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Montag, 24. Juli 2006 13:28
Neue Schlächtereien
Die israelische Armee säte in der vergangenen Woche im Gaza-Streifen und in der Westbank erneut Tod und Zerstörung. Zum Glück befanden sich unter den Opfern keine Weißen.
Dieses libanesische Kind starb am 17. Juli bei israelischen Angriffen
Dieses libanesische Kind starb am 17. Juli bei israelischen Angriffen
(kreuz.net) Am Freitag morgen feuerte ein israelischer Panzer auf das Dach eines dreistöckigen Wohnhauses in Gaza Stadt.

Dabei töteten die Soldaten zwei Brüder (18, 21) und einen Verwandten (27). Das berichtete das ‘Palästinensische Zentrum für Menschenrechte’.

Als sich die Mutter (45) der beiden getöteten Brüder an den Tatort eilte, um nachzusehen, schoß der Panzer auch auf sie. Die Frau war augenblicklich tot. Drei weitere Familienmitglieder – unter ihnen ein dreijähriges Mädchen – wurden von Granatensplittern verletzt.

Bereits vor zwei Wochen hatte die israelische Armee im gleichen Quartier eine Mutter und ihre zwei Kinder ermordet.

Im Flüchtlingslager El-Maghazi – im Zentrum des Gazastreifens – brachten die Besetzer in den letzten Tagen fünfzehn Menschen um. Unter den Toden befinden sich Partisanen, drei Kinder sowie eine Mutter und ihr Kind. Die zwei wurden in ihrem Haus getötet.

Außerdem wurden 125 Personen – meist Zivilisten – verletzt, darunter dreißig Kinder und ein Sanitäter.

13 Häuser wurden ganz oder teilweise gesprengt. Eine Nähstube, die das Einkommen für achtzig Familien sicherte, wurde vernichtet.

Zwanzig Hektar Landwirtschaftsland wurden zerstört, Wasser- und Elektrizitätsleitungen sowie Straßen beschädigt.

In der Stadt Nablus – 50 Kilometer nördlich von Jerusalem – zog sich die israelische Armee Freitag nacht nach einem dreitägigen Überfall wieder zurück.

Die Soldaten töteten während ihres Angriffs fünf Menschen – drei Partisanen und zwei Zivilisten. 68 Personen wurden verletzt, unter ihnen 27 Kinder und drei Journalisten.

Die Israelis vernichteten in Nablus zahlreiche öffentliche Gebäude: das Veterinäramt des Landwirtschaftsministeriums, Büros des Innenministeriums, das Hauptquartier der Polizei-Sondereinheit, drei Gebäude der Sicherheitsbehörden und ein Gefängnis.

Außerdem zerstörte die Armee den Südflügel des Regierungsgebäudes in Nablus.

Darin war der Hauptsitz der Nationalen Sicherheitskräfte, der Präsidentenwache und des militärischen Nachrichtendienstes untergebracht.

Die israelische Armee sprengte auch die Räumlichkeiten der Unterhaltsabteilung der Nationalen Sicherheitskräfte.

Ferner entführten die Einheiten etwa hundert Personen – die meisten von ihnen Mitglieder der Sicherheitskräfte sowie Partisanen, die von den Besatzern gesucht wurden.

Die Kriegsverbrechen der israelischen Armee unterliegen dem 33. Artikel des vierten Genfer Abkommens.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 50 Lesermeinungen:
Freitag, 11. August 2006 15:21
Pünktchen: Artois-Brandenburgis und die Waffen-SS
Das hier werden Sie wahrscheinlich nicht als unverdächtige Quelle anerkennen, aber sei’s drum!

Den zum Teil beachtlichen militärischen Leistungen der Waffen-SS stand eine Vielzahl grausamster Kriegsverbrechen vor allem in den besetzten sowjetischen Gebieten gegenüber. Ihre Angehörigen setzten in der ihnen von den Nationalsozialisten zugedachten Funktion als „politische Soldaten“ den angestrebten Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion mit exzessiver Härte um und unterstützten das Morden der Einsatzgruppen. Wie in Oradour-sur-Glane im Juni 1944 fiel die Waffen-SS aber auch auf den westlichen Kriegsschauplätzen durch Massaker an der Zivilbevölkerung auf. Noch in den letzten Kriegstagen erschossen fanatische SS-Einsatzkommandos im Deutschen Reich ungezählte Zivilisten und Soldaten, wenn diese in Verdacht standen, die deutsche Widerstandskraft zu schwächen.
Freitag, 11. August 2006 15:14
Artois †: @Benedikt
Ich rede nur vom „geltenden Recht“, falls Sie sich etwas unter diesem terminus vorstellen können …
Donnerstag, 27. Juli 2006 15:07
Benedikt: Logo…
Von der Waffen-SS sind mir überhaupt keine Kriegsverbrechen bekannt.

Der Vorteil am selbsterlassenen artois-brandenburgis’schen Gesetzeswerk ist, dass sich jede Vorschrift nach Gutdünken anwenden lässt. Also kann man auch ein X zum U deklarieren. Was für eine praktische – Traumwelt.
Donnerstag, 27. Juli 2006 14:54
aschera: …
Von der Waffen-SS sind mir überhaupt keine Kriegsverbrechen bekannt.
Schwarz-braun ist die Haselnuss…
Dienstag, 25. Juli 2006 11:58
Artois †: @möchtegernkathole
Ausnahme: bei Partisanentätigkeit in bestimmten Fällen, wenn eine klare Verbindung herstellbar ist – also auch nicht willkürlich gegen Leute, die damit nix zu tun haben – z.B. Kinder)
Ja, es ging in meinem Beitrag ausschließlich um Partisanentätigkeit, Selbstmordattentate, Entführung, Erpressung etc. Selbstverständlich dürfen Kinder nicht willkürlich getötet werden, wohl aber, wenn Sie einen Raketenwerfer bedienen. Was das mit einer SS-Anstecknadel zu tun haben soll, leuchtet mir nicht ein. Von der Waffen-SS sind mir überhaupt keine Kriegsverbrechen bekannt. Das die in ihrer Infantil-Phantasie eine Rolle spielt, wundert mich nicht.
Dienstag, 25. Juli 2006 11:16
Malachias †: @Parziberry
Irans Griff nach der Bombe ist die Ursache des Bombardements der Hisbollah. Der Iran könnte einen Verzicht auf Atomtechnik auch mit Forderungen nach einer Verbesserung der Situation der Palästinenser verbinden. Leider ist der Iran daran aber nicht interessiert. Der Iran benutzt die Palästinenser nur für seine eigenen Propagandazwecke deren Hintergrund ideologisch bedingte Großmachtphantasien darstellen.

Von wem haben Sie denn dieses Märchen? Glauben Sie im Ernst, das nimmt Ihnen jemand ab? Glauben Sie wirklich, dass der Iran in absehbarer Zeit die Atombombe hat??

Als wenn es in Wirklichkeit nicht darum ginge, dass Israel und die mit ihm eng verbündeten USA ihre politische und wirtschaftliche (US-Dollar) Vormachtstellung in der Region immer weiter ausbauen, immer mit dem scheinheiligen Argument der Durchsetzung westlicher Werte wie „Demokratie“ und „Menschenrechten“…!
Also, wer das jetzt noch nicht durchschaut hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen…!
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