Vatikan
Der letzte Kapellmeister der Welt
Der wichtigste römische Kirchenmusiker glaubt, daß die Meßfeiern von Johannes Paul II. den liturgischen Verfall gefördert haben.
(kreuz.net) Mons. Domenico Bartolucci (89) ist ein weltbekannter Dirigent, Komponist und Meister der klassischen Polyphonie.

Er wurde von Pius XII. auf Lebenszeit zum Dirigenten der Cappella Sistina ernannt. Die Cappella Sistina ist der Kirchenchor für die päpstlichen Liturgien im Petersdom.

Doch im Jahr 1997 wurde der greise Dirigent entlassen. Benedikt XVI. lud Mons. Bartolucci Ende Juni ein, in der Sixtinischen Kapelle ein Konzert zu geben.

Ende Juli sprach der Geistliche mit dem italienischen Wochenmagazin ‘Espresso’.

„Benedikt XVI. spielt Klavier, hat ein tiefes Verständnis für Mozart, liebt die Liturgie der Kirche und legt großen Wert auf die Musik“ – so Mons. Bartolucci.

Auch Papst Pius XII. sei ein großer Liebhaber der Musik gewesen. Er habe häufig Violine gespielt.

Doch dann kam Papst Paul VI. († 1978): „Er hatte kein Musikgehör. Ich weiß nicht, ob er die Musik schätzte.“

Heute seien pop-inspiriertes Liedgut und Gitarrenmusik modern geworden: „Schuld daran sind vor allem Pseudo-Intellektuelle, die einen Verfall der Liturgie – und der Musik – eingeleitet haben.“

Man habe das Erbe der Vergangenheit verachtet und mit angeblich pastoralen Gründen zu Fall gebracht.

Mons. Bartolucci ist ein Gegner einer liturgischen Verwendung von Gitarren.

Er möchte zum Gregorianischen Gesang und zur Polyphonie in der Tradition des römischen Kirchenmusikers und päpstlichen Kapellmeisters Giovanni Pierluigi da Palestrina († 1594) zurückkehren.

Früher habe es keine Liturgie ohne Musik gegeben. Die neue Liturgie sei nicht in der Lage, ein Ort für das große, überlieferte Repertoire der katholischen Kirchenmusik zu sein:

„Es ist, als ob man von Michaelangelo verlangt hätte, das Jüngste Gericht auf einer Briefmarke zu malen.“

„Zuerst müssen wir zu einer Liturgie zurückkehren, die der Musik ihren Platz gibt und die sich selber in der universalen Sprache der Kirche ausdrückt: Latein.“

Nach der Liturgiereform konnte Mons. Bartolucci das klassische Repertoire der Sixtinischen Kapelle nur noch bei Konzerten aufführen:

„Die Missa Papae Marcelli von Palestrina wurde im Petersdom seit der Zeit von Papst Johannes XXIII. nicht mehr gesungen!“

Früher hätte das Volk einfache gregorianische Choralmessen singen können: „Aber heute ist davon fast nichts mehr übrig geblieben.“

Die liturgische Krise habe sich während des Pontifikates von Johannes Paul II. verschärft. Die päpstlichen Zeremonien mit Tänzen und Trommeln hätten zum allgemeinen Niedergang beigetragen.

Eine solche Papstmessen hat Mons. Bartolucci einmal vorzeitig verlassen: „Ihr könnt mich holen, wenn die Show vorbei ist.“
      
37 Lesermeinungen
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#39   Artois †   16:37:46 | Dienstag, 1. August 2006
Bach und die hl. Kath. Kirche
Bach hat sich nicht nur „umfassend mit Vivaldi befaßt“, er war auch Kapellmeister des katholischen Dresdner Hofs, für den er die h-moll-Messe komponierte. Über Dresden lernte er viele Katholiken kennen, mit denen er teils jahrelang in Kontakt war, z.B. einem r-k Graf aus Mähren, dessen Namen ich nicht parat habe. Bach kannte auch die gesamte r-k Meßtradition, die er teils sogar in den lpz. lutherischen Gottesdiensten aufführte (missa brevis ohne Nicenum und mit verkürztem Sanctus)
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#38   Jörg Guttenberger, Köln   16:18:21 | Sonntag, 30. Juli 2006
Artois, Sulpicius
A.:das J.S. Bach der r.-k. Kirche näher gestganden hat, als manche Katoliken selbst, ist nachfühlbar: schließlich hat er sich umfassend mit Vivaldi befaßt, und dieser war kath. Priester am Markus-Dom in Venedig.
S.: (zu Batroloucci) Haben Sie für Ihren Hinweis Quellen, oder handelt es sich um eine private Vermutung?
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#37   Sulpicius   19:07:49 | Freitag, 28. Juli 2006
@Markus-Antonius
Nichtmal die Kirchenmusik ist vor Ihrer völlig belanglosen und stumpfsinnigen Meinung sicher.
Drollig… :-)
Sie sind also ein Fingerakrobat… Nett…
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#36   Artois †   18:57:22 | Freitag, 28. Juli 2006
@Antonius
Bach stand der Lehre der Kirche sicherlich näher als viele seiner nominell katholischen Zeitgenossen.
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#34   Sulpicius   16:36:42 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Ich wäre vorsichtig,…
… mit Beurteilungen, wenn man keine Ahnung von der Materie hat. Der Bruder Benedikts, Mons. Georg Ratzinger, der ja wohl DER kompetente Mann auf dem Gebiet Chorleitung ist, hat Bartolucci immer geschätzt. Woher ich das weiß? Er hat es mir vor Jahren selber gesagt…
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#33   23er Hansl   14:22:06 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@Markus-Antonius: Wie können Sie nur!
Athanasius II. hat in seinem Pontifikat als Papst die Gesänge in der Liturgie von Alexandrien sehr gefördert!
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#32   Markus-Antonius †   14:19:30 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Anasthasius der soundsovielte
können Sie eigentlich Noten lesen?
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#31   AthanasiusII   13:34:36 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@Jawohl!
Ich glaube auch wohl Bartoluccis musische klassische Stücke sind den hinduisierten, Vereinigte Nationen-, protestantisierten, Popmusic-„Messen“ der Destruktors Mons. Marini unterlegen. Natürlich. Absolut. Ist wahr. Für Anhänger einer Einen-Welt-Kirche aller Denominationen ausserhalb des überlieferten Römisch-katholischen Glaubens.
Ihre Aussagen sind durchaus extrem lácherlich, Jawohl!. Soviel ist mir klar. Kindisch sind sie auch.
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#30   Jawohl!   09:23:30 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Konzilianter Papst
Bene ist eben ein versöhnlicher Mensch. Marinis Liturgien sind um einiges angemessener als Bartoluccis Gejaule. Wer das bestreitet, besitzt den nötigen sensus catholicus nicht mehr.
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#29   virOblationis   08:40:31 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Korrektur
Ich habe mich ungenau ausgedrückt:
Gemeint war: „Wenn die Entlassung sachlich begründet gewesen wäre, was hätte dann den musikalischen Benedikt bewegen können, diese [gewissermaßen] wieder aufzuheben?“
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#28   Markus-Antonius †   07:36:59 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Wurde die
Entlassung aufgehoben? Soweit ich weiß, wurde der alte Herr nur zu einem Konzert gebeten. Allerdings weiß ich das nur aus der kreuz-net-Quelle, die ist bekanntlich mit Vorsicht zu genießen.
Fakt ist und bleibt aber doch, dass der Chorgesang dieses Vereins seit Jahrzehnten der Papstliturgien unwürdig ist. Das war auch schon lange vor 1997 so, als dieser Herr noch am Pult stand.
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#27   virOblationis   07:21:45 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Entlassung
Zudem: Wenn die Entlassung sachlich begründet gewesen wäre, was hätte dann den musikalischen Benedikt bewegen können, diese wieder aufzuheben?
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#26   Sulpicius   00:32:12 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@Guttenberger
Ich wiederhole mein Posting vom 25.7.:
Es steht hier nicht Bartoluccis musikalisches Können oder Nichtkönnen zur Debatte, sondern die Fakten, die er beim Namen nennt. Jopa II. hat ja nach B. Entlassung keinen besseren Musiker angestellt, sondern eine andere Musik favorisiert, die kaum liturgiefähig ist. Das ist der springende Punkt bei diesem Thema!
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#25   Jörg Guttenberger, Köln   00:17:18 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Batolucci
Die Kritik von B. it mit Vorsicht zu genießen, weil er von JPII, aus welchen Gründen auch immer, aus seinem Amt entfernt wurde.
Im Rahmen „europäische Kathedralchöre im hohen Dom zu Köln“ ist auch B. mit dem Chor der Sixtina aufgetreten. Er hatte im Gegensatz zu den anderen Chöre eine vernichtende Kritik, weil er die Sängerstimmen so hoch drückte, daß sie regelrecht piepsig klangen und im Dom kaum noch zu hören waren. Bei einem Rombesuch 1982 wurde ich von meinem Bekannten unter diesem Gesichtspunkt vor dem Kauf von Aufnahmen des Sixtina-Chores nachdrücklich gewarnt.
Die Absetzung von B. durch JPII ist also sachlich begründet.
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#24   Benedikt   20:11:30 | Mittwoch, 26. Juli 2006
Sixtina
Diese Gelegenheit, Artois zu 100% zuzustimmen will ich doch nicht verpassen.
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#23   Artois †   20:08:46 | Mittwoch, 26. Juli 2006
@Anthanasius II
Ich habe noch keinen erträglichen Ton von diesem „Chor“ gehört und er spielt auch nicht in irgendeiner Liga von bedeutenden Kirchenchören.
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#22   Jawohl!   18:55:26 | Mittwoch, 26. Juli 2006
Alles Gute kommt aus Rom
Na klar! Die Gregorianik eine echt römische Pflanze. Die man dann erst nach Gallien und Germanien exportieren musste. :-D :-D :-D
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#21   AthanasiusII   18:47:52 | Mittwoch, 26. Juli 2006
Gregorianik
Gregorianik vom Synthesizer ist wohl wirklich VERBOTEN und Sperrgebiet für die „Integralisten“. Wie man hier die sixtinische Kapelle beschimpft, zeugt aber von wenig historischem Kenntnis, vor allem über die großartigen Kompositionen und gesungenen Messen aus etwa der Zeit Pius’ XII. und Johannes’ XXIII. was so lange auch noch nicht her ist. Damals war es auch Mons. Bartolucci.
Da Palestrina war Kapellmeister im Petersdom. Das reicht aus um uns gegen manche antirömische Altkatholiken-Jansenisten auf diesem Kreuz.netforum zu wehren, die angeblich Volksmusik und Deutsch über römisch gregorianischem Gesange präferieren!
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#20   Artois †   09:53:54 | Mittwoch, 26. Juli 2006
@Stat crux
Ein „Integralist“ „stellt“ sich übernatürliche Musik nicht vor, er verfügt über sie – in den Messen von Dufay, Haydn, Bruckner, Lobo, Monteverdi, Schubert, Zelenka, Bach und tausenden anderen.
Gegen Gregorianik per Synthesizer oder Computerkomposition ist grundsätzlich m.E. nichts einzuwenden, allerdings ist zu fragen, ob elektronische Musikinstrumente in der Kirche gestattet sind, was ich eigentlich nicht glaube.
Ich habe andererseits aber auch nichts Grundsätzliches dagegen einzuwenden. Palestrina auf dem Synthesizer klingt jedenfalls tausendmal besser als die Sixtinische Kapelle.
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#19   Sixtus   20:02:42 | Dienstag, 25. Juli 2006
@möchtegern
Habe ich in der Ewigen Stadt mehrfach (!) erlebt. Wobei es bei diesen italienischen zu Kirchenliedern umfunktionierten Schlagern letztlich egal ist, wo sie herkommen. Und: die Musik vom CD-Spieler passt zu den elektrischen Gebetskerzen zum Anknipsen. O:) Aber Italiener hatten schon immer nur in Ausnahmefällen Stil.
@sulpicius
Richtig! Und seine Ansichten sind ja durchaus korrekt. Leider macht die Opposition zu den liturgischen und kirchenmusikalischen Abscheulichkeiten der Nachkonzilszeit noch keinen guten Musiker. Aber wenn er Interviews gibt statt zu dirigieren, soll es mir recht sein :-)
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#18   möchtegern-kathole   19:54:38 | Dienstag, 25. Juli 2006
ultimativ
der ultimative Höhepunkt meiner persönlichen Erlebnisse hängt so manches ab: in einer ital. Kirche waren die Lieder qualitativ seeeehr durchschnittlich, und kamen vom Tonband :-P
Das Tonband steuerte Hochwürden vom Altare aus – das Volk verfolgte stumm das Geschehen, ein paar ganz wenige sangen mit, oder versuchten mitzusingen.
So geschehen im Frühjahr 2005
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#17   Sulpicius   18:34:59 | Dienstag, 25. Juli 2006
Es steht hier nicht Bartoluccis…
… musikalisches Können oder Nichtkönne zur Debatte, sondern die Fakten, die er beim Namen nennt. Jopa II. hat ja nach B. Entlassung keinen besseren Musiker angestellt, sondern eine andere Musik favorisiert, die kaum liturgiefähig ist. Das ist der springende Punkt bei diesem Thema!
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#16   stat crux   18:30:54 | Dienstag, 25. Juli 2006
Le surnaturel
Wie stellt sich denn ein Integralist „übernatürliche“ Musik vor? Gregorianik per Synthesizer oder Computerkomposition??
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#15   Jawohl!   18:27:35 | Dienstag, 25. Juli 2006
Lausiger Musiker
Sixtus und Mark Anton haben ja schon darauf hingewiesen, aber gerade als inniger Verehrer authentisch vorgetragener Gregorianik komme ich nicht um den Hinweis herum, dass Bartolucci schlicht ein lausiger Musiker war, »als Chorleiter, Stimmbildner und Dirigent zum Abgewöhnen« (Sixtus).
Das bestätigt auch Athanasius: »Die Musik z.Zt. Pius’ XII. und Johannes’ XXIII. war wenigstens [!] von übernatürlicher Qualität und Intention.« Ein vernichtenderes Urteil über den nunmehr betagten Monsignore ist kaum denkbar; dazu würde selbst ich mich nicht hinreißen lassen.
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#14   Romulus   18:17:59 | Dienstag, 25. Juli 2006
Recht hat er!
Das kirchenmusikalische Geschehen in einer katholischen Durchschnittsgemeinde ist an Niveaulosigkeit bald nicht mehr zu unterbieten: Singst du Choral mit dem Chor glotzen alle ganz blöd, tritt nächsten Sonntag der Kinderchor mit Liedern auf dem Niveau von „Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä auf, sind alle gaaaaaanz begeistert. Bartolucci hat mit seiner Analyse vollkommen recht. Lieder wie „Wenn das Rote Meer grüne Welle hat“ oder „Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer“ sind einfach nur noch doof. Was unterirdisch schlecht und billig-sentimental ist, bleibt schlecht, auch wenn alle – zu einem erheblichen Teil sicher gezwungenermaßen, man will ja kein Spielverderber sein – mitklatschen. Ich kann diesen NGL Kram nicht leiden! :-!
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#13   Jawohl!   17:47:50 | Dienstag, 25. Juli 2006
Wie bitte?
„Sensus catholicus“ verloren? Na Gott sei Dank bin ich wenigstens katholisch, und zwar römisch-katholisch, wie mit JP2 auch mit B16 festverbunden und mit allen seinen legitimen Nachfolgern.
Aber verraten Sie mir mal, worauf Sie sich mit Ihrem „@ Jawohl!“ überhaupt beziehen!
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#12   Athanasius   17:40:27 | Dienstag, 25. Juli 2006
@Jawohl!
Wer den gregorianischen Choral nicht schätzt, hat den sensus catholicus und den sensus fidei entweder verloren oder nie besessen. Es indiziert, eine anti-katholische Einstellung. Bartolucci war bei seinen Musikveranstaltungen vor Paul VI. immer sehr gut und die sixtinische Kapelle galt als gut, wenn auch nicht als Da Palestrina.
Die Musik z.Zt. Pius’ XII. und Johannes’ XXIII. war wenigstens von übernatürlicher Qualität und Intention, wo die heutige „Päpstliche“ Musik banal, weltlich und änderlich ist.
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#10   Adrian   17:15:08 | Dienstag, 25. Juli 2006
Der Zeitgeist…
Tsja, Mons. Bartolucci hat schon recht, wenn es ihn bei Trommelmusik und Tänzen aus der Kirche treibt. Ich würde auch so reagieren. Die Musik trägt die Liturgie, schafft Atmosphäre. Wenn man nun unpassende Musik auswählt, schlägt sich dass auch gleich auf das Empfinden der Liturgie aus. Wie erhebend wirkt der gregorianische Choral! Erhebend, aus dem Alltag und die Polyphonie erst… Aber der Zeitgeist verlangt etwas völlig anderes. Es hebt einen höchstens von der Kirchenbank.
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#9   Sixtus   15:48:19 | Dienstag, 25. Juli 2006
@Markus-Antonius
Völlig richtig! Wann immer ich in den letzten Jahrzehnten die Capella Sistina live oder im Fernsehen hörte, war das Gejaule nicht auszuhalten. Der Mann mag z.T. richtige Ansichten haben – und dass es unter JP2 liturgisch und künstlerisch im Vatikan bergab ging, ist ja allgemein bekannt –, aber als Chorleiter, Stimmbildner und Dirigent zum Abgewöhnen!
Schlimmer verdacht: vielleicht haben JP2 ja DESHALB die modernen Sacropop-Songs besser gefallen o.O
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#8   Athanasius   14:54:13 | Dienstag, 25. Juli 2006
Die Missa papae Marcelli!
Wunderbare Musik.
Aber nach 1963 (nach dem Tode von Papst Johannes XXIII.) nie mehr bei einem Pontifikalamt im Petersdom gesungen.
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#7   AthanasiusII   14:52:35 | Dienstag, 25. Juli 2006
Mons. Domenico Bartulucci
ist ein guter Mann, fantastischer Musicus, und grossartiger Rhetoriker. Hoffentlich wird seine Kritik an der Liturgiedeform eh…tschuldigung… -reform, mal Ernst genommen im Vatikan. Er ist seit 1956 mitten im Vatikan tätig gewesen, und kennt die Krise.
Er bleibt aber vorsichtig: unter den heutigen Umständen der Modernisten und Liberalen im Vatikan, ist ein Einstehen für die alte römische Liturgie („tridentinische Messe“) immer noch gefährlich für die eigene Position.
Marini muss in der Tat weg. Der kann künftig besser in WarnerBros Movie World bei Essen seine Cartoon Shows leiten.
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#6   Hyazinth   14:23:22 | Dienstag, 25. Juli 2006
Schade,
daß nicht alle Chorleiter so denken wie dieser Monsignore! :'(
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#5   ottaviani   14:20:08 | Dienstag, 25. Juli 2006
der böse geist
der päpstlichen liturgie ist Mgr Marini sein einfluß hat sich zwar unter Benedikt XVI abgeschwächt(der Hl. Vater verwendet nun wieder fast immer den röm Canon was ich bei JPII nur 1 mal erlebt habe am beginn der bschofsynode Herbst 1985 ) aber der hl. vater müßte sich von dem Mann befreien und das Amt in völlig neue Hände legen
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#4   Markus-Antonius †   14:17:25 | Dienstag, 25. Juli 2006
Dann war
es wohl dieser Mann, der die Capella Sistina derart heruntergewirtschaftet hat. Seit Jahrzehnten ist das Geheul dieses Chores nur schwer zu ertragen! Keine Sorge, ich hab den Verein auch mehrmals live gehört, in akustisch sehr guten Verhältnissen. Es ist bis heute immer eine Katastrophe.
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#3   Palma   14:10:24 | Dienstag, 25. Juli 2006
Hai ragione
Domenico, sei bravo!!!
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#2   stat crux   14:06:09 | Dienstag, 25. Juli 2006
Ein absolutes Gitarrenverbot
für Messfeiern ist m.E. aus Sacrosanctum Concilium vom 4. Dez. 1963 herleitbar.
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#1   virOblationis   13:56:02 | Dienstag, 25. Juli 2006
Bedauern
Zitat:
„Eine solche Papstmessen hat Mons. Bartolucci einmal vorzeitig verlassen: ,Ihr könnt mich holen, wenn die Show vorbei ist.’“
Schade, daß man dieses nicht auch in Hinblick auf die Rückkehr Roms zur Tradition so halten kann.
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