Heiliges Land
Wahre und falsche Freunde
Inzwischen hat sich der Krieg im Nahen Osten bequem eingerichtet – wie eine alte Tante während einer ihrer regelmäßigen Besuche bei den Neffen. Von Israel Schamir.
(kreuz.net) Der Krieg kam, um ein bißchen zu bleiben.

Nachdem der erste Schock des Krieges um den Libanon vorbei ist, lichtet sich die Staubwolke des Krieges langsam

Zuerst die Neuigkeiten.

Trotz der gewaltigen und zerstörerischen Macht des israelischen Angriffs, trotz einer nie dagewesenen Boshaftigkeit und Brutalität verteidigten die standhaften Krieger von Scheich Hassan Nasrallah die Bastion.

Der Blitzkrieg, der von den Strategen in Tel Aviv geplant wurde, kam in den niederen Hügeln von Maroun Ras zu einem Stillstand und scheiterte in den Straßen der Ortschaft Bint Dschbail.

Bei der israelischen Invasion im Jahr 1982 überquerten die jüdischen Tanks den Litani-Fluß in 48 Stunden. Jetzt wird das Vorrücken in einzelnen Metern angegeben.

Eine alte aber gefürchtete Waffe, die von den Russen in den Tagen ihrer schicksalhaften Schlacht gegen die Deutschen eingesetzt wurde und einen Mädchennamen – Katjuscha – trägt, verbreitet über das ansonsten immer so sichere israelische Hinterland bis hinunter nach Haifa Schrecken.
Die Hisbollah
ist die allererste arabische Truppe, welche die israelische Aufklärung nicht infiltrieren konnte.


Israelische Apache Kampfhelikopter, die Kriegsschiffe der Marine und die besten Merkawa Panzerwagen wurden mit präzise abgeschossenen Raketen empfangen.

Der frustrierte Eindringling füllte die Straßen und Dörfer des Libanon mit Hunderten verkohlten Leichen libanesischer Kinder. Aber merkwürdigerweise wurden nur wenige Hisbollah Kämpfer getötet oder gefangengenommen.

Die Hisbollah kämpft mit unbekannten Waffen. Das ist die erste arabische Truppe, welche die Juden nicht infiltrieren konnten. Die israelische Aufklärung wußte nicht, welche Waffen die Hisbollah besitzt und welche Pläne sie vorbereitet.

Hisbollah-Krieger tun den Juden nicht den Gefallen, mit dem Schrei „Allah ist groß“ Selbstmord zu begehen. Sie kämpfen und besiegen den Feind. Auf diese Weise zerstören sie den Zwillingsmythos von der Unverletzlichkeit Israels und der arabischen Machtlosigkeit.

Die Bedeutung ihrer Gegenwehr kann nicht hoch genug bewertet werden. Wenn der Libanon mit wenig Widerstand überrannt worden wäre, dann wären die israelischen Tanks nach Damaskus weitergerollt und israelische Kampfflugzeuge wären nach Teheran geflogen

Das ist der Wunsch der amerikanischen Neocons (oder sollte das Wort neo-Cohns geschrieben werden?)

William Kristol sprach es deutlich aus: „Syrien und der Iran sind Feinde Israels und auch Feinde der Vereinigten Staaten. Wir könnten darüber nachdenken, diesen Akt der iranischen Aggression mit einem Militärschlag gegen iranische Kernkraft-Einrichtungen zu beantworten. Warum zuwarten? Glaubt irgend jemand, daß der Iran als Nuklearmacht unter Kontrolle gehalten werden könnte?“
Eine Niederlage im Libanon
hätte keine weitreichenden Folgen. Sie würde den Sieger nicht nach Haifa führen. Aber sie würde die Israelis etwas Bescheidenheit lehren.


Michael Ledeen unterstützt ihn: „Man kann den Mullahs nicht entkommen. Man muß sie entweder besiegen oder unterliegt ihrer schrecklichen Weltsicht.“

Larry Kudlow gibt sich siegessicher: „Die USA und Israel brauchen ungefähr 35 Minuten, um die gesamte iranische Marine und Luftwaffe außer Gefecht zu setzen… Jetzt ist die Zeit, um Druck auf den syrischen Diktator Baby Assad auszuüben.“

Die Neocons haben einen guten Grund, jetzt einen Krieg zu fordern: Ihr Einfluß in der US-Regierung ist in letzter Zeit schwächer geworden. Der erste Hinweis auf eine Rebellion der Goim [Nichtjuden] war ein jüngstes Dokument über die jüdische Lobby.

Ein guter Krieg würde die Neokonservativen in Washington wieder an die Macht bringen.

Ein israelischer Angriff auf Damaskus und Teheran ist immer noch möglich. Aber jeder Tag, an dem die Libanesen aushalten, verringert die Wahrscheinlichkeit eines regionalen Krieges.

Jetzt hört man im israelischen Fernsehen das besorgniserregende Wort „Niederlage“: „Festgefahren im Libanon“ ist der alte Albtraum der Israelis. Israel machte diese Erfahrung bereits einmal und hat keine Lust, sie zu wiederholen.

Eine Niederlage im Libanon hätte keine weitreichenden Folgen. Sie würde den Sieger nicht nach Haifa führen. Aber sie könnte die Israelis etwas Bescheidenheit lehren.

Darum wünscht ein wahrer Freund Israels seiner Armee in diesem Krieg eine heilsame Niederlage. Sie würde unsere Soldaten nach hause bringen und die Generäle für eine gute Weile davon abhalten, sich auf Abenteuer einzulassen.

Ein falscher Freund Israels wünscht sich einen israelischen Sieg, der nach Teheran führt und mit einem Atomkrieg und mit Massenvernichtung und Tod endet.

Während die falschen Freunde Israels – die Juden der USA – marschieren, um das Libanon-Abenteuer zu unterstützen, demonstrieren die wahren Freunde – Israelis – auf den Straßen Tel Avivs und klagen die Kriegsverbrechen ihrer Politiker und Generäle an.

Israel Schamir wurde 1950 in Nowosibirsk (Sibirien) geboren. Er ist ein israelischer Schriftsteller und Journalist.
      
9 Lesermeinungen
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#9   Graf von Galen   10:51:58 | Donnerstag, 3. August 2006
Wider die amerikanische Agression, @ blueberry
Nach Ihrer Meinung gibt es also keinen Aufstand im Irak
und die mehr als 2500 dort zu Tode gekommenen
Soldaten sind an Syphillis gestorben oder was ?
Lesen Sie außer „Bild“ eigentlich noch andere Zeitungen ?
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#8   Maurice Corvisier   21:13:28 | Mittwoch, 2. August 2006
Blaubär gehört
zu welchem Stamm?
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#7   blueberry   21:01:58 | Mittwoch, 2. August 2006
@ Vorposter
Dies gilt natürlich nicht für die entsetzlichen Massaker an der Zivilbevölkerung durch Terroristen.
Von welchem „Aufstand“ reden Sie denn dann?
Gibt es vielleicht Massenproteste der Iraker?
Es gibt nur Attentate auf Zivilisten.
Das ist kein Aufstand, sondern ein Verbrechen!
Über Shamir gibt es tausende Gerüchte. Fakt ist das er geboren wurde als Jöran Jermas, und das ist kein wirklich jüdischer Name.
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#6   Zur Richtigstellung   12:39:30 | Mittwoch, 2. August 2006
Lieber Parzival.
Du verbreitest Falschmeldungen. Genau das Gegenteil von dem, was Du sagst, ist die Wahrheit.
Israel Schamir ist ein israelischer Jude. Er besitzt seit einer Ehe in Schweden einen schwedischen Pass. Vor drei Jahren konvertierte er zur griechisch-orthodoxen Kirche.
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#5   Graf von Galen   10:08:56 | Mittwoch, 2. August 2006
Wider die amerikanische Agression, @ Parsifal
Es geht darum, daß die USA völkerrechtswidrig ein
im Prinzip wehrloses Land überfallen haben.
Um dieses zu rechtfertigen, haben diese Kriegs-
gründe (Massenvernichtungswaffen, Unterstützung
von Al Qaida) erfunden und die ganze Welt angelogen.
Erst mit der Eroberung des Irak durch die USA sind
die Al Qaida- Terrorgruppen in das Land gekommen.
Grundsätzlich halte ich es für gerechtfertigt, daß sich
das irakische Volk gegen die Besatzung durch die USA
auch militärisch zur Wehr setzt.
Dies gilt natürlich nicht für die entsetzlichen Massaker
an der Zivilbevölkerung durch Terroristen.
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#4   Parzifal   23:31:25 | Dienstag, 1. August 2006
@ „Graf von Galen“
Was haben Sie denn gegen einen demokratischen Irak?
Es ist doch ein Witz dass Sie die Terroristen dort die unschuldige Leute in die Luft sprengen als „Aufstand“ bezeichnen!?
Das ist kein „Aufstand“, das sind Verbrecher!
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#3   Graf von Galen   22:55:54 | Dienstag, 1. August 2006
Wider die israelische Agression
Die Gefahr, daß Israel seine Agression weiter treibt, wenn
es nicht militärisch gestoppt wird oder zumindest einen
hohen Blutzoll dafür zahlen muß, ist sicher gegeben.
Auch die USA haben sich dort den erfolgreichen Aufstand
im Irak von weiteren Abenteuern b.a.w. abhalten lassen.
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#2   Parzifal   22:02:36 | Dienstag, 1. August 2006
Anmerkungen zum Pseudo Juden Shamir alias Jöran Jermas
Man sollte schon fairerweise wissen dass es sich bei Israel Shamir um einen (aus welchen Gründen auch immer) zum Judentum konvertierten rechtsradikalen Schweden russischer Nationalität handelt der ursprünglich orthodoxer Christ war.
Jöran Jermas schreibt Artikel für das rechtsradikale Störtebeker Netz (Zitat dieser Seite zum Tod von Paul Spiegel: „Man soll über Tote nur Gutes sagen, deshalb: gut dass er tot ist!“), wurde zur Holocaust Konferenz nach Theran geladen und ist mit Horst Mahler perdu.
Hier einige Links
Zum Buch „Blumen aus Galiläa von Jöran Jermas“ www.hagalil.com/…iv/2005/08/linke.htm
Djiahd im Freitag www.politik-kultur.de/Texte/watzal.htm
Hier was für alle Khomenie und Iran Fans:
Iran verbietet das Buch „Sakrileg“! alsharq.blogspot.com/…et-das-sakrileg.html
Ist Iran nicht ein wahnsinnig tolles Land? Ein Hoch auf die Mullahs!
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#1   lorenz_t   17:42:45 | Dienstag, 1. August 2006
Etwas holprige Übersetzung
Es hiess im Text:
Bei der israelischen Invasion im Jahr 1982 überquerten die jüdischen Tanker den Litani-Fluß in 48 Stunden. Jetzt wird das Vorrücken in einzelnen Metern angegeben.
Das soll wohl Panzer (engl. tanks) heissen?
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