10:58:15 | Dienstag, 21. Dezember 2004
Die Salzburger Landeshauptfrau Gabriele Burgstaller ist im Begriff mit 1. April die Kinderabtreibung gegen den Willen des Personals am Landesspital Salzburg durchzusetzen. Die Bediensteten treten mit einer Stellungnahme an die Öffentlichkeit. Das Schreiben ist anonym. Die Angestellten haben Angst vor sozialistischen Repressalien.
(kreuz.net/
JfdL) Vorbemerkung: Die folgende Stellungnahme will die Meinung von Krankenhausangestellten
wiedergeben. Da dieser Personenkreis in den Medien nahezu gänzlich übergangen wird, soll er hiermit
eine Möglichkeit erhalten, sich Gehör zu verschaffen.
Wir – Krankenschwestern, Krankenpfleger, medizinisch-technische
Assistenten – gehören zum Pflegepersonal des St. Johann Landeskrankenhauses Salzburg. Wir möchten anonym
bleiben, weil wir befürchten, im Landeskrankenhaus Druckmaßnahmen ausgesetzt zu sein, wenn wir unsere
Namen nennen.
Es ist bekannt – die Salzburger Nachrichten haben darüber berichtet – daß bei Einstellungsgesprächen
die Kandidaten mittlerweile gefragt werden, ob sie mit Abtreibung Schwierigkeiten haben – eine Vorgehensweise,
die Landeshauptmannstellvertreter Dr. Haslauer als ethischen Gesinnungsterror bezeichnet hat.
Wir sind
mit den Plänen der Landeshauptfrau Gabriele Burgstaller nicht einverstanden. Wir haben mehrere Fragen
an die Landeshauptfrau:
1. Sie haben in der Wahl mit Ihrem Slogan geworben, daß sie eine von uns seien.
Wir fragen Sie, Frau Burgstaller: Gilt dies auch für die Ungeborenen? Sind Sie eine von uns auch für
die Ungeborenen? Oder haben die ungeborenen Kinder heute keinerlei Rechte, noch nicht einmal das grundlegende
Menschenrecht auf Leben?
2. Schwangeren Frauen, die abtreiben wollen, sollte geholfen werden. Wir wissen
aus Forschungsergebnissen und aus Erfahrungsberichten von betroffenen Frauen, daß Abtreibung keine Lösung
ist. Frauen nach Abtreibung leiden am sogenannten Post- Abortion- Syndrom. Wir fragen Sie, Frau Burgstaller:
Warum bezeichnen Sie die Abtreibung als eine Hilfsmaßnahme, obwohl es offensichtlich ist, daß Abtreibung
massive gesundheitliche Schäden zur Folge hat und also überhaupt keine Hilfsmaßnahme ist?
3. Ein Landeskrankenhaus
ist eine Institution der öffentlichen Hand, die dazu dient, der Gesundheit der Bürger und Bürgerinnen
zu nutzen. Wir haben unsere Ausbildung gemacht, um Menschen zu helfen. Wir fragen Sie, Frau Burgstaller:
Seit wann ist Schwangerschaft eine Krankheit? Seit wann ist das Kind wie ein Tumor, den man wegoperieren
kann? Eine schwangere Frau, die zur Abtreibung geht, ist eine gesunde Frau, die erst durch eine Abtreibung
krank wird – ganz zu schweigen von dem Kind, das getötet wird. Seit wann sind Landeskrankenhäuser Stätten
des Unheils anstatt Orte des Heilens?
Wir bitten daher die Landesregierung, insbesondere Sie, Frau Landeshauptfrau,
von Ihren Plänen Abstand zu nehmen und stattdessen dem Leben in all seinen Dimensionen gerecht zu werden.
Kinder sind Geschenke, Kinder sind unsere Zukunft. Eine Landeshauptfrau, die Kindertötung im Landeskrankenhaus
zuläßt, ja selbst anordnet, ist nicht unsere Landeshauptfrau. Bitte suchen Sie nach Lösungen, die allen
dienen.
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#2
Doritta 11:27:48 | Mittwoch, 22. Dezember 2004
#1
Dolfus 11:36:47 | Dienstag, 21. Dezember 2004