Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst die der moderne Moraltheologe kann. Ein Beispiel aus Italien.
(kreuz.net, Mailand) Der Mailänder Moraltheologe, Hw. Alberto Bonandi, präsentierte kürzlich ein Modell,
das geschiedene Wiederverheiratete zum Sakramenten- empfang zuläßt.
Dazu publierte der Moraltheologe
einen 26seiten Aufsatz in der jüngsten Ausgabe von ‘Teologia’ – der Zeitschrift der theologischen Fakultät
von Mailand. Die Nummer beschäftigt sich mit der Kommunionspendung an Ehebrecher.
Mailand ist die zweitgrößte
Stadt Italiens und befindet sich in Norditalien.
Hw. Bonandi nimmt in seinem Artikel das Beispiel eines
verheirateten Mannes, der nach zehn Ehejahren Frau und Kind im Stich läßt und mit einer Konkubine zusammenzieht.
Etwas später läßt er sich von seiner Ehefrau scheiden und heiratet die Konkubine auf dem Standesamt.
Nach einigen Jahren zeugt der Ehebrecher mit der Konkubine ein Kind. Für sein Kind, das er mit seiner
Ehefrau gehabt hat, sorgt er nach wie vor.
Zuguterletzt entdeckt der Ehebrecher das Evangelium und möchte
ein ernsthaftes christliches Leben beginnen. Er sucht einen Priester auf und bringt ihm bei, daß seine
Lebensbedingungen nicht veränderbar seien.
Er könne sich nicht vorstellen, den Rest seines Lebens ohne
Sexualkontakte zu verbringen. Auch seine Konkubine wolle darauf nicht verzichten und wünsche sich zudem
ein zweites Kind.
Gleichzeitig anerkennt der Mann vor dem Priester die Schuld des Ehebruchs.
Der Priester
stellt fest, daß der bekehrte Ehebrecher seine Sünde verstanden hat und sein Herz wahrhaft bekehren
will. Darum ermutigt er ihn, auf dem Weg der Reue und Wiedergeburt fortzuschreiten.
Ausdrücklich erklärt
ihm der Geistliche, daß die erste Ehe gültig und eine „zweite Vereinigung als Sakrament der Liebe Christi“
für die Kirche undenkbar sei.
An dieser Stelle wartet Moraltheologe Bonandi mit seiner Neuerung auf:
Wenn der Ehebrecher den Willen zur Versöhnung habe und den Weg des Gebetes und der Buße beschreiten
wolle, dann sei sein Ehebruch schuldlos.
Seine Beziehung zur Konkubine trage in diesem Fall einen nicht
näher erklärten „Stempel der Sünde“.
Der Ehebrecher könne die Lossprechung und die Eucharistie empfangen,
wenn er drei Bedingungen erfülle.
Er müsse die Schwere seines Vergehens gegen die eheliche Treue und
Unauflöslichkeit der Ehe anerkennen, die vom Priester auferlegte Buße annehmen und seine Pflichten gegenüber
seiner Konkubine und seinen Kindern erfüllen.
Der Vorteil dieser Lösung, auf den der Moraltheologe
eigens hinweist: Es ist es nicht notwendig, die neue ehebrecherische Beziehung zu beenden.
Seine Lösung
anerkenne das Konkubinat nicht als christlichen Stand – beteuert Hw. Bonandi – sondern würdige nur im
Nachhinein die eingegangene Verantwortung des Mannes gegenüber der Konkubine und den Kindern.
Das vorgelegte
Beispiel rüttle auch nicht an der Unauflöslichkeit der Ehe – glaubt Hw. Bonandi:
Es wolle lediglich
Bedingungen für eine sakramentale Versöhnung von Geschiedenen aufzeigen, die im Ehebruch leben.
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Gerhard Sie haben recht, wenn Sie sagen: auch ein neues Leben in einer neuen Partnerschaft darf unter
dem Segen Gottes stehen! Diese neue Partnerschaft kann aber kein Sakrament sein – und die Kirche kennt
keine nicht-sakramentale Ehe.
Vergebung Liebe wird ganz sicher nicht verurteilt! Jesus hat sich sehr deutlich gegen die Überheblichkeit
mancher Zeitgenossen gewandt, die „andere“ verurteilten! Wenn er sagte, dass man sich allein durch das
„Ansehen“ einer anderen Frau „schuldig“ machen könne, dann wollte er damit deutlich machen, dass alle
gleich schuldig sind und von daher jede Überheblichkeit fehl am Platz ist! Genau dies wollte ich mit
meinem Eintrag vom 28.7. zum Ausdruck bringen! Dass man dem Partner gegenüber, den man nach was weiß
ich wie vielen Ehejahren verläßt, schuldig wird, ist nur ein Beispiel dafür, dass man dieses Leben
einfach nicht „schuldlos“ durchlaufen kann. Aber das Schöne ist, dass ich als Christ wissen darf: Gott
vergibt uns unsere Schuld! Und auch ein neues Leben in einer neuen Partnerschaft darf unter dem Segen
Gottes stehen! Letzteres will man in der (katholischen) Kirche leider nicht sehen!
Nein Gerhard… du ziehst bitte nicht diese Schlüsse! Deine Beiträge habe ich bisher immer geschätzt…
tue jetzt nichts, was das ändert. Ich bin fest davon überzeugt, daß es niemanden gibt, der Liebe verurteilt.
Sie darf einfach sein. Was aus ihr wird, haben wir vielleicht nicht immer in der Hand, aber sie macht
bestimmt nicht schuldig oder gar überheblich.
Schuld und Vergebung Die Unauflöslichkeit der Ehe – ein frommer Wunsch? In vielen Fällen leider ja!
Wer seinen Partner oder seine Partnerin verläßt, aus welchen Gründen auch immer, wird an ihm/ihr schuldig!
Aber auch der, der nur in seiner Phantasie die Frau eines anderen ansieht und sich dabei „mehr“ vorstellt,
macht sich schuldig – das hat uns Jesus gesagt, um unserer Überheblichkeit über andere zuvorzukommen!
Niemand von uns kommt umhin, Gott um Vergebung seiner Schuld zu bitten! Und – welches Wunder – Gott schenkt
Vergebung!
Benedikt Wie ich schon sagte, jeder Mensch wünscht sich eine heile Partnerschaft. Die kath. Lehre von
der Unauflösbarkeit der Ehe kommt nur diesem Wunsch entgegen, denn sie liefert jeder Bemühung, eine
Ehe heil zu halten oder zu machen eine übernatürliche Legimitierung.
@ Wiener Stimme Es ist meines Erachtens kurzsichtig zu behaupten, eine Regelung würde als Freifahrtschein
umgedeutet – eine kath. Ehe ist nicht unauflösbar auf Grund des Verbots der Auflösbarkeit. Wen würde
das denn noch interessieren, wenn es ohne jede Konsequenz wäre?
Benedikt Sicher…eine allgemeine Regelung würde ja sofort zum Freifahrtschein umgedeutet. Wie ich schon
unten erwähnte: Kein vernünftiger Mensch, ob Mann oder Frau, wünscht sich eine kaputte Ehe. Dass sich
Männer und Frauen ein krankhaftes hire-und-fire der „modernen“ gesellschaft wünschen ist ein Hirngespinnst
der Unverheirateten oder Katholiken, die mit ihrer Ehe unzufrieden sind und sich als heldenhafte Katholiken
sehen, weil sie trotzdem nicht gescheiden sind – mein Rat für die ersten: schaut euch etwas in eurem
Ungebung um; für die zweiten: es gibt auch sehr gute katholische Eheberater auch in eurer Umgebung. Es
ist meines Erachtens kurzsichtig zu behaupten, eine Regelung würde als Freifahrtschein umgedeutet – eine
kath. Ehe ist nicht unauflösbar auf Grund des Verbots der Auflösbarkeit. Wenn wie Sie sagen, die Ehe
vielleicht ungültig werden kann, wenn die Beziehung nicht hält, so ist das auch eine Frage, die die
Ehelehre betrifft. Sie haben mich wahrscheinlich missverstanden: eine sakramentale Ehe ist unauflöslich,
aus sich aus – das ist eine Faststellung. Die Frage ist, ob eine kaputte Ehe ein Sakrament sein kann (Zeichen
der Liebe Gottes zu den Menschen)? Ist die Unauflöslichkeit der Ehe eine Feststellung (Beschreibung)
oder eine Forderung? Würde man nach der Sakramentalität fragen, würde man eindeutig sagen, die Unauflösligkeit
sei eine Feststellung und keine Forderung.
@ Wiener Stimme Das Ehesakrament in seinem Gehalt betrifft nur das Ja-Wort der Eheleute. Da bin ich anderer
Meinung. Wenn wie Sie sagen, die Ehe vielleicht ungültig werden kann, wenn die Beziehung nicht hält,
so ist das auch eine Frage, die die Ehelehre betrifft. viele Versuche in jeder Diözese – aber leider
nur im Stillen Sicher…eine allgemeine Regelung würde ja sofort zum Freifahrtschein umgedeutet. Dass
vielleicht nur Härtefälle geregelt sein sollen, wird dann niemanden mehr kümmern. Schlupfloch ist Schlupfloch.
Dieses Problem gäbe es nciht, wenn man sich mal genauer an die Lehrdokumente halten würde.
Benedikt Soweit Fragen betroffen sind, die das Ehe-Sakrament in seinem Gehalt betreffen, würde ich sagen
ja. Das Ehesakrament in seinem Gehalt betrifft nur das Ja-Wort der Eheleute. Das Ehesakrament wird bekanntlich
von diesen gespenndet und nicht vom Priester, Diakon oder Bischof. Dass die Schlussfolgerung von @lorenz_t
der christlichen Problemlösung nicht entspricht, ist jedem klar – es gibt nur keine authentische chrisliche
(katholische) Lösung zur Zeit – außer ein Versuch eines Theologen aus Mailand (Artikel oben)- und im
Stillen, viele Versuche in jeder Diözese – aber leider nur im Stillen.
@ Wiener Stimme Sind die Fragen rund um die gültig geschlossene Ehe (Formpflicht, Assistenz) usw. auch
nur reine disziplinäre Angelegenheiten (eine Ehe zweier Klatholiken ohne Form, sprich nur vor dem Standesamt
ist eine „nicht-Ehe“ vor der Kirche – disziplinäres Schnick-Schnack oder Lehre Soweit Fragen betroffen
sind, die das Ehe-Sakrament in seinem Gehalt betreffen, würde ich sagen ja. Jetzt aber ohen Spaß: eine
christliche Morallehre kann nie einer profanen Ethik unterlegen sein. Ist wenigstens die Meinung der Katholiken.
Was direkt zur Frage führt, ob es moralisch vertretbar ist, eine Frau, mit der man ein Kind hat im Stich
zu lassen. lorenz-t hat die Sache nur weitergeführt: es gibt zwei Probleme: eine „Konkubine“ und die
Ehefrau – einer dieser Probleme muss dieser rigorosen Haltung nach beseitigt werden – Steinigung hat halt
eine biblische Vergangenheit. Aber keine christliche.
Benedikt Nun: in verkehrter Richtung: Nun, das ist rein disziplinär und keine Lehrfrage. Sind die Fragen
rund um die gültig geschlossene Ehe (Formpflicht, Assistenz) usw. auch nur reine disziplinäre Angelegenheiten
(eine Ehe zweier Klatholiken ohne Form, sprich nur vor dem Standesamt ist eine „nicht-Ehe“ vor der Kirche –
disziplinäres Schnick-Schnack oder Lehre ) Ich habe weiter unten bereits schon einmal geschrieben, dass
ich dieses Problem für nicht lösbar halte. Die zweite Frau trotz Verpflichtungen ihr gegenüber im Stich
zu lassen wäre ethisch jedenfalls auch nciht vertretbar. Damit würden Sie sagen, die Ethik steht über
die Moral – und somit jeden Moraltheologen zur Steinigung auffordern – war nur ein Spaß! Jetzt aber
ohen Spaß: eine christliche Morallehre kann nie einer profanen Ethik unterlegen sein. Ist wenigstens
die Meinung der Katholiken. Wieso wären wir da jetzt? Wieso wird die Konkubine gesteinigt, wenn der Mann
zu seiner Ehefrau zurückkehrt? @lorenz-t hat die Sache nur weitergeführt: es gibt zwei Probleme: eine
„Konkubine“ und die Ehefrau – einer dieser Probleme muss dieser rigorosen Haltung nach beseitigt werden –
Steinigung hat halt eine biblische Vergangenheit.
@ Wiener Stimme Und da wären wir schon:Der Mann muss zu seiner ersten Frau zurückkehren, die Konkubine
wird… (bitte bei lorenz_t nachzulesen) Wieso wären wir da jetzt? Wieso wird die Konkubine gesteinigt,
wenn der Mann zu seiner Ehefrau zurückkehrt? Sie stellen hier einen absurden Automatismus aus. Ich habe
eigentlich gedacht, dass wir uns von diesem Unfug bereits entfernt hätten. Wie soll jemand etwas gut
machen, das er nicht gut machen kann, da ihn z.B. die erste Frau nicht mehr zurücknehmen will Schön,
wenn er schuldlos in Trennung von seiner Ehefrau lebt ist ihm ja kein Vorwurf zu machen. er hat der 2.
Frau und Familie gegenüber Verpflichtungen (Kind z.B.), die er gegenüber der 1. Frau nicht hat? Ich
habe weiter unten bereits schon einmal geschrieben, dass ich dieses Problem für nicht lösbar halte.
Die zweite Frau trotz Verpflichtungen ihr gegenüber im Stich zu lassen wäre ethisch jedenfalls auch
nciht vertretbar. Vor 500 Jahren galt eine formlos geschlossene Partnerschaft (s.g. klandestinen Ehe)
noch als eine gültige Ehe – heute nicht mehr. Nun, das ist rein disziplinär und keine Lehrfrage.
Benedikt Ein bereuen schließt mE immer ein Wiedergutmachen mit ein. Beim Mord ist dies nicht möglich,
bei einer Trennung schon. Und da wären wir schon:Der Mann muss zu seiner ersten Frau zurückkehren, die
Konkubine wird… (bitte bei lorenz_t nachzulesen) Wie soll jemand etwas gut machen, das er nicht gut
machen kann, da ihn z.B. die erste Frau nicht mehr zurücknehmen will (da sie vielleicht in einer glücklichen
2. Partnerschaft lebt) oder, er hat der 2. Frau und Familie gegenüber Verpflichtungen (Kind z.B.), die
er gegenüber der 1. Frau nicht hat? Was galt denn vor 500 Jahren, was heute nicht mehr gilt? Z.B.: Vor
500 Jahren galt eine formlos geschlossene Partnerschaft (s.g. klandestinen Ehe) noch als eine gültige
Ehe – heute nicht mehr.
@ Wiener Stimme Nach der Lehre der Kirche … Das ist unser Problem – so wie gestern. Etwas was man nicht
rückgänglich machen kann (so wie z.B. ein Mord), kann man nur bereuen. Jemanden zu töten ist immer
schlecht, aber mit jemandem Sex zu haben, als Ausdruck der Liebe aber nicht – ganz im Gegenteil. Ein bereuen
schließt mE immer ein Wiedergutmachen mit ein. Beim Mord ist dies nicht möglich, bei einer Trennung
schon. Wie kann man etwas bereuen, ohne zu versuchen, den Urzustand wiederherzustellen? Wir wissen, dass
sich die „Lehre der Kirche“ ändern kann – was vor 500 Jahren galt, gilt heute nicht. Wieso hat man Problemen
in dieser Angelegenheit? Was galt denn vor 500 Jahren, was heute nicht mehr gilt?
Benedikt Die erste Frage betraf das Eheverständnis der Kirche – ich kenne keinen Fall das sich jemand
nach 50 Jahre Ehe schieden mußte, außer der Herr oder die Dame war gestört – Sie glaube ich auch nicht.
Es war auch nicht die Rede von wenn ein Priester ein schlechter Seelsorger ist, ist dann vielleicht die
Priesterweihe ungültig gewesen Dafür hat die Kirche den Begriff: „radacio in sanicem“ bereit. Die Grundfrage
ist, so wie Sie angeführt hatten: „ist eine sakramentale Ehe aufgrund der menschlichen Schuld unheilbar
in Brüche gegangen – kann der Mensch das nicht bereuen?“ Nach der Lehre der Kirche dann nicht, Nach der
Lehre der Kirche … Das ist unser Problem – so wie gestern. Etwas was man nicht rückgänglich machen
kann (so wie z.B. ein Mord), kann man nur bereuen. Jemanden zu töten ist immer schlecht, aber mit jemandem
Sex zu haben, als Ausdruck der Liebe aber nicht – ganz im Gegenteil. Sollen diese Menschen auch ohne Gnade
des zölibateren Lebens auf Sex verzichten? Wenn Zölibat eine Gnade ist, die der Geistlichkeit zugeteilt
wurde, würde jeder Geislticher mit NEIN antworten. Wir wissen, dass sich die „Lehre der Kirche“ ändern
kann – was vor 500 Jahren galt, gilt heute nicht. Wieso hat man Problemen in dieser Angelegenheit?
@ Wiener Stimme Ich bin kein Moraltheologe und möcht mich daher hier nicht allzu weit aus dem Fenster
lehnen. Daher unter Vorbehalt: 1. ist eine Ehe, die „vor Gott“ geschlossen wurde, tatsächlich ein Sakrament,
wen sie in Brüche geht? Wollen Sie hier das Zustandekommen des Sakraments davon abhängig machen, ob
die Ehe hält? Nach zB 50 Jahren stellt man auf einmal fest: „Es geht nicht mehr, das Sakrament ist wohl
nicht zustandegekommen“, oder wie? Weiter: Wenn ein Priester ein schlechter Seelsorger ist, ist dann vielleicht
die Priesterweihe ungültig gewesen? Das will mir etwas merkwürdig erscheinen. 2. ist eine sakramentale
Ehe aufgrund der menschlichen Schuld unheilbar in Brüche gegangen – kann der Mensch das nicht bereuen?
Nach der Lehre der Kirche dann nicht, wenn stattdessen ein zweites eheähnliches Verhältnis geschlossen
wird (Zivilehe also).
Benedikt Der oben genannte Theologe sagte auch nicht, dass vor Gott geschlossene Verbindungen „aufgelöst“
werden kann, was auch nicht im Sinn der Kirche wäre. Jedoch, es es bleiben zwei Fragen zu beantworten:
1. ist eine Ehe, die „vor Gott“ geschlossen wurde, tatsächlich ein Sakrament, wen sie in Brüche geht?
2. ist eine sakramentale Ehe aufgrund der menschlichen Schuld unheilbar in Brüche gegangen – kann der
Mensch das nicht bereuen? Auch wenn er nicht im Stande ist, zölibater zu leben. (bekanntlich ist das
Zölibat eine Gnade und keine Strafe). Ich glaube, der Ansatz des Mailänder Moraltheologen, Hw. Alberto
Bonandi bietet uns einen sehr guten Ausgangspunkt zur dieser Dislussion.
@ Wiener Stimme 1. Es wäre niemand „zu steinigen“. 2. Geh hin und sündige von nun an nicht mehr. 3.
Ich glaube nicht, dass es auf diese Frage überhaupt eine letzgültige Antwort geben kann. Es prinzipiell
egal sein zu lassen, dass vor Gott geschlossene Verbindungen „aufgelöst“ werden kann auch nicht ganz
im Sinne der Kirche sein. Das Ehesakrament wäre dann am Ende.
Benedikt Ich schlage vor, Sie werden zuvor zum Lesen des Evangeliums verurteilt. Und was galuben Sie,
nach dem Lesen des Evangelums, zum welchen Schluss käme er?
@ lorenz Der Mann muss zu seiner ersten Frau zurückkehren, die Konkubine wird zu Tode gesteinigt, das
Kind der Unzucht wird als Haussklave in die wiederhergestellte heilige Familie aufgenommen und darf im
Stall oder der Besekammer schlafen und wird mit den Essensresten gefüttert. Dann ist alles wieder in
schönster Ordnung und der Mann darf wieder zur Kommunion. Ich schlage vor, Sie werden zuvor zum Lesen
des Evangeliums verurteilt.
Taufscheinkatholik Bis das der Tod euch scheide bedeutet: die Ehe wird mit dem Tod geschieden – im Klartext:
Ehe auf Zeit. Z.B. in der Orthodoxie hält die erste Ehe auch nach dem Tod des Partners. Die Sakramentalität
der Ehe besteht nicht in ihrer Unauflösbarkeit, sondern: sie ist als Zeichen der Liebe Gottes zu den
Menschen, die „per se“ unauflösbar ist. Das Eine ist eine Forderung – das Andere eine Feststellung.
Taufscheinkatholik Jawohl: eine Ehe light wäre kein Sakrament – und solche Partnerschaften fallen nicht
in die Zuständigkeit der Kirche. Die Frage bleibt aber, ob die Brautlaute mir einer Ehe light zufrieden
wären.
lorenz_t Eine sehr gute Schlussfolgerung! Jetzt mal im Ernst: @lorenz_t zeigte die Grenzen der rigorosen
Einstellung. Kein vernünftiger Mensch, ob Mann oder Frau, wünscht sich eine kaputte Ehe. Dass sich Männer
und Frauen ein krankhaftes hire-und-fire der „modernen“ gesellschaft wünschen ist ein Hirngespinnst der
Unverheirateten oder Katholiken, die mit ihrer Ehe unzufrieden sind und sich als heldenhafte Katholiken
sehen, weil sie trotzdem nicht gescheiden sind – mein Rat für die ersten: schaut euch etwas in eurem
Ungebung um; für die zweiten: es gibt auch sehr gute katholische Eheberater auch in eurer Umgebung. Die
Unauflösligkeit einer Ehe entspricht dem Wunsch der Menschen nach einer heilen Partnerschaft. Und dieser
Wunsch ist bei den Geschiedenen viel größer, als bei Leuten, die damit keine Problemen hatten. Dass
es jedoch Menschen gibt, für die dieser Wunsch nicht in Erfüllung ging, ist eine Tatsache – wie sollte
man diese Mensche behandeln, das war die Frage des oben erhähnten Moraltheologen. Hat er die Möglichkeit,
wieder in die volle Gemeinschaft mit der Kirche zu kommen oder muss es so geschehen, wie @lorenz_t geschieldert
hatte:Der Mann muss zu seiner ersten Frau zurückkehren, die Konkubine wird zu Tode gesteinigt, das Kind
der Unzucht wird als Haussklave in die wiederhergestellte heilige Familie aufgenommen – oder ähnlich …
Dass sich die Hl. Kath. Kirche diesen Fragen stellt, ist nur zu begrüßen, außer man lebt in FSSPX verseuchten
Gebieten – da kommt…
Es ist doch ganz einfach. Der Mann muss zu seiner ersten Frau zurückkehren, die Konkubine wird zu Tode
gesteinigt, das Kind der Unzucht wird als Haussklave in die wiederhergestellte heilige Familie aufgenommen
und darf im Stall oder der Besekammer schlafen und wird mit den Essensresten gefüttert. Dann ist alles
wieder in schönster Ordnung und der Mann darf wieder zur Kommunion.
@Stimme … … ganz einfach – hätten Sie sich mit der Bibel auseinandergesetzt, dann würden Sie nicht
so viel Blödsinn schreiben. Na gut, lassen wir das einmal als Zeugnis eines Vertreters der Gattung, „
Perlen soll man unter die sündigen Säue werfen“, – stehen. :)3
Horst Schlämmer Wo Sie das nun wieder herhaben. Sie können wirklich nicht lesen. Lieber Horst! ganz
einfach – hätten Sie sich mit der Bibel auseinandergesetzt, dann würden Sie nicht so viel Blödsinn
schreiben.
was die leute … … gegen die katholische sicht der dinge einzuwenden haben? die sollen froh sein, dass
die ehe nicht auflöslich ist, allemal besser als das krankhafte hire-und-fire der „modernen“ gesellschaft
o^/
@Babylon Die erste Beziehung von dem Mann ist doch wohl offensichtlich im Eimer. Das Kind ist also quasi
in den Brunnen gefallen. Kann man wohl so sagen Jetzt lebt er in einer neuen Beziehung und ist da glücklich,
seine jetzige Frau od. Freundin will ja noch ein zweites Kind etc. Aber er hat vor Gott geschworen, seine
Ehefrau zu lieben und zu ehren, in guten wie in schlechten Zeiten. Vielleicht hat auch die erste Frau
eine neue Beziehung. Womit auch sie ihren Eheeid bricht Wem nützt es, wenn der Mann da jetzt zölibatär
lebt? Warum wollt Ihr seine glückliche zweite Beziehung kaputtmachen? Ihr seid mir schöne Christen…
Wer sich nicht sicher ist, ob er sein Eheversprechen halten kann, sollte die Finger von der Ehe lassen.
Wer ist Aschera? Ich tippe auf eine 18jährige kurz vor dem Abi, die einen Reli-Leistungskurs belegt.
Liebe Aschera! Wenn dich deine Freundinnen für hübsch halten, gehe einmal hierhin www.kreuz.net/reader.2051.html
und schick mir eine Mail! :(3 (PS: Ich bin auch nicht SO alt, also keine Angst…)
@ Jawohl „Kann denn aus Rom etwas Gutes kommen?“ – fragt sich Aschera wohl. Hoffentlich kommt sie zum
gleichen Ergebnis wie hier – mutatis mutandis – ihr biblisches Vorbild.
Horst Lieber Horst! Erkenntnis über den Inhalt der Schrift erdenkt man sich nicht, liebe Stimme, – man
erbittet sie vom HERRN flehentlich im Gebet. Ich frage mich nur, wieso hat uns der Liebe Gott die Hl.
Schrift gegeben? Sie kommen anscheinend ohne dieser Lektüre aus und wissen alles besser – man soll noch
sagen, es gibt keine Wunder Sonst ist zu Ihrer Wortmeldung nichts hinzuzufügen – danke: ich habe jetzt
ein vollständiges Bild von Ihnen – ich glaube auch alle andere Teilnehmer dieses Forums.
Jean über Aschera Mensch, Mädel! Was muss die Hitze bei Ihnen Langeweile und zickige Gereiztheit auslösen…
08/15-Exegese und dann auch noch blind wie ein Huhn, was die Beobachtungsgabe angeht! Wären Sie Theologe
von „Profession“ – wie Sie sich so schön ausdrücken – , hätten Sie ein bisschen mehr „Stallgeruch“
und wüßten ebensolchen wahrzunehmen. Ja, das ist mittlerweile offensichtlich. Bei Aschera sind ja noch
nicht einmal diejenigen Erkenntnisse historischer Exegese angekommen, die selbst Pius XII. schon in Divino
afflante spiritu stjosef.at/…afflante_spiritu.htm akzeptiert hatte. Da gibt es nur eine Reaktion:
@Stimme aus der Unterwelt Weder das Eine noch das Andere – im Gegenteil, viele auf dieser Seite könnten
manches von mir lernen, was eine kath. Ehe ist und wie man sie lebt. Na, da klatschen viele auf dieser
Seite doch einmal lernend Beifall. Die Afterkirche – Was ist, gehen langsam die Argumente aus und man
greift etwas tiefer um sich Gehör zu verschaffen? Dass Ihnen der Begriff „Afterkirche“ nicht bekannt
ist, nehme ich Ihnen jedoch gerne ab, – obwohl Sie gehören mit Ihrem Gedankengut dazu. Das glaube ich
Ihnen: denn um die Bibel zu lesen und verstehen müsste man denken – einige tun sich damit leichter, Sie
etwas schwerer. Erkenntnis über den Inhalt der Schrift erdenkt man sich nicht, liebe Stimme, – man erbittet
sie vom HERRN flehentlich im Gebet.
@loah „Wichtigheimer“ – Damit lässt sich leben, und wenn es aus deinem Mund kommt, allemal. Aber Vorsicht:
Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Gilt besonders für echte „Wichtigheimer“!
@Jean: @schera und die „Profession“ Hi-hi-hi . Ach so, der Duden schreibt zur Profession folgendes: Pro|fes|si|on
die; –, -en <lat.-fr.>: (veraltend) Beruf, Gewerbe Doch mehr Schein als Sein, nur billige Wichtigheimer!
Horst Schlämmer Lieber Horst! Zölibatsbrecher, Ehebrecher oder Beides? Weder das Eine noch das Andere –
im Gegenteil, viele auf dieser Seite könnten manches von mir lernen, was eine kath. Ehe ist und wie man
sie lebt. Die Afterkirche – Was ist, gehen langsam die Argumente aus und man greift etwas tiefer um sich
Gehör zu verschaffen? In der Regel wird Ihre Meinung deswegen nicht richtiger! o^/ Welche Erkenntnisse
Sie für sich aus der Heiligen Schrift ziehen interessiert einen Katholiken römisch katholischen Glaubens
nicht. Das glaube ich Ihnen: denn um die Bibel zu lesen und verstehen müsste man denken – einige tun
sich damit leichter, Sie etwas schwerer.
@schera Mensch, Mädel! Was muss die Hitze bei Ihnen Langeweile und zickige Gereiztheit auslösen… 08/15-Exegese
und dann auch noch blind wie ein Huhn, was die Beobachtungsgabe angeht! Wären Sie Theologe von „Profession“ –
wie Sie sich so schön ausdrücken – , hätten Sie ein bisschen mehr „Stallgeruch“ und wüßten ebensolchen
wahrzunehmen.
Nö------ Es gibt Begriffe die im hochdeutschen nicht üblich sind. Vielleicht ist’s ja auf dem Lande
oder in Süddeutschland so, aber HIER hat man noch nie etwas von „Konkubinat“ gehört. Klingt so abwertend.
Aber vielleicht ist das ja HIER üblich, genauso wie „Neger“. Aber wie steht es denn nun mit „Konkubinern“,
oder gibt es dafür keine Bezeichnung?
@Babylon So, und jetzt? Was macht Ihr jetzt? Wenn die Bürger der schwanzdominierten Welt die katholische
Heilslehre nicht verstehen ist das ein Problem der Schwanzdominierten.
#44 Babylon † 17:00:21 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Ihr seid mir ja schöne Rigoristen. Die erste Beziehung von dem Mann ist doch wohl offensichtlich im Eimer.
Das Kind ist also quasi in den Brunnen gefallen. Jetzt lebt er in einer neuen Beziehung und ist da glücklich,
seine jetzige Frau od. Freundin will ja noch ein zweites Kind etc. Vielleicht hat auch die erste Frau
eine neue Beziehung. So, und jetzt? Was macht Ihr jetzt? Wollt Ihr eine gangbare Lösung vorschlagen oder
nur stumpf ein Prinzip durchdrücken, das allen Beteiligten nur noch schadet, aber keinerlei Nutzen mehr
hat? Wem nützt es, wenn der Mann da jetzt zölibatär lebt? Warum wollt Ihr seine glückliche zweite
Beziehung kaputtmachen? Ihr seid mir schöne Christen…
@Stimme … und Aschera … denn die Kirche versucht seit längeren Zeit eine angemessene Antwort auf
dieses Problem zu finden, die vielen selbsterechten, auch auf diesem Forum, gegen den Strich geht. Die
Afterkirche versucht … nicht die Kirche. Stimme aus der Unterwelt, Sie haben ein ernsthaftes Problem.
Zölibatsbrecher, Ehebrecher oder Beides? @Aschera Welche Erkenntnisse Sie für sich aus der Heiligen
Schrift ziehen interessiert einen Katholiken römisch katholischen Glaubens nicht. Auch dürfen Sie Ihre
Pseudospielchen weiterspielen.
Konkubinat, blabla Kann mir doch bitte mal jemand den Begriff „Konkubinat“ erklären? Und wieso ist immer
von „Konkubine“ die Rede, aber nicht von einer männlichen Form? Konkubiner? Konkubinerich? Oder gibt
es sowas nicht? ?:)
#41 methusalix † 16:41:56 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@taufschein und stimme Taufscheinkatholik: Sehe ich auch so Jedes mal, wenn der Ehebrecher mit der Konkubine
den Beischlaf vollzieht, bricht er immer und immer wieder die Ehe mit seiner Ehefrau. Wo ist da denn Reue?
Wie allerliebst bei den Fundamentalisten immer alles auf den Sex reduziert wird. Darum dreht sich alles,
das ist der Angelpunkt der Welt. Habt ihr eigentlich Angst davor? Letztendlich geht es immer nur darum,
keinen Sex zu haben, oder, wenn ja, nur in ganz bestimmten Ausnahmesituationen. Sozusagen mit Erlaubnis
der Sexualthoretiker im Vatikan. @Stimme aus Wien Danke für Ihren vernünftigen Beitrag. Aber was erwarten
Sie von den Kirchenbeamten und den ihnen Hörigen? Das sind doch durch die Bank Sexualtheoretiker, die,
kraft Amtes, keine Ahnung haben dürfen!
Benedikt Wieso „nach Lehre der Kirche“? Weil nur nach der Lehre der Kirche eine Zweitehe als Dauerdelikt
zu sehen ist. Die dauerhafte Trennung vom ersten Partner ist zwar ein objektiv nachvollziehbares Faktum,
aber Dauerdelikt nur in der Kath. Kirche – anderswo sagt man halt, „er, oder sie, versucht halt’s noch
einmal.“ Die von Ihnen angeführten Härtefälle tun nichts zur Sache – sie veranschaulichen nur die Grenze
der rigorosen Haltung der Kirch… – nein Falsch – dieses Forums, denn die Kirche versucht seit längeren
Zeit eine angemessene Antwort auf dieses Problem zu finden, die vielen selbsterechten, auch auf diesem
Forum, gegen den Strich geht.
Zustimmung Benedikt:Nur erzählen Sie mir doch nicht, dass nach einer angenommenen Lockerung des Gebots
diese nur auf solche Härtefälle angewendet werden würde. Sie würde eben IMMER angewandt. Das ist einfach
eine Erfahrung aus der Praxis. Das würde ich auch so sehen. Die Scheidungsraten sind schon hoch genug.
Und wenn man einfach sagen kann, dass die Ehe mit der Ehefrau eine Zumutung ist und man sich in die Arme
einer anderen Frau statt in die Arme Gottes flüchtet, dann ist für so jemanden doch das Sakrament der
Ehe Perlen vor die Säue. Man darf auch nicht vergessen, dass vor allem die Kinder dann drunter leiden,
wenn Papa bei der „anderen“ den Weg zu Gott gefunden hat.
Aschera Aschera, wenn sie kein Priester sind nützt ihnen das Studium gar nichts, durch pures Bibellesen
kommt niemand in den Himmel. Für das Auslegen der heiligen Schrift haben wir den Papst und die Kirchenväter.
Das Dilemma der Geschieden fußt auf einem mangelndem Verständnis von den Sakramenten unseres Herrn.
Hier muss in Zukunft eine bessere Vorbereitung der Ehekandidaten durchgezogen werden, und zwar durch Katechese,
Exerzitien und intensivem Studiums von „Humanae Vitae“. Ziel dieser Übungen ist es Demut zu erlangen,
ohne die eine jede Gnade verdorrt. Aus der Demut aber erwächst Dankbarkeit und Treue, wodurch der Partner
als Person geehrt und nicht als Objekt benutzt wird. Dieses Prinzip gilt für alle Lebensbereiche. Ohne
Demut kommt man in Teufels Küche. Wie bei jeder Sünde, wird der Herr auch durch den Ehebruch erneut
ans Kreuz geschlagen. Ewig läßt er sich dieses nicht gefallen, und wird am Jüngsten Tag einem jeden
Menschen ein gerechtes Urteil zusprechen. Daher Buße, Buße, Buße.Sursum corda…Habemus ad Dominum!
aschera: Jetzt reicht’s! Mit dir allemal! >>noch irgendeinen anderen Eid Haben Sie das geflissentlich
überlesen oder was? In Jak 5,12 wird das Schwören grundsätzlich untersagt (me omnyete), noch deutlicher
in Mt 5,34 (me omosai holos = ÜBERHAUPT NICHT schwören). Lernen Sie Griechisch, verdammt noch mal!<<
Mein englisch reicht um deinen Humbug zulesen.
Jetzt reicht’s! noch irgendeinen anderen Eid Haben Sie das geflissentlich überlesen oder was? In Jak
5,12 wird das Schwören grundsätzlich untersagt (me omnyete), noch deutlicher in Mt 5,34 (me omosai holos =
ÜBERHAUPT NICHT schwören). Lernen Sie Griechisch, verdammt noch mal!
@Aschera Schwören generell. Es wird hier kein Gesetz erlassen auch vor Gericht nicht schwören zu dürfen.
Es richtete sich vornehmlich gegen die damals gängige Praxis gewohnheitsmäßig bei allen gewöhnlichen
Aussagen GOTT als Zeugen anzurufen oder auch beim Himmel, Erde oder Tempel zu schwören.
@aschera Anfrage: Hat Jesus das Schwören von Eiden nicht grundsätzlich verboten? Oder habe ich mich
da in der Bergpredigt und im sog. Jakobusbrief verlesen? Jak 5,15: Vor allem aber, Brüder, schwört nicht,
weder beim Himmel noch bei der Erde, noch irgendeinen anderen Eid. Es sei vielmehr euer Ja ein Ja und
euer Nein ein Nein, damit ihr nicht unter das Gericht fallt. Verboten: NEIN! Warnung vor dem Schwören
JA. Der Sinn, den Jesus der Schwurwarnung gab, dürfte durch die Worte: „Euer Ja sei ein Ja…usw.“ richtig
wiedergegeben sein. Der Hinweis auf das Gericht Gottes am Ende des verses sdoll auf die großen Gefahren
aufmerksam machen, die das häufige Schwören mit sich bringt. ZB Sir 23,11
@Aschera Hat Jesus das Schwören von Eiden nicht grundsätzlich verboten? Oder habe ich mich da in der
Bergpredigt und im sog. Jakobusbrief verlesen? Tja, wen und welche gängige Praxis in der damaligen Zeit
wird er wohl gemeint haben?
Mea maxima culpa. Tut mir sehr leid, aber manchmal überkommt es mich einfach, und dann passe ich mich
dem Niveau, das auf kreuz.net herrscht, an. Dafür entschuldige ich mich tausendmal.
@ aschera P.S. Dass ich sowohl Althebräisch als auch Alt- und Koinegriechisch sehr gut beherrsche, versteht
sich aufgrund meiner Profession von selbst. Ihre Profession bewahrt Sie dagegen leider nicht vor Ihren
infantilen Auswürfen, wie zB im „Vor lauter Ökumene“-Thread.
Babylon: der Sprachverwirrte >>Diese Unauflöslichkeit der Ehe ist absolut unnatürlich. Ich will da gar
nicht weiter drauf eingehen, aber ich würde dem Mann empfehlen:…<< Bei deiner Sprachverwirrung sicherlich.
Der Begriff Ehe bedeutet dir Haubentaucher ohnehin nix. Wenn zwei Menschen (Mann + Frau! Muss man heute
dazu schreiben) sich den Bund der Ehe vor Gott versprechen ist das nach biblischer Denkweise viel mehr
als ein Vertrag. Ein Vertrag wird durch ein versprechen geschlossen, ein Bund durch das Schwören eines
Eides. Ein Versprechen ist ein Gelöbnis das bindend wird durch die Unterschrift, die unter den vertrag
gesetzt wird: durch den NAMEN. Im Schwören eines Eides jedoch wird das Versprechen gleichsam auf eine
neue Stufe gestellt, dadurch dass der heilige Name Gottes um seinen Beistand und Segen angerufen wird.
Wer einen Eid schwört, unterwirft sich selbst göttlichem Urteil und einem Fluch, der uU ausgelöst wird.
Ein Eid ist somit eine viel stärkere und heiligere Form der Bindung. Noch ein bisschen Polemik für dich
Nasenpfeife: Siehe Schröder mit 4 Frauen, Fischer mit 5 Frauen, … usw. usf.
@ Jean: Meine Güte! Aus Ihrem Posting erkenne ich, dass Sie kein akademischer Theologe und schon gar
kein historisch-kritischer Exeget sind. Werden Sie’s, dann diskutiere ich mit Ihnen auf wissenschaftlichem
Niveau. Alles andere hieße Perlen vor die Säue werfen. P.S. Dass ich sowohl Althebräisch als auch Alt-
und Koinegriechisch sehr gut beherrsche, versteht sich aufgrund meiner Profession von selbst.
@ Stimme aus Wien Danke – endlich jemand, der zum Punkt kommt:Im Ehebruch zu leben ist ein Dauerdelikt,
Mord nicht. Wenn Sie noch hinzugefügt hätten, „nach der Lehre der Kath. Kirche“ – hätte ich ihnen vorbehaltslos
zugestimmt. Wieso „nach Lehre der Kirche“? Durch die Heirat mit einer anderen Frau ist die Trennung von
seiner ersten Frau von Dauer, also andauernd. Das hat nichts mit kath. Lehre zu tun, sondern ist ein objektiv
nachvollziehbares Faktum. In dem Moment, in dem die Ehe durch Kinder gesegnet wird hört sie auf, bloß
eine Sache zwischen den Ehepartnern zu sein. Die örtliche Trennung der Ehepartner wirkt sich in nicht
wenigen Fällen negativ auf die Psyche des Kindes aus. Die Eltern tragen gegenüber ihrem Kind somit eine
Verantwortung, die sie auch über ihre persönlichen Animositäten stellen müssen. Es ist nun mal so,
man kann es meinetwegen als Tragik bezeichnen, dass die Möglichkeit zum Neuanfang mit zunehmender Lebensdauer
dahinschwindet. Und: Es mag ja durchaus absolute Härtefälle geben, absolute Unzumutbarkeiten, die ein
weiteres Zusammenleben unmöglich machen. Nur erzählen Sie mir doch nicht, dass nach einer angenommenen
Lockerung des Gebots diese nur auf solche Härtefälle angewendet werden würde. Sie würde eben IMMER
angewandt. Das ist einfach eine Erfahrung aus der Praxis.
@schera Sie sind mir vielleicht ein Freizeittheologe! Das bisschen Griechisch mit „basileia“ soll wohl
exegetische Kenntnis insinuieren. Dann sollten Sie aber auch die terminologischen Fragen und Lösungsansätze
zum zitierten Nadelöhr-„Kamel“ kennen. Woher im übrigen nehmen Sie ihre bemerkenswert schwachen Behauptungen
zum sog. „Einsetzungsbericht“?
@Stimme aus W… Wahre Einsicht in die Schwere der ehebrecherischen Schuld würde auch mit der Einsicht
gesegnet als Zeichen der Busse und um der Heiligkeit der Unauflöslichkeit der Ehe dieses Opfer des Verzichts
auf die Eucharistie aus Respekt gegenüber Gläubigen die ihren Schnidelwutz besser im Zaum halten, bis
an das Lebensende zu erbringen. Sie reden Leuten nach dem Maul, die es gerne sehen würden, wenn ihnen
die Kirche die Ausflüge ihres Schnidelwutzes absegnen und das ALLERHEILIGSTE missbrauchend auch noch
nachwerfen würde. Selber ein Problem Stimme?
#21 Babylon † 14:22:52 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Das ist schon ein elendiges Thema. Diese Unauflöslichkeit der Ehe ist absolut unnatürlich. Ich will
da gar nicht weiter drauf eingehen, aber ich würde dem Mann empfehlen: Werde Lutheraner! Ist auch schön.
Benedikt Danke – endlich jemand, der zum Punkt kommt:Im Ehebruch zu leben ist ein Dauerdelikt, Mord nicht.
Wenn Sie noch hinzugefügt hätten, „nach der Lehre der Kath. Kirche“ – hätte ich ihnen vorbehaltslos
zugestimmt. Das ist nämlich unser Problem: man ist leider der falschen Meinung, ein „Ehebruch“, eine
kaputte Ehe, Partnerschaft, sei ohne weiteres wieder heil zu machen. Dies entspricht leider nicht den
Tatsachen: eine „unheilbar zerüttete Ehe“ ist halt „unheilbar“, wie der Name bereits sagt. So eine Ehe
als „Zeichen der Liebe Gottes zur Menschheit“ zu sehen, ist ein Blödsinn. Es gibt Fehler in einer Partnerschaft,
die man nicht rückgänglich machen kann – diese zu bereuen und einen neuen Anfang zu wagen, müsste auch
nach dem Kath. Sakramentenversändnis möglich sein. Oder glaubt man, dass die Frau ohne weiteres ihren
Mann, der mit einer Anderen ein Kind hat und einige Jahren mit ihr zusammengelebt hat, zurücknehmen würde
(wie im oben geschielderten Fall)? Um das zu erwarten braucht man schon viel Phantasie – stimmt’s nicht.
@ Stimme Wieso nimmt man sich das Recht dem Einen diese Gnade zugestehen und dem Anderen nicht? Ohne eine
Wertung abzugeben: Im Ehebruch zu leben ist ein Dauerdelikt, Mord nicht. Zum Zeitpunkt der Beichte ist
die Tat bereits beendet, von ihr kann auch nicht mehr zurückgetreten werden. Falls der Ehebrecher mit
seiner zweiten Frau bereits ein Kind hat, so ist seine Situation durchaus im antiken Sinne tragisch: Denn
auch dieses Kind zu verlassen wäre ethisch nicht ohne weiteres vertretbar (genau wie zuvor beim Kind
aus der ehelichen Beziehung).
@Stimme – lesen ! Was verspricht der „Sünder“ vorab dem Geistlichen?? Bitte, genauer lesen!! Er sucht
einen Priester auf und bringt ihm bei, daß seine Lebensbedingungen nicht veränderbar seien. Er könne
sich nicht vorstellen, den Rest seines Lebens ohne Sexualkontakte zu verbringen. Auch seine Konkubine
wolle darauf nicht verzichten und wünsche sich zudem ein zweites Kind.
Sehe ich auch so Jedes mal, wenn der Ehebrecher mit der Konkubine den Beischlaf vollzieht, bricht er immer
und immer wieder die Ehe mit seiner Ehefrau. Wo ist da denn Reue?
Horst Schlämmer Was verspricht der „Sünder“ vorab dem Geistlichen?? Bitte, genauer lesen!! Jeder Mensch
kann Fehler machen: der Mörder, der „Ehebrecher“ … und, jeder Mensch hat vor Gott die Möglichkeit
neu anzufangen, der Mörder so wie der Ehebrecher. Wieso nimmt man sich das Recht dem Einen diese Gnade
zugestehen und dem Anderen nicht?
@Stimme aus Wien Nach der Beichte kann ein Mörder ohne weiteres zur Hl Kommunion, den oben genannten
Christen wird das aber Verwehrt. Wenn der Mörder die Schwere seiner Schuld erkannt hat, Reue, Umkehr
versprochen und innerlich zerknirscht ist ( Gott sieht in das Herz ), hebt er sich wohltuend vom dem Sünder
ab, der dem Geistlichen in dem geschilderten Fall schon vorab „verspricht“ aber weiterhin die Ehe brechen
zu wollen.
Jawohl Und so sieht bei Ihnen historisch-kritische Exegese aus? Ein Kommentar erübrigt sich. Amüsant
ist es allemal. Sehr lustig: … HA HA HA Auskennen tun Sie sich aber nicht. o^/
Na sicher aschera schreibt: Der historische Jesus hat aber auch gesagt: Eher geht ein Kamel durch ein
Nadelöhr, als dass ein Reicher in die basileia tou theou gelangt. – NB: Kamele gehen NIEMALS durch Nadelöhre,
also kommt ein Reicher NIEMALS in die basileia. Was machen Sie mit diesem Ausspruch des historischen Jesus?
Nehmen Sie den auch so wörtlich wie das Scheidungslogion? Und so sieht bei Ihnen historisch-kritische
Exegese aus? Ein Kommentar erübrigt sich. Amüsant ist es allemal.
Jawohl Welche Worte der historischer Jesus benutzte ist die eine Sache, was er sagen wollte, die andere –
diesen Unterschied werden Sie auch kennen. Wenn das, was Sie bezüglich der Orthodoxie gesagt haben, stimen
würde, wäre es nicht logisch, dass die Hl. Kath. Kirche, wo die die volle Wahrheit des Evangeliums zu
finden ist (nach Ihren Worten), gleich zu Beginn diese Praxis verurteilt hätte? Wieso tat sie das nicht??
?:)
@ Jawohl! Der historische Jesus hat aber auch gesagt: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass
ein Reicher in die basileia tou theou gelangt. – NB: Kamele gehen NIEMALS durch Nadelöhre, also kommt
ein Reicher NIEMALS in die basileia. Was machen Sie mit diesem Ausspruch des historischen Jesus? Nehmen
Sie den auch so wörtlich wie das Scheidungslogion?
Heilige Schrift & Orthodoxie Ich bin keineswegs der Meinung, dass Jesus wirklich alles und alles so gesagt
hat, wie wir es im NT lesen. Aber die Worte gegen die Ehescheidung sind mit die am bestbezeugten Worte
des historischen Jesus. Die Ausnahmeklauseln, die man in der orthodoxen Kirche in einer viel späteren
Zeit hier herauslesen wollte, beruhen auf einer klaren Fehlinterpretation, schauen Sie sich einfach mal
die heutigen Kommentare an, und zwar nicht die von katholischen Fundamentalisten, sondern auch von evangelischen
Main-Stream-Exegeten. Im übrigen war den orthodoxen Theologen die laxe und evangeliumswidrige Praxis
ihrer eigenen Kirchen im Vergleich zu derjenigen der kath. Kirche stets überaus peinlich, weshalb sie
da nie groß draufhingewiesen haben, sie im Gegenteil immer eher schamhaft verschwiegen haben. Die ganze
Frage ist übrigens ein sehr deutliches Indiz dafür, dass die volle Wahrheit des Evangeliums eben in
der tat in der kath. Kirche zu finden ist, unbeschadet der vielen wertvollen Reichtümer auch in den orthodoxen
Kirchen und den kirchlichen Gemeinschaften, die aus der sog. Reformation hervorgegangen sind.
Blödsinn zum Quadrat! Die Kirche bekräftigt jedoch ihre auf die Heilige Schrift gestützte Praxis, wiederverheiratete
Geschiedene nicht zum eucharistischen Mahl zuzulassen. Wie Sie das mit der Bibel belegen wollen, müssen
Sie mir mal zeigen! Missbrauchen Sie die Hl. Schrift nicht zur Fundierung eines fundamentalistischen Rigorismus!
Jawohl Ließe man solche Menschen zur Eucharistie zu, bewirkte dies bei den Gläubigen hinsichtlich der
Lehre der Kirche über die Unauflöslichkeit der Ehe Irrtum und Verwirrung. Es wäre vielleicht angebrachter,
diese Gläubige aufzuklären statt die Wiederverheiratete aus der vollen Gemeinschaft auszuschließen.
Und: die von ihnen zitierte Stelle sagt nichts über das Sakramentenverständnis der Orthodoxie.
Familiaris consortio n. 84 Die Kirche bekräftigt jedoch ihre auf die Heilige Schrift gestützte Praxis,
wiederverheiratete Geschiedene nicht zum eucharistischen Mahl zuzulassen. Sie können nicht zugelassen
werden; denn ihr Lebensstand und ihre Lebensverhältnisse stehen in objektivem Widerspruch zu jenem Bund
der Liebe zwischen Christus und der Kirche, den die Eucharistie sichtbar und gegenwärtig macht. Darüber
hinaus gibt es noch einen besonderen Grund pastoraler Natur: Ließe man solche Menschen zur Eucharistie
zu, bewirkte dies bei den Gläubigen hinsichtlich der Lehre der Kirche über die Unauflöslichkeit der
Ehe Irrtum und Verwirrung. Die Wiederversöhnung im Sakrament der Buße, das den Weg zum Sakrament der
Eucharistie öffnet, kann nur denen gewährt werden, welche die Verletzung des Zeichens des Bundes mit
Christus und der Treue zu ihm bereut und die aufrichtige Bereitschaft zu einem Leben haben, das nicht
mehr im Widerspruch zur Unauflöslichkeit der Ehe steht. Das heißt konkret, daß, wenn die beiden Partner
aus ernsthaften Gründen – zum Beispiel wegen der Erziehung der Kinder – der Verpflichtung zur Trennung
nicht nachkommen können, sie sich verpflichten, völlig enthaltsam zu leben, das heißt, sich der Akte
zu enthalten, welche Eheleuten vorbehalten sind. (Quelle www.stjosef.at/…liaris_consortio.htm)
Jawohl Die Lehre Christi und seiner Kirche ist glasklar. ??? Ich kann mich nicht erinnern, dass die Kath.
Kirche jemals die Praxis der Orthodoxie verurteilte. So eindeutig wie Sie meinen ist die Sachlage nicht.
Anderseits finde ich es gut, dass sich auf diesem Gebiet etwas tut und „die Kinder beim Namen genannt“
werden, nämlich: die geschiedene wiederverheiratete Christen haben eine kleinere Schuld als ein Mörder.
Nach der Beichte kann ein Mörder ohne weiteres zur Hl Kommunion, den oben genannten Christen wird das
aber Verwehrt. Um die Logik dieser Regelung zu verstehen bedarf es sehr viel Phantasie.
Aushöhlung So eine Regelung wäre ja eine Aushöhlung des 6ten Gebots. Vielmehr sollte der geläuterte
Ehebrecher zu seiner Ehefrau zurückkehren und seine eheliche Familie und die aus dem Ehebruch entstandene
Familie unterhalten. Das wäre wahre Reue.
Kopfschütteln Man kann über manche Theologen nur den Kopf schütteln. „Ecce theologi qui tollunt peccata
mundi! Die Lehre Christi und seiner Kirche ist glasklar. Vgl. Joseph Cardinal Ratzinger, »Church, Pope,
and Gosepel« (letter to the editor), in: The Tablet (London), 26-X-1991, p. 1311: Cardinal Seper’s mention
in his letter of 1973 of the »approved practice in the internal forum« […] was not referring to the
so-called internal forum solution […]. Cardinal Seper […] was not addressing the question of the validity
of a prior marriage, but rather the possibility of allowing persons in a second, invalid marriage to return
to the sacraments if, in function of their sincere repentance, they pledge to abstain from sexual relations
when there are serious reasons preventing their separation and scandal can be avoided. Wenn eine Trennung
aus ernsthaften Gründen nicht möglich ist, müssen sie zumindest aufrichtig versprechen, künftig wie
Bruder und Schwester zusammenzuleben. (Mit Gottes Hilfe ist NICHTS unmöglich!!) Ansonsten kann von echter
Reue keine Rede sein. Immer noch grundlegend zum ganzen Thema:JP2, Familiaris consortio www.stjosef.at/…liaris_consortio.htm,
besonders n. 84.