Kirchenverkauf
Dem Schicksal zuvorgekommen
Eigentlich wäre der hundertste Weihetag der Pfarrkirche Kirche St. Georg in Gelsenkirchen erst in zwei Jahren fällig. Doch es gibt Gründe, schon nächsten Samstag fröhlich zu sein.
(kreuz.net, Gelsenkirchen) Am Samstag, dem 5. August, vor hundert Jahren wurde der Grundstein für die Kirche St. Georg an der Florastraße in Gelsenkirchen gelegt.

Das berichtete die ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’ am 31. Juli.

Eine Grundsteinlegung wäre eigentlich kein besonderer Grund zum Feiern. In St. Georg soll er am kommenden Samstag trotzdem ein Fest steigen. Sogar Weihbischof Franz Vorrath steht auf dem Programm.

Das wahre Fest wäre eigentlich erst in zwei Jahren fällig geworden: am 5. August 2008 – dem 100. Kirchweihtag des Gotteshauses. Doch es ist unklar, ob es in St. Georg dann noch etwas zum Feiern gibt.

Kirche St. Georg in Gelsenkirchen
Die Anfänge der Kirche in Gelsenkirchen gehen zumindest ins 11. Jahrhundert zurück. So ist in Münster eine Aufzeichnung über eine Kirche "St. Georg" in Gelsenkirchen aus dem Jahre 1073 urkundlich nachweisbar.Die heutige Kirche im neuromanischen Stil wurde im Juli 1908 durch den damaligen Paderborner Erzbischof Wilhelm Schneider († 1909) geweiht.Im Januar 2006 hieß es, St. Georg soll aufgegeben werden. Dagegen entbrannte in der Gemeinde ein Sturm der Entrüstung. Mahnwachen wurden organisiert.

Denn die von außen sehr eindrückliche Kirche steht auf der Abschußliste des Bistums Essen.

Die Auflösung der Pfarrei ist bereits beschlossen. Die Diözese wollte auch die Kirche aufgeben. Heftige Proteste von Seiten der Gläubigen haben das bisher verhindert. Doch das Damoklesschwert über dem Kirchturm ist mitnichten abgewendet.

Offiziell heißt es, daß die Diözese St. Georg solange als Filialkirche finanziert, bis eine „Anschlußlösung“ gefunden wurde. Das ist eine Formulierung, die nichts Gutes verspricht.

Darum hat sich ein Organisationskomitee an die Arbeit gemacht und einen passenden „runden Geburtstag“ gesucht, um zu feiern, solange noch gefeiert werden kann.

Die Feier vom kommenden Samstag beginnt mit einer Messe um 17.00 Uhr. Danach ist ein Sommerfest rund um die Kirche angesagt.

Bei schlechtem Wetter wird im Pfarrsaal gefeiert.

Bei dem Fest gibt es Preise fast wie vor hundert Jahren. Bratwurst, Pommes und Bier vom Faß sollen jeweils nur 100 Cent kosten.

Zu diesem Preis wird auch die für den Tag publizierte Festschrift angeboten. Im Heft ist die Geschichte von Kirche und Gemeinde nachzulesen.

Die Kirche hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich.

Als sie gebaut wurde, gehörte sie noch zum Erzbistum Paderborn. Keine vierzig Jahre später wurden Turmhelm und Dach im Zweiten Weltkrieg zerstört.

1974 wurde ein mächtiger Altar in den Mittelpunkt der Kirche gerückt.
      
31 Lesermeinungen
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#31   Benedikt   17:55:10 | Sonntag, 6. August 2006
@ Babylon
Vielleicht macht Ihr Euch mal kunsthistorisch etwas schlau. Vielleicht auch mal über die modernen Architekturkonzepte moderner Kirchen.
Kunst, die sich nur irgendwelchen Kunststudenten im 17. Semester erschließt? Was nutzt das bei einer Kirche? Die wenigsten Messbesucher sind Kunststudenten.
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#30   möchtegern-kathole   13:45:41 | Samstag, 5. August 2006
zu was …
… sollte die Kirche auch im Dorf bleiben, wenn „Bischof“, „Priester“ und ‘Gläubige’ nicht mehr in der Kirche sind?
Ja, ich trauere auch dieser untergegangenen Kultur nach, aber irgendwie ist das konsequent. Es schmerzt nur sehr den Augen, wenn am Schluss auch die Mauern zerbrochen werden.
Trotzdem muss man sagen: brecht erst die hässlichen Betonkirchen, dann die schönen alten Kirchen
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#29   ExBochumer †   00:27:18 | Samstag, 5. August 2006
Eben drum
Ich weiß von nichts.
Zufällig war ich aber in den 90ern Gemeindemitglied. – Aber ich weiß ja von nichts.
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#28   Bernardin †   23:45:28 | Freitag, 4. August 2006
ExBochumer
WOW!!!
Ihre Antworten sind toll! Sie sprechen Bände!
Zum Glück sind Sie ein Ex!
Niemand will von Ihren Geheimnissen wissen!
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#27   ExBochumer †   23:37:59 | Freitag, 4. August 2006
@ bernardin
Verleumderisch ist kreuz.net in weiten Kreisen, Sie auch.
Verleumdungen passen hier hin.
Herr Dr. Genn ist mir persönlich bekannt. Näheres binde ich Ihnen nicht auf Ihre neugierige Nase.
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#26   Bernardin †   23:24:43 | Freitag, 4. August 2006
ExBochumer
Für Ihre Antwort sind allein Sie verantwortlich!
Wo haben Sie Verleumdungen gelesen, wer will Sie verleumden?
Haben Sie zu tief in Fiege-Glas geschaut?
Haben Sie echt Mühe, sich mit der Meinung eines anderen auseinanderzusetzen? Fühlen Sie sich als den Nabel der Welt?
Gilt bei Ihnen auch: Ein Gekränkter kränkt? Was hat Felix Genn Ihnen getan?
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#25   ExBochumer †   23:12:53 | Freitag, 4. August 2006
Da helfen nur noch Verleumdungen. Danke.
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#24   Bernardin †   23:09:04 | Freitag, 4. August 2006
ExBochumer
Ihr Verhalten und ihre Antworten sprechen für sich!
Gut, dass Sie ein Ex-Bochumer sind!
Für die Stadt Bochum im Bistum Essen genügen die Pfarreien: Propstei, St. Meinolphus, Liebfrauen, Niklaus von Flüe, St. Franziskus Weitmar, St. Johannes und Linden, und natürlich Stiepel mit dem tollen Kloster!
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#23   ExBochumer †   23:00:29 | Freitag, 4. August 2006
@ bernardin
Sie haben offenbar allen Sinn für die Realität verloren.
Gott sei Ihrer armseeligen Seele gnädig.
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#22   Babylon †   22:44:21 | Freitag, 4. August 2006
@ sulp: Manche studieren
eben auch ohne Erfolg…
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#21   Bernardin †   22:31:55 | Freitag, 4. August 2006
ExBochumer
Nochmals: Genn als Sündenbock abzustempeln ist sehr billig! Können Sie etwas mit dem Namen Stuetting anfangen?
Ob geschickt oder ungeschickt, dass die drei Bistümer Köln, Münster und Paderborn sich von den Pfarreien für das Bistum Essen trennten – ob die drei Bistümer diese Pfarreien zurücknehmen??? Bitte mehr Sinn für Realität!
Sind Sie nur ein Ex-Bochumer oder auch ein Ex-Ruhrgebietler?
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#20   Maurice Corvisier   22:28:37 | Freitag, 4. August 2006
care „ita est“:
auf diesem Wege, weil anders zu lange, und ich bin müde:
logo: „tibi“ und „situendum“.
veterum sapietia saepe non … !
Vale et: bona nox!
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#19   ExBochumer †   22:23:48 | Freitag, 4. August 2006
@ bernardin
Treten Sie hier als Fürsprecher für den Konkursverwalter Genn auf?
Fakt wäre, das Bistum Essen aufzulösen bzw. vorhandenen Erzbistümern anzugliedern. Mehr nicht und nicht weniger.
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#18   Bernardin †   22:14:54 | Freitag, 4. August 2006
ExBochumer
Bischof Dr. Felix Genn als SUENDENBOCK missbrauchen, ist wohl unzulässig! Das war Politik, einen „Fremden“ zum Vollstrecker der längst bekannten Tatsachen zu machen!
Vor Genn leiteten Hengsbach und Luthe das Ruhrbistum. Beide Bischöfe haben sich für das Ruhrbistum eingesetzt, aber Seelsorger haben eine andere Optik. Sie glaubten an das Morgen und haben sich im Heute eingesetzt!
Das Bistum Essen leidet nicht nur unter einem starken Priestermangel, sondern auch unter einem sehr starken Gläubigen-mangel! Viele Kirchen werden nicht mehr betreten von den Leuten im Ruhrgebiet! Sie haben der Kirche den Rücken zugewandt, obwohl sich das Bistum Essen unter Hengsbach und Luthe mit Grave sehr für die Menschen im Ruhrgebiet eingesetzt haben. Die Bischöfe waren Anwälte der Menschen in schwierigen Situationen!
Leere Kirchen, leere Kassen, wer will das bezahlen? In einer mobilen Gesellschaft ist es kein Problem, statt 3 Minuten 6 Minuten mit dem Auto unterwegs zu sein, um einen Gottesdienst am Sonntag zu besuchen! Nach dem Krieg wurden z.B. viel zu viele Kirchen im Ruhrgebiet gebaut – Kirchen die oft nicht solide gebaut waren. Ich denke da z.B. an Albertus-Magnus in Bochum!
Immer war die Marienpfarrei St. Marien eine kleine Pfarrei. Ihr Pfarrer Chrstoph Allroggen hat sich grossartig für die Kirche engagiert, und doch gibt es auf engem Raum viel zu viele Kirchen. St. Marien ist keine Wohngemeinde, andere Kirchen im Raum aber sind in Wohngemeinden!
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#17   Maurice Corvisier   21:56:56 | Freitag, 4. August 2006
Lieber Ex-Bochumer,
die Konsequenzen habe ich schon recht lange gezogen. Sie noch nicht? Interesse? Mailen!
Es ist ja erstaunlich, daß gerade Essen, das jüngste und damals hoffnungsvollste Bistum Deutschlands, so dasteht, wie es heute dasteht.
Nun ja. Erstaunlich ist das eigentlich nicht. Nach dem, was so abgelaufen ist.
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#16   Sulpicius   21:52:35 | Freitag, 4. August 2006
@baby
Vielleicht macht Ihr Euch mal kunsthistorisch etwas schlau
Geschenkt. Habe ich schon im Studium gemacht.
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#15   ExBochumer †   21:52:07 | Freitag, 4. August 2006
@ maurice
Vergessen sollte man nicht, aus welchen Mitteln die „eingestampften“, „zur Veräußerung“ anstehenden Kirchen mitfinanziert worden sind.
Da bleibt doch nur der Aufruf: Mitfinanzierende Katholiken, vereinigt Euch!!
Doch Herr Genn ist taub. Ein Betonkopf, ein Konkursverwalter.
Aber ein Konkursverwalter aus eigenen Reihen?
Ich weiß nicht.
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#14   Maurice Corvisier   21:40:29 | Freitag, 4. August 2006
Bochumer im Exil:
Make Money – das ist das Motto von Dr. Genn
Na ja, dem Armen bleibt ja auch sonst nichts. Menschen fischen? Seelen retten? Wie soll ein Manager das können?
Leute seiner Art mußte ich in meinem recht langen Leben zur Genüge kennenlernen.
Denken, daß Golgotha profaniert, gar abgerissen – vor allem aber: in deren Augen verhandelbar ist: das ist Grusel.
Die Marienkirche in Ihrem Ex-Bochum verschwindet ja wohl auch im Bermuda-Dreieck.
Keine falschen Schlüsse: alles ergoogelt.
Besten Gruß!
M.C.
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#13   ExBochumer †   21:26:33 | Freitag, 4. August 2006
Erwartungen vom Bistum Essen?
Wer vom Bistum Essen noch was erwartet, wird enttäuscht werden.
Essen ist „bankrott“. Warum sollte dann auch das Bistum noch Respekt vor Gotteshäusern haben?
Make Money – das ist das Motto von Dr. Genn
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#12   Jawohl!   21:26:13 | Freitag, 4. August 2006
Lächelnd
Tja, es hilft alles nichts: „Duc in altum“ ist sehr mißverständlich. Wer was anderes behauptet, sollte mal Latein lernen.
O:) Dass altus je nach dem Standort des Betrachters sowohl »hoch« als auch »tief« bedeutet, sollte jeder lateinlernende Sextaner wissen. Dass für die Bedeutung eines Wortes stets der Kontext mitzuberückichtigen ist, weiß der Sextaner noch nicht. Manche lernen es bis zum Abitur nicht, was dann recht amüsante »Übersetzungen« zur Folge hat. (Typus: »a big chancellor« = »ein großer Kanzler«…)
In altum ducere, provehi, eminere bedeutet »hinausfahren auf die hohe See«. Da ist nichts missverständlich, außer für den, der nur unzureichende Lateinkenntnisse vorzuweisen hat.
:-! Ok, das war jetzt alles unerträglich oberlehrerhaft, und Lehrer bin ich nicht und wollte ich nie werden.
:-) Tatsächlich habe ich den Scherz lächelnd sehr goutiert.
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#11   Maurice Corvisier   21:16:10 | Freitag, 4. August 2006
öööh, Baby
könnte Latein? Oberhalb von Gallia est omnis divisa…?
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#10   Babylon †   21:06:28 | Freitag, 4. August 2006
Beton ist super.
Vielleicht macht Ihr Euch mal kunsthistorisch etwas schlau. Vielleicht auch mal über die modernen Architekturkonzepte moderner Kirchen.
Aber bei Euch hängt ja auch noch der röhrende Hirsch vor Alpenpanorama an der Wand.
Tja, es hilft alles nichts: „Duc in altum“ ist sehr mißverständlich. Wer was anderes behauptet, sollte mal Latein lernen. Ansonsten immer schön die Bibelstelle dahinter. ;-)
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#9   möchtegern-kathole   18:20:14 | Freitag, 4. August 2006
immerhin …
… will der Hiszorizismus und was erzählen, im Gegensatz zu den modernen „Schwimmhallen“-Kirchen, die gar nix mehr zu sagen haben
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#8   Sulpicius   16:42:52 | Freitag, 4. August 2006
@Baby
Typische Auswüchse des Historismus im 19. Jh. Abreißen und weg damit.
Lieber originell statt original.Du spinnst und hast einen Traditionsallergie. Natürlich sind nicht alle „historistischen“ Bauten toll. Aber das sind einige „Originale“ auch nicht. Bevor hier solche Parolen gekloppt werden, sollte man lieber die unmenschlichen Gebets-Betonschuppen des 20. Jh. entsorgen…
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#7   virOblationis   15:52:14 | Freitag, 4. August 2006
Das ist mir zu hoch (oder: zu tief?)
Zitat:
@ duc in altum: Das ist aber sehr mißverständlich. „Altum“ kann ja auch in die „Tiefe“ heißen. Böser Verführer! (et ne nos inducas in tentationem…)
Wieso „auch“ in die ‘Tiefe’“? Im Zusammenhang von Luk. 5, 4, dem die Wendung „duc in altum“ entnommen ist, bedeutet altum doch gerade Tiefe, nicht Höhe: „Fahre hinaus zur Tiefe [des Sees]…“
Zitat:
Erst mal Latein lernen@ duc in altum: Das ist aber sehr mißverständlich. „Altum“ kann ja auch in die „Tiefe“ heißen.
Wieso „erst mal Latein lernen“? – Was ist denn an „duc in altum“ auszusetzen?
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#6   Puchil2 †   15:17:21 | Freitag, 4. August 2006
An: duc in Altum
Natürlich geht es auch um Geldmangel. Der Priestermangel ist es aber auch. Die Kirche der Zukunft wird auch in unseren Breiten immer mehr eine Kirche des Ehrenamtes sein, oder sie wird nicht mehr sein.
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#5   Ich denke oft an Piroschka   14:38:20 | Freitag, 4. August 2006
@Jawohl!
Das ist kein missverständnis, das heißt es auch in der Praxis!
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#4   Jawohl!   14:37:23 | Freitag, 4. August 2006
Erst mal Latein lernen
@ duc in altum: Das ist aber sehr mißverständlich. „Altum“ kann ja auch in die „Tiefe“ heißen.
:-D
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#3   Babylon †   13:28:55 | Freitag, 4. August 2006
Kunsthistorisch betrachtet
sind diese ganzen neoromanischen und neogotischen Monstren von vor 100 Jahren ziemlich für den Eimer.
Geschmacklos und steril. Typische Auswüchse des Historismus im 19. Jh. Abreißen und weg damit.
@ duc in altum: Das ist aber sehr mißverständlich. „Altum“ kann ja auch in die „Tiefe“ heißen. Böser Verführer! (et ne nos inducas in tentationem…) ;-)
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#2   duc in altum   12:44:49 | Freitag, 4. August 2006
Es geht hier nicht um Preistermangel …
… es geht hier um Geldmangel. Wenn die beschriebenen Laien die Gottesdienste kostenlos halten, und wie in anderen Ländern üblich, von Haus zu Haus gehen, um Spenden für den Gebäudeunterhalt sammeln würden, dann wäre es kein Problem, die Kirchen zu behalten. Es geht hier einfach darum, daß jahrelang Missmanagement geherrscht habt und zum einen Geld zum Fenster raus geworfen wurde und zum anderen auch Gläubige aus der Kirche rausgetrieben wurden.
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#1   Puchil2 †   12:14:04 | Freitag, 4. August 2006
Der falsche Weg
Auf Grund des Priestermangels Pfarren auflösen, zusammenlegen, Kirchen verkaufen…wie in Essen, ist der falsche Weg.
Einen anderen, richtigen Weg gehen einige Diözesen in Österreich (Linz, Innsbruck)
1. Auch priesterlose Pfarreien bleiben bestehen
2. Hauptberufliche oder ehrenamtliche ausgebildete Laien übernehmen die Leitung und die Verantwortung
3. Dazu ausgebildete Laien gestalten Liturgie: Wortgottesfeiern, Tagzeitenliturgie …
4. Wenn irgendwie möglich, bleiben die von Priestern verwaisten Pfarrhöfe bewohnt.
Zugegeben: das ist „Mangelverwaltung“, aber eine verantwortbare, als Übergangslösung, bis die Kirchenleitung durch Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt endlich ihre Verantwortung für den Bestand von Pfarrgemeinden ernstnimmt.
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