kreuzmeldungen
Buch und Enzyklika? + Zurück in Amt und Würde + Kriegsverbrechen 2 + Veto gegen den Tod + Die Stimme eines Rufers in der Wüste
Buch und Enzyklika?Italien. Der Papst soll in seinem norditalienischen Ferienort Les Combes nicht nur an einem Buch über Christus, sondern auch an einer zweiten Enzyklika schreiben. Das vermutete die italienische Tageszeitung ‘Il Messaggero’ am Mittwoch. Die Zeitung weiß sogar den Titel des Lehrschreibens: „Labor Domini“ – Die Arbeit des Herrn. Es soll von „der christlichen Sicht über die menschliche Arbeit und deren Bedeutung für die Gesellschaft“ handeln. Berichte über die päpstlichen Ferienbeschäftigungen sind Spekulationen, weil es darüber keine offiziellen Mitteilungen gibt.
Zurück in Amt und Würde
Vereinigte Staaten. Der neue Generalobere der Petrusbruderschaft, Pater John Berg, hat weitere Ernennungen vorgenommen. So wurde Pater Josef Bisig zum Regens des Internationalen Priesterseminars ‘Our Lady of Guadalupe’ in den USA ernannt. Pater Bisig war bis 2000 der erste Generalobere der Bruderschaft, bis er nach einer Palastrevolution vom Vatikan gestürzt wurde und in der Versenkung verschwand. Jetzt gehört er auch wieder dem Generalrat an. Als Oberer des Nordamerikanischen Distrikts wurden Pater George Gabet und als Oberer des deutschsprachigen Distrikts Pater Axel Maußen ernannt.
Kriegsverbrechen 2
Heiliges Land. Vorgestern griffen israelische Kampfverbände ein Flüchtlingslager in Gaza sowie die Stadt Nablus in der Westbank an. Dabei wurden neun Menschen, davon zwei Kinder, getötet und 81, davon 14 Kinder, zum Teil schwer verletzt. Der Angriff gegen das Flüchtlingslager wurde nachts von einer israelischen Tarntruppe durchgeführt. Die Kinder starben als ein israelischer Tank in eine Gruppe von Zivilisten, meist Kinder, schoß. Ein Rettungshelfer wurde angegriffen und verlor sein rechtes Bein. In Nablus stürmten und vernichteten die Angreifer Regierungsgebäude, unter anderen ein Gebäude des Gesundheitsministeriums. Nach dem Angriff stoppen sie die Ambulanzen und beschlagnahmten die Leichen der gefallenen Palästinenser.
Veto gegen den Tod
USA. Nach 140 leeren Androhungen in der Vergangenheit machte US-Präsident George W. Bush gestern in der Lebensfrage zum ersten Mal von seinem Vetorecht Gebrauch. Er lehnte einen Gesetzesentwurf ab, der die staatliche Förderung der Tötung und Verarbeitung von Kindern kurz nach ihrer Empfängnis ausgeweitet hätte. Bei einer erklärenden Pressekonferenz führte Bush mehrere Kinder mit ihren Eltern vor und erklärte: „Jedes dieser Kinder ist schon als tiefgefrorener Embryo adoptiert worden.“ Bei diesen Menschen handle es sich um Jungen und Mädchen – nicht um Ersatzteile. Nur wenige Stunden nach dem Veto versuchte das US-Repräsentantenhaus erfolglos, das Gesetz erneut zur Abstimmung zu bringen, um das Veto des Präsidenten mit einer Zweidrittelsmehrheit zu überstimmen.
Die Stimme eines Rufers in der Wüste
„Die einzige weise und zurückhaltende Stimme ist die des Vaters des in Gaza entführten Soldaten, Noam Shalit. Dieser feine Mann rief nicht zu Härte auf und bat darum, weiteres Leben von Soldaten und Palästinensern zu schonen. Sicher war es seine schwierigste Stunde. Auf dem Hintergrund der rücksichtslosen Aktionen der israelischen Armee und des arroganten Geredes des letzten Macho-Sprechers, des Generalmajors Yoav Gallant vom südlichen Kommando und des Generalmajors Amos Gilad, hört sich die Stimme von Shalits Vater wie die Stimme eines Rufers in der Wüste an. Zehntausende armseliger Menschen aus ihren Häusern auf die Flucht zu jagen – nur einige Dutzend Kilometer von dort entfernt, wo sein Sohn vermutlich versteckt ist – und den Strom für Hunderttausende Menschen zu kappen, ist sicher nicht das, was er in seiner zurückhaltenden, aber dringenden Bitte gemeint hat. Es ist eine Schande, daß jetzt niemand von all diesen Leuten auf ihn hört.“
Gideon Levy Ende Juni in der liberalen Tel Aviver Tageszeitung ‘Haaretz’
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Samstag, 22. Juli 2006 16:32
Tridentinus: Joseph der Arbeiter
Labor Domini? Das wäre interessant. besonders, wenn man die Anzeichen bedenkt, dass das ominöse Josephsfest am 1. Mai, das sein Schutzfest verdrängte, ursprünglich von Bungnini als Christusfest konzipiert war…
Freitag, 21. Juli 2006 09:29
Bruder Theophil: Evangelium des Tages
EVANGELIUM Matthäus 12, 1-8
In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder. Seine Jünger hatten Hunger; sie rissen deshalb Ähren ab und aßen davon.
Die Pharisäer sahen es und sagten zu ihm: Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist.
Da sagte er zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren – wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die heiligen Brote aßen, die weder er noch seine Begleiter, sondern nur die Priester essen durften?
Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen, ohne sich schuldig zu machen? Ich sage euch: Hier ist einer, der größer ist als der Tempel.
Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt; denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.
In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder. Seine Jünger hatten Hunger; sie rissen deshalb Ähren ab und aßen davon.
Die Pharisäer sahen es und sagten zu ihm: Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist.
Da sagte er zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren – wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die heiligen Brote aßen, die weder er noch seine Begleiter, sondern nur die Priester essen durften?
Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen, ohne sich schuldig zu machen? Ich sage euch: Hier ist einer, der größer ist als der Tempel.
Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt; denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





