Wer hat ein Interesse an der Zerstörung eines ganzen Landes?
Angesichts der Verschlimmerung der Situation im Nahen Osten ist der Pressesaal des Heiligen Stuhls beauftragt worden, folgendes mitzuteilen.
1. Der Heilige Vater verfolgt mit großer Sorge die Schicksale aller beteiligten Volksgruppen und ruft
für kommenden Sonntag, den 23. Juli, einen besonderen Tag des Gebets und der Buße aus.
Er lädt die
Hirten und Gläubigen aller Ortskirchen und alle Glaubenden der Welt ein, von Gott das kostbare Geschenk
des Frieden zu erflehen.
2. Im einzelnen wünscht der Papst, daß das Gebet sich zum Herrn erhebe, daß
das Feuer zwischen den Parteien sofort aufhöre, daß sofort humanitäre Korridore eingerichtet werden,
um der Bevölkerung Hilfe bringen zu können, und daß vernünftige und verantwortliche Verhandlungen
mit dem Ziel beginnen, objektiven, in der Region bestehenden Zuständen der Ungerechtigkeit ein Ende zu
setzen, wie es Papst Benedikt XVI. bereits beim Angelusgebet vom vergangenen Sonntag – dem 16. laufenden
Monats – erklärt hat.
3. Tatsächlich haben die Libanesen das Recht, die Unversehrtheit und Souveränität
ihres Landes geachtet zu sehen, haben die Bürger Israels das Recht, in Frieden in ihrem Staat zu Leben,
und haben die Palästinenser das Recht, ein eigenes und souveränes Vaterland zu besitzen.
4. In diesem
schmerzlichen Augenblick richtet Seine Heiligkeit auch den Aufruf an die karitativen Organisationen, daß
sie allen von diesem erbarmungslosen Konflikt getroffenen Volksgruppen helfen.
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21 Lesermeinungen
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Die faktische Inexistenz des Katholizismus in Deutschland hat sich m.E. mal wieder daran gezeigt, dass
in der Öffentlichkeit nichts vom Gebets- und Bußaufruf des Papstes zu bemerken war. Sonntagsaktivitäten
benötigen in dieser Verwaltungsgenossenschaft wohl 6-8 Wochen Vorglühzeit.
Bin mal gespannt, ob der päpstliche Aufruf in den „deutschen Kirchen“ beachtet wird; die Appelle Benedikt
XV. seinerzeit ließ Kardinal Hartmann 1914-1918 abperlen mit der Bemerkung: Der Papst habe da nur als
„oberster Souverän“ gesprochen, nicht als Haupt der Kirche.
@Copertino: Pike-Mazzini-Brief Besten Dank für diese Info? Ich werde mal nachschauen, ob in der mir zugänglichen
„grauen Literatur“ dazu etwas (und möglichst Brauchbares) zu finden ist. MfG Christoph Heger
@ Markus-Antonius Sie verdrehen die Tatsachen. Sie haben Weltpolitikanalysen vorgelegt, ich habe schlicht
auf das Recht des Menschen verwiesen, jedes Menschen, auch des arabischen. Ich habe nichts gegen Juden
qua Juden gesagt, aber für Sie sind Araber Menschen zweiter Klasse. Und der Papst hat diese israelische
Militäroffensive nicht gebilligt, er wird es niemals tun. Denn die Kirche ist auf der Seite der Opfer,
selbstverständlich auch der israelischen. Da können Sie leider gar nichts dagegen machen mit Ihren kleinen
Tatsachenverdehungen.
Pike-Mazzini-Brief Der Brief sei eine Zeitlang in der British Library ausgestellt gewesen, sei aber heute
nicht mehr zu sehen. Vor einiger Zeit versuchte ich im Internet Genaueres über diesen in der Tat verblüffenden
Brief zu erfahren, aber abgesehen vom immer wieder zitierten Inhalt und dem, was ich eben geschrieben
habe, ist kaum mehr in Erfahrung zu bringen. Ein Mail an die British Library blieb unbeantwortet. Die
erhalten natürlich täglich allzuviel Post von irgendwelchen Privaten.
@Horst Schlämmer: Auf den Arm genommen? Pike schrieb in seinem Brief von 1871 an Mazzini, daß sich der
dritte Weltkieg aus den Meinungsverschiedenheiten ergeben soll, die Illuminaten-Agenten zwischen Zionisten
und Arabern hervorrufen sollen, usw…, – dürfte einigen Lesern bekannt sein. Mir ist diese Geschichte
allerdings nicht bekannt. Sie ist auch einigermaßen verblüffend – so daß ich mich frage, ob Sie uns
auf den Arm nehmen wollen. MfG Christoph Heger
Sind Sie blind oder was? Sehen Sie sich die Fotos an. Wird irgendwo über das Leid in Israel berichtet?
Sehen Sie sich den Link an, den dieser Sulpicius dankenswerter Weise ins Netz gestellt hat, aber nur wenn
Sie starke Nerven haben. Und dann sagen Sie mir, wo hier eine objektive Berichterstattung erfolgt. Obwohl,
die bin ich hier ohnehin nicht gewohnt.
Markus-Antonius: „antijüdisch“ Markus-Antonius: „Aber antijüdisches Gedankengut taucht hier ja häufiger
auf, manchmal mit einem Doktortitel verbrämt.“ Wo, bitte? (Bitte zitieren, was antijüdisch ist / sein
soll.)
@ Wer … ? Wer hat ein Interesse an der Zerstörung eines ganzen Landes? ER natürlich, da ER weiss,
daß ER nur noch wenig Zeit hat und SEINE Tage gezählt sind. Pike schrieb in seinem Brief von 1871 an
Mazzini, daß sich der dritte Weltkieg aus den Meinungsverschiedenheiten ergeben soll, die Illuminaten-Agenten
zwischen Zionisten und Arabern hervorrufen sollen, usw…, – dürfte einigen Lesern bekannt sein.
Abu… versuchen Sie mir doch nicht, mit Ihrem bekannten verwirrten Gedankengut, die Weltpolitik zu erklären.
Der Papst hat sich ausdrücklich hinter die von der UNO vorgelegten Prioritätenliste gestellt. Aber antijüdisches
Gedankengut taucht hier ja häufiger auf, manchmal mit einem Doktortitel verbrämt.
@ Markus-Antonius Der richtige Weg, das Nacheinander (im G8-Beschluß), hat überhaupt nichts damit zu
tun, daß die israelischen Angriffe (überhaupt sowie in der betriebenen Art und Weise) dadurch gerechtfertigt
wären. Die Scheußlichkeiten des israelischen Vorgehens werden vom Heiligen Stuhl weder bestritten noch
begrüßt oder sonst was. Der Papst billigt den völkerrechtswidrigen Akt des Staates Israel selbstverständlich
nicht. Aber er ist klug genug hier keine Bewertungen vorzunehmen, wer angefangen habe, was schlimmer sei
usw. Das ist nicht Sache des Papstes. Kriege werden bedauert, der Friede gefordert, Hilfe geleistet –
aber nicht schäbige Schützenhilfe der Art: vom warmen Bettchen unseres kleinen Feundes militärischer
Exzesse und menschenverachtender Politik, Markus-Antonius, aus …
„Denkweisen“ …, das Israel keine andere Möglichkeit hat als so zu handeln. Man hat immer die Möglichkeit,
ein Verbrechen nicht zu begehen. Israel will so lange Angriffe fliegen, bis die Hisbollah-Miliz entwaffnet
ist und aufgeben muss. Das ist offenbar falsch: Israel ruiniert den Libanon, nicht die Hisbollah. Auch
der libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora bittet die internationale Gemeinschaft, die Entwaffnung
der Hisbollah-Miliz zu unterstützen. Die israelischen Schläge gegen die libanesische Armee machen das
vollends unmöglich. Diese militärischen Angriffe der israelischen Seite verteidigt jedoch die Präsidentin
des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch die auch gleich Kritiker verunglimpft: , das
sollte jeder, der realistisch denkt und sich nicht in irgendeiner Form gewissen Denkweisen … Die „Denkweise“
der israelischen Regierung machte gestern deren UNO-Botschafter klar, indem er die Gegner als „Tiere“
einstufte. MfG Christoph Heger
Unfassbar Wie kann man es wagen, die Verlautbarung des hl. Stuhles mit einer solchen propagandisch-anti-israelischen
Fotomeile zu begleiten. Der Papsts hat sich inhaltlich voll und ganz der Erklärung der Staatengemeinschaft
angeschlossen. Darin sehen die Prioritäten ganz anders aus. Zuerst müssen die Angriffe der Hisbollah
eingestellt werden, dann müssen die entführten israelischen Soldaten freigelassen werden, dann müssen
die israelischen Waffen schweigen. Meint irgendwer, dass die Bomben-Toten auf israelischer Seite weniger
grauenhaft verstümmelt sind? Sulpi und Co, wo surfen Sie eigentlich noch so rum. Rotten.com scheint wohl
eine Ihrer bevorzugten Seiten zu sein, neben den üblichen Gay-Angeboten. Sie sind erbärmlich!
@Kraut Wurde nicht auch eindeutig gesagt, es werde nicht eher Ruhe auf der Welt einkehren, bis ein jeder
Jude sich bekehrt hat? Ja, in der Tat! Dies wird aber erst mit der Rückkehr Jesus Christus passieren.
In diversen Foren wird darüber spekuliert WANN das sein wird. Für die übrige Welt ist dann die Zeit
der Dauerparty, der Schwulen & Lesben, der Abtreibungen u.v.a. mehr, auch vorbei – dto. die zeit des Internet –
weiteres in den Foren
@metzi… „Nach der Bibel, hat Gott den Juden ihr eigenes gelobtes Land versprochen.“ Wurde nicht auch
eindeutig gesagt, es werde nicht eher Ruhe auf der Welt einkehren, bis ein jeder Jude sich bekehrt hat?
artikel hallo, leider ging mein Artikel nicht ganz drauf. Hier der Link dazu: …ecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=87989
Nach der Bibel, hat Gott den Juden ihr eigenes gelobtes Land versprochen. Davon steht sehr viel im alten
Testament. Auch gab es leider im heiligen Land schon immer Krieg. Dies ist sehr zu bedauern, aber es ist
nunmal so. Vor Jesu, nach Jesu, im Mittelalter bis in die heutige Zeit. Ich denke, ich brauche nicht die
einzelnen Kriege aufzählen, das müsstet Ihr auch wissen.
#4 Horst Metzker 20:59:53 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Wir Wissenden, allein Mächtigen. Nur allein wegen unserer klimatischen Verhältnissen mußten sich unsere
Vorfahren Dinge einfallen lassen, die bei anderen Verhältnissen nicht nötig waren. Dadurch hatten sie
einen technischen Vorsprung vor den Völkern anderer Kontinente. Die hatten ihre Kulturen, doch die waren
nicht geeignet für uns Technisierten. Es war nicht ein Gandi, der nach Europa kam und sagte: „ Ihr Europäer
seid so gescheid, bringt uns eure Weisheit bei.“ Ganz im Gegenteil, er meinte: Laßt uns endlich in Ruhe!
Wir sind Stolz auf Columbus, Magellan, Vasco da Gama, die mit Absicht oder auch nichtwissend, die Wege
öffneten für die Ausbeutung einer Welt, die uns eigendlich nichts angeht? Doch wir hatten die Waffen.
Wir sind gekommen mit dem Gewehr und der Bibel, die Bibel haben wir ihnen gelassen. Sehen sie sich doch
den Globus an: Von Bangladesh, bis nach Israel war alles englisches Protekturat oder Kolinie. Warum? Aus
wirtschaftlichen Interessen, und den technischen Möglichkeiten der damaligen Zeit. Ohne Hitler in Deutschland,
würde es Israel nicht geben. Ich weiß, das ich hier im Wespennetz bin. Doch mußten nicht die Engländer
die Juden aus Deutschland, ins gelobte Land lassen? In ein Land, das nach Aussagen eines Buches der Bibel,
ihr Eigentum war und ist? Schichtwechsel. Heute meint Herr Bush, der derzeitige Präsident der USA, daß
er verteidigen müßte, was ihm die Engländer überlassen haben? Doch geht es wieder nur um wirtschaftliche
Ineressen, und nicht um Anerkennung der anderen Kultur.
objektiv betrachtet Wenn man sich mit dem Spannungen etwas näher auseinandersetzt, wird man merken, das
Israel keine andere Möglichkeit hat als so zu handeln. In der Vergangenheit hatten sie es oft mit Diplomatie
verucht. Aber die Hamas sowie die Hisbollah hasst Israel bis auf den Tod! Sie wollen die Vernichtung des
Staates Israel. Hier noch ein kleiner Bericht: Die Spirale der Gewalt im Nahen Osten dreht sich immer
schneller. Israel will so lange Angriffe fliegen, bis die Hisbollah-Miliz entwaffnet ist und aufgeben
muss. Auch der libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora bittet die internationale Gemeinschaft, die
Entwaffnung der Hisbollah-Miliz zu unterstützen. In der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“
formulierte er einen deutlichen Appell: „Die ganze Welt soll uns helfen, die Hisbollah zu entwaffnen“.
Israel müsse jedoch umgehend die „verbrecherischen Bombardierungen“ des Libanon einstellen, sagte der
Ministerpräsident gegenüber des „Corriere“. Diese militärischen Angriffe der israelischen Seite verteidigt
jedoch die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch gegenüber dem Domradio:
Die „Terrororganisationen Hamas und Hisbollah tragen Schuld an der Eskalation“, so die Präsidentin. Der
Libanon sei nicht fähig, diese Organisationen in Schach zu halten und das rechtfertigt die Angriffe:
„Israel hat überhaupt keine andere Möglichkeiten und ich glaube, das sollte jeder, der realistisch denkt
und sich nicht in irgendeiner Form gewissen Denkweisen …
Bilder sagen nicht die ganze Wahrheit Der Hintergrund zu den Bilder kurznachrichtensendender israelischer
Kinder relativiert den ersten schockierenden Eindruck zumindest teilweise. Hier die Anmerkungen auf Englisch:
ontheface.blogware.com/…06/7/20/2142505.html Kurz zusammengefasst: Bei den Kindern handelt es sich um
solche, die in einem grenznahen Ort leben, der Beschüssen durch Hisbollah-Raketen ausgesetzt war. Der
Besuch von Journalisten war in dieser schwierigen Zeit etwas Aussergewöhnliches und hatte auch Unterhaltungswert.
Und weil die Kinder den Namen „Nasrallah“ als Verursacher der angstmachenden Situation genügend gehört
hatten, hätten sie DIESEM und seinen Truppen „liebe Grüsse“ gesandt. Für die Fotografen natürlich
ein Fressen. Die manipulierende Bildlegende eines Bloggers, wonach die Grüsse libanesischen KINDERN gegolten
hätten, kombiniert mit den tatsächlich schlimmen Bildern libanesischer Kinderleichen, als „Empfängern“
der explosiven Kurzmitteilungen, schuf genau jenes provozierende Gefühlsambiente, mit dem im Krieg gerne
und leider oft mit Erfolg gespielt wird. Fühle mich verpflichtet, diese Seite der Medaille nicht zu unterdrücken.
Das darf auch dann gesagt sein, wenn man das Ausmass der zivilen Katastrophen im Libanon als übermässig
ansieht, wie auch die Hisbollah-Raketen wenig freundliche Botschaften darstellen.