Buchbesprechung
Das Kind beim Namen genannt
In seinem jüngsten Buch hat der Abtprimas der Benediktiner das benediktinische Maß und Mittelmaß hinter sich gelassen.
(kreuz.net) Am Freitag veröffentlichte die ‘Frankfurter Allgemeine’ eine kurze Rezension von Albert Schäffer über das Buch von Abt Notker Wolf ‘Worauf warten wir? Ketzerische Gedanken zu Deutschland’.

Der Autor ist Mönch der Abtei St. Ottilien und gegenwärtig Abtprimas der Benediktiner mit Sitz in der internationalen Abtei Sant’Anselmo in Rom.

„Der Abtprimas der Benediktiner ist ein mutiger Mann“ – beginnt die Rezension. In seinem Werk schildere er auch freimütig die Entstehungsgeschichte des Buches:

Der Wunsch, des Rowohlt-Verlages, ihn als Autor zu gewinnen, habe sich mit seinem Zeitplan als höchster Benediktiner nicht vereinbaren lassen.

Das Problem sei vom Verlag durch die Einstellung eines Ghostwriters gelöst worden.

„Die Konversation, die Wolf und sein Assistent einige Wochen lang miteinander führten, spiegelt sich in einer stilistischen Leichtfüßigkeit wider, die nicht ohne Reiz ist“ – beurteilt Schäfer das Werk.

Mehr noch: Es rege sich bei der Lektüre sogar der Wunsch, daß der Abtprimas die Zeit fände, einige seiner Gedankenskizzen zu einem größeren Gemälde auszuarbeiten.

Abt Wolf sieht das Jahr 1968 als Symbol für eine deutsche Kulturrevolution, die der Verwechslung von Befreiung mit Freiheit aufgesessen sei.

In Deutschland sei das Freiheitsversprechen für eine Kombination aus moralischem Obrigkeitsstaat und persönlicher Selbstverwirklichung eingetauscht worden.

Der Abt unterschätzt das Problem nicht:

„Für mich stellt die deutsche Kulturrevolution deshalb keinen weniger gravierenden Bruch mit der abendländischen Tradition dar als die Französische Revolution.“

1789 sei Gott durch die Vernunft abgelöst worden. Danach habe es – in den Begriffen Freiheit, Nation, Vernunft – immerhin noch einen allgemeinverbindlichen Mythos gegeben.

1968 sei die Vernunft verstoßen und an ihrer Stelle die Natur auf die Altäre gesetzt und die Freiheit individualisiert worden.

„Seither leben wir in einer Welt ohne Gott, ohne Jenseits, ohne Väter und ohne eine vernünftige Vorstellung von dem, was Freiheit ist.“

Ein anderes Wort für individualisierte Freiheit ist Egoismus.

Es genügt, auf die Zerstörung der Familien zu blicken, um zu verstehen, was der Abtprimas meint.

Notker Wolf/Leo G. Linder: Worauf warten wir? Ketzerische Gedanken zu Deutschland. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2006. 218 S., 12,- Euro.
      
28 Lesermeinungen
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#28   aschera   11:47:08 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@ Frl. Ilse:
Küss die Hand, Gnädigste! :(3
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#27   Frl.Ilse   18:24:42 | Mittwoch, 26. Juli 2006
@Graf von Galen
Na, das sind aber keine Argumente, sondern blühender Unsinn.
Zerstörung der Sexualmoral u.der Familie? Meines Wissens gibt es bis heute Familien – die zerstören sich in der Regel selber, und dass zu allen Zeiten. Ich habe sogar im Sinn, dass Ehe u. Familie hier besonders geschützt sind.
Homounkultur? Es stört sie, dass Homosexuelle nicht mehr mehr diskriminiert u. bestraft werden? Das macht unsere Welt entschieden menschlicher und christlicher! Das klingt, als ob sie die „Behindertenunkultur“ auch nicht wollen? Auch denen, den vorher grundlos Ausgegrenzten, wird das Leben erleichtert. Sie werden nicht mehr weggesperrt und besser behandelt – seit 1968 und neugefasstem PsychKG. Wo ist da der Unterschied zur Emanzipation der Homosexuellen?
Wieso zerstören die Familien? Sie haben vor 1968 keine klassischen Familien gegründet und es bis vor kurzem auch nicht getan. Erst jetzt erlaubt man es ihnen und die Christen sollten darüber jubilieren, wie sich das Ehebild durchgesetzt hat bis in Ecken, wo man es nicht unbedingt vermutet hat.
Zur angeblichen Kollektivschuld (die niemand außer dem rechten Rand postuliert): Warum diskutiert man überhaupt darüber – war da nicht was vor 1968? wie sah die Welt wohl da aus – und welcher Geist herrschte da? Denken sie mal drüber nach.
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#26   Benedikt   15:24:07 | Mittwoch, 26. Juli 2006
@ Galen
Er hat halt eine Analogie zur Verwerfung der Tradition
bei VII zur Verwerfung der Tradition durch die 68’er
gesehen und daß das eine dem anderen vorausging.
Schön, angenommen, es hätte bei beiden Ereignissen eine Verwerfung der Tradition stattgefunden, so ist das immer noch lange kein Beleg für irgendwelche Zusammenhänge. Auch vor dem II. Vatikanum hat es irgendwo auf der Welt Traditionsbrüche gegeben. Die SPD kippte 1959 eine alte Tradition, die Christdemokraten schon früher, in dem sie sich überkonfesssionell organisierten usw.
Bleibt man bei Ihrem Beispiel so ist ebenfalls der Schluss möglich, dass beide Ereignisse, Konzil und 68er auf ein gemeinsames Ereignis oder eine gesellschaftliche Umwälzung zurückgehen, das Konzil somit nicht Vater, sondern Bruder der 68er ist. Gezeugt wären dann beide in der vorkonziliaren Zeit.
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#25   Graf von Galen   15:17:10 | Mittwoch, 26. Juli 2006
Wider VII, @ Benedikt
Zu Ihrer Frage, ob Msgr. Schmitz auch eine Begründung
für seine These gebracht hat.
Er hat halt eine Analogie zur Verwerfung der Tradition
bei VII zur Verwerfung der Tradition durch die 68’er
gesehen und daß das eine dem anderen vorausging.
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#24   Benedikt   14:18:41 | Mittwoch, 26. Juli 2006
@ VirOblationis
Gewiß, Benedikt, aber hätte die 68’ger-Bewegung solche Durchschlagskraft entwickeln können, wenn nicht zuvor die Kirche „umgefallen“ wäre?
Das ist die Frage. Dass die Kirche „umgefallen“ ist, könnte am Konzil liegen. Die meisten Alt-68er mit katholischem Hintergrund (kath. Erziehung) werden aber vermutlich sagen, dass es an Humanae Vitae gelegen hat.
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#23   virOblationis   13:49:26 | Mittwoch, 26. Juli 2006
Frage
Gewiß, Benedikt, aber hätte die 68’ger-Bewegung solche Durchschlagskraft entwickeln können, wenn nicht zuvor die Kirche „umgefallen“ wäre?
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#22   Benedikt   13:13:56 | Mittwoch, 26. Juli 2006
@ Galen
daß vor 1968 VII gewesen
ist und daß es ohne VII nicht zur 68’er- Kulturevolution
gekommen wäre.
Hat der Msgr. auch eine Begründung gebracht? Mir gefällt die von F. Schirrmacher nämlich besser: Die 68er entstanden danach aus einer Generation ohne Vaterfiguren, weil diese entweder im Krieg gefallen oder als psychische Wracks nach Hause gekommen sind.
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#21   blueberry   00:00:09 | Mittwoch, 26. Juli 2006
@ Graf von Galen
Die Intelligenz verläßt ja bereits zu Hunderttausenden Deutschland. Bevor Sie mich fragen, warum ich dann noch hier bin, teile ich Ihnen hiermit mit, daß ich noch hoffe, daß sich das Deutsche Volk noch besinnt, bevor es endgültig zu spät ist.
Versteh ich nicht?! Warum sollte Sie jemand fragen warum Sie noch hier sind?
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#20   Graf von Galen   23:49:25 | Dienstag, 25. Juli 2006
Wider die 68’er Irrlehren, @ Frl. Ilse
Die negativsten Folgen von 1968 :
1. Legalisierung des Abtreibunsmordes
2. Zerstörung der Sexualmoral und damit der Familie
(Homounkultur)
3. Zerstörung der öffentlichen Ehrfurcht vor Gott
4. Zerstörung der Homogenität des deutschen Volkes
durch Masseneinwanderung aus antichristlichen
Kulturen.
5. Einschränkung der Religions- Meinungs- und
Vertragsfreiheit (Antidiskriminierungsgesetz)
6. (Homo)sexualisierung und damit Verderbnis
der deutschen Jugend
7. Immerwährende Kollektivschuldknechthaftung für
das deutsche Volk (Michel Friedmann)
usw. usf.
Mag sein, daß Sie das alles klasse finden, ich halte
es für eine die Existenz des deutschen Volkes
bedrohende Katastrophe. Demographen wie Herwig
Birg haben dieses bereits abgeschrieben andere
raten allen, die unter 40 sind und die Möglichkeit
dazu haben, dringend Deutschland in Richtung
Nordamerika zu verlassen, um nicht Opfer der
o.g. Entwicklung zu werden. Die Intelligenz verläßt
ja bereits zu Hunderttausenden Deutschland.
Bevor Sie mich fragen, warum ich dann noch hier
bin, teile ich Ihnen hiermit mit, daß ich noch hoffe,
daß sich das Deutsche Volk noch besinnt, bevor es
endgültig zu spät ist.
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#19   Rodolfo Panetta   22:58:01 | Dienstag, 25. Juli 2006
Mutige Vordenker brauchen wir dringend!
Es hört sich ganz gut an, was Abtprimas Notker Wolf OSB da sagt. Hoffentlich führen seine Worte dazu, daß immer mehr Menschen mit den Lebenslügen des Deutschland von heute radikal brechen. Die politische Korrektheit ist die größte Pest in unserem Land. Der notwendige Bruch kann kaum radikal genug ausfallen!
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#18   blueberry   22:55:54 | Dienstag, 25. Juli 2006
1968 war notwendig!
Vielleicht noch notwendiger als 1789.
Jawohl! hat völlig recht! (ausnahmsweise mal).
Dieses Büchlein ist ein billiges neoliberales Machwerk. Pater sollten sich auf Theologie oder bestenfalls Philosophie konzentrieren und keine Politik betreiben wollen.
In Deutschland hat in den hundert Jahren davor eine verhängnisvolle Entwicklung statt gefunden.
Während die Revolution in Frankreich in der wirklichen Welt statt fand. Fand sie in Dtl mangels eigenem Nationalstaat vorläufig im ideellen Bereich statt.
In Deutschland wurde der König geköpft, in Dtl hat Kant zum Ausgleich Gott geköpft. Und so wie sich Frankreich in Richtung Materialismus entwickelte, so marschierte Deutschland notgedrungen Richtung Idealismus.
Heinrich Heine hat diese verhängnisvolle Entwicklung erkannt und davor gewarnt dass die Revolution die in Deutschland vorläufig nur im Geistigen statt gefunden hätte sich eines Tages (wenn Dtl seinen eigenen Staat hätte) auch im Realen ereignen würde.
Nach 1871 als Dtl (anders als Frankreich) als konservativer Staat geeint wurde konnte das dann auch tatsächlich passieren. Ich meine 1933, Hitler und die Nazis.
1968 war notwendig um endlich einen Bruch mit dieser philosophischen Tradition durchzuführen. Der Idealismus ist zwar nicht ganz verschwunden, aber verschiedene Auswüchse die ohne Hegel nicht denkbar wären, könnten sich heute wohl hoffentich bedeutend schwerer durchsetzen.
Es ist bedauerlich dass der Pater das nur sehr eng sehen kann.
Lesenswerter Aufsatz von H.Heine gutenberg.spiegel.de/…eligion/religion.htm
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#17   obelix †   19:56:03 | Dienstag, 25. Juli 2006
Das kommt darauf an, für wen es schlechter geworden ist, Frl. Ilse
Frl.Ilse: Ja was denn?Ratlos frage ich mich, was den so Schlimmes 1968 passiert ist, dass die Welt seitdem schlechter geworden ist. Ich kann beim besten Willen nichts entdecken. Vielleicht hilft mir hier einer weiter.
Für die Kirchenbeamten ist es schlechter geworden; und gleichzeitig viel besser.
Schlechter, weil sie das letzte Zipfelchen weltlicher Macht verloren haben. Meiner Ansicht nach durch eigenes Versagen. Diese Sexualtheoretiker haben den Bogen einfach überspannt und er ist in ihnen in den Händen zerbrochen.
Die letzten Reste der Macht über Menschen waren zum Beispiel der miese §§ 175, das ungerechte Scheidungsrecht, die Gleichberechtigung der Frau, die nicht mal in Ansätzen realisiert war, obwohl es die Verfassung seit 1949 gebot etc. pp.
Besser ist es für die römisch-katholische Kirche geworden, weil sie Glauben nicht mehr einfach befehlen und mit sozialem Druck durchsetzen kann, sondern weil die Menschen überzeugt werden müssen. Das ist zwar mühsamer (und die hau-drauf-Katholiken werden es nie und nimmer begreifen oder gar akzeptieren), aber bedeutend dauerhafter und tiefergehender als die zweifelhaften Erfolge bisheriger Missionierung. Einen kleinen Ansatz sehe ich bereits am Horizont; leider immer noch meist mit den falschen Methoden, aber das kann noch werden. o^/
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#16   Jawohl!   17:42:29 | Dienstag, 25. Juli 2006
Die welt nach 68
Was schlechter geworden ist? Viele hier würden sagen: dass man das Erröten ganz verlernt hat und es ein „Sie kommen zu spät“ in diesem Bereich nicht gibt. Als ob es verlassene Eheleute nicht immer schon gegeben hätte.
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#15   Frl.Ilse   17:37:46 | Dienstag, 25. Juli 2006
@Jawohl!
Oh, ich werde ganz rot…aber Sie kommen zu spät, ach!
Übrigens dürfen sie auch weiterhin „Fräulein“ sagen, dass ist ja nicht verboten. Auch mein alter Fahrlehrer ließ sich davon nicht abbringen. Es klingt halt ein bißchen veraltet, so als ob man zu einem Junggesellen „Hagestolz“ sagen würde.
Wenn das alles ist, kann ich damit gut leben, und weiß leider immer noch nicht, warum die Welt ausgerechnet nach 1968 schlechter geworden ist – ich persönlich sehe, dass sie wie immer in vielem besser und in ein paar Dingen schlechter geworden ist.
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#14   Jawohl!   17:31:23 | Dienstag, 25. Juli 2006
Fräulein
Was seit 68 soviel schlechter geworden ist? Mir fällt da auch wenig ein, aber ein Punkt z. B.: dass ich Sie heute nicht mehr öffentlich als Fräulein titulieren dürfte. Daher halte ich hiermit um Ihre Hand an. :(3
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#13   Frl.Ilse   17:27:10 | Dienstag, 25. Juli 2006
Ja was denn?
Ratlos frage ich mich, was den so Schlimmes 1968 passiert ist, dass die Welt seitdem schlechter geworden ist. Ich kann beim besten Willen nichts entdecken. Vielleicht hilft mir hier einer weiter.
Das einzige, was hier genannt wird, ist, dass die Leute nicht mehr so brav in die Kriche gehen. Ja nun, da sollte die Kirche mal was tun und nicht jammern! Auch in den USA hat es ein „1968“ gegeben, und da rennen sie alle in die Kirchen, daran liegt es also nicht.
Warum jetzt Freiheit sich seit 1968 in Egoismus verwandelt haben soll, kann ich auch nicht nachvollziehen. Der Egoismus und die Unfreiheit waren 1940 gewiß größer und die Welt allemal schlechter als heute.
Also: Stereotypes Gejammer ohne Hand und Fuß, vor allem ohne einen Beweis, dass die Welt seit 1968 schlechter sei.
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#12   Jawohl!   17:17:22 | Dienstag, 25. Juli 2006
Der „arme“ Wohlstands-Pater
Das Büchlein von unserem „Armut“ (hahaha) gelobt habenden Benediktiner ist ein billiges neoliberales Manifest Ohne Sonderliche Bedeutung. Der alte SJ-Schüler Guido W. hätte es nicht schlechter machen können.
PS: Ohne V2 kein 68? Schwachsinn. :-!
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#11   Dr. Otterbeck   15:48:26 | Dienstag, 25. Juli 2006
Pünktchen, freundlichen Dank,
auch für den wertvollen Hinweis. Stat crux dum volvitur orbis.
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#10   Pünktchen   14:40:42 | Dienstag, 25. Juli 2006
stat crux
Es stimmt wahrscheinlich nicht, daß der Altabt von St. Ottilien den Modernismus der dreißiger Jahre ausblendet. In einer anderen Rez. zum Büchlein – gefunden auf der Internetseite der Erzabtei: www.erzabtei.de www.erzabtei.de/ – findet sich folgende Passage:
>> Seine These: Die Deutschen haben durch die 68er-Revolution ein gestörtes Verhältnis zur Freiheit. „Wir haben lange von der Illusion gezehrt, uns damals größere Freiheit erkämpft zu haben. Inzwischen hat sich gezeigt, dass alle Wege, die die so genannten Achtundsechziger gewiesen haben, in der Sackgasse enden.“ Die moralischen Folgeschäden der Hitlerzeit überwinden und sich von der Schuld der Väter freimachen, sei der Wunsch der 68er gewesen. Die Wirkung des Selbsterlösungsprogramms sei aber: „Totale Freiheit, aber unter der Aufsicht eines mütterlichen Staats, der für ein wohliges soziales Klima zu sorgen hat und die Auswüchse dieser Freiheit mit Tausenden Gesetzen eindämmt.“ <<
Gratulation übrigens zu Ihrer tiefgründigen Deutung des Meßopfers unter dem vorhergehenden Artikel www.kreuz.net/article.3581.html!
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#9   stat crux   14:08:05 | Dienstag, 25. Juli 2006
M. le Comte: Sie vergessen die 38er
Zufall? Oder hat Ihre Familie auch was im Osten verloren?
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#8   Graf von Galen   14:04:08 | Dienstag, 25. Juli 2006
Wider VII
Monsignore Schmitz v. Institut Christus König sagte
einmal auf einem in Altötting vor ca. 2 oder 3 Jahren
bei der Veranstaltung von „Pro sancta Ecclesia“ gehaltenen Vortrag sinngem., daß vor 1968 VII gewesen
ist und daß es ohne VII nicht zur 68’er- Kulturevolution
gekommen wäre. Die Kirche wirkt auf die Welt und die Welt auf die Kirche. Das Wirken der Kirche als göttlicher Instítution ist jedoch das dominante.
Ich stimme dieser o.g. Ansicht, die ich hoffentlich richtig
wiedergegeben habe, zu.
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#7   Pünktchen   14:03:06 | Dienstag, 25. Juli 2006
Das „Worauf warten wir?“
im Buchtitel ist als rhetorische Frage gemeint und als Aufforderung, sich aus der Lethargie zu befreien.
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#6   Schüttel   13:47:52 | Dienstag, 25. Juli 2006
Worauf warten wir?
… so heisst das Buch Notker Wolfs. Antwort: auf den nächsten Terroranschlag, Tsunami, Priesterskandal oder neuen Papst.
Das ist Säkularismus pur!
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#5   Markus-Antonius †   13:29:45 | Dienstag, 25. Juli 2006
Ist diese
Gitarre nicht häretisch? Was sagen unsere Fachleute dazu?
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#4   Hódmezövásárhelykutasipuszta   13:03:43 | Dienstag, 25. Juli 2006
Kind beim Namen nennen!
Juhu!
Endlich ist sie da – die neue Lieblingsfloskel der Redaktion!
Das Kind beim Namen genannt25. Juli 2006 11:24
nannte das Kind etwas zu deutlich beim Namen.25. Juli 2006 09:56
Wetten, wir lesen die Phrase heute noch einmal!
Ich würde auf ein Schimpfwort gegen Homosexualität tippen, mit dem das Kind deutlich beim Namen genannt wird.
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#3   stat crux   12:07:57 | Dienstag, 25. Juli 2006
Die Analyse greift insoweit zu kurz als es nicht genügt
1968 zur Quelle allen Übels auszurufen, ohne das dahinter verborgene Problem der 38er anzusprechen. Der Modernismus der 30er Jahre hat Dutschke erst möglich gemacht.
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#2   Pünktchen   11:40:03 | Dienstag, 25. Juli 2006
Die Erzabtei St. Ottilien
bietet konkrete Hilfestellungen zur Vertiefung und Verinnerlichung an, sogar über das Internet: s. diese Seite www.erzabtei.de/antiquariat/ende.htm!
Manchem Kreuz.netter zu empfehlen!
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#1   virOblationis   11:37:07 | Dienstag, 25. Juli 2006
Zustimmung
Zitat:
„1968 sei die Vernunft verstoßen und an ihrer Stelle die Natur auf die Altäre gesetzt und die Freiheit individualisiert worden.“
Eine treffliche Analyse, wenn auch der Begriff „Natur“ noch zu harmlos klingt angesichts der tierischem Niveau entsprechenden Vergötzung der Freiheit, die Triebe auszuleben.
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