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Donnerstag, 20. Juli 2006 18:45
Wer hat ein Interesse an der Zerstörung eines ganzen Landes?
Angesichts der Verschlimmerung der Situation im Nahen Osten ist der Pressesaal des Heiligen Stuhls beauftragt worden, folgendes mitzuteilen.
Israelische Kinder wurden von der Armee eingeladen, Botschaften auf die Bomben zu schreiben, die für die Libanesen bestimmt sind.
Israelische Kinder wurden von der Armee eingeladen, Botschaften auf die Bomben zu schreiben, die für die Libanesen bestimmt sind.
1. Der Heilige Vater verfolgt mit großer Sorge die Schicksale aller beteiligten Volksgruppen und ruft für kommenden Sonntag, den 23. Juli, einen besonderen Tag des Gebets und der Buße aus.

Er lädt die Hirten und Gläubigen aller Ortskirchen und alle Glaubenden der Welt ein, von Gott das kostbare Geschenk des Frieden zu erflehen.

Ein Empfänger der Botschaft
Ein Empfänger der Botschaft
2. Im einzelnen wünscht der Papst, daß das Gebet sich zum Herrn erhebe, daß das Feuer zwischen den Parteien sofort aufhöre, daß sofort humanitäre Korridore eingerichtet werden, um der Bevölkerung Hilfe bringen zu können, und daß vernünftige und verantwortliche Verhandlungen mit dem Ziel beginnen, objektiven, in der Region bestehenden Zuständen der Ungerechtigkeit ein Ende zu setzen, wie es Papst Benedikt XVI. bereits beim Angelusgebet vom vergangenen Sonntag – dem 16. laufenden Monats – erklärt hat.

3. Tatsächlich haben die Libanesen das Recht, die Unversehrtheit und Souveränität ihres Landes geachtet zu sehen, haben die Bürger Israels das Recht, in Frieden in ihrem Staat zu Leben, und haben die Palästinenser das
Noch ein Empfänger
Noch ein Empfänger
Recht, ein eigenes und souveränes Vaterland zu besitzen.

4. In diesem schmerzlichen Augenblick richtet Seine Heiligkeit auch den Aufruf an die karitativen Organisationen, daß sie allen von diesem erbarmungslosen Konflikt getroffenen Volksgruppen helfen.
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Montag, 24. Juli 2006 09:33
stat crux: Die faktische Inexistenz des Katholizismus in
Deutschland hat sich m.E. mal wieder daran gezeigt, dass in der Öffentlichkeit nichts vom Gebets- und Bußaufruf des Papstes zu bemerken war. Sonntagsaktivitäten benötigen in dieser Verwaltungsgenossenschaft wohl 6-8 Wochen Vorglühzeit.
Freitag, 21. Juli 2006 20:28
Horst Schlämmer: @Pike Mazzini
Freitag, 21. Juli 2006 14:51
stat crux: Bin mal gespannt, ob der päpstliche Aufruf
in den „deutschen Kirchen“ beachtet wird; die Appelle Benedikt XV. seinerzeit ließ Kardinal Hartmann 1914-1918 abperlen mit der Bemerkung: Der Papst habe da nur als „oberster Souverän“ gesprochen, nicht als Haupt der Kirche.
Freitag, 21. Juli 2006 14:47
Dr. Christoph Heger: @Copertino: Pike-Mazzini-Brief
Besten Dank für diese Info?

Ich werde mal nachschauen, ob in der mir zugänglichen „grauen Literatur“ dazu etwas (und möglichst Brauchbares) zu finden ist.

MfG
Christoph Heger
Freitag, 21. Juli 2006 13:22
Abu: @ Markus-Antonius
Sie verdrehen die Tatsachen.

Sie haben Weltpolitikanalysen vorgelegt, ich habe schlicht auf das Recht des Menschen verwiesen, jedes Menschen, auch des arabischen.

Ich habe nichts gegen Juden qua Juden gesagt, aber für Sie sind Araber Menschen zweiter Klasse.

Und der Papst hat diese israelische Militäroffensive nicht gebilligt, er wird es niemals tun. Denn die Kirche ist auf der Seite der Opfer, selbstverständlich auch der israelischen. Da können Sie leider gar nichts dagegen machen mit Ihren kleinen Tatsachenverdehungen.
Freitag, 21. Juli 2006 12:00
Copertino: Pike-Mazzini-Brief
Der Brief sei eine Zeitlang in der British Library ausgestellt gewesen, sei aber heute nicht mehr zu sehen.
Vor einiger Zeit versuchte ich im Internet Genaueres über diesen in der Tat verblüffenden Brief zu erfahren, aber abgesehen vom immer wieder zitierten Inhalt und dem, was ich eben geschrieben habe, ist kaum mehr in Erfahrung zu bringen. Ein Mail an die British Library blieb unbeantwortet. Die erhalten natürlich täglich allzuviel Post von irgendwelchen Privaten.
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