08:11:33 | Freitag, 28. Juli 2006
Papst traf Ex-Pressesprecher + Kardinal George hat Blasenkrebs + Fortschritt auf die perverse Art + Das erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit + Damit die Apologeten des Krieges sehen, wofür sie stehen
Papst traf Ex-PressesprecherItalien. Papst Benedikt XVI. hat am Mittwoch in seinem Urlaubsort Les Combes
an einer Feier für den früheren Pressesprecher des Vatikan, Joaquín Navarro-Valls, teilgenommen. Navarro
war auf persönliche Einladung des Papstes ins Aosta-Tal gereist. Der Heilige Vater wird seinen Urlaub
in Les Combes heute nachmittag beenden und in seine Sommerresidenz Castelgandolfo in der Nähe von Rom
reisen.
Kardinal George hat BlasenkrebsUSA. Der Erzbischof von Chicago, Francis Kardinal George, leidet
an Blasenkrebs. Gestern wurde ihm deshalb die ganze Urinblase operativ entfernt. Die Fünf-Jahre-Überlebenschance
bei dieser Erkrankung liegt bei 85%, wenn der Tumor bei der Operation ganz entfernt werden kann und der
Krebs nicht in die Lymphknoten oder in anderes Gewebe eingedrungen ist.
Fortschritt auf die perverse
ArtVatikan. Die vatikanische Tageszeitung ‘L’Osservatore Romano’ hat die Entscheidung der EU, die embryonale
Stammzellenforschung
zu finanzieren, scharf kritisiert. Der Kompromiß sei „das makabre Produkt eines
perversen Verständnisses von Fortschritt“. Der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Bischof
Elio Sgreccia, beklagte vor der römischen Nachrichtenagentur ‘Zenit’, daß Versuche mit Kinderzellen
dem Prinzip folgten: „Ich töte den einen, um daraus einen Vorteil für einen anderen zu ziehen.“ Mons.
Sgreccia verurteilte auch die wirtschaftlichen Interessen im Zusammenhang mit der Tötung von Kleinstkindern.
Das erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit„Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan,
hatte sich »schockiert und zutiefst erschüttert« gezeigt und die [Tötung von vier UNO-Soldaten im
Südlibanon durch Israel] als »offensichtlich vorsätzlichen Angriff« verurteilt. Die spätere Entschuldigung
des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert nahm Annan allerdings an. Der Uno-Generalsekretär sagte
nach einem Telefonat mit dem Regierungschef: „Olmert denkt zweifellos, daß es ein Fehler war und hat
eine Untersuchung eingeleitet, und ich habe vorgeschlagen, daß wir eine gemeinsame Untersuchung vornehmen“.
Olmert habe sein »tiefes Bedauern« ausgedrückt, fügte Annan hinzu. »Und wir akzeptieren das.« Israels
Botschafter bei der Uno, Danny Gillermann, hatte zuvor den Generalsekretär scharf angegriffen. Über
die »haßerfüllten Äußerungen« Annans sei er »schockiert«, so der Spitzendiplomat. Dessen Behauptungen
seien »voreilig und falsch«.“
Aus ‘Spiegel-Online’ vom 26. Juli 2007Damit die Apologeten des Krieges
sehen, wofür sie stehenKrieg ist, wenn man, statt die Probleme zu lösen, sie unter einen Bombenteppich
kehrt.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#4
Farfarello 15:11:40 | Freitag, 28. Juli 2006
#3
Sulpicius 12:23:43 | Freitag, 28. Juli 2006
#2
Guntram 11:40:45 | Freitag, 28. Juli 2006
#1
OnanII 09:03:25 | Freitag, 28. Juli 2006