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Montag, 31. Juli 2006 18:04
Ohne Ausrede und augenblicklich
Bei den Jesuiten – der Gesellschaft Jesu – steht der bedingungslose Gehorsam dem Papst gegenüber unbestritten an erster Stelle.
Vom italienischen Künstler Gian Lorenzo Bernini († 1680): Ignatius von Loyola († 1556) überreicht Papst Paul III. († 1549) die Ordensregel
Vom italienischen Künstler Gian Lorenzo Bernini († 1680): Ignatius von Loyola († 1556) überreicht Papst Paul III. († 1549) die Ordensregel
(kreuz.net) Das Evangelium lehrt es uns, und wir wissen aus dem rechten Glauben und sind deshalb davon fest überzeugt, daß alle Christgläubigen dem Römischen Pontifex als ihrem Haupt und Stellvertreter Christi unterworfen sind.

Zugunsten eines größeren gehorsamen Respekts dem Heiligen Stuhl gegenüber sowie zugunsten einer größeren Abtötung unserer Eigenwillen und einer sichereren Leitung durch den Heiligen Geist haben wir dennoch erkannt, daß es außerordentlich nützlich ist, wenn jeder einzelne von uns und alle, die in Zukunft die gleiche Profeß ablegen, zusätzlich zum üblichen Band der drei Gelübde durch ein besonderes Gelübde gebunden seien, um ohne Ausrede und Entschuldigung augenblicklich – so weit es von uns abhängt – alles zu tun, was auch immer der gegenwärtige und die zukünftigen Römischen Päpste uns im Bezug auf den Fortschritt der Seelen und der Verbreitung des Glaubens auftragen werden.

Darum wollen wir in jede Provinz reisen, wohin die Päpste uns auch senden mögen, ob sie nun beschließen, uns zu den Türken oder anderen Ungläubigen zu schicken, sogar zu jenen, die in den Regionen leben, die Indien genannt werden, oder unter die Häretiker und Schismatiker oder unter irgendeine Gruppe von Gläubigen.


Aus dem zweiten Kapitel der Formula Instituti der Gesellschaft Jesu aus dem Jahr 1550.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 11 Lesermeinungen:
Donnerstag, 3. August 2006 16:27
stat crux: Visionen, Fiktionen
Die Quelle „I Millennari“ ist doch alles andere als glaubwürdig. Nach der Lektüre etlicher Montini-Literatur bin ich mir sicher, dass die Aussage des Papstes von 1952 zutreffend war, dass Montini und Tardini auf das Kardinalat aus freien Stücken verzichteten. Und dass Pius XII. seinen besten Mitarbeiter auch später aus der Nachfolge „ausgeklammert“ hat, mag zwar durch Rücksichtnahme auf seine Gegner im Vatikan mitbegünstigt worden sein. Es handelt sich aber um ein bewusstes Offenlassen der Nachfolgefrage. (So viele Pro-Montini-Kardinäle wie Roncalli hätte Pius XII. sicherlich nicht ernannt.) Das war nach dem stark auf die eigene Person zugeschnittenen Regierungsstil 1958 auch die einzige Option.

Die „Mordabgründe“, die im Kreuzforum so genüßlich ausgebreitet werden, entbehren sicherlich jeder Grundlage. Da artikuliert sich blanker Hass.
Dienstag, 1. August 2006 15:44
Gotthard: Fakten?????
von Fakten kann bei diesem Geschreibsel wohl keine Rede sein!!
Schmierenjournaismus reinsten Wassers…
Dienstag, 1. August 2006 15:41
Sulpicius: @stat crux
In der kreuz.forum Spalte rechts läuft seit gestern immer wieder die Überschrift „Denunziation Pauls VI. führte zur Hinrichtung geheim geweihter Priester in Russland“

Fakten, nur Fakten!
Dienstag, 1. August 2006 14:19
Ansgar: Witz…
Dabei fällt mir ein Witz ein, den mir ein Jesuitenpater vor Jahren erzählte (und der eher ein säuerliches Schmunzeln hervorruft):

Die beiden letzten großen Geheimnisse der katholischen Kirche:
1. Wievel Frauenorden gibt es?
2. Was denkt ein Jesuit wirklich?
Dienstag, 1. August 2006 14:09
stat crux: Kadavergehorsam
In der kreuz.forum Spalte rechts läuft seit gestern immer wieder die Überschrift „Denunziation Pauls VI. führte zur Hinrichtung geheim geweihter Priester in Russland“

Selbst wenn ein Tradi dem Papsttum nur virtuell gehorcht (und dem Antifaschisten Montini schon gar nicht): Es wäre doch recht ehrbar, auf solchen Irrsinn zu verzichten. So weit muss man den Hass nicht treiben.
Dienstag, 1. August 2006 13:57
Graf von Galen: Wider VII
Gerade habe ich einen etwas längeren Artikel in der
FAZ v. heute über Ignatius v. Loyola und den
Jesuitenorden gelesen. Autor ist Pater Dr. Kiechle, SJ,
Novizenmeister in Nürnberg.
Dem ist leider zu entnehmen, daß man sich gruppen-
dynamischen Praktiken, dem Dialog mit Götzendienern
und der Übernahme von deren Praktiken für angebliche
ignatianische Exerzitien verschrieben hat.
Ich kann daher nur jedem Katholiken raten, sich hier
fern zu halten, wenn er denn die innere Freiheit
(Verlust durch gruppendynamische Gehirnwäsche) und
den Glauben (Verlust durch Götzendienstpraktiken, lex orandi, lex credendi ) nicht verlieren will.
Dabei benötigte die Kirche für die Überwindung von VII
dringend richtige Jesuiten, die den Modernisten und
Ökumenikern das Schafsfell herunter reißen, damit auch
die einfachen Gläubigen die Wölfe erkennen können.
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