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Sonntag, 30. Juli 2006 10:49
Welche Telefonnummer hat der Papst?
Kürzlich beantwortete der päpstliche Privatsekretär Mons. Gänswein verschiedene Fragen von bayrischen Kindern. Thomas interessierte sich für den Notendurchschnitt des Papstes am Ende der vierten Grundschulklasse.
Papst Benedikt XVI. und sein Privatsekretär Mons. Georg Gänswein
Papst Benedikt XVI. und sein Privatsekretär Mons. Georg Gänswein
(kreuz.net) Am Freitag abend veröffentlichte die Onlineausgabe der regionalen Tageszeitung ‘Mittelbayerische’ 19 Antworten, die der Privatsekretär des Papstes, Mons. Georg Gänswein, auf Fragen von Kindern im Grundschulalter gegeben hat.

Auf die Frage, was der Papst mache, wenn er bei einem Problem nicht weiter weiß, erklärte der Privatsekretär, daß sich der Heilige Vater bei allen schwierigen Problemen mit seinen engsten Mitarbeitern berate.

Immer trage der Papst alle Nöte und Sorgen im Gebet vor Gott und erbitte von ihm Hilfe und Beistand: „Nach gründlichem Abwägen und Beten fällt er dann die Entscheidung.“

Eine Frage von Thomas nach dem Notendurchschnitt des Papstes am Ende der vierten Grundschulklasse kann der Prälat leider nicht beantworten: „Ich bin aber überzeugt, daß es ein ausgezeichneter war.“

Auch wann Benedikt XVI. das letzte Mal geweint hat, ist dem Privatsekretär unbekannt.

Die achtjährige Veronika will wissen, ob der Papst manchmal Heimweh habe. Sein Sekretär antwortet, daß Benedikt XVI. sicher oft an seine schöne bayerische Heimat denke. „Daß er nun nicht mehr regelmäßig die Heimat besuchen kann, das fehlt ihm ganz bestimmt.“

Die wißbegierige Veronika fragt auch, ob der Papst nur schlaue Bücher oder auch einmal einen Roman lese. Mons. Gänswein antwortet, daß die Zeit des Papstes knapp bemessen sei. Da reiche es für Romane nicht, aber für „schlaue Bücher ganz bestimmt“.

Der achtjährige Matthias will wissen, ob sich der Papst über seine Wahl gefreut habe.

Diese Frage sei einmal vom Heiligen Vater selber beantwortet worden – so Mons. Gänswein. Benedikt XVI. habe bei seiner Wahl das Fallbeil auf sich herabfallen sehen und sei zutiefst erschrocken: „Inzwischen hat er sich mit dem Geschehenen versöhnt, weil er darin den Willen Gottes erkannt hat.“

Der sechsjährige Andreas fragt, warum der Papst rote Schuhe trägt.

Das habe mit der Liturgie der Kirche zu tun, weiß Mons. Gänswein. Ein Priester wechsle bekanntlich je nach Anlaß die Farbe der Meßgewänder. In früheren Zeiten habe der Papst auch die Farbe der Schuhe gewechselt.

„Wurde ein grünes Meßgewand getragen, waren auch die Schuhe grün. Beim roten Meßgewand waren sie eben rot. Schuhe und Meßgewand hatten dieselbe Farbe.“ Rot habe sich aber im Laufe der Zeit bei den Schuhen durchgesetzt.

Der Fischerring des Papstes sei eigentlich ein Siegelring. Mit ihm seien einst wichtige Dokumente besiegelt worden. Er gehe auf die schöne Stelle im Evangelium zurück, wo Jesus dem Petrus und den anderen Jüngern verheißt, daß sie „Menschenfischer“ werden.

Zum Thema Urlaub erklärt der Sekretär des Papstes, daß auch der Heilige Vater Ferien habe. Allerdings sei die Erholung etwas eingeschränkt, weil er täglich über die wichtigsten Vorgänge in Kirche und Welt unterrichtet werde: „Das bringt auch in den Ferien Arbeit mit sich.“

Anja aus der dritten Grundschulklasse fragt, woher der Papst wisse, daß es Gott gibt.

Gott habe sich durch seinen Sohn selber kundgetan – antwortet Mons. Gänswein. Der Heilige Vater bleibe wie jeder Christ durch das Gebet in ständigem Kontakt mit Gott.

Dominic will wissen, ob der Papst schon einmal von Gott enttäuscht worden sei.

In seiner Antwort korrigiert Mons. Gänswein die Fragestellung. Man könne über das Verhalten von Menschen oder über sich selber – nicht aber über Gott – enttäuscht sein:

„Ich kann Gottes Handeln im Augenblick vielleicht nicht verstehen – sehe nicht ein, welchen Sinn dies und jenes Geschehen haben soll, so daß ich rat-, ja manchmal auch fassungslos bin.“ Aber wer fest auf Gott vertraue, dem würden die Augen für Gottes Handeln nach und nach geöffnet.

Eine Frage nach der Telefonnummer des Papstes will sein Sekretär nicht beantworten: „Wenn ich die verrate, klingelt das Telefon Tag und Nacht, und der Heilige Vater hat überhaupt keine Ruhe mehr.“


Mons. Georg Gänswein feiert heute, am 30. Juli, seinen 50. Geburtstag.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 12 Lesermeinungen:
Montag, 31. Juli 2006 13:58
ExBochumer †: Die Frau Regina Wilden
ist nun mal entlarvt.

Kreuz.net meint immer noch, dieser Dame in ihrem „Wahn“ zu folgen.

Mit „Wahn“ meine ich diesmal die Meinungsäußerungen der parteilichen Dame.

Diese Organisation der Frau, die sich darum auch noch „sonnt“, wird verfassungsschutzmäßig beobachtet.

Und mit üblicher Propaganda bringt sie den Sekretär des Hl. Vaters in ihren „Dunstkreis“ – unbelegt.

… [Eigenzensur]
Montag, 31. Juli 2006 12:31
Rosalinde: @Exbochumer
Kreuz.net ist braun- daran gibt es kaum etwas zu deuteln- wenn es sich auch als erzreaktionärkatholisch tarnt, gibt es ja immer wieder Gelegenheit für die braune Brut, seine Weltanschauungen in vermeintlich legitimen Rahmen darzustellen. Bitte, was glauben Sie, warum der Server nicht in Deutschland steht? Damit man auch wirklich nur das stehenlassen braucht, was auf rechter Seite vom Verfassungsschutz beobachtet wird.
Erkenntnis, erkenntnis
Montag, 31. Juli 2006 10:57
ExBochumer †: Mit der braunen Farbe
meinte ich, daß es sch***** ist (Selbstzensur), daß kreuz.net nach Willkür löscht, jedoch die vom Verfassungsschutz beobachteten Kreise hier ungestört posten läßt.
Montag, 31. Juli 2006 09:01
aphrodite †: @ExBochumer
„kreuz.net nimmt braune Farbe an“
Ich muss Ihnen vehement widersprechen.
Die hatte es immer schon!
Zwar geschickt aufgeteilt auf rot, blau und grün, aber insgesamt immer schon braun!
Montag, 31. Juli 2006 07:51
ExBochumer †: kreuz.net
nimmt braune Farbe an.
Sonntag, 30. Juli 2006 22:22
Wieso, ich find das Foto richtig klasse, so brüderlich, in Liebe zugewandt, führsorglich, da könnt einem richtig warm ums Herz werden …
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