Seliger Erzbischof Sheen?
Wie nasses Toilettenpapier
Als er im Fernsehen predigte, fegte er die Straßen in den USA leer. Seine geistlichen Schriften sind spannend wie Kriminalromane. Jetzt soll er seliggesprochen werden.
(kreuz.net, Peoria) Im Dezember 1979 starb der US-amerikanische Erzbischof Fulton Sheen im Ruf der Heiligkeit. Nun scheint sein Seligsprechungs- prozeß voranzuschreiten.

Erzbischof Fulton Sheen war zu Lebzeiten bei Katholiken und Nichtkatholiken wegen seiner Radioübertragungen „Die katholische Stunde“ außerordentlich bekannt und sehr beliebt.

Als Fernsehprediger führte er ferner durch die sehr weit verbreitete Sendung „Das Leben ist es wert, gelebt zu werden“.

Von 1950 bis 1966 war er Direktor für die US-Sektion der „Gesellschaft für die Verbreitung des Glaubens“, die Missionaren Hilfe anbietet.

Von 1966 bis 1969 wirkte der große Prediger als Bischof von Rochester – im Westen des US-Bundesstaates New York im Nordosten der Vereinigten Staaten.

Bei seinem Rücktritt als Diözesanbischof erhielt Mons. Sheen den persönlichen Titel eines Erzbischofs. Er kehrte nach New York zurück, wo er starb und wo er auch begraben liegt.

Im September 2002 eröffnete die Päpstliche Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen seinen Seligsprechungsprozeß und verlieh Erzbischof Sheen den Titel Diener Gottes.

Ein Jahr später berief der Bischof von Peoria, Mons. Daniel Robert Jenky (59), zum ersten Mal das Gericht für den diözesanen Seligsprechungsprozeß ein. Peoria befindet sich im Norden der USA bei den großen Seen.

Erzbischof Sheen ist 1895 in El Paso im Bistum Peoria geboren und wurde 1919 zum Priester geweiht.

Kürzlich berichtete die Wochenzeitung der Diözese Peoria ‘The Catholic Post’, daß eine 72jährige Frau im Jahr 1999 auf die Fürsprache von Erzbischof Sheen vor dem sicheren Tod bewahrt worden sei.

Über dieses Ereignis sandte der für den Seligsprechungsprozeß verantwortliche Postulator, Mons. Andrea Ambrosi, am vorletzten Sonntag einen 500seitigen Untersuchungsbericht nach Rom.

Die 72jährige Frau mußte sich einer praktisch aussichtslosen Lungenoperation unterziehen. Die Wände ihrer Lungenarterie hatten die Konsistenz von „nassem Toilettenpapier“ – erklärte der behandelnde Chirurg.

Der Ehemann der Patientin betete während der Operation unentwegt zu Erzbischof Sheen für die Genesung seiner Frau. Diese überlebte nicht nur, sondern wurde wieder gesund.

Sie starb vor knapp zwei Wochen – fünf Monate nach dem Tod ihres Mannes.

Der Postulator erklärte ferner, daß es noch einen zweiten Wunderbericht gebe.

Ein kleiner Junge war aufgrund von Komplikationen bei seiner Geburt in Lebensgefahr. Sein Vater bat um die Fürsprache von Erzbischof Sheen. Plötzlich überwand der Bube die lebensbedrohliche Gefahr und wurde gesund.

Der Vizepostulator des Seligsprechungsprozesses erklärte, daß es im Zusammenhang mit Erzbischof Sheen noch vier weitere Wunderberichte gebe.

Der bischöfliche Stellvertreter im Seligsprechungsprozeß, Mons. Richard Soseman, meinte, daß es für die Genesung der 72jährigen Frau keine logische Erklärung gebe:

„Alles was wir sagen können ist: »Ja, es scheint etwas Außergewöhnliches passiert zu sein.«“

Erzbischof Fulton Sheen wäre der erste in den Vereinigten Staaten geborene Mann, der zu den Ehren der Altäre erhoben würde.
      
33 Lesermeinungen
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#33   Maurice Corvisier   11:29:42 | Freitag, 4. August 2006
„Gottesdienst“ in Katakomben
hat nie stattgefunden: viel zu eng, zu wenig Platz, und es müffelte grausig.
Eines jener Mißverständnisse. Vielleicht mal unter dem Stichwort „ad catacumbas“ weiterforschen.
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#32   Jawohl!   11:26:55 | Freitag, 4. August 2006
Einspruch abgelehnt
Ja mein Lieber, da müssen nun erst einmal Sie ein wenig Geschichte lernen.
Kleiner Tip: Geschichte lernt man am besten mittels gescheiter Bücher, nicht über das Internet.
Also: öfter mal offline gehen!
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#31   einspruch   11:22:32 | Freitag, 4. August 2006
@Jean
Auf die Sache mit den Katakomben kommt man einzig und allein durch die Tatsache der dort gefeierten Gottesdienste.
Lernen’s Geschichte, junger Mann.
Zur Rechtschreibung: Großschreibung der Anrede ist gerade nach der „Reform der Reform“ erlaubt. Für gebildete Menschen war es allerdings immer die einzige Möglichkeit
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#30   urach   11:31:04 | Dienstag, 1. August 2006
Rechtschreibung @ fritzg
Lesen doch Sie bitte nach, oder fragen Sie einen Germanisten: Die Anrede „Sie“ ist als Anrede jedenfalls groß zu schreiben. Da hatte ich schon mit ein paar Pflichtschullehrern eine peinliche Diskussion…
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#29   Jean   09:22:47 | Dienstag, 1. August 2006
@fritze
Mit Vergnügen habe ich festgestellt, dass Du es tatsächlich für nötig befunden hast, auf meine kleine Stänkerei zu antworten!
Und prompt war schon wieder ein sachlicher Schnitzer drin. Wie kommst Du nur darauf, dass Katakomben als Gottesdiensträume gedient hätten?
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#28   FritzG   00:10:19 | Dienstag, 1. August 2006
@ Benedikt:
Falsch! Die Groß-/Kleinschreibung der persönlichen Anrede ist freigestellt. (Schlagen sie nach!) Ich kann *sie* also weiter klein ansprechen, und werde dies auch tun.
:-P
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#27   Horst Schlämmer   23:12:01 | Montag, 31. Juli 2006
@maurice … @all
… ebenfalls guts Nächtle allen !
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#26   Benedikt   23:09:51 | Montag, 31. Juli 2006
@ FritzG
Nur weil ich mir hin und wieder etwas Hass (den man im Übrigen – und sie sollten es wirklich wissen – mit *SS* schreibt) gönne, bedeutet dies noch lange nicht, das ich den (eigentlich nie angemeldeten) Anspruch auf den „Moralischen“ aufgebe.
Ach so, und wer soll Ihren Anspruch mit so einer Verhaltensweise noch ernstnehmen. Sorry für den R-Fehler!
Das tun sie ja selbst nach vielfachen Verfehlungen nicht.
1. Welche wären denn das?
2. Sie sollten es wirklich wissen – auch nach der Rechtschreibreform wird „Sie“ großgeschrieben, wenn es zur Anrede benutzt wird.
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#25   Maurice Corvisier   22:59:55 | Montag, 31. Juli 2006
Horst:
bona nox!
Rhenania semper fidelis!
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#24   Horst Schlämmer   22:59:49 | Montag, 31. Juli 2006
@Fritzeken
Nun machen Sie schon. Ich warte auf Ihren Zwergenkonter.
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#23   Sulpicius   22:46:46 | Montag, 31. Juli 2006
Alter Rechtschreibung
Was ist daran schlecht?
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#22   Horst Schlämmer   22:45:45 | Montag, 31. Juli 2006
@Fritzeken
Ich muss dir ja gehörig auf den Schwanz getreten sein.
Das Zwerge den Fuss so hochbekommen ist mir neu, wohl eher Wunschdenken. Aber auch Zwerge dürfen davon träumen einem Riesen auf den S… zu treten.
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#21   FritzG   22:44:46 | Montag, 31. Juli 2006
@ Maurice Corvisier:
An dieser Stelle möchte ich ihnen das Lied „Weg nach unten“ von Knorkator empfehlen.
Aber mal im Ernst: Es wird langsam ganz schön armselig, was sie da bieten. Nur hohles Gebabbel (in alter Rechtschreibung). Aber keine Sorge: Wenn sie wieder erwarten mal etwas Vernünftiges – eventuell sogar ein echtes Argument – auftischen sollten, werde ich es ihnen mitteilen.
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#20   Maurice Corvisier   22:29:16 | Montag, 31. Juli 2006
Fritz,
Sie sind aber ganz schön tief unten. Sehen Sie noch Licht, wenn Sie nach oben schauen? Oder wissen Sie schon nicht mehr, wo oben ist?
Nee, nee, nee.
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#19   FritzG   22:24:09 | Montag, 31. Juli 2006
@ Maurice Corvisier:
Ich muss dir ja gehörig auf den Schwanz getreten sein. :-S
Du darfst mich jetzt weiter haSSen. :-D
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#18   Maurice Corvisier   22:13:00 | Montag, 31. Juli 2006
Oh, der arme
Fritz ist ein Apologet der neuen Schlechtschreibung und beweist durch seine Einlassung auch noch, zu welchem Zweck sie eingeführt wurde.
Haß bleibt Haß. Uns Katholiken interessiert er nicht. Und „SS“ war nicht nur nie unser Ding, sondern wir haben (nicht nur schlechtschreibungsmäßig) nie etwas mit „SS“ zu tun gehabt.
Tschä. Pech für den Fritz.
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#17   FritzG   22:04:43 | Montag, 31. Juli 2006
@ Benedikt:
Machen sie es sich nicht zu einfach. ;-)
Nur weil ich mir hin und wieder etwas Hass (den man im Übrigen – und sie sollten es wirklich wissen – mit *SS* schreibt) gönne, bedeutet dies noch lange nicht, das ich den (eigentlich nie angemeldeten) Anspruch auf den „Moralischen“ aufgebe. Das tun sie ja selbst nach vielfachen Verfehlungen nicht.
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#16   DieFidele   19:54:34 | Montag, 31. Juli 2006
Bischof Sheen
Ich habe z.B. von Bischof F.J. Sheen in EWIG 7-8/2000 Gedanken zu den 7 Hauptsünden, die 7 Nägel zum Sarg der Seele, gelesen. Ausgesprochen interessante Ausführungen.
Empfehlenswert!
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#15   Adamah   18:32:53 | Montag, 31. Juli 2006
Fulton Sheen hat das nicht verdient!
Er war ein großartiger Prediger, ein gütiger und aufrictiger Priester der sein Glauben gelebt hat.
Ich kenne sein TV-Show! Er war die Stimmer der US Katholiken zu den ich gehöre!
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#14   Jawohl!   18:08:26 | Montag, 31. Juli 2006
@ Fritze G.Punkt
Halt einfach die Gosche!
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#13   Benedikt   18:06:47 | Montag, 31. Juli 2006
@ FritzG
1. Wer ist „ihr“?
2. Einen Anspruch, irgendwie hier den Moralischen zu geben, haben Sie damit aufgegeben.
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#12   FritzG   17:31:14 | Montag, 31. Juli 2006
@ Benedikt:
Da hast du Recht.
Aber letztendlich habe ich mich nur dem Niveau hier angepasst…
Und außerdem: Wie ihr mir, so ich euch. ;-)
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#11   23er Hansl   17:25:42 | Montag, 31. Juli 2006
Die Auswahl der Überschrift ist wieder einmal hervorragend gelungen!
:(3 :(3 :(3
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#10   Benedikt   17:22:20 | Montag, 31. Juli 2006
Aha…
…wie man sieht feiert bei FritzG Intoleranz und an Has grenzende Abneigung fröhliche Urständ. Mit Radikalreligiösen liegt er somit auf einer Wellenlänge. Willkommen hier.
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#9   FritzG   17:19:18 | Montag, 31. Juli 2006
@ Jean:
In einem Punkt hast du Recht: Kirchen sind (leider) schon lange keine Katakomben mehr.
Das wars dann aber auch schon. ;-)
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#8   Jean   17:05:02 | Montag, 31. Juli 2006
fritze, bleib realistisch
„Als er im Fernsehen predigte, fegte er die Straßen in den USA leer.“
Dann hätten sie sich wenigstens nicht in der Kirche rumgetrieben
Kirchen sind selten Tunnelkonstruktionen. Warum also sollten sich die Leute nicht in der Kirche „rumgetrieben“ haben, wenn der Bischof die Straßen leerfegte??
Wenn Du einfach mal was loswerden musst, tu’s anderswo.
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#7   FritzG   16:44:35 | Montag, 31. Juli 2006
Im besten Fall übertrieben…
„Als er im Fernsehen predigte, fegte er die Straßen in den USA leer.“
Dann hätten sie sich wenigstens nicht in der Kirche rumgetrieben…
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#6   Babylon †   15:42:15 | Montag, 31. Juli 2006
Die üblichen Mirakelgeschichtchen…
Erheiternd.
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#5   Zur Kenntnisnahme   15:24:02 | Montag, 31. Juli 2006
Andrea Ambrosio
Im Artikel steht:
Über dieses Ereignis sandte der für den Seligsprechungsprozeß verantwortliche Postulator, Mons. Andrea Ambrosi, am vorletzten Sonntag einen 500seitigen Untersuchungsbericht nach Rom.
Dazu:
Andrea Ambrosi ist nicht Monsignore sondern Laie und Anwalt (Avvocato). Er lebt in Rom und führt als Postulator viele Seligsprechungsprozesse (z.B. Kaiser Karl). Das Paket wurde also wahrscheinlich AN ihn geschickt, damit er die Angelegenheit im Vatikan einreicht. Es ist natürlich auch möglich, daß er nach Amerika geflogen ist, um ein an ihn selbst addressiertes Paket abzuschicken. Das scheint aber doch eher umständlich…
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#4   Pünktchen   14:12:31 | Montag, 31. Juli 2006
Adamah
Diesen Satz muss sich jeder katholischer Apologetiker einfach hinter die Ohren Schreiben!
… und jeder anti-katholische Polemiker erst recht!
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#3   Benedikt   14:10:14 | Montag, 31. Juli 2006
Ein weiser Satz…
…der auch in anderen Ländern Gültigkeit haben dürfte.
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#2   Adamah   14:07:13 | Montag, 31. Juli 2006
Mein Held!!!
Erzbischof Fulton Sheen (+1979) sagte einmal:
„Es gibt nicht mehr als einhundert Menschen in den Vereinigten Staaten, welche die katholische Kirche hassen. Es gibt aber Millionen, die das hassen, von dem sie fälschlicherweise glauben, dass es die katholische Kirche sei, dies ist jedoch eine ganz andere Sache. „
Diese Satz muss sich jeder katholischer Apologetiker einfach hinter die Ohren Schreiben!
Erzbischof Fulten Sheen hat gegenüber den Anti-katholischen Evangelikalen die US Katholiken ein Gesicht gegeben. :)3
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#1   Pünktchen   14:03:59 | Montag, 31. Juli 2006
„keine logische Erklärung“
Kleine Anmerkung am Rande: „Logisch“ wäre auch das Ausbleiben eines Wunders unerklärlich. Was der Autor hier meint, ist offensichtlich: es gibt „keine naturwissenschaftliche Erklärung“ für die Genesung der Frau.
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