Nationalsozialismus
Mit der Auschwitzkeule in den Krieg getrieben
Rote und grüne Politiker instrumentalisieren Auschwitz und die Millionen Opfer des nationalsozialistischen Terrors, um ihre politischen Ziele voranzubringen. Von Leo G. Schüchter.
(kreuz.net) Während seines Besuches in Auschwitz-Birkenau hat Papst Benedikt XVI. – wie sein Vorgänger Johannes-Paul II. – bei jedem der Gedenksteine verweilt, die für die verschiedenen europäischen Opfergruppen errichtet wurden.

In seiner anschließenden Rede gedachte er an erster Stelle der jüdischen Opfer. Jene Gewalttäter hätten das ganze Volk Israel austilgen wollen – und zugleich den vom Volk Israel bezeugten Gott, um sich an dessen Stelle zu setzten.

An weiteren Opfergruppen spricht er besonders von den Millionen leidender und getöteter Menschen aus dem Volk der Polen, der Sinti und Roma sowie der „ungeheuren Blutopfer der russischen Soldaten im Kampf gegen das nationalsozialistische Terrorsystem“ an – ein Einsatz, der zugleich die Diktatur des Stalinismus stärkte und verbreitete.

„Auch alle anderen Steine in den vielen Sprachen Europas sprechen uns von dem Leiden der Menschen aus diesem ganzen Kontinent.“

Der Papst rief dazu auf, sich nicht einfach der Opferzahlen „im großen und ganzen“ zu erinnern, sondern der Einzelmenschen – der Ebenbilder Gottes – der „einzelnen Gesichter von Menschen, die hier im Dunkel des Terrors endeten“.

„Hinter diesen Gedenksteinen verbirgt sich das Geschick von unzähligen Menschen. Sie rütteln unser Gedächtnis auf, sie rütteln unser Herz auf. Nicht zum Haß wollen sie uns bringen: Sie zeigen uns, wie furchtbar das Werk des Hasses ist. Sie wollen uns zur Einsicht bringen, die das Böse als Böses erkennt und verneint. Sie wollen den Mut zum Guten, zum Widerstand gegen das Böse in uns wecken.“

Auf diese Stelle der Papstrede ist kaum einer von den Medien-Kommentatoren eingegangen, obwohl sich gerade dieses Gedenken an das Leiden der Einzelnen von vielen Politikerreden abhebt, die in Auschwitz gehalten werden oder sich auf Auschwitz beziehen.

Einer, der im Zusammenhang mit dem nationalsozialistischen Völkermord schnell das Wort von der Schuld der Deutschen im Mund führte, war der Politiker Joschka Fischer – von 1998 bis 2003 deutscher Außenminister.

In der Zeit des Bosnien-Krieges Anfang der 90er Jahre wetterte er gegen ein „robustes Mandat“ der UNO und insbesondere gegen den Einsatz deutscher Kontingente mit Hinweis auf das „Wüten der Hitler-Soldateska im Zweiten Weltkrieg“ dort.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan entschuldigte sich später beim bosnischen Volk, daß die UNO bei diesem mörderischen Krieg so spät gegen die serbischen Aggressoren eingegriffen habe, erst nachdem mehr als 300.000 Menschen durch den Krieg umgekommen waren.

Einige Jahre später sprach sich Fischer als Außenminister vehement für den völkerrechtswidrigen Kosovo-Krieg gegen Serbien aus, nachdem die Serben viele Kosovo-Albaner drangsaliert und zur Flucht gezwungen hatten.

Fischers Argumentation: Im Kosovo bahne sich ein neues Auschwitz an. Deshalb müßten gerade Deutschland und Deutsche in den Krieg einsteigen, um ein neues Auschwitz zu verhindern.

Der Massenmord an den Juden wurde vom deutschen Außenminister damit für tagespolitische Interessen und außenpolitische Ziele instrumentalisiert, Politiker und Kritiker gewissermaßen mit der Auschwitzkeule in den Krieg getrieben.

Der Vergleich zwischen der Drangsalierung der Kosovo-Albaner und Auschwitz als Inbegriff von Massenvernichtung bedeutet zugleich eine ungeheure Verharmlosung und Relativierung des nationalsozialistischen Massenmordens.

Diese Relativierung wurde auch von anderer Seite betrieben, wenn amerikanische Kommentatoren über eine von deutschen Geschäftsleuten mitgebaute Giftgasfabrik in Libyen als „Auschwitz im Wüstensand“ schrieben.

Auch nationalpolitisch haben Rote und Grüne „Auschwitz“ – und damit das Leiden und Sterben von Millionen Menschen – instrumentalisiert und für ihre ideologische Zwecke nutzbar gemacht.

Die Teilung Deutschlands sei die geschichtspolitische Strafe für Deutschlands Verbrechen im Zweiten Weltkrieg und deshalb eine Wiedervereinigung abzulehnen, dozierte der Schriftsteller und SPD-Propagandist Günther Grass noch 1989.

Joschka Fischer und Oskar Lafontaine bauten in den 80er Jahren „Auschwitz“ zu einem Negativ-Gründungsmythos der Bundesrepublik auf:

Einziger Grund und die Legitimation für den deutschen Staat sei es, Auschwitz zu verhindern. Deutschland sollte in einer Art „Sühnestolz“ – H. A. Winkler – in Europa Vorreiter einer Bewegung gegen Krieg und Nationalismus sein.

„Prädestination durch Perversion“, wie der Historiker H. A. Winkler diesen Nationalmasochismus drastisch kommentiert.

Papst Benedikt XVI. hat gut daran getan, diesen verlogenen und instrumentalisierten Schuld- und Sühne-Stolz nicht zu präsentieren.
      
28 Lesermeinungen
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#28   Jörg Guttenberger, Köln   23:05:18 | Sonntag, 23. Juli 2006
Methusalix
Der Katholizismus ist die ideologische Ausgabe der Katholizität. Es war gerade das Anliegen von Johannes XXIII und des Konzils, die Kirche aus der ideologischen Enge des Katholizismus zurückzuführen in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. Weiteres siehe meine Stellungnahme u. a. zu Graf von Galen und Pfr. Rüsing.
Ich habe nicht behauptet, der Hitler-Stalin-Pakt sei die einzige Ursache des 2. Weltkrieges, sondern nur, daß Hitler ohne den Pakt mit Stalin den Krieg mit Sicherheit nicht begonnen hätte. Damit trifft Stalin nicht die alleinige Schuld, sondern eine Mitschuld! Die Geschichtsforschung wird u. U. noch mehr Mitschuldige feststellen, das mindert aber nicht die Schuld Hitlers als treibende Kraft.
Ihre Wirklichkeitsblindheit beweisen Sie schon, indem Sie mir Ideologie vorwerfen. Aus meinen Ausführungen ergibt sich jedoch meine volle Bejahung von VatII! In Wirklichkeit sind Sie nach allem, was Sie schreiben, Anhänger der kommunistischen Ideologie. Laut Kurt Schuhmacher (SPD-Vorsitzender der Nachkriegszeit) sind die Kommunisten rot lackierte Faschisten!
Ich fürchte, ohne Ihr ideologisches Korsett bricht in Ihnen eine Welt zusammen!
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#27   methusalix †   19:49:21 | Sonntag, 23. Juli 2006
@Jörg Guttenberger, Köln
Jörg Guttenberger, Köln: Methusalix
Ihre Wirklichkeitsblindheit ist ja rührend!
Der Konservative ist nie Ideologe,
Und mit diesem Satz wollen Sie mir Realitätsverlust vorwerfen?
Ich muss zugeben, Sie haben ein gefestigtes Geschichtsbild. Leider bildet es Ihre römisch-katholische Ideologie ab. Ich will nicht unbedingt mit jemanden weiterdiskutieren, der allen ernstes glaubt, der Hitler-Stalin-Pakt wäre der Auslöser für den zweiten Weltkrieg gewesen.
Bleiben Sie im Glauben fest! Jede Aufweichung wäre extrem gefährlich.
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#26   Jörg Guttenberger, Köln   16:47:10 | Samstag, 22. Juli 2006
Methusalix
Ihre Wirklichkeitsblindheit ist ja rührend!
Der Konservative ist nie Ideologe, sondern immer Pragmatiker (nicht Pragmatist!). Ideologen gibt es vielmehr ausschließlich bei den Progressiven und den Reaktionären!
Über die Schuldigen am 1. Weltkrieg gehen die Meinungen auch heute noch auseinander. Hierbei ergibt sich, für Sie wichtig, die Frage, inwieweit die damaligen europäischen Machthaber noch konservativ gedacht haben.
Der 2. Weltkrieg wäre ohne den Hitler-Stalin-Pakt ausgeschlossen gewesen. Beide Seiten glaubten damals, sich gegenseitig gründlich übervorteilt zu haben.
Seit wann ist Stalin ein Rechter? Aber: Extreme berühren sich! Übertritte von den Roten zu den Braunen waren damals bekannt, insbesondere nach der Machtübernahme!
Die Massenmorde beider unterscheiden sich u. a. dadurch, daß Hitler, und dazu mit industrieller Pefektion, ein ganzes Volk umbringen wollte, wohingegen sich Stalin im eigenen Land und insbesondere in Polen auf die Intelligenz beschränkt hat und damit kein Völkermöder war. Auf jeden Fall haben in Hitler und Stalin die braune und rote Ideologie den Karren gemeinsam in den Sand gefahren, wenn auch auf Initiative Hitlers.
Was sind also Ideologien, egal von welcher Farbe, Anderes, als Denkhilfen für Gehirnprothesenträger?!
Ihre Begründung für die von Ihnen behauptete Verlogenheit der „Adenauer-Republik“ macht so auf mich den Eindruck hochgradigen ideologiebedingten geistigen Siechtums!
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#25   Sulpicius   01:04:29 | Samstag, 22. Juli 2006
@methusalix
Verschonen Sie uns mit Ihrer Kommunisten-Kacke…
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#24   methusalix †   00:58:11 | Samstag, 22. Juli 2006
Ihr Versuch, die konservativen und reaktionären Kräfte in Deutschland reinzuwaschen
hat beinahe schon etwas rührendes. Aber bemühen Sie sich nicht; alles, was Sie zur Verteidigung der Kräfte vorbringen, die Deutschland, Europa und die Welt im letzten Jahrhundert in millionenfaches Unglück gestürzt haben, kommt bestimmt nicht aus der von Ihnen so gehassten „linken Ecke“ Nein, es waren die konservativen Kräfte, die den ersten Weltkrieg vom Zaun gebrochen haben und, als er verloren war, Deutschland mit der „Dolchstoss-Lüge“ im Stich gelassen haben. Der zweite Weltkrieg ist auch nicht von irgendwelchen Sozis oder Kommunisten verbrochen worden, sondern von Ihren heissgeliebten Konservativen, die mit einer deutschen Räuberbande paktiert haben und es danach, als sie dabei erwischt worden waren, es nicht gewesen sein wollten. Daher verlogene Adenauerrepublik.
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#23   Jörg Guttenberger, Köln   00:35:42 | Samstag, 22. Juli 2006
Methusalix
Die SPD war die einzige Partei, die gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hat. Wollen Sie die anderen Parteien etwa in einen Topf werfen?
Zunächst wäre zu prüfen, ob Papen usw. konservativ im heutigen Sinne oder Reaktionäre waren. Der Begriff „konservativ“ hat nämlich einen grundlegenden Bedeutungswandel hinter sich: im 19. Jahrhundert haben sich tatsächlich nur 2 Gruppe gegenüber gestanden, nämlich Konservative und Liberale. Sie gehören wohl zu denjenigen, die diese Entwicklung verschlafen haben. Ihr vergeblicher Versuch, die Konservativen in die reaktionäre Ecke zu drücken, ist dafür der beste Beweis.
Die „Adenauer-Republik“ verlogen zu nennen, ist der Gipfel der Verleumdung linker Herkunft! Das wirft die Frage auf, ob links und link nach Ihrer Auffassung mehr, als nur vier Buchstaben gemeinsam haben.
Wenn Sie sachlich argumentieren, schreiben Sie wohl unter „Blueberry“ und bei ausfälligen Stellungnahmen unter „Methusalix“?
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#22   methusalix †   00:06:19 | Samstag, 22. Juli 2006
Wirklichkeitshaß
ist wohl das, was Sie umtreibt, Herr Guttenberger, wenn Sie Konservative in der Mitte und nicht da wo sie tatsächlich sind, orten: am rechten Rand, dort, wo die konservativen Deutschnationalen Hitler zur Macht verholfen haben, dort, wo in der verlogenen Adenauerrepublik der Machtmissbrauch zu Hause war und dort, wo bis heute ein Schulsystem verteidigt wird, das unsere Kinder direkt in die PISA-Katastrophe geführt hat. Lernresistent bis zum ghet-nicht-mehr. Aber wir haben es wohl nicht besser verdient. Die römisch-katholische Kirche allerdings auch nicht. Gute Nacht!
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#21   Jörg Guttenberger, Köln   23:39:36 | Freitag, 21. Juli 2006
Methusalix
„Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt!“
Sie vertreten die bekannte Auffasung, die beileibe nicht von allen Progressiven, sondern von deren unkritschen Mitläufern nachgebetet wird. In Ihrem sich hier offenbarenden Wirklichkeitshaß hätten Sie gerne was nicht ist. Im Übrigen disqualfizieren Sie sich schon durch Ihr Vokabular! Wie wollen Sie Ihren sicher vorhandenen Wunsch, ernst genommen zu werden, begründen?
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#20   methusalix †   23:14:02 | Freitag, 21. Juli 2006
Die Wunschvorstellungen von J. Guttenberger
Erzkonservativ kann es nicht geben. weil konservativ die Mitte zwischen progressiv und reaktionär ist. Mitte ist aber nicht steigerbar!
Also schliesst er messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.
Sie kommen mir vor, wie manche Kreationisten, die auch einfach behaupten, jeder von dern Wissenschaftlern vorgelegte Beweis sei ungültig, weil sie selbst es anders sehen.
Konservativ ist mitnichten die Mitte zwischen reaktionär und progressiv, nur weil Sie das gerne hätten.
Reaktionär und konservativ sind als üble Schwestern am rechten Rand des politschen Spektrums zu verorten; gleich danach folgt die braune Scheisse.
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#19   Jörg Guttenberger, Köln   22:34:18 | Freitag, 21. Juli 2006
blueberry: Kardinal Meisner
Die Überheblichkeit Ihrer Ausführungen ergibt sich aus Ihrem Vokabular: Geschwurbels, krude. Wir sollten hier sachlich bleiben, sonst gibt es keinen ernsthaften Gedankenaustausch!
Ihre Charakterisierung Meisners als erzkonservativ und erzreaktionär widerlegt sich selbst: konservativ und reaktionär ist nicht daselbe, wie hier schon mehrfach ausgeführt. Erzkonservativ kann es nicht geben. weil konservativ die Mitte zwischen progressiv und reaktionär ist. Mitte ist aber nicht steigerbar!
In Sachen Vergleichs von Babycaust und Holocaust muß ich mich berichtigen: es wird hier tatsächlich verglichen. Aber Vergleich bedeutet keine Gleichsetzung, sondern lediglich Feststellung von Ähnlichkeiten und Unterschieden. Gemeinsam ist beiden die verbrecherische (so JPII zu recht) massenweise Vernichtung von Menschenleben. Zu unterschiedlicher rechtlicher Beurteilung habe ich bereits Stellung genommen.
Kardinal Meisner hat natürlich, wie jeder anständige Mensch, seine Fehler. Ihre Beschuldigungen sind weitestgehend, wie von anderen Forumsteilnehmern zutreffend festgestellt, reine Behauptungen.
Den Predigten Meisners wird weitestgehend, auch von seinen Gegnern, hohes Lob gezollt, nach meiner Meinung zu recht. Ebenso verträgt sein Führungsstil durchaus kritische Anmerkungen.
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#18   methusalix †   20:18:33 | Freitag, 21. Juli 2006
Verständlich, Sulpi, dass Sie die Monarchie
Sulpicius: @methusalix… unser Spätmarxist bellt wieder. Ist ja süß. Und eine Monarchie ist bei ihm eine Diktatur. Setzen, sechs!
als heissgeliebte Regierungsform am liebsten weltweit durchsetzen würden, um allen Untertanen den Glauben diktieren zu können. Das „cuius regio, eius religio“ funktioniert aber nur in katholischen Despotien, mit einem absolutistischen Kirchenfürsten an der Spitze.
Das traurige an diesem ganzen Geschrei nach Monarchie und Religions- und Glaubensdiktat ist, dass es für Sie als Fundamentalkatholiken erzreaktionärer Prägung die letzte Möglichkeit ist, Ihren Glaubensvorstellungen Gehör zu verschaffen, weil Sie sonst keinerlei Möglichkeit haben, Ihre abstrusen „Glaubenswahrheiten“ von Exorzismus und Konsorten durchzusetzen. Sie sind unfähig, die Menschen von Ihrem Glauben zu überzeugen! Das gute daran ist, dass Ihnen kein Schwein zuhört.
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#17   Benedikt   18:38:51 | Freitag, 21. Juli 2006
@ blueberry
Meissner geht es darum die Grundlagen der BRD in Zweifel zu ziehen und zu delegitmieren. Nach dem Motto: Demokratie ist genauso schlimm wie Hitler, warum dann die Kopie und nicht gleich das Original
DAs ist absoluter Humbug. Überhaupt ging es Meisner um Gesellschaftskritik. Hieraus eine Kritik an der in Deutschland herrschenden Staatsform abzuleiten ist böswillig und mit Bezug auf die Person Meisners abenteuerlich.
Ihre Vorwürfe ähneln immer mehr den der radikale Antikirchler. Immer feste druff, egal ob es stimmt oder nicht.
Auch Ihre Aussage, Kard. Meisner sei „erzreaktionär“ zeugt hiervon. Gerade zu lachhaft.
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#16   Sulpicius   18:19:47 | Freitag, 21. Juli 2006
@methusalix…
… unser Spätmarxist bellt wieder. Ist ja süß. Und eine Monarchie ist bei ihm eine Diktatur. Setzen, sechs!
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#15   methusalix †   18:15:24 | Freitag, 21. Juli 2006
Malachias: Hiiiiilfe…! Nein, Ihnen ist nicht mehr zu helfen!
blueberry: Meissner geht es darum die Grundlagen der BRD in Zweifel zu ziehen und zu delegitmieren. Nach dem Motto: Demokratie ist genauso schlimm wie Hitler, warum dann die Kopie und nicht gleich das Original.
Malachias: Das ist eine gewaltige Unterstellung! Kard. Meisner ein heimlicher Nazi? Also bitte! Nicht jeder, der die Demokratie als Staatsform in Frage stellt, ist damit automatisch Befürworter einer (Nazi-)Diktatur. Es gäbe x andere Alternativen (z.B. die Monarchie, mit oder ohne Ergänzung durch ein Parlament)!!
Was glauben Sie Komiker, ist eine Monarchie? Eine Alleinherrschaft, eine Diktatur, schlimmstenfalls eine Despotie. Wenn Sie die parlamentarische Monarchie in der ältesten Demokratie der Welt, in England, meinen, mit Verlaub, das ist keine Monarschie, wie sie sich ein römischer-Katholik vom Strickmuster eines Kardinal Meisner wünscht und das wissen Sie genau. Ausserdem schwebt Konsorten wie Ihnen bestimmt nicht eine Monarchie vor, wie sie der Alte Fritz geführt hat, in der „jeder nach seiner Facon selig werden konnte“. Die Hugenotten, die damals in seinem Königreich Aufnahme fanden sind ja in Augen der Fundamentalkatholiken bis heute Ketzer, die sich den Scheiterhaufen redlich verdient haben. DDL zum Beispiel. Sie wollen einen befohlenen Katholizismus als Staatsreligion, wie in der mörderischen Despotie unter dem „Führer“ Franco in Spanien.
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#14   Malachias †   13:09:05 | Freitag, 21. Juli 2006
Hiiiiilfe…!
@Parziberry:
…falls jetzt wieder einer ankommen sollte und der Meinung sein sollte die Kritik des Zentralrats der Juden an Meissner damals sei ja mindestens so schlimm gewesen wie die Gestapo, an den richte ich folgende schlimme und menschenverachtende Botschaft: Knarre raus und bum und tot!
Ich hoffe, das ist nicht Ihr Ernst! Andernfalls werde ich die Kreuznet-Redaktion angehen müssen, Sie hier zu sperren…! :-@
Meissner geht es darum die Grundlagen der BRD in Zweifel zu ziehen und zu delegitmieren. Nach dem Motto: Demokratie ist genauso schlimm wie Hitler, warum dann die Kopie und nicht gleich das Original.
Das ist eine gewaltige Unterstellung! Kard. Meisner ein heimlicher Nazi? Also bitte! Nicht jeder, der die Demokratie als Staatsform in Frage stellt, ist damit automatisch Befürworter einer (Nazi-)Diktatur. Es gäbe x andere Alternativen (z.B. die Monarchie, mit oder ohne Ergänzung durch ein Parlament)!! :-@
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#13   blueberry   23:28:40 | Donnerstag, 20. Juli 2006
@ Guttenberger
Meine Meinung ist keineswegs überheblich.
Einen Vegleich zwischen Nazi Deutschland und der BRD zieht jeder der von einem „Babycaust“ schwadroniert oder Abtreibung in einer Reihe stellt mit Hitlers Verbrechen wie Meissner das getan hat.
Und es kann mir keiner erzählen dass der erzkonservative, erzreaktionäre Meissner der in seinem Bistum alle möglichen Sekten duldet und gewähren lässt, mit solchen Vergleichen ungeborene Kinder schützen will! Meissner geht es darum die Grundlagen der BRD in Zweifel zu ziehen und zu delegitmieren. Nach dem Motto: Demokratie ist genauso schlimm wie Hitler, warum dann die Kopie und nicht gleich das Original. Meissner liegt damit auf gleicher argumentativer Linie wie so zweifelhafte Organisationen wie die Piusbruderschaft. Letztlich schadet er damit dem Kampf gegen Abtreibung.
Grundsätzlich bin ich auch gegen Abtreibungen. Ich bin aber keineswegs bereit mich instrumenatlisieren zu lassen von polititisch so zweifelhaften Gestalten wie einem Meissner.
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#12   Jörg Guttenberger, Köln   22:45:07 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Bluebery, Malachias
Malachias, ich stimme Ihrer Auffassung grundsätzlich zu, nachdem das Leben aller Menschen gleichwertig ist, halte aber die Mögliche Auffassung, das von ‘Geweihten sei mehr wert, zumindest für gefährlich. Auf die Bibel kann sich diese Auffassung jedenfalls nicht berufen.
Blueberry: Ihre Stellungnahme ist zum Teil recht überheblich und schießt über das Ziel hinaus. Der Vergleich zwischen Bundesrepublik und Nazi-Deutschland wurde auch nie ansatzweise gezogen.
Da Sie diesen Vergleich aber bringen kann man tatsächlich die Frage stellen, wer seines Lebens sicherer sein kann bzw. konnte: ein heutiges Kind im Mutterleib oder ein Regimekritiker in einem beliebigen totalitären Staat.
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#11   blueberry   21:50:28 | Donnerstag, 20. Juli 2006
@ Malachias
Also auf den größten Teil ihres Geschwurbsels will ich gar nicht eingehen. Das ist so krude wie eh und je.
Was ich aber anmerken möchte ist: es ist legitim Abtreibung zu kritisieren und zum Beispiel mit Mord zu vergleichen. Unter gewissen Voraussetzungen kann man das so sehen. Ob das meine Position ist, sei mal dahin gestellt.
Wenn man aber Holocaust und Abtreibung gleichsetzt, dann setzt man unsere heutige Gesellschaft mit dem Dritten Reich gleich. Und das ist abzulehnen. Ich weiß schon. Sie haben natürlich ein Interesse daran beides gleichzusetzen. Aber Sie habe ich auch schon aufgegeben. Ich habe nur die Hoffnung das seriöse Katholiken (wo immer die auch sein mögen!) das hier lesen und beherzigen.
Schließlich wird niemand von einer Gestapo abgeholt der Abtreibung kritisiert. Und falls jetzt wieder einer ankommen sollte und der Minung sein sollte die Kritik des Zentralrats der Juden an Meissner damals sei ja mindestens so schlimm gewesen wie die Gestapo, an den richte ich folgende schlimme und menschenverachtende Botschaft: Knarre raus und bum und tot!
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#10   Malachias †   20:20:12 | Donnerstag, 20. Juli 2006
@Guttenberger
Auch die Opfer der von Meisner erwähnten Kindermorde durch Herodes waren Juden.
Maßgebliche Kritiker der Meisnerpredigt taten ja so, als gäbe es einen qualitativen Unterschied zwischen Holo- und Babycaust, der einen Vergleich von vorneherein unmöglich mache. Abgesehen davon, dass es offensichtlich nicht zum Wertekonsens unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft(en) gehört, dass der Mensch vom Beginn seines Daseins im Mutterleib volles Lebensrecht hat, scheint bei der Formulierung solcher Kritiken auch das talmudische Menschenbild, das nur Juden echtes bzw. volles Menschsein im Gegensatz zu den Nicht-Juden (Gojim) zuerkennen will, mitgeschwungen zu haben. Dieses verzerrte Menschenbild ist aus katholischer Sicht genauso verfehlt und daher abzulehnen wie alle andere Ideologien, die Menschen aufgrund natürlicher Merkmale über andere setzen wollen. :-@
Vergötzung des Geschöpflichen ist aus katholischer Sicht ebenso abzulehnen wie seine Verachtung. Anbetung gebührt allein Gott! o^/
Der einzig mögliche qualitative Unterschied unter Menschen ist für uns Christen das Getauftsein, das uns zu Gliedern am Mystischen Leib Christi, d.h. der Kirche macht. Ähnliches gilt für die Weihe zum Bischof oder Priester. Der Empfang dieser Sakramente bringt durchaus so etwas wie eine Seinserhebung mit sich… :-]
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#9   Jörg Guttenberger, Köln   19:07:25 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Malachias: Holocaust – Babycaust
Ich habe die Predigt Meisners am 6.1.2005 selber im Dom gehört.
Man kann Meisner berechtigterweise entgegenhalten, daß Abtreibung, wenn auch inzwischen zahlenmäßig umfangreicher, im Gegensatz zum Holocaust kein Völkermord ist. Völkermord ist aber ein eigener Straftatbestand.
Geht man davon aus, daß die Vernichtung jeden einzelnen menschlichen Lebens gleich schlimm ist, hat Meisner recht. Berücksichtigt man die juristisch unterschiedlichen Straftatbestände, stimmt Meisners Vergleich nicht. Diese Unterscheidung sucht man in der überwiegend emotional geführten Auseinandersetzung über die Predigt Meisners m. W. vergeblich.
Man muß Meisner aber zugute halten, daß er keine Aussagen über juristisch gleiche oder unterschiedliche Wertung machen, sondern grundsätzlich Beispiele für Mißachtung menschlichen Lebens nennen wollte. Diesem Anliegen wird seine Aussage vollumfänglich gerecht.
Auch die Opfer der von Meisner erwähnten Kindermorde durch Herodes waren Juden. Von den Wortführern der Meisner-Kritiker hat das niemand gemerkt!
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#8   Malachias †   16:18:00 | Donnerstag, 20. Juli 2006
@Parzifal
Wer den Holocaust vor allem instrumentalisiert ist der Vatikan. Ich sage nur: Ausschwitz Rede von Benedikt 16., Heiligsprechung von Edith Stein, „Babycaust“, Predikt von Meissner bezüglich Kindermord in Betlehem und last but not least: kreuz.net. Gibt ja kaum einen Artikel in dem nicht was vom Holocaust steht und davon dass jeder der nicht die gleiche Meinung hat wie kreuz.net so schlimm ist wie Adolf.
Also, da vereinfachen Sie jetzt aber doch gewaltig!
Die Formel „Vatikan = Meissner = kreuz.net“ geht ganz sicher nicht auf, auch wenn jede dieser Instanzen irgendwann mal irgendwas über „den“ Holocaust von sich gegeben haben mag…! :-@
Schon „Vatikan“ mit „B16“ gleichzusetzen, halte ich für unzulässig! Mag „Papa Razzi“ auch unmittelbar von diesen (durchweg zweifelhaften) Kurienkardinälen umgeben sein, heißt das noch lange nicht, dass er der Vatikan ist! Dann die Frage: Inwiefern hat B16/der Vatikan den Holocaust „instrumentalisiert“? o.O
Den Meissner-Vergleich Holocaust – Babycaust halte ich für angebracht (in beiden Fällen handelt es sich ja um Völkermord), ganz im Gegensatz zur „Verwendung“ durch Fischer.
„kreuz.net“: Welche Meinung zum Thema „Holocaust“ hat denn Ihrer Meinung nach „kreuz.net“? Wen meinen Sie eigentlich mit „kreuz.net“? Die Kreuznet-Redaktion?
Wenn ja: Ich habe noch kein Impressum oder so etwas wie ein Selbstdarstellung der Redaktion gelesen. Insofern kann erst recht niemand behaupten Kreuz.net = Vatikan… Also, bitte! :-@
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#7   Benedikt   13:38:57 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Logisch…
Wer den Holocaust vor allem instrumentalisiert ist der Vatikan.
…auch hieran ist selbstverständlich die Kirche schuld. :-!
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#6   Parzifal   11:18:43 | Donnerstag, 20. Juli 2006
@ Schweizer Asylbewerber
Haben Sie das Gefühl dass ich mich dafür entschuldige dass es mich gibt?
Also!
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#5   Dr. Christoph Heger   10:00:52 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Schlechter Witz
Wer den Holocaust vor allem instrumentalisiert ist der Vatikan.
Haha, das lacht der deutsche Steuerzahler! :-!
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#4   Benedikt78   09:45:55 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Mal am Rande zurück
Was ist eigentlich ihre Motivation das Forum mit solchen – absolut nicht nachvollziehbaren – Voten vollzukleckern?
Wäre Papst Benedikt XVI. nicht nach Auschwitz gegangen, wären Sie wieder mal der erste, der darüber das Maul zerrissen hätte.
Es gibt nichts schlimmeres als diese Schuld- und Sühnedeutschen, die den ganzen Tag auf den Knien rumrutschen und sich entschuldigen, dass es sie überhaupt gibt!
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#3   Parzifal   23:15:05 | Mittwoch, 19. Juli 2006
mal am Rande…
Wer den Holocaust vor allem instrumentalisiert ist der Vatikan. Ich sage nur: Ausschwitz Rede von Benedikt 16., Heiligsprechung von Edith Stein, „Babycaust“, Predikt von Meissner bezüglich Kindermord in Betlehem und last but not least: kreuz.net. Gibt ja kaum einen Artikel in dem nicht was vom Holocaust steht und davon dass jeder der nicht die gleiche Meinung hat wie kreuz.net so schlimm ist wie Adolf.
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#2   Graf von Galen   23:06:27 | Mittwoch, 19. Juli 2006
Für ein freies Deutschland
Herzlichen Dank an Kreuz.net für diesen aufklärenden
Artikel. Es lassen sich leider viel zu viele durch Bild und Glotze verdummen.
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#1   Artois †   15:09:51 | Mittwoch, 19. Juli 2006
Bla bla
Dieser Aufsatz ist völlig haltlos und könnte auch mit „bla bla“ überschrieben werden.
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