Petrusbruderschaft
Der neue Regens
In der Priesterbruderschaft St. Petrus werden die Karten neu gemischt. Gestern Freitag fällte der frischgewählte Generalobere seine ersten Entscheidungen.
(kreuz.net, Wigratzbad) Der neue Generalobere der Priesterbruderschaft St. Petrus, Pater John Berg, gab gestern Freitag die ersten Ernennungen bekannt.

Die wichtigste Ernennung betrifft den Leiter des Priesterseminars der Bruderschaft im bayerischen Wigratzbad.

Der neue Regens heißt Pater Franz Karl Banauch. Pater Banauch stammt aus Wien. 1997 empfing er die Heiligen Weihen.

Zuletzt war er Oberer des Hauses St. Alfons in Köln.

Dort organisierte er regelmäßig Familiensonntage mit einem gemeinsamen Essen und getrennten Katechesen für Eltern und Kinder.

Pater Banauch löst den Kanadier Pater Philipp Creurer ab. Er war seit drei Jahren Regens des Priesterseminars.

Generaloberer Berg ernannte außerdem den Franzosen Pater Vincent Ribeton zum neuen Distriktsoberen von Frankreich.

Pater Ribeton wurde im Jahr 2000 zum Priester geweiht und wirkte zuletzt in Clermont nördlich von Paris.

Pater Ribeton folgt auf Pater Xavier Garban. Pater Garban wurde vor sechs Jahren vom damaligen Generaloberen Pater Devillers zum französischen Distriktsoberen ernannt.

Die dritte Ernennung betrifft das Amt des Generalsekretärs. Der bisherige Generalsekretär Pater Armand de Malleray wurde in diesem Amt bestätigt. Pater Malleray empfing 2001 die Heiligen Weihen.

Das Generalkapitel der Petrusbruderschaft hatte am Dienstag den neuen Generalrat um den Generaloberen Pater Berg gewählt.

Die Gewählten sind:

1. Pater Patrick du Faÿ de Choisinet, Assistent,
2. Pater Almir De Andrade, Assistent,
3. Pater Charles van Vliet, Assistent,
4. Pater Josef Bisig, Rat,
5. Pater Alban Cras, Rat.

Der Schweizer, Pater Josef Bisig, ist der Gründungsobere der Petrusbruderschaft. Im Jahr 2000 wurde er vom Vatikan aus seinem Amt gedrängt.

Das führte in den vergangenen Jahren zu schweren Spannungen innerhalb der Bruderschaft. Es ist jetzt auch die Aufgabe des neuen Generaloberen, diese Spannungen zu glätten.
      
13 Lesermeinungen
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#13   Adrian   09:58:28 | Donnerstag, 20. Juli 2006
@ catharina
Liebe Catharina,
auch wenn meine Bemerkung anders klingt, ich bin ganz Ihrer Meinung. Dennoch hat sie Berechtigung.
Ich wünsche mir, dass jedes Seminar in Deutschland und überhaupt, einen solchen guten, geistlichen und fundierten Tagesablauf hätte wie in Wigratzbad. Doch nicht nur im geistlichen muss man wachsen, sondern besonders auch im menschlichen Miteinander. Und dazu gehört auch der Umgang mit unangnehmen Angelegenheiten. Die menschliche Entwicklung und Reife darf nicht vernachlässigt und aussen vor gelassen werden. Ich stehe hinter der tridentinischen Liturgie und unterstütze diese auch. Ein Priesterseminar wie Wigratzbad bildet Priester der Zukunft, Priester die fest hinter ihrer Berufung stehen, die wissen worauf sie sich einlassen, die gerade und entschieden ihren Weg gehen (gleich vorweg: nicht dass das in anderen Seminaren nicht der Fall wäre ;-) ) Beten wir also um gute, seeleneifrige Priester. Gruß.
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#12   catharina   21:05:50 | Mittwoch, 19. Juli 2006
„Noch strenger?“
Wo, lieber Adrian, haben Sie denn gehört, daß es im Priesterseminar von Wigratzbad so schrecklich streng zugehe? Manche Leute munkeln im Gegenteil, auch die Disziplin bedürfe einer Reform; schließlich habe das Haus ja den Anspruch, ein tridentinisches Seminar zu sein, und zu diesem gehöre nun einmal eine Ordnung einschließlich Anwesenheitspflicht bei den Vorlesungen und Gebetszeiten (schon recht früh am Morgen), Tischlesung, Zeiten des Schweigens usw.
Ich für meinen Teil würde es vorziehen, als Seminarist in ein sog. strenges Seminar einzutreten. Der feste Rahmen würde mir wohl eher helfen, die persönliche Beziehung zum Herrn auszubauen, als mir dabei schaden. Junge Pflänzlein brauchen zunächst nun einmal einen sicheren und auch festen Rahmen.
Aber ein Seminareintritt kommt ja für mich nicht in Frage…
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#11   Adrian   14:27:46 | Dienstag, 18. Juli 2006
auch ich kenne ihn
P. Banauch ist sehr geradlinig und ehrlich. Er ist ein seeleneifriger Priester. Seine Wahl war für mich eine große Überraschung! Er wird frischen Wind ins Seminar bringen und auch die klare Linie weiterführen. Hoffentlich nicht noch strenger…
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#10   Evelin   16:51:52 | Sonntag, 16. Juli 2006
@Sulpicius
hervorragend, präzise geantwortet.
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#9   Frasim   14:58:58 | Sonntag, 16. Juli 2006
@Sulpicius
Meine Antworten zu den ihrigen:
1) :)3
2) :)3
3) :)3
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#8   Sulpicius   23:52:10 | Samstag, 15. Juli 2006
@Gotthard
Daß Sie nicht selbst drauf kommen:
Antwort ad 1) Sicher nicht die Ihre.
Antwort ad 2) Sicher nicht die Ihre.
Antwort ad 3) Sicher nicht der Ihre.
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#7   Kardinal Mazzella   23:48:17 | Samstag, 15. Juli 2006
nicht eingehen
gehen Sie auf solche Fragen überhaupt nicht ein, denn Gotthard hat keinen blassen Schimmer was katholisch ein, bildet sich aber ein, viel darüber zu verstehen und daher stellt er immer wieder die selben Fragen
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#6   Gotthard   23:23:08 | Samstag, 15. Juli 2006
@catharina
Die Priester Ribeton und Banauch vereinen eine gut fundierte, klar traditionstreue Haltung mit wirklich kirchlichem Geist.
1, Was ist eine gut fundierte Haltung?
2. Was ist eine „klar traditionstreue“ Haltung?
3. Was ist ein „wirklich kirchlicher Geist“
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#5   Graf von Galen   23:12:30 | Samstag, 15. Juli 2006
Pater Franz Karl Baunach
Pater Franz Karl Baunach ist mir durch sein Wirken in Köln
bekannt. Ich wünsche Ihm für sein neues Amt alles Gute
und Gottes Segen.
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#4   catharina   21:12:58 | Samstag, 15. Juli 2006
Gott sei Dank!
Der neue Generalobere hat mit seinen ersten Entscheidungen in die richtige Richtung gewiesen.
Die Priester Ribeton und Banauch vereinen eine gut fundierte, klar traditionstreue Haltung mit wirklich kirchlichem Geist.
Was Banauch betrifft, so kann ich mich diesmal dem Wiener Ottaviani nur anschließen. Und in Frankreich wird man nach den Streitigkeiten der letzten 6 Jahre in den Gemeinden der Petrusbrüder aufatmen: Abbé Ribeton verrät den Standpunkt der gesunden Traditionstreue (ohne „ismus“) bestimmt nicht.
Übrigens ist die Bestätigung von Abbé de Malleray ebenfalls erfreulich. Abgesehen von seiner hohen Bildung, seinen hervorragenden, wirklich adeligen Umgangsformen und seinen sprachlichen Fähigkeiten (der Franzose war als Seelsorger in London tätig, kann aber auch gut die deutsche Sprache), ist er ebenfalls ein Mann, der für die Treue zur Gründungsidee kämpfen wird, suaviter in modo, fortiter in re.
Ich spreche sicher vielen traditionsverbundenen KatholikInnen aus der Seele, wenn ich sage: Gott sei Dank!
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#3   Rodolfo Panetta   20:48:25 | Samstag, 15. Juli 2006
Herzlichen Glückwunsch!
Gottes Segen und die herzlichsten Glückwünsche für Pater Banauch!
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#2   ottaviani   20:08:53 | Samstag, 15. Juli 2006
Der neue Regens
das ist ja eine ganz besondere freude
ich bin mit H.H.P Banauch von seit beinahe 20 jahren bekannz da war er noch ministrant in der wiener kaoelle von FSSPX
mit ihm gibt es keinerlei kompromisse es könnte mit der Petrusbruderschaft wieder aufwärts gehn
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#1   Firminus   18:43:08 | Samstag, 15. Juli 2006
Gratulation!
Ich freue mich aufrichtig über die erfolgten Wahlen.
Seit Jahren habe ich ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zu den Patres der Bruderschaft, die leider immer noch von großen Teilen des Diözesanklerus despektierlich beobachtet oder erst gar nicht wahrgenommen werden. Mit nur ein wenig gutem Willen können wir miteinander Großes für das Gottesreich wirken!
Gottes Segen ad multos annos! :(3
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