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Dienstag, 18. Juli 2006 10:56
Keine Zeit für Werktagsmessen
Der umstrittene ‘Pastorale Prozeß’ bringt im Bistum Fulda die ersten faulen Früchte.
Bischof Heinz Josef Algermissen (63) von Fulda
Bischof Heinz Josef Algermissen (63) von Fulda
(kreuz.net, Fulda) Vor drei Jahren bekamen die zwei Priester, Hw. Peter Borta und Hw. Alfons Gerhardt, die Pfarreien St. Jakobus mit der Filiale in Sargenzell und St. Ulrich in Hünfeld übertragen

Hünfeld ist eine attraktive Stadt und liegt 15 km nördlich von Fulda.

Die beiden Geistlichen gehören zu den Gründungsvätern des ‘Fuldaer Kreises für eine offene Kirche’.

Diese Gruppierung steht der Bewegung ‘Wir sind Kirche’ nahe und vertritt deren häufig kirchenfeindliche und glaubensfremde Ziele.

Sie ist auch eine Triebkraft für den ‘Pastoralen Prozeß’ im Bistum Fulda.

Im Hünfelder Pfarrbrief vom 1. Juli war zu lesen: „In der Gottesdienstordnung an Werktagen wird es ab Mitte Juli zu bleibenden Veränderungen kommen“

Begründet wird das Wegfallen der Werktagsmessen damit, daß im September zwei weitere Kirchengemeinden unter die Verantwortung der beiden genannten Priester kommen werden.

„Jede Kirchengemeinde hat dann eine Werktagsmesse.“

Während der Wochentage sollen dort speziell ausgebildete Laien vermehrt Wortgottesdienste feiern. Dazu geben die Priester mehrere Werktagsmessen auf.

Solche Neuerungen tragen die Handschrift des umstrittenen ‘Fuldaer Kreises’ und widersprechen klar kirchlichen Regelungen.

An fünf Werktagen – ohne den Samstag für die Vorabendmesse – könnten die beiden Priester aufgeteilt auf ihre Gemeinden theoretisch und praktisch zehn Meßfeiern halten.

Stattdessen entschieden sie sich wöchentlich für insgesamt drei und ab September für fünf regelmäßige Meßfeiern an Werktagen. Das sind wöchentlich gerade mal zweieinhalb Messen pro Priester.

Die unbedingte Notwendigkeit der neuen Pastoralverbünde wird im Bistum Fulda mit dem angeblichen Priestermangel legitimiert. Doch das genannte Beispiel zeigt, daß die Möglichkeiten der vorhandenen Priester bei weitem nicht ausgeschöpft werden.

Leider nehmen nicht alle Pfarrherren ihre erste und wichtigste Aufgabe wahr, nämlich täglich mit ihren Gemeinden die Heilige Messe zu feiern.

Wortgottesdienste durch Laien scheinen bei ihnen Priorität zu haben.

Die beiden Hünfelder Priester, Pfarrer Peter Borta und Pfarrer Alfons Gerhardt, sind beim Bischof von Fulda, Mons. Heinz Josef Algermissen, hochangesehen.

Pfarrer Borta ist auch stellvertretender Regionaldechant und Diözesanfrauenseelsorger. Pfarrer Gerhardt ist Mitglied im Fuldaer Priesterrat und Diözesanfamilienseelsorger.

Die Mitgliedschaft der beiden Priester im lehramtsfeindlichen ‘Fuldaer Kreis für eine offene Kirche’ scheint die Diözesanleitung in Fulda nicht zu stören.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 82 Lesermeinungen:
Samstag, 29. Juli 2006 18:18
Adrian: Was würde Bischof Dyba (+) wohl tun?
Der verstorbene Erzbischof Dr. Johannes Dyba warnte immer wieder vor der Gefahr einer fortschreitenden „Klerikalisierung“ haupt- und ehrenamtlicher Laien, die nun im Bistum Fulda wohl eindeutig betrieben wird. Das Projekt „Pastoraler Prozess“ wurde, nach meiner Einschätzung, eben nicht von den Gemeinden und Priestern/Klerikern des Bistum erarbeitet, sondern aus Paderborn von seiner Ex. Bischof Algermissen mit-„eingeschleppt“. Beten wir um eine gute Entwicklung.
Samstag, 29. Juli 2006 14:58
ich bin mir nicht sicher, ob Menschen, die soetwas tun im vollen besitz ihrer geistlichen kräfte sind. denn es ist immer noch nicht zu begreifen, warum die beiden priester die werktagsmessen ausfallen lassen. man sollte doch ernsthalfte schritte gegen beide einleiten…
Montag, 24. Juli 2006 23:50
Adrian: @ r.ruhrbegietler @ Toby
r.ruhrgebietler schrieb: „Eminenz,
sofort alle diese „Priester“ exkommunizieren!
Ein Frage sei gestellt: war es nicht VOR den „Priesterweihen“ erkennbar, daß dort Wölfe im Schafspelz unterweg sind?!
pax dominus vobiscum“

@r.ruhrgebietler:
Oh, Oh, Oh… so was dummes hab ich lange nicht mehr gehört. Ich nehme Sie nicht ernst, oder besser für voll!!!

@Toby
Sie wollen doch nicht Rom unterstellen, oberflächlich einen Bischof ernannt zu haben?

Auch ich bin überhaupt nicht zufrieden mit meinem Bischof. Es werden viele Struckturen kaputt gemacht, ohne die Zukunft und die Entwicklung richtig einschätzen zu können. Wer kann das auch schon… Der Schwerpunkt wird sehr stark auf Laien gesetzt. Dazu kann ich nur sagen: BLINDE FÜHREN BLINDE!!!

Letzten Sonntag war übrigens der Todestag von Johannes Dyba, Gott hab ihn selig. Dieser wird im Bistum nach wie vor stark verehrt, sehr zum Argwohn der Bistumsleitung. Gruß.
Montag, 24. Juli 2006 10:56
stat crux: Hier, Carlo, wäre mal Anlass für eine Feststellungsklage,
ob wohl ein Priester noch gehalten sei, das tägliche Messopfer zu feiern.
Montag, 24. Juli 2006 09:37
Maledica: Hopfen und Malz verloren
@Benedikt
Die Apostasien von Lehmensch habe ich oft genug objektiv dargelegt
Nein, Sie haben jedes Mal genau diesen Satz gebracht.
Da Sie des Lesens nicht mächtig zu sein scheinen, erübrigt sich jeglicher Kommentar Ihnen gegenüber…
Sonntag, 23. Juli 2006 21:49
propst zu paderborn: falsch verstanden
ich glaube, dass es die genanten priester einfach nur falsch verstanden haben, was sie innerhalb des pastoralen prozesses im bistum fulda tun und lassen sollen. sie sollen, ja müssen jeden tag die heilige messe mit der ihr anvertrauten gemeinde feiern. ich bin der meinung, dass die zwei lieber für andere dinge mehr zeit haben wollen, aber dann haben beide priester den falschen beruf gewählt. der h.h. bischof heinz josef algermissen steht dem „fuldaer Kreis“ nicht nahe. der bischof weiß das die genannten priester diesem kreis angehören, aber, so denke ich, wird er sie weiter wie jeden seiner priester behandeln. ich kann mir vorstellen, dass pfr. borta und pfr. gerhard bei bischof algermissen zum gespräch waren und der bischof die beiden „zur schenke“ gemacht hat.
der pastorale prozess ist notwendiger denn je, weil ohne priester kann keine gemeinde überleben, aber auch die gemeinde muss dafür sorgen, dass es wieder mehr priesterberufe gibt. jeder von uns sollte stärker um priesterberufungen beten, anstatt so manchen mist hier zu schreiben.
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