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Donnerstag, 20. Juli 2006 13:22
Auf 26 Priester kommen 22 Novizen und Studenten
Daß eine Ordensgemeinschaft nicht unbedingt eine Art christliches Altenheim sein muß, bewies eine junge Kongregation kürzlich. In Österreich.
Hauskapelle im Mutterhaus der SJM - Schloß Auhof - in Blindenmarkt
Hauskapelle im Mutterhaus der SJM – Schloß Auhof – in Blindenmarkt
(kreuz.net, Blindenmarkt) Am 12./13. Juli 2006 fand das zweite ordentliche Generalkapitel der Kongregation der Diener Jesu und Mariens – Servi Jesu et Mariae – statt.

Austragungsort war das kleine Schloß Auhof in der niederösterreichischen Ortschaft Blindenmarkt. Die Marktgemeinde gehört zur Diözese St. Pölten und liegt 50 Kilometer westlich der Bischofsstadt.

Das Schloß Auhof ist das Mutterhaus der Kongregation. Es dient auch dem Noviziat und der hausinternen theologischen Ausbildung der Scholastiker.

Die Gemeinschaft wurde im Jahr 1988 von einem ehemaligen Jesuiten und Pfadfinderkaplan – Pater Andreas Hönisch – begonnen. Sie sieht sich als Neugründung des Jesuitenordens.

Die Kongregation der Servi Jesu et MariaeDie Kongregation der Servi Jesu et MariaeKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 8 Bildern zu starten.

1994 erhielten die Diener Jesu und Mariens von der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei die Anerkennung als Kongregation päpstlichen Rechtes.

Zum Anlaß des Generalkapitels waren alle Mitglieder der Kongregation anwesend. Diese besteht inzwischen aus 26 Priestern und 22 Novizen und Scholastiker.

Die Arbeitsfelder der Priester sind vielfältig. Mitglieder der Diener Jesu und Mariens betreuen Pfarreien und sind in Deutschland und Österreich in der Jugendarbeit und im Schriftenapostolat tätig.

Im Münsterland führt der Orden im Haus Assen ein Internat für Jungen.

Außerhalb des deutschen Sprachraums sind Priester der Kongregation in Rumänien tätig, wo sie einen Kindergarten, eine Schule und ein Altenheim betreuen.

In Kasachstan leiten Priester der Diener Jesu und Mariens einen Mittelschulkomplex mit 200 Kindern und Jugendlichen und betreuen entlegene Missionsstationen.

Schließlich ist der Orden in der Resozialisierung von Jugendlichen in Frankreich tätig.

Das Generalkapitel beriet über wichtige Fragen der Kongregation und wählte Pater Andreas Hönisch erneut zum Generaloberen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 51 Lesermeinungen:
Montag, 24. Juli 2006 10:46
Bernado: Apokryphen
Otterbeck schrieb: „Wer ist denn „apokrypher“? Das Thomas-Evangelium oder Drewerman?

Man muß und kann hier unterscheiden. Es gibt Apokryphen, die voll und ganz auf der Grundlage des christlichen Glaubens stehen. Dazu gehören viele frühchristliche Überlieferungen und Erzählungen, die irgendwannn einmal unzutreffenderweise einem Apostel oder einem anderen Jünger Jesu zugeschrieben wurden und somit zeitweise als heilige Schrift galten.

Soweit das frühzeitig erkannt wurde, hat man diese Texte bei der endgültigen Bestimmung des Kanons eben wieder ausgeschlossen. Sie sind wertvolle historische Quellen, aber sie gehören nicht zum Korpus der Schriften, die unter Inspiration durch den Geist Gottes entstanden sind.

Dann gibt es aber seit ältester Zeit auch Schriften, in denen christliche Gedankensplitter mit jüdischen oder heidnischen oder anderen Theorien vermischt auftreten – wenn man so will also häretische Schriften. Das sog. Thomasevangelium gehört in diese Reihe. Es ist seiner Grundeinstellung nach gnostisch, enthält aber auch christliche Versatzstücke und einige vermutlich echte Jesusworte, die aus früh entstandenen Spruchsammlungen christlicher Gemeinden übernommen worden sein dürftehn.

Insofern kann man Thomasevangelium und Drevermann durchaus in eine Reihe stellen.
Montag, 24. Juli 2006 10:33
stat crux: Übrigens:
Scheffczyks Gedanke vom Fehlen etwaiger Marienreliquien gilt umso mehr für Jesus selber (ohne Rücksicht auf die Frage nach dem Sindone resp. Manopello).
Montag, 24. Juli 2006 10:08
Dr. Otterbeck: Warum auch nicht?
Manche Apokryphen sollte man ruhig einbeziehen, unter Voirbehalt freilich. Jedenfalls muss der Vorbehalt nicht intensiver ausfallen als gegenüber exegetischer Literatur (= 7/8 Makulatur) der Gegenwart.
Wer ist denn „apokrypher“? Das Thomas-Evangelium oder Drewerman?
Montag, 24. Juli 2006 01:01
Benedikt: @ DDL
…dass die apokryphen Schriften immer dann, wenn es ungelegen kommt, das pure Teufelszeug sind, das „aus gutem Grund“ nicht in den „göttlich inspirierten“ Kanon Eingang gefunden hat, dass man sie bei Bedarf und sonstiger Argumentarmut gerne aus der Kiste holt, um irgendwelche „alten Traditionen“ zu belegen?

Die Apokryphen dienten schon immer als Quelle, nur eben nicht vollumfänglich wie ein Evangelium der Bibel anerkannt. So verehrt die Kirchen zB seit über 1200 Jahren die Hl. Anna, Mutter Mariens. Ihr Name taucht lediglich in den Apokryphen auf…
Samstag, 22. Juli 2006 21:29
Maurice Corvisier: @ baby lone
Deschner ist deshalb ein Höllenaspirant (das ist keine endgültige Verurteilung, die steht nur dem Chef zu), weil er so viele arme Seelen wie Sie verwirrt und verführt hat.

Was an den von Ihnen zitierten Worten auch nur im Ansatz schön sein soll, bleibt jemandes Geheimnis, der ganz, ganz tief unten residiert: das Geheimnis des Fliegengottes.

Converte!
Samstag, 22. Juli 2006 21:13
Babylon †: Von mir aus
könnt Ihr glauben, was Ihr wollt.
Deschner:“ Mir ist ihr Glaube schnuppe, schnurzpiepe. Sie können glauben, was sie wollen, sich den Kopf abhacken lassen dafür…“

Denn es ist offensichtlich der Wille, diesen ganzen Quatsch zu glauben, keine wirkliche Überzeugung.

Muß hart für Euch sein. Kein Wunder, daß Ihr Deschner haßt. Ich erfreue mich einfach an der Aufklärung. Reiner Selbstzweck für mich.

Deschner hat schon recht: „Ja, vordergründig, so schreit der Pfaffe, deckt man seine Hintergründe, seinen Schwachsinn auf…Doch welcher Gott auch unkt und brummt…- es läßt mich kälter als jedes Winseln eines Hundes, jeder Vogellaut.“

Mit diesen schönen Worten – denke ich – lasse ich es gut sein bei diesem Thema.
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