09:49:32 | Donnerstag, 3. August 2006
Es ist klar, daß der Mensch kein Engel ist, sondern aus Seele und Leib besteht. Darum sind die Riten der Alten Messe so wichtig – erklärte der Generalobere der Petrusbruderschaft.
(kreuz.net, Wigratzbad) Am vergangenen 18. Juli feierte die Priesterbruderschaft St. Petrus den 18. Jahrestag
ihrer Gründung.
Bei dem feierlichen Hochamt predigte der frisch gewählte Generalobere Pater John Berg
vor den versammelten Mitgliedern des
Generalkapitels.
Das von Priestern der Petrusbruderschaft betriebene
Portal zur katholischen Geisteswelt veröffentlichte den Predigttext im Wortlaut.
In seiner Predigt sprach
Pater Berg über „viele Hindernisse“ bei der täglichen Arbeit der Priester der Petrusbruderschaft und
erwähnte drei Beispiele.
Der Generalobere verwies zuerst auf Orte, wo es nicht erlaubt wird, die Heilige
Messe im überlieferten Ritus zu lesen.
Es gebe ferner Widerstand von Seiten solcher, die sich durch
die Existenz der Petrusbruderschaft gefährdet fühlten.
Schließlich gebe es natürlich auch Schwächen
im Inneren der Gemeinschaft.
Der neue Generalobere warnte in seiner Predigt davor, solche Probleme aus
einer rein natürlichen Sichtweise heraus zu betrachten. Diese Sicht würde die große Rolle übersehen,
welche die Vorsehung der Petrusbruderschaft anvertraut habe:
„Wir sollten stolz sein auf unser Institut
und seine Rolle in der Kirche.“
Dieser Stolz bedeute nicht, daß sich die Petrusbruderschaft als Rettung
der Kirche oder etwas Ähnliches verstehe. Die vielen eigenen Schwachheiten sollten die Bruderschaft immer
davor bewahren, einem solchen Irrtum zu verfallen.
Er spreche vielmehr von einem Stolz, der das Vertrauen
und den Mut einflößt, in vollständiger Treue zur eigenen Gründung und Identität weiterzumachen.
Der Generalobere erwähnte auch die drei großen Säulen im Charisma seiner Bruderschaft.
Die erste Säule
sei, daß die Petrusbruderschaft eine Gründung im Herzen der Kirche sei – unter und mit dem Papst.
„Achtzehn
Jahre nach der Gründung denke ich nicht, daß wir den Mut und den Glauben unserer Gründer genügend
anerkennen, die wie Abraham aufgerufen wurden, ihre Heimat zu verlassen und alles Vertrauen in Gott und
Seine Kirche zu setzen.“
Es sei schwierig, sich vorzustellen, wie schwer es für die Gründer der Bruderschaft
gewesen sei, gegen die Entscheidungen von Erzbischof Marcel Lefebvre († 1991) zu handeln.
Der Erzbischof
sei für sie – in einer Welt, die sich in der Krise befand – wie ein Vater gewesen.
Bei der zweiten Säule
der Petrusbruderschaft handle es sich um die Treue zu einer Theologie, die auf den Lehren des Heiligen
Thomas von Aquin gründe.
Sie baue auf die immerwährende Philosophie – auf der philosophia perennis –
auf.
Diese Theologie werde heute an den kirchlichen Fakultäten als eine unter vielen präsentiert oder –
noch schlimmer – als etwas Überholtes. Dabei stelle sie die treffende Antwort auf den Modernismus dar,
der die Kirche nach wie vor bedrohe.
Als dritte Säule nannte Generaloberer Berg die Gnade, die Messe
im überlieferten Ritus zu zelebrieren und aufrechtzuerhalten. Das sei das herausragende Kennzeichen der
Petrusbruderschaft.
„Diese Riten sind so wichtig, weil es evident ist, daß der Mensch kein Engel ist,
kein reiner Geist, sondern aus Seele und Leib besteht.“
Diese Wahrheit lasse sich in einem Satz zusammenfassen:
„Handlungen sprechen lauter als Worte.“
Deshalb brauche der Mensch – um sich in einer glaubenslosen Welt
zu bewähren – nicht nur katechetische Unterweisungen, sondern auch Riten, welche die Wahrheiten verdeutlichen,
die in der Heiligen Messe gegenwärtig werden: das Opfer Christi auf dem Altar und seine Gegenwart in
der Eucharistie.
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#13
Frasim 15:41:43 | Samstag, 5. August 2006
#12
Adrian 10:28:09 | Freitag, 4. August 2006
#10
Benedikt 20:00:55 | Donnerstag, 3. August 2006
#8
Jawohl! 16:42:33 | Donnerstag, 3. August 2006
#7
Guntram 13:30:28 | Donnerstag, 3. August 2006
#5
Adrian 11:58:47 | Donnerstag, 3. August 2006