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Donnerstag, 20. Juli 2006 07:47
kreuzmeldungen
Sofortige Waffenruhe + Apokalypse + Göttergleich + Defekt der Materie + Eine Terrororganisation?
Sofortige Waffenruhe

Italien. Papst Benedikt XVI. begrüßte die Initiative der G-8-Staaten zur Beilegung des Krieges im Nahen Osten. Der Heilige Vater sprach in seinem norditalienischen Urlaubsort Les Combes vor Journalisten. Er stimme mit der Erklärung des Gipfels von Sankt Petersburg überein. Die Forderungen der führenden Industriestaaten nach einer sofortigen Waffenruhe und die geplante Entsendung einer internationalen Friedenstruppe nach Israel und in den Libanon würden den Weg zu einem Ende der Auseinandersetzungen weisen.

Apokalypse

Libanon. Was jetzt im Libanon vor sich gehe, sei ein „apokalyptischer Krieg, der keinerlei Normen des internationalen Rechts oder den Grundsatz der Souveränität beachtet“. Das erklärte der maronitische Bischof von Byblos, Mons. Bechara Rai, im Gespräch mit ‘Radio Vatikan’. Israel nehme es sich heraus, die Souveränität des Libanon zu verletzen und alles zu bombardieren: „Wir wollen den Frieden, die wollen den Krieg.“ Die Internationale Gemeinschaft müsse darauf bestehen, daß das Feuer eingestellt wird. Sie müsse aber auch Druck auf Iran und Syrien ausüben, „welche die Hisbollah manipulieren“. Man könne nicht ein ganzes Volk, ein ganzes Land für eine Terrorgruppe wie die Hisbollah verantwortlich machen.

Göttergleich

USA. Zehn Monate nach dem Hurrikan ‘Katrina’ will der US-Bundesstaat Louisiana im Süden der Vereinigten Staaten eine Ärztin und zwei Krankenpflegerinnen wegen Totschlag vor Gericht stellen. Die drei Frauen sind angeklagt, nach dem Hurrikan die vier Patienten in provisorischen Krankenhäusern mit Morphium getötet zu haben: „Diese Leute handelten, als seien sie Gott“ – erklärte der zuständige Staatsanwalt am Dienstag.

Defekt der Materie

Österreich. In ihrem Internet-Tagebuch ‘LumenDeLumine’ publizierte eine österreichische Journalistin kürzlich einen sachdienlichen Hinweis für die Gültigkeit der Priesterweihe für die Frau: „Als würde man verlangen, daß in Zukunft mit Bier getauft und die Messe mit Kaffee und Kuchen zelebriert wird.“

Eine Terrororganisation?

„Eine schwarze Fahne hängt über der dröhnend dahinrollenden Operation in Gaza. Je weiter der Angriff fortschreitet, um so schwärzer wird die Fahne. Die Operation „Sommerregen“, die über den Gazastreifen herfällt, ist offenkundig illegitim. Es ist nicht legitim, 750.000 Menschen den Strom abzuschneiden. Es ist nicht legitim, 20.000 Menschen aufzurufen, ihre Heime zu verlassen und ihre Städte in Geisterstädte zu verwandeln. Es ist nicht legitim, in den Luftraum Syriens einzudringen. Es ist nicht legitim, eine halbe Regierung und ein Viertel der Parlamentarier zu kidnappen. Ein Staat, der solche Schritte unternimmt, unterscheidet sich nicht mehr von einer Terrororganisation.“

Gideon Levy Ende Juni in der liberalen Tel Aviver Tageszeitung ‘Haaretz’
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 10 Lesermeinungen:
Freitag, 21. Juli 2006 12:20
wunderkind2 †: die israelische haltung…
…kann ich rein menschlich gut verstehen und selbstverständlich hat israel ein recht auf selbstverteidigung. nur muss gefragt werden wo der rachegedanke die oberhand gewinnt und in unsinnige aktionen ausartet.
es ist fatal das prinzip auge um auge zahn um zahn zu verfolgen, denn im grunde wird damit nur terrororganisationen in die hände gespielt. der nahe osten kann aber keine weitere destbilisierung und radikalisierung vertragen.
Donnerstag, 20. Juli 2006 23:40
blueberry: Dass religiöse Fundamentalisten
ganz gleich ob sie letztlich nun Juden, Moslems, Christen oder Hindus sind völlig gleich ticken kann man an folgendem Artikel deutlich erkennen.

Der Artikel beschäftigt sich eigentlich mit jüdischem Fundamentalismus. Aber an folgender Passage muss man doch unweigerlich an die Pius Bruderschaft und ihre Probleme mit der Neuen Messe denken:
„Opposition gegen „Modernität“, so daß im Falle von Widerspruch zwischen dieser Modernität und der Tradition, die Tradition immer im Recht ist.“
„Fundamentalismus ist daher stets vielmehr eine Reaktion auf eine Herausforderung als die Bekräftigung einer Sache, es ist auch der – meist untaugliche – Versuch das Rad der Zeit zurückzudrehen, indem z.B. dem Ritual eine übermächtige Stellung eingeräumt wird.“

Hier ist der lesenswerte Artikel
Donnerstag, 20. Juli 2006 16:30
Theresia: @ Benedikt
stimme Ihnen voll zu!
Donnerstag, 20. Juli 2006 13:32
Benedikt: Zu: Apokalypse
Sie müsse aber auch Druck auf Iran und Syrien ausüben, „welche die Hisbollah manipulieren“.

Mir kommen die Tränen. Die arme Hisbollah

Man könne nicht ein ganzes Volk, ein ganzes Land für eine Terrorgruppe wie die Hisbollah verantwortlich machen.

Der Jubel über die Entführung der israelischen Soldaten war recht laut in der Grenzregion.
Donnerstag, 20. Juli 2006 13:10
mahner: @ Babylon…
es braust ein Ruf wie Donnerhall…
Donnerstag, 20. Juli 2006 12:42
Babylon †: @ Abu: Aber nicht doch!
Ich soll mein Knie beugen vor der jüdischen Nationalgottheit Jehova („Er hat Jehova gesagt!! Er hat Jehova gesagt!! – *jüd. Priester von Stein erschlag* ) beugen?

Davor mögen mich Wotan, Donar und Ziu und alle anderen Asen und Wanen bewahren!
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