Wird der Erzbischöfliche Palast ein Studentenclub?
Sogar Papst Johannes Paul II. nächtigte unter seinem Dach. Dann wurde das Haus ein Opfer der Hirten, die schliefen, als die Wölfe in die Herde einbrachen.
(kreuz.net, Boston) Mehr als hundert Jahre lang war das im italienischen Stil errichte Gebäude das Symbol
der Erzdiözese Boston.
Im Jahr 2004 mußte es veräußert werden.
Der Käufer – die Jesuitenuniversität
‘Boston College’ – gab jüngst bekannt, daß das Haus in einen Studentenclub umfunktioniert werden soll.
Das berichtete die Tageszeitung ‘Boston Globe’ am 21. Juli.
In den vergangenen sieben Jahren bezahlte
die Erzdiözese Boston einen hohen Preis, weil deren Hirten ihre Pflichten im Zusammenhang mit homosexuellen
Unzuchtsfällen im dortigen Klerus schwer vernachlässigt hatten.
Das führte zu hohen Schadenersatzforderungen
der Geschändeten. Das Geld – umgerechnet über 70 Millionen Euro – mußte die Erzdiözese durch den Verkauf
von Kirchenbesitz aufbringen.
Unter den veräußerten Immobilien befand sich auch der Erzbischöfliche
Palast mit vierzig Zimmern. Er wurde mit weiteren Grundstücken für umgerechnet über 90 Millionen Euro
an die sehr liberale Jesuitenuniversität ‘Boston College’ veräußert.
‘Boston College’ ist eine Universität
mit 14.500 Studenten.
Seit 1998 unterhält die Universität einen Studentenclub – eine Art Studentenrestaurant –
im 36. Stock eines Hochhauses in der Innenstadt. Bei einer berauschenden Aussicht über die Stadt werden
dort Frühstück, Mittag- und Abendessen serviert sowie besondere Veranstaltungen organisiert.
Der Club
wird von einer privaten Gesellschaft betrieben und hat 2.500 Mitglieder. Er wirft für die Universität
jährlich umgerechnet etwa 420.000 Euro ab.
Jetzt plant die Universität, im Erzbischöflichen Palast
einen Ort einzurichten, wo Studenten und Freunde der Universität zusammensitzen, sich treffen, essen
und vielleicht auch übernachten können.
Einige Zeit war davon die Rede, daß die liberale theologische
Fakultät der Universität in den Palast einziehen würde.
Der letzte Erzbischof der während seiner
ganzen Amtszeit dort residierte war Bernard Francis Kardinal Law (74). Er mußte im Dezember 2002 wegen
seines verantwortungslosen Umgangs mit homosexuellen Mißbrauchsfällen im Klerus zurücktreten.
Sein
Nachfolger, Sean Kardinal O’Malley – ein Kapuziner – verließ den Erzbischöflichen Palast und bewohnt
seither das eher schäbige Pfarrhaus der Kathedrale.
Beim Verkauf des Palastes und des Hügels auf dem
er errichtet ist, mußte auch das Grab von William Henry Kardinal O’Connell, geräumt werden. Er hatte
das Gebäude im Jahr 1927 vollendete und lag auf dem Gelände begraben.
Gegenwärtig ist man auf der
Suche nach einer neuen Bleibe für den toten Kardinal.
„Kardinal O’Connell wäre vermutlich darüber
entsetzt, daß jetzt ein anderer als er oder sein Nachfolger in diesem Haus leben“ – meinte sein Biograph
James M. O’Toole.
Nach Bekanntwerden der Pläne des neuen Besitzers, wurden in Boston Stimmen laut, die
sich eine weniger triviale Nutzung des Gebäudes wünschen würden.
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7 Lesermeinungen
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das ist noch viel zu wenig jeder Wolf im Schafspelz soll alles verlieren, inkl. Schuhe und winterpelz.
„Barfuß“ ist ein passendes Büßergewand. Sie sind auf dem besten Weg dahin. Mein Tip an die Amtskirche:
Immobilien verkaufen und zurückmieten, wie es die Politiker machen. Dann geht es noch paar Jahre Das
ist ein wesentlicher Grund, warum Pius und Amtskirche getrennt bleiben müssen, damit erstere nicht in
den Schuldensumpf (auch in Deutschland gibt es den) hineingezogen werden.
lesekundiger Carlo ich sagte, bei Jesus wird nichts über die Pius-Sekte ausgesagt, besonders nicht, dass
die Pforten der Hölle sie (die Pius-Sekte) nicht überwätigen werden.
#5 Agiafortuni 17:49:55 | Mittwoch, 2. August 2006
Gotthard: seien Sie wenigstens redlich dass Sie die Piusbruderschaft nicht mögen, ist allgemein bekannt
und ich will nicht darauf zurückkommen. Ihre Behauptung jedoch, dass unser Herr und Erlöser für sie
keine Rolle spielt ist eine unverschämte Lüge und eine gemeine Unterstellung.
Hoher Preis Man sieht auch hier: Wegschauen, vertuschen, unter den Teppich kehren, verharmosen, verheimlichen
hat für alle Beteiligten einen hohen Preis: sowohl für die Täter als auch für die Opfer. Hoffentlich
lernt die Kirche endlich daraus!
keine Rede Aber unser Herr Jesus Christus hat uns verheißen, daß die Pforte der Hölle die Kirche nicht
überwinden wird daran glaube ich fest … jedoch ist bei Jesus von der Pius-Sekte keine Rede.
nein, nein sodomistisches Treiben ist schon o.K. Vielleicht ist es gut, daß das Tafelsilber (hier Palais)
verscherbelt werden muß. Vielleicht wird dadurch der Kirche dann nicht mehr den Blick verstellt auf deren
wahre Aufgabe, die Seelsorge und die Rückkehr zu dem was die Kirche groß gemacht hat. Die Tradition.
Ist doch augenfällig, während im Umkreis der FSSPX Kirchen und Kapellen gebaut werden, Schulen eröffnet
werden, Klöster gegründet werden (ja ja ich weiß, manche werden jetzt sagen, die Freimaurer finanzieren
die Jünger Lefebvres), wird die sog. Amtskirche zusehends zur Insolvenzmasse – weltweit. Schade. Aber
unser Herr Jesus Christus hat uns verheißen, daß die Pforte der Hölle die Kirche nicht überwinden
wird
#1 thaumaturgos 10:34:38 | Mittwoch, 2. August 2006
was issn jetzt los … homosexuellen Unzuchtsfällen … nicht SODOMITISCHES TREIBEN … oder sind bei
klerikern andere maßstäbe angesetzt? übrigens, früher hatte boston einen herrlichen palast für den
kardinal, jetzt – gott sei dank – einen herrlichen kardinal für eine allfälligen neuern palast