„Jede Schwangere erhält nach der ergebnisoffenen Beratung eine Bescheinigung über die Beratung und erwirbt damit das staatliche Recht auf Abtreibung.“ Von Christian L. Schutzer.
(kreuz.net, Limburg) Die Donum-vitae Beratungsstelle Limburg schreibt: „In christlicher und staatsbürgerlicher
Verantwortung treten wir ein für die Würde jedes menschlichen Lebens“.
Von dieser schönen Aussage
sind freilich jene Kinder ausgenommen, die aufgrund der Beratungsbescheinigung getötet werden.
‘Donum
vitae’ behauptet in seinem Grundsatzpapier:
„Selbstverständlich dürfen Laien das tun, was deutsche
Bischöfe über Jahre hinweg aus Überzeugung getan haben. (…) ‘Donum vitae’ führt das Beratungsangebot
mit katholischer Prägung fort.“
Vier Jahre lang haben sich die deutschen Bischöfe in das staatliche
arbeitsteilige System von Beraten und Töten einbinden lassen, in dem jährlich ungefähr 130.000 ungeborene
Kinder umgebracht wurden und werden.
Damit haben die Bischöfe – außer Erzbischof Dyba in Fulda – einen
schweren moralischen und moralpolitischen Fehler gemacht, die katholische Lehre verdunkelt und sich in
Schuld verstrickt.
‘Donum vitae’ geht diesen sündigen Weg gegen Gottes Gebot und kirchliche Weisung
in vollem Wissen und Bewußtsein weiter.
Sowohl der kirchlich-lateinische Name ‘Donum vitae’, der gemeinte
Inhalt, daß der Verein ‘Leben schenken’ würde, wie auch der Aufkleber ‘katholische Prägung’ sind gezielte
Falschpropaganda und bewußter Etikettenschwindel.
Grundsätzlich beansprucht der Verein, die Beratung
„auf der Basis des Grundgesetzes und des Schwangerschaftskonfliktgesetzes“ durchzuführen:
„Die Beratung
soll zugleich ergebnisoffen und zielorientiert sein.“ Wie soll das gehen?
Der Beratungsbescheinigung –
die „Lizenz zum Töten“ (Erzbischof Johannes Dyba) – komme sogar „eine entscheidende Bedeutung zu, weil
die beratene Frau sich der Verantwortung bewußt wird, daß ihr letztlich die Entscheidung niemand abnehmen
kann“ (Selbstverständnis von ‘Donum vitae’, Seite 2).
Im Bistum Limburg bestehen in Wiesbaden, Limburg
und Montabaur Donum-vitae-Beratungsstellen.
Anläßlich der Bilanz über das erste Jahr – 2003 – der
Limburger Donum-vitae-Stelle hieß es in der Lokalpresse, ohne daß der Verein das später korrigierte
oder richtigstellte:
„Jede Schwangere erhält nach der ergebnisoffenen Beratung eine Bescheinigung über
die Beratung und erwirbt damit das staatliche Recht auf Abtreibung.“
Somit trägt ‘Donum vitae’ auch
zur Verdunkelung und Verdrehung der staatlichen Gesetze bei.
Regelmäßig jammert der Verein in der Presse,
daß der Staat zu wenig Geld zuschieße. Als der Landkreis Limburg-Weilburg die zusätzlichen Mittel auf
11.250 Euro gekürzt hatte, wurde das als Skandal bezeichnet.
Da kam es dem Verein sehr zurecht, daß
Pfarrer Hubertus Janssen aus der Pfarrei St. Antonius Limburg-Eschofen Ende 2005 ‘Donum vitae’ über seine
Stiftung 5.000 Euro schenkte.
Der umtriebige Pfarrer in der Presse: „Donum vitae setzt sich für das
Leben ein, eine Unterstützung ist absolut erforderlich.“
In der gleichen Pressemeldung wird zum wiederholten
Mal wahrheitswidrig vom „Ausstieg der katholischen Kirche aus der Schwangerschaftskonfliktberatung“ gesprochen.
Die deutschen Bischöfe haben erst kürzlich ersucht, daß katholische Gremien-Laien und kirchliche Laienorganisationen
nicht mit ‘Donum vitae’ kooperieren und den Verein unterstützen sollten.
Dennoch unterstützt im Bistum
Limburg sogar ein dem Bischof zum Gehorsam verpflichteter Pfarrer den abtrünnigen Verein und macht dafür
Propaganda.
Pfarrer Janssen erhielt im Jahre 2001 für seine Agitationstätigkeit im Vorstand eines krypto-sozialistischen
Vereins einen Preis der antichristlichen und antikirchlichen sogenannten ‘Humanistischen Union’.
Diese
Preisverleihung wurde sogar auf der offiziellen Internetseite des Bistums Limburg gewürdigt.
Da kann
man sich nicht mehr wundern, daß Pfarrer Janssen auch für den kirchenfeindlichen Verein ‘Wir sind Kirche’
regelmäßig Vorträge organisiert und sympathisierende Leserbriefe schreibt.
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11 Lesermeinungen
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Deutsche Bischöfe und Kardinäle sind fast alle exkommuniziert Aufgrund ihrer „Untätigkeit“ seit Jahren –
sind die meisten bestbezahlten Kirchenfunktionäre in der deutschen „Lehmann-Kirche“ fast alle exkommuniziert.
Das wird natürlich nicht öffentlich richtig dargestellt. Bischof Kamphaus (der immer noch im Amt ist –
man kann es nicht fassen) ist nur einer von ihnen. Betet für diese Abgefallenen Confratres !
@Vinzenz Den Schein, der eine rechtswidrige, aber straffreie Abtreibung ermöglicht (indem er die Tatsache
der Beratung bescheinigt), gibt es in der Tat erst seit dem Urteil des BVerfG 1993. Vorher war Abtreibung
rechtswidrig und mit Strafe bedroht, es sei denn es gab Rechtfertigungsgründe (u.a. auch die soziale
Indikation). Hier wurden aber von der Kirche meines Wissens keine Scheine ausgestellt.
@ Vinzenz Leider auch Erzbischof Dyba wirkte in seinem Bistum von 1976 bis 1993 im staatlichen Tötungssystem
mit! 1976 war Mgr. Dyba Nuntiaturrat in Kairo. @ FritzG Ein Gebet dagegen ist nur Schall und Rauch. Wenn
Sie wüssten…
Zwei dicke Fehler Zwei dicke Fehler in dem ansonst guten Beitrag über „Donum Vitae“. 1. Nicht nur vier
Jahre stellten die deutschen Bischöfe den Tötungsschein aus, sondern seit 1976! 2. Leider auch Erzbischof
Dyba wirkte in seinem Bistum von 1976 bis 1993 im staatlichen Tötungssystem mit! Ergänzend noch dazu:
In letzter Zeit wird auch von Lebensschützern davon gesprochen, daß der unselige § 218 seit 10 Jahren
(1995) das Leben preis gibt. Das ist aber bereits seit 1976 der Fall. Warum verscheigt man das?
@ Babylon: Sie haben natürlich absolut Recht. (Tag)träume sind nicht nur schön, während man sie erlebt,
sie sind auch eine große Hilfe, uns andere Möglichkeiten im Leben vorzustellen. Damit stellen Träumereien
eine maßgebliche Triebfeder jeglichen Fortschritts dar – vor allem auf technologischem und sozialem Terrain.
(I have a Dream…) Ein Gebet dagegen ist nur Schall und Rauch. (Nicht jammern und beten, sondern hacken
und jäten!)
Alternative? Was ist denn die Alternative? Ein Verbot der Abtreibung? Ein Abtreibungsverbot ist keine
Alternative, sonden Grundsatz der Menschlichkeit. Lieber beten statt träumen :)3
@ … klein Fritzchen! Und wenn Donum Vitae keine Bescheinigungen über eine Beratung mehr ausstellt,
machen es eben andere. Genau, wenn die die Kindlein nicht töten, macht das eben klein Fritzchen.
Heult halt… Was ist denn die Alternative? Ein Verbot der Abtreibung? Na da träumt mal weiter… Und
wenn Donum Vitae keine Bescheinigungen über eine Beratung mehr ausstellt, machen es eben andere.