Kirchliche Seifenoper
Der Fall des ehemaligen Dekans von Gulpen/Gronsveld könnte sogar den Diözesanbischof in Schwierigkeiten bringen.

Das berichtete die niederländische Tageszeitung ‘Dagblad de Limburger’ am Mittwoch.
Gulpen und Gronsveld liegen in der südniederländischen Provinz Limburg, wenige Kilometer östlich der Stadt Maastricht.
Gegenwärtig ermittelt sogar der Untersuchungsrichter gegen Hw. Haffmans – unter anderem wegen Steuerhinterziehung.
Der Fall des Priesters wurde von seiner angeblichen Ex-Freundin (50) ins Rollen gebracht. Sie hatte ihn beschuldigt, massiv Gelder aus einer Armenkasse in der Pfarrei gestohlen zu haben.
Die ‘Aachener Zeitung’ wußte am Mittwoch, daß der Dekan auf der Kanzel „ein sittenstrenger Hardliner“ gewesen sei. Doch es scheint, daß er privat ein Lotterleben führte.
Am 22. Juli weitete die angebliche Ex-Freundin des Priesters ihre Anschuldigungen aus.
Sie wollte den Bischof von Roermond, Mons. Frans Wiertz, für eine Lustseuche verantwortlich machen, mit der sie nach eigenen Angaben von Dekan Haffmans angesteckt wurde.
Nach Ansicht der Ex-Freundin ist der Bischof von Roermond für die Ansteckung mitverantwortlich, weil es ihm obliege, dafür zu sorgen, daß seine Priester den Zölibat befolgten.
Die Dame erklärte auch, vom Dekan „sexuell mißbraucht“ worden zu sein, weil sie sich zu ihm in einem Abhängigkeitsverhältnis befunden habe.
Ein Sprecher des Bistums stellte dagegen fest, daß der Bischof dem Priester nie die Erlaubnis für ein Verhältnis mit der Dame gegeben habe und davon auch nichts gewußt habe. Der Dekan habe ein solches Verhältnis bei Nachfragen stets bestritten.
Doch in der Zwischenzeit soll Hw. Haffmans die Liaison zugegeben haben. Wenigstens indirekt. So erklärte sein Rechtsanwalt, es sei ein offenes Geheimnis gewesen, daß der Priester zweimal pro Monat mit der Frau Umgang hatte.
Da zu einer richtigen Seifenoper auch ein Mord gehört, verbreitet die Ex-Freunde auch, daß Hw. Haffmans ihr gedroht habe, ihren Sohn umzubringen, wenn sie nicht schweige.
Es ist unklar, warum die Dame ihr Schweigen brach. Das ‘Dagblad de Limburger’ weiß, daß Dekan Haffmans während der Zeit mit ihr offenbar noch mit weiteren Frauen Kontakte gepflegt haben soll.
Dagegen zitierte die ‘Aachener Zeitung’ eine angebliche Aussage von Hw. Ab Blijlevens – dem früheren Rektor der Theologie-Hochschule in Heerlen, 25 nordöstlich von Maastricht.
Der Rektor soll bereits in den 70er Jahr vor einer Weihe Haffmans zum Priester gewarnt haben.
Als Grund soll er die „offensichtliche Homosexualität“ des Weihekandidaten angegeben haben.
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Mittwoch, 31. Januar 2007 18:09
Levit: @ Asbeel
Ich sehe das anders. Sicherlich sind die Anforderungen hoch an uns Christen und wir werden sie auch nicht
immer erfüllen können, dies hat ja auch unser Herr und Heiland vorausgesehen und gesehen. Er hat uns
aber auch den Weg der Umkehr ermöglicht, dies steht uns immer offen. Die christliche Lehre ist nicht
einfach zu erfüllen – sie ist jedoch erfüllbar. Ich will micht nicht als Super – Heiligen darstellen,
ich habe auch viele Schwächen und Fehler, aber der Sinn ist ja, dass wir uns nach und nach verbessern
sollen. Wären wir schon perfekt zur welt gekommen, wäre das ganze Erdenleben ja eigentlich unnütz.
Wozu dann noch Erfahrungen machen? Wie soll man wachsen? etc.
Das eigentliche Problem, so denke ich, liegt im Zölibat, es ist in meinen Augen ein unnatürlicher Zustand, welcher auch nicht wirklich durch die Heilige Schrift geboten ist.
Ich finde es gut, dass die katholische Kirche ihre Werte vertritt und nicht weicht, lediglich beim Zölibat sollte man anders handeln, es ist kein guter Zustand für die Priester. Außerdem könnten einen dann Priester bei Eheproblemen viel besser beraten, beispielsweise…naja…kann man so oder so sehen.
Das eigentliche Problem, so denke ich, liegt im Zölibat, es ist in meinen Augen ein unnatürlicher Zustand, welcher auch nicht wirklich durch die Heilige Schrift geboten ist.
Ich finde es gut, dass die katholische Kirche ihre Werte vertritt und nicht weicht, lediglich beim Zölibat sollte man anders handeln, es ist kein guter Zustand für die Priester. Außerdem könnten einen dann Priester bei Eheproblemen viel besser beraten, beispielsweise…naja…kann man so oder so sehen.
Samstag, 29. Juli 2006 02:48
Asbeel: …
Ein gesunder Glaube hat Selbsterkenntnis zur Voraussetzung.
Die Annahme, daß „innige Hinwendung nach Oben“ ein In-Sich-Hineinschauen und -Horchen überflüssig mache, ist irrig, führt zu einem unhaltbaren Supernaturalismus, einer Zwangsneurose.
Daher ist der streng religiöse Mensch immer auch ein Neurotiker, ein Verleugner seiner Selbst
Das Christentum hat von Anfang an zu hohe Forderungen an den Menschen gestellt, die den Menschen in seinen Möglichkeiten bei weitem überfordern und ihn seelisch beengen.
Das christliche Ideeal eines Menschen der auswerwählt, vollendet, ohne Fehl und Tadel ist, ist nicht erfüllbar, daher lebt der Christ in permanenden Sündenproblematiken die ihn letzten Endes zu zerreißen drohen.
Die Folge dieses schädlichen Konflikts ist das christliches Heuchlertum, das in Wahrheit nur ein Ventil ist um den hohen christlichen Ansprüchen zu genügen.
Die Annahme, daß „innige Hinwendung nach Oben“ ein In-Sich-Hineinschauen und -Horchen überflüssig mache, ist irrig, führt zu einem unhaltbaren Supernaturalismus, einer Zwangsneurose.
Daher ist der streng religiöse Mensch immer auch ein Neurotiker, ein Verleugner seiner Selbst
Das Christentum hat von Anfang an zu hohe Forderungen an den Menschen gestellt, die den Menschen in seinen Möglichkeiten bei weitem überfordern und ihn seelisch beengen.
Das christliche Ideeal eines Menschen der auswerwählt, vollendet, ohne Fehl und Tadel ist, ist nicht erfüllbar, daher lebt der Christ in permanenden Sündenproblematiken die ihn letzten Endes zu zerreißen drohen.
Die Folge dieses schädlichen Konflikts ist das christliches Heuchlertum, das in Wahrheit nur ein Ventil ist um den hohen christlichen Ansprüchen zu genügen.
Freitag, 28. Juli 2006 21:52
23er Hansl: Wieso überrascht mich das jetzt überhaupt nicht?
dass der Dekan auf der Kanzel „ein sittenstrenger Hardliner“ gewesen sei. Doch es scheint, daß er privat
ein Lotterleben führte.
Ist es nicht so, dass die Sittenstrengen immer die wahren schwarzen Schafe sind?
Ein Priester, der zu einer Beziehung steht, wird rausgeschmissen. Einer, der sie verleugnet, erhält in manchen Bistümern sogar noch die Alimente bezahlt.
Jetzt werden sicher wieder einige sagen, letzteres sei besser und ersteres nur die bösen Auswirkungen von V2 oder der neuen Messe. Glauben sie das nicht wirklich.
Es hat lang vor dem II. Vatikanum schon Historiker gegeben, die hielten es für besonders bemerkenswert, wenn sich ein Priester zufällig mal an das Zölibat gehalten hat!
Ist es nicht so, dass die Sittenstrengen immer die wahren schwarzen Schafe sind?
Ein Priester, der zu einer Beziehung steht, wird rausgeschmissen. Einer, der sie verleugnet, erhält in manchen Bistümern sogar noch die Alimente bezahlt.
Jetzt werden sicher wieder einige sagen, letzteres sei besser und ersteres nur die bösen Auswirkungen von V2 oder der neuen Messe. Glauben sie das nicht wirklich.
Es hat lang vor dem II. Vatikanum schon Historiker gegeben, die hielten es für besonders bemerkenswert, wenn sich ein Priester zufällig mal an das Zölibat gehalten hat!
Freitag, 28. Juli 2006 17:25
Karl Murx: Nach 28 JPII?
Nun ja, von dem waren wir ja auch einiges gewohnt.
Freitag, 28. Juli 2006 16:58
Jawohl!: Sündenpfuhl
Altlasten der 70er. Gott sei Dank hat sich da nach 28 Jahren JP2 einiges geändert. Und B16 führt diese Linie konsequent fort, siehe das Dokument vom letzten Herbst!
Freitag, 28. Juli 2006 16:12
Sulpicius: @Philo
Offensichtlich homosexuell oder mehrere Freundinnen?
Jo, er dachte sich offenbar: Bißchen bi, schadet nie!
Jo, er dachte sich offenbar: Bißchen bi, schadet nie!
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