Kürzlich veranstaltete ein Schweizer Pfarrer einen Country-Gottesdienst. Sein Gewand breitete sich dabei wie Vogelschwingen aus. Ein Anwesender wurde an einen indianischen Schamanen erinnert.
(kreuz.net, Luzern) Der Luzerner Pfarrer Leopold Kaiser zelebrierte anläßlich des Schweizerischen Musikfestivals
‘Country Alpen-Open-Air’ eine „Eucharistiefeier – Country-Gottesdienst“.
Die zentralschweizer Stadt Luzern
gehört zum Bistum Basel.
Das ‘Country Alpen-Open-Air’ fand zwischen dem 21. und 23 Juli im zentralschweizer
Ski- und Wandergebiet Klewenalp bereits zum zwölften Mal statt. Am Sonntag, dem 23. Juli, stand der Priester –
passend zum Festival – einem Country-Gottesdienst vor.
Ein Redakteur der ‘Luzerner Zeitung’ mußte bei
seinem Anblick an einen indianischen Schamanen denken:
„Wie Vogelschwingen breitet sich das Gewand aus,
gelbe Streifen bilden einen Sonnenkreis, der ausstrahlt, was die offenen Hände von oben empfangen. Auf
dem Tisch deuten funkelnde Requisiten auf das religiöse Ritual hin, das da vollzogen wird.“
Pfarrer
Kaiser habe auch einen sehr umgänglichen Ton angeschlagen: „Einfach so, wie man zu Freunden spricht.
Der Pfarrer als Mensch, der einem nahekommt, auch wenn ihn der Großteil des Publikums nur von ferne sieht.“
Das „Publikum“ sei am Abhang zu Hunderten auf Bänken gesessen oder habe auf Picknicktüchern gelagert.
Zwischen den Gebeten des Priesters spielten immer wieder die Musiker der Country-Gruppen. Die Texte der
Country-Lieder sprächen genauso vom Leben, von unseren Hoffnungen und Leiden, wie die Texte der Bibel –
ließ Pfarrer Kaiser die Anwesenden wissen.
Für die ‘Luzerner Zeitung’ machte die Naturszenerie der
Schweizer Berge „aus der Wandlung von Brot und Wein fast schon eine Art Landschaftstheater“.
Die Stimmung
habe gezeigt, wie erfolgreich das Konzept Open-Air-Gottesdienst umgesetzt werde. Man habe auch Menschen
erreicht, die sonst kaum zur Kirche gehen.
Einer der Kirchenfernen würdigte, daß Pfarrer Kaiser „nicht
nur vom lieben Gott“ geredet habe, sondern einfach von dem, was Menschen im Alltag beschäftige.
Hw.
Kaiser selber erklärte, daß Liturgievorschriften auch bei der Freiluftmesse dazugehörten: „In meinen
27 Jahren als Priester bin ich noch nie von einem Bischof gerügt worden.“
Er wolle nicht provozieren.
„Heute muß die Kirche zu den Menschen gehen, wenn sie sie erreichen will, sie da abholen, wo sie ihre
Feste feiern.“
Dazu gehöre, daß alles „von Herzen formuliert wird“.
Deshalb arbeitet der Pfarrer auch
gerne mit Musikern und Artisten zusammen – etwa bei Gottesdiensten im Schweizerischen Zirkus Monti.
Er
versuche immer, spontan auf das zu reagieren, was von den Menschen komme. Damit könne er den Menschen
die christliche Botschaft näherbringen, ohne den vorgegebenen Ablauf mechanisch abzuwickeln:
„Was bedeutet
etwa das Abendmahl? Nichts anderes, als in einem Zeichen die Gemeinschaft mit Christus zu erleben.“
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59 Lesermeinungen
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#58 stat crux 16:36:24 | Donnerstag, 3. August 2006
Möchtegern: Eine Priesterausbildung, welche einer auf das Erfordernis des missionarischen Zeugnisses
deutenden Analyse der Sachlage entspricht. Also müsste, bevor hunderte von letztlich irrelevanten Meinungen
durchgenommen werden, erstmal die offzielle Lehre gelernt werden. Allein schon des Wissensstandes wegen.
Vielleicht setzt das eine Art von „Noviziat“ am Beginn der Priesterausbildung voraus, an dessen Ende aber
schon die Diakonatsweihe stehen könnte. Aber gottlob bin ich für derartige Fragen nicht zuständig.
Einander achten Maledica – auch in einem christlichen Internetforum begegnen sich Christen! Dazu gehört
es, einander in seiner Unterschiedlichkeit zu achten! Häßliches Reden über andere verbietet sich von
selber! Wir sollen offen füreinander sein, aufeinander hören, in einer redlichen Weise miteinander streiten
und dabei die Gemeinschaft des Glaubens untereinander erhalten und festigen! Tragen Sie – und wir alle –
dazu bei?
Ansgar: Ich will wissen, ob du einen anderen enttäuschen kannst, um dir selber treu zu bleiben. Die wahre
Liebe stirbt nie. Sie hat immer das letzte Wort, ist das Mächtigste was es gibt und das Zentrum der Wahrheit.
Wer diese Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt,
der ist ein Verbrecher. Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne und sie in mein
Herz strömt und nicht der Beständigkeit. Manche Wahrheiten sollen nicht, manche brauchen nicht, aber
manche „müssen“ gesagt werden. Und dennoch sind auch Lügner vertrauenswürdig, nützlich und dienen
der Wahrheit, in dem man sich auf ihre Unwahrheiten verlassen kann. Sie bilden den für uns sichtbaren
Kontrast. In Zeiten, da Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind, ist das Aussprechen der Wahrheit ein
revolutionärer Akt. Viele mögen sich daran stoßen. Mittelmäßige Geister verurteilen gewöhnlich alles,
was über ihren Horizont geht. Es ist nicht möglich, die Fackel der Wahrheit durch eine Masse zu tragen,
ohne jemandem den Bart zu versengen. Du dienst nicht der Welt, indem du dich klein machst, nur damit die
Anderen keine Angst bekommen. Ich habe es selber probiert: Schon viele Masken habe ich getragen, aber
keine ist so gut wie mein wahres Gesicht, denn ohne Maske hat mich noch nie jemand erkannt. Alle haben
nach dem Gesicht hinter dem Gesicht gesucht. Dabei ist unsere größte Angst nicht, dass wir nichts taugen.
Unsere größte Angst ist, dass wir maßlos stark sind. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit vor
der wir uns fürchten.von Stefan Brinkmann. Du hast Angst.
#55 23er Hansl 17:35:21 | Mittwoch, 2. August 2006
Korrektur: – Das schwule Pärchen waren David und Jonatan. Mit seinem eigenen Sohn Shlomo hat er’s nicht
getrieben. – Im Zwölferkreis des historischen Jesus gab es keinen Primat eines der Mitglieder; alle waren
gleichberechtigt. Fazit: Von kleinen sprachlichen Fehlern und Verwechslungen abgesehen, hatten die beiden
Geschmähten Recht.
Vorsicht! Deacon und Bussmann Bevor sich die Mitleser fragen, ob sie die Teilnehmer B. Bussmann und deacon
einer Antwort würdigen, soviel: Beide sind nach Lektüre ihrer Beiträge (für theologische Fragestellungen)
nicht ernstzunehmen. Frau Bussmann ist wohl Pastoralreferentin, hält aber David und Salomon für ein
schwules Pärchen und zeigt sich auch sonst in religiösen Dingen gänzlich ahnungslos. Ansonsten hat
sie ein gutes Herz. Sie schreibt fehlerfreie Sätze. Das vermag deacon nicht. Er behauptet zwar, geweihter
Priester zu sein, demontiert diese Behauptung aber in jedem Satz. Manchmal ist er allerdings sehr lustig,
z.B. mit der Bemerkung: „Petrus hatte keinen Primaten unter den Aposteln…“ Geweihter Priester? Nein.
Klippschüler. Und wahrscheinlich auch kein guter Mensch. Denn man soll nicht so lügen. Ich würde diesen
beiden Figuren keine Beachtung mehr schenken.
Pastillen Es ist einfach abartig, was für einen geistigen Müll ausgebildete TheologInnen verbreiten.
Und dazu noch mit meinen Steuergeldern. Es wird Zeit, daß man aus dem Kirchensteuersystem austreten kann,
ohne exkommuniziert zu werden. Das ist ein Fall für die Kirchen-Justiz
Schamanen und Priester @Bussmensch Sind Sie endlich aus der Kirche ausgetreten und haben Ihre eigene Sekte
gegründet. Na das Geld wird Sie wohl hindern. In welcher Pfarrei treiben Sie eigentlich als PastoralreferentIn
Ihr unwesen??? Steht dort auch ein Schamane am Altar und spricht irgendwelche Zaubersprüche. Naja egal
wer am Altar steht, Hauptsache ist, er ist Veganer www.meinewebseite.net/mitgeschoepfe
#47 23er Hansl 12:41:25 | Mittwoch, 2. August 2006
@Dr. dingsda Das unterscheidend Einzigartige an der katholischen Communio mit Christus und untereinander
ist aber, daß Sie weder ein Stück Brot noch „ein Stück Fleisch“ (?) empfangen, sondern ein Stück Pappendeckel!
Frage Benedikt schrieb:„Ich begreife ernsthaft nicht, wie jemand heute das Amt des Priesters in der katholischen
Kirche wählen kann, ohne an die Realpräsenz zu glauben … Wer nimmt denn Ehelosigkeit, Gehorsamsversprechen
etc auf sich, ohne der ganzen Sache etwas abgewinnen zu können?“. Nun – schauen Sie sich jemanden wie
B. Bussmann an. Steht fast in allem im Widerspruch zur Lehre der Kirche, sieht sich aber zur Katechetin
berufen und führt das große Wort. Und findet dabei sicher auch im Klerus viel Zuspruch. Leute wie deacon –
wenn er uns keinen Bären aufbindet, aber es gibt solche ja in der Tat – gehen (als Priester) in die Kirche
als in eine Institution, die es nach ihren Vorstellungen umzuformen gilt. Sie verstehen nichts von Kirche
(ein Theologiestudium muß dem nicht entgegenstehen), sie wissen nichts vom Glauben oder seiner Tradition,
sie sind ganz erfüllt von sich selbst und ihrer eigenen Vortrefflichkeit. Ihr Geist ist der Zeitgeist,
der trägt ihr Selbstbewußtsein und wird am Ende alles andere besoegen. Und – so mag mancher zu Zeiten
JPII gehofft haben – das lästige Zölibat erledigt sich mit dem nächsten Papst sicher auch. Also rin
in den Laden, Ärmel hochkrempeln, Rom auf den Müllhaufen der Geschichte und ordentlich was neues bauen.
Tja, und mit der Wahl von Josef Ratzinger haben sich solche Sumpfblütenträume erledigt, und das nicht
nur für die – Gott schenke ihm viele Jahre – Zeit Benedikts. Die Kardinäle haben mehrheitlich befunden:
Die Revolution ist zu Ende.
Was bedeutet das Abendmahl dieser Country-Gottesdienst sollte Anregung für viele Priester sein, Gottesdienste
so zu gestalten, dass es Menschen in heutiger Zeit anspricht. Gottesdienst bedeutet eben nicht allein
Ausrichtung auf Gott, sondern auch nach rechts und links zu den Menschen, die den Gottesdienst mitfeiern.
Abendmahl ist nicht nur eine Erinnerung an das Leiden, Sterben und die Auferstehung Christi, sondern Gemeinschaft
mit allen Lebenden und Verstorbenen. Ich finde es sehr schön, dass das Messgewand des Priesters so ausgerichtet
war, dass es für den Redakteur so aussah, als wenn ein Schamane da stehen würde. Weiß der Redakteur
denn nicht, was ein Schamane ist? Heiler, Heiler für alle, genau das war auch der biblische Jesus und
dass hat dieser Priester aus der Schweiz sehr gut dargestellt. Möge er die Gelegenheit haben, noch viele
solcher Gottesdienste zu feiern.
#43 Dr. Otterbeck 21:49:59 | Dienstag, 1. August 2006
Solange zu Beginn eines theol. Studiums nicht mindestens zwei Semester Katechismus und Enzykliken gelernt
werden (incl. Ecclesiam Suam 1964, Mysterium fidei 1965, Sacerdotalis caelibatus 1967 und Humanae vitae
1968) braucht niemand mit der Wiederentdeckung des eigentlichen Priesterberufs zu rechnen, jedenfalls
nicht in Dtld.
Frage Ich begreife ernsthaft nicht, wie jemand heute das Amt des Priesters in der katholischen Kirche
wählen kann, ohne an die Realpräsenz zu glauben oder dieser Frage eine besondere Bedeutung einzuräumen.
Wer nimmt denn Ehelosigkeit, Gehorsamsversprechen etc auf sich, ohne der ganzen Sache etwas abgewinnen
zu können? Da deacon wie er sagt noch jung ist, scheint er seine Vorbehalte offenbar nicht im Laufe eines
langen Dienstes als Priester entwickelt zu haben, sondern sie schon während seiner ganzen Zeit als Priester
in sich getragen zu haben. Es tut mir leid: Das kann ich nicht begreifen. Ohne eine Erklärung hege ich
Zweifel an dieser ganzen Story.
#39 Bernardin † 19:48:20 | Dienstag, 1. August 2006
deacon ein weiser mensch sagte einmal zu einem jungen theologen: denk daran, dass du nicht wegen dem bischof
oder wegen dem papst priester wirst, sondern einzig allein wegen jesus christus und den menschen !
deacon ????? Es würde doch reichen, uns zu sagen, wo und vielleicht auch: wann Sie geweiht worden sind.
Falls Sie es sind. Dann sind doch alle Probleme gelöst. Auch für Sie.
Bernardin Sie und der Doktor scheinen sich offenbar sehr zu mögen:) Nein. Ich werde darüber kein einziges
Wort mehr sprechen. Ich bin noch relativ jung. Vielleicht ändert sich der Umstand – oder was auch immer
dazu beitragen mag mir hilfreich zu sein – zu werden. Wenn ich nicht selber gehe, dann werdet ihr es vielleicht
hören. Ich weiss es nicht, wie lange ich dieses Amt noch weitertragen kann, ob ich tatsächlich den Dienst
verrichte.
deacon Priester Ich bin geweiht zum Priester. Völlig unglaubwürdig. Und wenn dem wider Erwarten doch
so sein sollte: so viel Johanniskraut gibt es nicht, um die Depressionen desjenigen Bischofs zu bekämpfen,
der das getan hat. Da muß die Chemie ran – und da hilft spätestens dann nicht mehr, wenn er vor dem
steht, dessen Apostel er hätte sein sollen. Übertritt zur prot. Gemeinschaft nannte man früher zutreffend
„Perversion“ – nicht Konversion.
Dr. Peter Enderfers: Doch mein lieber Bruder im Glaube. Ich bin geweiht zum Priester. Das ich darüber
nun nicht weiter reden möchte versteht sich doch hoffentlich von selbst. „Deacon“ habe ich mich deswegen
hier genannt, weil es übersetzt „Diener“ heisst. Ich empfinde es als sehr komplex und groß, so schlicht
und doch einfach nur Diener vor dem Herrn und am, mit und für den Menschen zu sein. Doch kann ich es
nicht mehr länger für jene Menschen oder vielleicht auch menschenfeindlichen Machthaber dieser Institution
sein. Ich weiss ja, wieviele unseres Klerus wahre Perlen von Menschen sind – doch können die mich auch
nicht mehr halten. Ich habe gehofft mit dem Tod von Johannes Paul würde unsere Kirche einen Aufschwung
und Evangelisierung durch die Hände des des neuen heiligen Vaters erfahren -doch es ist alles nur noch
schlimmer geworden. Schon zu meiner Studienzeit habe ich mich fürchterlich an den Schriften Ratzingers
gestoßen.
@ Deacon: Beruflich in der Kirche tätig – theologisches Studium – Nickname „Deacon“ (engl. f. Diakon):
Ich kann nur inständig hoffen, daß Sie nicht das Weihesakrament empfangen haben bzw. in naher Zukunft
empfangen sollen. Das wäre dann wohl eine weitere Fehlentscheidung diözesaner Priesterausbildung…
@ deacon Ich kann mein „besseres Wissen“ also all jene Belastungen nicht weiter mit meinem Gewissen vereinbaren –
kann mir nicht mehr länger vorschreiben lassen, was ich zu glauben habe und was nicht… Sie werden sicher
verstehen, dass die Kirchen nicht wegen Ihnen ihre Lehre aufgeben wird. Tragen Sie es mit Fassung.
deacon, Mann, was reden Sie denn da? Ich beschäftige mich seit 40 Jahren mit (Kirchen-)Geschichte. Beruflich.
Sie haben keine Ahnung und würden sicherlich auch innerlich ruhiger, wenn Sie solidere Kenntnisse hätten.
Ich kann Sie nur ermuntern, solche Kenntnisse sich zu erwerben und Ihr nur aus platten Parolen bestehendes
Weltbild entsprechend anzureichern. Das hilft.
Sulpicius: standen Sie etwa vor dem gleichen Problem wie gerade? Ich kann mein „besseres Wissen“ also
all jene Belastungen nicht weiter mit meinem Gewissen vereinbaren – kann mir nicht mehr länger vorschreiben
lassen, was ich zu glauben habe und was nicht…
Und Tschüss Wer für sich in Anspruch nimmt, moralische Institution zu sein und seelsorgerische Hilfe
für Menschen anzubieten, der muss gegen sich auch die Forderung gelten lassen, zunächst einmal der eigenen
Sittenlosigkeit, Amoralität und Vertuschung von Straftaten zu begegnen. Verweigert er sich dem sehenden
Auges, so wird er nicht nur persönlich verantwortlich vor Gott und den Menschen, sondern zum gleichrangigen
Mittäter.
deacon, ich will ja gar nicht abstreiten, daß Sie Theologie studiert haben. Aber katholisch war die nicht,
sondern höchstwahrscheinlich ein Fernkurs aus dem Institut St. Haeresien. Für die Protestanten können
Sie auch nicht arbeiten. Die sind noch pleiter als die Modernisten. Was nun?
@deacon Ich mache mir zurzeit ernsthaft Gedanken darum ob ich in Zukunft tatsächlich in dieser Institution
arbeiten will. Ich rate Ihnen auf jeden Fall nicht dazu…
Maurice Corvisier: Welch geistreicher Beitrag! Ich habe katholische Theologie studiert mein Guter und
ich weiss es aus den eigenen Quellen. Sie sollten vielleicht mal ein bissel mehr lesen. Wenn Sie was Sinnvolles
gesagt haben, dann war es die Überlegung ob ich wirklich „römisch“ bin. Ich mache mir zurzeit ernsthaft
Gedanken darum ob ich in Zukunft tatsächlich in dieser Institution arbeiten will. Kirche und Gegenwart
Jesu sehe ich bei den Protestanten wahrlich deutlicher auch wenn diese Kirche sicher ihre Schwierigkeiten
hat. Auf die Relation kommts eben an.
nein, deacon, „wir“ Katholiken – das ist sicher unzutreffend, Sie gehören nämlich mit Sicherheit nicht
dazu, nach all’ dem unausgegorenen Quatsch, den Sie hier schreiben. Und dann noch die übliche Palette
historischer Verfälschungen und Flachargumentationen, die ja nun wirklich nur völlig Ungebildete widerkäuen
können: Nein! Halten Sie doch ganz einfach die Klappe, wenn Katholiken sprechen. Hören Sie und lernen
Sie dazu. Wer weiß, vielleicht hilft’s!
Adamah: Das ist doch wohl offensichtlich im übertragenen Sinn gemeint. Jesus hat auch gesagt: Ich bin
der „Weinstock“ und ihr sein die „Reben“ Ich bin die Tür… Ich bin das Licht… Ich bin der Weg… Ich
bin das Brot… Nichts von diesen Johannesformulierungen ist buchstäblich zu werten. Warum sollten wir
auch??? Was haben wir denn davon so einen Engpass im Glaube zu fahren? Ja ich weiss es: Eine gespaltene
Kirche. Und daran sind wir Katholiken selber Schuld sag ich euch. Was ist nicht schon alles genau wegen
dieser Kleingeisterei an Verbrechen begagen worden? Ob eine Institution, die in ihrer großen Mehrheit
die Shoah billigend in Kauf genommen hat, Jahrhunderte lang kritische Geister dem Flammentod auf den Scheiterhaufen
der Inquisition überantwortet hat oder in deren Namen grausame Kriege geführt wurden, genau wegen solch
einem Blödsinn – tatsächlich als moralische Autorität geeignet ist, darf sicherlich bezweifelt werden.
Die Machthaber in der katholischen Kirche wären gut beraten, dringend und möglichst gründlich vor der
eigenen Haustüre zu kehren und sich ihrer eigenen Sittenlosigkeit zuzuwenden [v.d.Red.zens.] *Kopfschüttel*
#12 Bernardin † 18:06:03 | Dienstag, 1. August 2006
Bitte beachten! Wer jetzt den Pfarrer verklagen will, der sei daran erinnert, dass der Pfarrer zwar aus
Luzern kommt und Luzern zum Bistum Basel gehört, KLEWENALP aber gehört zum Kanton Nidwalden und so zum
Bistum Chur! Bisschen schwierig für die, die jetzt schreiben wollen, oder?
@ Adamah & Deacon So schaut’s aus, nur wird Liebe zur Wahrheit immer in einen Gegensatz zur Liebe zum
Leben gestellt, um so einen tief gesetzten Relativismus zu rechtfertigen.
Ich weiß ALLES besser Von Rom lasse ich mir nicht s vorschreiben, ich bastel meinen eigenen Jesus zusammen.
Denn ich habe je mehr Ahnung als die ganzen Weisen und Gelehrten der letzten 2.000 Jahre zusammen. Ich
wurde wie Buddha, Mohammed erleuchtet und nun weiß ich alles besser als jeder zusammen. Komm laß uns
darum noch eine weitere protestantische Sekte gründen. Ich bin auch gerne bereit euch vorzustehen und
in den sicheren Ruin zu bringen- fern von der Wahrheit
@ Deacon: Nicht so! „…menschlicher Definition über christliche Lehrinhalte…“ Vgl. Jo 6 !:) So hat
Christus die Gestalten definiert nicht irgend ein Mensch. Daran nicht zu Glauben ändert nichts an seiner
Wahrheit. o^/
Dr. Peter Enderfers Wenn ich diesen Schwachsinn nur schon lese. „Unwissende“ – „Ungläubige“… es tut
mir Leid mein Lieber. Sie mögen ja vielleicht ein netter Mensch sein, vielleicht würden wir uns auch
privat recht gut verstehen – man weiss ja nie… Aber bei so viel Borniertheit und semantischem Unfug,
fällt es mir wirklich außerordentlich schwer, das ernst zu nehmen was Rom so alles meint zu wissen und
Leute wie Sie sich einfach aufdrücken lassen und vertreten. Das ist doch alles andere als lebendiger
Glaube und lebensbejahend was die sagen.
@ Deacon: Sie haben Ihrem Frust zwar breite Luft gemacht, aber nichts wesentliches gesagt. Sinnvoll und
ganz im Sinne Jesu wäre es doch wohl, zu seinen Fehlern zu stehen statt zu polemisieren. „Die Unwissenden
belehren“ ist immerhin ein Werk der Barmherzigkeit, lassen Sie es sich doch schenken, lieber Mann!
Dr. Peter Enderfers: Meine Güte! Also echt… man kann sich das Leben auch selber schwer machen. Immer
diese eingefahrenen Dogmatiker, welche am Ende vor lauter menschlicher Definition über christliche Lehrinhalte,
gar überhaupt nicht mehr das Wesentliche sehen können. Diese ganze Scheisse um die Streiterreien, wer
nun welches Gesetz aber besser erfüllt oder mehr Recht hat als der andere, hat Jesus innerhalb der geistigen
Strömungen seiner Lebzeit stark verurteilt. Seine Anliegen waren nicht die Gesetze sondern aufzuzeigen,
dass Gott mitten in der Welt ist – im Menschen und nicht in der Tora oder eingefahrenen Riten. Die jüdischen
Schriften hat der Gute nur benutzt um seine Botschaft an den Mann zu bringen. Die Katholiken stellen sich
manchmal an, als wüssten sie, dass Jesus nun im Himmel sitzt und einen Abriss bekommt – nur weil nicht
jeder die päpstlichen Ansichten teilt. Wenn es da ma nicht einfach nur um Politik und Macht geht und
am Ende der Zeit, am Tag der Wahrheit, so einige dumm aus der Wäsche guggen bei all der Anmaßung.
Der Modernismus hat bereits seine Früchte hervorgebracht: deacon Es besteht kein Unterschied zwischen
Protestanten und Katholiken. Na Aggiornamento und Lehmensch und seinen Gleichschaltungspropagandisten
sei Dank!
@ Deacon: Das unterscheidend Einzigartige an der katholischen Communio mit Christus und untereinander
ist aber, daß Sie weder ein Stück Brot noch „ein Stück Fleisch“ (?) empfangen, sondern den ganzen Christus!
Und, ist das ein Problem??? Das Abendmahl ist weder protestantisch noch ist es katholisch. Wir feiern
die Gemeinschaft mit Jesus – und da ist es doch nun wirklich egal, ob wir nun glauben ein stück Fleisch
zu essen oder Brot. Gemeinschaft ist Gemeinschaft. Vollkommen wurscht wer da nun wie die Gestalten betrachtet.
Nichts gegen Open Air Messen. War das ein Spruch von einem Katholischen Pfarrer? „Nicht anderes als einem
Zeichen…“ hört sich verdammt protestantisch an, oder?