Ist die Neue Messe eine Sünde?
Der Gründer der Servi Jesu et Mariae antwortete kürzlich auf Einwände aus traditionalistischen Kreisen. Dabei traf ein Seitenhieb auch die deutschen Bischöfe.

Pater Hönisch ist Gründer und Generaloberer der Ordensgemeinschaft ‘Servi Jesu et Mariae. Sein Artikel wurde in der ordenseigenen Quartalszeitung ‘Der Ruf des Königs’ publiziert.
Inhaltlich ging es darin bereits in dritter Folge um den sogenannten Biritualismus seiner Gemeinschaft.
Man habe ihm in letzter Zeit – so Pater Hönisch – gehörige Brocken an den Kopf geworfen. Beispielsweise sei behauptet worden, seine Ordensgemeinschaft lese die Neue Messe, um der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’ zu gefallen.
Die Vorwürfe stammten nicht von liberaler Seite: „Die Modernisten nehmen uns ohnehin nicht für voll.“ Vielmehr seien die „Breitseiten“ aus Kreisen gekommen, die der kirchlichen Lehre und Tradition verbunden sind.
Seine Gemeinschaft sei beschuldigt worden, mit der Feier der Neuen Messe den Glauben zu verraten.
Pater Hönisch erwähnt in diesem Zusammenhang den Rat traditioneller Kreise, am Sonntag lieber den Rosenkranz zu beten, als einer Neuen Messe beizuwohnen.
Diese Empfehlung decke sich nicht mit dem Sonntagsgebot der Kirche, welches unter schwerer Sünde verpflichtet – so Pater Hönisch. Man sei nur dann von der Sonntagspflicht entbunden, wenn ernste Zweifel an der Gültigkeit der Messe bestünden.
Pater Hönisch gibt als Beispiel eine Faschingsmesse mit Narrenkappe und Büttenpredigt oder „vielleicht gar noch mit Tänzen leicht bekleideter Mädchen um den Altar“.
Das Fernbleiben von einer korrekt und fromm gelesenen Sonntagsmesse im Neuen Ritus sei dagegen schwer sündhaft.
Wer dem ordnungsgemäß zelebrierten Novus Ordo die Rechtmäßigkeit abspreche, unterstelle dem Papst, daß er kraft seiner höchsten Autorität der ganzen Kirche etwas Glaubenszerstörendes – also Sündhaftes – befehle.
„Das aber würde bedeuten, daß die Pforten der Hölle ganz gehörig an dem Haus der katholischen Kirche gerüttelt haben, so daß es kurz vor dem Einsturz steht, beziehungsweise schon eingestürzt ist.“
Dann wäre es nach Pater Hönisch konsequenter, wie die Sedevakantisten zu behaupten, daß die Kirche im Augenblick keinen rechtmäßigen Papst habe:
Wenn der Papst etwas befehle, das in sich Sünde sei, dann dürfte man ihm nicht gehorchen. Wenn er aber etwas anordne, das keine Sünde sei, wobei es bessere Alternativen gäbe, müsse man gehorchen.
Pater Hönisch stellt die Frage, ob es nicht eine gefährliche Selbstüberschätzung sei, die Feier der Neuen Messe als schweres Vergehen zu bezeichnen.
Wer objektiv in schwerem Widerspruch mit dem Heiligen Vater lebe, laufe Gefahr, den klaren Blick zu verlieren.
Es könne eine Verhärtung und Enge eintreten, sodaß der sachliche und polemikfreie Dialog verunmöglicht werde. Das gelte erst recht für die modernistische Seite:
„Wer jahrelang den Beratungsschein verteidigt, wer jahrelang die Königsteiner Erklärung für rechtmäßig hält, wer Homosexuellenstände und ‘Donum vitae’ an Katholikentagen zuläßt, der lebt in massivem Ungehorsam gegenüber dem Stellvertreter Christi auf Erden.“
Er verliere den Blick für die Anliegen des Glaubens und der Moral – sogar wenn er hohe kirchliche Ämter in Deutschland innehat.
Pater Hönisch erklärt abschließend, daß er die Neue Messe nicht lese, um den Menschen zu gefallen oder ihnen nach dem Mund zu reden. Vielmehr gehe es um ein „Sentire cum Ecclesia“ – ein Fühlen mit der Kirche:
„Ich verachte keinen, der anderer Meinung ist.“ Man möge auch ihm seine Freiheit lassen.
Er wolle auf dem sturmgepeitschten Schifflein Petri bleiben, auch wenn das Wasser eingedrungen sei.
Doch der liebe Gott werde das Wasser mit Hilfe von Gebet und Buße oft unscheinbarer Menschen wieder herauspumpen: „Das ist meine feste Überzeugung.“
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Mittwoch, 16. August 2006 13:05
stat crux: Wiederholung war gemeint,
nicht Widerstand
Samstag, 22. Juli 2006 10:54
Agiafortuni: stat crux
Sie sind mir nicht unsympathisch, denn Sie zeigen Humor
Freitag, 21. Juli 2006 14:28
stat crux: Hallo Mazzella,
heute mal keine Widerholung!
Freitag, 21. Juli 2006 09:55
Agiafortuni: Neurosenkavalier oder die Wiederholung des ewig Gleichen
Die Neurose Dr. Otterbecks „stat crux“ besteht darin, dass er sich für eine Autorität in kirchlichen Belangen hält und anstatt einer silbernen Rose, wie es sich für einen Rosenkavalier geziemen würde, präsentiert er uns unentwegt den konziliaren Schwachsinn und glaubt darüber hinaus noch damit katholisches Gedankengut zu vertreten
Donnerstag, 20. Juli 2006 12:35
stat crux: Wir können wirklich froh sein, dass Kenner wie Freinsberg
sich überhaupt noch bereitfinden, hier und und zu den gröbsten liturgischen Unsinn etwas einzudämmen! Danke!
Donnerstag, 20. Juli 2006 10:07
Freinsberg: Siebel
Prof. Siebel ist nicht nur kein Theologe, sondern zudem Sedisvakantist.
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