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Montag, 31. Juli 2006 20:56
So fromm wie gebildet
Anläßlich seines gestrigen 50. Geburtstages sprach der päpstliche Privatsekretär Mons. Georg Gänswein mit ‘Radio Vatikan’. Päpstliches und Persönliches vom Schatten des Stellvertreters Christi.
Mons. Georg Gänswein
Mons. Georg Gänswein
Monsignore Gänswein, als Sie von Kardinal Ratzinger gefragt wurden, ob Sie als sein persönlicher Sekretär arbeiten wollten, konnten Sie noch nicht wissen, daß Sie damit auch zum Papstsekretär aufsteigen würden. Würden Sie uns Ihren Gefühlszustand am Tag der Wahl Josef Ratzingers zum Papst beschreiben?

„Es war zunächst einmal eine große Überraschung. In Kenntnis der Tage vor dem Konklave, dann auch der Tage des Konklave selber – diese kurzen, wenigen Tage – hat sich in das Gefühl der Überraschung auch ein Gefühl der Dankbarkeit und natürlich auch des Unfaßbaren gemischt.“

Nun arbeiten, leben und wohnen Sie Seite an Seite mit dem Oberhaupt von einer Milliarde Katholiken. Kein anderer ist dem Papst so nahe wie Sie. Was dürfen Sie uns über den Verlauf Ihres Alltags weitergeben? Welche Entscheidungen überläßt der Papst Ihnen, welche müssen auf jeden Fall weitergeleitet werden?

„Es ist klar, der Tagesablauf des Papstes ist einerseits bekannt, andererseits gibt es Elemente, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden sollen. Also in der gebotenen Kürze:

Gemeinsame Heilige Messe um sieben Uhr, Brevier-Gebet, Betrachtung, das Verweilen vor dem Herrn, gemeinsames Frühstück. Dann beginnt für mich der Tag mit der Vorbereitung der Korrespondenz, der Amtspost, die Tag für Tag in nicht geringen Massen kommt.

Es folgt eine Besprechung mit dem Heiligen Vater. Dann begleite ich ihn in der Regel immer am Vormittag zu den Privataudienzen in die „Seconda Loggia“. Es folgt das gemeinsame Mittagessen, danach ein kurzer Spaziergang und dann geht es in die Mittagspause.

Zweite Halbzeit, nachmittags: Bearbeitung neu angekommener Post, um dem Heiligen Vater die wichtigsten Sachen vorzulegen – zur Unterschrift, zum Studium, zur Approbation. Es gibt natürlich eine ganze Reihe von Dingen, die an den Heiligen Vater adressiert sind, die er aber in der Regel nicht sieht.

Das sind dann Dinge, die zweit-dritt-viertrangig sind. Es geht darum, den Heiligen Vater vor einer Unmasse von Post, von Papier, von Zuschriften zu schützen, damit er das, was er wirklich tun muß, auch in einer Form der nötigen Ruhe tun kann.“

Als Privatsekretär des Papstes bekleiden Sie die engste Vertrauensstelle, welche die Katholische Kirche zu vergeben hat. Was bedeutet für Sie diese Schlüsselstellung?

„Zunächst ist es für mich natürlich ein Zeichen des Vertrauens des Heiligen Vaters mir gegenüber und ich versuche in allem, was ich tue, was ich sage und was ich nicht sage, mich dieses Vertrauens würdig zu erweisen.

Und ich versuche all das, was mir aufgetragen ist, so zu tun, daß ich es vor meinem Gewissen verantworten kann. Nach einem Jahr und drei Monaten ist auch ein Miteinander gewachsen. Das zeigt, wie das Ineinander funktioniert und in welcher Weise die Kommunikation zwischen dem Heiligen Vater und mir von statten geht.“

Von den fünf Geschwistern der Familie Gänswein haben Sie sozusagen die steilste Karriere gemacht. Gelten Sie als das Lieblingskind Ihrer Eltern?

„Wir sind alle Lieblingskinder. Ich bin das älteste Kind, also der Erstgeborene. Na ja, das Wort Karriere im Deutschen klingt es ein bißchen eigenwillig – ich bin halt derjenige, der am meisten in der Welt herumgekommen ist und der vielleicht jetzt auch von den fünf Geschwistern das bekannteste Gesicht in der Familie geworden ist.“

Welchen direkten oder indirekten Einfluß auf Ihren Lebenslauf messen Sie Ihrem Elternhaus bei?

„Meine Wurzeln sind bei meinen Eltern und die erste Erziehung, das Vorleben des Glaubens, das tägliche Beispiel – nicht so sehr das große Wort, sondern das einfache Tag für Tag vorgelebte Beispiel – ist und war für mich eine große Hilfe, die mir bis zum heutigen Tag vor Augen steht und für die ich sehr, sehr dankbar bin.“

Welche Jugenderinnerungen sind für Ihr späteres Leben besonders wichtig geworden, haben Sie möglicherweise geprägt?

„Ich bin aufgewachsen in einem kleinen Dorf im südlichen Schwarzwald. Da ging’s zu wie wohl in allen anderen Dörfern auch. Wir waren eine sehr lebhafte Familie. Ich hatte sehr viele Kameraden, Freunde.

Wir haben natürlich Sport getrieben. Fußball war damals mein Lieblingssport. Ich war auch in der Musikkapelle und habe Klarinette gespielt. Wir haben viele Dinge gemeinsam unternommen. Insofern habe ich also viele, viele Erinnerungen, an eine sehr lebhafte, eine manchmal auch lausbübische Kindheit, die mich – wenn ich daran denken – auch immer wieder mit Freude erfüllt.“

Gab es eine Art Paulusstunde in Ihrer Jugendzeit?

„Im Sinne des Falls vom Pferd in Damaskus nicht. Natürlich hat sich in meinem Leben dann im Hinblick darauf, was ich werden wollte, am Ende der Gymnasialzeit manches verändert.

Und so könnte man sagen: es ist nicht ein Damaskuserlebnis ad hoc, sondern es ist eine Entwicklung, die zu dem geführt hat, was eben den Saulus zum Paulus gemacht hat – was mich dazu gebracht hat, den Weg Richtung Priestertum einzuschlagen.“

Welche Charaktereigenschaften waren ausschlaggebend für Ihren bisherigen Lebenslauf?

„Um beim Negativen anzufangen: Ich selber bin ein Mensch, der leider nicht allzu viel Geduld hat. Ein Mensch, der sich um Geduld mühen muß, sich Geduld abringen muß.

Auf der anderen Seite: Eine meiner Eigenschaften, die ich als positiv bezeichne, ist sicherlich die Zielstrebigkeit, die Zuverlässigkeit, die Aufrichtigkeit und die Direktheit! Das sind Eigenschaften, die so etwas wie ein tessuto – ein Gewebe – ergeben, das meinem Leben also auch eine innere Richtung gegeben hat.“

Sie arbeiten mit einem der größten Theologen der Welt zusammen und kennen ihn persönlich seit elf Jahren. Welchen Unterschied sehen Sie zwischen dem Josef Ratzinger als Präfekten der Glaubenskongregation und dem Joseph Ratzinger als Papst?

„Einen Unterschied, im Hinblick auf seine Person, zwischen dem Kardinalpräfekten und Benedikt XVI. sehe ich nicht. Freilich formt das Amt in manchen Punkten, aber die Persönlichkeit, die Liebenswürdigkeit, die Ausstrahlung ist dieselbe, wie sie vorher war.“

Haben Sie manchmal noch so etwas wie Lampenfieber, wenn Sie vor dem Heiligen Vater stehen?

„Das ist manchmal der Fall, selbstverständlich. Wahr ist auch, daß die tägliche Begegnung, das tägliche Miteinander natürlich auch eine „familiaritas“ ermöglicht, die mir das Lampenfieber reduziert.

Aber selbstverständlich weiß ich, wer der Heiligen Vater ist und weiß mich auch entsprechend ihm gegenüber zu verhalten. Trotzdem: Es gibt immer wieder Situationen, in denen das Herz etwas heftiger klopft, als normal.“

Wenn Sie auf das erste Pontifikatsjahr von Benedikt XVI. zurückblicken: Was steht da ganz oben?

„Sicherlich, daß der Heilige Vater nicht nur in seinen Worten, sondern auch in seinen Gesten, in seiner ganzen Art zeigen möchte, daß der Glaube Freude am Leben und für das Leben schenkt. Daß das ein ganz wesentliches Zeichen ist und daß dieses Zeichen sich wie ein roter Faden durch all das, was er sagt, all das, was man von ihm wahrnimmt, zieht, und daß diese Freude am Glauben auch ansteckend sein soll.“

Hat Sie das Thema „Liebe“ als Antrittsenzyklika des Papstes überrascht?

„Nicht sonderlich: Die erste Enzyklika, die der Heilige Vater geschrieben hat, ‘Deus caritas est’, ist eine Enzyklika, die einen sehr, sehr großen Widerhall gefunden hat – eine sehr große Rezeption erfahren hat.

Wer Papst Benedikt als Theologen kennt, ist glaube ich nicht sehr überrascht, daß er dieses Thema, in dieser Form zur Enzyklika gemacht und als solche auch behandelt hat.“

Welche Funktion hat die Kirche im 21. Jahrhundert?

„Die Kirche hat die Funktion, die sie im ersten, im zweiten in allen Jahrhunderten hat: Es ist die Aufgabe, daß sie die Botschaft des Herrn verkündet, gelegen oder ungelegen, daß sie natürlich mit den Mitteln, die sich in den verschiedenen Jahrhunderten ändern, versucht, auch die besten Mittel zu wählen.

Aber daß sie ohne Angst und ohne Sorge mit frohem Mut das Wort des Herrn verkündet und das Evangelium überall hinträgt, bis an das Ende der Welt.“

Monignore Gänswein, zu einem Geburtstagsgespräch gehören auch ein paar persönliche Aspekte. Es ist Ihnen sicherlich nicht entgangen, daß Sie in der breiten Öffentlichkeit als der ‘schöne Georg’ gelten. Wie reagieren Sie denn auf dieses Kompliment?

„In der Tat: Also es fingen italienische Zeitungen an, in sympathischer, schmeichelhafter Form über mich zu schreiben. In der Wahrnehmung meiner äußeren Beschreibung.

Am Anfang war ich etwas überrascht, auch ein wenig irritiert. Ich wußte nicht: soll ich es überhören, übersehen. Soll ich es wahrnehmen, soll ich reagieren?

Ich hab’ es dann einfach überhört und mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Es sollte nicht nur so sehr ein oberflächliches Hinschauen sein, denn an der Oberfläche vergißt man oder übersieht man den eigentlichen Kern.

Inzwischen glaube ich, schaut man nicht mehr nur auf die Schale, sondern auch ein bißchen auf den Kern.“

Man sagt auch, daß die Mädchen sich in Ihrer Studentenzeit nach Ihnen umgedreht hätten: Das ist selbstverständlich. Meine Frage aber lautet: War es umgekehrt auch so?

„Na ja, also: Ich habe gesunde Sinne und wer gesunde Sinne hat, der benutzt sie auch. Ich hatte nie Schwierigkeiten mit dem so genannten schwachen Geschlecht und hatte immer, also bis zu dem heutigen Tag, ein sehr entkrampftes und auch ein sehr natürliches Verhältnis.

Selbstverständlich gab es in meiner Jugend Mädchen, die ich gerne und die ich lieber gesehen habe.“

„Ebenso fromm, wie gebildet“, lautet eines der vielen Urteile über Sie. Hat Sie deshalb der Papst als Privatsekretär in den Dienst genommen?

„Daß Frömmigkeit und Bildung, Frömmigkeit und Theologie zusammengehören, das ist – glaube ich – ein Faktum, das eine große Tradition hat. Ich freue mich, wenn ich als fromm und als gebildet charakterisiert werde.

In der Tat: Ich tue etwas dafür, daß sowohl die Frömmigkeit als auch die Bildung bleiben, daß sie Bestand haben und daß sie auch in ihren Wurzeln kräftig Nahrung beziehen.“

Gerechtigkeit, Klugheit, Tapferkeit und Maß: In welchen dieser vier Kardinalstugenden sehen Sie Ihren Charakter am besten umschrieben?

„Es ist immer schwierig aus den Tugenden, die Sie eben nennen, eine herauszugreifen. Wenn Sie mich jetzt auf eine in besonderer Weise festlegen wollen, dann versuche ich es schon mit dem Maßhalten.“

Worauf können Sie in Ihrer eng bemessenen Freizeit auf keinen Fall verzichten?

„Was ich über ein Jahr lang nicht mehr getan habe, nämlich mich bewegen, ein bißchen Sport betreiben, das habe ich jetzt wieder aufgenommen. Allerdings in einem reduzierterem Maße als vorher. Das möchte ich gerne beibehalten. Ab und zu gehe ich in die Berge. Darauf möchte ich ungern verzichten müssen.“

Engster Mitarbeiter des Papstes, Stunden-Tages- und Reisebegleiter des Kirchenoberhauptes, Top-Manager im Vatikan, aber auch und nicht zuletzt Priester: Worin besteht die wichtigste Aufgabe des Priesters, heute?

„Heute, gestern, morgen. Die Hauptaufgabe ist, daß er das tut, was er durch die Weihe empfangen hat: daß er Priester ist, das heißt, daß er die Sakramente feiert, daß er die Eucharistie feiert, daß er die Sakramente spendet und daß er in dieser Form versucht, auch priesterlich zu leben.“

In der Hinsicht gibt es viele Formen der Verwirklichung priesterlichen Dienstes und eine davon ist sicherlich die, die ich hier tue und das was ich mit ganzem Herzen und mit ganzer Kraft versuche, zu tun.“

Sie leben im Zentrum der Katholischen Kirche, im Schmelztiegel christlicher Verantwortung: Wie oft stehen Sie vor der Frage: Was würde Jesus dazu sagen?

„In der täglichen Gewissenserforschung versuche ich abends auch die Dinge durchzugehen, die mir Tag für Tag begegnen. Und ich frage mich auch manchmal, bei nicht ganz einfachen Entscheidungen: Habe ich das richtig gemacht, ist das vor dem Herrn das Richtige gewesen? Oder muß ich hier eine Kurskorrektur vornehmen?

Und selbstverständlich wird das bei der regelmäßigen Beichte dann alles richtig abgeklopft.“

Sagen Sie uns zum Schluß noch, was Sie sich für die nächsten fünfzig Jahren aus ganzem Herzen wünschen?

„Ich wünsche für mich, daß ich den Glauben behalte, daß ich im Glauben wachse und daß ich vom Glauben Zeugnis gebe. Aber daß ich auch das Zeugnis des Glaubens anderer für mich anwende.“

Vielen Dank und herzlichen Glückwunsch!

Das Interview führte Aldo Parmeggiani von ‘Radio Vatikan’.

Mons. Georg Gänswein ist der Sohn eines Schmiedemeisters. Er wurde am 30. Juli 1956 als ältestes von fünf Kindern im süddeutschen Städtchen Waldshut am Hochrhein geboren. Er studierte Theologie in Freiburg und an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. 1984 wurde er zum Priester geweiht. 1993 promovierte er zum Doktor des Kirchenrechtes. Er arbeitete zuerst bei der Gottesdienstkongregation und wechselte 1996 in die Glaubenskongregation. 2003 bestellte ihn Joseph Kardinal Ratzinger, der damals noch Präfekt der römischen Glaubenskongregation war, zu seinem Privatsekretär.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 11 Lesermeinungen:
Montag, 7. August 2006 19:19
DieFidele: Glossar
Ich möchte bez. der Fachbegriffe (Monsignore, Prälat, etc.) auf eine sehr gute Seite hinweisen:
Glossar von Karl Veitschegger

Läßt keine Wünsche offen
Samstag, 5. August 2006 10:00
Jawohl!: Monsignore
Eine interessante Beobachtung. Die Seite scheint also doch tiefer im Dunstkreis der FSSPX verankert zu sein, als ich bisher annahm.
Übrigens hat man sich offenbar auch insofern angepasst, dass man Bischöfe nicht mehr als »Monsignori« tituliert, was in den romanischen Ländern selbstverständlich, im deutschen und englischen Sprachraum absolut unüblich ist. Man schreibt also jetzt auch hier von »Bischof Fellay«, nicht von »Mgr [oder Mons.] Fellay«, wie ja auch niemand auf die Idee käme zu sagen »Monsignore Müller« statt »Bischof Müller« oder »Monsignore Laun« statt »Weihbischof Laun«.
Samstag, 5. August 2006 08:25
Bonjour: kreuz.net
ist in seinen Artikeln vor circa einem halben Jahr auf „Mons.“ eingeschwenkt. Zuvor wurde einem Bischofsnamen konsequent – aber eben auch etwas gar offensichtlich – das in den (deutschsprachigen) Pius-Publikationen übliche „Mgr.“ verwendet.
Freitag, 4. August 2006 20:33
Jawohl!: Mons. / Msgr.
Und wo wir bei den diversen Titeln etc. sind…
»Mons.« ist üblich in Italien.
»Msgr.« bei uns, aber auch in der englischsprachigen Welt. (Wird auch aufgelöst als Müssiggänger.)
»Mgr« (ohne Punkt und das gr ggf. hochgestellt) ist die französische Fassung.
Irre wichtig diese Etikette, nicht?
Mittwoch, 2. August 2006 01:28
DDL: Danke, Benedikt
Ich kenn’ mich mit diesen innerkatholischen Titeln ja nun wahrlich nicht aus, deswegen frag’ ich. Ich stieß überhaupt nur auf diesen Artikel, weil er einer der wenigen war, in denen ursprünglich ‘mal kreuz.net verlinkt war, und nahm an, dass vermutlich auch einer der hiesigen Leser daran mitbastelt.

Laut Wikipedia wird „Prälat“ überwiegend als Ehrentitel vergeben. http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4lat Der ursprüngliche Verfasser hat sich da wohl etwas undeutlich ausgedrückt.

Nun ja, wie dem auch sei: Die Nennung NUR von „zu Peter und Paul“ ist für ein Lexikon nicht tolerabel, und wenn das Fest erwähnt werden soll, muss es schon einen Grund dafür geben. Ich hatte das in der entsprechenden Diskussion vermerkt, aber die wird geflissentlich ignoriert… :O(

(Btw. Putzig, das mit Rock am Ring wusste ich gar nicht mehr, ich hätte eher „Pink Pop“ mit Pfingsten assoziiert – aber nun ja, mein einziges „Rock am Ring“ war anno 1985… das legendäre erste!)
Mittwoch, 2. August 2006 01:04
Benedikt: @ DDL
Mr. Gänswein ist wohl 2006 mit dem Ehrentitel „Prälat“; so ist es auch in der Wikipedia verzeichnet.

Das ist reichlich unscharf. Einen Ehrentitel (und um einen solchen handelt es sich wohl) „Prälat“ gibt es nicht. Was ist gibt sind die Titel „Apostolischer Pronotar“ und „Ehrenprälat seiner Heiligkeit“. Die Inhaber eines solchen Titels werden dann mit „Herr Prälat“ angesprochen.

Wann Mgr. Gänswein dieser Titel verliehen wurde weiß ich nicht, bei google findet sich nichts dergleichen. Die Nennung des Feiertages wäre dann geboten, wenn die Ernennungen standardmäßig an diesem Tag erfolgen würde. (Gibt es ja auch anderswo: „Rock am Ring findet gewöhnlich an Pfingsten statt“ etc.) Ob das so ist weiß ich allerdings nicht. Gewöhnlich wird an Peter und Paul den im vergangen Jahr neu ernannten Erzbischöfen das Pallium verliehen.

Also: Raus mit dem Datum und Hinweis auf Diskussionsseite.
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