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Dienstag, 18. Juli 2006 07:47
kreuzmeldungen
Wofür sich der Papst noch nicht entschuldigt hat + Personalwechsel + Kriegsverbrechen + Die USA eröffnen eine neue Front + Mit der Wallfahrt im Clinch
Papst Johannes Paul II. besuchte im Jahr 2000 das Heilige Land
Papst Johannes Paul II. besuchte im Jahr 2000 das Heilige Land
Wofür sich der Papst noch nicht entschuldigt hat

„Während der Jubiläumspilgerreise von Johannes Paul II. in das Heilige Land verbrachte ich mit der Fernsehanstalt ‘NBC News’ eine Woche in Jerusalem. Nach einem Morgentreffen, bei dem die Aufnahmen für den Tag geplant wurden, fragte mich ein Produzent des Neu Yorker Senders WNBC, ob ich glaube, daß sich der Heilige Vater für die Kreuzzüge entschuldigen würde. Ich antwortete ihm, keine Informationen über die Absichten des Papstes zu besitzen und erklärte ihm, daß – wäre ich der Papst – ich mich dafür entschuldigen würde, die Kreuzzüge verloren zu haben.“

Der Publizist und Autor George Weigel in der Diözesanzeitung der Erzdiözese Denver ‘Denver Catholic Register’.

Personalwechsel

Schweiz. Der bisherige Pressesprecher der schweizerischen Bischofskonferenz, der Historiker Mario Galgano (26), wechselt mit 1. November zur deutschsprachigen Sektion von ‘Radio Vatikan’. Er wird dort über kirchliche Themen aus der Schweiz berichten. Die Nachfolge von Galgano übernimmt Walter Müller, der bereits seit einigen Wochen im Amt ist.

Kriegsverbrechen

Heiliges Land. Drei Tote, 11 Verletzte, darunter zwei Journalisten und zwei medizinische Helfer, Vertreibungen von Familien in den Städten Rafah und Beit Hanoun. Das ist die Bilanz im Gaza-Streifen die gestern um 10.00 Uhr vom ‘Palästinensischen Zentrum für Menschenrechte’ veröffentlicht wurde. Das Palästinensische Außenministerium wurde erneut bombardiert. Sechs Kinder und zwei Frauen wurden dabei verletzt. Dr. Fawwaz Abu Sitta, Professor für Nationalökonomie an der Universität Al-Azhar, der daneben wohnt erklärte: „Diese schrecklichen Taten, die niemand in keiner Weise zu verhindern versucht, lassen uns bitter und hoffnungslos werden.“ Die israelischen Bomben seien eine Form der sadistischen Kollektivbestrafung. Die 1,5 Millionen Bewohner des Gaza-Streifens sind von der Umwelt abgeschnitten. Repressionen gegen Zivilisten widersprechen dem Artikel 33 des vierten Genfer Abkommens.

Die USA eröffnen eine neue Front

Philippinen. Die Vereinigten Staaten bezahlen auf den Philippinen Sterilisierungsprogramme. Das berichtete der kanadische Lebensschutzdienst ‘LifeSiteNews’ am Freitag. Die Gelder fließen über die angebliche Regierungsabteilung für Entwicklung ‘USAID’ in die Arbeit des berüchtigten Abtreibungsnetzwerkes ‘Planned Parenthood’ – pro familia.

Mit der Wallfahrt im Clinch

Schweiz. Zwischen Mittwoch und Samstag letzter Woche reisten rund fünfzig Teilnehmer zur sogenannten Wallfahrt „Mit der Kirche im Clinch“ ins Schweizer Benediktinerstift Einsiedeln. Die Veranstaltung fand zum vierten Mal statt und beschäftigte sich heuer mit dem Thema der wiederverheirateten Geschiedenen. Angesichts der schrumpfenden Teilnehmerzahl sei eine Weiterführung des Programms fraglich – berichtete die schweizerische Nachrichtenagentur ‘Kipa’. Gegen tausend Besucher nahmen an einem gleichzeitig stattfindenden Kulturprogramm im Kloster teil.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 28 Lesermeinungen:
Freitag, 21. Juli 2006 13:26
Sulpicius: Die Wahrheit über die Kreuzzüge
Freitag, 21. Juli 2006 12:36
esistkrieg †: Von der Redaktion entfernt
Freitag, 21. Juli 2006 01:45
Sulpicius: @Baby
Was soll uns das sagen? Wie langmütig die Christenheit doch war, bevor sie endlich in Jerusalem einmarschiert ist?

JA. Erfaßt. Der Zionistenstaat wartet z.B. nicht so lange…
Freitag, 21. Juli 2006 01:09
DDL: Sulpi, Sie übersehen da etwas Grundsätzliches
Sie tun bei solchen Themen immer so, als ginge es darum, die arme, arme katholische Kirche zu beschimpfen, als sei sie so arg blutrünstig gewesen, und alle anderen seien ja ganz brav gewesen.

Das ist Quatsch und das behauptet so auch niemand.

Gerade im Kontext zum Islam kann gar keine Rede davon sein, einseitig die RKK bzw. die Christenheit zu beschimpfen. Die Muslime waren keinen Deut besser. Aber wen meinen wir eigentlich, wenn wir von „den“ Christen und „den“ Muslimen sprechen? Hat der kleine Schneider aus Koblenz die Kreuzzüge angezettelt? Der kleine Bauer aus Bagdad die Zerstörung der Grabeskirche beschlossen?

Nein, natürlich nicht. Die maßgeblichen Täter waren Machtmenschen, und zwar in erster Linie das und erst nachgeordnet irgendeiner Religion verpflichtet. Es ging um Macht, um Geld, um Land, und in diesem ewigen, blutigen Spiel, das, wie immer, die Mächtigen auf Kosten der kleinen Leute spielten, war Religion wenig mehr als eine Trumpfkarte zur Steuerung der Untergebenen.

Die Kritik richtet sich hier gegen die RKK, weil dies ein (angeblich) katholisches Forum ist. Das mindert muslimische Greueltaten keinen Deut herab, aber sie sind hier nicht das Thema. Und die Kritik richtet sich wesentlich gegen die Bigotterie dieser Feldzüge, die manche Leute allen Ernstes heute noch als fromme Taten rechtfertigen wollen.

Es waren Kriege aus Machtgelüsten heraus, verdammich, und genauso falsch wie heutige Kriege. Ob Kreuz oder Halbmond, was interessiert das den Hingemordeten?
Freitag, 21. Juli 2006 00:42
Schnabeltierkönig: Babylon: Kannst du nicht lesen du Idiot?
Der Grund war ein Hilfeschrei aus Byzanz
Mittwoch, 19. Juli 2006 14:54
Babylon †: @ Schnabeltier u. Opfermann
Was soll uns das sagen? Wie langmütig die Christenheit doch war, bevor sie endlich in Jerusalem einmarschiert ist? Ich sag’s gern nochmal: Für so ein blödes Gebäude, Bausteine, kann man doch keinen Krieg vom Zaun brechen! Und Jesus hoppelte auf dem Esel nach Jerusalem rein, um genau dieses politisch-theokratische Verwicklung seiner Botschaft abzuwehren.

Was Muslims tun würden, ist eine andere Frage. Der Islam ist schon von Anfang an kriegerisch-politisch-militant gewesen. Das sollte wohl nicht der Maßstab für einen Christen sein (Jesus auf dem Eselchen).

Das Grab Jesu ist natürlich nicht lokalisiert worden. Historisch-kritische Exegese bezweifelt, daß Jesus überhaupt als hingerichteter Verbrecher (dem Urteil nach) ehrenvoll begraben wurde (häufig wurden Gekreuzigte am Kreuz den Schakalen und Vögeln überlassen oder einfach irgendwo verscharrt).
Die Kaisermutter Helena war es doch, die das Grab gefunden zu haben meinte. Aber sie hat ja auch das Kreuz und was weiß ich nicht noch alles gefunden…Wer’s glaubt. So was nennt man freundlich „Reliquienproduktion“.
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