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Sonntag, 23. Juli 2006 10:18
Die EU hat Appetit auf die kommerzielle Nutzung von Zellen getöteter Kinder. Doch in Deutschland ist diese Art von Vergnügen ein Verbrechen.
Zurück zum Artikel 28 Lesermeinungen:
Donnerstag, 27. Juli 2006 16:13
Wieso scheinheilig (wenn Sie mich meinen)?
Donnerstag, 27. Juli 2006 00:40
methusalix †: ein ganz klein wenig scheinheilig,
meinen Sie nicht auch? (Steht Ihnen aber gut)
Donnerstag, 27. Juli 2006 00:39
Wir sind ausschließlich für unseren Einflußbereich verantwortlich. Wenn Menschen zur Ausnutzung verantwortungsloser Therapien (weil z. b. auf Mißbrauch menschlichen Lebens beruhend) ins Ausland fahren, so können wir das kaum verhindern. Deswegen die deutschen Gesetze anpassend Unrecht für Recht zu erklären, ist verantwortungslos.
Mittwoch, 26. Juli 2006 23:12
Benedikt: @ methusalix
Wenn Sie dem katholischen Schwarzfunk aus Bayern glauben schenken wollen

Ach, wissen Sie, Sie werden google kennen, forschen Sie doch dort weiter.

Wie würden Sie entscheiden, wenn es um ein Plasmozytom bei Ihrer Frau, oder um Mucoviszidose bei einem Ihrer Kinder ging?

Ja wissen Sie, wenn man so an schwierige Fragen geht, dann kann man morgen die Todesstrafe wiedereinführen. Etliche Mütter ermordeter Kleinkinder wären sicher dafür.

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Lobeshymnen aus dem Vatikan anlässlich einer Mutter, die ihre Schwangerschaft nicht unterbrechen liess, obwohl sie ein metastasierendes Karzinom hatte. Die Mutter starb und wird zur Heiligen hochstilisiert. Das Kind lebt. Einfache Entscheidung für einen gute Katholiken. Oder etwa nicht?

Vor den Motiven dieser Mutter sollte man Achtung haben. Ich werde dazu also weiter keinen Kommentar abgeben.
Mittwoch, 26. Juli 2006 23:06
methusalix †: @benedikt
Wenn Sie dem katholischen Schwarzfunk aus Bayern glauben schenken wollen, können Sie dies gerne tun. Am Medizintourismus in die Länder, die Heilung bieten, wird dies nichts ändern. Wir sind um beinahe ein Jahrzehnt in der Forschung zurück. Das ist mit Forschung an adulten Stammzellen nicht mehr aufzuholen.
Wie würden Sie entscheiden, wenn es um ein Plasmozytom bei Ihrer Frau, oder um Mucoviszidose bei einem Ihrer Kinder ging? Ich weiss, eine sehr katholische Fragestellung, aber angesichts Ihrer Haltung hochaktuell. Sterben lassen und das Leid als Gottesgeschenk annehmen, wenn Heilung möglich wäre? Ich erinnere mich noch sehr gut an die Lobeshymnen aus dem Vatikan anlässlich einer Mutter, die ihre Schwangerschaft nicht unterbrechen liess, obwohl sie ein metastasierendes Karzinom hatte. Die Mutter starb und wird zur Heiligen hochstilisiert. Das Kind lebt. Einfache Entscheidung für einen gute Katholiken. Oder etwa nicht?
Mittwoch, 26. Juli 2006 18:33
Benedikt: @ Obelix
ür unsere Kinder dann eben in den angelsächsischen Ländern herstellen lassen. Oder die Eltern der Kinder fahren zu den entsprechenden Therapien gleich ins Ausland; so wie das früher die Frauen gemacht haben, die eine Schwangerschaft abbrechen lassen wollten. So wie dies heute Paare machen, die auf bestimmte Techniken der Fertilisation zurückgreifen wollen, die in Deutschland gesetzlich verboten sind.
Hauptsache der heilige Embryo ist absolut „geschützt“. Was nach der Geburt mit den Kindern passiert ist relativ uninteressant.


Werter Obelix, Sie gehen davon aus, dass diese Forschung ohne Alternative ist. Das ist glücklicherweise falsch. Es gibt seit langem auch eine Forschung an ADULTEN Stammzellen, die langsam ihr Schattendasein abzulegen versucht.

http://www.br-online.de/…tammzellen/adult.xml

Keine Panik also.
Mittwoch, 26. Juli 2006 18:20
obelix †: Unsere Ärzte werden die Ersatzorgane
für unsere Kinder dann eben in den angelsächsischen Ländern herstellen lassen. Oder die Eltern der Kinder fahren zu den entsprechenden Therapien gleich ins Ausland; so wie das früher die Frauen gemacht haben, die eine Schwangerschaft abbrechen lassen wollten. So wie dies heute Paare machen, die auf bestimmte Techniken der Fertilisation zurückgreifen wollen, die in Deutschland gesetzlich verboten sind.
Hauptsache der heilige Embryo ist absolut „geschützt“. Was nach der Geburt mit den Kindern passiert ist relativ uninteressant.

Es lebe der römisch-katholische Relativismus!
Dienstag, 25. Juli 2006 18:58
Es geht hier nicht um die katholische Kirche und andere Religionen, sondern um den Schutz menschlichen Lebens.

Es bedeutet einen eindeutigen ethischen Niedergang, wenn Vernichtung von auch nur möglicherweise menschlichem Leben (das Gegengeil ist schließlich nicht erwiesen!), egal wofür, erlaubt wird! Wir dürfen eben nicht alles, was wir können! Das menschliche Leben ist grundsätzlich gleichwertig, eine unterschiedliche Wertung ist der Gipfel der Anmaßung.

Das positive Recht unterliegt meschlicher Verfügbarkeit, nicht jedoch das Naturrecht, das auch möglicherweise existierendes menschliches Leben kompromißlos schützt!
Dienstag, 25. Juli 2006 06:40
Farfarello: Stammzellforschung, jaaa
Weitreichende Fortschritte in der Stammzellforschung bei gleichzeitiger Bewahrung ethischer Grundsätze sind doch kein Widerspruch, wie man aus berufenem Munde immer wieder hören kann.

Macht den Weg frei für die embryonale Stammzellforschung, denn die medizinischen und ökonomischen Potenziale der Stammzellforschung sind verheißungsvoll und richtungweisend und werden einen Evolutionsprung in der Medizin bewirken, der uns letzten Endes allen zu gute kommen wird.

Ich denke nicht das man in dieser wichtigen und wegweisenden Fragestellung auf die Meinung der kath. Kirche im speziellen, und den hinderlichen Diskurs der Christenheit im allgemeinen zurück greifen sollte.

Wir können (dürfen) uns nicht in Geiselhaft einer einzelnen Religion begeben, die alleine schon aus ihrer religiösen Begrifflichkeilt heraus embryonale Stammzellforschung ablehnen muß.

Wissenschaft läßt sich nicht aufhalten, Wissenschaft ist ein working progress, früher oder später werden wir den Wert der Stammzellforschung in unserer Gesellschaft erkennen und wir werden sie bekommen.
Montag, 24. Juli 2006 17:56
Jörg Guttenberger, Köln: GuentrMuc: Wertekanon
Daß der Wertekanon an Umfang zunimmt, ist bekannt. Damit ist aber keineswegs der freien Beliebigkiet der 68er Tür und Tor geöffnet!

Jede ernst zu nehmende Entscheidung für Werte richtet sich nach der Höhe des Anspruchsnuveaus. Damit gilt hinsichtlich des menschlichen Lebens das Wertverständnis, das den umfassendsten Schutz von der Befruchtung der Eizelle bis zum einwandfrei nachgewiesenen Tode gibt.

Ein später beginnender Schutz führt zu bedingt vorsätzlichem Töten menschlichen Lebens, weil bisher niemand den späteren Beginn wissenschaftlich zweifelsfrei bewiesen hat.
Montag, 24. Juli 2006 08:02
Tilman: @ FritzG, @GuenterMuc: (23. Juli 2006 12:06, 12:32), Zu späte Erkenntnis?
Nur gut, daß bei Euch niemand erkannt hat, was für tolle Stammzellenlieferanten Ihr vor der Geburt als „Nicht-Menschen“ hättet sein können, wenn „es“ Eure Eltern wie die „Zen-Buddhisten in Japan und die Juden in Israel (…) kapiert“ hätten.
Montag, 24. Juli 2006 06:02
franco.felice: GuenterMuc: einen neuen Wertekanon erarbeiten …
Den Wertekanon haben die abgetriebenen Kinder bereits kennen gelernt.

Es ist derselbe, dem auch Hans-Martin Schleyer und Jürgen Schumann zum Opfer fielen: der Wertekanon der Gottlosen. Und was Gottlose anrichteten, darunter haben besonders wir Deutschen immer noch zu leiden.

Es bleibt nur zu hoffen, dass Ihr gar nicht so neuer Wertekanon kein Krebskanon wird.

Jesus wird unsere Zeit gemeint haben, als er von dem ausgefahrenen Geist sprach, der zurück kommt, das Haus leer findet und Geister mitbringt, die noch schlimmer sind als er.

Die Abtreibungsbefürworter, vor allem jene im Plenum, die sich aus tiefster (Henkers-?) Seele entrüsten, wenn man das Töten eines menschlichen Wesens Mord nennt (was sie aber bei Seehundbabys offenbar anders sehen) dürften noch „Werte“ im Sinn haben, auf die (auch ehemalige) Christen nicht neugierig sein sollten.
Montag, 24. Juli 2006 00:09
GuenterMuc: Es geht nicht um Polemik
Es geht darum, dass viele der sog. Abendländischen Werte auf christlichen Überzeugungen beruhen. Von diesen Überzeugungen haben wir uns in den westlichen Gesellschaften in den vergangenen Jahrzehenten immer rascher entfernt. Religion, speziell das Christentum, sind im Bewusstsein von immer mehr Menschen nicht mehr prägend. Insofern muss sich die Gesellschaft einen neuen Wertekanon erarbeiten, was wir ja in vielen Bereichen tun oder bereits getan haben.

Verbunden mit diesem Zerfall in immer kleinere Gruppen und Subkulturen ist natürlich auch eine Abnahme der Gemeinsamkeiten, die Summe der gemeinsamen Werte fällt entsprechend kleiner aus, die Freiheiten des Einzelnen nehmen zu. Christen als eine beliebige Gruppe und vielen anderen, müssen einfach damit Leben lernen, dass ihre Vorstellungen nicht mehr universell verbindlich sind.
Sonntag, 23. Juli 2006 23:34
Jawohl!: @ Kuttenberger
Beim Rabbiner beginnt das Leben, wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Kanarienvogel tot ist.
Sonntag, 23. Juli 2006 23:31
Jörg Guttenberger, Köln: Embryonale Stammzellen
Da bisher wissenschaftlich nicht erwiesen ist, daß menschliches Leben erst nach Befruchtung der Eizelle beginnt, muß der Schutz zur Vermeidung bedingt vosätzlicher Vernichtung meschlichen Lebens ab dem genannten Zeitpunkt gelten! Die katholische Kirche oreintiert sich hier am Naturrecht auf Leben, das von der geplanten EU-Gesetzgebung bedingt vorsätzlich gebrochen wird. Der Hinweis auf christliche Minderheit ist rein polemisch!

Bei Juden und Buddisten ist zu fragen, ab wann nach deren Verständnis das Menschsein beginnt, m. W. bei den Juden erst ab Geburt. Damit ist deren embryonales Schutzbedürftigkeitsverständnis in sich zwar folgerichtig, entspricht aber nicht dem bisherigen hohen abendländischen Lebnsschutzvertändnis.

Die Entscheidung über das Schicksal menschlichen Lebens im Sinne einer Vernichtung zur Benutzung als Ersatzteillager ist der Gipfel der anmaßenden Menschenverachtung!
Sonntag, 23. Juli 2006 19:55
_Ungläubig-: Deutschland verpasst eine riesige Chance,…
wenn es nicht einsieht, dass das Gebiet der Forschung gestärkt werden muss. Wir haben schon in einigen Gebieten den Anschluss verpasst und werden die Konsequenzen tragen müssen.

Mit einem solchen Verhalten werde […] durch europäische Instanzen weiter wachsen.

Auf lange Sicht werden die Staaten eh ihre jetzige Souverenität verlieren und die wünschenswerte US of E entstehen.
Sonntag, 23. Juli 2006 19:36
FritzG: *lächel*
@ Bruder Theophil:

Sie dürfen mir unterstellen, was sie wollen. Von ihrer religiösen Neurose einmal abgesehen sind sie ein freier Mensch, und können mir alles nachsagen, was ihnen beliebt. Und machen sie sich keine Sorgen: Ich kann mit diesem Zustand sogar leben … im Gegensatz zu ihnen. Um jedoch ihre Frage zu beantworten: Ich würde es (noch?) nicht als persönliche Freundschaft bezeichnen, jedoch sind inhaltliche Übereinstimmungen unübersehbar. Seine Beiträge sind logisch, nachvollziehbar und fundiert – jedoch nicht fundamental. Und jaja, ich weiß: Da ich ihn lobe, muss ich ein Jubelperser von ihm sein (oder gleich ein Zweitaccount).

@ Horst Schlämmer:

Sprechen sie von der nicht enden wollenden Repetierung ätzender Bibelzitate? Zitaten, die *uns* so lange Schablonen einhämmern, bis *wir* so ziemlich alles glauben? Aber denken sie dran: Da muss es auch immer einen geben, der dran glaubt.

@ antiHomoLobby & astragigi:

Worte sind Schall und Rauch. Während ihr das geschrieben habt, ist irgendwo in Deutschland wieder ein Kind abgetrieben, oder irgendwo auf der Welt ein Embryo verbraucht worden.
Sonntag, 23. Juli 2006 17:00
astragigi: Danke CDL
Danke CDL für die klaren Worte.
Sonntag, 23. Juli 2006 16:37
Bruder Theophil: @ FritzG
Darf ich Ihnen eine persönliche Freundschaft zu DDL unterstellen ? Die Art und Weise Ihrer menschenverachtenden Argumentation ist nahezu deckungsgleich.
Sonntag, 23. Juli 2006 13:43
Noch einige Jahre so weiter, und wir haben den Anschluss verloren.

Jo, jo, was „wir“ nicht alles bereit sind zu „glauben“, wenn es uns nur oft genug gesagt wird.
Sonntag, 23. Juli 2006 13:36
Jawohl!: @ Fritze von G.
Na klar, wer dir empfiehlt, dich erst mal zu informieren, bevor du zu einer Sache Stellung nimmst, disqualifiziert sich selbst. Aber du hängst so exzessiv im Netz, dass du zur Kenntnisnahme relevanter Literatur ohnehin nicht kommst.
Damit qualifizierst du dich freilich bestens für diese Irren-Seite kreuz.net.
Sonntag, 23. Juli 2006 13:31
antiHomoLobby: Danke, CDL!
Ein Dankeschön den CDL für die deutlichen Worte! Es wäre unerträglich, wenn das Töten und Missbrauch von Embryonen sogar mit den Steuergeldern der EU-Bürger subventioniert werden würde.
Sonntag, 23. Juli 2006 12:57
FritzG: @ Jawohl!:
Okay, jetzt hast du dich disqualifiziert.
Inhaltslose Wortspiele statt Argumentation.
Aber was erwarte ich hier eigentlich mehr…
Sonntag, 23. Juli 2006 12:54
Jawohl!: @ Fritze von G.
Nicht „lass mal“, sondern „lies mal!“
Sonntag, 23. Juli 2006 12:49
FritzG: @ Jawohl:
Nene, Bübchen, lass mal.

Schreib halt, wie es wirklich ist, wenn du der Meinung bist, ich habe Müll verzapft.
Sonntag, 23. Juli 2006 12:39
Jawohl!: @ Fritze von G.
Du hast den Anschluss jetzt schon verloren. Meine Empfehlung: !:)
Sonntag, 23. Juli 2006 12:32
FritzG: @ GuenterMuc:
Stimme dir voll und ganz zu. Wir sind in Deutschland trotz Flaute auf dem Arbeitsmarkt immer noch ein Spitzenstandort in Sachen Forschung – nur im Punkto Stammzellen hinken wir mächtig hinterher. Längst abgestorbener, christlicher Wurzeln sei Dank. Die Zen-Buddhisten in Japan und die Juden in Israel haben es kapiert, und forschen seit Jahren beinahe beliebig an Stammzellen. Noch einige Jahre so weiter, und wir haben den Anschluss verloren.
Sonntag, 23. Juli 2006 12:06
GuenterMuc: EU eröffnet uns eine Chance
Wie so oft, müssen wir der Europäischen Union dankbar sein. Hoffentlich nutzen wir diese Gelegenheit, unsere forschungsfeindliche Haltung nochmals zu überdenken. Warum soll sich immer das ganze Land nach einer religiösen Minderheit richten.
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