Ökumene
Ökumene mit einem großen Ö
„Wir machen halt den Mund auf. Und das ist wichtig, damit die Kirche ständig in Bewegung bleibt.“
(kreuz.net, Horst) Seit genau zehn Jahren ist Hw. Gerd Rüsing als Pfarrer in der Pfarrei St. Hippolytus in Horst tätig.

Horst ist ein Stadtteil von Gelsenkirchen und gehört zum Bistum Essen.

Am Samstag publizierte die ‘Westdeutsche Allgemeine’ ein Interview mit Pfarrer Rüsing.

Im Interview spricht der Priester über die geplante Fusion der Pfarreien im Bistum Essen: „Wir bereiten uns derzeit sehr gründlich auf die Veränderungen vor, die vorsehen, daß 2007 hier fünf Gemeinden quasi unter einem Dach zusammengefaßt werden.“

Ab diesem Zeitpunkt würden 16.550 Katholiken zur Pfarrei St. Hippolytus gehören.

Pfarrer Rusing geht davon aus, daß die Neuordnung noch vor den Sommerferien 2007 umgesetzt wird: „Schon jetzt zeichnet sich ab, daß wir mit erheblich weniger finanziellen Mitteln auskommen müssen.“

Von dem bisherigen Geld für Kirchenangestellte würden dann nur noch 50 Prozent übrigbleiben: „Da geht es ans Eingemachte, vieles muß wohl künftig von Ehrenamtlichen erledigt werden, weil die Kirche einfach kein Geld mehr hat.“

Der Priester rechnet damit, daß Stellen wegfallen und ein Sozialplan erstellt werden muß: „Das ist besonders hart, weil wir im Grunde ein kleiner Betrieb sind und jeder jeden kennt.“

Der einzige Lichtblick bestehe darin, daß einige Angestellte sowieso in den Ruhestand gingen.

Man werde sich die Stärken der einzelnen Pfarreien ganz genau ansehen und Schwerpunkte bilden, damit sich die Arbeit gleichmäßig auf alle Schultern verteile:

„Eine solche Neuordnung bietet auch die Chance, die Gemeindestrukturen genau unter die Lupe zu nehmen und mit gezielten Angeboten auf einzelne Gruppen zuzugehen.“

Pfarrer Rusing ist auch ökumenebegeistert: „Ökumene wird hier in Horst schon lange groß geschrieben.“

Der Kontakt zu den evangelischen Gemeinden und auch zur örtlichen Moschee sei gut: „Es gibt regelmäßig ökumenische Gottesdienste und ich träume schon lange von einer gemeinsamen Pfingstmesse.“

Wie der Papst seine ökumenischen Ambitionen betrachte, wird Pfarrer Rusing gefragt:

„Ach, wissen Sie, ich habe Herrn Ratzinger während meines Studiums in Münster kennengelernt, und als Professor war er toll.“

Wenn er seinen Job als Papst genau so gut mache, dann werde er manche Sachen eher locker sehen.

„Außerdem zähle ich mich insgeheim zur 68er Generation. Wir machen halt den Mund auf. Und das ist wichtig, damit die Kirche ständig in Bewegung bleibt.“
      
22 Lesermeinungen
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#22   Jörg Guttenberger, Köln   19:51:09 | Dienstag, 25. Juli 2006
Markus Antonius: Graf von Galen
Die gräfliche Familie v.G. schreibt sich ohne „h“, wie ich richtig geschrieben habe, lediglich die entsprechenden Freiherrn, die es noch gibt – es ist nur ein Mitglied dieser Familie mit Sohn in den preußischen Grafenstand erhoben worden – schreibt sich mit „h“ entsprechend dem Ort Gahlen, wo die Familie herstammt.
Sie schreiben, nichts gegen konservative Einstellungen zu haben, wenn Sie mit Ihrem humanistischen Weltbild übereinstimmen, und nicht mit dem humansistischen Weltbild schlechthin, nicht wenig anmaßend.
Es geht aber nicht um Humanismus, sondern um Humanität. Letztere paßt in ein konservatives Weltbild weit besser, als in jede Ideologie! Ideologie und Humanität sind in letzter Konsequenz unvereinbar, weil der linientreue Ideologe seine Ideologie immer über den Menschen stellt. Daß jede Ideologie auch weniger linientreue Anhänger hat, wissend, daß es ohne einen guten Schuß Pragmatik nicht geht, mit denen man daher erfolgreich verhandeln kann, ist eine andere Sache.
Im Übrigen haben ich nicht geschrieben, mit der Auffassung des Grafen völlig übereinzustimmen, sondern nur, dafür Verständnis zu haben, und zwar aufgrund ausreichender Kenntns von allgemeiner und Kirchengeschichte. Das ist aber etwas grundlegend Anderes.
Für eine ideologisch begründete Auffassung habe ich z. B. kein Verständnis, ebenfalls aufgrund geschichtlicher Erfahrung, weil mit Ideologie noch nie ein Problem dauerhaft gelöst worden ist, ganz im Gegenteil.
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#21   Isidor   13:15:38 | Dienstag, 25. Juli 2006
Armer Mark-Antonius – wer sich dahinter wohl wieder verbergen mag
Pfarrer Rüsing von Gelsenkirchen-Horst ist eindeutig „Atheist“ – wird aber von unserem „Oberhaupt“ Herrn Dr. Felix Genn und Konsorten gedeckelt wie soviele andere Funktionäre auch.
Was sich in der Hippolytus-Kirche in Horst alles abspielt – der hl. Hippolytus möge den Tempel schleunigst ausreinigen von diesem Unrat.
Mark-Antonius – bitte mal hinterfragen woher das Wort „Konservativ“ kommt (es wird ja so gerne angewandt) – dann vielleicht nochmal Stellung beziehen, falls überhaupt möglich.
Bravo an Jörg Guttenberger !
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#20   Markus-Antonius †   07:04:35 | Dienstag, 25. Juli 2006
Ach was!
Ach, Herr Guttenberger,
hören Sie doch auf! Ihre wohlfeilen Worte täuschen doch nicht darüber hinweg, wes geistes Kind Sie sind. Dass Sie im Ansatz Verständnis für diesen Galen aufbringen, wie Sie ja selber schreiben, sagt doch alles. Und kommen Sie doch nicht mit dem GG! Höher konnten Sie diesen Wicht wohl nicht ansiedeln.
Übrigens, ich bin durchaus für konservative Wertvorstellungen zu haben, solange diese mit meinem humanistischen Weltbild vereinbar sind. Was manche Konsorten hier verbreiten, ist übelste Hetze und Diffamierung, mit der Sie mir bestimmt nicht kommen müssen. Ich zwinge niemandem meinen Willen auf, oder die Art der Lebensführung. Das Richten, was ja hier täglich gern und ausführlich (am liebsten wäre manchen wohl die Scharia) erledigt wird, ist meine Sache nicht. Ich vertraue auf den Herrn.
Ps. Die gräfliche Familie Galen schreibt sich ohne „h“.
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#19   Jörg Guttenberger, Köln   15:49:19 | Montag, 24. Juli 2006
Markus Antonius: Graf von Galen
Da bisher nur eine gräflich-galensche Familie bekannt ist, deren Vorfahren im 19.Jahrhundert, vormalige Freiherren von Gahlen, in den preußischen Grafenstand erhoben worden sind, ist zwingend von einer Verwandtschaft auszugehen. Damit geht Ihre Kritik an der Wirklichkeit vorbei.
In kreuz.net gilt das vom deutschen Grundgesetz garantierte Recht auf freie Meunungsäußerung. Hiervon darf selbstverständlich auch jeder Graf von Galen Gebrauch machen.
Wenn ich mich recht erinnere, haben Sie für konservative Stellungnahmen nicht allzu viel übrig. Selbstveständlich steht es Ihnen im Rahmen des Grundgesetzes frei, eine entgegengesetzte Meinung zu vertreten. Nur sollten Sie mit Ihrer Meinung deckungsungleiche Äußerungen nicht diskriminieren oder gar in sachfremder Ausfälligkeit kommentieren! „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt!“
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#18   Markus-Antonius †   08:04:35 | Montag, 24. Juli 2006
Herr Guttenberger,
das Sie den Löwen von Münster als Verwandten dieses Typen bezeichnen, der sich hier als Graf von Galen betitelt, ist schlichtweg eine Unverschämtheit! Es ist doch offensichtlich, dass dieser Mensch unter derartigen Defiziten leidet, dass er nicht auf die Öffentlichkeit losgelassen werden darf und deshalb ständig versucht, seine Wahnvorstellungen hier zu publizieren.
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#17   Jörg Guttenberger, Köln   15:55:08 | Sonntag, 23. Juli 2006
Graf von Galen, Pfr. Rüsing
Galen: Ich bin sicher nicht der Einzige, der Ihren konservativen Ausführungen als Mitkonservativer weitestgehend zustimmt. Nur, warum schieben Sie die ganze Misere, die wir Anderen genauso sehen, wie Sie, immer VII in die Schuhe? Wir dürfen ganz gewiß sein: bei Durchführung der Konzilsbeschlüsse im Geiste des Konzils hätten wir heute eine durch und durch gesunde Kirche.
Daß der Same des Konzils so rasch von den Dornen der 68er erstickt wurden, so daß heute die Früchte der Dornen für die des Konzils gehalten werden, ist eine der größten Tragiken der Kirchengeschichte. Warum merkt bzw. sagt das niemand? Ihr Verwandter, der Löwe von Münster, hat genau zwischen Geist der (damals braunen) Ideologie und Geist der Kirche Kirche unterschieden.
Rüsing: Dieser „Priester“ sollte möglichst rasch seinen Hut nehmen, denn als 68er ist er zwangsläufig Atheist: heißt doch eine These aus der kritischen Theorie: „Gott ist eine falsche Hypothese, Theologie ist sinnlos“ und weiter: „Die Familie ist die Ursache des ‘autoritären Charakters’und des Fachismus“! Die hl. Familie, aus der Jesus Christus bekanntlich kommt, ist also Mitursache von autoritärem Charakter und Faschismus! Witz?
„Das Ganze ist falsch, der Geist der Geschichte ist die permanente Katastrophe“, so heißt es weiter. In der Tat, der Geist der 68er ist Ursache der einmaligen geschichtlichen Katastrophe, in der wir leben, und diese Katastrophe macht auch vor der Kirche nicht halt, wie u. a. Pfr. Rüsing mustergültig vor Augen führt.
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#16   Aragorn   08:08:55 | Sonntag, 23. Juli 2006
alles eine frage der zeit
ja, lieber Graf, das stimmt. the sooner the better
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#15   Graf von Galen   23:39:17 | Samstag, 22. Juli 2006
Wider VII
Die VII- Kirche nimmt sich selber nicht ernst und schafft sich ab.
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#14   Aragorn   18:30:37 | Samstag, 22. Juli 2006
Maurice
35 Jahre zuviel! Wir wünschen ihm einen guten Ruhestand und viel Zeit zum Nachdenken über sein Wirken. Es ist nie zu spät für eine ehrliche Reue und Bekehrung.
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#13   Maurice Corvisier   16:15:41 | Samstag, 22. Juli 2006
@ Aragorn
Rüsing genau 35 Jahre.
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#12   möchtegern-kathole   16:12:36 | Samstag, 22. Juli 2006
jedenfalls …
… als Atheist ist Baby. sofort auf den „Altar der Vernunft“ angesprungen …
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#11   Elendester Sünder   16:06:57 | Samstag, 22. Juli 2006
„Und das ist wichtig, damit die Kirche ständig in Bewegung bleibt.“
– Damit die Kirche nicht zur Ruhe kommt.
Hw. Gerd Rüsing sagt: „Außerdem zähle ich mich insgeheim zur 68er Generation.“ Da frage ich mich: Waren das nicht Sozialisten? Wie läßt sich denn das mit dem Priesterberuf vereinbaren?
Eines geht nur. Hw. Gerd Rüsing ist ein Priester, der nicht dem Herrn dient. Ein klassischer Judas.
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#10   Babylon †   15:52:52 | Samstag, 22. Juli 2006
@ mahner: Ich hätte ein Smiley
dazusetzen sollen.
Ich bin zwar auch germanischer Heide, allerdings sehe ich die Götter nicht als personale Wirklichkeit (dafür bin ich zu sehr Atheist), sondern als Archetypen im Sinne von C.G. Jung.
Und in diesem Sinne sind die Götter bei ihren Germanen höchst real und wirksam. >:)
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#9   Sulpicius   15:44:46 | Samstag, 22. Juli 2006
@mahner
Ích meine mich zu erinnern, er hätte irgendwo mal geschrieben, er habe Theologie studiert. Na ja, viel ist nicht hängen geblieben…
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#8   mahner   15:38:55 | Samstag, 22. Juli 2006
@ sulpi
… nein Apostat ist er keiner – babylon ist schlicht und ergreifend Heide – ich zitiere aus einem thread von ihm: Davor mögen mich Wotan, Donar und Ziu und alle anderen Asen und Wanen bewahren!
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#7   Sulpicius   15:29:15 | Samstag, 22. Juli 2006
@baby
Daß Du ein Apostat bist, haben wir inzwischen begriffen… Macht Dir keine weitere Mühe!
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#6   Babylon †   15:26:23 | Samstag, 22. Juli 2006
@ möchtegern: Genau!
Ein Nebenaltar für die Vernunft, die Licht ins Dunkel des Aberglaubens bringt!
„Und dicke Finsternis ruht über dem Land…“ (Visitator des Schulwesens in Bayern um 1815 herum)
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#5   Heggi   15:01:08 | Samstag, 22. Juli 2006
St. Hippolytus
Solche Priester braucht kein Mensch!
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#4   Aragorn   14:32:23 | Samstag, 22. Juli 2006
Alt-68-ger
Gut, dass Alt-68-ger wie Pfarrer Rusing bald in den Ruhestand gehen. Die haben 30 Jahre lang unermüdlich Abbrucharbeit an der Kirche Gottes geleistet und einige tun es bis heute. :-!
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#3   Jawohl!   13:55:36 | Samstag, 22. Juli 2006
Ökumene!
Jawohl, du Möchtegern! Freilich: Die beste Ökumene ist der Konvertitenunterricht.
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#2   möchtegern-kathole   13:49:29 | Samstag, 22. Juli 2006
nicht weit genug
wir brauchen endlich mal zeichen, das geht nicht weit genug!!!! so sollte die Ökumene auch mit den Moslems vorangetrieben werden. Dazu könnte man sich dann auf einen Kompromiss einigen, z.B. eine Zweifaltigkeit, Kircheen oder Moschirchen, dazu ein Glockenturm und ein Minarett. Der Pfaffe könnte dann vom Minarett rufen als auch die Glocken läuten, damit man nicht mehr Personal braucht. Mit etwas Fortbildung, z.B. in Derwischtanzen, kriegt man das ganz schnell hin.
Die Ökumene mit den Atheisten sollte dagegen noch etwas vorsichtig betrieben werden, jedoch ein Nebenaltar zur heiligen Vernunft müsste schon drinn sein. Die Ökumene mit den Finanzoligarchen ist ja auch schon im Gange, so überweisen die deutschen Bischöfe einen Großteil der Spenden und Kirchengelder als Zins und Zinseszins den Banken. Das ist viel besser, als damit Mission und Armut zu unterstützen, denn wo kämen wir denn da hin, wenn jeder Bettler was abkriegt?
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#1   Rituale Romanum   13:34:11 | Samstag, 22. Juli 2006
Kirche in Bewegung
„Außerdem zähle ich mich insgeheim zur 68er Generation. Wir machen halt den Mund auf. Und das ist wichtig, damit die Kirche ständig in Bewegung bleibt.“
Das hätte Hochwürden nicht erst sagen müssen. Das sieht man ihm bereits schon außen an. Klar, bewegen die was, vor allem die noch schnellere Entleerung der Kirchen.
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