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Donnerstag, 20. Juli 2006 09:16
Die jüdische Liebe zu Israel muß weder blind sein noch das begangene Unrecht hinter einer Schweigemauer verstecken oder leugnen. Der Beweis wurde kürzlich geliefert.
Zurück zum Artikel 28 Lesermeinungen:
Montag, 24. Juli 2006 20:08
Abu: @ Lieber Parzifal,
das mit dem Muslim-Bruder war ein Scherz, deshalb der .

Ich bete nicht nach, was die sagen, da ich das nur aus zweiter Hand weiß.

Ihr Wahlergebnis deutet jedenfalls schon auf eine breite Akzeptanz. Und das nach Jahrzehnten Verbot und Verfolgung.

Jedenfalls sind sie am Glauben näher dran als linke Studenten. Sie praktizieren ihn. Und sie tun was.

Auch der Rektor der Al Azhar wird Ihre Reform-Utopien allenfalls milde belächeln. Diese Uni hat allerdings an Ansehen verloren seit Nasser.
Montag, 24. Juli 2006 13:55
Jawohl!: Diesmal Daumen hoch!
Die Muslimbruderschaft ist letztlich genauso revolutionär wie die Piusbruderschaft.
Exakt!
Aber das wollen die Perennitätstraditionalisten nicht wahrhaben.
Montag, 24. Juli 2006 13:46
Parzifal: @ Abu
Wieviele praktizierende Muslime kennen Sie?

Schon einige. Ich hab ein halbes Jahr in Kairo studiert und pflege da schon noch Bekanntschaften.
Die meisten davon sind allerdings eher jung, studentisch und links.
Auch ist die Muslimbruderschaft eine revolutionäre Bewegung die mit dem von der einfachen Bevölkerung gepflegten Islam nicht viel zu tun hat. Den meisten einfachen Ägypern sind die volbärtigen, streng drein blickenden Moslembrüder eher unheimlich.
Der Scheich Al-Azhar (Rektor der Al-Azhar Universität) hat mit der Muslimbruderschaft rein gar nichts am Hut, stellt aber für den Durchschnittsmoslem eine ähnliche Autorität dar wie etwa der Papst in Rom für Katholiken.
Die Muslimbruderschaft ist letztlich genauso revolutionär wie die Piusbruderschaft. Das Leute wie Sie das Geschwätz der Moslembrüder unreflektiert nachbeten, macht deren Ansichten auch nicht wahrer.
Montag, 24. Juli 2006 07:37
Abu: @ Parzifal
Wieviele praktizierende Muslime kennen Sie?

Ich habe mich in diesem Forum noch nie zum Vatikanum II geäußert und auch nicht zu Pius X.

Ich habe auch nicht gesagt, daß ich das gut oder schlecht finde, wie Muslime ihre Religion zu sehen pflegen.

Insofern sind Ihre Behauptungen, die Muslime seien mein Vorbild, was die Kirche betrifft, Unterstellungen –- und Ablenkungsmanöver.

Ich würde allerdings von mir behaupten, daß ich ein realistisches Bild von Muslimen habe, was ich von Ihnen nicht sagen kann.

Ihr Islam-Bild changiert zwischen „gefährlich“ und „zu verändernd“. Ersteres ist ein Angstbild, letzteres ein Wunschbild.

Nehmen Sie einfach zur Kenntnis: Der Islam ist eine eminent politische Religion, das gehört zu seinem Wesen. Und: Sie und die liberalen Intellektuellen des muslimischen Welt und der Westen werden den Islam nicht auf jene Traumvariante zurechtstutzen, die Bassam Tibi „Euro-Islam“ nennt. Nicht durch Bomben, nicht durch Invasionen, nicht durch Polizeistaat und Folter und auch nicht durch Belehrungen und Appelle. Vergessen Sie’s.
Sonntag, 23. Juli 2006 23:01
Parzifal: @ Ganz doll!
Könnten Sie das vielleicht präzisieren?
Was an meiner Meinung finden Sie denn pervers?
Dass ich die Priesterbruderschaft St. Pius X. als Sekte bezeichnet hab?
Pervers!
Dass ich Lefebvre mit Khomenie verglichenh hab?
Tut mir leid für Sie!
Dass mir religiöse Irre unsympathisch sind, egal ob sie Christen, Juden, Moslems oder sonst was sind?
Sorry!
Sonntag, 23. Juli 2006 22:37
Jawohl!: @ Persiflage
In der Beschreibung des Islam hat Abu zu 100 % recht, während Sie ja völlig grün hinter den Ohren sind. Falsch ist Abus einseitig positive Bewertung dieses Zustandes; freilich Ihre ist fast noch perverser, sowohl im Blick auf den Islam wie auch im Blick auf den Westen.
Sonntag, 23. Juli 2006 21:59
Parzifal: @ Abu
Jetzt sind Sie der Islam Experte oder wie?
Das was Sie da schreiben, das ist doch nur ihr Wunschtraum für ihre eigene Religion. Ein Kurzabriss dessen was die Pius Sekte gerne hätte und kritisiert. Das ach so schlechte Zweite Vatikanum usw. Und nun projizieren Sie ihre eigenen Probleme und Wünsche für ihre Religion auf den Islam und entwerfen ein (für Sie!) Idealbild dieser Religion. Ewiger Stillstand, keine Veränderung, feste Werte, Führung usw.
Und wenn Ihnen jemand erzählen will dass diese Dinge (gerade in Verbindung mit Atomwaffen) auch gewisse unschöne Nebenwirkungen haben können, dann wehren Sie sich mit Händen und Füßen dagegen. Der Grund dafür ist einfach darin zu sehen, dass Sie Angst davor haben zuzugeben dass auch die Ideologie der Pius Sekte gewisse Schattenseiten hat.
Ganz schlimm wirds dann wenn man Ihnen ihren Wunschtraum vom statischen unveränderlichen Islam nehmen will, indem man darauf hinweist dass es auch in dieser Religion Bewegung gibt. Das die etwas langsamer voran kommt als im Westen, liegt einfach daran dass viele islamische Länder Entwicklungsländer sind.
Glauben Sie nicht lieber Abu dass vielleicht ein Zusammenhang bestehen könnte zwischen einer konservativen Auslegung von Koran und Hadith auf der einen Seite und Rückstand in Wissenschaft und Technik auf der anderen Seite? Viele Moslems sehen diesen Zusammenhang und bemühen sich ihren Beitrag zu leisten dass ihr Land wieder Anschluss findet an die „Karawane der Zivilisation“, wie es Qimni formuliert.
Sonntag, 23. Juli 2006 09:21
Abu: @ blueberry
Schon recht, es gibt nicht den Islam. Aber es gibt auch nicht 1,3 Milliarden Islame, nur weil es 1,3 Milliarden Muslime gibt.

Wissen Sie, im Gegensatz zu Verhältnissen hierzulande, unter Getauften, pflegt ein normaler Muslim, also die absolut über-wältigende Majorität unter diesen 1,3 Milliarden, seine Religion schlicht als Faktum hinzunehmen. Das bedeutet nicht, daß er sie in allen Details kennt, in jeder Hinsicht befolgt und inbrünstig fromm ist. Es bedeutet einfach, daß er sie nicht durch eigene Reflexion so herumdreht, ergänzt, manipuliert, kastriert, daß sie ihm in den Kram paßt. Vielleicht folgt er ihr nicht, wenn sie ihm nicht in den Kram paßt, vielleicht verabschiedet er sich innerlich von ihr, wenn er nicht von ihr bewegt ist, aber er läßt sie so wie sie ist. Basta.

Die Reformer oder liberalen Muslime, die Sie im Auge haben, das sind vielleicht 0,1 Prozent –- wenn überhaupt! Und die meisten, die hier im Westen so eingeschätzt werden, sind schlicht nicht gläubig. Sie sehen sich selbst nicht als fromm an. Natürlich sagen sie nicht, sie seien keine Muslime mehr, das würde auch nicht stimmen und wäre gefährlich, aber sie sind so gläubig, wie bei uns die Mehrheit der Christen, die nie betet, nie einen Gottesdienst besucht und sich eine sehr spezielle Meinung zu Glaubensfragen bildet.

Als größere unpolitische Muslimgemeinde können sie nur den kemalistischen Staatsislam der Türkei sehen, aber der ist oktroyrt und wird ebenso gehorsam gesehen wie andere Spielarten.
Sonntag, 23. Juli 2006 00:00
Sulpicius: @blueberry Hier direkt: Napalm auf Libanon
Samstag, 22. Juli 2006 23:39
blueberry: @ Evelin
Ihr Link wirkt in keiner Weise.
Mal im Ernst glauben Sie wirklich dass kreuzforum.net für mich eine gültige Informationsquelle ist?
Wenn der Spiegel oder die FAZ das berichten, dann glaub ich das.
Aber kreuzforum.net: No way! Thanks a lot!
Samstag, 22. Juli 2006 23:31
Evelin: Napalm auf Libanon
http://www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=751&page=1

@ Blueberry

Bitte sehen Sie sich den Diskussionsstrang auf www.kreuzforum.net an und betrachten Sie auch die Bilder, um zu sehen, wie Napalm wirkt.

(Unterforum Welt, Sonstiges – falls der Link nicht funktioniert)
Samstag, 22. Juli 2006 23:03
blueberry: @ Blumenmädchen Evelin
Die Bilder der zivilen Napalmopfer sind furchtbar, mir kommen dabei die Tränen.

Wasn für Napalm?
Samstag, 22. Juli 2006 23:01
Abu: @ Evelin
Samstag, 22. Juli 2006 22:59
Evelin: Irgendwie ist es arg, s. g. Herren
Abu, Parzifal, Blueberry, wenn wir – die wir im Warmen sitzen – herumstreiten.
Die Bilder der zivilen Napalmopfer sind furchtbar, mir kommen dabei die Tränen. Die Israelische Luftwaffe bombardiert ja auch Kirchen, Moscheen etc.

Die gegenseitige Schuldspirale wird sich weiter drehen. Immer ist irgendwer schuld. Israel – die Hizb Allah, die Hamas, Israel, die Hizb Allah, die Hamas etc. Im Prinzip kann man es weiter spinnen bis Isaak und Ismael (die haben sich später als Erwachsene aber vertragen und ihren Vater Abraham gemeinsam beerdigt).

Ich freue mich, wenn es jüdische, christliche und islamische Gruppen gibt, die auf friedliche Weise versuchen, das zu durchbrechen…
Objektiv gesehen – Balfour hätte nieseine „Balfour-Declaration“, die die Gründung des sogenannten „Judenstaates“ erlaubte, erlassen dürfen.

Vom theologischen Standpunkt aus sind ja die glaubenseifrigsten Juden gegen den jetzigen Realstaat eingestellt. Realpolitisch ist es aber schwierig – sollen die jüdischen Israelis wieder alle auswandern?
Samstag, 22. Juli 2006 22:58
blueberry: @ Abu
Es gibt nicht den Islam. Und es gibt nicht 1,3 Milliarden Muslime. Sondern nur 1,3 Milliarden verschiedene Indivduen.
Es gibt auch keinen Kampf der Kulturen nach dem Motto „wir gegen die“, sondern nur Auseinandersetzungen innerhalb einer Kultur.
Die Piusbruderschaft in Deutschland ist prinzipiell das gleiche wie die Muslimbruderschaft in Ägypten. Der Unterschied besteht lediglich darin dass die Menschen in Dtl gebildeter und informierter sind als die meisten Menschen in Ägypten. Würde die Piusbruderschaft in Dtl den Ton angeben, würde ich mich auch nicht hinsetzen und sagen: „Das ist eben deutsche Kultur, da kann man nix machen“.
Sie dagegen setzen sich hin und erklären: „Tja das ist eben Schicksal“. Bullshit!
Özoguz ist nicht Schicksal. Ein Abu der ihn verteidigt ist nicht Schicksal. Ein Schriftsteller der bedroht wir und ein Abu der sagt: „Das ist eben deren Kultur“ ist nicht Schicksal, sondern ein Abu der sich mit allem abfindet. Gut katholisch: nehmt euer Kreuz auf euch und wehrt euch bloß nicht!
Den gleichen Rat geben Sie nun den Menschen in Ägypten: Nehmt euer Kreuz auf euch und um Himmels willen kommt bloß nicht auf die Idee euch gegen diese Verückten zur Wehr zu setzen!
Wieso lieber Abu ist denn ein Islamist „der Islam“. Ein Reformer aber nicht? Warum?
Warum behaupten Sie 1,3 Milliarden Muslime seien so wie es die Irren in Theran behaupten und nicht so wie es Schriftsteler wie Machfus sagen oder der Türke Orhan Pamuk?
Samstag, 22. Juli 2006 22:32
Abu: @ blueberry
Für den Islam sind Religion und Politik, religiöse Gemeinde und soziale untrennbar verbunden. Vergleichbares kennen wir aus der eigenen Geschichte. Aber mit heutigen Zuständen in Deutschland können Sie Ägypten nicht vergleichen, noch nicht einmal Jerusalem. Das ist für religiöse Dissidenten und reformerische Denker extrem hart, vergleichbar unseren Ketzern früherer Zeiten. Aber was wollen Sie da machen? 1,3 Milliarden Muslime umpolen?
Samstag, 22. Juli 2006 20:43
blueberry: @ Abu
Zu dem Fall in Ägypten:
Schon immer richtet sich die islamistische Ideologie in erster Linie gegen Andersdenkende und -lebende der eigenen Religion. Drohungen und Anschläge gegen Intellektuelle hat es vor diesem Hintergrund auch in Ägypten immer wieder gegeben. Der Anschlag auf den Literaturnobelpreisträger Naguib Mahfouz und die Ermordung von Farag Foda sind hier die vielleicht bekanntesten Beispiele für die radikale Umsetzung islamistischer Überzeugungen. Seit langem wird auch der säkulare und anti-islamistische ägyptische Intellektuelle Sayyid M. Al-Qimni von Islamisten bedroht und überlebte bereits Anfang der 90er Jahre einen Mordanschlag. Nachdem er Mitte Juli per E-Mail eine „letzte Warnung“ erhalten hatte, schwor Al-Qimni nun in einer öffentlichen Erklärung ab und relativierte seine bisher offen vertretenen Überzeugungen.
Al-Qimni ist bekannt für seine kontroversen Schriften. Er bezeichnet sich selbst als Muslim, der sich für Reformen religiöser Anschauungen und Konzepte einsetzt. Mit dieser Betonung einer Interpretierbarkeit des Islam setzte sich Al-Qimni immer wieder explizit in Widerspruch zu religiösen Autoritäten wie dem in Qatar lebenden ägyptischen Islamisten Yusuf Al-Qaradawi. Überdies ist Ägypten für ihn, der sich selbst als ägyptischer Nationalist bezeichnet, kein islamischer Staat – vielmehr bezeichnet Al-Qimni die Zeit seit der arabischen Eroberung als längste Besatzung Ägyptens.


Hier ist dazu ein interessanter Artikel:
Klick
Samstag, 22. Juli 2006 07:04
Abu: @ Parzifal
Sehen Sie, nun gefallen Sie mir schon viel besser. Warum sagen Sie nicht gleich: „Zum Iran gibt es interessante Passagen in einem Buch von Machfus …“ Dann lese ich vielleicht sogar das Buch. Und Sie treten nicht als Iran-Islam-Experte und Nahost-Analytiker auf, der Sie zweifellos nicht sind.
Freitag, 21. Juli 2006 22:07
Parzifal: @ Abu
Ich lese keine Bücher von Raddatz.
Die Ansichten bezüglich der Islamischen Revolution stammen vom ägyptischen Literaturnobelpreisträger Nagib Machfus. Der hat einen Roman geschrieben namens „Das Lied der Bettler“, in dem er Bezug nimmt auf die Shia, ihre Imame, auf persische Sufi Orden und die Vortellung von einem gerechten Herrscher.
Zu diesem Roman hat er einen ausführlicheren Kommentar geschrieben in dem er eben auch die von mir erwähnten Dinge zur Revolution im Iran gesagt hat.

Manche Schriften von Machfus kann man heute in Ägypten bestenfalls noch unter der Ladentheke kaufen. Früher stand das Haus des bescheiden lebenden (in Ägypten wird ein Schriftsteller nicht reich) Machfus jedem offen. Dann verübten nach Hetz und Hassreden der Muslimbrüder zweimal Fundamentalisten einen Mordanschlag auf ihn. Heute lebt der über 90-jährige unter Polizeischutz.
Vor kurzem hat ein Intellektueller in Ägypten der säkulare Positionen vertritt einen anonymen Brief von Radikalen erhalten. Sie drohten ihm und seiner Familie mit dem Tod wenn er nicht öffentlich in verschiedenen großen Zeitungen einen Widerruf seiner Ansichten veröffentlichen würde. Der Schriftsteller hat es getan weil er wußte dass die Polizei ihn nicht schützen konnte. Die Politik hat sich kaum dafür interessiert. Eine in London erscheinende arabische Zeitung schrieb damals:„Ägypten stehen dunkle Zeiten bevor“. Diese Formulierung wurde auch vom Spiegel übernommen. Dieser Skandal war dem Magazin aber nur ein paar Zeilen wert.
Freitag, 21. Juli 2006 20:59
Abu: @ Parzifal
Natürlich, jetzt kommen Sie mir mit der Takiya …

Sie erinnern mich an den Satz eines alten Freundes aus Ägypten (Muslim-Bruder selbstverständlich ), der mir einmal sagte, im Westen sei neuerdings jeder Islamexperte, der auf einem Orientteppich gelaufen sei. Solche Experten wie Sie, die ständig Baukastenelemente wie „die Zwölfer-Schia und Chomeini“ herunterleiernd zusammensetzen, und zum Schluß kommt immer eine islamische Verschwörung, Gefahr oder Bösartigkeit heraus!

Aber ich vergaß, Herr Raddatz, Verschwörungstheoretiker sind ja auch immer die anderen! Mensch! Schnell noch ein Entschuldigungsküsschen an die größte Islam-Expertin aller Zeiten, meine Kristina Köhler MdB
Freitag, 21. Juli 2006 14:49
Parzifal: @ Abu
Khamenei eine Fatwa gegen Atomwaffen erlassen hat, jener Ayatollah, dem doch die garstigen iranischen Schiiten hörig sein müßten

Jetzt hören Sie mir mal zu Sie Pfeife!
1. Puh, jetzt bin ich ja beruhigt! Chamenei hat eine Fatwa erlassen! Na Gott sein Dank!
2. Gibt es im shiitischen Islam die legale Möglichkeit seinen Gegner zu täuschen wenn es dem Islam nützt.
Dies leitet sich aus der jahrhundertelangen Verfolgung der shiitischen Minderheit ab. Angesischts dessen hilft eine Fatwa nicht weiter. Sie kann auch nur Täuschung sein.
3. Ist Chamenei genauso wenig ein unfehlbarer Imam wie Chomenei. Beide sind einfache Rechtsgelehrte. Ein Shiit ist zwar verpflichtet einem Rechtsgelehrten zu folgen. Welchen kann er sich aber aussuchen. Man hat Chomenei nur den Ehrentitel Imam beigelegt!
Der zwölfte Imam verschwand eines Tages. Darauf folgte eine Zeit in der noch eine gewisse Verbindung bestand zwischen dem unfehlbaren Imam und den Rechtsgelehrten auf der Erde (kleine Verborgenheit), irgendwann ist diese Verbindung abgerissen, seitdem lebt die Shia in der großen Verborgenheit. Daraufhin war eine Aufteilung der Macht in Kaiser und Rechtsgelehrte möglich, weil nur ein Imam das Recht habe auch die staatliche Macht auszuüben. Das sollte erst dann geshcehen wenn der verschwundene Imam wieder kommen würde. Komenie hat diese Trennung aufgehoben, folglich leben wir in der Endzeit. Darauf deutet auch der Ehrentitel Imam hin den man Khomenie beigelegt hat. Haben Sies jetzt verstanden?
Freitag, 21. Juli 2006 07:41
Abu: @ blueberry
Auch wenn Sie ihre tränentreibende Sontagspredigt noch zehnmal posten, wird sie doch kein Stück wahrer.

Sie sind nichts weiter als ein erbärmlicher Zyniker. Ich habe vollkommen sachlich dargestellt, warum ich das israelische Verhalten für falsch halte.

Wenn es um die Rechte von Homosexuellen geht, die in Deutschland frei ihr hedonistisches Leben führen können und großenteils zu den gutverdienenden Leuten gehören, dann reden Sie von Menschenrechten, Nächstenliebe und finsteren Kräften, die in kreuz.net-Postern nur darauf warten, einen Schwulen nach dem anderen zu massakrieren und die Theokratie einzuführen, Hand in Hand mit Haßpredigern des Islams.

Aber wenn es um Menschen geht, die ohnedies schon in prekären und oft genug erbärmlichen Zuständen leben müssen, die Krieg, Vertreibung und Not erlebt haben und erleben, dann kommen Sie mit wohlfeilen Analysen, die Sie sich in irgendwelchen Handbüchern oder dem Spiegel zusammengelesen haben.

Sie wissen doch nicht einmal, daß im Juni 2005 Khamenei eine Fatwa gegen Atomwaffen erlassen hat, jener Ayatollah, dem doch die garstigen iranischen Schiiten hörig sein müßten, würde ihre pseudoreligiöse Nahostanalyse auch nur ein Pfifferling wert sein.
Donnerstag, 20. Juli 2006 21:38
blueberry: @ Abu
Auch wenn Sie ihre tränentreibende Sontagspredigt noch zehnmal posten, wird sie doch kein Stück wahrer.

Das Problem an der derzeitigen Situation ist der Iran. Es ist sehr anzunehmen dass Theran die Entführung der Soldaten veranlasst hat. Sowohl im Gaza Streifen als auch an der Grenze zum Libanon und dass es der israelischen Armee darum geht den Mullahs vorzuführen dass man bereit ist sich zu verteidigen. Sollte der Iran also in den Besitz von Atomwaffen gelangen könnte das dazu führen dass die ganze Region in einem atomaren Inferno untergeht. Denn die Regierung in Theran besteht aus Apokalyptikern. Dazu muss man wissen dass nach Auffassung der Shiiten sogenannte unfehlbare Imame dazu berufen sind die muslimische Gemeinde zu führen. Der zwölfte Imam wurde in die Verborgenheit entrückt und wird am Ende der Welt kommen um ein tausendjähriges Reich zu errichten, bevor dann das Weltgericht stattfindet. Die konservativen Gelehrten der Shia konnten sich auf dieser Grundlage jahrhundertelang mit einer Trennung der geistlichen Macht (Mullahs) und der weltlichen Macht (Kaiser) abfinden. Erst Khomenie hat mit seiner Revolution diese Trennung aufgehoben. Wenn man noch bedenkt dass Khomenie der Ehrentitel Imam beigelegt wurde, der traditionell nur den zwölf Unfehlbahren zustehterkennt man dass die Machthaber glauben in der Endzeit zu leben. In Verbindung mit Atomwaffen kann da rasch die Hölle losbrechen.
Donnerstag, 20. Juli 2006 17:46
Abu: @ Theresia
Sorry, aber wer permanent einen Löwen zwickt, der soll sich nicht beschweren, wenn der mit der Tatze mal zulangt.

Was Ihre Namenspatroninnen wohl dazu sagen?

Es geht um Zerstörung der Lebensgrundlagen und Ermordung unschuldiger Menschen, sog. Zivilbevölkerung. Und es geht um Rechte, die auch Terroristen haben, weil sie Menschen sind.

Israel ist ein demokratischer Rechtsstaat. So viel ich weiß, ist dieser Staat Mitglied der Vereinten Nationen, er hat internationale Dokumente und Vereinbarungen unterzeichnet, in denen er sich zu den Menschenrechten bekennt und dem Völkerrecht unterordnet.

Dieser Staat hat als Staat der Juden Verbindung mit und Unterstüzung durch Menschen, die weltweit zur intellektuellen, politischen und wirtschaftlichen Elite gehören, dagegen sind die Palästinenser und Libanesen „Waisenknaben“. Und: Dieser Staat Israel ist als Fluchtburg des uralten Gottes-Volkes errichtet worden, das ausgemerzt zu werden drohte.

Man erwartet also in der öffentlichen Meinung von einem Staat Israel mit Recht erheblich mehr als von Terroristen. Auch wenn für beide dieselben Rechte und Pflichten gelten.

Die Infrastruktur eines (nicht angreifend-kriegführenden) Landes zu zerstören, durch Bombardierungen ziviele Opfer billigend in Kauf zu nehmen, Terrorverdächtige zu liquidieren ist aus der Sicht christlicher Ethik nicht hinnehmbar. Der Zweck heiligt nicht die Mittel
Donnerstag, 20. Juli 2006 16:28
Theresia: Aktion und Reaktion
Es war ja – leider – zu erwarten, daß die israelischen Militäraktionen zu einem Freudenfest des Antisemitismus werden würden. Deshalb lieber ein paar Fakten:

Seit dem Rückzug der Israelis aus Gaza ist dort ein Eldorado des Terrorismus entstanden, mit ständigen Raktenangriffen auf Israel. Die Hisbollah (andere Schreibweise: Hisb’Allah) sollte nach der einschlägigen UN-Resolution längst entwaffnet sein, der Südlibanon von libanesischem Militär kontrolliert. Im Vertrauen darauf hat I. sich aus dem Südlibanon zurückgezogen. Was ist passiert: Die mitnichten entwaffnete Hisb’Allah schickt täglich Raketen nach Nordisrael und entführt Soldaten, sitzt aber gleichzeitig im libanesischen Parlament und ist dort Teil der Regierungskoalition.

Sorry, aber wer permanent einen Löwen zwickt, der soll sich nicht beschweren, wenn der mit der Tatze mal zulangt.
Donnerstag, 20. Juli 2006 16:08
deusexmachina: @Richard – Allerliebst
Was Sie da so vom Islam zitieren, liest sich wie eine Inhaltsangabe von kreuzforum.net . Das erstaunt allerdings nicht wirklich, da die ultraorthodoxen Radikalinskis aller Konfessionen ja Brüder im Geiste sind, wie uns anhand der bereitwillig abgedruckten Einlassungen dieses Dr. Yavuz Özoguz auch auf kreuz.net inmmer wieder gerne demonstriert wird.

Was den „Nullbeitrag“ angeht, ‘mal ein Wikipedia-Zitat:

Das Wort Algorithmus ist eine Abwandlung oder Verballhornung des Namens von Muhammad ibn Musa al-Chwarazmi (* ca. 783; † ca. 850), dessen arabisches Lehrbuch Über das Rechnen mit indischen Ziffern (um 825) in der mittelalterlichen lateinischen Übersetzung mit den Worten „Dixit Algorismi“ begann. Im Mittelalter wurde daraus lat. algorismus (mit lat. Varianten wie alchorismus, algoarismus, altfranzösisch algorisme, argorisme, mittel-englisch augrim, augrym) als Bezeichnung für die Kunst des Rechnens mit den arabischen Ziffern und als Titel für Schriften über diese Kunst.

Al-Chwarazmi war sich der indischen Herkunft völlig bewusst und nannte diese sogar in seinem Buchtitel, aber seine eigene Leistung wurde als so wesentlich angesehen (und zwar von katholischen Gebildeten – viele andere gab’s ja nicht, die Latein sprachen), dass sein Name heute der Inbegriff von Programmlogik geworden ist. Ihr Verständnis von der Sache ist ziemlich genau… aus Indien via Arabien überkommen ;O)
Donnerstag, 20. Juli 2006 15:49
–=Richard=-: einige Infos über islam
Quelle

Das ernste Leben eines Ajatollah: Ist Schach Sünde? Darf man fernsehen? Wie steht es um Satellitenempfang? Darf man aus Freude in die Hände klatschen? Kann es rituelle Verunreinigung bedeuten wenn ein Gläubiger und ein Ungläubiger dieselben Sitze in der Eisenbahn benutzen? Ist es eine Verletzung des Fastengebots, wenn man Schleim aufgrund einer Erkältung nicht ausgespuckt sondern aus Versehen geschluckt hat (Fatwa 818!)? Ajatollah Khamenei hat ein Rechtsgutachten für jede Lebenslage! Beispielsweise:
Frage: Gibt es Bedenken zum Betrachten und Hören von Komödienprogrammen?
Antwort: Unbedenklich, aber der Musik zuzuhören ist nicht erlaubt, falls diese vergnügend ist und sich für Veranstaltungen zum Vergnügen, zur Stimulation und zum Ungehorsam eignet…
Treten Sie ein in die Wunderwelt göttlicher Gebote aus Qom/Iran!
http://islam-pure.de/…naufrechtsfragen.htm und
http://islam-pure.de/…la2/zweiter_teil.htm

Null: In diversen kulturdialogheischenden Publikationen wird über die segensreiche Befruchtung Europas durch die Kultur der Araber im Mittelalter berichtet. Zu den griffigen Beispielen gehört dabei auch die Erwähung der Null. Abgesehen davon, daß z.B. das hohe technische und bürokratische Niveau der Römer auch ohne Null funktionierte, entstand das Dezimalsysten unter Nutzung der Null im 5. Jahrhundert in Indien. Es wurde von den Arabern lediglich aufgenommen und übermittelt. Der Beitrag der arabischen Kultur hierzu ist somit Null.
Donnerstag, 20. Juli 2006 11:28
Parzifal: Dieser Artikel
ist genauso einseitig. Nur eben umgekehrt.
Die laizistische Türkei darf bitte nicht in die EU, die islamistischen Terroristen sollen aber bitte Recht bekommen.
Wie soll man denn mit der Hamas verhandeln? Die Hamas erklärt doch ganz offen dass sie den israelischen Staat beseitigen will. Es ist völlig unrealistisch zu meinen die Hamas würde von diesem Standpunkt abrücken. Würde man mit ihr verhandeln, käme es nicht zu einem Freidensvertrag, sondern bestenfalls zu einem zeitlich beschränkten Waffenstillstand. Das haben Hamas Führer in etlichen Interviews gesagt. Warum sollte aber Israel einen palästinensischen Staat unterstützen der offen sagt: „Wenn wir in 30 Jahren stark genung sind, dann greifen wir euch wieder an“?

Außerdem ignoriert dieser Artikel die Tatsache dass die entführten Soldaten auf Veranlassungen aus Theran entführt wurden. Theran will mit diesem Manöver vom Atomstreit ablenken. Und das ist ihm ja auch gelungen. Man sieht hier aber auch deutlich dass Theran gar nicht daran denkt einzulenken oder Kompromisse einzugehen.
Bei der Hamas ist es nicht anders. Das sind streng Religiöse (genauso wie kreuz.net) die sich in ihren Entscheidungen nicht nach pragmatischen Erwägungen orientieren, sondern nach religiösen. Dadurch gibt es keinen Kompromiss, sondern nur Sieg oder Niederlage.
Dass kreuz.net die Islamisten dermaßen deutlich unterstützt ist grauenerregend!
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