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Montag, 31. Juli 2006 13:48
Wie nasses Toilettenpapier
Als er im Fernsehen predigte, fegte er die Straßen in den USA leer. Seine geistlichen Schriften sind spannend wie Kriminalromane. Jetzt soll er seliggesprochen werden.
Der 500seitige Untersuchungsbericht über ein Wunder, das auf die Fürsprache von Erzbischof Sheen geschehen sein soll, wird nach Rom geschickt.
Der 500seitige Untersuchungsbericht über ein Wunder, das auf die Fürsprache von Erzbischof Sheen geschehen sein soll, wird nach Rom geschickt.
(kreuz.net, Peoria) Im Dezember 1979 starb der US-amerikanische Erzbischof Fulton Sheen im Ruf der Heiligkeit. Nun scheint sein Seligsprechungs- prozeß voranzuschreiten.

Erzbischof Fulton Sheen war zu Lebzeiten bei Katholiken und Nichtkatholiken wegen seiner Radioübertragungen „Die katholische Stunde“ außerordentlich bekannt und sehr beliebt.

Als Fernsehprediger führte er ferner durch die sehr weit verbreitete Sendung „Das Leben ist es wert, gelebt zu werden“.

Erzbischof Fulton Sheen war bereits zu Lebzeiten außerordentlich beliebt.
Erzbischof Fulton Sheen war bereits zu Lebzeiten außerordentlich beliebt.
Von 1950 bis 1966 war er Direktor für die US-Sektion der „Gesellschaft für die Verbreitung des Glaubens“, die Missionaren Hilfe anbietet.

Von 1966 bis 1969 wirkte der große Prediger als Bischof von Rochester – im Westen des US-Bundesstaates New York im Nordosten der Vereinigten Staaten.

Bei seinem Rücktritt als Diözesanbischof erhielt Mons. Sheen den persönlichen Titel eines Erzbischofs. Er kehrte nach New York zurück, wo er starb und wo er auch begraben liegt.

Im September 2002 eröffnete die Päpstliche Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen seinen Seligsprechungsprozeß und verlieh Erzbischof Sheen den Titel Diener Gottes.

Ein Jahr später berief der Bischof von Peoria, Mons. Daniel Robert Jenky (59), zum ersten Mal das Gericht für den diözesanen Seligsprechungsprozeß ein. Peoria befindet sich im Norden der USA bei den großen Seen.

Erzbischof Sheen ist 1895 in El Paso im Bistum Peoria geboren und wurde 1919 zum Priester geweiht.

Kürzlich berichtete die Wochenzeitung der Diözese Peoria ‘The Catholic Post’, daß eine 72jährige Frau im Jahr 1999 auf die Fürsprache von Erzbischof Sheen vor dem sicheren Tod bewahrt worden sei.

Über dieses Ereignis sandte der für den Seligsprechungsprozeß verantwortliche Postulator, Mons. Andrea Ambrosi, am vorletzten Sonntag einen 500seitigen Untersuchungsbericht nach Rom.

Die 72jährige Frau mußte sich einer praktisch aussichtslosen Lungenoperation unterziehen. Die Wände ihrer Lungenarterie hatten die Konsistenz von „nassem Toilettenpapier“ – erklärte der behandelnde Chirurg.

Der Ehemann der Patientin betete während der Operation unentwegt zu Erzbischof Sheen für die Genesung seiner Frau. Diese überlebte nicht nur, sondern wurde wieder gesund.

Sie starb vor knapp zwei Wochen – fünf Monate nach dem Tod ihres Mannes.

Der Postulator erklärte ferner, daß es noch einen zweiten Wunderbericht gebe.

Ein kleiner Junge war aufgrund von Komplikationen bei seiner Geburt in Lebensgefahr. Sein Vater bat um die Fürsprache von Erzbischof Sheen. Plötzlich überwand der Bube die lebensbedrohliche Gefahr und wurde gesund.

Der Vizepostulator des Seligsprechungsprozesses erklärte, daß es im Zusammenhang mit Erzbischof Sheen noch vier weitere Wunderberichte gebe.

Der bischöfliche Stellvertreter im Seligsprechungsprozeß, Mons. Richard Soseman, meinte, daß es für die Genesung der 72jährigen Frau keine logische Erklärung gebe:

„Alles was wir sagen können ist: »Ja, es scheint etwas Außergewöhnliches passiert zu sein.«“

Erzbischof Fulton Sheen wäre der erste in den Vereinigten Staaten geborene Mann, der zu den Ehren der Altäre erhoben würde.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 33 Lesermeinungen:
Freitag, 4. August 2006 11:29
Maurice Corvisier: „Gottesdienst“ in Katakomben
hat nie stattgefunden: viel zu eng, zu wenig Platz, und es müffelte grausig.

Eines jener Mißverständnisse. Vielleicht mal unter dem Stichwort „ad catacumbas“ weiterforschen.
Freitag, 4. August 2006 11:26
Jawohl!: Einspruch abgelehnt
Ja mein Lieber, da müssen nun erst einmal Sie ein wenig Geschichte lernen.
Kleiner Tip: Geschichte lernt man am besten mittels gescheiter Bücher, nicht über das Internet.
Also: öfter mal offline gehen!
Freitag, 4. August 2006 11:22
einspruch: @Jean
Auf die Sache mit den Katakomben kommt man einzig und allein durch die Tatsache der dort gefeierten Gottesdienste.
Lernen’s Geschichte, junger Mann.

Zur Rechtschreibung: Großschreibung der Anrede ist gerade nach der „Reform der Reform“ erlaubt. Für gebildete Menschen war es allerdings immer die einzige Möglichkeit
Dienstag, 1. August 2006 11:31
urach: Rechtschreibung @ fritzg
Lesen doch Sie bitte nach, oder fragen Sie einen Germanisten: Die Anrede „Sie“ ist als Anrede jedenfalls groß zu schreiben. Da hatte ich schon mit ein paar Pflichtschullehrern eine peinliche Diskussion…
Dienstag, 1. August 2006 09:22
Jean: @fritze
Mit Vergnügen habe ich festgestellt, dass Du es tatsächlich für nötig befunden hast, auf meine kleine Stänkerei zu antworten!
Und prompt war schon wieder ein sachlicher Schnitzer drin. Wie kommst Du nur darauf, dass Katakomben als Gottesdiensträume gedient hätten?
Dienstag, 1. August 2006 00:10
FritzG: @ Benedikt:
Falsch! Die Groß-/Kleinschreibung der persönlichen Anrede ist freigestellt. (Schlagen sie nach!) Ich kann *sie* also weiter klein ansprechen, und werde dies auch tun.

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