Warum Eltern ihre Kinder vor dem Staat schützen sollten
„Zum Kreis der Geschlechtsorgane könnte man den After auch deshalb zählen, weil manche homosexuelle und auch heterosexuelle Menschen Analverkehr haben.“ Von Michael K. Hageböck.
(kreuz.net) Wer Grippe hat, bekommt vom Arzt eine Krankmeldung für den Arbeitgeber. Ihr ist nicht zu
entnehmen, wie die Diagnose lautet.
Von Erwachsenen wird nicht verlangt, über persönliche, womöglich
sogar über intime Dinge zu sprechen – von Kindern schon.
So jedenfalls sieht es die Sexualerziehung
vor.
Den meisten Eltern ist nicht bewußt, wie sehr sich die Welt seit ihrer eigenen Schulzeit verändert
hat.
Einen Blick auf die neuen Zeiten ermöglicht „Wie geht’s – wie steht’s“ – eine Broschüre der Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung. Dort lesen wir:
„Zum Kreis der Geschlechtsorgane könnte man den After
auch deshalb zählen, weil manche homosexuelle und auch heterosexuelle Menschen Analverkehr haben. […]
Das kann für beide Partner sehr erregend sein.“
Welche Orientierung wird hier einem Fünftkläßler
geboten?
Staatliche Kreisbildstellen bieten Grundschullehrern Filme an, wo man Zeichentrickfiguren beim
Geschlechtsverkehr sieht und die Frage gestellt wird, in welche Körperöffnungen der Penis eingeführt
werden kann.
Staatliche Kreisbildstellen
bieten Grundschullehrern Filme an, wo man Zeichentrickfiguren beim
Geschlechtsverkehr sieht und die Frage gestellt wird, in welche Körperöffnungen der Penis eingeführt
werden kann.
Sicher: Wie sensibel der Stoff vermittelt wird und welche Medien eingesetzt werden, ist
von Lehrer zu Lehrer verschieden. Auch variieren die Anforderungen der einzelnen Kultusministerien.
Standard
ist jedoch, daß in allen Bundesländern – außer Baden-Württemberg, Bremen, Rheinland-Pfalz und Sachsen –
das Thema Zeugung und Geschlechtsverkehr verpflichtender Lehrinhalt der Grundschule ist, oft bereits in
den ersten beiden Klassen.
Dort, wo die Behandlung nicht vorgeschrieben ist, liegt sie jedoch aufgrund
verwandter Inhalte und offener Formulierungen nahe.
Auch fordert der Staat, daß bereits im Kindergarten
aufgeklärt wird – und zwar über alle Sinne.
So hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
eine „Kindergartenbox: Entdecken, schauen, fühlen!“ erarbeitet.
Dieselbe Institution veröffentlichte
2004 „Richtlinien und Lehrpläne zur Sexualerziehung“.
Zu den Grundlagen zählen die Akzeptanz einer
„sexuellen Selbstbestimmung von Kindern“ sowie der „gleichgeschlechtlichen Liebes- und Lebensweisen“.
„Der Lustaspekt … schließt aber auch Lust am eigenen Körper, zum Beispiel durch Selbstbefriedigung,
ein.“
Lediglich in bayrischen Schulen soll der Schutz des ungeborenen Lebens als Wert vermittelt werden,
was die Broschüre ausdrücklich negativ bewertet. Doch selbst im konservativen Süden unserer Republik
ist es kaum möglich, sein Kind aus dem entsprechenden Unterricht herauszunehmen.
Kein Einzelfall, sondern
die Regel:
Beim PC-Spiel „Der kleine Professor“ können Erstkläßler per Mausklick einem Männchen beim
Stuhlgang zuschauen oder ein Sperma-Wettrennen zocken. Mit Holzmalstiften werden Vagina und Penis eingefärbt.
Warum wehren sich Eltern nicht gegen die lehrplanmäßige Sexualisierung ihrer Kinder? Warum schweigen
wir Christen?
Beim PC-Spiel „Der kleine Professor“ können Erstkläßler per Mausklick einem Männchen
beim Stuhlgang zuschauen oder ein Sperma-Wettrennen zocken. Mit Holzmalstiften werden Vagina und Penis
eingefärbt. Dies ist kein Einzelfall, sondern die Regel.
Spätestens ab der 5. Klasse wissen die Kinder
über alles Bescheid, machen Berührungsspiele und werden herausgefordert, sämtliche Fragen zu stellen,
die ihnen unter den Nägeln brennen.
Offiziell geht es um Aufklärung, um „notwendiges“ Wissen, mit welchem
man die Kinder schützen will. Wer dies in Frage stellt, gilt als „verklemmt“.
Möglicherweise ist es
aber genau umgekehrt: Sind nicht jene verklemmt, die den Lehrern überlassen, was eigentlich ihre elterliche
Aufgabe wäre?
Wenn Mütter und Väter mit ihren Kindern reden würden, wieso braucht man dann die schulische
Sexualerziehung?
Michael K. Hageböck (37) ist verheiratet und Vater von fünf Kindern. Er arbeitet in
der Leitung einer christlichen Schule und hält Fortbildungen für Lehrer.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Warum Eltern ihre Kinder vor dem Staat schützen sollten
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#582 Pünktchen 14:09:45 | Dienstag, 30. Januar 2007
Gute Nachrichten aus den USA: Umfrage: Mehrheit der US-Amerikaner ist gegen Abtreibung www.kath.net/detail.php?id=15841!
Washington (www.kath.net) Eine aktuelle Umfrage von CBS (einem der größten Hörfunk- und Fernsehsender
der USA) hat ergeben, dass die Mehrheit der Amerikaner die Abtreibung in allen oder in den meisten Fällen
verbieten will bzw. größere Einschränkungen möchte. Ein ähnliches Ergebnis gab es bereits im Vorjahr.
Die Umfrage wurde im Zeitraum vom 18. bis 21. Jänner unter 1.168 Erwachsenen durchgeführt. Laut der
aktuellen Umfrage wollen 47 Prozent der Amerikaner alle oder die meisten Abtreibungen verbieten lassen,
16 Prozent möchten, dass sie wesentlich eingeschränkt werden. Etwa 30 Prozent der Befragten wollen,
dass nur dann eine Abtreibung durchgeführt wird, wenn die Schwangerschaft durch Vergewaltigung oder Inzest
zustande kam, oder wenn das Leben der Mutter auf dem Spiel steht. Fünf Prozent meinen, Abtreibung sei
in jedem Fall nicht in Ordnung. Nur 31 Prozent der Befragten möchten, dass Abtreibung in allen Fällen
gestattet ist. Unterstützt werden die CBS- Umfrageergebnisse durch andere aktuelle Umfragen. Eine Zogby-Umfrage
zeigte, dass 69 Prozent der Wähler nicht wollen, dass Abtreibungen mit öffentlichen Geldern finanziert
werden. 69 Prozent meinen, es müsse eine Mitteilungspflicht an die Eltern für Unter-16-Jährige geben;
55 Prozent sagen, sie müsse für Unter-18-Jährige gelten.
gleichgeschlechtlich l(i)ebende elternteile wenn ich recht verstehe, argumentiert herr guttenberger mit
einem bezugssystem für kinder, in dem die bipolarität (wie er es nennt) ein wesentliches normmerkmal
ist. ich will jetzt sicher nicht mit einer argumentationsstrategie daherkommen, die ich sonst (in diskussionen
um die liturgie) selbst immer wieder kritisiere, aber trotzdem die frage in den raum stellen: wer garantiert,
dass bei einem heterosexuellen elternpaar dieses bezugssystem stimmt? kenne genug kinder gutkatholischer
ehen, die ihren vater nur an sonn- und feiertagen zu gesicht bekommen. aber das ist eine sache: man kann
sich viel mit einem kind beschäftigen und das gut machen, dann ist es eine gute sache, egal in welcher
konstellation; man kann es schlecht machen, sich wenig mit einem kind beschäftigen, dann hilft die tollste
konstellation auch nichts. aber einen anderen einwand in dieser sache: aus erwachsenenperspektive sieht
das immer recht einfach aus, da gibt es ein (mehr oder weniger eng gefasstes) ideal, was davon abweicht
wird als besonders/nicht normal/… gesehen. aus der perspektive des betroffenen kindes sieht das anders
aus: seine familie, seine bezugswelt, ist das einzige bezugssystem, das ein kind kennt und fühlt es sich
darin wohl, wird es sich schwer ein anderes vorstellen können. fragen sie mal kinder alleinerziehender
mütter: denen fehlt meistens der vater nicht, denn sie kennen gar nichts, das ihnen fehlen könnte.
@ Jörg Ich bezog mich eigentlich auf die sog. „Regenbogenfamilien“, in denen die Kinder in einer gleichgeschlechtlichen
Lebensgemeinschaft der Mutter oder des Vaters (letzteres ist sehr selten, aber ersteres gar nicht so seehr)
aufwachsen. Weil diese genau vor diesem, dem gleichen Problem stehen: Eine andere Frage ist die Stabilität.
Inwieweit es hier Statistiken gibt, ist mir nicht bekannt. Es bleibt aber die Frage, warum trauscheinlose
Eltern ihren Kindern nicht die Rechtsgrundlage geben wollen, die eheliche Kinder haben. Ein trauscheinloses
Paarverhältnis ist praktisch jederzeit fristlos kündbar. Hier stellt sich nämlich die Frage, warum
man diesen die Rechtsgrundlage verweigert. In ihrem Fall sind es die trauscheinlosen Eltern, die es nicht
WOLLEN, in dem anderen Fall sind es die Lebensgemeinschaften, die es nicht DÜRFEN, bzw. sich noch immer
Widerstand dagegen richtet, diese genauso zu „schützen“. Warum der Widerstand, diese Lücke (eben durch
die Stiefkindadoption) zu schliessen? Und die Vorbehalte gegenüber diesen „Eltern“ , bzw. dem Adoptionsrecht
hin oder her, diese Kinder leben bereits in diesen Konstellationen. Sie wurden nicht weggenommen um zu
„Homo-Eltern“ gegeben zu werden. An sich haben sie jetzt genau dasselbe Problem angesprochen, worauf ich
aus war. :)3
Knecht Dummspecht: Familie Kinder in einer außerehelichen Partnerschaft haben mit ehelichen Kinder die
sexuell bipolaren Eltern gemeinsam. Damit stimmt das Bezugspersonensystem. Eine andere Frage ist die Stabilität.
Inwieweit es hier Statistiken gibt, ist mir nicht bekannt. Es bleibt aber die Frage, warum trauscheinlose
Eltern ihren Kindern nicht die Rechtsgrundlage geben wollen, die eheliche Kinder haben. Ein trauscheinloses
Paarverhältnis ist praktisch jederzeit fristlos kündbar. Hinzu kommt die Hineingeburt in die Geschichtslosigkeit,
weil unehliche Kinder seit etwa 1900 durch Verbot des Tragens des Vaternamens entscheidend benachteiligt
sind. Geschichte gehört aber zur Identität. Wo gehören sie hin? Die einzige Geleichstellung durch neuere
Gesetzgebung ist wirtschaftlicher Natur, aber Geld alleine macht bekanntlich nicht glücklich. Daß man
unverheirateten Paaren ihre Kinder fortnehmen soll, hat niemand gefordert.
@ Jörg Was ist dann aber mit den Kindern, die bereits in einer solchen Konstellation (Vater oder Mutter
mit Lebenspartner) aufwachsen? Und für die der Partner mitsorgt? Sollen diese denn keine rechtliche Absicherung
haben und weniger „geschützt“ sein? Oder sollten die Kinder gar aus ihrer gewohnten Umgebung rausgerissen
werden? Um warum sollten diese denn KEINE Bezugspersonen eines anderen Geschlechts (z.B. Onkel/Tante)
haben? Auf einer Seite wird über die mangelnde Bereitschaft geklagt Kinder in die Welt zu setzen, bzw.
zu erziehen (und das ist ja nicht immer das gleiche), auf der anderen werden diejenigen angegriffen, bzw.
vorveruteilt oder gar als egoistisch (!!) bezeichnet, die diese Verantwortung auf sich nehmen, „nur“ weil
diese nicht nach dem Schema „Familie“ leben. (Und wieviele Alleinerziehende hat man früher ausgegrenzt,
und manche eben aus dem Druck abgetrieben haben?) Kinderfreundlich kann das nicht sein – dann darf man
nicht über diejenigen klagen, die die Verantwortung ablehnen. Und zum 1239.ten mal (das ist nicht an
Sie gerichtet), ich frage mich, WO denn das angeblich hochgehaltene Kindeswohl bei homosexuellen Jugendlichen
ist?
DDL: Adoption Die Probleme aufgrund wandelbaren gesellschaftlichen Umgangs mit dieser Frage will ich keinesfalls
abstreiten. Es geht aber darum, daß unser Menschsein kein Abstraktum ist, sondern sich in Mann und Frau
verwirklicht. Bei Adoption durch ein homosexuelles Paar – unabhängig, ob männlich oder weiblich – fehlt
in der Erfahrung des Kindes der familiäre, natürliche, ungezwungene Umgang mit dem Männlichen bzw.
dem Weiblichen, ähnlich, jedoch nicht genauso, wie wenn ein Kind bei einem alleinerziehenden Vater bw.
einer alleinerziehenden Mutter aufwächst. Das jeweils andere Geschlecht wird nur aus verältnismäßig
mehr oder weniger großer Entfernung kennen gelernt. Gerade nach dem Krieg gab es aus bekannten Gründe
viele alleinerziehden Mütter. Das Problem war das fehlende Vatererlebnis. Für diese Kinder war eine
gute Verbindung zu einem gestandenen Mannsbild besonders wichtig, sei es Priester, Onkel oder aus dem
Bekannntenkreis. Ganz konnte der Vater wegen fehlender familiengemäßer emotionaler Bindung so allerdings
auch nicht ersetzt werden. Von daher gibt es sicher analog anwendbare Erfahrungswerte. Gerade in einer
komplexer werdenden Umgebung scheint mir eine geordnete Familie, deren Anzahl bekanntlich leider abnimmt,
als die Heimat, wo das Wort gilt: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein“, besonders wichtig. Auf die
andere Nachricht gehe ich gesondert ein.
@Jörg Guttenberger Dass es solche Probleme bei homosexuellen Elternpaaren überhaupt gibt, ist derzeit
allerdings nichts als eine Behauptung, getragen von dem Gedanken „das KANN doch nicht gut sein“ und geäußert
von jenen, die auch ganz einfach nicht WOLLEN, dass es gut ist, weil das nicht ins Weltbild passt und
man ohnehin am liebsten alle Schlechtigkeit der Welt bei Homosexuellen verorten möchte. Seriöse Studien
sind Mangelware, logisch, es war noch ganz einfach nicht die Zeit dazu. Soviel aber kann man wohl bereits
zum jetzigen Zeitpunkt sagen: WENN Kinder mit z.B. zwei Vätern Probleme haben, dann dürften die wesentlich
aus der Gesellschaft kommen (z.B. Spott durch andere Kinder, die da sehr grausam sein können). Das wiederum
ist aber eine Frage der Zeit – ich kann mich gut erinnern, wie alleinerziehende Mütter damals, als ich
zur Schule ging, noch irgendwie etwas Besonderes (im negativen Sinn) waren. Heute wird das als vielleicht
bedauerlich, aber durchaus normal wahrgenommen, und der „man-spricht-darüber“-Faktor ist bei nahe null.
So kann (und vermutlich: so wird) das auch mit den sog. „Regenbogenfamilien“ kommen.
Keiner will Kinder, die nicht von einem heterosexuellem Elternpaar erzogen werden, diskriminieren. Das
will ich auch hoffen. Wieso aber kriegt jede Diskussion um Adoption durch Homosexuelle so einen Anwurf?
Fallen niemandem intelligente Argumente ein, die nicht diskriminieren? Ich würde übrigens – auch wenn
es hier nicht Thema ist, wie der Ungar mit dem langen, langen Namen richtigerweise angemerkt hat – trotzdem
eines meinen: Ich verstehe die Skepsis demgegenüber, dass sich homosexuelle Paare in die Wartelisten
einreihen und auf ein Adoptionskind waren, vollkommen. Ich würde aber nicht sagen, dass man homosexuelle
Paare von der Adoption kategorisch ausschließen sollte. Denn wenn ein Kind durch einen Schicksalsschlag
verwaist, dann sollte der Verwandtschaftsteil, der die intensivsten Bezugspersonen stellt und am Besten
für das Kind und seine Erziehung sorgen kann, die Adoption machen können, ganz unabhängig von der Frage
nach Homo- oder Heterosexualität. Da muss man dem Wohl des Kindes Vorrang geben vor allem anderen!
leges…Adoption durch Homopaare Keiner will Kinder, die nicht von einem heterosexuellem Elternpaar erzogen
werden, diskriminieren. Es geht um die besonderen Probleme, die mit fehlendem Vater oder fehlender Mutter
verbunden sind. Daß Kinder aus ordnungsgemäßen Familien keine Probleme haben, hat niemand behauptet.
Vorsicht, große Vorsicht. 1) Kinder alleinerziehender Eltern haben Probleme. Ja. Und die haben sie, unabhängig
vom Grund für das Alleinerziehen. 2) Kinder von Ehepaaren haben natürlich keine Probleme. Falsch! Ob
es die gleichen oder andere sind, ist dabei relativ irrelevant. In keinem Fall sind Kinder – egal in welcher
Familienform sie aufgewachsen sind – mehr oder weniger Wert! Wenn Sie gegen die Adoptionsmöglichkeit
für Homosexuelle Paare argumentieren wollen, gibt es reichlich Argumente, die nicht ein gutes Drittel
der Bevölkerung zu Menschen zweiter Klasse deklassieren! Kramen sie die hervor (und posten sie dann am
Besten in einer Diskussion, wo es um das Thema geht, und nicht hier)
Sirilo: geschlechtliche Polarität Natürlich kommt es vor, daß Kinder noch im zarten Alter einen Elternteil
verlieren. Die Probleme, die diese Kinder haben, sind bekannt. Daher berechtigt ein solcher Mangel noch
lange nicht, den Kindern ein geschlechtlich-bipolares Elternpaar vorzuenthalten!
#570 Pünktchen 11:45:15 | Donnerstag, 24. August 2006
legesleg… Ich stimme Ihnen zu, auch darin, daß es leider Verhältnisse gibt, die einer Frau die Mutterschaft
erschweren. Dazu darf die Kirche niemals Vorschub leisten! Ledige Mütter sind keine Mütter zweiter Klasse!
Das muß klar sein!
künstliche Aufregung? ad 1) Der Papst hat mit seiner Feststellung Recht! Die Abtreibung bleibt ein Verstoß
gegen das fünfte Gebot. Das habe ich nicht in Frage gestellt, doch das hat jetzt meiner Meinung nach
nichts mit dem Thema zu tun. ad 2) Eine „Verurteilung“ von ledigen Müttern und Patchworkfamilien scheint
mir ein von Ihnen herbeizitiertes anachronistisches Schreckgespenst zu sein, das mit der Realität – zumindest
in Mitteleuropa im Jahre 2006 – nichts zu tun hat. Ich wünschte, sie hätten Recht. Global betrachtet,
haben Sie damit gottseidank auch recht, doch gibt es sie leider immer noch, diese kleinen Dörfer, in
denen es leider anders ist! So, jetzt genug der künstlichen Aufregung. Auf ein neuerliches Aufrollen
der Grundsatzdebatte steige ich nicht ein.
legesleg… Der Papst hat mit seiner Feststellung Recht! Die Abtreibung bleibt ein Verstoß gegen das
fünfte Gebot. Dieser Verstoß ist nicht zu rechtfertigen mit Hinweis auf angebliche Ansehensverluste
infolge gleichzeitigen Verstoßes gegen das sechste Gebot! Ein wesentliches Motiv für Abtreibung gerade
in sog. „katholischen“ Gegenden ist die Verurteilung von ledigen Müttern, Patchworkfamilien, etc. Insofern
hat das sehr wohl etwas mit Abtreibung zu tun. Eine „Verurteilung“ von ledigen Müttern und Patchworkfamilien
scheint mir ein von Ihnen herbeizitiertes anachronistisches Schreckgespenst zu sein, das mit der Realität –
zumindest in Mitteleuropa im Jahre 2006 – nichts zu tun hat. Der Rest Ihres postings geht auf das Konto
„Feminismus“ und ich will Ihnen die Berechtigung vieler Gesichtspunkte gar nicht streitig machen, nur
eben: eine Vorsatztötung bleibt für einen Christen ein schweres moralisches Vergehen! Eine Abtreibung
verletzt das Sittengesetz so gravierend, daß ihre Durchführung für die Mutter die Exkommunikation als
Tatstrafe zur Folge hat. Die Vorstellung, erst wenn die Kirche ihre Moralverkündigung hinsichtl. des
sechsten Gebotes auf Null reduzierte, stünden einer vollen und uneingeschränkten Anerkennung des fünften
Gebotes keine Hindernisse mehr im Wege, ist vollkommen kontraintuitiv!
Verwirrung: offenkundig ist in Ihrer Nachricht etwas durcheinandergeraten. Egal, was anderes: Ich bin
ehrlich gesagt ein bisserl entsetzt über die Ansage, das habe mit der Abtreibung nichts zu tun. Im Gegenteil:
es hat mit der Abtreibung viel zu tun, ob wir Bedingungen schaffen, unter denen sich Schwangere in möglichst
allen sozialen Gefügen trauen können, Mutter zu werden! Was nutzt es, Lebensschutz zu propagieren, wenn
man zwar lebensfreundlich aber nicht „mutter-/elternschaftsfreundlich“ ist? Dementsprechend ist die Anerkennung
des faktisch gelebten sittlichen Guten ein wichtiger Punkt! (Übrigens, gute Formulierung, woher ist die?)
nix mit Abtreibung zu tun? Das hat m.E. sehr viel mit Abtreibung zu tun: Ein wesentliches Motiv für Abtreibung
gerade in sog. „katholischen“ Gegenden ist die Verurteilung von ledigen Müttern, Patchworkfamilien, etc.
Insofern hat das sehr wohl etwas mit Abtreibung zu tun. So hat generell das ätiologische Problem, dass
die moralisierenden Kräfte innerhalb der rkKirche oft gerade durch ihre Moralleh/ere erst die Situationen
schaffen, in denen Abtreibungen in Frage kommen. Die Machos hören das mit Wohlgefallen (stört ja nur,
so ein Gummihäubchen). Wenn sie in der Predigt auch dazu sagen würden, dass voreheliche Sexualität
auch „verboten“ ist, Vergewaltigung, Verführung Minderjähriger erst recht, dann wär das schon mal ein
Schritt. Tun aber die wenigsten! Solange man nicht damit anfängt, den Leuten den Machismo auszutreiben,
der sie glauben macht, nur aufgrund des Gehänges zwischen den Haxen bessere Menschen zu sein, die sich
alles erlauben dürfen, braucht man gar nicht mit Kondomen anzufangen. Aber das – wann immer man es sagt –
ist linkslinkes, feministisches Gedankengut… (Bsp.: Kondom. Hundertschaften von konservativen Priestern
predigen in ganz Lateinamerika darüber, dass Kondome für Christen verboten seien.
Berichtigung Hier www.zdf.de/…1872,3967072,00.html der erneute Versuch der Verlinkung des Papstinterviews
auf der Seite des ZDF. Dort kann das Interview auch als Video aufgerufen werden! (D.T. = pünktchen)
#564 Pünktchen 10:45:17 | Donnerstag, 24. August 2006
Aus katholischer Perspektive bleibt natürlich die Ehe eine Einrichtung, die nicht vom Menschen, sondern
von Gott abhängt. „Dieses heilige Band unterliegt im Hinblick auf das Wohl der gatten und der nachkommenschaft
sowie auf das Wohl der gesellschaft nicht mehr menschlicher Willkür. Gott selbst ist Urheber der Ehe,
die mit verschiedenen Gütern und Zielen ausgestattet ist.“ (Gaudeum et spes 48) Eine „katholische Perspektive“
muß aber dennoch die Augen nicht verschließen vor Elementen von Sittlichkeit in alternativen Formen
des Zusammenlebens außerhalb der Ehe! Das kann jedoch nicht heißen, daß diese Formen für einen katholischen
Christen erstrebenswert wären. Alles das hat mit der Abtreibungsfrage freilich gar nichts zu tun! Das
Verbot der Abtreibung „gehört ins fünfte Gebot, nicht ins sechste“ wie – sinngemäß zitiert – der Hl.
Vater in Erinnerung gerufen hat in seinem Interview www.zdf.de/…1872,3967072,00.html mit Deutschen Fernsehsendern!
The times, they are changing Wow, so ändern sich die Zeiten. Ein richtig kluges Posting von Pünktchen!
Alle Achtung! :(3 In einem Punkt würde ich noch eine kleine Korrektur anbringen. das viele Menschen das
Wagnis … nicht eingehen präjudiziert schon wieder: es muss doch für die ethische Beurteilung der gelebten
Form des Zusammenlebens egal sein, ob sie es nicht eingehen, ob es ihnen nicht gelingt, ob sie unverschuldet
in die Lage kommen, es nicht durchzuhalten (oder durchhalten zu können) … sprich: Ob jemand frühzeitig
ein Kind bekommt, dann einen anderen Partner heiratet / ob jmd. verlassen wird, verwitwet, … / ob jemand
den Partner verlässt – das alles sollte niemanden davon abhalten, der Form – in der das Leben neu geordnet
wird – das Gute zu lassen, das sie hervorbringt. Der Zusammenfassung von Gestern nach zu schließen ist
die Diskussion ja in soetwas gemündet.
#562 Pünktchen 10:14:44 | Donnerstag, 24. August 2006
In einem gebe ich aphrodite Recht: Wir müssen unterscheiden zwischen der Anerkennung sittlicher Verhältnisse
in sich möglicherweise wandelnden Formen ihrer Realisierung und den Formen selber, die unter der Perspektive
der Sittlichkeit beurteilt sein mögen! Für Staat und Kirche bildet die klassische Ehe und Familie als
Form der Sittlichkeit Modellcharakter und eine zu Recht privilegierte Institution. Weder Staat noch Kirche
kann jedoch die Augen davor verschließen, daß immer mehr Menschen das „Wagnis“ einer lebenslangen und
exklusiven monogamen Beziehung nicht eingehen, ohne deswegen aus jeglicher Sittlichkeit herauszufallen.
Es bleibt eine Aufgabe der Kirche, in ihrer Moralverkündigung die Ehe als die höchste Verwirklichung
menschl. Gemeinschaft und personaler Erfüllung zu verkünden. Der Staat hat ein vitales Interesse daran,
die Institution Ehe und Familie zu schützen, wenn er auch seinen Bürgern keine Form des Zusammenlebens
vorschreiben kann. (Ein Adoptionsrecht für Lesben und Schwule ist schwer zu begründen, denn das Wohl
des Kindes sollte keinesfalls auf dem Altar von „Gleichstellungsinteressen“ geopfert werden! In Deutschland
war sogar Rot-Grün gegen das Adoptionsrecht!) Bei der in diesem thread vorrangig diskutierten Abtreibungsfrage
jedoch handelt es sich nicht mehr um möglicherweise zu realisierende sittliche Güter und die Formen
dieser Realisierung, sondern um den Verstoß gegen das kategorische Tötungsverbot und gegen ein grundlegendes
Menschenrecht! Hier ist Klarheit gefordert, nicht „Kompromiß“!
#560 Sirilo 09:37:09 | Donnerstag, 24. August 2006
@Jawohl – Hindernisse für die normale Entwicklung? „Wie die Erfahrung zeigt, schafft das Fehlen der geschlechtlichen
Bipolarität Hindernisse für die normale Entwicklung der Kinder, die eventuell in solche Lebensgemeinschaften
eingefügt werden. Ihnen fehlt die Erfahrung der Mutterschaft oder der Vaterschaft.“ (Jawohl) Der Mann
meiner Schwester ist vor vier Jahren im Alter von 42 Jahren gestorben. Jetzt ist sie alleinerziehende
Mutter zweier Töchter von 7 und 5 Jahren. In ihrer Familie fehlt „die geschlechtliche Bipolarität“.
Heißt das jetzt, daß die Kinder sich nicht normal entwickeln werden? Welche Lösung schlagen Sie vor?
Daß die Mutter erneut heiratet (um die „geschlechtliche Bipolarität“ wiederherzustellen), oder daß
man meiner Schwester die Kinder wegnimmt und in eine Pflegefamilie gibt? Wenn Ihre Doktrin stimmte, dann
müßte es nach dem 2. Weltkrieg eine Menge sich nicht normal entwickelnder Kinder gegeben haben: Denken
Sie nur an die vielen Kriegerwitwen, die ihre Kinder allein aufziehen mußten.
#559 aphrodite † 09:24:46 | Donnerstag, 24. August 2006
süß: roma locuta, causa finita Jawohl! ist wieder einmal goldig! Erklärt mit großen, lateinischen
Worten eine Diskussion für beendet, die niemand geführt hat. Das Thema kommt in zwei Nebensätzen von
zwei Postings vor. Das wars. ach ja, @Aloah: Wenn man sich intellektuell anstrengt, kann man auch Sachen
respektieren, die nicht dem eigenen Ideal entsprechen. Zudem ging es ja um die ethische Anerkennung des
faktisch gelebten sittlich Guten – wo nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann, dass man in zusammengewürfelten
Patchwork-Familien eventuell sogar mehr davon findet als in mancher christlichen Ehe. Es hat keiner gesagt,
dass damit eine Bewertung stattfinden sollte, die eine Gleichwertigkeit feststellen müsste. Tatsächlich
ist es auch so, dass diese Formen kaum bewusst gewählt werden, sondern aufgrund äußerer Umstände entstehen.
Wenn Sie damit auch nicht können, kann ich Ihnen nicht helfen, dann können sie ja hier schattenboxen
bis die Redaktion das Thema schließt (wär eh schon Zeit).
#558 Pünktchen 09:14:21 | Donnerstag, 24. August 2006
Nein, aphrodite, wenn Sie meinen: dass die normative Kraft des Faktischen die Definitionsmacht längst
aus den Händen / Köpfen der KatholikInnen gerissen hat und daher nur dann zweckdienlich argumentiert
und diskutiert werden kann, wenn auf Basis der „gegnerischen“ Denksysteme und Wertvorstellungen argumentiert
wird. muß ich Ihnen widersprechen! Genau dieses Argument habe ich in meinem posting am 22. AUG, 15:34
Uhr zu widerlegen versucht! Weder Sie noch legesleg … aber berücksichtigen mein Gegenargument! Gerade
das Argumentieren mit der „Zweckdienlichkeit“ muß eine Grenze dort haben, wo eigene Zwecke – welche immer
dies seien! – in Konkurrenz oder in ein Abwägungsverhältnis gebracht werden sollen zum Leben einer anderen
Person, die als Selbstzweck oder „Zweck an sich“ (Kant) zu achten ist! Aus katholischer Perspektive, die
in diesem Punkt eben auch mit der Perspektive der Idee allgemeiner und „natürlicher“ Menschenrechte koinzidiert,
darf es gerade keine Arrangements mit Denksystemen geben, die ein kategorisches Rechtsprinzip und universales
Prohibitiv („Du sollst nicht töten!“) verletzen. Der Grundsatz „Leben und leben lassen“ wird als nicht
verhandelbar erkannt oder wir verhandeln dann eben darüber, unter welchen Bedingungen wir wen leben lassen
wollen! Es gibt eine Grenze für das Zweckdienlichkeitskalkül und katholische Theologie erkennt diese
prinzipiell an! Ich empfehle hier den Aufsatz des Philosophen Robert Spaemann: „Die schlechte Lehre vom
guten Zweck“ www.human-life.ch/…erichte/spaemann.htm.
#556 Jawohl! 00:27:32 | Donnerstag, 24. August 2006
Überflüssige Diskussion Roma locuta, causa finita, ihr Schwätzer vor dem Herrn. CDF, 3-VI-2003, hier
www.vatican.va/…exual-unions_ge.html. Wie die Erfahrung zeigt, schafft das Fehlen der geschlechtlichen
Bipolarität Hindernisse für die normale Entwicklung der Kinder, die eventuell in solche Lebensgemeinschaften
eingefügt werden. Ihnen fehlt die Erfahrung der Mutterschaft oder der Vaterschaft. Das Einfügen von
Kindern in homosexuelle Lebensgemeinschaften durch die Adoption bedeutet faktisch, DIESEN KINDERN GEWALT
ANZUTUN in dem Sinn, dass man ihren Zustand der Bedürftigkeit ausnützt, um sie in ein Umfeld einzuführen,
das ihrer vollen menschlichen Entwicklung nicht förderlich ist. Eine solche Vorgangsweise wäre gewiss
schwerwiegend unsittlich und würde offen einem Grundsatz widersprechen, der auch von der internationalen
Konvention der UNO über die Rechte der Kinder anerkannt ist. Demgemäß ist das oberste zu schützende
Interesse in jedem Fall das Interesse des Kindes, das den schwächeren und schutzlosen Teil ausmacht.
Und für Schmalspurtheologen: Das ist ein kondensiertes ARGUMENT. Habt ihr das schon mal gehört: ein
ARGUMENT, und zwar ein korrektes, das ganz unabhängig von Glaubensüberzeugungen gilt. Dass wir uns als
Christen hier so engagieren, hat seinen Grund darin, dass der Einsatz für Gerechtigkeit (darum geht es
hier nämlich) ein integraler Bestandteil der Nachfolge Christi ist.
Ad Aloah Jojo. Aber was kann z.B. das Kind dafür, wenn seine Eltern geschieden sind? Oder was die Frau,
wenn der Mann lieber rumschlawänzelt als für die Familie sorgt (oder umgekehrt)? Ist es weiterhin nicht
wünschenswert, dass auch Homos füreinander Verantwortung übernehmen? Also ich denke, hier sollten wir
nicht voreilig die Nase rümpfen, sondern gegebenenfalls auch fördern und unterstützen, damit „das Gute“
zum Tragen kommen kann. So hab’ ich das gemeint.
qaphrodite: würde das (…) überinterpretieren … >>Gütlich könnte man auch die Einigung sehen, dass
es soetwas wie eine ethische Anerkennung des faktisch gelebten Guten geben soll, die auch unter Aufrechterhaltung
der Ideale christlicher Gesellschafts- und Familienkonzeptionen ohne Abwertung der Menschen, die anders
leben (müssen) möglich sein sollte. Das finde ich beides ein gelungenes Ergebnis.<< Das ist ein grundlegender
Irrtum! Hier wird also der Eindruck erweckt , dass alle (…-)Konzeptionen gleich seien, gleich bedeutend,
gleich gut, gleich wahr… Und doch liegen Welten dazwischen! Somit ist das Ergebnis äußerst unbefriedigend
und so nicht hinnehmbar!
Ad Aphroditchen I moag das, solche Vokabeln wie: „Definitionsmacht“, „Denksysteme“, „Wertvorstellungen“,
„gesetzliche und gesellschaftspolitische Bestrebungen“, „Familienkonzeptionen ohne Abwertung der Menschen“,
„Verständigung“. Vielleicht sollte sich der liebe Maledica diese Wörter auch mal aneignen, würde ihm
nicht schaden, dem kleinen Denunziator mit dem Fernblick nach Mainz.
#552 aphrodite † 20:34:34 | Mittwoch, 23. August 2006
würde das nicht überinterpretieren … … vielleicht hat er Redezeitbeschränkung, soll ja schon öfters
vorgekommen sein, bei Usern, die Ihnen widersprochen haben. Wenn ich das überfliege, kann ich nur sagen,
dass Sie auf dem Formalargument bestehen, die Definitionsmacht zu haben glauben, und nicht anerkennen,
dass die normative Kraft des Faktischen die Definitionsmacht längst aus den Händen / Köpfen der KatholikInnen
gerissen hat und daher nur dann zweckdienlich argumentiert und diskutiert werden kann, wenn auf Basis
der „gegnerischen“ Denksysteme und Wertvorstellungen argumentiert wird. (So habe ich leges… verstanden,
ähnliches meinten auch andere schon, …) Gütlich könnte man jedenfalls die Übereinstimmung in der
Notwendigkeit gesellschaftspolitischer Maßnahmen sehen, auch wenn Differenz darüber herrscht, ob diese
flankierend zu radikalen, gesetzlichen Änderungen sein sollen oder ob die gesetzlichen Bestrebungen den
gesellschaftspolitischen im Weg stehen. Gütlich könnte man auch die Einigung sehen, dass es soetwas
wie eine ethische Anerkennung des faktisch gelebten Guten geben soll, die auch unter Aufrechterhaltung
der Ideale christlicher Gesellschafts- und Familienkonzeptionen ohne Abwertung der Menschen, die anders
leben (müssen) möglich sein sollte. Das finde ich beides ein gelungenes Ergebnis. Irgendwie denke ich,
dass da wenigstens ein bisschen Verständigung geschehen ist, auch wenn Grunddifferenzen bleiben. Insofern
hat sich das von mir kritisierte im Kreis drehen doch ausgezahlt.
#551 Pünktchen 20:10:09 | Mittwoch, 23. August 2006
ja, aphrodite, etwas gewundert (und erfreut!) hat mich freilich, daß legesleg… meinen letzten auf ihr
posting bezogenen Reflexionen nicht widersprochen hat! Ich werte das als stillschweigende Zustimmung.
Auf diese Weise hat die Diskussion durchaus etwas „gebracht“, ohne in die von Ihnen angesprochene Endlosschleife
zu geraten!
Aloah erklärt die Welt … Aloah, jener Mitmensch der vermutlich seine Manieren bei Ikea zugekauft hat,
verkündet in seiner immer freundlichen Art die Gültigkeit des Schöpfungsauftrages. Schön, was hat
das mit der Frage zu tun? Ein x-beliebiger Amazonasindianer, der binnen eines Monats drei Mal Vater wird,
kommt dem genauso nach wie ein christlicher Familienvater, der das (zumindest offiziell) höchstens alle
elf Monate kann.
@legesleg…usw. schüchterne Anfrage? >>Aloah, können Sie sich eventuell vorstellen, dass sich die Welt
seit dem „Schöpfungsauftrag“ ein bisschen verändert hat, vielleicht in ganz kleinen Details?<< Vorstellen…?
Eine durchwirkte Wirklichkeit zeigt es an. Der Schöpfungs-Auftrag ist immer noch derselbe. Die Schöpfungsbedingte
Freiheit sich entscheiden kann in positiver sittliche Grundentscheidung in der Einheit von Glaube Hoffnung
und Liebe, bleiben in der Wahrheit und für eine Kultur des Lebens besonders in dieser Diskussion. Oder
die negative sittliche Grundentscheidung konstituiert sich bzw. besteht fort in der Abwendung von Gott,
zB für eine „Kultur des Todes“ hier: die Abtreibung, jetzt kommt noch ergänzend die Euthanasie dazu,
da wird einem ja angst und bange. Mit dem Begriff des Pluralismus wird diese Zersplitterung zusammengefasst
und zur „Weisheit“ erhoben. Je mehr der Boden des Christentums verlassen wird, umso mehr wird das Qualitative
durch das oberflächige Quantitative verdrängt. Aber ein Gewissen hat jeder, gläubig oder nicht.
schüchterne Anfrage … Aloah, können Sie sich eventuell vorstellen, dass sich die Welt seit dem „Schöpfungsauftrag“
ein bisschen verändert hat, vielleicht in ganz kleinen Details?
#546 Pünktchen 15:34:48 | Dienstag, 22. August 2006
legesleg Ich hatte immer wieder darauf hingewiesen, daß wir an erster Stelle eine rechtsethische Debatte
führen. Hier ist z.B. die Frage entscheidend, wie muß das Strafrecht ausgestaltet sein, um dem Lebensschutz
den angemessenen Stellenwert und die ihm gebührende Geltung zu verschaffen. Die sozialpolitische Frage:
welcher gesellschaftliche Rahmen erleichtert es möglichst vielen Frauen ihr Kind auzutragen, ist von
großem Gewicht, aber sie steht nicht in Konkurrenz zur rechtsethischen (als der übergeordneten) Frage!
Wenn eine Rechtsordnung nun bereits das grundlegende Recht auf Leben von individuellen Abwägungen abhängig
macht, dann hört sie auf, „Recht“ zu sein, das gilt auch dann, wenn eine Mehrheit dieses „Recht“ verficht!
Wir müssen uns nicht auf ein ungerechtes Denk- und Wertesystem einstellen und auf seiner „Basis“ argumentieren
wollen, sondern die klare Unterscheidung von Recht und Unrecht hilft vielleicht in dem einen oder anderen
Fall auch einer Mutter, sich für das Recht ihres Kindes auf Leben zu entscheiden, auch wenn eine gesetzliche
(Un-)Rechtsordnung ihr eine Option auf Kindstötung gibt. Wenn eine Rechtsordnung die Strafbefreiung für
den gewöhnlichen Mord vorsieht, dann würden Sie doch auch nicht sagen, daß das wichtigste Argument
in der „Mordfrage“ dasjenige sei, was den Mörder auf der Grundlage seines Denk- und Wertesystems zur
Verhaltensänderung bewegen könnte…
@legesleg…usw. >>sinnloses herumpöbeln … stört sie etwas? sicher! das wir in einem Punkt einig waren.<<
Nö, aphrodite hatte etwas probleme, da half ich „gerne“ bei der Identifizierung. Aphrodite schrieb: Der
Ungar mit dem irrsinnslangen Namen und das Pünktchen sind mal einer Meinung! Meinst Du den hier: „Ad
legesleckmichkreuzweiseoderauchnicht“ Von @Christian Hüller. Nun zum Sachverhalt: >>@Aloah: Ich verstehe
Ihr sinnloses herumpöbeln hier nicht. Scheinbar scheint es Sie massiv zu stören, dass sich tatsächlich
eine Sache gefunden hat, bei der sich Pünktchen und ich einig waren. @Pünktchen: Im Gegensatz zu Aloah
freut es mich, dass wir in dieser Sache die Dinge ähnlich sehen.<< Was jetzt: einmal „einig waren“, dann
wieder „ähnlich sehen“. Das nur nebenbei. Du schreibst: Ich finde auch, dass die Ehe als Institution
und Lebensform der Ideal- und Normalfall sein und bleiben sollte, doch denke ich eben, dass dort, wo es
nicht funktioniert, andere Formen auch ihre Berechtigung haben müssen. Diese einleitende Zustimmung zur
Ehe bis in den Idealfall, aber dann sofort die Relativierung aktivieren, ist eine fragile Argumentationsstruktur,
in der die Ehe als geschichtlich überholt, sie verliere immer mehr an Bedeutung , in der Ehe räume die
Lust vor der Pflicht das Feld dargestellt. Seit dem Schöpfungs- beginn/auftrag funktioniert die Ehe,
„andere Formen“ ergeben nur familienfeindliche und anti-autoritären Tendenzen in Gesellschaft und Staat,
die dem ideepolitischen Zusammenhang konterkarieren.
Pünktchen, Pünktchen, … Zunächst muß man fragen, wer ist argumentationspflichtig: Richtige Frage!
derjenige, der das Menschenrecht auf Leben vom frühesten Zeitpunkt an vertritt oder derjenige, der dieses
Grundrecht einschränken will. Falsche Alternativen! Wer ist argumentationspflichtig? Mag sein, dass sie
diskurstheorethisch hier vollkommen recht haben (ist sogar ziemlich sicher so), aber es geht um etwas
völlig anderes: Wer ist argumentationspflichtig? Der, der jemanden anderen zu einer Verhaltensänderung
bringen will, ist gefordert, die Gründe dafür zu argumentieren. Und es kommt noch besser: Argumentationsgrundlage
kann nicht das Werte- und Denksystem dessen sein, der den Anderen zu einer Verhaltensänderung bewegen
will, sondern ES MUSS das Denk- und Wertesystem dessen sein, der sein Verhalten ändern soll! Kann schon
sein, dass das diskursethisch ein völliger Schwachsinn ist, aber das ist die REALITÄT!
#543 Pünktchen 14:29:05 | Dienstag, 22. August 2006
legesleg …stringenter, außerreligiöser Argumentationsstrategien… Es geht nicht um Argumentationsstrategien,
sondern um Argumente! Zunächst muß man fragen, wer ist argumentationspflichtig: derjenige, der das Menschenrecht
auf Leben vom frühesten Zeitpunkt an vertritt oder derjenige, der dieses Grundrecht einschränken will.
Diese legitimationstheoretische Überlegung führt klar zu der Erkenntnis, daß Letzterer begründungspflichtig
ist und das angesichts des in Frage stehenden Rechtsgutes nur eine absolute Gewißheit von der Nichtexistenz
menschlichen und personalen Lebens im Frühstdium der Ontogenese eine Grundrechtseinschränkung rechtfertigen
würde. Die außerreligiöse Argumentation hat Kant in einer von mir – weiter unten! – zitierten Passage
geboten und sie ist mehr als überzeugend, sie ist zwingend: da ich gar keinen Begriff davon habe, wie
aus einem Etwas ein Jemand wird, besitze ich auch keine rechtliche Handhabe dafür, den Embryo zu irgendeinem
Zeitpunkt wie ein „Etwas“ („ein Gemächsel“) zu behandeln. Wenn Sie diesem Argument nicht folgen können,
dann müssen Sie dagegen ein stärkeres Argument ins Feld führen. Ich habe bei Ihnen jedoch nirgends
ein überzeugend(er)es Argument vernommen.
sinnloses herumpöbeln … stört sie etwas? sicher! das wir in einem Punkt einig waren. @Aloah: Ich verstehe
Ihr sinnloses herumpöbeln hier nicht. Scheinbar scheint es Sie massiv zu stören, dass sich tatsächlich
eine Sache gefunden hat, bei der sich Pünktchen und ich einig waren. @Pünktchen: Im Gegensatz zu Aloah
freut es mich, dass wir in dieser Sache die Dinge ähnlich sehen. Ich finde auch, dass die Ehe als Institution
und Lebensform der Ideal- und Normalfall sein und bleiben sollte, doch denke ich eben, dass dort, wo es
nicht funktioniert, andere Formen auch ihre Berechtigung haben müssen. Was Adoption durch Homosexuelle
betrifft, so denke ich, dass es sich dabei um ein eigenständiges Thema handelt, das ich garnicht mit
dieser Debatte in Verbindung bringen würde. Zudem fehlt mir hier das notwendige Hintergrundwissen, um
mir eine differenzierte und fundierte Meinung bilden zu können. Alles in allem bleibt die methodische
Differenz im Umgang mit den Faktoren Rechtsgültigkeit der Fristenregelung, Offenkundigkeit einer Abtreibungsnachfrage
und Fehlen stringenter, außerreligiöser Argumentationsstrategien doch noch offen. Ich sehe hier einfach
nicht die Möglichkeit, dass sich unsere Meinungen dazu weiter annähern.
aphrodite: Der Ungar mit dem irrsinnslangen >>Glauben Sie, wir können die Maus nicht bedienen? Dieser
Link war heute schon mal, den hätten wir hier nicht gebraucht. Wo es doch hier eigentlich grad was zu
feiern gibt: Der Ungar mit dem irrsinnslangen Namen und das Pünktchen sind mal einer Meinung!<< Meinst
Du den hier: „Ad legesleckmichkreuzweiseoderauchnicht“ Von @Christian Hüller.
#540 aphrodite † 21:10:13 | Montag, 21. August 2006
Nein! Glauben Sie, wir können die Maus nicht bedienen? Dieser Link war heute schon mal, den hätten
wir hier nicht gebraucht. Wo es doch hier eigentlich grad was zu feiern gibt: Der Ungar mit dem irrsinnslangen
Namen und das Pünktchen sind mal einer Meinung! Lassen wir gescheiter die Sektkorken knallen!
Ganz recht, Pünktchen! Es gilt, was die CDF im Juni 2003 (praefecto Cardinali Ratzinger, qui est nunc
Benedictus PP. XVI feliciter regnans) erklärte: Wie die Erfahrung zeigt, schafft das Fehlen der geschlechtlichen
Bipolarität Hindernisse für die normale Entwicklung der Kinder, die eventuell in solche Lebensgemeinschaften
eingefügt werden. Ihnen fehlt die Erfahrung der Mutterschaft oder der Vaterschaft. Das Einfügen von
Kindern in homosexuelle Lebensgemeinschaften durch die Adoption bedeutet faktisch, DIESEN KINDERN GEWALT
ANZUTUN in dem Sinn, dass man ihren Zustand der Bedürftigkeit ausnützt, um sie in ein Umfeld einzuführen,
das ihrer vollen menschlichen Entwicklung nicht förderlich ist. Eine solche Vorgangsweise wäre gewiss
schwerwiegend unsittlich und würde offen einem Grundsatz widersprechen, der auch von der internationalen
Konvention der UNO über die Rechte der Kinder anerkannt ist. Demgemäß ist das oberste zu schützende
Interesse in jedem Fall das Interesse des Kindes, das den schwächeren und schutzlosen Teil ausmacht.
www.vatican.va/…exual-unions_ge.html
Ad Pünktchen Pünktchen gefällt mir. Wenigstens mal ein Konservativer, der hier nicht ständig aus der
Apokalypse des Johannes quotiert und irgendwelche Anathema ausdrischt. Weiter so!
legesleg… …Anerkennung des faktisch gelebten sittlich Guten zu präferieren… Ich kann Ihrer Überlegung
nähertreten, insoweit ich Wertkonservativität über Strukturkonservativität stelle! Auch wenn die christlichen
Ehe das privilegierte Modell bleibt, muß dies nicht heißen, daß andere Lebensformen, insoweit sie „generative“
Aspekte haben, aus staatlicher Förderung herausfallen dürften. (Ich halte freilich weiterhin ein Adoptionsrecht
für homosexuelle Paare für nicht wünschenswert, da die entwicklungspsycholog. Konsequenzen keineswegs
ausreichend erforscht sind und z.B. schwule Paare durch statistisch häufigeren Partnerwechsel und höhere
Trennungswahrscheinlichkeit eine schlechtere Prognose erlauben, dem Erfordernis des Kindes nach dauerhafter
Bindung optimal zu entsprechen.)
Pünktchen, Pünktchen, … Ja. Den Begriff „privatwirtschaftlich“ hatte ich bewusst vermieden, weil er
zweideutig ist. Ansonsten ist das genau der Punkt, dass wirtschaftliche Interessen der Einzelnen (weiß
nicht, kann man das Individualökonomie nennen?) teilweise auch ins Spiel kommen. Hier muss natürlich
angesetzt werden, und zwar nicht in dem Sinne, dass man Mütter oder Eltern zu Almosenempfängern macht,
sondern dass man anerkennt, dass Ihnen eine Unterstützung von der Gesellschaft zusteht, dass ihnen die
Gesellschaft das schuldet und nicht die Eltern dankbar zu Kreuze kriechen müssen! Es gibt Grundsicherungsmodelle,
die das berücksichtigen. Natürlich muss man sich dann auch von pastoraler und ethischer Seite aus zB
fragen: Ist es in diesem Zusammenhang richtig, auf Patchworkfamilien auszuhauen, oder ob es nicht besser
wäre, bei allen Bedenken und bei aller Präferenz für das christliche Ehemodell das moraltheologische
Prinzip der Anerkennung des faktisch gelebten sittlich Guten zu präferieren.
Richtig ist, daß die privatwirtschaftliche Fragestellung: Kann ich mir ein Kind leisten? mit der volkswirtschaftlichen:
Können wir uns Kinderlosigkeit leisten? konkurriert. Politiker werden Wege finden müssen, in denen der
volkswirtschaftliche Kostenfaktor „Kinderlosigkeit“ so weit privatisiert wird, daß Kinder zu haben sich
langfristig „auszahlt“. Alle diese Überlegungen können aber nur innerhalb einer Klammer ihren Platz
haben, die durch die prinzipielle Anerkennung des Lebensrechtes jedes menschlichen Individuums gebildet
wird. Die rechtsethische Entscheidung, daß private Perspektiven und Interessen niemals in ein Abwägungsverhältnis
zum Lebensrecht eines anderen treten dürfen ist fundamental und betrifft unser Verständnis von Menschenrechten
überhaupt!
Pünktchen, Pünktchen, … (mein Browser hat die Überschrift schon standardmäßig gespeichert) Ich
erinnere mich nicht, einen Gegensatz zwischen individuell und wirtschaftlich gezeichnet zu haben. Mir
lag es daran, klarzustellen, dass das volkswirtschaftliche Interesse keine Präferenz für die Abtreibung
mit sich bringen kann, sondern im Gegenteil eigentlich massiv gegen eine Abtreibung spricht. Die wirtschaftlichen
Interessen einzelner (die ein Teil der möglichen individuellen Gründe für eine Abtreibungsentscheidungen
sein können, aber nicht müssen) können natürlich eine ganz andere Entscheidung als die „bessere“ sehen.
Wenn sie so wollen, ist volksökonomisch die Abtreibung ein Schaden, privatökonomisch meist aber das
Kind. Diese Zusammenhänge sind aber schon von Jörg Guttenberger kompakt dargestellt worden – insofern
halte ich eine weitere Klärung durch mich für überflüssig. Interessant wäre es, wie immer, die Konsequenzen
daraus zu ziehen und zu überlegen, welche politischen Entwicklungen zu fördern und welche zurückzudrängen
sind.
Die Fragestellung, von der Sie hier sprechen, legesleg…, lautet: Wer hat ein Interesse an der befristeten
Abtreibungsfreigabe, so daß seine/ihre Stellungnahme zugunsten derselben, ideologieverdächtig sind?
Herr Guttenberger schrieb dazu, daß das Interesse an „Selbstbestimmung“ und Verantwortungsabwehr durchaus
als solch ein denkbares Interesse in Anschlag zu bringen ist, das den vollen sittlichen Ernst der Vorsatztötung
(„Mord“) nicht wahrnehmen will. Vielleicht könnten Sie, legesleg…, folgende Ihrer Aussagen etwas erläutern:
weil die Entscheidung in den meisten Fällen keine volkswirtschaftlich motivierte ist…, sondern eine
individuelle, bei der möglicherweise auch der wirtschaftliche Aspekt mitspielt. daß die Entscheidung
„volkswirtschaftlich“ motiviert sei, scheint mir i.d.T. kaum vorstellbar. Die wirtschaftlichen Perspektiven,
die hier hineinspielen, sind sicher eher individueller Natur. Daher stehen aber wirtschaftlich motivierte
Entscheidungen nicht im Gegensatz zu „individuellen“, wie Ihre Frage nahelegt. Mit der folgenden Bemerkung
habe ich auch Schwierigkeiten: da offenkundig ist, dass ein Neugeborenes wahrscheinlich schon in den ersten
zwei Wochen den „Umsatz“ einer Abtreibung übertroffen hat. (Man denke nur einmal an Geschenke, Karten,
…) Könnten Sie uns das vielleicht etwas erläutern?
man lerne ca. 27 Buchstaben und reihe diese aneinander. diese kulturtechnik heißt LESEN! Wenn man dies
erlernt hat, wird man feststellen können, dass ein unfreundlicher, überheblicher, selbstgefälliger
Mitmensch mit dem Pseudonym Aloah diese Tätigkeit zwar auszugsweise beherrscht, aber offenbar nur sehr
ungern und daher nicht flächendeckend anwendet. Hätte dieser nämlich mein Posting gelesen, wäre ihm
mit Sicherheit auch aufgefallen, dass der Vorwurf der Nützlichkeitsethik hier unangebracht ist. Und die
intellektuellen Kapazitäten dazu weist er ja zweifelsfrei auf, daran ist nicht zu rütteln, weil das
Zweifeln an intellektuellen Kapazitäten von Kampfpostern auf Redaktionslinie bringt – so wurde mir berichtet –
komischerweise Beschränkungen der Posting-Zahlen pro Tag mit sich. Darüber, was es bedeutet, über solche
Mittel eine Meinung quantitativ stützen zu müssen, können sich die Mitlesenden eh selbst ein Bild machen.
Wenn Aloah gerne Wochenende hätte, dann würde er wahrscheinlich auch den Montag als eine Perversion
des Kalenders bezeichnen. Zeugt zwar von hohem Selbstbewusstsein, widerlegt aber meine Behauptung im vorletzten
Absatz …
legesleg…usw. (…)-Nützlichkeitsethiker >>Die Frage der Nützlichkeit von Abtreibungen: Ich denke,
dass möglicherweise deshalb niemand auf die Frage eingegangen ist, weil es Ihren Ausführungen dazu nicht
viel hinzuzufügen gab.<< NEIN, weil es sich hier um eine Perversion des Denkens handelt!
Die Frage der Nützlichkeit von Abtreibungen: Ich denke, dass möglicherweise deshalb niemand auf die
Frage eingegangen ist, weil es Ihren Ausführungen dazu nicht viel hinzuzufügen gab. Vielleicht hätte
man das eine oder andere noch perspektivisch zurechtrücken können, das mag schon stimmen. Aber im wesentlichen
ist das meines Erachtens eine argumentative Sackgasse, da offenkundig ist, dass ein Neugeborenes wahrscheinlich
schon in den ersten zwei Wochen den „Umsatz“ einer Abtreibung übertroffen hat. (Man denke nur einmal
an Geschenke, Karten, …) Trotzdem scheint es offenkundig nicht zu gelingen, dieses Argument für die
Diskussion fruchtbar zu machen. Dies scheint meines Erachtens daran zu liegen, weil die Entscheidung in
den meisten Fällen keine volkswirtschaftlich motivierte ist (auch wenn manch wirre Artikel hier in diese
Richtung gehen), sondern eine individuelle, bei der möglicherweise auch der wirtschaftliche Aspekt mitspielt.
Wie oft der wirklich im Vordergrund steht, ist eine der Sachen, die wir leider nicht wissen.
Aloah: Radikalität Vielleicht hilft Ihnen in Ihren zum Thema inhaltlich rchtigen Ausführungen die Unterscheidung
zwischen Radikalität und Radikalismus weiter. Radikalismus ist die ideologische Ausgabe zur Radikalität.
Bei unserer Christusnachfolge geht es aber um Radikalität. Das bedeutet keine Stellungnahme zu Ihren
persönlichen Anmerkungen zu leges…, ich müßte sonst fairerweise erst ihre bisherigen wechselseitigen
Ausführungen lesen.
@legesleg…usw: Hat eine schwache Sicht! >>Ich fühle mich äußerst geehrt, Aloah, dass Sie mich auf
einer Linie mit Habermas sehen – wäre ein Grund mehr, ihre Duzerei endlich aufzugeben!<< Ein Zeitkontingent
zur Beantwortung deiner infantilen Ausführungen kann ich dir an diesem Wochenende nicht geben. Sollte
es sich aber fügen so besteht für dich immerhin die große Chance in die Trommel der Auserwählten zu
kommen. >>Damit komme ich noch kurz zum Thema der Radikalität: Radikalität bedeutet m.E. in unserem
Zusammenhang nicht die Radikalität in der Nachfolge Christi und im Leben des Evangeliums, sondern ich
beziehe es hier nur auf die Art des Umganges mit Menschen anderer Meinung und insbesondere mit Menschen,
die sich für einen Schritt entschlossen haben, den man aus der eigenen Einstellung heraus nicht gutheißen
kann. Die Frage ist also, wie ich damit umgehe: gehe ich das Problem fundamental an und arbeite an seiner
Beseitigung oder gehe ich es radikal an und arbeite an der Beseitigung der Problemfolgen. << Die Radikalität –
Christus nachfolge + für das (ungeborene-) Leben ergibt sich in beiden Fällen, da es hier um Leben (Erlösung)
oder Tod geht physisch wie der ewige Tod der Seele. Wenn in einer halbtoten Gesellschaft schon der Beginn
des Lebens durch einen blutleeren Relativismus in Frage gestellt wird dann kann man die Uhr stellen wann
diese Gesellschaft in sich implodiert. Ein Menschenleben beginnt mit der Befruchtung von Ei + Samenzelle.
Warum? Es kommt nichts Neues mehr hinzu. Alle Anlagen der Person …
…Pieroschka Wenn Sie die Auseinandersetzung beendet wissen wollen, können Sie sich doch heraushalten
und brauchen weder weiter zu lesen noch zu argumentieren. Warum wollen Sie die anderen Forumsteilnehmer
bevormunden? Richtig ist, daß sich hier Gesinnngs- und Verantwortungsgegner gegenüberstehen. Die Frage
lautet, inwieweit man kirchlich durch „Beratungsschein“ enehmigte Abtreibung inkauf nemen kann, wenn man
dafür andere Leben durch dieselbe Beratung rettet. Hiergegen erhebt die Kirche berechtigterweise ganz
erhebliche Bedenken. Auf die Frage des Nutzens einer Abtreibung ist – mit Ausnahme von DDL – so gut wie
nicht eingegangen worden, obwohl das ein ganz wichtiger Gesichtspunkt ist.
Wahnwitzige künstliche Verlängerung der Debatte Also ich finde, dass die Diskussion hier schon längst
Tod ist. Es hat sich herausgestellt, dass den Zweifeln an der Praxis der Abtreibungsgegner nichts entgegenzuhalten
war. Es hat sich herausgestellt, dass die Radikalität einer Position nicht die Radikalität der Mittel
zur Durchsetzung dieser rechtfertigen kann. Und es hat noch weitere Ergebnisse gegeben, die allerdings
nicht von allen aus dieser Diskussion mitgenommen werden können. Daher requiescat in pacem.
Ich fühle mich äußerst geehrt, Aloah, dass Sie mich auf einer Linie mit Habermas sehen – wäre ein
Grund mehr, ihre Duzerei endlich aufzugeben! Ich persönlich möchte Sie auf einer Linie mit Madonna sehen,
die auch immer wieder postuliert, was andere empfinden sollen, wenn sie sie sehen. Gut, angesichts der
Stringenz ihrer Meinungen würde wahrscheinlich Cher oder Michael Jackson besser zu ihnen passen, an denen
ist nicht mehr viel echt. Wie hämisch Sie jeden Widerspruch, den Sie meist nur deshalb orten, weil sie
den Inhalt der Postings oft gar nicht verstehen, gleich wie einen Totaltriumph auskosten, das lässt mich
vermuten, dass ihr Leben sonst eher trist ist und Sie selten Erfolgserlebnisse haben. Sie hätten gleich
sagen können, dass sie das brauchen, um sich besser zu fühlen. Dann hätte ich mich bereitwillig ihrer
Meinung angeschlossen und nicht widersprochen, wenn Sie mich daraufhin als Idiot beschimpft hätten (wieso
auch?). Damit komme ich noch kurz zum Thema der Radikalität: Radikalität bedeutet m.E. in unserem Zusammenhang
nicht die Radikalität in der Nachfolge Christi und im Leben des Evangeliums, sondern ich beziehe es hier
nur auf die Art des Umganges mit Menschen anderer Meinung und insbesondere mit Menschen, die sich für
einen Schritt entschlossen haben, den man aus der eigenen Einstellung heraus nicht gutheißen kann. Die
Frage ist also, wie ich damit umgehe: gehe ich das Problem fundamental an und arbeite an seiner Beseitigung
oder gehe ich es radikal an und arbeite an der Beseitigung der Problemfolgen. Gehe ich es mit Respekt
an…
Aphrodite und andere Was sind radikale Abtreibungsgegner? Ist schon radikal wer sich vorbehaltslos am
Evangelium orientiert? Ich habe – unbeschadet des sachlich richtigen Einwandes von DDL, daß die Natur
Übergänge von belebter und unbelebter Materie kennt – darauf hingewiesen, daß Leben immer radikal ist:
man lebt oder man lebtg nicht. Man lebt nicht nur ein bischen. Innerhalb höherer Lebewesen, wozu die
Säugetiere und damit die Menschen gehören, gibt es diesen Übergang nicht. Pünktchen herzlichen Dank
für seine aufrechte und lautere Grundhaltung, die aus dem Inhalt seiner Ausführungen spricht, unabhängig
von der Kritik an seiner Methodik von Abtreibungsbefürwortern. Es ist bekannt, daß man schon einmal
Kritik an der Argumentationstechnik seines Gegenübers übt, wenn man mit dem Inhalt Probleme hat.
legesleg…usw. verräterische Sprache … Stimmt! >>verräterische Sprache … man darf lachen.<< Kann
einem aber vergehen wenn man auf die Intention deiner Sprache achtet. Es geht dir klar um die Umbegreifung
der Begriffe (=semantische Strategie zur Tarnung der eigenen Intentionen), um Umwertung der (christlich-bürgerlichen)
Werte sowie um Umorientierung des moralischen Bewusstseins. Du liegst hier auf der selben Linie wie Habermas
Marcuse und andere. Nur das Lachen wird dir noch vergehen. Aber das ist vorab dein Problem.
verräterische Sprache … man darf lachen. Was wollen Sie? Nochmal von vorn anfangen? Nochmal piroschkaexegetische
Kapriolen, hat-er-nicht--hat-er-doch-Debatten? Bitteschön, aber ohne mich.
#520 Pünktchen 16:15:59 | Donnerstag, 17. August 2006
legesleg eine christliche Position in der Frage auf ein Allgemeines Fundament der Argumentation zu stellen
und abseits von moralinsaurem Zeigefingererigieren und jenseits von Schuldzuweisungen begründen zu können.
Sie wissen genau, daß das Schmarrn ist! Ein „allgemeines Fundament“ für die christliche Position ist
nicht die österreichische Demoskopie und ist auch nicht die öffentliche Meinung. Die Moraltheologie
steht der Abtreibung ablehnend gegenüber und das gilt insbes. auch für die Argumentationsfigur, die
moralische Urteile auf Güterabwägungen stützen will. Daß es hier eine kategorische Grenze erlaubter
Abwägungen gibt, war sehr deutlich geworden, bevor sie die neue Strategie: „ja, wann beginnt menschliches
Leben denn und was will man als solches ansehen?“ starteten. Auch hier hat sich dann gezeigt, daß ein
einfaches rechtsethisches Argument – zuerst von Herrn Guttenberger vorgetragen – Ihnen den Wind aus den
Segeln genommen hatte. „Moralinsaures Zeigefingererigieren“, „Plastikembryonenwerfende“ Lebensrechtler
etc.pp.: Ihre Sprache verrät schon, daß Sie „Partei“ sind in der Sache! Partei gegen das Lebensrecht
und nicht nur gegen „Pauschalisierungen“ auf beiden Seiten, q.e.d.!
Netter Versuch: Das Rad wieder in Schwung bringen, mit dem selben Schmäh … Vergessen Sie es. Das war
nicht so, ein Gutes Drittel der Postings hier beschäftigt sich damit, das zu erläutern. Natürlich hat
sich etwas bewegt: Es wurden die Extremfälle medizinischer Indikationen außer Streit gestellt und es
wurde der – leider noch nicht geglückte – Versuch unternommen, eine christliche Position in der Frage
auf ein Allgemeines Fundament der Argumentation zu stellen und abseits von moralinsaurem Zeigefingererigieren
und jenseits von Schuldzuweisungen begründen zu können. Andere, weniger beachtete Artikel, haben während
der Diskussion die Notwendigkeit einer solchen Basis gezeigt, währenddessen sich die DiskussionsteilnehmerInnen
hier aber abmühten, um Ihnen und ein, zwei anderen überhaupt erst die Berechtigung solcher Argumentationen
einzureden. Wenn sich in meiner Position etwas getan hat, dann nur, dass ich mehr als zuvor verstehe,
dass die Radikalität der Wortwahl und Methoden der Abtreibungsgegner immensen Schaden anrichtet.
#518 Pünktchen 15:50:15 | Donnerstag, 17. August 2006
legesleg und aphrodite Jeder, der sich hier die Mühe macht, den Verlauf der Diskussionen zu verfolgen,
wird nachvollziehen können, daß Sie sich in der Diskussion inhaltlich bewegt haben und daß sie dies
aufgrund eklatanter Widersprüche in Ihren Äußerungen tun mußten. Aphrodite und legesleg: Sie haben
beide, wenn Sie nicht ohnehin identisch sind, die befristete Abtreibungsfreigabe inhaltlich und quasi-theologisch –
und nicht nur „realpolitisch“ – gerechtfertigt, bevor Sie jetzt eingeschwenkt sind! Wenn Sie es darauf
anlegen, kramen wir alles wieder hervor! Vergessen Sie aber nicht, hier ist alles dokumentiert, was gesagt
wurde!
auf Ermüdung würde ich das Abebben der Diskussion nicht zurückführen. Möglicherweise ist die Debatte
einfach schon zu lange, und ich möchte nicht – da unterscheide ich mich von anderen – eine Debatte führen,
in der ich nicht alle Beiträge genau gelesen habe. Und ehrlich gesagt, die Beiträge sind mir hier bereits
zu viel und zu lang. Das öffnet mir viel zu sehr die Tür für jene DiskussionsteilnehmerIn(nen), die
immer wieder ungenau bis fehlerhaft Meinungen anderer wiedergibt. Daher würde ich über diesen Thread
von mir aus hier gerne einen Schlussstrich ziehen. Außerdem sind über 500 Beiträge bei Weitem genug.
Soetwas habe ich bisher auf kreuz.net nicht gesehen!
#516 aphrodite † 10:17:25 | Donnerstag, 17. August 2006
naja, wie mans sehen will wer pragmatisch denkt und handelt, verfolgt damit den zweck, dass er mit seinem
Handeln mehr reichen will als nur eine Selbstbefriedigung sei es des Gewissens oder sei es eines Bedürfnisses,
andere/s schlecht darzustellen, um sich selbst gut zu fühlen. Mag sein, dass das den Vorwurf des Utilitarismus
provoziert, für gerechtfertigt halte ich diesen Vorwurf nicht. Im Gegenteil, eigentlich halte ich ihn
für ziemlich dumm: Jemand, der ein Stoffwechselbedürfnis verspürt und daher eine Toilette aufsucht
ist doch kein Utilitarist, nur weil er ein Ziel wirksam verfolgt. Umgekehrt ist jemand, der ein solches
Bedürfnis verspürt und daher beginnt, darüber zu sinnieren, wie böse die Welt ist, warum es nicht
mehr Toiletten gibt oder warum man nicht weniger oft hingeht, warum Stoffwechsel überhaupt sein muss
und ob der nicht auch eine Folge der Sünde Adams sein könnte … Naja, urteilen Sie selbst. Auf irgendeinem
klugen Poster (sie kennen die sicher) stand einmal so viel wie Herr, gib mir dir Kraft, zu ändern, was
ich ändern kann und gib mir die Geduld, zu ertragen, was ich nicht ändern kann. Und Herr, gib mir die
Weisheit, das eine vom anderen unterscheiden zu können! In diesem Sinne möchte ich dem Utilitarismusvorwurf
begegnen und hoffe, dass es den Leuten, die hier mitduskutiert haben, einmal gelingen wird, die Achse
des Bösen zwischen radikalen Abtreibungsbefürwortern und ihren radikalen Gegnern zu durchbrechen und
wirksame Handlungen irgendwann zu ermöglichen.
@aphrodite: „Fristenlösung“ also beim Tod eines einzelnen ist die verdoppelung des schadens nicht möglich,
das haben sie richtig erkannt. nur geht es in der diskussion ja nicht um einzelne, sondern vor allem grundsätzlich
um die fristenlösung. und da ist dieses Argument zahnlos. … Nein… es geht nicht um einzelne…(?),
es geht um die massenweise Tötung des ungeborenen Lebens – in Europa werden mehr Kinder abgetrieben als
lebendig geboren – ist eines der signifikantesten Schandmale unserer Zeit. Aus diesem Grund ist die gegenwärtige
Wirklichkeit verdorben: Der Mensch wird vom Menschen beherrscht. Nur der Lärm der materialistischen Betriebsamkeit
ermöglicht ihnen das Nichthören der Stille. Die Wahrheit ist leise und langsam, die Lüge ist laut und
schnell. Seit Einführung der Fristenregelung 1974 sind mehr als ACHT (8) Millionen ungeborene Kinder
getötet worden. Aber die Spaßgesellschaft duldet keinen ernsthaften Disput über das Störthema ABTREIBUNG,
wie hier einige […]Utilitaristen auch.
#514 aphrodite † 18:21:21 | Mittwoch, 16. August 2006
doppelter Schaden! Und es geht doch! also beim Tod eines einzelnen ist die verdoppelung des schadens nicht
möglich, das haben sie richtig erkannt. nur geht es in der diskussion ja nicht um einzelne, sondern vor
allem grundsätzlich um die fristenlösung. und da ist dieses Argument zahnlos. allerdings bringt das
cholerische herumgegröhle mit gewaltausdrücken sicherlich nichts!
aphrodite: fad – ich glaube, da herrscht allgemeine Ermüdung Kann ich mir so nicht vorstellen, denn es
geht letztendlich um Leben oder Tod. Sozusagen verursachen die Abtreibungsbefürworter keinen neuen Schaden
am Diskussionsthema, sondern verdoppeln nur den Schaden, den die radikalen Abtreibungsgegner anrichen.
Na ja der Tod lässt keine Verdopplung zu. Die Grundrechte sind nicht nur dazu da, den einzelnen vor dem
Staat zu scjhützen, sondern sie sind auch und vor allem dazu da den einzelnen – auch den ungeborenen
Menschen – vor der Gesellschaft zu schützen. Wenn dieser Schutz fehlt – worauf die Abtreibungsbefürworter
hinarbeiten – dann gibt es keine Instanz mehr, die ihm Recht verschaffen könnte. Ein Menschenrecht auch
des ungeborenen, das nicht mehr einklagbar ist, das nur noch auf dem Papier steht, gibt es nicht mehr.
Was bleibt ist nur noch kollektive Willkür als Rechtsgrundlage. Wieder sind 2005 ca. 150’ Kinder weniger
geboren als Menschen gestorben sind, ein Defizit dessen Tragweite die Spaß- und Juxgesellschaft noch
nicht erkannt hat.
#512 letzte_instanz 16:38:19 | Mittwoch, 16. August 2006
Jo spätestens ab der fünften Klasse ficken sie rum, haben kein Ahnung weshalb, und sind froh noch nichs
zu zeugen. Da man ja beigebracht bekommt: „Pass auf, du könntest ein Kind bekommen“. Jo, und dann kaufen
sie sich, bevor es nötig ist pillen, als Hormonbomben und ihre Kurven spriessen mit 14 oder 13 , wie
teilweise damals nich mit 17 nicht. Und dann wird wieder rumgevögelt und die Prägung und erziehung und
Bildung brachte bei: Habe spass, aber krich kein Kind. Es wäre zu früh, es passt nicht in dein leben,
es knickt deine Karriere und soweiter und so fort. … … Warum sind nochmal die Rentenkassen so leer!??!
War da nicht etwas? Progress sets us back. Und hier sollen wir das Wort „Zivilidation“ noch mit gutem
Gewissen benutzen, hier sollen wir Menschen uns noch als Menschen fühlen?!?! Ich glaube so eine Freiheit
ist schwer wegzuerziehen ( wer gibt denn schon gerne einen geschenkten Porsche ab, als weitreichender
Vergleich gedacht)??? Zeit für Krieg, geht nicht anders, glaube ich.
#511 aphrodite † 16:21:44 | Mittwoch, 16. August 2006
fad – ich glaube, da herrscht allgemeine Ermüdung Also die Debatten hier waren auch schon mal spannender!
Aber wenn es schon allgemeine Harmonie auf Mindeststandard gibt … ja, Radikalität und Emotionalität
der Abtreibungsgegner sind ein Problem für die Durchsetzbarkeit vernünftiger Änderungen. Bei den Befürwortern
sieht es nicht anders aus, ich habe damit allerdings weniger ein Problem, weil ich glaube, dass viele
Abtreibungsbefürworter ihre radikale Position ohnehin nur als Gegengewicht und Provokation gegenüber
den radikalen Abtreibungsgegnern einnehmen. Sozusagen verursachen die Abtreibungsbefürworter keinen neuen
Schaden am Diskussionsthema, sondern verdoppeln nur den Schaden, den die radikalen Abtreibungsgegner anrichen.
Das schreibt ein JU-ler (Jugendorganisation der Union): Einige JUler versuchten auf einem Landesparteitag
der CDU einen Antrag zur Überarbeitung des §218 zu erwirken, damit die Zahl der Schwangerschafsabbrüche
gesenkt werden könne. Begrünung der JU unter anderen: Auch unser christlicher Auftrag gebietet es uns,
hier nicht länger zu schweigen! Danach, so wurde mir berichtet, sind einige Delegierte zu den JUlern
gegangen und hätten sie als „Moralprediger“ tituliert. Die JUler seien schließlich ja keine „Heiligen“
und dürften deshalb sich nicht auf das Christentum berufen. Andere sagten, wir wollten uns wichtig machen
und sollten den Mund nicht zu voll nehmen. Es „käme nicht gut an, wenn ein 20jähriger den Erwachsenen
etwas vom christlichen Menschenbild“ erzähle! Für mich ist das ein Beweis dafür, daß ein beträchtlicher
Anteil der CDU-Politiker die Mühe der Überzeugungsarbeit und die Gefahr von Popularitätseinbußen scheut
zugunsten eines korrumpierenden Arrangements mit dem gesetzlichen staus quo. Insofern ist das auch eine
Bestätigung der Aussagen von Hansl, das sich Teile der Konservativen mit dem Abtreibungsunrecht abgefunden
hätten. Ermutigend dagegen, daß es eine gewisse Gärung gerade unter jüngeren Parteimitgliedern der
CDU gibt, die Abtreiubungsgesetze wieder auf die Agenda zu bringen!
#509 23er Hansl 15:41:47 | Mittwoch, 16. August 2006
alles Dinge, die für eine besonnene Diskussion sprechen. Somit stimmt es wirklich, was Piroschka gemeint
hat, dass eine unbesonnene, radikale Haltung die Durchsetzung von christlichen Positionen in der Problematik
behindert! Nach über 500 Äußerungen würde ich das wirklich für einen kleinen, aber wertvollen Ertrag
der Debatte halten!
#508 stat crux 15:39:53 | Mittwoch, 16. August 2006
Politiker sind auf Mehrheiten angewiesen, d.h. die Regierung braucht für ihre Vorhaben eine Mehrheit
im Parlament. Aber die Gesetzgebung ist doch Sache des Parlaments! Da ist nicht zu begreifen, dass in
wesentlichen Fragen auch einmal Mehrheiten quer durch die Fraktionen möglich sein sollen. Gerade einer
Großen Koalition schadet es nicht, wenn bei Fragen, die so dicht am Essentiellen dran sind, Korrekturen
interfraktionell erarbeitet würden. Aber wer weiß?? Vielleicht existiert bereits eine heimliche 3/4
Mehrheit unter den Parlamentariern für eine volle Liberalisierung aller Probleme mit ethischem Einschlag??
#507 Pünktchen 15:28:38 | Mittwoch, 16. August 2006
Politiker sind tatsächlich auf Mehrheiten angewiesen! Das sollte sie aber nicht davon abhalten, auf die
(innerparteiliche und öffentliche) Meinungsbildung einzuwirken, um einer ungelegen kommenden Wahrheit
langfristig wieder Geltung zu verschaffen! Für eine „christlich“-demokratische Politik sollte dies in
der Abtreibungsfrage Verpflichtung sein: das stimmt! Immerhin gibt es die CDL www.cdl-online.de/index1.htm,
Frau Merkel, ostdeutsche Protestantin, hat für die Problematik mögl.w. wirklich keine Antenne. Bei Stoiber
möchte ich das nicht so sagen! Die „Landesstiftung Mutter und Kind“ www.zbfs.bayern.de/stiftung/index.html
setzt sich über Bundeshilfen hianus für Schwangere in Not ein! Der Bundespräsident Horst Köhler ist
ein prominenter CDU-Politiker, der sich nun schon mehrfach gegen die Abtreibungsgesetzgebung in Deutschland
gewandt hat. Übrigens auch die katholische GRÜNEN-Abgeordnete Christa Nickels!
#506 23er Hansl 15:11:30 | Mittwoch, 16. August 2006
eine Unwillkommene Realität und schon sind sie bei §en. Fragen Sie doch mal Merkel, Stoiber, … ob
sie bereit sind, eine Initiative zur Änderung der derzeitigen Rechtslage zu ergreifen. In Österreich
haben klar alle Parteien immer wieder die Fristenlösung als Heilige Kuh dargestellt, auch wenn keine
Partei meint, damit zufrieden zu sein. Vielleicht stimmt es wirklich, was früher hier öfters gesagt
wurde, dass das Thema durch Radikalpositionen einfach derart vergiftet ist, dass eine vernünftige Debatte
nicht möglich ist?
#505 Pünktchen 15:03:31 | Mittwoch, 16. August 2006
Hansl Rechtslage…die sowohl von österreichischen als auch von deutschen Politikern dieser Couleur immer
wieder als unantastbar hingestellt wurde und wird Nicht von irgendwelchen Polikern irgendeiner Coleur
wird eine Rechtslage als „unantastbar“ hingestellt, sondern in Art. 1, 1 GG heißt es unmißverständlich:
>>Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen
Gewalt.<< Diese Norm und der in Art. 2,2 GG garantierte Lebensschutz haben dazu geführt, daß es in Deutschland
eine reine Fristenlösung nicht geben kann. (Zwei entsprechende Urteile des BVerfGes!)
#504 23er Hansl 14:51:05 | Mittwoch, 16. August 2006
politisches Spektrum … Ich denke, dass das ganze politische Spektrum gefragt ist, so gesehen habeen
Sie natürlich recht. Die Linke hat ihr Problem mit der Thematik, vor allem argumentativ hinsichtlich
der sonstigen Linken Theorie und auch mancher Prinzipien, aber das war nicht mein Thema. Die Teile des
politischen Spektrums, die sich Christliches auf ihre Fahnen heften haben ihr Problem bei der Thematik
im praktischen Umgang mit dem Thema und mit der Rechtslage, die sowohl von österreichischen als auch
von deutschen Politikern dieser Couleur immer wieder als unantastbar hingestellt wurde und wird.
#503 Pünktchen 14:40:51 | Mittwoch, 16. August 2006
Hansl Alles wieder Ihre Schwarz-Weiß-Malerei! Schade eigentlich, dass man in Deutschland die Beratungspflicht
nicht auch zur Erhebung von Daten zur Ursachen- und Motivforschung nützt. Falsch: s. u.a. hier www.diakonie.org/…tat-2-99.pdfOffenbar
war es politisch nicht gewünscht, nachhaltige Maßnahmen gegen Abtreibungen zu entwickeln. Das sind eben
die angeblich sooo christlichen Regierungen, die ihr christliches Element zu Wahlzeiten aushängen und
sonst puren Neoliberalismus betreiben. Wenn Sie der Meinung sind, daß die vorhandenen staatlichen Hilfestellungen,
die Stiftungen und die Leistungen der karitativen Verbände nicht ausreichen, dann sind Forderungen auch
an das nicht-konservative Lager zu adressieren! Sonst entstünde nämlich der Verdacht: die Linke fühlt
sich von der Hilfsverpflichtung ohnehin entbunden, setzt sie sich traditionell doch eher für den „kostengünstigeren“
Abtreibungsmord ein.
#502 23er Hansl 14:12:29 | Mittwoch, 16. August 2006
Köln … Aus manchen Perspektiven ist eben alles außer Bayern Norddeutschland. Zugegeben, ich hätte
in der Aussage auch keinen Fehler gefunden. Gut, aber ich stamme aus einer Gegend, in der jedes Kaff an
der Autobahn eine Nord- und Süd- oder Ost- und Westabfahrt bekommt und dann noch den Gemeinderat mobilisiert,
weil man eine Ausfahrt Mitte möchte. Schade eigentlich, dass man in Deutschland die Beratungspflicht
nicht auch zur Erhebung von Daten zur Ursachen- und Motivforschung nützt. Offenbar war es politisch nicht
gewünscht, nachhaltige Maßnahmen gegen Abtreibungen zu entwickeln. Das sind eben die angeblich sooo
christlichen Regierungen, die ihr christliches Element zu Wahlzeiten aushängen und sonst puren Neoliberalismus
betreiben. In Österreich wird das zur Perfektion getrieben, im Wahlkampf lässt man sich mit Bischöfen
sehen, bei Wallfahrten und nach der Wahl wird alles Christliche wieder verstaut und auf den Parteidachboden
geräumt.
Aphrodite, leges… A: Zur Aktualisierung Ihrer Geographiekenntnisse: Köln liegt nicht in Nord- sondern
in Westdeutschland. Noch nie vom rheinischen Humor, Kölner Karneval usw. gehört? L: Daß Verbote alleine
nicht ausreichen, wird in letzter Zeit immer wieder vorgetragen. Gleichwohl sind sie zur Bewußtseinsbildung
notwendig. Das deutsche Beratungsrecht sieht gemäß Rechtsprechung keine Offenbarungspflicht der Schwangeren
über die Gründe ihres Abtreibungswunsches vor. Im Gesetz ist diese Entpflichtung noch nicht vorgesehen.
Die Schwangere muß sich lediglich über die Hilfemöglichkeiten unterrichten lassen und hat dann Anspruch
auf den „Beratungsschein“. Damit wird die Beratung m. E. zur Farce. Notwendig zu einem erfolgreichen Lebensschutz
ist ganz sicher ein Ausbau der Hilfemöglichkeiten. Die Babyklappen sind m. W. auf juristischen Bedenken
gestoßen, ob es sie noch gibt, ist mir im Augenblick nicht bekannt. Auf jeden Fall konnte sich unter
diesem Gesichtspunkt niemand auf Notstand berufen. Eine der sehr hilfreichen Organisationen in Deutschland
ist die alfa (Aktion Leben für alle).
aphrodite, nicht aufregen. ganz ruhig durchatmen. Aloah hat heute seinen guten Tag und deswegen vermutlich
seine Dosierung runtergesetzt. Es ist wirklich nicht notwendig, Argumentationen aus der verstaubten Schublade
für ErstdiskutantInnen herauszuholen, denn die Leute, die hier noch mitlesen, wissen schon, was davon
zu halten ist. Und wer auf die verführerische Logik des was nicht im Fernsehn war hat es nicht gegeben
reinfällt disqualifiziert sich irgendwie von selbst. Außerdem steht auf Fundamentalistenbeleidigung
hier die schwere Strafe der Redebeschränkung! (im Unterschied dazu dürfen Aloah und Pünktchen alles!
Sie dürften sogar darüber spekulieren, ob Aloah Pünktchens Zweit- oder Drittaccount ist, der für die
Ansichten gedacht ist, die sich unter eigenem Namen doch etwas sonderbar ausmachen würden. Wir dürfen
das natürlich auch nicht.)
#499 aphrodite † 21:20:13 | Montag, 14. August 2006
was ist denn da für ein intellektueller tiefstapler unterwegs? Dammbruch, das ich nicht lache … na
sicher. * früher gab es keine brutalen Kriege! Schließlich war nichts im Fernsehn darüber zu sehen!
Toll! * Vergewaltigungen gibt es erst seit 1968, oder haben sie vorher was davon gehört? Nein? Eben!
* Abtreibungen sind mit der Fristenregelung erfunden worden, eh klar! Sagen Sie mal, haben Sie etwas auf
den Augen? Nur weil der 30jährige Krieg nicht in der tagesschau besprochen wurde, war er nicht brutal?
Nur weil nicht darüber geredet und geschrieben wurde (wurde übrigens!) gab es keinen sexuellen Missbrauch?
Nur weil nichts in ihrer Bildzeitung stand, gab es früher keine Abtreibungen? Das ist das älteste und
dümmste Argument, dass früher alles besser war weil das schlechte todgeschwiegen wurde, weil es tabuisiert
wurde, … unfassbar eigentlich … und das heutzutage!
23er Hansl: Dammbruch >>Diesen Dammbruch gibt es nicht und gab es nicht!<< Sehr wohl gab und gibt es immer
noch den Dammbruch (heute noch ergänzt durch die Euthanasie), nur für euch widerwärtige Nützlichkeitsethiker
sind diese Begriffe unpassend in eurer abstrusen Vorstellung. Die Zahl von Abtreibungen ist historisch
nur einmal signifikant gestiegen, als sich die Kenntnisse verbessert haben, die dafür notwendig waren,
ungewollten Nachwuchs vor der Geburt zu bekämpfen (klingt brutal, ist es auch), weil man zuvor einen
Gutteil davon erst während oder nach der Geburt bekämpfen konnte (klingt noch brutaler, ist es auch!).
Tja Hans’lchen, „ungewollten Nachwuchs vor der Geburt zu bekämpfen“ eine „nette“ Sprache aus der Kultur
des Todes ist signifikant für deine flache Einstellung.
#497 aphrodite † 19:03:06 | Montag, 14. August 2006
Jó napot kivanok, Piroska, mein alter ego! Hoffentlich bist du noch online und kannst mir antworten,
sonst lassen sich die bewiesenen Tatsachen von Pünktchen nicht untermauern! Also mal lesen, was ich (du)
heute geschrieben habe, und was ich (ich) dazu sage: Nein, blöd: muss dir auch noch rechtgeben: die Verbotskeule
bringt nichts. Die Leute haben ja keine Ahnung. Das erste Mal wäre vollständig unnötig gewesen, wenns
nicht verboten gewesen wäre! Trotzdem haben mir die späteren Schaumbäder besser gefallen! Was lernen
wir daraus? Verbieten ist fürn Hugo, egal was es betrifft. Außerdem: Was hat das Verbot früher die
Leute abgehalten, Abtreiben zu lassen? Nix! Und wenn doch, dann war ne Engelmacherin zur Stelle. Und das
soll besser gewesen sein? Ach ja, der Herr Guttenberger mit seinem norddeutschen Charme (ein Wunder, dass
die dort noch nicht ausgestorben sind) … Wenn Sie schon die durchaus wahre und plausible Erkenntnis
haben, dass die Profiteure von Abtreibungen großteils männlich sind (vorher sparen sie sich 2€ fürn
Gummi, nachher die Alimente) … wieso ziehen Sie nicht die Konsequenz daraus! Stärkung der Frauen! Stärkung,
Verbesserung, Ausweitung der Aufklärung! A propos wahre Erkenntis: Hab vorher beim Durchscrollen einen
Typen gefunden, der ständig Ware mit h geschrieben hat. Den muss ich jetzt wieder suchen …
@23er Hansl & Co. Irgendwie wird dieser Thread hier schön langsam beängstigend. Wenn es um die Frage
geht, Gesellschaftspolitische Maßnahmen versus rechtliche Maßnahmen oder beides, dann muss ich sagen:
von mir aus beides, doch hat halt die Erfahrung gezeigt, dass man mit Verboten nichts erreichen kann (und
wenn man Pech hat, genau das Gegenteil von dem erreicht, was man möchte). Und meine Priorität sind die
gesellschaftspolitischen Maßnahmen, ich glaube auch, dass rechtliche Änderung diese behindern würden.
Deshalb meine ich, dass gesellschaftspolitische Maßnahmen rechtliche ersetzen könnten, solange bis die
Fristenlösung totes Recht ist! Und dann kann man von mir aus rechtlich bestimmen, was einem gerade einfällt.
#495 23er Hansl 18:06:03 | Montag, 14. August 2006
Dammbruch Ich hatte mir zwar vorgenommen, den akuten Mangel an Intelligenz, der hier unter dem Lesernamen
Aloah vorgetragen wird, geflissentlich zu ignorieren, doch leider wird aus diesem Vorsatz nichts: der
Mensch hinter dem noch so perfekten Nickname ist halt schwach. (Jetzt könnte man natürlich sagen, bei
dem Nick müsste ich in der Schwäche sofort essen gehen, aber das ist eine andere Geschichte). Offensichtlich
habe ich den Mangel, den Sie repräsentieren, bisher noch unterschätzt, denn sie bringen ein uraltes
Anfängerargument, das seit ewigen Zeiten schon entkräftet ist: DAMMBRUCH! Diesen Dammbruch gibt es nicht
und gab es nicht! Die Zahl von Abtreibungen ist historisch nur einmal signifikant gestiegen, als sich
die Kenntnisse verbessert haben, die dafür notwendig waren, ungewollten Nachwuchs vor der Geburt zu bekämpfen
(klingt brutal, ist es auch), weil man zuvor einen Gutteil davon erst während oder nach der Geburt bekämpfen
konnte (klingt noch brutaler, ist es auch!). Ansonsten haben sie die mehr oder weniger eine konstante
Abtreibungsrelation, unabhängig von gesetzlichen Bedingungen.
legesleg…usw. Schwache Vorstellung! >>Nur so viel: Es gibt nichts, was nicht in Frage gestellt werden
darf! Wenn jemand meint, etwas dürfe nicht in Frage gestellt werden, ist das ein sicheres Zeichen, dass
es der In-Frage-Stellung offenbar nicht standhalten würde!<< Das war auch nicht die Frage, wenngleich
mit einer dümmlichen Antwort die Hamsterrad oder Zirkelschluss Einleitung gegeben ist. >>Im Kampf gegen
Abtreibungen wäre schon mehr getan, wenn man mehr über die Motive und Gründe erfahren und erfassen
würde!<< Ja, blablah nach dem Dammbruch in der Abtreibungs-Situation, erklären dann die Abtreibungsbefürworter
wir sollten über die Gründe mehr erfahren. Jede Tat schlägt ihren Täter! Merk dir das!
legesleg … Die Erkenntnis, dass es Ihnen bei Ihrer Argumentation nur um Ihre Argumentation geht, und
sonst nichts, die hatten wir schon. Bei meiner Argumentation geht es mit i.d.T. zunächst natürlich um
das Argument: dieses steht nämlich immer in der Gefahr schlicht falsch zu sein! Und mit falschen Argumenten
dient man auch keiner Sache! Daß es mir neben der Richtigkeit des Argumentes um sonst nichts ginge, ist
reine Unterstellung, aber damit kann ich leben, bin ich hier doch nichts anderes als ein virtuelles pünktchen,
das als solches ernstgenommen werden will, welche bürgerliche Person auch immer sich dahinter verbergen
mag und welchen Beitrag zum Lebensschutz diese auch immer zu leisten sich bemüht… Ursachenanalyse der
Entstehung sog. Konfliktschwangerschaften und die ganze denkbare Bandbreite sozial- und bildungspolitischer
Maßnahmen zur Verhinderung ungewollter Schwangerschaften (statt eines nachträglichen „Abbruchs“ derselben!)
sind eine richtige und begrüßenswerte Forderung, die nicht im Gegensatz dazu steht, daß auch der Rechtsanspruch
des Ungeborenen auf Leben im Bewußtsein der Bevölkerung und im positiven Recht wieder mehr Raum gewinnt.
Die Formel „Helfen statt Strafen www.stjosef.at/…fen-strafen-laun.htm“ ist dabei allerdings nicht hilfreich,
denn es kommt eher darauf an beides zu tun: Helfen und den Rechtsanspruch des Ungeborenen gegen die interessenbestimmten
Übergriffe von Geborenen zu verteidigen.
@ die drei @ pünktchen: Die Erkenntnis, dass es Ihnen bei Ihrer Argumentation nur um Ihre Argumentation
geht, und sonst nichts, die hatten wir schon. @Jörg Guttenberger Ja, die Frage ist allerdings, was man
daraus macht. Weder das weinerliche Schwangere in Not noch das hasserfüllte Mörderin! drücken die Wahrheit
aus, und wenn Sie zufällig auf einen von vielen Fällen zutreffen sollten, dann ist das eben Zufall.
Im Kampf gegen Abtreibungen wäre schon mehr getan, wenn man mehr über die Motive und Gründe erfahren
und erfassen würde! Ich weiß nicht, ob das in Deutschland durch die Beratungspflicht passiert, aber
wenn, dann muss man daraus etwas machen. Das einzige, was man in Österreich verlässlich weiß, ist dass
(laut Aussage der Leiterin) unter den 700 Klientinnen der Salzburger Abtreibungsklinik im ersten Jahr
ein Großteil Mütter mit bereits mehreren Kindern im fortgeschrittenen Alter waren. Meines Erachtens
wiederum ein Aspekt, der für den – ich komme zum Nullpunkt der Debatte – Vorschlag von Piroschka und
Hansl spricht, Aufklärung und Emanzipation zu fördern! @Aloah: Nur so viel: Es gibt nichts, was nicht
in Frage gestellt werden darf! Wenn jemand meint, etwas dürfe nicht in Frage gestellt werden, ist das
ein sicheres Zeichen, dass es der In-Frage-Stellung offenbar nicht standhalten würde!
legesleg…usw. >>Was machen Sie hier? << Berechtigte Frage, einfach dir erklären soweit du dem folgen
kannst, das neues menschliches Leben mit der Verbindung von Ei + Samenzelle beginnt und dass das nicht
in Frage gestellt werden darf. Das Werk der Menschwerdung ist das vollkommenste aller werke Gottes. Wer
sich am Menschen auch dem Ungeborenen vergreift, vergreift an sich an Gott. Der Rest ist sekundäre Ausgestaltung.
Auch wenn es“Umfragen“ sind – denen oft die nötige Relevanz fehlt – so ist von dir doch eine Assoziation
belegt.
leges… dolus eventualis Daß er Ihnen reicht, ist schon einmal ein wichtiger Hinweis. Wenn er für die
Öffentlichkeit nicht reicht, ergibt sich die Frage, ob sie überhaupt durch sachliche zwingende Argumente
überzeugbar ist. Damit bedarf es aber nicht unbedingt weiterer Argumente (obwohl natürlich gilt: je
mehr, je besser), sondern es stellt sich das Problem der öffentlichkeitswirksamen Aufarbeitung ansonsten
sachlich zwingender Argumente. Daß die Abtreibungslobby sich wesentlich erfolgreicher zu verkaufen versteht,
als die Abtreibungsgegner, die, so weit erkenntlich, keine ins Gewicht fallende Lobby haben, ist sicher
das größte Hindernis für einen angemessenen Lebensschutz für Ungeborene. Das zeigt sich z. B. durch
eine gerissene Sentimentalisierung der oft nur angeblichen Not der Schwangeren, wenn in Wirklichkeit der –
in solchen Fällen meist uneheliche – Vater die Abtreibung aus wirtschaftlichen Gründen wünscht, entsprechend
Druck ausübt und so die eigentliche Ursache des Schwangerschaftkonfliktes ist.
legesleg Lebensschutz und so weiter brauchen vielfältigere und bessere Argumentationen. Lebenschutz und
so weiter (!!!) brauchen also bessere Argumentationen als die, daß menschliches Leben an und für sich
eine Grenze für unsere Verfügungsmacht ist, weil es zur Würde des Menschen als Person gehöre, nicht
bloß Mittel sondern Selbstzweck zu sein. An was dachten Sie denn? Was für wesentlich bessere Argumente
schützen denn Geborene vor solchen Diskriminationstheorien, in denen Mitglieder einer Gruppe Mitglieder
einer anderen fundamentale MenschenRechte absprechen. Wäre es da noch ein besseres Argument, wenn alle
Menschen mit einer TÜV-Plakette ausgestattet wären: „Bin ein Mensch, laß mich leben!“ Die Lebensrechtliche
Unschuldsvermutung dolus eventualis ist dafür schon gut, nur muss sie auch erst einmal durchgesetzt werden.
Leider muß sie auch gegen Sie durchgestzt werden! Ihre Positionen zum Lebensschutz / Abtreibungsrecht
haben ja doch eindeutig die Schlagseite zu letzterem bekommen! Die gebetsmühlenhafte Beschwörung von
PlastikembryonenwerferInnen, die in „Horden“ (aphrodite) die Stadt Wien verunsichern, lassen nicht vermuten,
daß Sie an einer fairen, moraltheologisch und rechtsethisch verantwortlichen Diskussion in Österreich
interessiert sind.
mir schon, ich meine, meiner Meinung nach müsste er überflüssig sein, aber was offenkundig ist, ist
dass er vielen nicht reicht. Darum geht es mir. Nochmal: Mich muss niemand überzeugen, dass eine Abtreibung
ohne triftige Gründe abzulehnen ist. Es geht darum, jene zu überzeugen, die anderer Meinung sind. (Mir
zumindest. Bei Pünktchen mag das anders sein.)
hat da jemand was gegen Kant? fällt mir schon auf, dass Sie auf Kant immer so allergisch reagieren. Naja,
was gibt es da zu erklären. Ich meine, Kant ist wenigstens ein Philosoph, mit dem man in manchen Agnostikerkreisen
ein bisschen etwas erreichen kann, aber viel ist das nicht. Lebensdefinition, Lebensschutz und so weiter
brauchen vielfältigere und bessere Argumentationen. Die Lebensrechtliche Unschuldsvermutung dolus eventualis
ist dafür schon gut, nur muss sie auch erst einmal durchgesetzt werden. @Jörg: wer beleidigt – aloah! –
sollte eine ein- (oder aus-)lassung zu diesem so geklungen haben, als würde sie sich auf Sie beziehen,
bitte ich um verzeihung. @Aloah Was machen Sie hier? Wollen Sie den Lesermeinungszähler raufschrauben?
Was ist der inhaltliche Fortschritt ihres Postings? Sie erkennen jetzt – Stunden später – dass es sich
um Umfragen handelt! Ja, es sind Umfragen, es ist nicht meine Privatmeinung! Das sollte eigentlich zu
denken geben! Das ist die mehrheitliche Meinung der Bevölkerung (sagt die Soziologie zumindest), womöglich
ist das auch der sensus fidelium? (würde wieder für innerkirchliche Argumentation sprechen, also überlesen
sie den letzten satz lieber)
Hansl Wenn jemand zufällig der selben meinung (Zitat Hansl) ist wie ich, dann sehe ich darin i.d.T. noch
keine Bestätigung. Wenn es sich aber um eine begründete und schwer widerlegbare rechtsethische Position
des wohl bedeutendsten deutschen Philosophen handelt, dessen Gedanken zu überpositiven Menschenrechten
und kategorischen Rechtsprinzipien nationales und Völkerrecht (Gründung der UNO, Menschenrechtserklärung
usw.) nachhaltig beeinflußt hat, dann sieht das anders aus!
#484 23er Hansl 15:47:01 | Montag, 14. August 2006
jetzt erklären sie bitte aber auch, dass ein rekurrieren auf andere, die zufällig der selben meinung
sind, auch nicht die tolle argumentationslinie ist!
immer noch nicht kapiert oder wieder nicht gelesen? Die Auffassung von legesleg, […] ist falsch Das
stimmt zwar argumentationstheoretisch, aber faktisch – deshalb auch der Nachsatz – ist es eben anders!
Wir leben nicht in einem Jahrhundert, in dem die Kirche das sagen hat, über Gut und Böse und Leben und
Tod nach ihrem Gutdünken und Dafürhalten entscheiden kann. So übel das auch sein mag, die Kirche ist
hier in der Defensive und muss ihre Positionen rechtfertigen und argumentieren! Je eher sich die Kirche
darauf einstellt, desto besser! Es ist ihrer Position nicht förderlich, wenn sie sich stocksteif als
Autorität aufspielt, ohne es zu sein. Und deshalb ist es auch Ihrer, Pünktchen, Ihrer Position nicht
förderlich, wenn sie das selbe tun!