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Montag, 17. Juli 2006 13:30
Die erhofften Früchte sind ausgeblieben
Täglich erhält die Gottesdienstkongregation unzählige Beschwerden über liturgische Mißstände und tatenlose Bischöfe: „Zuletzt gehen die Leute zur Alten Messe und unsere Kirchen leeren sich.“
Zweites Vatikanisches Konzil (1962-1965)
Zweites Vatikanisches Konzil (1962-1965)
(kreuz.net, Rom) Am Donnerstag gewährte der Sekretär der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung – Erzbischof Albert Malcom Ranjith Patabendige Don – der französischen Nachrichtenagentur ‘I Media’ ein Interview.

Dabei dementierte der Erzbischof, Ende Juni vor der französischen Tageszeitung ‘La Croix’ gesagt zu haben, daß die Liturgiereform nie abgehoben habe:

Der srilankesische Prälat Ranjith
Der srilankesische Prälat Ranjith
„Ich habe das nicht so gesagt, und es ist nicht wahr.“

Die Verwendung der Landessprache sei etwas Positives. Nun könne jeder verstehen, was am Altar oder bei den Lesungen geschehe. Das gleiche gelte für den Gemeinschaftssinn, der sich entwickelt hat.

Jedoch seien diese Elemente manchmal ein wenig überbetont worden. Dadurch seien bestimmte positive Aspekte der kirchlichen Tradition verlorengegangen.

Erzbischof Ranjith erklärt, daß der Papst in seinem Vorwort zum Buch ‘Conversi ad Dominum: Zu Geschichte und Theologie der christlichen Gebetsrichtung’ betont habe, daß der Volksaltar und die Preisgabe des Lateins nicht Teil des Zweiten Vatikanums seien.

Man könne weder sagen, daß alles gut, noch daß alles schlecht gelaufen sei – so der Erzbischof salomonisch: „Die Reformen des Konzils haben, so wie sie umgesetzt wurden, nicht die erhofften Früchte getragen.“

Heute gebe es zwei Extreme zu vermeiden.

„Jedem Priester oder Bischof zu gestatten, daß er macht, was er will und so Konfusion schafft.

Oder im Gegenteil: Die Idee einer Anpassung an den modernen Kontext völlig aufzugeben und sich in der Vergangenheit einzuschließen.“

Der Papst wisse über die gegenwärtige Situation sehr genau Bescheid. Er denke über das Problem und über Möglichkeiten nach, es zu überwinden.

Erzbischof Ranjith erklärte im Interview, daß die Gottesdienstkongregation jeden Tag unzählige Briefe erhält.

Die Gläubigen beklagten sich über viele Mißstände: „Priester, die machen, was sie wollen. Bischöfe, die ihre Augen verschließen oder die Mißstände im Namen der »Erneuerung« sogar rechtfertigten.“

„Am Ende gehen die Leute zur tridentinischen Messe und unsere Kirchen leeren sich.“ Doch die Alte Messe gehöre nicht den Lefebvristen.

Es sei an der Zeit mit den Konfrontationen aufzuhören.

Man müsse zugleich überprüfen, ob die liturgische Entwicklung gegenüber der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanums ‘Sacrosanctum Concilium’ treu gewesen ist.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 30 Lesermeinungen:
Donnerstag, 20. Juli 2006 11:11
Aurelius: @ mariokin
Aber Sie wagen es, diese Gruppe als Sekte zu bezeichnen!

Ja. Und?

Anhänger dieser „Gruppe“ sind auch nicht zimperlich, wenn es darum geht, ihre anti-römischen Stammtischparolen hier zu verbreiten.
Mittwoch, 19. Juli 2006 14:58
Artois †: @stat crux
Ich habe nichts gegen Liberale, konstatiere nur, daß sie nicht zur Kirche gehören. Diese Toleranz erlaube ich mir.
Mittwoch, 19. Juli 2006 14:18
mariokin: @Aurelius
Aber Sie wagen es, diese Gruppe als Sekte zu bezeichnen!
Mittwoch, 19. Juli 2006 14:07
Aurelius: @ mariokin
Niemals hat der Apostolische Stuhl im Fall der Piusbruderschaft von einer „Sekte“ gesprochen.

Ich habe ja auch nicht behauptet, daß der Apostolische Stuhl im Fall der FSSPX von einer „Sekte“ gesprochen hat.
Dienstag, 18. Juli 2006 19:58
Kardinal Mazzella: statcrux – Dr. Otterbeck
ich bin nicht der für den Sie mich halten, habe allerdings einmal seinen Vortrag über den Frevel gelesen, der sehr überzeugend war. Als Frevel wird ein Akt bezeichnet, der aus Vermessenheit begangen wird. Wollen Sie etwa bestreiten, dass Johannes XXIII, Paul VI und Johannes Paul II mehrmals Vermessenheit gezeigt haben. Ihre Antwort kenne ich bereits im voraus. Sie werden geltend machen, dass sie nicht anders konnten. Natürlich konnten sie anders aber nicht mit einer derart unkatholischen Gesinnung
Dienstag, 18. Juli 2006 19:52
stat crux: Artois:
Sie sind also kathoisch?

Fällt das L auch schon unter Liberalismusverdacht?
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