In der Erzdiözese New York hat ein Priester seinen monatelangen Widerstand gegen den Diözesanbischof beendet und seine Pfarrei verlassen.
(kreuz.net, New York) Pfarrer Anthony Giuliano von der Rosenkranz-Pfarrei in Hawthorne hat seinen Pfarrkindern
während der Sonntagspredigt mitgeteilt, daß er als Pfarrer zurücktreten werde. Das berichtete die lokale
Presse. Der Priester gehört zur Erzdiözese New York, die von Edward Kardinal Egan (72) geleitet wird.
Dieser hatte den Priester das erste Mal im vergangenen März und dann noch einmal im August zum sofortigen
Rücktritt aufgefordert.
Beim Erzbischof waren Beschwerden eingegangen, daß Pfarrer Giuliano ein uneffektiver
und gelegentlich unehrlicher Verwalter seines Amtes sei. Andere Pfarreiangehörige verteidigten den Priester.
Der Konflikt entzündete sich am Vorhaben des Pfarrers die Grundschule seiner Pfarrei mit einer anderen
Schule zusammenzulegen.
Im September ließ der Priester verkündigen, daß er sich einen Kirchenrechtler
und einen Rechtsanwalt genommen habe für den Fall, daß die Sache vor öffentlichen Gerichten ausgetragen
würde.
Pfarrer Giuliano wird sich schon bald mit dem Personalchef der Erzdiözese New York treffen,
um eine neue Stelle zu erhalten. Die Erzdiözese unterstrich, daß nichts gegen Pfarrer Giuliano vorliege
und es sich um keine disziplinarische Maßnahme handle.
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1 Lesermeinung
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#1 Dolfus 13:22:37 | Donnerstag, 23. Dezember 2004
Nihil novum Möge sich da ein Ex-Regens und Propst in Niederösterreich daran ein Beispiel nehmen. Wie
hat er als regierender Regens den Gehorsam betont, oft genug, um die Absurdität der von ihm zusammengestellten
Seminargemeinschaft zu cachieren. Widerspruch sollte durch Gehorsam im Keim erstickt werden. Auch war
sein Vorgänger als Regens ungehorsam in seiner Abberufung durch Bischof Krenn, er als Nachfolger mußte
im Gästezimmer wohnen. Nihil novum sub sole! Wie sich die Bilder gleichen! Euer Gnaden, Sie haben zu
gehorchen, so wie Ihnen einst Ihre Seminaristen zu gehorchen hatten!