kreuzmeldungen
Sofortige Waffenruhe + Apokalypse + Göttergleich + Defekt der Materie + Eine Terrororganisation?
Sofortige Waffenruhe

Italien. Papst Benedikt XVI. begrüßte die Initiative der G-8-Staaten zur Beilegung des Krieges im Nahen Osten. Der Heilige Vater sprach in seinem norditalienischen Urlaubsort Les Combes vor Journalisten. Er stimme mit der Erklärung des Gipfels von Sankt Petersburg überein. Die Forderungen der führenden Industriestaaten nach einer sofortigen Waffenruhe und die geplante Entsendung einer internationalen Friedenstruppe nach Israel und in den Libanon würden den Weg zu einem Ende der Auseinandersetzungen weisen.

Apokalypse

Libanon. Was jetzt im Libanon vor sich gehe, sei ein „apokalyptischer Krieg, der keinerlei Normen des internationalen Rechts oder den Grundsatz der Souveränität beachtet“. Das erklärte der maronitische Bischof von Byblos, Mons. Bechara Rai, im Gespräch mit ‘Radio Vatikan’. Israel nehme es sich heraus, die Souveränität des Libanon zu verletzen und alles zu bombardieren: „Wir wollen den Frieden, die wollen den Krieg.“ Die Internationale Gemeinschaft müsse darauf bestehen, daß das Feuer eingestellt wird. Sie müsse aber auch Druck auf Iran und Syrien ausüben, „welche die Hisbollah manipulieren“. Man könne nicht ein ganzes Volk, ein ganzes Land für eine Terrorgruppe wie die Hisbollah verantwortlich machen.

Göttergleich

USA. Zehn Monate nach dem Hurrikan ‘Katrina’ will der US-Bundesstaat Louisiana im Süden der Vereinigten Staaten eine Ärztin und zwei Krankenpflegerinnen wegen Totschlag vor Gericht stellen. Die drei Frauen sind angeklagt, nach dem Hurrikan die vier Patienten in provisorischen Krankenhäusern mit Morphium getötet zu haben: „Diese Leute handelten, als seien sie Gott“ – erklärte der zuständige Staatsanwalt am Dienstag.

Defekt der Materie

Österreich. In ihrem Internet-Tagebuch ‘LumenDeLumine’ publizierte eine österreichische Journalistin kürzlich einen sachdienlichen Hinweis für die Gültigkeit der Priesterweihe für die Frau: „Als würde man verlangen, daß in Zukunft mit Bier getauft und die Messe mit Kaffee und Kuchen zelebriert wird.“

Eine Terrororganisation?

„Eine schwarze Fahne hängt über der dröhnend dahinrollenden Operation in Gaza. Je weiter der Angriff fortschreitet, um so schwärzer wird die Fahne. Die Operation „Sommerregen“, die über den Gazastreifen herfällt, ist offenkundig illegitim. Es ist nicht legitim, 750.000 Menschen den Strom abzuschneiden. Es ist nicht legitim, 20.000 Menschen aufzurufen, ihre Heime zu verlassen und ihre Städte in Geisterstädte zu verwandeln. Es ist nicht legitim, in den Luftraum Syriens einzudringen. Es ist nicht legitim, eine halbe Regierung und ein Viertel der Parlamentarier zu kidnappen. Ein Staat, der solche Schritte unternimmt, unterscheidet sich nicht mehr von einer Terrororganisation.“

Gideon Levy Ende Juni in der liberalen Tel Aviver Tageszeitung ‘Haaretz’
      
10 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#10   wunderkind2 †   12:20:01 | Freitag, 21. Juli 2006
die israelische haltung…
…kann ich rein menschlich gut verstehen und selbstverständlich hat israel ein recht auf selbstverteidigung. nur muss gefragt werden wo der rachegedanke die oberhand gewinnt und in unsinnige aktionen ausartet.
es ist fatal das prinzip auge um auge zahn um zahn zu verfolgen, denn im grunde wird damit nur terrororganisationen in die hände gespielt. der nahe osten kann aber keine weitere destbilisierung und radikalisierung vertragen.
Redaktion benachrichtigen
#9   blueberry   23:40:23 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Dass religiöse Fundamentalisten
ganz gleich ob sie letztlich nun Juden, Moslems, Christen oder Hindus sind völlig gleich ticken kann man an folgendem Artikel deutlich erkennen.
Der Artikel beschäftigt sich eigentlich mit jüdischem Fundamentalismus. Aber an folgender Passage muss man doch unweigerlich an die Pius Bruderschaft und ihre Probleme mit der Neuen Messe denken:
„Opposition gegen „Modernität“, so daß im Falle von Widerspruch zwischen dieser Modernität und der Tradition, die Tradition immer im Recht ist.“
„Fundamentalismus ist daher stets vielmehr eine Reaktion auf eine Herausforderung als die Bekräftigung einer Sache, es ist auch der – meist untaugliche – Versuch das Rad der Zeit zurückzudrehen, indem z.B. dem Ritual eine übermächtige Stellung eingeräumt wird.“
Hier ist der lesenswerte Artikel hagalil.com/…fundamentalismus.htm
Redaktion benachrichtigen
#8   Theresia   16:30:16 | Donnerstag, 20. Juli 2006
@ Benedikt
stimme Ihnen voll zu!
Redaktion benachrichtigen
#7   Benedikt   13:32:22 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Zu: Apokalypse
Sie müsse aber auch Druck auf Iran und Syrien ausüben, „welche die Hisbollah manipulieren“.
Mir kommen die Tränen. Die arme Hisbollah :-S
Man könne nicht ein ganzes Volk, ein ganzes Land für eine Terrorgruppe wie die Hisbollah verantwortlich machen.
Der Jubel über die Entführung der israelischen Soldaten war recht laut in der Grenzregion.
Redaktion benachrichtigen
#6   mahner   13:10:12 | Donnerstag, 20. Juli 2006
@ Babylon…
es braust ein Ruf wie Donnerhall…
Redaktion benachrichtigen
#5   Babylon †   12:42:44 | Donnerstag, 20. Juli 2006
@ Abu: Aber nicht doch!
Ich soll mein Knie beugen vor der jüdischen Nationalgottheit Jehova („Er hat Jehova gesagt!! Er hat Jehova gesagt!! – *jüd. Priester von Stein erschlag* :-] ) beugen?
Davor mögen mich Wotan, Donar und Ziu und alle anderen Asen und Wanen bewahren! ;-)
Redaktion benachrichtigen
#4   Aloah   12:29:55 | Donnerstag, 20. Juli 2006
babylon = der Sprachverwirrte.
>>„Gott“ ist eine überaus entbehrliche Variable geworden.<<
Umso mehr freue ich mich für dich, wenn auch du eines Tages dein Knie vor dieser Tatsache beugst.
Ach ist das schön in der hl. Schrift zu lesen bei Phil 2,10 + 11:
10 damit im Namen Jesu jedes Knie sich beuge im Himmel, auf Erden und unter der Erde
11 und jede Zunge zur Ehre Gottes des Vaters bekenne: Jesus Christus ist der Herr.
Aber zZ ist die babylonische Sprachverwirrung zu groß um die Bedeutung zu begreifen, schade.
Redaktion benachrichtigen
#3   Babylon †   12:14:27 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Wie kommt der Staatsanwalt denn
auf die lustige Idee, man müsse ein Gott oder wie ein Gott sein, um Sterbehilfe zu leisten oder ganz allgemein gesagt: um zu töten?
Macht das die stolze Armee seines Landes nicht auch jeden Tag? Oder vielleicht hat er ja auch schon selbst ein paar Todesurteile gefordert, so frömmelnd wie der ist, kann ich mir das gut vorstellen.
Töten geht ganz ohne einen Gott. Genauso wie die Zeugung neuen Lebens ganz ohne einen Gott auskommt.
„Gott“ ist eine überaus entbehrliche Variable geworden.
Redaktion benachrichtigen
#2   Bruder Theophil   10:13:14 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Evangelium des Tages
EVANGELIUM Matthäus 11, 28-30
In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.
Redaktion benachrichtigen
#1   stat crux   09:49:08 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Defekt der Materie
Ungewöhnlich zwar, das Argument von lumen de lumine, aber anschaulich. Tatsächlich setzt diejenige Partizipation am mystischen Leibe Christi, die zu amtspriesterlichen Akten befähigt, das konkrete Dasein als Mann voraus, da Jesus selbst kein Neutrum war. Das Band einer weiblichen Seele an Christus ist a priori anders als das einer männlichen. Die humane Konkretheit der leiblich-individuellen Beziehung muss ernstgenommen werden, gerade weil der Herr kein Abstraktum ist, sondern selbst sacramentum mundi.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
kreuzmeldungenDer Papst schreibt an einem Buch + … kreuzmeldungenWofür sich der Papst noch nicht entschuldigt hat + … kreuzmeldungenObjektive Verletzung von Recht und Gerechtigkeit + … kreuzmeldungenDa hilft nur noch beten + … kreuzmeldungenDie Liturgie ist das Wichtigste + … kreuzmeldungenKein besonders griffiges Thema + … kreuzmeldungenDie Reiseroute + … kreuzmeldungenSchönes Ergebnis + … kreuzmeldungenAblauf eines Urlaubstages + … kreuzmeldungenSklaverei + … kreuzmeldungenAls ob Gott nicht wäre + … kreuzmeldungenEiner kommt nicht + … kreuzmeldungenEher Haß als Liebe + … kreuzmeldungenErster Platz + … kreuzmeldungenIn den Ferien + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net