Skandalerzbischof Milingo hat jüngst verkündet, per Telefon ein Wunder vollbracht zu haben. Dennoch scheint das Selbstbewußtsein des wirren Prälaten angekratzt.
(kreuz.net, Washington) Der ehemalige Kurienerzbischof Emmanuel Milingo (76) hat dem Heiligen Vater Benedikt
XVI. einen Brief geschrieben.
Das erklärte Mons. Milingo Ende letzter Woche vor der liberalen US-Wochenzeitung
‘National Catholic Reporter’.
Der Erzbischof arbeitet seit einer Woche mit dem abgefallenen Priester
und Gründer der afro-amerikanischen Sekte ‘Imani Tempel’, George Augustinus Stallings (58), in Washington.
Die zwei auf Abwege geratenen Geistlichen kennen sich schon seit dem Jahr 2001, als sie sich bei einer
Massenhochzeit der Moon-Sekte in New York mit zwei Damen verehelichten, die ihnen vom Sektengründer zugeteilt
worden waren.
Jetzt will Mons. Milingo seinen Lebensabend gemeinsam mit seiner Moon-Ehefrau, der Koreanerin
Maria Sung, im Eigenheim verbringen.
In seinem Brief an den Papst, soll Erzbischof Milingo den Heiligen
Vater über seinen Verbleib und seine Absichten informiert haben. Er habe Benedikt XVI. nicht um ein Treffen
gebeten. Dafür gebe es keinen Grund.
Der Prälat erklärte auch vor dem ‘National Catholic Reporter’,
warum er sich zum endgültigen Bruch mit dem Vatikan entschlossen habe.
Erstens habe er in den letzten
vier Jahren viele „Zweifel und Schwierigkeiten“ gehabt. Er habe sich immer wieder gefragt, ob er die richtige
Entscheidung getroffen habe: „Während der ganzen Zeit habe ich mich als Sungs Ehemann gesehen“ – erklärte
der Greis.
Zweitens sei der Widerstand gegen seine Gaben des Predigens und des Heiligens immer unerträglich
geworden. Die Bevölkerung habe nicht an ihm gezweifelt: „Aber die Diözesen wollten mich nicht.“
Die
Kirche habe ihm bei der Ausübung seiner Arbeit als Heiler und Exorzist zu enge Grenzen gesteckt: „In
Italien war ich von Spionen umringt.“
Mons. Milingo fühlte sich nicht genügend anerkannt: „Alle meine
Probleme kommen von der fehlenden Anerkennung meiner spirituellen Gaben.“
Dabei sei er erst kürzlich
von einer jungen Mutter aus Modena in Norditalien angerufen worden, die zwanzig Tage nach der Geburt ihres
Kindes immer noch keine Muttermilch hatte.
Er habe die Mutter am Telephon angewiesen, ein Glas Wasser
zu besorgen und dieses über die Telephonleitung gesegnet. Die Mutter habe das Wasser getrunken und sei
sofort danach geheilt gewesen.
Die kirchliche Hierarchie wolle nicht glauben, daß solche Dinge möglich
seien.
Dagegen hätten gleich drei religiöse Sekten versucht, ihn wegen seiner Heilungskräfte zu entführen –
weiß Erzbischof Milingo zu berichten.
An dieser Stelle kommentiert der abgefallene Erzbischof seine
Ausführungen mit der Feststellung: „Ich bin nicht betrunken.“
Der Erzbischof bestritt die Absicht, eine
Art katholische Moonsekte zu gründen. Er wolle sich für die verheirateten Priester einsetzen.
Zusätzlich
bemühe er sich, die Kontakte zwischen der Moon-Sekte und der Kirche zu stärken. Mons. Milingo zeigte
sich „sehr erstaunt“ darüber, daß die katholische Kirche „so viel Schlechtes gegen Reverend Moon“ verbreitet
habe.
Der Erzbischof erklärte weiter, über die „Einfachheit und die Hingabe“ des Sektengründers „sehr,
sehr erstaunt“ zu sein: „Ich habe gesehen, was er getan hat.“
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42 Lesermeinungen
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#43 methusalix † 20:06:56 | Sonntag, 23. Juli 2006
@Uwe Schmidt Uwe Schmidt: @methusalix Das Neinsagen ist aber nicht die christliche Haltung … So einfach
ist es im Grunde. Wollen Sie uns damit klarmachen, dass römische Katholiken eine Truppe von Jasagern
zu sein haben? Mit Kadavergehorsam gegenüber jedweder kirchlicher und staatlicher Obrigkeit? Das halte
ich für extrem gefährlich und für eine schwere Sünde wider den Heiligen Geist. Sie versündigen sich
deshalb aufs schwerste, weil Gott uns das Talent gegeben hat, unseren Verstand zu benutzen und zu gefährlichen
Dingen, wie Missbrauch und Exorzismus (eine extrem gefährliche und tödlich endende Sache, wenn Sie so
wollen Tötung auf Verlangen) NEIN zu sagen. Bei „einfachen Lösungen“, die von Predigern und Politikern
immer gerne angeboten werden, läuten bei mir alle Alarmglocken. Jesus hat uns gerade NICHT den einfachen
Weg, sondern den schwierigen, steilen und schmalen Pfad gepredigt. Also lassen Sie ab von Ihren „einfachen
Lösungen“! Diese sind des Teufels. Wenn es so einfach wäre, den „Teufel auszutreiben“ mit einem einfachen
Exorzismus, hätte Jesus dies wohl nicht selbst übernommen, sonder delegiert.
@methusalix Das Neinsagen ist aber nicht die christliche Haltung (sondern eben die des Teufels: NON serviam!) –
christlich ist allein das FIAT (Mariens) „sei’s, dein Wille geschehe!“ So einfach ist es im Grunde. Der
Christ will dienen und Gutes tun, der teuflische Mensch aber herrschen.
#41 methusalix † 18:38:14 | Freitag, 21. Juli 2006
@Uwe Schmidt Uwe Schmidt: Anneliese Michel…Dort wird auch erklärt, dass die arme Anneliese vor ihrer
Besessenheit eine Muttergotteserscheinung hatte, wo sie von Maria gefragt worden war, ob sie für die
armen Sünder leiden wolle – und da hat sie eben großmütig zugesagt. Es war auch angekündigt worden,
dass sie am 01.07. aufhören würde, leiden zu müssen, dass der ganze Spuk dann zu Ende sei, und so war
es ja dann auch, allerdings traf dies durch den grausamen Tod durch Verhungern ein! Sehen Sie Herr Schmidt,
wenn die Eltern Anneliese nicht zur gehorsamen Jasagerin, sondern zum Denken erzogen hätten, dann weilte
sie heute noch lebendig unter uns. Denn brave Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen überleben
und kommen überall hin. Mädchen, die von ihren Eltern auch das Wort NEIN, seine Bedeutung und Verwendung
beigebracht bekommen, leben, auch was zum Beispiel Missbrauch angeht, deutlich sicherer, als gehorsame
Mädchen und Frauen unter Gottes schönem Himmel. Die benötigen dann auch keinen Exorzismus.
Lieber Athanasius, selbstverständlich existiert Satan und zwar mit Macht, aber eben nicht mit unüberwindlicher,
autonomer Gewalt. Deshalb ist das „Teufelswerk“ nicht das Hauptthema des Christentums, sondern der österliche
Sieg. Ich appelierte an Konzentration aufs Wesentliche, weil man sonst nämlich auf den „Bananenschalen“
ausrutscht (wie z.B. Lefebvre).
@Fischer Nur, der Exorzist selbst merkt ja seine Besessenheit nicht, wie im Fall Milingo, der meint, mit
klarem Verstand im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte zu sein. Der arme Kerl, nun hat es ihn zum zweiten
Mal erwischt, daß es ihm den Besitz über seine geistigen Vollkräfte geraubt hat. Eine Re-Besessenheit.
Man sollte ihn nicht exorzieren. Das erträgt die arme Socke nicht, wenn er wieder zu sich kommt und merkt,
daß er nirgendwo vor den Nachstellungen des Satans sicher ist. Dann braucht seine angetraute Moon-Gattin
auch nicht wieder auf dem Petersplatz herumzujammern und dem Papst bleibt die Peinlichkeit einer nicht
ernstzunehmenden Entschuldigung seitens Milingos erspart. Die heutigen Formen der Besessenheiten sind
sehr hinterhältige Bewusstseinstrübungen satanischer Intelligenz. Auch richtig, trifft bestimmt auf
98 % der für das Heilige bewusstseinseingetrübten Pfarrer zu, in deren Gemeinden der Teufel los ist.
Vielleicht sollte man, bevor man den armen Milingo wieder ins Reich der Bewussten rückführt bei einigen
deutschen Excellenzen anfangen. Möglich, daß die Bildzeitung am Tag danach titelt: „ Unerklärliches
Geschrei über Mainz stellt Wissenschaft vor ein Rätsel! “
Milingo muss befreit werden, Rom ! II Elendster Sünder: leider offenbaren Sie eindeutige Unkenntnisse
auf dem Gebiet der Dämonologie, schade. Wenn Sie ein Kenner der Materie wären, wüßten Sie, dass sogar
heute heilig gesprochene Heilige kurzfristigen Besessenheiten ausgeliefert waren, darunter sind ebenfalls
Exorzisten zu nennen. Nur, der Exorzist selbst merkt ja seine Besessenheit nicht, wie im Fall Milingo,
der meint, mit klarem Verstand im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte zu sein. Die heutigen Formen der
Besessenheiten sind sehr hinterhältige Bewusstseinstrübungen satanischer Intelligenz. Die klassischen
Kennzeichen zur Identifikation sind latent und zeigen sich nicht gleich entfesselt, vielmehr in sympathischer
Okkultisten-Esoterik. Uwe Schmidt: Lassen Sie die Finger vom Theologen: Der Artikel ist Tatsachenverdreherei,
sowie sämtliche Berichte dieser Schrottseiten.
Anneliese Michel Hier findet ihr einen sehr fundierten Artikel über Anneliese Michel, zwar von einem
von der Kirche abgefallenen evangelischen Ex-Pastor, der mittlerweile zur Sekte „Universelles Leben“ (Gabriele
Wittek) in Würzburg gehört, aber dennoch lesenswert: www.theologe.de/theologe9.htm (Dort wird auch erklärt,
dass die arme Anneliese vor ihrer Besessenheit eine Muttergotteserscheinung hatte, wo sie von Maria gefragt
worden war, ob sie für die armen Sünder leiden wolle – und da hat sie eben großmütig zugesagt. Es
war auch angekündigt worden, dass sie am 01.07. aufhören würde, leiden zu müssen, dass der ganze Spuk
dann zu Ende sei, und so war es ja dann auch, allerdings traf dies durch den grausamen Tod durch Verhungern
ein! Mich persönlich hat von der Echtheit der Besessenheit überzeugt, dass der Vater Annelieses vor
Gericht zu Protokoll gegeben hat, dass urplötzlich und für alle sichtbar eine Horde Mäuse und ein Schwarm
Fliegen (Beel-zebul/b = „Herr (der) Fliegen“!) im Haus aufgetaucht war, der dann ebenso schnell wieder
verschwand) Was Milingo anlangt, würde ich mich der Meinung anschließen, dass er – als besonders erfolgreicher
Teufelsaustreiber – nun selbst vom Teufel arg bedrängt wird…wer anders könnte es denn sein, wenn nicht
Luzifer in persona, der dem Kurienerzbischof so antikirchliche und vor allem kirchenSPALTERISCHE Gedanken
einflößt?
@Babylon – Das erinnert mich an damals …als ich zum ersten Mal ein „AD&D Monster Manual“ (also von diesem
Rollenspielsystem, in der grottigen, deutschen Übersetzung der 1st edition) gelesen habe: Hei, war das
ein Fest, wie da en detail die Herzöge der Hölle beschrieben wurden, ihre Streitigkeiten untereinander,
die jeweiligen Charakterzüge und Fähigkeiten von Asmodeus, Belial, Mammon und wie sie alle hießen.
Und dann erst ihr uralter Krieg mit den Dämonen („Teufel“ sind in AD&D „rechtschaffen böse“, also „böse,
aber an Regeln gebunden“, während Dämonen „chaotisch böse“ sind – Chaos und Ordnung sind sich in diesem
Sytem so spinnefeind wie Gut und Böse), hach, da ging es um Pazuzu und Demogorgon, es wurde erklärt,
wie ihre Paläste beschaffen sind… extrem spannend! (Nebenbei bemerkt: Aufgrund einer Initiative primär
besorgter amerikanischer Mütter sah sich der Verlag zwischenzeitlich gezwungen, die biblisch inspirierten
Namen gegen Fantasy-Namen auszutauschen; „Teufel“ hießen danach „Tana’ri“, aber ausßer dem Namen hatte
sich nichts geändert,m und wir nannten sie natürlich weiter „Teufel“, ist einfach stylisher. Mittlerweile
hat der Mummenschanz ein Ende und heißen sie auch in den Büchern wieder so.) Tja, der Unterschied zu
den hiesigen Teufels- und Dämonenkundigen ist, dass wir wussten, dass es Schauermärchen sind. Feinster
Stoff für heldische Rollenspielepen, und das war’s dann auch. Aber hier lebt ja so mancher in einer Fantasy-Welt,
scheint’s. Teufel! Dämonen! Warum nicht gleich Spaghettimonster?
„Die sind so saublöd.“ An Stat Crux: Der Teufel hätte tatsächlich keine Macht, wenn die Menschen nicht
so saublöd wären. Jesus Christus hat uns einen gangbaren Weg aus der Teufelsknechtschaft gebahnt, aber
wir nehmen es nicht an. ‘Saublöd’ entspringt der Wortwahl der Dämonen der Anneliese Michel …ww.anneliese-michel.de.ms/
und ist, wie ich finde, eine sehr treffende Umschreibung. An Ansgar: Zu empfehlen ist das wirklich nicht.
Es reicht schon, einen Vollsäufer, Straßenpenner oder sogenannten psychisch Kranken einzufangen und
einen Exorzismus zu beten. Nicht schlecht ist auch Weihwasserspritzen. Die Resultate sind für Sprachforscher
eine wahre Fundgrube und dürften jeden „Thomas“ überzeugen. An Stefan Fischer: Ich glaube nicht, daß
bei Exorzismen Teufel auf den Exorzisten überspringen. Es ist viel eher anzunehmen, daß die Teufel eine
Heidenwut auf den exorzierenden Priester entwickeln und besondere Anstrengungen aufwenden, um ihn zu verführen.
Teufel springen nicht umher wie Flöhe von Hund zu Hund, sondern sie erforschen den Menschen, suchen die
schwächste Stelle und greifen dort gezielt mit aller Macht, die ihnen gegeben ist, an.
#32 AthanasiusII 17:56:35 | Donnerstag, 20. Juli 2006
@Dr. Otterbeck also known as Statcrux Sie glauben also auch nicht am Teufel? Wenn nicht, dann sind Sie
Häretiker, denn obwohl kein Dogma zur Dämonologie erlassen wurde, ist die Existenz des Teufels und der
Teufel vom ordentlichen und universalen Magisterium seit Kirchenanfang (und schon unter den AT Juden)
gelehrt und deswegen unfehlbar. Es gibt ja auch kein Dogma zur leiblichen Auferstehung, aber wer diese
öffentlich und mit vollem Wissen leugnet, wird ipso facto Häretiker. Wenn Sie glauben, dass der Exorzismus
durch Jesus-Christus im Evangelium von dämonisch besessenen Schweinen, Unsinn ist, entlarven Sie sich
selbst als Modernist der die Wunder des Evangeliums leugnet. Übrigens brauchen Sie mir ab jetzt nichts
mehr zum „Konzil“ zu lehren, denn mit der Aussage, Teufelsglaube sei für den Christen nicht verpflichtet,
haben Sie sich ausserhalb der römisch-katholischen Kirche geschlossen, es sei denn, Sie nehmen zurück,
und zwar unmittelbar. Übrigens vergisst man bei aller hochmutigen deutschen Diskussion der Pseudointellektuelle
fast das wichtigste: beten für den armen Erzbischof Milingo, der so im Irrtum feststeckt. Orémus.
#31 Babylon † 17:26:47 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Es ist erheiternd, wie gut Ihr Euch auszukennen meint mit Dämonen. Man könnte denken, die kommen jeden
Tag zu Euch zum Kaffeetrinken, plaudern etwa zwei Stündchen mit Euch aus dem Nähkästchen und kommen
dann am nächsten Tag wieder. Aber was wunder ich mich: Genauso sprecht Ihr ja auch von dem Gott. Als
wenn der Euch jeden Tag paar Stunden Porträt sitzen würde, soviel „wißt“ Ihr von dem!
Milingo muss befreit werden, Rom! Milingo braucht den großen Exorzismus eines mächtigen Exorzisten und
die starke Verbundenheit im Gebet vor allem von denjenigen, denen er sich christlich verbunden fühlt
und die mit ihm Kontakt hatten. Das Überspringen der Dämonen in Exorzisten und Umstehende ist ein relativ
normales Phänomen, auch wenn die erschreckende Unkenntnis vieler Kommentatoren (u.a.Theologen) hier dies
nicht für möglich halten. Die Fälle sind zigfach seriös dokumentiert. Nicht Milingo ist der Spinner,
es ist (sind) die Bösen Geister in ihm. Beten wir, dass der HERR und Unsere Liebe Frau, und der Heilige
Antonius, Milingo den rechten Weg zurück finden lassen. Amen.
Danke an Credo für seine Fürsorge das Buch der Frau Goodmann ist Konrad lange bekannt. Es ist theologisch
unbedarft, rein phänomenologisch und als solches diskutierbar. Eine spirituelle und kirchliche Urteilskraft
ist bei diesem im Dämonologen-Verlag aus Stein am Rhein verlegten Buch nicht erkennbar. Natürlich weiss
man zuwenig von psychischen Krankheiten, die durchaus durch Gebet und Opfer heilbar sind. Es kann bei
Menschen, die den Glauben und die Gnade noch nicht in ihrer Fülle angenommen haben dann so etwas wie
„dämonische Besessenheit“ geben. Aber Milingo und Seinesgleichen (bei den LC) sind Scharlatane und dies
sollte anläßlich des obigen Artikels einmal LAUT gesagt sein!
An unsere Libertins… … die die Existenz dämonischer Mächte schlankerwegs leugnen und als Aberglauben
lächerlich machen (und das auch noch mit der dürren Terminologie Freuds): Denen möchte man – nein,
nicht empfehlen, das nicht, aber darauf hinweisen: Wenn sie den Weg der Askese für zu anstrengend halten,
es gibt da so einige Kräuterchen und Pilzchen. Die reißen Vorhänge auf, die lieber zubleiben sollten.
Aber anschließend weiß man, wie dünn das Eis unserer modernistischen Arroganz ist. Und das hinterm
Berg noch ganz andere wohnen. Wie gesagt, nur als Hinweis gedacht.
#27 stat crux 15:06:36 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Marthe Robin sagte zu Jean Guitton: Der Teufel legt Bananenschalen aus, auf denen man ausrutscht. Aber
man muss es nicht! Man wird nicht unwiderstehlich umgerissen. Deshalb kann man tugendhaft leben, ohne
„am“ Teufel zu glauben. Satan ist kein Hauptstück der Dogmatik, sondern eine biblisch belegte Realität.
Es gibt m.E. nicht ein einziges einschlägig definiertes Dogma, christologische, marilogische, ekklesiologisch,
aber keinerlei „satanologische“. Kein Thema für Zeitvertreib.
Besessenheit @Konrad Oh ein Spielfilm als Beweismittel- das hat sicherlich bei jedem Gericht den höchsten
Wert. A propos Film: Kennen Sie den: Der Exorzismus der Emily Rose??? @stat crux Gewiss hat Gott größere
Macht als der Satan, denn diesem wurde die Macht ja von erstem gegeben. Doch dürfen wir die Kraft Satans
nicht unterschätzen!!!
@ KONRAD Noch ein Nachtrag zum wirklich empfehlenswerten Buch über den Inhalt desselben 50 Millionen
Fernsehzuschauer sind 1978 mit dem ‘Aschaffenburger Exorzistenprozess’ konfrontiert worden, mit einem
der erschütterndsten Mädchen-Schicksale der Gegenwart. Auch die Deutsch-Amerikanerin Frau Prof. Dr.
F. Goodman, Professorin für Anthropologie an der Universität Ohio, schrieb darüber ein sensationelles
Buch. Frau Prof. Dr. Goodman hat bei verschiedenen Völkern die religiösen Ausnahmezustände untersucht
und sie kam nach einer wissenschaftlichen Analyse der Tonbänder im Fall Anneliese Michel, die als 23jährige
Pädagogikstudentin auf rätselhafte Weise starb, zum Schluss, dass hier eine echte Besessenheit vorliegt
und dass die These einer ‘Epilepsie’ oder einer ‘psychogenen Geisteskrankheit’ nicht haltbar ist. Frau
Prof. Dr. Goodman bürgt als Wissenschaftlerin für eine unvoreingenommene Behandlung des Stoffes. Sie
ist Nichtkatholikin; dort, wo sie von der katholischen Auffassung abweicht, wird für die Leser der katholische
Standpunkt in einigen Fussnoten dargelegt. Das atemberaubende Buch ist brillant in der Darstellung, frappant
im Tatsachen- und Bildmaterial, brisant in seinen Schlussfolgerungen. Das Buch will nicht anklagen, aber
es ist ein Plädoyer für die Wahrheit.
#24 stat crux 14:56:12 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Glaube und Taufe Zu meiner Überraschung bot der Milingo-Artikel tatsächlich Anlass, mal an die ganz
essentielle Frage heranzugehen: Der Rang der Taufe, die Taufgnade. Wer hier vom Walten Gottes zu kleinkariert
denkt, spielt dem zu, dem er verbal so heftig widersagt, Athanisius! Wir glauben nicht „am Teufel“, sondern
vertrauen Gottes Gnade.
Taufgnade Die Frage, ob Besessenheit möglich ist, wenn die Taufgnade erhalten geblieben ist, stellt sich
meines Achtens in der heutigen Zeit nicht mehr so sehr, da ich niemand kenne, der in der Taufgnade geblieben
ist. Nichtsdestotrotz war Anneliese Michel nicht der erste große Fall von Sühnebesessenheit. Das Wort
Sühnebesessenheit halte ich persönlich übrigens für unglücklich gewählt. Ich denke, in erster Linie
geht es hierbei nicht um Sühne, sondern darum, daß die Christen wieder an die Existenz des Teufels glauben.
Antwort an Toby, dank an stat crux natürlich war es Epilepsie bei Anneliese Michel. Ein ausgezeichneter
Film („Requiem“) hat es jüngst deutlich gezeigt – verbunden mit krankhaft unerlöster Religiösität.
Es gibt keine „Sühnebesessenheit“! Bestes Beispiel: der völlig nüchterne Pater Pio. Wer wirklich in
der Taufe neugeschaffen wurde und der Sünde abgestorben ist kann nicht mehr mit dem Teufel zu tun haben,
außer ein Objekt seines Hasses zu sein wie der hl. Pfr. von Ars. Buße und Gebet befreit die seelsorglich
zu betreuenden „Besessenen“, nicht aber Beschwörungsformeln und direkte Anrede von bösen Geistern wie
bei einem abergläubigen afrikanischen Busch-Medizinmann (als den man Milingo bezeichnen muss). Den Exorzismus-Kurs
der LC sollte man dringend bei der Glaubenskongregation untersuchen. Damit weckt man nur die unguten Geister
aus der Tiefe (auch wenn ein Gabriele Amorth als Einzelcharismatiker unbestritten vielen kranken Seelen
aus einem nebulösen Bereich des „halb-getauft-seins“ geholfen hat).
#20 virOblationis 14:21:53 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Besessenheit Nach Gabriele Amorth ist – so weit ich mich entsinne – die Bewahrung des Gnadenstandes ein
guter Schutz gegen Besessenheit, der aber nicht immer hinreicht, um eine Besessenheit zu verhindern. Es
soll sogar in einigen wenigen Fällen eine Besessenheit von Heiligen gegeben haben, über die ich aber
leider nichts Näheres weiß.
#19 Athanasius 14:19:26 | Donnerstag, 20. Juli 2006
@Fiore Sie können sich wirklich nicht römisch-katholisch nennen, wenn Sie dämonische Besessenheiten
und von Ihnen nicht hautnah studierte Einzelfälle als Spinnerei abtun (wollen). Denn diese Dinge sind
Teil der göttlichen Offenbarung, allen voran des Evangeliums. Die Existenz Satans und der anderen Teufel
wird schon genug geleugnet. Und diese Leugnung ist eines seiner besten Errungenschaften, da er (der diabolos)
dadurch ungehindert seine Aktivität ausbreiten kann. Daß die deutschen Bischöfe, darunter sehr viele
pseudointellektuelle „wissenschaftliche“, selbsteingenomme Modernisten, nicht mehr am Teufel glauben,
wurde deutlich als man Mitte der 1990er Rom bat den Exorzismus des alten Rituále Romanum völlig zu verbieten
und abzuschaffen. Gelang aber nicht völlig, Deo gratias!
#17 FioreGraz 14:14:54 | Donnerstag, 20. Juli 2006
@Elendste Sündirein Diese Ominpräsenz (hinter jedere Ecke) des Satans ist tiefster Dualismus und blanker
unsinn. Und wie war das dann bei Anneliese Michel? „Sühnebessenheit“ oder einfach Epilepsie? Irgenwas
nur nicht Bessesenheit. LG Fiore
#16 Babylon † 14:13:24 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Ihr lebt aber in einer ziemlich verschrobenen Gedankenwelt! Überall wimmelt es von guten und noch viel
mehr bösen Geisterchen, und Ihr führt einen ständigen Abwehrkampf, der v.a. aus totaler Kontrolle des
Ich durch das Über-Ich besteht etc… Ich find das total traurig. Da muß man ja ziemlich verbiestert
werden, so als Über-Ich-Fetischist. Werft den Kram über Bord und fangt an zu leben, verdammt.
]@ stat crux Dass Dämonen eine schuldlose Seele „überfallen“ halte ich dank der Taufgnade für ausgeschlossen.
Und wie war das dann bei Anneliese Michel? „Sühnebessenheit“ oder einfach Epilepsie?
An Crooked Stares und Konrad Dann hat Satan also wieder einmal zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:
ein Erzbischof im Sack und dem Exorzismus, der mächtigsten Waffe gegen ihn, einen derben Schlag zugefügt.
Wie viele leben heute noch ihr Taufgelübde? Wer übt heute noch die Ganzhingabe? Häh? Wie soll jemand
bestehen ohne die Hilfe Gottes, dem wir uns VOLLKOMMEN anvertrauen müssen. Satan arbeitet heute nur noch
an der Abrundung seiner Machtvollkommenheit. Für Crooked Stares und Konrad ist das offensichtlich genau
der richtige Zeitpunkt, Entwarnung zu geben. Die Wirklichkeit sieht aber so aus: Wer überhaupt noch getauft
ist, hat schon unzählige Male nachgegeben, zugestimmt und sich verführen lassen, deshalb haben wir es
heute mit einem HEER von Besessenen zu tun, die nur noch der Exorzismus oder eine ganz außergewöhnliche
Gnade retten könnte. Wer nur ein Bißchen Berührung mit der Lebenswirklichkeit hat, weiß, daß wir
einer Schweineherde gleichen, in die der Teufel eingefahren ist und die sich in den Abgrund stürzt. Vergleichsweise
einfach war die Zeit der ersten Christenverfolgung. Heute hat der Teufel seine Methoden verfeinert. Wer
versucht, dem Teufel vollkommen zu entsagen, der muß durch ein langes nervtötendes Martyrium, wobei
der Teufel ALLES unternimmt um den Christen auf diesem langen Weg zu zermürben. Never underestimate se
power of se dark side of se force!
#13 FioreGraz 13:39:21 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Für die Sünde ist nicht allein der Teufel zuständig,sonst wären wir ja nicht schuld und Beichte wäre
volkommener Blödsinn, auch der Tod Christi wäre eine unötige Geschichte entsprungen in Absurdistan.
LG Fiore
Satanas @stat crux Dort wo der Herr nahe ist, ist der Widersache auch nicht fern, um die Seele einzufangen.
Nicht umsonst herrschen gerade in Priesterseminarien so katastrophale Zustände. Und wenn diesen Anfechtungen
nicht mit Gebet entgegengestanden wird und nur dumm rumdiskutiert wird, wie z.B. in Mainz, dann ist es
kein Wunder wenn die Sünde zu viel Raum bekommt. Übrigens, wenn der Satan dank der Taufgnade keine Macht
mehr hätte, dürften Sie seitdem ja nicht mehr gesündigt haben und können nun den ersten Stein werfen…
Besessenheit, @stat crux Sollten Ihre Ausführungen so gemeint sein, daß jemand, der besessen ist, in
jedem Fall daran selber schuld ist, muß ich dem widersprechen. Warum soll Gott so etwas nicht als Prüfung
zulassen, wie er auch anderes Böse zuläßt. Auch für den Fall, daß jemand schuldhaft zum Besessenen
geworden ist, hat die Kirche die Pflicht und den Auftrag zu helfen. Wer grundsätzlich das Phänomen der
Besessenheit leugnet, macht die Bibel zum Märchenbuch und Jesus Christus zum Lügner. Mit o.g. Ausführungen
will ich die Gefährlichkeit der Charismatik nicht in Abrede stellen.
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, klar, aber an dieser „Front“ sind allzuviele unterwegs, die
faktisch eine Inkarnation des Antichrist erwarten; eine geradezu widerwärtig antimessianische „Naherwartung“.
P.S. Zu den LC: Den harten Kern der Vorwürfe gegen den Gründer vermute ich in der Möglichkeit, dass
eine absolutio compliciis vorgekommen sein könnte (Absolution eines Komplizen); wenn das auch nur 1 mal
vorgekommen wäre drohten schon härteste Kirchenstrafen.
@stat crux: Ausgezeichnet! >>Wer über die Königsherrschaft Christi nachdenkt, muss zuerst und vor allem
festhalten, dass es keinerlei Gewalt Satans über einzelne Seelen gibt, wenn der Getaufte nicht nachgibt,
zustimmt, sich verführen lässt. Es gibt keine Waffengleichkeit, keinen Dualismus der „Gewalten“.<< Eine
sehr gute und treffliche Beschreibung der Tatsachen! Allerdings, wer sich in Gefahr begibt, kommt darin
um.
Ausgezeichnet, Konrad! Wer über die Königsherrschaft Christi nachdenkt, muss zuerst und vor allem festhalten,
dass es keinerlei Gewalt Satans über einzelne Seelen gibt, wenn der Getaufte nicht nachgibt, zustimmt,
sich verführen lässt. Es gibt keine Waffengleichkeit, keinen Dualismus der „Gewalten“. Typen wie „Skandal“-Marcel
(resp. Marcellinus im Forum) machen sich kein klares Bild von der Realität der Taufgnade. Das Sakrament
(überhaupt) ist eben nicht nur Ritual und Initiation, sondern schon Auferstehung, Lossagung von „all
seiner Macht“. Schluss also, Christen, mit der Satansfixierung, omnia instaurare in XPo!
Zur Information über EB Milingo: Der ehemalige Kurienerzbischof galt bis in höchste Kreise als anerkannter
so genannter „Exorzist“. Der Bamberger Theologe und Pädagoge R. Ortner hat ihn in höchsten Tönen gelobt
als Kronzeugen gegen einen säkularisierten, die Existenz des Teufels ablehnenden Zeitgeist. An der Universität
der Legionäre Christi in Rom fanden vor nicht langer Zeit Exorzistenkurse statt, kurz darauf musste der
Gründerpater Maciel sich wegen moralischen Vorwürfen zurückziehen. Fazit: wer sich spirituell auf den
Satan fixiert, scheint wohl oft selbst mit ihm im Bunde. Wie sonst soll man das verheerende und für die
Kirche peinliche Verhalten Milingos verstehen?
… Ich möchte wenigstens diesen artikel nicht schlechtreden, doch stößt mir ein immer typischeres
kreuznet-Problem auf: Immer wieder wird übe den Inhalt nicht (noch nicht) zugänglicher Dokumente angespielt.
Das ist kein sauberer Journalismus. zum Thema: Der afrikanische erzbischof scheint sich intensivst mit
dem Thema seiner Ehe auseinandergesetzt zu haben. Ist sein Verhalten von diesem Standpunkt aus nicht doch
respektabel. Erzbischof Dyba formulierte „Die Türen der Kirche sind in beide Richtungen immer wieder
offen!“…