Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wird in Kürze einen neuen deutschen Distriktsoberen ernennen. Der bisherige Amtsinhaber wird in das Mutterhaus in die Schweiz versetzt.
(kreuz.net, Stuttgart) Der neue Distriktsobere für Deutschland heißt voraussichtlich Pater Franz Schmidberger.
Pater Schmidberger ist einer der Gründungsmitglieder der Piusbruderschaft. Er war lange Jahre die rechte
Hand von Erzbischof Marcel Lefebvre, dem ersten Generaloberen der Gemeinschaft. 1982 wurde Pater Schmidberger
für 12 Jahre zum Generalvikar der Piusbruderschaft gewählt.
Danach wirkte er als Regens des deutschsprachigen
Priesterseminars in Zaitzkofen bei Regensburg und als erster Assistent des Generalrates.
Der neue Distriktsobere
studierte vor seinem Eintritt ins Priesterseminar Mathematik und gilt als sehr begabter Organisator. Die
schnelle Ausbreitung der Piusbruderschaft in der Zeit nach ihrer Gründung wird wesentlich ihm zugeschrieben.
Als Distriktsoberer wird Pater Schmidberger nach Stuttgart im Südwesten Deutschlands übersiedeln.
Der bisherige deutsche Distriktsobere, Pater Niklas Pfluger (47), wurde am 11. Juli vom Generalkapitel
zum ersten Assistenten der Piusbruderschaft gewählt.
Pater Pfluger wird ins Mutterhaus der Priesterbruderschaft
nach Menzingen im Kanton Zug in der Zentralschweiz Wohnsitz nehmen. Der Priester stammt aus der Ortschaft
Oensingen – im Nordschweizer Kanton Solothurn.
Pater Pfluger hat zwei Brüder und zwei Neffen bei der
Piusbruderschaft. Eine Schwester ist Äbtissin im Ostschweizer Zisterzienserinnenkloster Magdenau.
Der
neue deutsche Distriktsobere Pater Schmidberger gilt als Förderer einer Aussöhnung der Piusbruderschaft
mit dem Vatikan.
Nach der Wahl von Papst Benedikt XVI. erklärte Pater Schmidberger im Mai 2005 vor der
Webseite der Bruderschaft, daß man den Papst an seinen Taten bewerten müsse: „Ein wichtiger Faktor ist
die Frage der Ernennungen an der Kurie und auf den verschiedenen Bischofsstühlen.“
Die richtigen Leute
am richtigen Platz seien in der Lage, viel zu bewirken. Dagegen könnten Modernisten oder Liberale, die
an die Schalthebel gelangen, viel Schaden anrichten.
Pater Schmidberger drückte damals seine Hoffnung
aus, daß der Heilige Vater die alte Messe freigeben werde: „Das wäre ein klares Zeichen für den Glauben
und die Tradition der Kirche.“
Ferner hoffe er, daß der Papst den positiven Kräften in der Kirche für
das Neubepflanzen des verwüsteten Weinbergs eine gewisse Freiheit einräumen werde.
Die Ernennung des
Präfekten der Liturgiekongregation, Francis Kardinal Arinze, zum Nachfolger von Joseph Kardinal Ratzinger
in der suburbikarischen Diözese Velletri-Segni bewertete Pater Schmidberger positiv:
Das Kardinalsbischofsamt
sei zwar nur ein Ehrentitel, aber diese Ernennung sei dennoch erfreulich. „Kardinal Arinze ist durchaus
offen für den Gedanken der offiziellen Freigabe der überlieferten heiligen Messe und bedauert zutiefst
die liturgischen Exzesse.“
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Kleidung Meinen Sie damit den Priester, der auf Exerzitien Anweisung gibt, dass Männer nicht in kurzen
Hosen Gartenarbeit verrichten dürfen? Integralismus pur ist das, ganz klar.
Lebensnähe So, so. Bei FSSPX gehts „lebensnaher“ zu. Nur zwei Beispiele dazu: Meinen sie damit die gespenstisch
anmutende Kleidung der Frauen: sackähnliche Röcke, wollene Strümpfe, schwarze Schleier, graue Mäntel,
was allerdings nicht hindert, vor der Messe schnell noch mit supermoderen handys zu telefonieren? Meinen
Sie damit den Priester, der auf Exerzitien Anweisung gibt, dass Männer nicht in kurzen Hosen Gartenarbeit
verrichten dürfen? Dieselben Männer chauffieren allerdings ihre Kinder mit modernen Autos zu FSSPX-Privatschulen.
Lebensnähe würde für mich bedeuten: Führen der Gläubigen zu eigener Erkenntnis und wirklicher Weisheit.
@ Guntram Führungsposten werden in der FSSPX wohl tatsächlich nach fachlicher und menschlicher Eignung
vergeben und nicht an egozentrische Schreihälse Wie recht Sie haben. Daher kamen Mgr. Tissier de Mallerais
und Mgr Williamson vermutlich von vorneherein nicht für das Amt des Generaloberen in Frage.
das tut weh… ich weiß, wenn harte Realitäten auf den Tisch kommen. Aber angefangen von den Pfarreien
bis zu den Bischöfen, was sehen wir oftmals…Zampanos, die im Wettkampf um halbgebildete theologische
Laien eine Show abziehen. Das schlimmste ist dabei noch das heuchlerische Getue. Selten sieht man noch
echte Seelsorge; alles ist oberflächlich und unverbindlich geworden, ohne Tiefgang, formal eben. Das
geht es in den meisten Kapellen und Kirchen der FSSPX schon lebensnaher, frommer zu. Hier wird den Gläubigen
nicht nach dem Mund geredet und der Weg zum Seelenheil kann dort eher beschritten werden. Heiliger Piux
X – bitte für uns!
Ach Guntram Man kann leider nicht sagen: „Gut gebrüllt, Löwe“. Fällt Ihnen denn nichts anderes ein,
als „ d i e Amtskirche“, „ d i e Diözesen“ zu verunglimpfen? Hören Sie doch mit dieser Argumentation
auf – hier die gute Piusbruderschaft, dort die böse Amtskirche. Eine Mitgliedschaft – hier wie dort –
bedingt nicht zwangsläufig dass Priester (oder auch Gläubige) ihre Pflichten besser oder schlechter
erfüllen. Wer in den Himmel kommt (oder auch nicht) , bestimmt immer noch der liebe Gott und nicht die
Piusbruderschaft.
kein Führungsmangel im gegensatz zu der sogenannten Amtskirche, widmen sich die Patres der FSSPX wahrhaft
der Seelsorge und nicht ihrer persönlichen Karriere. Außerdem ist es ein Zeichen der inneren Disziplin
dieser Gemeinschaft, daß hier nach außen hin nicht alle Mitglieder als kleine Häuptlinge auftreten.
Führungsposten werden in der FSSPX wohl tatsächlich nach fachlicher und menschlicher Eignung vergeben
und nicht an egozentrische Schreihälse wie das in den Diözesen der Fall ist.
Die Rochade Sollten P. Schmidberger und P. Pfluger tatsächlich ihre Posten tauschen, so zeigt das m.E.
deutlich, dass das Reservoir der Bruderschaft an herausragenden Führungspersönlichkeiten sehr begrenzt
ist.
SCHADE Genause wie das OPUS DEI ein Phalanx zur Verteidigung des katholischen Glaubens ist, so ist auch
die FSSPX die Avantgarde. Irgendwie schade, daß beide Gemeinschaften nicht im Kampf gegen den Liberalismus
und Modernismus in der Kirche zusammen gehen können. Ich persönlich kenne jedenfalls ganz wunderbare
Menschen aus dem OPUS DEI und auch aus der FSSPX
crux erecta est et stat Eigentlich müsste die SSPX das implizite Votum (DH 3866) viel vehementer vertreten.
Denn nur das wird deren Jünger retten. Jawohl! :)3
DDL- Ihre Stellungnahme zu v. Galen Daß Gott in seiner Unbegrenztheit von uns begrenzten Menschen nicht
umfaßbar ist, stimmt. Letzte Wahrheiten lassen sich nur durch Paradoxe wiedergeben: Gott ist die Liebe
(1 Joh. 16b) er ist uns in seiner Liebe inniger inne, als wir uns selbst inne sind und gleichzeitig in
seiner absoluten Vollkommenheit unendlich ferne! Durch Schilderung unser eigenen Erfahrung legen wir Gott
nicht fest, weil er in Gegenwart und Zukunft immer anders entscheiden kann. Lediglich in der Offenbarung
(Bibel) hat er sich gebunden. Die Frage, ob wir durch Verweigerung von Moscheen auf unsere moslemischen
Mitbürger Druck ausüben können, hängt von deren sicherlich unterschiedlichen Bindung an deren Heimatländer
ab. Durch die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit sind uns jedoch die Hände gebunden. Eine andere
Fragen ist, ob die Väter des Grundgesetzes und des freiheitlich Rechtsstaates an so unterschiedliche
Religionen gedacht haben. Damals gab es neben zwei großen christlichen Konfessionen von Gewicht nur noch
das Judentum, das aber voll integriert war. Da Demokratie einen Mindestkathalog gemeinsamer Werte voraussetzt,
ist hier langfristig möglicherweise das letzt Wort noch nicht gesprochen.
@ Benedikt Es gibt eine fundamentale Opposition zwischen dem opus Dei und der Priesterbruderschaft. Hier
ist nicht Zeit noch Ort, das zu präzisieren. Bevor Card. Meißner vom opus Dei beeinflußt wurde, war
er der Priesterbruderschaft durchaus freundlich gesinnt. Danach hat sich das durchgreifend geändert.
Das ändert aber nichts daran, daß alle gegen den Modernismus gerichteten Kräfte innerhalb der Kirche
zusammenarbeiten sollten. Letztlich geht es um die Stärkung gegen das, was wir ständig auch auf kreuz.net
erleben. Ihre Wortmerldungen scheinen mir oft ganz prima, oft irgendwie verhaftet – ich kann es nicht
anders sagen; es ist schon spät, ich bin schon alt – und grüße Sie!
Wider den Götzendienst, @ Pünktchen Wenn ich Ihrer Argumentation zu „Recht auf Sünde“ folgte, dann
müßte mit einem Verbot der Abtreibung auch die Meinung „Daß man abtreiben darf“, verboten sein. Ich
denke, daß ein Götzendiener durchaus seine falschen Ansichten äußern darf. Dies ändert jedoch nichts
daran, daß es für den Staat keine Verpflichtung gibt, die schwere Sünde des Götzendienstes, die ja,
wie die Bibel in unzähligen Beispielen lehrt, den Zorn Gottes auf Volk und Land herabruft, zu erlauben.
@ Corvisier weil die uns, die FSSPX, hassen. Seit Kard. Meißner unter deren Einfluß steht… Weil Kard
Meisner unter dem Einfluss des Opus Dei steht hasst nun das Opus Dei die FSSPX? Wer steht hier unter welchem
EInfluss?
kein Wunsch, aber Realität Die größten Kirchenfeinde sind die, die sich so ein Absterben wünschen.
Wir haben dieses Absterben den amtkirchlichen Sesselfurzern zu verdanken, die anstatt Seelenhirten lediglich
schlecht Verwalter der Kirche sind; bedauerlicherweise oft genug Insolvenzverwalter. Das hat nix mit Häme
oder Wunsch zu tun. Irgendwann wird das der letzte liberale Schwachkopf in der Kirche bemerken. Das Vermächtnis
unseres Herrn Jesus Christus an Petrus gilt über Zeiten fort, gewiß, aber die hl. Mutter Kirche wird
durch ein tiefes Tal des geistigen Leidens gehen müssen um geleutert wieder aus diesem Kampf hervorgehen.
Wie einst die Jesuiten Schild und Schwert, also verlängerte Glieder der Kirche waren, so wird das in
Zukunft die FSSPX und das Opus Dei sein.
@ Guntram Na, das mit dem Opus Dei wollen wir mal streichen (weil die uns, die FSSPX, hassen. Seit Kard.
Meißner unter deren Einfluß steht…). Ansonsten sind wir bereit!
@ Guntram Die größten Kirchenfeinde sind die, die sich so ein Absterben wünschen. Die FSSPX mag durchaus
ein par Gläubigen eine Heimat bieten. Für die meisten anderen ist diese Bruderschaft dagegen nicht existent.
Und so eine Bewahrung nutzt nichts und entspricht nicht dem Missionsauftrag.
…und was hat das jetzt mit der Ernennung P. Schmidtbergers zu tun? Viele können es nur nicht vertragen,
daß die FSSPX eine der wenigen Institutionen (vielleicht neben OPUS DEI) der römisch-katholischen Kirche
ist, die noch gut funktionieren und glaubenstreuen Katholiken ein wahre geistige Heimat bieten. Die Amtskirche
als große Institution wird einst absterben, weil sie sich dem Zeitgeist angebiedert hat, statt ihn zu
beherrschen! Es engagieren sich oft nur halbgebildete fanatische Laien, die der Idee des Ökumenismus
und des Modernismus verschrieben sind und einen ausgesprochenen Hang zur Selbstdarstellung haben. Das
OPUS DEI und die FSSPX aber sind die Avantgarde, wenn alles einstürzt, sie werden den unverfälschten
katholischen Glauben bewahrt haben.
@ DDL DAs ändert alles nichts daran, dass es eine Diskussion war, an der keine Nicht-Katholiken teilnahmen.
Also konnte man ruhig mit dem Dogma argumentieren und es war auch nicht „verzichtbar“. Das hier ist immer
noch ein katholisches Forum, da werden Sie öfter mal auf das ein oder andere Dogma stoßen.
@Theo Hmmmmmmm… und Sie halten es für eine besonders spritzige Idee, den Vorwurf der „Worthülsen“
(worauf genau bezog sich das eigentlich? Auf irgendwas, das ich gesagt habe? Heute? Gestern? Ganz allgemein?
Oder um seiner selbst willen?) mit einem Sprüchlein zu untermalen, das ich erst kürzlich genau so hier
schon einmal gelesen hatte (von Ihnen oder nicht, weiß nimmer)? Originalität ist nicht eben Ihre Stärke…
oder wollten Sie vielleicht direkt ‘mal demonstrieren, was eine „Worthülse“ eigentlich ist? Das immerhin
wäre Ihnen dann gelungen, denn gesagt, lieber „Bruder“, haben Sie – mal wieder – gar nichts. Und Sie
meinen also, wenn ich Sie richtig verstanden habe, dass ausgerechnet Benedikt einer ist, bei dem meine
„Worthülsen verfangen“ (wie man, Ihrer fabelhaften Analyse entsprechend, unschwer daran erkennen kann,
dass es in unseren Dialogen erstaunlich wenig Polemik gibt, ganz im Gegensatz zu Ihren Anwürfen)? No
ja, Theo, wenn Sie meinen… ich persönlich habe da eine etwas andere Auffassung, die ich aber ‘mal nicht
breittreten möchte, um nicht der Versuchung zu erliegen, Ihnen gegenüber polemisch zu werden bzw. Benedikt
gegenüber zu schleimen. Ah, übrigens, Sie wollen ‘mal nachschlagen, was „subtil“ bedeutet.
@ DDL Mit Worthülsen… …kennen Sie sich ja bestens aus. Jeder Beitrag strotzt davon. Dort wo die Hülsen
nicht verfangen, wird mit persönlicher Polemik agitiert. Subtiler gehts nicht. Sie sollten nal in sich
gehen, um festzustellen, dass da niemand ist.
@Benedikt Nun ja, v. Galen ist sich der Anwesenheit von Nichtkatholiken hier ja durchaus bewusst; aber
selbst, wenn wir einmal dem Untertitel „katholische Nachrichten“ zuliebe die katholische Lehre als gemeinsamen
Nenner annähmen, so hätte er dennoch mit dem netten Sprüchlein: „In welchem Land findet man eher zur
wahren Religion, in einem Land, in dem vor dem Gesetz alle Religionen (nicht Menschen) gleich sind oder
in einem Staat, der in Gesetz und öffentlichem Kult ganz auf die kath. Kirche ausgerichtet ist ?“ eine
Handlung explizit im Hinblick auf Nichtkatholiken eingefordert – „zu deren Heil“ oder auch „Zwangsbeglückung“,
natürlich. Das war zwar an Sie adressiert, aber so ganz egal kann es dadurch jenen, die einer solchen
staatlichen Gewalt dann wider Willen unterworfen wären (also auch meiner Wenigkeit), nicht sein, oder?
Mit Verlaub, wenn schon Sie sich gegen diese Anwandlungen aussprechen, was soll ich denn dann erst sagen?
:O) Allerdings ist es natürlich ein Streit um Kaisers (hier wohl eher: Papstes) Bart – der christliche
(oder sonst irgendeiner, den Islam-Paranoiden zum Trotz) Gottesstaat wird in Deutschland am St. Nimmerleinstag
eingeführt. „Gott sei Dank“ ist man da paradoxerweise versucht zu sagen ;O)
@ DDL Naja, „verzichtbar“ im Gespräch mit Andersdenkenden allemal: Es wird nichts belegt, es wird nur
behauptet. Hier fand aber kein Gespräch mit Andersdenkenden (iSv Nicht – Katholiken) statt. Nach innen
ist es natürlich, im Gegenteil, unverzichtbar: Dieses Dogma ist eigentlich nichts anderes als ein zur
Lehre gewordenes Auf-die-eigene-Schulter klopfen. Sicher nicht ganz unwesentlich für die Moral der Anhänger,
schließlich hört jeder gern, dass er das Richtige tut / denkt / glaubt. Ob das jetzt irgendetwas mit
„Theologie“ zu tun hat – nun ja. Wohl eher mit Rhetorik. Es kann durchaus als Selbstverständnis erachtet
werden. Mit Theologie hat es sehr viel zu tun, denn es ergibt sich ja gerade aus der Überlieferung.
@Benedikt Naja, „verzichtbar“ im Gespräch mit Andersdenkenden allemal: Es wird nichts belegt, es wird
nur behauptet. Das ist nicht sehr überzeugend, außer vielleicht für Leute, die sich gerne und leicht
von Worthülsen blenden lassen (das ist gar nicht so explizit böse gemeint, solcher Kniffe bedienen sich
ja viele, schauen wir nur ‘mal in die Politik…). Nach innen ist es natürlich, im Gegenteil, unverzichtbar:
Dieses Dogma ist eigentlich nichts anderes als ein zur Lehre gewordenes Auf-die-eigene-Schulter klopfen.
Sicher nicht ganz unwesentlich für die Moral der Anhänger, schließlich hört jeder gern, dass er das
Richtige tut / denkt / glaubt. Ob das jetzt irgendetwas mit „Theologie“ zu tun hat – nun ja. Wohl eher
mit Rhetorik. Der Spruch an sich ist nicht problematisch. Er wird dann zum Problem, wenn er, in Verkennung
seiner mangelnden Verbindlichkeit nach außen, nichtsdestotrotz nach außen getragen und als „Begründung“
für irgendwas herangezogen wird. Da wird mancher dann fuchsteufelswild, weil er es schlicht nicht fassen
kann, dass andere Menschen angesichts des ihm so heiligen Lehrsatzes nur mit der Schulter zucken. Und
DAS ist nun wirklich verzichtbar. @Moritz Wenn ich einen vorlauten Klassenkasper zum verflegelten Mittendreinquatschen
brauche, lasse ich Sie rufen. Bis dahin: Schotten dicht, wenn Sie nix zu melden haben.
@ Toussaint Sehen Sie? Wie ich gesagt habe. Als ob nichts gewesen sei. Inzwischen werden die Anstände
zwischen Ihren Attacken jedoch immer kürzer. Auch das habe ich bereits analysiert. Es ergibt sich deutlich:
lange dauert es nicht mehr. Sie haben nicht mehr viel Zeit! Kehren Sie um!
@ DDL Jaja, nulla salus extra ecclesiam, und wenn dann noch alle an dieses Dogma glauben würden, hätten
Sie sogar Recht. Ein exzellentes Beispiel reinrassiger (und damit sinnloser) Selbstbezüglichkeit: Es
gibt also außerhalb der Kirche kein Heil – sofern man an dieses Dogma glaubt, in welchem Fall es dann
ja wiederum redundant ist. Wer aber nicht daran glaubt, dem kann es inhaltlich sowieso schnurz sein. Letzten
Endes ‘mal wieder nichts als „Wir haben Recht, weil wir das so sagen!“. Verzichtbar. Zunächst stimmt
Ihre Analyse. Verzichtbar ist es aber nicht. Warum sollte man kein Selbstverständnis haben dürfen? Wer
es für verzichtbar hält, der will es nicht hören. Warum nicht?
@Galen Jaja, nulla salus extra ecclesiam, und wenn dann noch alle an dieses Dogma glauben würden, hätten
Sie sogar Recht. Ein exzellentes Beispiel reinrassiger (und damit sinnloser) Selbstbezüglichkeit: Es
gibt also außerhalb der Kirche kein Heil – sofern man an dieses Dogma glaubt, in welchem Fall es dann
ja wiederum redundant ist. Wer aber nicht daran glaubt, dem kann es inhaltlich sowieso schnurz sein. Letzten
Endes ‘mal wieder nichts als „Wir haben Recht, weil wir das so sagen!“. Verzichtbar. @Jörg Guttenberger
Vorsicht mit eindeutigen Zuweisungen an ein allmächtiges Wesen: Sobald Sie irgendeine fixe Aussage machen,
schränken Sie die Allmacht ein. Eine solche Aussage („Gott will XY“) ist entweder falsch und damit überflüssig,
oder sie ist wahr, dann ist Gott also daran gebunden und nicht mehr allmächtig. Schwierig, diese ganze
Allmachtsgeschichte. Eigentlich sogar unmöglich. Was die Moscheen angeht: Inwiefern sollen Muslime HIERZULANDE
für die möglicherweise suboptimale Handhabe ihrer ursprünglichen Heimatländer verantwortlich gemacht
werden? Erst recht dann, wenn sie (mittlerweile) Deutsche geworden sind? Also, wieso sollte ein Moscheebau
in Deutschland irgendetwas mit, sagen wir, pakistanischen Kirchenbauerlaubnissen zu tun haben? Wenn hier
eine Moschee gebaut wird, ist sie für hier lebende Menschen; Pakistan hat damit nichts zu tun. Ihrer
Gegenrede gegen v. Galens ersehntem, befohlenen Gottestaat stime ich selbstredend zu. Aber das wussten
Sie auch so ;O)
@ Baby Lon Das mit dem Schw… ist schon verziehen, wenn auch nicht entschuldigt. Aber geduzt werden möchte
ich von Ihnen unter keinen Umständen. Dafür sind die Ebenen denn doch zu unterschiedlich.
@ Baby Lon Ich habe gewußt, daß das kommen würde. Sie können aber jetzt nicht sagen, ich hätte es
nicht gesagt. Mann, wenn Sie Ihre Haßbrille ‘mal absetzen würden, hätten Sie die Chance, die Welt viel
netter zu sehen. Unsere Wortmeldungen haben sich gekreuzt. Ich habe keine Hoffnung, daß meine letzte
Meldung von Ihnen verstanden wird. Eigentlich schade. Um Sie.
@ Moritz: Hier ging es um Zwangsbekehrung von der Atha schmissig behauptete, sowas habe es in der Kirche
nie gegeben. Meine lediglich drei Gegenbeispiele überführen ihn zumindest des Irrtums, wenn nicht eher
selektiver Realitätswahrnehmung oder sogar der bewußten Täuschung. Deschner habe ich gar nicht erwähnt.
Mortara wurde als Zweijähriger ohne Wissen seiner Eltern getauft. Als das rauskam, war er sechs od. sieben
Jahre alt, wurde von der Polizei des Kirchenstaats seinen jüdischen Eltern weggenommen (auf Anweisung
von Pius IX.) und zwangskatholisiert. Ich frage mich, was man für ein widerliches, religionsfanatisiertes
und dogmatisch entmenschlichtes Schw… sein muß, um sowas zu tun und zu rechtfertigen (was Du natürlich
tust). Daß Mortara später Priester wurde, beweist nur die Gründlichkeit der Zwangskatholisierung,
der Umerziehung und Gehirnwäsche.
@ Baby Lon Mortara ist aus freien Stücken Priester Jesu Christi geworden und hat dem Hl. Vater zeit seines
langen Lebens für alles gedankt, was der Hl. Vater für ihn getan hat. Seine Dankesbriefe und weitere
Briefe sowie Artikel, in denen er auf Anwürfe wie die Ihren antwortet, sind erhalten. Es gab vor einiger
Zeit in der „Kirchlichen Umschau“ mehrere Artikel und Auszüge diesbetreffend. Man darf nicht immer nur
vor die Dinge schauen: dahinter ist es meistens faszinierend anders als z.B. Deschners pathologischer
Kirchenhaß oder die heute überall zu findende Lügenpropaganda gegen die Geschichte der Kirche. Ehrlich!
@ Mein Beitrag davor: streiche: Gregor XVI. setze: Pius IX. (noch später also!) und zwar 1858, Edgardo
Mortara hieß das entführte und zwangskatholisierte jüdische Kind
Galen, Pünktchen u. andere Pünktchen, auch ich freue mich, wieder von Ihnen zu lesen! Galen: Blinder
Eifer schadet nur! Ihr Anliegen kann ich sehr gut verstehen, aber Gott hat nun einmal die Religionsfreiheit
in der Schöpfung grundgelegt! Das ergibt sich eindeutig aus seiner Allmacht, mit der er sich durchaus
einer wissenschaftlich zwingenden Beweisführung hätte öffnen können (Wiederholung früherer Ausführungen)!
Gott will aber nicht zwingend bewiesen, sondern in Liebe erkannt werden (s. Gal. 5,13). Gott hat uns nicht
die Freiheit geschenkt, damit sie uns auf kirchlichem oder staatlichem Verwaltungsweg wieder genommen
wird! Ohne Verantwortung keine Reifung! Genauso, wie die Engel sich laut Offb entscheiden mußten, ist
das irdische Leben eine Zeit der Prüfung, für wen wir uns entscheiden (ohne damit zum Sinn des Lebens
umfassend Stellung zu beziehen). Damit ist es weder Aufgabe der Kirche, noch des Staates, jeden Wiederstand
zu unterbinden, um uns möglichst problemlos im Sinne eines preußischen Marschtrittchristentums in den
Himmel zu karren! Die vom Konzil verkündete Religionsfreiheit somit einzig richtig, und frühere päpstliche
Lehrentscheidungen, die zu diesem Thema nie dogmatisch, d. h. nie unfehlbar waren, falsch! Damit ist noch
keine abschließende Aussage über Moscheebau in Deutschloand gesagt. M. E. sollte man das nur elauben,
wenn die islamischen Staaten als Gegenleistung Kirchenbau gestatten. Diese Gegenseitigkeit stößt aber
wegen unterschiedlicher Rechtsverhältnisse auf Probleme.
Athanasius on Feeney Da kenne sich noch einer aus; dreierlei St. Benedict Center. An sich auch Indiz,
dass sogar unter Jesuiten die „tridentinische Repression“ nicht mehr funktionierte. (Gesamtkirchlich hat
es der Fall Exz. Lefebvre bewiesen, wie alternativlos das Konzept des Konzils war; „unter Behauptung des
Gegenteils“.) Eigentlich müsste die SSPX das implizite Votum (DH 3866) viel vehementer vertreten. Denn
nur das wird deren Jünger retten.
@ Atha: Ich habe nicht im mindesten die vorkonziliare Lehre darstellen wollen, sondern bin auf einen Beitrag
von Graf Galen eingegangen. Deine üblichen herzlichen Beschimpfungen kenne ich ja schon. Selbst bei klarer
Widerlegung Deiner Beiträge kommt hinterher keine Rücknahme. Ich überleb’s aber, bestimmt. Die Kath.
Kirche hat natürlich niiiiieeee im Leben eine Zwangsbekehrung durchgeführt! Tja, die Altsachsen, die
von Karl dem „Großen“, dem Sachsenschlächter, zur Konversion gezwungen wurdem sahen das wohl anders.
Oder die Muslime im Spanien nach der Reconquista etc. Oder Papst Gregor XVI., der ein zwangsgetauftes
jüdisches Kind seinen Eltern wegnahm und kath. erziehen ließ etc. (und das noch im 19. Jh.!!) Glaub
mal schön weiter Deinen pseudohistorischen Käse.
Athanasius Religiöse Toleranz ist wichtig, das muss aber nicht direkt Indifferentismus und Liberalismus
heissen! Richtig, wenn die Ebenen unterschieden werden! „Indifferentismus“ besteht auf einer inhaltlichen
und dogmatischen Ebene, wenn alles für gleich gültig (und damit letztlich für „gleichgültig“) erklärt
wird. Damit nicht zu verwechseln ist jedoch der „Liberalismus“ als politische Philosophie, die einen staatlichen
Ordnungsrahmen für koexistierende Freiheiten einzelner anstrebt.
@ Galen In welchem Land findet man eher zur wahren Religion, in einem Land, in dem vor dem Gesetz alle
Religionen (nicht Menschen) gleich sind oder in einem Staat, der in Gesetz und öffentlichem Kult ganz
auf die kath. Kirche ausgerichtet ist ? D.H. setzt sich den Frieden auf Erden zum Ziel ! Das Heil der
Seelen wird dem untergeordnet. Werter Hr. Graf, unser Herr hat uns zur Mission aufgefordert und nicht
dazu, von der Obrigkeit ein paar Gesetze zu verabschieden auf das wir uns anschließend bequem im Sessel
zurücklehnen können. Außerdem sind Sie durchaus im Irrtum befindlich, wenn Sie meinen, ein Zwang zum
katholisch sein würde irgendetwas befödern: Man wird einfach nach außen hin behaupten, katholisch zu
sein, um in Ruhe gelassen zu werden. Das Ergebnis ist ein Fassadenchristentum, wie es in Ansätzen vor
dem Konzil verbreitet war. Der schöne Schein nach außen – nach innen aber nichts substanzielles. Das
ist der wirkliche Kern der heutigen Krise.
@Babylon Ihre Darstellung der vorkonziliaren Lehre ist karikatural-freimaurerisch, oder einfach dumm.
Die kath. Kirche hat nie Zwangsbekehrung usw. als zulässich angesehen, und in den päpstlichen Staaten
praktizierten die Juden ihre talmudistische Religion trotz allem in relativer Freiheit. Absolute Freiheit
für jedwelche Meinung, wenn schädlich für die Gemeinschaft, gibt es aber nicht. Religiöse Toleranz
ist wichtig, das muss aber nicht direkt Indifferentismus und Liberalismus heissen!
Jawohl! Ihr Pio-Nono-Zitat ist aus Denz.-Hünermann raus. Athanasius: Sie bringen ein schönes Beispiel
für die integralistische Fehlinterpretation des Syllabus. Verurteilt wurde NICHT der Satz: Man darf für
alle hoffen. Gelehrt wurde nicht der Satz: Man muss von allen verdammt denken. Obwohl zu erwarten gewesen
wäre, dass Fachtheologen die kontradiktorische Verurteilungsmethode kapieren, hat sie, je öffentlicher
der Diskurs wird, immer mehr Verwirrung angerichtet. Meines Wissens wurden letztmalig gegen die Action
francaise 1926 Sätze verurteilt. Das hielt Schon Pius XII. (der „Megajurist“) für unzureichend. Und
wir quälen uns heute noch damit, was das scheinbar so Griffige doch so wenig sagt. Die Wahrheitsaussage
positiver Sätze ist Pius XII. vorbildlich am 1. Nov. 1950 gelungen („Mariä Himmelfahrt“, fols florum
ecclesiae).
v. Galen der öffentliche Friede ist vor allem ein höchstes Staatsziel. Wohin es führt, wenn auch der
Staat mit seinen Mitteln (Zwangsbefugnis!) das Seelenheil befördern will, dafür gibt es zahlreiche,
aber wenig ermutigende Beispiele! DH formuliert hier eine Wesensgrenze zwischen den Aufgaben von Staat
und Kirche: „die staatl. Gewalt, deren Wesenszweck in der Sorge für das zeitliche Gemeinwohl besteht“
würde „ihre Grenze überschreiten, wenn sie so weit ginge, religiöse Akte zu bestimmen oder zu verhindern“
(DH 3) DH ordnet nicht das Seelenheil dem Gemeinschaftsfrieden unter, sondern unterscheidet das, „was
des Kaisers ist“ von dem, „was Gottes ist“.
Lieber Graf, wenn alle Religiösen so dächten wie sie, würde die ganze Welt ein einziges Zwangssystem
an Gewissensvergewaltigung sein. Die Katholiken hätten dann im hinduistischen Indien, im muslimischen
Tunesien, im jüdischen Israel oder im schintoistischen Japan nichts zu lachen… Zum Glück haben wir
in Europa diesen Gewissenszwang abgeschafft. Sogar die Kath. Kirche hat durch DH diese Auffassung übernommen.
Extra ecclesiam nulla salus, @ Benedikt In welchem Land findet man eher zur wahren Religion, in einem
Land, in dem vor dem Gesetz alle Religionen (nicht Menschen) gleich sind oder in einem Staat, der in Gesetz
und öffentlichem Kult ganz auf die kath. Kirche ausgerichtet ist ? D.H. setzt sich den Frieden auf Erden
zum Ziel ! Das Heil der Seelen wird dem untergeordnet.
@ Galen Sie zitieren vollkommen selektiv aus Dignitatis Humanae nur das, was Ihnen passt, und zwar ohne
die Zusammenhänge zu beachten. – Die in DH propagierte Religionsfreiheit ist nicht die Einräumung eines
Rechts auf den Irrtum, sondern lediglich die Forderung danach, dass denen keine Zwangsmaßnahmen auferlegt
werden dürfen, die sich weigern, die Wahrheit zu suchen und anzunehmen. -DH fordert JEDEN auf, die Wahrheit
zu suchen. DH lässt keinen ZWeifel daran, dass diese Wahrheit nur in der r.-k. Kirche zu finden ist.
-DH leugnet in keiner Weise das Dogma „Extram ecclesiam…“, DH tut auch nicht so, als sei es inexistent
sondern verweist ganz klar auf Mk 16,16, wo es heißt das der verdammt ist, der nicht glaubt und getauft
ist. Deutlicher kann man es nicht sagen, als mit den Worten der Schrift. -Das Gericht über die, die sich
weigern, wird dem Herrn überlassen. „Richtet nicht…“
„Recht auf Sünde“ @v. Galen Wenn der Leser „von Galen“ fordert, es dürfe doch kein „Recht auf Sünde“
geben, so unterliegt er einer Verwirrung, die aus der mehrdeutigen Verwendung des Wortes „Recht“ entspringt.
Einmal bedeutet dies Wort nämlich, den objektiven, wahren Standpunkt zu vertreten („recht haben“, nach
neuer Rechtschreibung sogar: >Recht haben<), das andere Mal bedeutet es: eine verbriefte Handlungsfreiheit
in Anspruch nehmen( „ein Recht haben“). So ist es sehr wohl möglich, sich metaphysisch über die eine
oder andere Frage zu irren, ohne daß dies auf positiv-rechtlicher Ebene die Konsequenz hätte, daß der
Irrende sein „Recht“ verlöre. Wenn die Meinungsfreiheit z.B. an die Äußerung „wahrer“ Meinungen geknüpft
wäre, so gäbe es sie nicht! Meinungsfreiheit bedeutet ja nicht, daß alles und jedes, was geäußert
wird, Anspruch auf Zustimmung hätte. Der inhaltliche Anspruch auf Zustimmung zu einer Meinung ist also
streng zu trennen vom rechtlichen Anspruch auf Meinungsäußerung! Im Bereich der religiösen und metaphysischen
Auffassungen verhält es sich analog! Demgemäß unterscheidet DH die „moralische Pflicht“ zur Wahrhaftigkeit
in religiösen Fragen von der bürgerlichen Freiheit des einzelnen, das jeweils erkannte Wahre ohne äußeren
Zwang anzunehmen und zu praktizieren.
Extra ecclesiam nulla salus, @ Benedikt Diese Freiheit besteht darin, daß alle Menschen frei sein müssen
von jedem Zwang sowohl von seiten Einzelner wie gesellschaftlicher Gruppen, wie jeglicher menschlichen
Gewalt, so daß in religiösen Dingen niemand gezwungen wird, gegen sein Gewissen zu handeln, noch daran
gehindert wird, privat und öffentlich, als einzelner oder in Verbindung mit anderen – innerhalb der gebührenden
Grenzen – nach seinem Gewissen zu handeln. So weit D.H… Götzendienst ist objektiv eine schwere Sünde
und es kann kein Recht auf Sünde geben. Von daher kann auch der Staat nicht verpflichtet sein, dies zu
dulden. Daß den Heiden auch in überwiegend christlichen Ländern die Möglichkeit gegeben werden soll,
ihre falsche Religion öffentlich zu praktizieren, ist derem Seelenheil abträglich. Es hindert diese
daran, den wahren Gott zu finden, da diese halt, wenn diese etwa Mohammedaner sind, weiter jeden Freitag
in Ihre Moschee gehen und dort in ihrem Irrglauben bestärkt werden. Die erste Pflicht der Kirche ist
es, die Menschen zum ewigen Heil zu führen. Ich sehe nicht, daß die Verfasser von D.H. danach gehandelt
haben, wenn diese denn ernsthaft daran glauben sollten, daß es außerhalb kath. Kirche kein Heil gibt.
Von daher ist D.H. zumindest mittelbar häretisch. Das Dogma wird zwar nicht direkt geleugnet, es wird
jedoch so gehandelt, als ob es dieses nicht geben würde.
@ Galen Es geht weniger darum, daß die kath. Kirche die einzig wahre ist. Es geht darum, daß man nur
durch die kath. Kirche gerettet werden kann. Dies gilt auch für formelle Nichtkatholiken. Dies schließt
aus, daß ich andere in ihren falschen, nicht heilsfähigen Irrtümern bestärke Sie haben Dignitatis
Humanae ja immer noch nicht gelesen . Bau von Moscheen u.a. Götzentempeln bis auf das unbedingt vom GG
geforderte Maß einschränken. Das GG gibt solche Einschränkungen gar nicht her. Mit einer solchen Entwicklung
war bei der Verabschiedung des GG auch gar nicht zu rechnen. Dennoch versteht man sich hier weiter als
christliches Abendland, weswegen es zB kaum Minarette gibt, von denen auch tatsächlich ein Imam ruft.
Letztendlich kann dies aber auf Dauer mit den bestehenden Gesetzen, wenn Sie weltanschaulich neutral ausgelegt
werden nicht durchgehalten werden. Dies sieht man schon am Kopftuchurteil in Baden-Württemberg. In einem
Staat, der die Weltanschauungen nicht mehr als Basis berücksichtigen will, kann man eben nicht pro Nonnentracht
und contra Kopftuch sein. Langsam dämmert es auch den Politikern…
@ Montini Dein Lachen wird dir noch vergehen. Barfuß wirst du durch die Hölle gehen! Zur Sache siehe
hier dbk.de/…2.Vas/vas135-pdf.zip (PDF-Datei 442 KB) zum Wissenschaftscharakter der Theologie, sowie
als Ergänzung hier www.vatican.va/…ian-vocation_en.html.
Extra ecclesiam nulla salus, @ Jawohl Es geht weniger darum, daß die kath. Kirche die einzig wahre ist.
Es geht darum, daß man nur durch die kath. Kirche gerettet werden kann. Dies gilt auch für formelle
Nichtkatholiken. Dies schließt aus, daß ich andere in ihren falschen, nicht heilsfähigen Irrtümern
bestärke z.B. durch die idealisierende Darstellung in den Konzilsdokumenten oder durch einen aufwertenden
Dialog auf gleicher Augenhöhe. Dies schließt aus, daß ich den Irrlehrern freien Zugang zu meiner Herde
einräume, wenn ich die Möglichkeit habe, dies durch Gesetze zu unterbinden. Sicher darf kein Zwang auf
Irrgläubige ausgeübt werden, sich zu bekehren. Auch ist einem Staat i.d. die kath. Kirche nur eine Minderheit
darstellt oder in Parität zu einer etwa gleich großen Konfession steht, eine gesetzl. Bevorzugung nicht
durchsetzbar. Aber man könnte z.B. in Deutschland den christl. Kirchen eine Vorrangstellung einräumen
und Propaganda für nicht- bzw. antichristliche Religionen wie den Islam und den Bau von Moscheen u.a.
Götzentempeln bis auf das unbedingt vom GG geforderte Maß einschränken.
ich find’ das immer lustig, wie hier in diesem Forum hochernst diskutiert wird, als sei Theologie eine
Wissenschaft, an der etwas dran ist. Ist doch wohl eher zu vergleichen mit Astrologie, frei nach dem Motto:
„Hauptsache man glaubt daran.“
@Jawohl Wenn Sie lesen könnten und die Geschichte kannten, wurde Fr. Feeney SJ: 1. Verurteilt und exkommuniziert
wegen Ungehorsams. 2. Wurden seine Ideen zwar als irrtümlich, nicht aber als häretisch dargestellt (1974
wurden sie ja von Paul VI. endgültig toleriert als theologische Meinung). Was Sie hier von sich geben,
ist nicht die Lehre des Hl. Römischen Kirche. Der Selige Pius IX. verurteilte 1864 im Syllabus Errorum
und vorher schon in der Enzyklika Quanto Conficiamus (1863, 10. Aug.): „Man muss mindestens eine gute
Hoffnung haben auf die ewige Rettung all jener die nicht der wahren Kirche Christi [der röm.-kath.] angehören.“ –
VERURTEILT. Weder die Absage der Begierdetaufe durch Fr. Feeney, noch den verurteilten theologischen Liberalismus
Ihrerseits, nehme ich an. Ich bin römisch-katholisch, nicht römisch-rigoristisch, römisch-liberal,
römisch-ökumenisch oder römisch-protestantisch.
Pio No No Das zweite Zitat stammt aus der Ansprache Singulari quadam vom 9. Dezember 1854 (gehalten an
die Herren Kardinäle am Tag nach der Dogmatisierung der Immaculata Conceptio BMV). In den älteren Denzinger-Ausgaben
D 1642-1648; Schönmetzer hat diese Passagen rausgeworfen. (Warum? Keine Ahnung. Eine interessante Arbeit
zur »Politik« der Denzinger-Herausgeber im Laufe der Zeit: Joseph Schumacher, Der »Denzinger«. Geschichte
und Bedeutung eines Buches in der Praxis der Theologie, Freiburg [u. a.] 1974 [Freiburger theologische
Studien 95].) Vielleicht hat Hünermann den Text wieder eingefügt, seine Ausgabe besitze ich nciht.
Beate Pie IX o.p.n. Jawohl! Da kann ich übrigens das schöne Buch „Pius IX begegnen“ aus dem Ulrichsverlag,
Augsburg, empfehlen. Fehlt zweites Zitat in Hünerman’s Denziger??
Weitere Korrektur Und es heißt natürlich „extra EcclesiaM nulla salus“. Galles rigide Fehlinterpretation
wurde bekanntlich schon 1949 von Hl. Offizium unter Pius XII. als häretisch verurteilt (DS 3866-3873),
der obstinate Häretiker Leonard Feeney SJ schließlich 1953 namentlich exkommuniziert. (Den Schluss von
DS 3873 muss man wörtlich goutieren: Itaque intelligi non potest, quomodo Institutum „St. Benedict Center“
sibi cohaereat, quod, cum se scholam catholicam profiteatur ac talem haberi velit, re tamen vera praescriptis
can. 1381 et 1382 CIC [1917] non conformetur, idemque fons exsistat discordiarum et rebellionis contra
auctoritatem ecclesiasticam et turbationis multarum conscientiarum causa. Item non intelligitur, quomodo
religiosus vir, scl. P. Feeney, se „defensorem fidei“ exhibeat simulque impugnare non dubitet catecheticam
institutionem a legitimis auctoritatibus propositam.) Vergleiche schließlich die Lehre de sel. Pius IX.
von 1854 (D 1647, DS –): Tenendum quippe ex fide est, extra apostolicam Romanam Ecclesiam salvum fieri
neminem posse, hanc esse unicam salutis arcam, hanc qui non fuerit ingressus, diluvio periturum; sed tamen
pro certo pariter habendum est, qui verae religionis ignorantia laborent, si ea sit invincibilis, nulla
ipsos constringi huiusce rei culpa ante oculos Domini. Nunc vero QUIS TANTUM SIBI ARROGET, UT HUIUSMODI
IGNORANTIAE DESIGNARE LIMITES QUEAT iuxta populorum, regionum, ingeniorum aliarumque rerum tam multarum
rationem et varietatem? Beate Pie IX, o.p.n.!
Benedikt, richtig! DH akzeptiert die zivile Religionsfreiheit im Staat. Das können Integralisten nicht
vom Dogma unterscheiden, da seinem Islam mit katholischer Ästehetik nachjagen, den es in der Wirklichkeit
nie gab. Siehe zur Heilsnotwendigkeit der Kirche etwa LG Nr. 14.
Schnell, schnell Der neue deutsche Distriktsobere Pater Schmidberger gilt als Förderer einer Aussöhnung
der Piusbruderschaft mit dem Vatikan. Dann wird es ja höchste Zeit für Mgr. Tissier de Mallerais, ml
wieder ein paar Interviews im „Remnant“ zu geben @ Galen „Extra Ecclesia nulla Salus“ mit den Erklärungen
von VII zur Ökumene oder zur Religionsfreiheit in Einklang zu bringen, Wenn Sie das Dokument Dignitatis
Humanae lesen, werden Sie schnell feststellen, dassunsere Religion dort als einzig wahre Religion bezeichnet,
die allein im Besitz der Wahrheit ist, welche JEDER Mensch verpflichtet ist zu suchen. Das Dokument spricht
sich lediglich dagegen aus, dass jenen Zwangsmaßnahmen auferlegt werden, welche dieser Verpflichtung
nicht nachkommen. Das Dokument zitiert auch Mk 16,16: „Wer glaubt und sich taufen läßt, wird selig werden;
wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.“ In sofern ist es nicht klar, wo dort „extra ecclesiam nulla
salus“ widersprochen wird. Die übliche Anti-Konzilsrhetorik: In den seltensten Fällen mit Fakten untermauert.
Wider VII, @ Jawohl Schon einmal etwas vom Widerspruchsprinzip gehört ? Wenn VII Dinge verkündet, die
im Widerspruch zu bereits unfehlbar erklärten Lehren stehen, können diese nicht wahr sein. Sie können
ja mal versuchen, das Dogma „Extra Ecclesia nulla Salus“ mit den Erklärungen von VII zur Ökumene oder
zur Religionsfreiheit in Einklang zu bringen, wenn Sie denn so ein schlaues Kerlchen sind. Im Übrigen
hat VII keine Dogmen verabschiedet, so daß man nicht glauben muß, was dort so geschrieben steht. Es
reicht, wenn man das glaubt, was vor VII verbindliche Lehre war. Einzige Ausnahme ist wohl die Erklärung
von JPII zur nicht möglichen Priesterweihe von Frauen.
@ kleiner dummer Junge Warum heißt das Vaticanum II eigentlich Vaticanum II, hmmm? Na schu mal einer
an, bisher noch nicht bemerkt? Man kann nicht auf dem Boden des Vaticanum I stehen und das Vaticanum II
ablehnen. Es sei denn, man ist eine dumme Tridenti-Nuss…
Wider VII Herzlichen Glückwünsch an Pater Schmidberger für sein neues Amt. Sein Vortrag „Die Zeitbomben
des zweiten vatkanischen Konzils“ hat mich sehr beeindruckt und in gewisser Weise von der Schädlichkeit
von VII überzeugt. Ich kann diesen nur sehr weiterempfehlen.
ich habe es auch bestätigt bekommen nach der Hl. Messe von unserem Prior; Hw. P. Schmidtberger wird Distriktchef
der FSSPX in Deutschland. Er soll ein sehr guter Mann sein, der mit Freund und Feind hervorragen umgehen
kann. Schade, daß P. Pfluger aus Stuttgart abtritt. Ich habe ihn als hervorragenden und menschlich soliden
Priester kennen und schätzen gelernt, eine seltene Erscheinung, geraden wenn man sich die vielen Luschen
und Flaschen in der Amtskirche ansieht. Gott möge alles richtig lenken und seine schützenden und segnenden
Hände über beide hochwürdige Herren halten. Hl. Jungfrau Maria – bitte für uns! Hl. Pius X. – bitte
für uns! Hl. Bernhard von Clairveux – stehe uns im heiligen Kreuzzug gegen die Gottlosen und Mohammedaner
bei!
@Aragorn Schmidberger ist gewiss ein guter Priester und einer der besseren Theologen innerhalb der deutschsprachigen
Bruderschaft noch dazu (wobei dieses Lob gleich wieder relativiert werden muss, denn ansonsten laufen
da ja eh kaum Theologen, sondern nur Wigratzbadologen und Econologen herum, deren akademisches Niveau
flacher ist als der Cheddarkäse auf dem Cheeseburger). Aber beim Thema Versöhnung mit Rom wäre ich
etwas weniger optimistisch, Streicher! Schmidberger war es, der die Vereinbarung von 1988 gekippt hat.
Sein Wort war für Lefebvres Entscheidung maßgebend. Wie schnell die Menschen doch vergessen!!!
@Jawohl III Den in concreto unterstellten Schritt vollziehe ich nicht, auch die FSSPX stellt die hierarchische
Grundstruktur der Kirche nicht in Zweifel. Extreme berühren sich nicht selten, das stimmt. Aber sind
Küng und Fellay dafür die besten Beispiele? Welche Kirchenkrise? Ich lasse sie nicht 1958 oder 1969
beginnen. Selbstüberschätzung kennzeichnete schon Pius IX. („Die Tradition bin ich!“) und Autoritätspositivismus
war für Pius XII. signifikant. Solche Analysen machen einen bei FSSPX nicht beliebt. Aber ich strebe
immer nach möglichster Objektivität meiner Erkenntnisse, da ich nicht unfehlbar bin, räume ich ein
sie nur nährungsweise zu erreichen und sicher oft zu verfehlen. Aber gewisse historische Fehlentwicklungen
sind evident.
@ tridenti-nuss Pardon. Freilich: sich auf die generelle Indefektibilität der Kirche zurückzuziehen,
um dann in concreto die hierarchische Struktur der Kirche samt ihrer Verkündigung zu unterminieren, das
kennen wir auch von der anderen Seite, von Hans Küng. Und von welcher „Kirchenkrise“ ist hier die Rede?…
Wieso nach „euerer“ Ansicht, Nussknacker „Jawohl“? Die Lutheraner sind auch dann anders zu beurteilen
als die FSSPX, wenn man sich letzterer nicht verbunden fühlt. Eine rechtspositivistische Gehorsams- u.
Autoritätskonzeption trägt grossteils schuld am Ausmass der Kirchenkrise! Diese Konzeption zurückzuweisen,
bedeutet gerade nicht die Indefektibilität der Kirche zu leugnen und die Verheissung Chrsti an Petrus
zu negieren.
@ tridenti-nuss Na klar, ich hätte es auch lieber gesehen, wenn B16 sich die Tiara wieder auf den Kopf
gesetzt hätte statt sie auch noch aus dem Wappen zu entfernen. Ehrlich. Was deinen ernsthaften Beitrag
angeht: Ok, aber du musst zugeben, dass die Lutheraner da konsequenter waren, eben aus ihrer Warte ganz
die behaupteten Prärogativen des Hl. Stuhles zu leugnen. Gehorsam nach Ermessen ist keine katholische
Option. Nach eurer Ansicht gilt eben nicht: et portae inferi non praevalebunt.
gute entscheidung Pater Schmidtberger ist ein ausgezeichneter Priester und es ist ihm Segen zu wünschen
für sein Amt. Hoffentlich trägt er zu einer echten Versöhnung Roms mit der Tradition bei.
„Betrüger“????? Die Betrüger finden wir wohl eher in den Reihen der „Amtskirche“. Haufenweise sind die
da!!! Jedenfalls Gottes Segen für den neuen Distriktoberen.
@Jawohl II Solle letzter Linkverweis als Antwort auf meinen Eintrag zuvor gedacht sein, gestehe ich, Ihnen
nicht folgen zu können. Die offizielle Linie der FSSPX ist klar antisedisvakantistisch. Niemand trägt
dort Tiara. Das wäre Amtsanmassung. Obwohl, nachdem S. Heiligkeit Papst Paul VI. sie abgelegt hat, momentan
vielleicht auch nicht!?
@Jawohl Amtsanmassung? Die Soutane macht keine juridiktionellen Ansprüche geltend! Und wenn Sie recht
hätten: Ist es auch Amtsverleugnung, die Soutane nicht zu tragen!?