté, Diversité, Perversité“ hat einer auf seine Programm-Fahne geschrieben. „Auch nicht schlecht“, findet die Journalistin; also doch nicht aus Schamgefühl.
Und: „Die zeigen, daß sie anders sind“ – eben pervers.
Wie das denn nun?
Bisher wollte Eva uns doch glauben machen, daß alles gar nicht anders ist, Homosexuelle so normal und angepaßt seien wie du und ich, so authentisch lebensfroh wie die rheinischen Jecken!?
Aber vielleicht sind sie nachts anders? Nö. Die Partynächte wären wieder „klasse“ gewesen, informiert uns die gewissenhafte Rechercheuse, manchmal auch „heftig“, aber immer im Rahmen.
Vielleicht hat die Autorin auch in diesem Fall in die falschen Lokalitäten hineingeschaut.
Sie sollte sich einmal von dem Szene-Kenner Wolfgang Joop führen lassen. Dieser schreibt am 25. November 2004 in der deutschen Wochenzeitung ‘Die Zeit’:
„Der letzte Kick unter Schwulen sind Bareback-Partys, volles Risiko ohne Gummi, Sex auf Leben und Tod. Barebacking ist ein Zeichen von Hoffnungslosigkeit und Dekadenz.
Auch Frankfurt gehört zu den Barebacking Capitals. Denn auch in Frankfurt werben zahllose Bareback Clubs um neue Mitglieder und verbitten sich moralische Appelle. Der Leiter der Frankfurter Beratungsstelle ergänzt:
»Sie – die homosexuellen Sanscondometten – erachten ihr eigenes Leben und das Leben anderer als weniger schützenswert. Sich selbst und andere zu infizieren nehmen sie billigend in Kauf.«“
Die Deutsche AIDS-Hilfe hat sich diesem Trend inzwischen angepaßt. Auf den Beratungsseiten der Organisation für Prävention und Hilfe hieß es lapidar: „Jeder soll auf eigenes Risiko ficken!“
Und die Kirche gibt ihren Segen dazu!? Ja, am Sonntag nachmittag um drei gehen alle „Gleichliebenden“, die Normal- und die Perversliebenden, die Lack- und Lederliebhaber, alle jung gebliebenen Tunten und lesbischen Tanten in den Dom.
Die katholische Palottinerschwester am Altar mit dem Regenbogenschal predigt:
Gott nimmt euch an, wie ihr seid. Gehet hin und sündigt – weiter? weniger? oder nicht mehr? Man weiß es nicht und will es auch nicht so genau wissen, denn Gott ist doch gnädig und barmherzig – oder?
Und überhaupt kommen wir alle, alle in den Himmel, wenn es ihn denn gibt, auch wenn wir nicht brav sind. Ist das nicht tröstlich, so am Ende der drei tollen Tage?
Nur Frau Demski ist am Ende ein bißchen ungehalten.
Im Dämmerlicht der Kirche dämmert es ihr, daß die Homos irgendwie „ein bißchen konfus“ und widersprüchlich sind: Sie wehrten sich wie weiland in New York gegen die Ausgrenzung, aber stellten ihr Anderssein so provozierend zur Schau.
Vielleicht ist diese Einsicht ja schon der Keim für einen neuen Artikel über die Homo-Aufmärsche in diesem Jahr, der einen klareren Blick auf die finsteren Homo-Realitäten werfen wird.
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Samstag, 12. August 2006 17:18
ExBochumer †: Thema Wilden
Wer sich für die Aussagen des NRW-Verfassungsschutzes zur Bürgerinitiativ „pro Köln“ der Frau Wilden interssiert, dem teile ich gerne auf Anfrage meine Internet-Präsenz mit, wo die entsprechenden Auszüge des Verfassungsschutzes dargestellt sind.
Freitag, 21. Juli 2006 12:41
esistkrieg †: Von der Redaktion entfernt
Donnerstag, 20. Juli 2006 09:27
Scheinheilig: Meldung des Tages
Hier noch die Meldungs des Tages für die bei kreuz.net versammelten Sexualneurotiker und alle dies noch werden wollen: Hier klicken
Mittwoch, 19. Juli 2006 18:12
daughter_of_isis †: Eine lustige Meldung vom Tage…
Mittwoch, 19. Juli 2006 11:38
Aloah: @deusexmachina: an @Theo
>>…Was immer Sie mit Bezug auf den „heiligen Geist“ als richtig rechtfertigen wollen, WIRD dadurch nicht
gerechtfertigt. Für Sie zwar schon, und für jeden, der (so wie Sie, in dieser Form, wie hier Sulpi)
daran glaubt, aber für niemanden sonst…<<
Unsachliche Darstellung.
Es gibt keinen Ersatz für Beweise bei unserer Verteidigung des Glaubens. Leben ist mehr als Logik; und immer hat sich manches anscheinend Irrationale auf der Basis zu seinen Gunsten geführten Tatsachenbeweises als WAHR herausgestellt.
So sind die physischen Eigenschaften des Lichts (teilchenartig und wellenförmig) miteinander unvereinbar, da Wellen keine Teilchen und Teilchen keine Wellen sind.
Aber die Beweise sind unwiderlegbar, so wie das Photon. Das entsprechende Problem bei der Trinität wird nur oberflächlich durch die philosophische Diskussion der Bedeutsamkeit des Konzepts unterstützt, was bei dir sofort in s Auge springt.
Meine apologetische Stoßrichtung muss der geschichtliche Beweis sein, dass Jesus, indem ER von den Toten auferstand, Seinen Anspruch auf die Gottheit, für gültig erklärt und ebenso Seine Beteuerung, dass ER und der VATER ein EINZIGER sind, dass der Heilige Geist ein weiterer wie er selbst ist, und dass die Kirche in dem Namen – den einen Namen – des VATER und des SOHNES und des HEILIGEN GEISTES zu taufen hat.
Wir verstehen nicht den Mechanismus – nicht mehr als wir ihn im Fall der Natur des Lichts verstehen – aber das ändert nichts im geringsten die tatsäch. Eigensch. d. Dinge.
Unsachliche Darstellung.
Es gibt keinen Ersatz für Beweise bei unserer Verteidigung des Glaubens. Leben ist mehr als Logik; und immer hat sich manches anscheinend Irrationale auf der Basis zu seinen Gunsten geführten Tatsachenbeweises als WAHR herausgestellt.
So sind die physischen Eigenschaften des Lichts (teilchenartig und wellenförmig) miteinander unvereinbar, da Wellen keine Teilchen und Teilchen keine Wellen sind.
Aber die Beweise sind unwiderlegbar, so wie das Photon. Das entsprechende Problem bei der Trinität wird nur oberflächlich durch die philosophische Diskussion der Bedeutsamkeit des Konzepts unterstützt, was bei dir sofort in s Auge springt.
Meine apologetische Stoßrichtung muss der geschichtliche Beweis sein, dass Jesus, indem ER von den Toten auferstand, Seinen Anspruch auf die Gottheit, für gültig erklärt und ebenso Seine Beteuerung, dass ER und der VATER ein EINZIGER sind, dass der Heilige Geist ein weiterer wie er selbst ist, und dass die Kirche in dem Namen – den einen Namen – des VATER und des SOHNES und des HEILIGEN GEISTES zu taufen hat.
Wir verstehen nicht den Mechanismus – nicht mehr als wir ihn im Fall der Natur des Lichts verstehen – aber das ändert nichts im geringsten die tatsäch. Eigensch. d. Dinge.
Mittwoch, 19. Juli 2006 11:31
Gerhard: Immer noch und immer wieder Klischees!
Gott nimmt euch an, wie ihr seid. Gehet hin und sündigt – weiter? weniger? oder nicht mehr? Man weiß
es nicht und will es auch nicht so genau wissen, denn Gott ist doch gnädig und barmherzig – oder?
Wer homosexuell ist, ist nicht mehr und nicht weniger Sünder, wie jemand, der heterosexuell ist. Beide können sündigen, beide können aber auch die Bibel als Richtschnur für ihr Leben nehmen! – Dieser Artikel vermittelt – wie leider immer – eine total einseitige Sicht von dem, was man sich unter Homosexualität vorzustellen hat! Wieviel Unzucht und Entgleisung gibt es auch unter Heterosexuellen, ohne dass dies „typisch“ für Heterosexuelle wäre!
Wer homosexuell ist, ist nicht mehr und nicht weniger Sünder, wie jemand, der heterosexuell ist. Beide können sündigen, beide können aber auch die Bibel als Richtschnur für ihr Leben nehmen! – Dieser Artikel vermittelt – wie leider immer – eine total einseitige Sicht von dem, was man sich unter Homosexualität vorzustellen hat! Wieviel Unzucht und Entgleisung gibt es auch unter Heterosexuellen, ohne dass dies „typisch“ für Heterosexuelle wäre!
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