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Samstag, 15. Juli 2006 14:24
Lebensfeindliche Sozialisten im Schlepptau
Heute beginnt in Salzburg ein dreiwöchiger Marsch für das Leben ungeborener Menschen. Die Lebensschützer erhoffen sich von ihrer Großveranstaltung einen schweren Rückschlag für die Lebensfeinde.
Die 'Jugend für das Leben' hält auch während des 'Pro Life Marsches' Vorträge für das Lebensrecht der ungeborenen Menschen
Die ‘Jugend für das Leben’ hält auch während des ‘Pro Life Marsches’ Vorträge für das Lebensrecht der ungeborenen Menschen
(kreuz.net, Salzburg) Die Lebensrechtsorganisation ‘Jugend für das Leben’ beginnt heute Samstag eine dreiwöchige Österreich-Durchquerung.

Die Großveranstaltung startet mit einer Informationsveranstaltung in der Salzburger Innenstadt.

Die Wanderung heißt ‘Marsch für das Leben’. Sie fordert die Anerkennung des Lebensrechtes ungeborener Menschen ein.

Bereits im Jahr 1999 haben die jungen Lebensschützer einen ähnlichen Weg zurückgelegt.

Daran erinnert sich der Vorsitzende der ‘Jugend für das Leben’ – Diplomingenieur Martin Minkowitsch – auf einem eigens für den diesjährigen Marsch eingerichteten Weblog.

Vorsitzender der 'Jugend für das Leben', Martin Minkowitsch
Vorsitzender der ‘Jugend für das Leben’, Martin Minkowitsch
Im August 1999 machten dutzende Jugendliche auf ihrem vierwöchigen Marsch von München nach Wien in der niederösterreichischen Ortschaft Lilienfeld – der Heimatstadt von Minkowitsch – Station.

Am Abend waren die Einwohner von Lilienfeld zu einem Dia-Vortrag zum Thema „Abtreibung: Fakten, Folgen und Alternativen“ eingeladen.

An diesem Anlaß nahm auch der nunmehrige Vorsitzende Minkowitsch- damals 19jährig – mit seinen Eltern teil:

„Noch nie zuvor hatte ich mir zu diesem Thema Gedanken gemacht. Es redet ja auch sonst keiner darüber. Beim Fortgehen, Trinken und Discobesuch hat man eben andere Themen…“

Die jungen Lebensschützer hätten ihn fasziniert. Deshalb habe er die Gruppe kurzentschlossen einen Tag begleitet: „Viele neue Gesichter, hübsche Mädchen, freundlich, motiviert, hilfsbereit und katholisch.“

Später begann Minkowitsch, die regelmäßigen Treffen der ‘Jugend für das Leben’ in Wien zu besuchen:
Billiges Pathos
Ein Priesterdarsteller hält unter dem Motto „Dein Bauch gehört mir“ eine schwangere Mutter in Ketten.


„An der Arbeit für die ungeborenen Kinder habe ich seither unglaublich viel Freude gefunden, weil man der Gesellschaft dort hilft, wo es am notwendigsten gebraucht wird.“

Maria – ein anderes Mitglied der ‘Jugend für das Leben’ – erzählt auf dem Webblog, daß sie im Jahr 1999 als 15jährige am Lebensmarsch teilnahm. Sie habe viel gelacht, gelernt, erlebt.

Drei Jahre später begann Maria in Wien mit dem Studium. Dort begegnete sie zufällig einer Wanderkollegin, die sie auf dem ‘Pro Life Marsch ‘99’ kennen gelernt hatte.

Die beiden beschlossen, gemeinsam bei der ‘Jugend für das Leben’ mitzuarbeiten:

„Der ‘Pro Life Marsch ‘99’ hat mir damals den Anstoß dazu gegeben, den Mut aufzubringen, mich für die wehrlosesten Mitmenschen unserer Gesellschaft einzusetzen.“

Der Einsatz für die Menschenrechte ist in diesem Jahr mit einer besonderen Anfechtung verbunden.

Einige Mitglieder der extremistischen und radikal lebensfeindlichen ‘Sozialistischen Jugend Österreichs’ werden den Lebensrechtlern nachtrotten.

Das berichtete das abtreibungspropagandistische Nachrichtenportal ‘Die Standard’.

Die Sozialisten wollen unter dem reaktionären Motto: „Hände weg von der Fristenregelung!“ dafür kämpfen, das alles beim Alten bleibt.

Die sogenannte Fristenregelung ist eine staatliche Bestimmung, wonach ungeborene Kleinkinder bis zur 12 Lebenswoche beliebig getötet werden dürfen.

„Die Sozialisten sind ein Relikt aus dem umnachteten 19. Jahrhundert, das Abtreibungsunrecht ein Relikt aus dem blutigen 20. Jahrhundert: Diese Relikte wird die Menschheit im 21. Jahrhundert hinter sich lassen“ – meinte dazu ein Lebensschützer trocken.

Bereits in den vergangenen Jahren veranstalteten lebensfeindliche restsozialistische Kreise bei den Sommeraktionen der ‘Jugend für das Leben’ Gegendemonstrationen, häufig auf niedrigstem Niveau.

Als Auftakt zur diesjährigen Gegenaktion in Salzburg werden sich die Abtreibungssozialisten mit einer antikirchlichen und mütterfeindlichen Darstellung entlarven.

Ein als Priester verkleideter Extremist hält unter dem Motto „Dein Bauch gehört mir“ eine als schwangere Mutter kostümierte Sozialistin in Ketten.

„Es ist anzunehmen, daß eine sozialistisch befreite schwangere Mutter, von den sozialistischen Menschenjägern in den nächsten Kinderschlachthof abgeschleppt wird“ – so der Lebensschützer vor ‘kreuz.net’.

„Das nennt sich in der Fachsprache »roter Tod«.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 53 Lesermeinungen:
Montag, 17. Juli 2006 16:47
Benedikt78: Verantwortung
Es ist eigentlich tragisch. In der Schweiz gab es mal eine Umfrage der Feministen (also Männer, welche feministische Ideen verfolgen) bei Politikern. Eine Frage war:

Sollte der Mann eine Art Vetorecht haben, wenn es um die Tötung seines Kindes geht?

Ich war übrigens der einzige, der dieser Meinung war. Vor allem linke Politikerinnen, die mit mit Begriffen wie Toleranz, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung nur so um sich schmeissen, fanden nur schon die Diskussion anstössig! Selbstbestimmung bis zum Tod. Aber nur Mitspracherecht für die Frau. Nennt man das nun Feminarchie?
Montag, 17. Juli 2006 14:29
deusexmachina: Hehe, ja
1 und 4 vertauscht, in der Tat – macht aber nix, da für diesen Disput eh’ ohne Belang, und Sie haben ja auch so gesehen, wie es gemeint war.

Das Komische ist, dass Sie eigentlich die Sache sogar so sehen wie ich, aber irgendwo das Bedürfnis zu empfinden scheinen, mir widersprechen zu müssen

Schauen Sie hier:

DDL: Und, ja, DAS IST „Macht“.

Benedikt: Die Tatsache, dass die Frau in Ihrem Bespiel ohne Wissen des Kindsvaters abtreibt ist wohl eher ein Beleg für die Ohnmacht des Mannes. Er kann hiergegen nämlich gar nichts tun.

Und damit sagen Sie exakt dasselbe wie ich, nur drücke ich es positiv aus „Das IST Macht“, während Sie es quasi durch Negativbenennung heraustreten lassen. Da „Macht“ grundsätzlich etwas Relatives ist, ist die einseitige Zuordnung von Macht exakt gleichbedeutend mit der Einseitigen Zuordnung von „Ohnmacht“ zur Gegenseite. Ob Sie in einer Gleichung links 5 addieren oder rechts 5 subrahieren, ist egal, nicht? Aber Sie meinen, etwas ganz anderes gesagt zu haben als ich.

Übrigens, keine Missverständnisse: Ich heiße einen solchen Alleingang der werdenden Mutter nicht gut. Aber ich kann absolut nachvollziehen, wenn eine Frau, die WEISS, dass ihr Mann anderer Meinung ist und darauf beharrt, so etwas klammheimlich regelt.

Was meinen Sie, könnte die von Ihnen korrekt so genante Ohnmacht des Mannes eine starke Triebfeder der Antiabtreibungskampagnen sein? Manche sagen, dem sei so, dass das also lediglich (dummer) „Kampf der Geschlechter“ sei.
Montag, 17. Juli 2006 13:02
Benedikt: @ DDL
Vielleicht käme es Ihnen logischer vor, wenn Sie nicht dort eine Behauptung hineinlesen, wo gar keine ist. Ich verstehe genug von meiner Muttersprache um zu wissen, dass mit „unter Umständen“ keine Behauptung eingeleitet werden kann.

Das haben sogar Sie begriffen:

Sie kaprizieren sich auf Nr. 3 und mutmaßen

Darüberhinaus sprechen Sie direkt von „drängen“, so, als ob es nicht auch weniger opressive Möglichkeiten bzw. Handhabe gäbe.

Also wirklich, die Zeichenbegrenzung hier zwingt einen zu ein paar Verallgemeinerungen.

Bei 1 gibt’s Kinderlein

Laut ihrem eigenen Beispiel nicht, aber egal: Fälle, in denen es gar keine Abtreibung gibt, spielen hier gar keine Rolle. Es geht um Abtreibung.

Denn es gibt eine ganze Menge Frauen, die diese Entscheidung alleine fällen, BESONDERS dann, wenn sie annehmen können, dass der Vater das Kind behalten will. Das ist eine Form von „Drängen“, die der männlichen spöttisch die Zunge zeigt – Fakten schaffen.

Und, ja, DAS IST „Macht“.


Was für eine absurde Schlussfolgerung. Die Tatsache, dass die Frau in Ihrem Bespiel ohne Wissen des Kindsvaters abtreibt ist wohl eher ein Beleg für die Ohnmacht des Mannes. Er kann hiergegen nämlich gar nichts tun.
Montag, 17. Juli 2006 01:40
deusexmachina: Öhm, Benedikt…
…gibt’s die Argumentation vielleicht auch noch in einer Ausgabe ohne Kartenhauslogik?

Erst stellen Sie die Behauptung auf, „Unter Umständen, vielleicht sogar häufig sind sie schuldiger an der Abtreibung als die Frau.“, wobei Sie selbst Ihrer Sache so wenig sicher sind, dass Sie vage von „unter Umständen“ und „vielleicht(!) sogar häufig“ sprechen… und im 2. Absatz beziehen Sie sich auf diese schwammigen Mutmaßungen schon so, dass sie Ihre Argumentation stützen können sollen?

Ähm. Nö.

Es gibt exakt 4 mögliche Konstellationen. Es sei M=Mann und F=Frau sowie A=Wunsch auf Abtreibung (wenn wir von „weiß nicht“ ‘mal absehen):

1. MA + FA
2. M!A + FA
3. MA + F!A
4. M!A + F!A

Sie kaprizieren sich auf Nr. 3 und mutmaßen, dass diese einen bedeutenden Anteil haben könnte. Darüberhinaus sprechen Sie direkt von „drängen“, so, als ob es nicht auch weniger opressive Möglichkeiten bzw. Handhabe gäbe.

Aber wissen Sie, warum 3. Ihnen überhaupt auffällt? Weil Sie von den anderen keine Notiz nehmen. Bei 1 gibt’s Kinderlein, von 4 erfahren Sie vermutlich nie etwas, 3 führen Sie als herausragend an… und 2? Tja, das ist der Witz an der Geschichte: Von 2 erfahren selbst die beteiligten Väter oft nichts. Denn es gibt eine ganze Menge Frauen, die diese Entscheidung alleine fällen, BESONDERS dann, wenn sie annehmen können, dass der Vater das Kind behalten will. Das ist eine Form von „Drängen“, die der männlichen spöttisch die Zunge zeigt – Fakten schaffen.

Und, ja, DAS IST „Macht“.
Sonntag, 16. Juli 2006 23:28
Freitag: @ Benedikt
War es nicht erkennbar, dass ich auf eine Bemerkung von Burgorus überspitzt antwortete, um die Abwegigkeit seines Gedankens deutlich zu machen? Ich benutze hier keine Smilies, wenn ich etwas nicht verspöttelt wissen will.
Vielleicht zum besseren Verständnis: Ich persönlich halte Kinder für eine Bereicherung, die mit nichts anderem vergleichbar ist. Natürlich haben auch die angehenden Väter eine Verantwortung…dies setze ich voraus. Ich kann nur für mich sprechen!…wenn ich eine Abtreibung als den letzten in Erwägung zu ziehenden Lösungsweg betrachte. Dennoch darf einer Frau diese Möglichkeit unter bestimmten Bedingungen nicht abgesprochen werden, denn nur sie allein ist die direkt Betroffene.

Zu 1.

Nachdem, was ich eben erklärte, bedarf dies wohl keines weiteren Kommentars. Außer…dann lädt die Frau also Schuld auf sich, auch wenn der Mann sie in diese Situation drängt. Und schuldiger als schuldig geht wohl nicht…nein, ich denke, ich weiß was Sie meinen.

Zu 2.

Das hat für mich weniger mit einer Macht der Frauen oder ‘Machtkämpfen’ zwischen den Geschlechtern zu tun. Mehr mit einer Unfähigkeit, ab einem bestimmten Punkt miteinander umgehen zu können und die Kinder…ob nun bewußt oder nicht…zur Durchsetzung eigener Interessen zu missbrauchen. Und diese Art von Problembewältigung ist auch Männern nicht fremd.
Sonntag, 16. Juli 2006 17:34
Rosalinde: @Ansgar
Mit den Beleidigungen haben Sie angefangen.

Ansonsten haben Sie Recht: mit ihrer Position lässt sich nicht diskutieren. Das ist allerdings nicht mein Fehler.

Dann bleiben Sie mal hübsch in ihrem ‘christlichen’ Dogmatismus gefangen.
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