Kopftuchstreit
Strikte Gleichbehandlung
Heute ist in staatlichen Schulen fast alles möglich. Doch wenn ein muslimisches Kopftuch daherkommt, wird man plötzlich empfindlich.
(kreuz.net, Stuttgart) Das Stuttgarter Verwaltungsgericht hat im sogenannten Kopftuchstreit die schriftliche Urteilsbegründung vorgelegt.

Das berichtete die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ gestern Mittwoch.

Vorausgehend gestattete das Gericht einer deutsch-muslimischen Lehrerin das Kopftuchtragen im Unterricht.

Kritiker des Urteils hatten behauptet, daß das islamische Kopftuch nicht nur eine religiöse Bedeutung habe, sondern auch für eine politische Botschaft stehe.

Dagegen erklärt die Urteilsbegründung, daß die klagende Lehrerin nach glaubhaften Darlegungen mit ihrem Kopftuch keine politische Botschaft vermitteln wolle.

Die Richter sind der Auffassung, daß das Kopftuchtragen und die Nonnentracht im Schuldienst gleich zu behandeln seien.

Zwar bekräftigen die Richter, daß die in der von der „Klägerin getragenen Kopfbedeckung enthaltene Bekundung“ geeignet sei, „die Neutralität des Landes gegenüber Schülern und Eltern oder den politischen, religiösen oder weltanschaulichen Schulfrieden zu gefährden oder zu stören“.

Das baden-württembergische Schulgesetz verbiete sowohl religiöse wie auch politische Bekundungen.

Die Richter halten es demnach für zulässig, auch abstrakte Gefährdungen der schulischen Neutralität zu benennen und ihnen vorzubeugen.

In der Urteilsbegründung wird sogar zugestanden, daß die ständige Konfrontation mit einem solchen Kopftuch im Unterricht auch eine andere Qualität als das bloße Wissen um die islamische Glaubenszugehörigkeit einer Lehrerin habe.

Die Klägerin könne sich deshalb nicht mit Erfolg darauf berufen, daß es an ihrer Schule wegen des Kopftuchs nie Schwierigkeiten gegeben habe. Auch könne sie nicht behaupten, ihre Religion sei allgemein bekannt, so daß das Kopftuchverbot nichts mehr bewirke.

Denn es gehe dem Landesgesetzgeber im Schulgesetz um die Vermeidung abstrakter Gefahren, die vom Tragen des Kopftuchs ausgingen.

Doch dann stellt das Gericht fest, daß die Verwaltungspraxis des Landes gegen das Gleichbehandlungsgebot verstoße, wenn an einer staatlichen Grundschule in Baden-Baden Nonnen in ihrem Ordenshabit allgemeinbildende Fächer unterrichteten.

Das Nonnenhabit sei – ebenso wie das islamische Kopftuch oder die jüdische Kippa – Ausdruck eines religiösen Bekenntnisses.

Während der Landesgesetzgeber eine Privilegierung christlicher und jüdischer Bekenntniszeichen schaffen wolle, müsse das Schulgesetz im Sinne strikter Gleichbehandlung der Religionsgemeinschaften ausgelegt werden.

Der mit der Prozeßvertretung des Landes beauftragte Tübinger Verfassungsrechtler Ferdinand Kirchhof glaubt, daß das Verwaltungsgericht mit dieser Argumentation die Intention des Gesetzgebers konterkariere.

Kirchhof wird darum beim Verwaltungsgericht Stuttgart eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Berufung einlegen.

Wenn dieser stattgegeben wird, ist der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof Mannheim als nächste Instanz anzurufen.

Der frühere Verfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde hält indessen die strikte Gleichbehandlung aller Glaubensgemeinschaften für unerläßlich.

Um den Weg in die Laizität nicht zu ebnen, der mit einer Verdrängung der Religion ins Private einherginge, hält Böckenförde das Kopftuchtragen einer muslimischen Lehrerin für möglich, sofern sie damit keine Indoktrination verbindet.
      
30 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#30   Aldo Carigiet   09:28:17 | Donnerstag, 17. August 2006
Kippa, Kopftuch und Nonnenhabit unter einem Hut?
Warum zieht man nicht die Priesterkleidung (-habit), die in manigfacher Ausführung vom Missionar bis zum Kardinal vorhanden ist, nicht in diesen sogenannten Streit mit ein?
Warum soll ein Kopftuch mit der Kippa vergleichbar sein?
Ist das Kopftuch mit dem Nonnenhabit vergleichbar?
Wer kommt auf solchen Mist? Sind das Analphabeten oder tatsächlich Richter?
Ich verstehe die Welt nicht mehr, dass es so dumme Personen gibt, die sowas behaupten können!
Täte diesen Leuten ein Katechetikkurs nicht gut?
Sollten Immigranten sich grundsätzlich nicht den Gepflogenheiten des Gastlandes anpassen?
Oder sind wir tatsächlich soweit, dass derjenige, der in „seiner“ Heimat leben und bleiben möchte, sich den Einwanderern anpassen und bücken muss?
Ist das nicht eine sehr gefährliche Entwicklung?
Quo Vadis christliches Abendland?
Quo Vadis, lieber Bürger, wenn Du Dich den andern, den Minderheiten, den Gastrechtverletzenden,…, anpassen musst?
Wie lange noch ?
Warum? Warum? Warum?
Habe ich in meinem eigenen Land keine Rechte mehr, nur die Neu-zu-Züger?
Wo und wie finde ich den Heimat?
Redaktion benachrichtigen
#29   MK28   10:51:19 | Montag, 31. Juli 2006
Die Schaltkreisfehlfunktionen des Elendesten Sünders
Der Medjugorje-Jünger E.S. ist wirklich drollig:
Was an meinem Statement „Und dieses Konzil als Ereignis ist eben offen antikatholisch, es leugnet in seiner Praxis und in der sich daraus entwickelnden Theologie nahezu das gesamte depositum fidei.“ falsch ist, weiß ich nicht; ich rede vom Ereignis und von der Praxis, nicht vom Text. Dasselbe bei dem Meß-Zitat: Daß die Messe gültig sein kann, es aber in praximeist nicht ist, entspricht beständiger FSSPX-Meinung. Wieso funktionieren also meine Schaltkreise nicht?
Der Hit kommt aber:
aufklärerischer Anliegen, wie die europäische Einigung,
Die europäische Idee als aufklärerisches Anliegen; nicht schlecht! Wahrscheinlich halten Sie die Nationalstaaten dann auch für gut katholisch, oder? Mann, Sie sind nur dä…
staatliche Einflußnahme auf Schule
eine staatliche Schulaufsicht halte ich idT für sinnvoll.
und Familie,
habe ich nie gefordert, aber, was solls?
Islamophobie in Verbindung mit kriegshetzterischen Parolen
Wie gesagt, lesen Sie mal den Aufruf von Papst Urban II zum 1. Kreuzzug auf dem Konzil von Clermont 1095 durch: Der Tempel des Herrn, … ist nun Sitz des Teufels geworden… Bewaffnet euch mit dem Eifer Gottes, liebe Brüder, gürtet eure Schwerter an eure Seiten, rüstet euch und seid Söhne des Gewaltigen! Besser ist es, im Kampfe zu sterben, als unser Volk und die Heiligen leiden zu sehen.
Soweit Urban II, der alte Aufklärer!
Aber was schert einen Elendesten Sünder die Wahrheit, er hat doch seine bornierten Vorurteile.
Redaktion benachrichtigen
#28   Jörg Guttenberger, Köln   16:31:54 | Samstag, 29. Juli 2006
Kopftuch – Ordenstracht
Die Auffassung, die Ordenstracht christlicher klösterlicher Gemeinschaften und das Kopftuch der Moslems seien gleichermaßen Ausdruck religiöser Bekenntnisse, ist schlichtweg falsch!
Bekanntlich werden Ordenstrachten und Priesterkleidung ausschließlich von den entsprechenden Berufsgruppen getragen, ähnlich Kleidung von Soldaten, Polizisten, Post- und Bahnbeamten, Hausmeisterkittel und städtischer Müllabfuhr. Es handelst sich also ausschließlich um Berufskleidung.
Das Kopftuch hingegen soll von allen Moslem-Frauen getragen werden und ist damit einzig ein Zeichen religiöser Zugehörigkeit.
Bei konsequenter Befolgung des Urteils dürfte daher kein Polizist in Uniform das Grundstück einer städtischen Schule mehr betreten, und der Hausmeister hat gefälligst keinen Kittel mehr zu tragen, sondern in Schlipps und Kragern aufzutreten! Witz?
Redaktion benachrichtigen
#27   Elendester Sünder   13:45:56 | Samstag, 29. Juli 2006
Bei MK28
handelt es sich um einen Maulwurf.
Er gibt sich traditionalistisch katholisch, teilt aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit Hiebe gegen die Kirche aus („V2“, „JP2“ und „B16“ wären „häretisch“).
Obwohl er sonst gegen „Verschwörungstheorien“ so auffallend agressiv auftritt, versteigt er sich zum Schaden der Kirche zu folgender Feststellung; „Und dieses Konzil als Ereignis ist eben offen antikatholisch, es leugnet in seiner Praxis und in der sich daraus entwickelnden Theologie nahezu das gesamte depositum fidei.“
Sein großes Anliegen ist die Propagierung aufklärerischer Anliegen, wie die europäische Einigung, staatliche Einflußnahme auf Schule und Familie, Islamophobie in Verbindung mit kriegshetzterischen Parolen, wie „Jedes Zurückweichen verstärkt die Militanz“ usw.
Dabei kommt es in MK28s Oberstübchen manchmal auch zu lustigen Schaltkreisfehlfuntkionen folgender Art:
06. Februar 2006 15:46
Die Gültigkeit der Neuen Messe habe ich nicht bestritten; sie kann gültig sein, wobei ich angesichts des Bildungs- und Glaubensstandes der mi bekannten Priester davon überzeugt bin, daß sie idR ungültig ist.
Redaktion benachrichtigen
#26   Benedikt   17:59:41 | Freitag, 28. Juli 2006
@ Babylon
Die Kriterien sind in einem Gestz o.ä. festgelegt. Ansonsten hätte ein Gericht nicht darüber entscheiden können.
Und die Gesetze werden vom Gesetzgeber erlassen, also verkürzt ausgedrückt vom Staat. Demnach kann er also Religionen bevorzugen.
Das Kopftuchurteil hat – wie ich schon sagte – hiermit nichts zu tun, da es eine Frage der Religionsausübung ist. Ich habe – so der Ausgangspunkt dieser Diskussion – lediglich etwas zum Beitrag von timpressum sagen wollen, der behauptet hat, der Staat müsse alle Religionen gleich behandeln.
Redaktion benachrichtigen
#25   Babylon †   16:22:27 | Freitag, 28. Juli 2006
@ Benedikt: Ehrkich gesagt: Nein.
Die Kriterien sind in einem Gestz o.ä. festgelegt. Ansonsten hätte ein Gericht nicht darüber entscheiden können.
Die Zeugen Jehovas haben doch Recht bekommen.
Also worauf willst Du hinaus? Daß der Staat traditionelle Religionsgemeinschaften bevorzugt? – Offensichtlich nicht.
Redaktion benachrichtigen
#24   Benedikt   16:12:17 | Freitag, 28. Juli 2006
@ Babylon
Die Religionen werden alle gleichbehandelt; es müssen nur die erforderlichen Kriterien erfüllt werden.
Und wer legt diese Kriterien fest? Na? Merken Sie was? ;-)
Redaktion benachrichtigen
#23   Babylon †   15:59:44 | Freitag, 28. Juli 2006
@ Benedikt: Doch!
Die Religionen werden alle gleichbehandelt; es müssen nur die erforderlichen Kriterien erfüllt werden.
Die Zeugen Jehovas hatten gegen eine erste, negative Entscheidung geklagt und haben ihre Anerkennung als Körperschaft d. Ö-Rechts durchgesetzt. Das spricht für Gleichbehandlung und Rechtsanspruch darauf.
Redaktion benachrichtigen
#22   Benedikt   15:31:53 | Freitag, 28. Juli 2006
@ Babylon
@ Benedikt: Der Staat hat keine Religion zu priviligieren. Körperschaften des Öffentlichen Rechts haben nichts mit der Religionsgemeinschaft an sich zu tun. Es kommt nur auf bestimmte Kriterien an, die erfüllt sein müssen, z.B. die Gewähr der Dauerhaftigkeit (was ein Mindestmaß an Mitgliedern über mehrere Jahre erfordert etc.).
Darum ist ja nicht nur die kath. Kirche, sondern auch die vielen ev. Kirchen und auch die Israelitische Kultusgemeinde und neuerdings in Berlin auch die Zeugen Jehovas als Körperschaften des Ö-Rechts anerkannt.
Möglicherweise folgt demnächst auch eine muslimische Gemeinschaft. Zumindest wär das jederzeit möglich.
Ja genau: „Möglich“, Ein Rechtsanspruch existiert aber nicht, weswegen es auch keine Gleichbehandlung der Religionen gibt.
@ methusalix
Richtig, Richtig, aber darum ging es mit nicht. Dies ist ja eine Frage der Religionsfreiheit, das andere, ob der Staat jede Religion gleich behandeln muss.
Redaktion benachrichtigen
#21   santa rita   14:53:27 | Freitag, 28. Juli 2006
@MK28
Interreligiöse Spinnereien sind mir völlig fremd. Aber was stellen Sie sich den vor, wie die ganze Welt katholisch werden soll? Durch Plaudereien mit Liberalen, bei denen Sie sich daran ergötzen (zum Schein) ernst genommen zu werden?
Oder glauben Sie, dass die abgefallene Konzilskirche zu einer solchen missionarischen Leistung imstande ist? Wenn man in den 50er Jahren auf der Linie Pius XII weitergemacht hätte, wäre die ganze Welt längst katholisch. Aber dann kam der Dolchstoss des Konzils.
Es geht heute nur noch durch ein übernatürliches Eingreifen Gottes durch Maria. Maria ist der Rettungsanker Gottes für alle Menschen guten Willens, gleich welcher Religion. Maria wird die Freimaurerei vernichten, das grösste Hinderniss für die Katholisierung der Welt.
Redaktion benachrichtigen
#20   MK28   12:55:01 | Freitag, 28. Juli 2006
Fräulein? Dir?
Tut mir leid, aber weiblichen Geschlechts bin ich nicht. Und per Du sind wir auch nicht.
Ansonsten hat es was Komisches, sich von einem Medjugorje-Anhänger als „halbblind“ anschwärzen zu lassen. Wobei, unter den ganz Blinden (wie Elendester Sünder) sind die Halbblinden ja bekanntlich Könige.
Im Ernst: Es sind Wirrköpfe wie Sie, die dafür sorgen, daß der Glaube in der öffentlichen Debatte nicht gehört wird. Sie sind einfach zu weit außerhaslb dessen, was man sich ernsthaft antun will. Da braucht es keine Freimaurer, damit ihr Unsinn ungehört bleibt, dafür sogen Sie ganz allein.
Die Auflistung meiner Dummheiten interessiert mich gleichwohl.
Redaktion benachrichtigen
#19   Elendester Sünder   12:30:27 | Freitag, 28. Juli 2006
Fräulein Mk28,
ich sage es dir ganz ehrlich: Wir können hier auf halbblinde Christen, die „westliche Werte“ verteidigen wollen, getrost verzichten. Daß du über einen sehr eingeschränkten, geistigen Horizont verfügst, hast du in deinen früheren Leserbriefen schon bewiesen. Wenn du willst, kann ich dir dafür gerne Beispiele nennen.
Redaktion benachrichtigen
#18   MK28   11:40:58 | Freitag, 28. Juli 2006
Rangfolge der Feinde
Mk28 rate ich, weniger Freimaurerpresse zu lesen und statt dessen mehr den Verstand einzusetzen.
Wenn es nicht so traurig wäre, was Sie so absondern, müßte man darüber lachen. Verschwörungstheorien vernebeln eben den Verstand.
Santa Rita, ich befürchte, ihre interreligiösen Träume sind irreal. Horribile dictu, aber da ist mir ein gepflegtes Streitgespräch mit einem Liberalen auf der Basis der gemeinsamen kulturellen Wurzeln über die Grenzen der Vernunft und die Rolle Gottes (wie zwischen Ratzinger und Habermas) allemal lieber und auch für meinen Glauben fruchtbringender als irgendeine gemeinsame Sache mit Modlems gegen die westlichen Werte.
Die Amsterdamer Erscheinungen sind deshalb auch aus gutem Grunde kirchlich nicht anerkannt. Lesen Sie mal die Papstrede zum 1. Kreuzzug, da wird der Islam als die „Lehre des Teufels selbst“ bezeichnet. Und mit denen wollen Sie paktieren, um unsere Kultur – die sicher derzeit defizitär ist – zuzerstören?
Redaktion benachrichtigen
#17   Elendester Sünder   10:58:02 | Freitag, 28. Juli 2006
Danke santa rita,
zu dieser Erkenntnis der Dinge, wie du sie angesprochen hast, muß man als Christ gelangen, dann wird man auch keine Probleme mehr mit Glaubenszweifeln haben. Je mehr Menschen begreifen, was sich auf dieser Erde wirklich abspielt, desto besser.
Mk28 rate ich, weniger Freimaurerpresse zu lesen und statt dessen mehr den Verstand einzusetzen.
Redaktion benachrichtigen
#16   santa rita   10:22:22 | Freitag, 28. Juli 2006
@MK28
Die von Ihnen vertretene Rangfolge der Gegner halte ich für sehr bedenklich, auch wenn ich Ihre Beiträge sonst sehr schätze.
Wir sind hier im Westen mit der Situation konfrontiert, dass aus der sog. Aufklärung, dieser gottverneinenden Gehirnwäsche, der Mensch der Gesetzlosigkeit hervorgegangen ist, der sich über Gott und alles Heilige erhebt. Die Entwicklung dieses Menschentyps kulminiert letztlich in Person und Auftreten des Antichrist (Punkt Omega). Insofern muss man Teilhard de Chardin, der die Evolutionstheorie auf die Theologie übertragen hat, vom Kopf auf die Füsse stellen.
Im Hinblick auf den vorbeschriebenen Menschentyp stehen uns die Moslems näher, auch wenn sie ein falsches Gottesbild haben. Die Moslems zur Wahrheit des katholischen Glaubens führen kann nur Maria im Signum Magnum als Frau aller Völker. „Sie werden mich „die Frau“ nennen“, sagt Maria in Amsterdam. Damit können nicht die Christen gemeint sein, da diese die Muttergottes sofort erkennen. Wohl in erster Linie die Moslems, auch im Hinblick auf „Fatima“.
Redaktion benachrichtigen
#15   Aloah   18:11:03 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@MK28
>>…
Fällt Israel, gibt das der islamistischen Bewegung weltweit den Turbo.
…<<
Das würde ich eher darin sehen wenn Israel zu Grunde gehen sollte dann ist im gesamten Nahost und darüber hinaus ALLES zu ENDE dann hast du die Apokalypse im regionalen oder Weltweit.
Israel hat die A-Bombe und die anderen Zauberer sollten sich mal schlau machen was es bedeutet den nuklearen Winter zu inszenieren.
Der Rest ist in Tschernobyl zu studieren oder an den Bequerel Werten Abzulesen.
Redaktion benachrichtigen
#14   MK28   17:50:24 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@ Sulpicius, Elendester Sünder?
Warum darf das Weib kein Kopftuch tragen?
Man muß kein Freudianer sein, elendester Sünder, um bei Ihrem Posting sexuelle Probleme zu diagnostizieren.
Es ist ganz einfach: Wir haben eine existenzielle kulturelle Auseindandersetzung zwischen dem Westen und der islamischen Welt. Wir sind Teil des Westens, auch wenn innerwestlich derzeit Leute das Sagen haben, die unserer Auffassung nach neben der Spur liegen. Wer aber glaubt, er könne seine innerwestlichen Probleme durch eine Koalition mit den außerwestlichen Feinden unserer gesamten Kultur lösen, der irrt.
Deshalb ist es auch richtig, im Nahost-Konflikt eine tendenziell pro-israelische Politik einzunehmen. Die Israelis mögen übers Ziel hinaus schießen, arrogant und überhaupt unsympathisch sein, aber es sind unsere. Fällt Israel, gibt das der islamistischen Bewegung weltweit den Turbo. Und das ist das letzte, was unser derzeit nicht gerade kampfbereites Europa brauchen kann; wir würden in wenigen Jahrzehnten völlig islamisiert sein. Wie sagt es Paulus: geliebt um der Väter, aber unsere Gegener um des Evangeliums willen.
Wir mögen interne innerwestliche Probleme haben, aber nach außen hin sitzen wir im selben Boot. Das gilt für die Israelis, das gilt für die Liberalen. Wer hier die Rangfolge der Gegner verkennt, öffnet Europa dem Islam; und dann finis Europae!
Redaktion benachrichtigen
#13   Babylon †   17:19:25 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Aaaalso…
@ Benedikt: Der Staat hat keine Religion zu priviligieren. Körperschaften des Öffentlichen Rechts haben nichts mit der Religionsgemeinschaft an sich zu tun. Es kommt nur auf bestimmte Kriterien an, die erfüllt sein müssen, z.B. die Gewähr der Dauerhaftigkeit (was ein Mindestmaß an Mitgliedern über mehrere Jahre erfordert etc.).
Darum ist ja nicht nur die kath. Kirche, sondern auch die vielen ev. Kirchen und auch die Israelitische Kultusgemeinde und neuerdings in Berlin auch die Zeugen Jehovas als Körperschaften des Ö-Rechts anerkannt.
Möglicherweise folgt demnächst auch eine muslimische Gemeinschaft. Zumindest wär das jederzeit möglich.
Ebenso könnte eine gut organisierte Suppenkasperreligion oder die Religion des Fliegenden Spaghettimonsters anerkannt werden.
@ MK 28: Tradition und Gewohnheitsrecht scheiden hier ganz klar aus, weil eine gesetzliche Regelung vorliegt.
@ Pünktchen: Letztendlich ist Symbol Symbol. Daß jedes Symbol was anderes ausdrückt ist klar. Darauf braucht sich ein Gericht aber nicht einzulassen. Wenn doch: Das Kruzifix ist Darstellung einer grausamen, zutiefst ehrlosen Hinrichtungsart der Antike. Wenn Jesus gehängt worden wäre, würden heute Galgen in den Kirchen stehen. Das muß man sich mal klar machen. Das eine wie das andere ist für nichtchristliche Schüler unzumutbar.
@ Beobachterin: Mit Verteidigung des Islam hat das nichts zu tun. Alle religiösen Symbole haben unterschiedslos in den Schulen nichts zu suchen.
Redaktion benachrichtigen
#12   Sulpicius   16:39:14 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Warum empfindlich beim Kopftuch?
Weil es ein Zeichen dafür ist, wogegen unsere verrottete Gesellschaft seit Jahren erfolgreich agiert hat…
Redaktion benachrichtigen
#11   methusalix †   16:30:12 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Der Staat ist aber zur Neutralität verpflichtet.
Sorry, aber von einer „Gleichstellung der Religionen“ steht im Grundgesetz überhaupt nichts.
Deswegen darf er der einen Religion nicht gestatten, was er der anderen verbietet.
Der Kopftucherlass der B.-W. Landesregierung war wegen dieser Ungleichheit von vornherein zm Scheitern verurteilt.
Redaktion benachrichtigen
#10   Elendester Sünder   16:19:58 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Wieso darf das Weib kein Kopftuch tragen?
Bei diesem ganzen Geplapper verstehe ich nicht, wieso das Weib kein Kopftuch mehr tragen darf. Wen stört das? Den Teufel? Vergewaltiger? Und was hat das mit dem Islam zu tun?
Ach ja, in islamischen Ländern ist ja noch mehr Vernunft erhalten geblieben als in den Ländern, die man früher christlich nannte.
Redaktion benachrichtigen
#9   Benedikt   15:28:40 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@ timpressum
Einen Unterschied zwischen Kippa, Kopftuch und Schleier ist wegen der im Grundgesetz vorgeschriebenen Gleichstellung der Religionen nicht vorgesehen!
Sorry, aber von einer „Gleichstellung der Religionen“ steht im Grundgesetz überhaupt nichts. Wenn Sie gleich eine Suppenkasperreligion erfinden und beim Staat den Status einer Körperschaft des Öff. Rechts beantragen, dann werden Sie abgewiesen.
Es hindert Sie jedoch niemand daran, Ihre Suppenkasperreligion auszuleben. Das garantiert Ihnen das GG.
Redaktion benachrichtigen
#8   Beobachterin   15:20:40 | Donnerstag, 27. Juli 2006
keine Gleichbehandlung von grundgesetzfeindlichen Normen
Anstatt (nun) engagiert die strikt laizistische Position in die öffentliche Waagschale einzubringen, tappt ein Teil der demolierten deutschen Restlinken prompt in die aufgestellte Falle und reagiert auf die Bestrebungen von christlichen und konservativen Kräften, nur das Kopftuch zu verbieten, aber die christlichen Symbole unangetastet zu lassen, mit der ‘Verteidigung des Islam’.
So werden gesetzliche Regelungen, die sich gegen eine öffentliche Anerkennung antiemanzipatorischer und grundrechtsfeindlicher islamischer Normen und Praktiken richten und einer Ausbreitung islamistischer Tendenzen entgegenstehen, in eine „Diskriminierung der muslimischen Bevölkerung“ uminterpretiert, als wäre es nicht die Aufgabe der deutschen Linken, sich gerade mit den Opfern der unterschiedlichen islamischen Unterdrückungspraxen zu solidarisieren.
Was in diesen und ähnlichen „pro-muslimischen“ Äußerungen zum Ausdruck kommt, ist eine ausgeprägte Unkenntnis bezüglich des Islam als ganzheitlich-kulturprägende Herrschaftsideologie.
Dieses und mehr zum Kopftuch hier lesen:
www.glasnost.de/…ren/krauss/kpst.html
Redaktion benachrichtigen
#7   timpressum †   15:19:22 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Entweder – oder…
Wir sollten nicht vergessen, daß wir in einem säkularen Staat Entweder der Gesetzgeber entscheidet sich dafür, alle religiösen Symbole im öffentlichen Raum zuzulassen oder zu verbannen. Einen Unterschied zwischen Kippa, Kopftuch und Schleier ist wegen der im Grundgesetz vorgeschriebenen Gleichstellung der Religionen nicht vorgesehen!
Redaktion benachrichtigen
#6   aschera   14:47:20 | Donnerstag, 27. Juli 2006
nö…
Letztlich wird man also nicht umhin kommen, zwischen den Religionen zu unterscheiden. Und dagegen habe ich nichts.
Und genau das darf ein demokratisch verfasster Staat nicht – zu Recht. Einzig, wo durch eine Religionsgemeinschaft Rechte verletzt werden, darf der Staat eingreifen.
Redaktion benachrichtigen
#5   MK28   14:41:21 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Das Stuttgarter Urteil
wird wohl nicht halten.
Der Ordenshabit ist eben ein privilegiertes Kleidungsstück. Für diese Priviligierung gibt es zahlreiche gute Gründe, etwa die Tradition oder das Gewohnheitsrecht.
Letztlich zeigen sich aber an solchen Fällen die zunehmenden Probleme mit der Religionsfreiheit, wie sie heute verstanden wird. Das Kopftuch zulassen hieße, auf den letzten Versuch, den Islam zu integrieren, zu verzichten. Es ist der Weg in die Parallelgesellschaft. Daher muß es verboten werden.
DerVerzicht auf den Habit ist hingegen nicht akzeptabel. Letztlich wird man also nicht umhin kommen, zwischen den Religionen zu unterscheiden. Und dagegen habe ich nichts.
Redaktion benachrichtigen
#4   Pünktchen   14:34:41 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Nur Gleiches gleichbehandeln!
Aus einem Leserbrief des ev. Theologen Dietr.-Alex Koch in der FAZ:
„…setzt die Anwendung des Gleichheitsgrundsatzes voraus, daß die betreffenden Sachverhalte tatsächlich vergleichbar sind. Dazu hätte man aber die jeweilige Funktion der beiden „Symbole“ innerhalb der betreffenden Religion prüfen müssen. Das Tragen des Kopftuchs ist für Musliminnen grundsätzlich religiöse Pflicht. So stellte der oberste Geistliche der Al-Ahzar Moschee in Kairo, eine besonders traditionsreiche Lehrinstanz des sunnitischen Islam, angesichts der Diskussion um das Kopftuchverbot in französischen Schulen fest: In islamischen Ländern sei es selbstverständlich Pflicht einer Muslimin, ein Kopftuch zu tragen, in nichtmuslimischen Ländern sei aber eine Anpassung an das dortige Rechtssystem mit dem Islam vereinbar. Selbst diese vergleichsweise moderate Position setzt voraus, daß grundsätzlich für jede Muslimin das Kopftuch religiöse Vorschrift ist. Entsprechend groß ist der Druck auf muslimische Schülerinnen auch in Deutschland, der von allen traditionalistischen Kreisen ausgeht. Und kopftuchtragende Lehrerinnen verstärken objektiv diesen Druck, unabhängig von allen persönlichen Bekundungen. Die Ordenstracht einer katholischen Nonne ist noch nie innie in den 2000 Jahren des Bestehens des Christentums zur verbindlichen Norm für alle Christinnen erklärt worden, sondern ist schon immer Zeichen einer besonderen religiösen Lebensform innerhalb des Christentums gewesen.“ …
Redaktion benachrichtigen
#3   aschera   14:26:54 | Donnerstag, 27. Juli 2006
@ Babylon:
Sie haben Recht: Konsequenterweise müssen bei einem Verbot religös verbrämter Kleidungsstücke neben Kopftuch auch Kippa und Mönchs-/Nonnentracht raus aus den Schulen, ebenso wie Wandkreuze als religiöse Symbole. Aber im Ernstfall wird dann immer von „der christlich-abendländischen Tradition Europas“ gesprochen, die christliche Symbole in Schulen doch wohl als Ausnahme rechtfertigen würde. Eine solche „Argumentation“ ist allerdings extrem kurzsichtig – es sei nur an unsere arabischen Ziffern, die Ausdrücke „Algebra“ und „Chemie“ usw. erinnert.
Daher: Gleiches Recht und gleiches Verbot für alle – auch wenn’s der „christlichen“ CD/SU nicht passt.
Redaktion benachrichtigen
#2   Babylon †   14:18:49 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Das Gericht hat recht!
Auch das Gesetz, das das Tragen religiöser Symbole durch staatliche Lehrkräfte untersagt, hat recht.
Nur will das Gesetz – noch von Schavan konstruiert – den christlichen Symbolen einen gewissen Vorrang geben. Und das geht natürlich nicht, weil der Staat zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtet ist.
Daher ganz konsequent: Wenn kath. Ordensfrauen in Ordenstracht unterrichten dürfen (wie an einer Grundschule in Baden-Wü.), dann dürfen auch muslimische Lehrerinnen Kopftuch tragen.
Wenn man das eine nicht will (Kopftuch), muß man auch das andere (Ordenstracht) verbieten.
Redaktion benachrichtigen
#1   Benedikt   12:40:02 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Intention
Der mit der Prozeßvertretung des Landes beauftragte Tübinger Verfassungsrechtler Ferdinand Kirchhof glaubt, daß das Verwaltungsgericht mit dieser Argumentation die Intention des Gesetzgebers konterkariere.
…und das ist gut so. Wer stellt die Intention des Gesetzgebers sicher? Mit dieser Hilfskonstruktion werden die absurdesten Urteilssprüche am Gesetzeswortlaut vorbei begründet. Soll der Gesetzgeber die Gesetze vernünftig formulieren, dann gibt es das Problem nicht.
Dieser Fall ist sogar noch weitgehender. Mit Hilfe der ungeschriebenen „Intention des Gesetzgebers“ wird hier die Verfassung ausgehebelt. Denn ein Gesetz, das nur Juden und Christen, nicht aber Muslimen Rechte wie im Text beschrieben einräumen würde, würde vom Verfassungsgericht wg. Art. 4 GG nach Klagerhebung umgehend kassiert.
Das Problem hat man mit der Hilfskonstruktion nicht, dass aber kann nicht im Sinne des Souveräns(!) sein.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
KopftuchurteilEine gut katholische Lösung MuselmanenDie Westmenschen sind egoistisch, arrogant, geizig und unmoralisch TürkeiStaatsfeinde MuselmanenKoranverse neben dem Kreuz MuselmanenMoslems sehen den gottlosen Westen als ihren Gegner MuselmanenMulti-Kulti- Katastrophe MuselmanenRückkehr zum Islamismus MuselmanenKonvertiert die ganze Schule? MuselmanenVon den Moslems vertriebener Priester wegen „Islamophobie“ vor Gericht MuselmanenWarten auf den Henker MuselmanenProstitution oder Passionsspiel? MuselmanenDie Taufe für Moslems und Juden MuselmanenDie westlichen Werte MuselmanenEin langsames und stilles Massaker MuselmanenDie Staatsbürgerschaft über die religiöse Überzeugung stellen
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net