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Freitag, 24. Dezember 2004 08:46
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Während der Weihrauch in den katholischen Liturgien immer seltener wird, erlebt das Räuchern einen neuen Boom. Beim „Julfest“ und natürlich gegen die bösen Geister…
(kreuz.net, Wien) Räuchern hat eine heilsame Wirkung auf Körper und Seele, weiß die Kräuterexpertin des österreichischen Rundfunks, Miriam Wiegele, zu berichten. So könne man um die Weihnachtszeit stimmungserhellende und herzerwärmende Pflanzen verräuchern, um die für viele Menschen stressigen Weihnachtstage friedlicher und harmonischer zu gestalten.

Für jene, die des Weihnachtsfestes überdrüssig sind, bietet sich das „Julfest“ an, das der wiederkehrenden Sonne gedenkt. Bekanntlich ist der 21. Dezember der Tag der Wintersonnenwende, der Tag mit der längsten Nacht des Jahres. Höchste Zeit, die Geburt der wiederkehrenden Sonne zu feiern.

Das Wintersonnwendfest dauert angeblich zwölf Nächte, während derer man Haus und Stall mit duftenden, heilbringenden Kräutern ausgeräuchert habe.

Dazu soll der Hausvater mit einer Pfanne, in der Glut aus dem Ofen und darüber Räucherwerk wie Wacholder, Beifuß oder Engelwurz verteilt war, von aromatischen Rauchschwaden begleitet durch Haus und Hof marschiert sein.

Geräuchert wurde auch mit immergrünen Pflanzen wie Fichte oder Tanne, da man davon ausging, daß der Vegetationsgott sich in diese Gehölze zurückgezogen hätte und man ihn mit dem Feuer wieder zum Leben erwecken könne.
Außerdem verwendete man Pflanzen mit Sonnensignatur wie Johanniskraut oder Alant, zu Ehren der wiedergeborenen Sonne.

Alle diese Pflanzen sollen angeblich auch eine antidepressive Wirkung besitzen und sich nicht zuletzt deshalb hervorragend dazu eignen, uns die Weihnachtsfeiertage und die langen Winternächte angenehm zu machen, vor allem weil landauf landab – auch in den Kirchen – der Trost des Glaubens fehlt.

Hier noch einige von der Kräuterexpertin empfohlene Räucherpflanzen:

Alant: Wurzel; reinigend, keimtötend, bringt Sonne ins Herz

Baldrian: Wurzel; vorsichtig dosieren, sonst stinkt es, soll aber das innere Auge stärken und zu wunderbaren Traumerlebnissen führen

Beifuß: Blühendes Kraut; traditionell für Schutz-, Segens- und Reinigungsräucherungen

Engelwurz: Rhizom; gehört in jede Schutzräucherung, zur Reinigung alter Häuser

Fichte und andere Nadelhölzer: Zum Räuchern eignet sich am besten das Harz, man kann aber auch kleine Zweige verwenden; reinigen die Atemluft, wirken desinfizierend und klären den Geist.

Johanniskraut: Blüten; sie entwickeln keinen starken Duft, sollen aber auch durch Räuchern gegen Traurigkeit und Angst vor der Dunkelheit schützen

Königskerze: Blüten und Samen; angeblich hilfreich zur energetischen Reinigung von Räumen

Lavendel: Blüten und Stängel; der klärendste Duft, sowohl für den Raum als auch für den Geist

Mädelsüß: Blüten; fördert die Träume und die Intuition

Ruchgras: Blätter; wirkt entspannend und beruhigend

Minzen: Blätter; erfrischend, erweckend und reinigend

Rosmarin: Triebspitzen; herzeröffnend und aphrodisierend, wirkt unterstützend bei Liebeserklärungen

Salbei: Blätter; klärend, fördert die Konzentration, reinigt Räume von negativen Energien und auch Keimen

Wacholder: Triebspitzen, eventuell auch Beeren; reinigend und keimtötend, klärt den Geist und schützt ihn vor bösen Mächten, daher gut für die Raunächte

Ysop: Blühendes Kraut; desinfizierend in Zeiten von Ansteckungsgefahr, geistig klärend, stärkt die innere Einstellung

Nicht vergessen darf man das Rezept, das speziell in den Raunächten das Haus vor bösen Geistern schützen soll:

1 Teil Salbei
1 Teil Beifuss
1 Teil Wacholder
1 Teil Engelwurz
1 Teil Fichtenharz

An etwas muß sich der Mensch ja halten.
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4 Lesermeinungen:
Freitag, 24. Dezember 2004 14:06
Dolfus: @Bruno-Maria
Ich verstehe diese Anspielung jenes Autors als einen kleinen leicht ironischen Seitenhieb auf unsere repaganisierte Gesellschaft.

PS: Frohe Weihnacht, das Fest von der Geburt Jesu Christi, wahrer ewiger Gott und wahrer Mensch!
Freitag, 24. Dezember 2004 13:36
Bruno-Maria Schulz: Frohe Weihnachten
ich dachte ich lese nicht recht. Da steht in Kreuz.net:

>>Für jene, die des Weihnachtsfestes überdrüssig sind, bietet sich das „Julfest“ an, das der wiederkehrenden Sonne gedenkt<<

Klar – was ist denn schon die Geburt Christi und der Beginn der soteriologischen Tat Gottes die uns die Möglichkeit wieder eröffnet in Ewigkeit in Gottes Herrlichkeit zu leben, gegen die Sonnenwende.
Hauptsache, wir fühlen uns hier auf der Erde wohl. Himmelreich?
Wassndas?

Bruno-Maria Schulz
Freitag, 24. Dezember 2004 08:56
Dolfus: Von der Redaktion entfernt
Freitag, 24. Dezember 2004 08:55
Dolfus: Gute Tips aus Mutter Natur
Toll, was man hier alles auf kreuz.net findet. Ein Lob an die Themenauswahl – sehr breitgefächert, obwohl immer mit römisch-katholischem Bezug!
Fröhliche Weihnachten dem ganzen Redaktionsteam! Gott segne Euch alle reichlich an den Festtagen von der Geburt des göttlichen Weltenerlösers!
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