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Freitag, 4. August 2006 11:28
Dem Schicksal zuvorgekommen
Eigentlich wäre der hundertste Weihetag der Pfarrkirche Kirche St. Georg in Gelsenkirchen erst in zwei Jahren fällig. Doch es gibt Gründe, schon nächsten Samstag fröhlich zu sein.
Die Gläubigen protestieren gegen den Kirchenverkauf
Die Gläubigen protestieren gegen den Kirchenverkauf
(kreuz.net, Gelsenkirchen) Am Samstag, dem 5. August, vor hundert Jahren wurde der Grundstein für die Kirche St. Georg an der Florastraße in Gelsenkirchen gelegt.

Das berichtete die ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’ am 31. Juli.

Eine Grundsteinlegung wäre eigentlich kein besonderer Grund zum Feiern. In St. Georg soll er am kommenden Samstag trotzdem ein Fest steigen. Sogar Weihbischof Franz Vorrath steht auf dem Programm.

Das wahre Fest wäre eigentlich erst in zwei Jahren fällig geworden: am 5. August 2008 – dem 100. Kirchweihtag des Gotteshauses. Doch es ist unklar, ob es in St. Georg dann noch etwas zum Feiern gibt.

Kirche St. Georg in GelsenkirchenKirche St. Georg in GelsenkirchenKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 7 Bildern zu starten.

Denn die von außen sehr eindrückliche Kirche steht auf der Abschußliste des Bistums Essen.

Die Auflösung der Pfarrei ist bereits beschlossen. Die Diözese wollte auch die Kirche aufgeben. Heftige Proteste von Seiten der Gläubigen haben das bisher verhindert. Doch das Damoklesschwert über dem Kirchturm ist mitnichten abgewendet.

Offiziell heißt es, daß die Diözese St. Georg solange als Filialkirche finanziert, bis eine „Anschlußlösung“ gefunden wurde. Das ist eine Formulierung, die nichts Gutes verspricht.

Darum hat sich ein Organisationskomitee an die Arbeit gemacht und einen passenden „runden Geburtstag“ gesucht, um zu feiern, solange noch gefeiert werden kann.

Die Feier vom kommenden Samstag beginnt mit einer Messe um 17.00 Uhr. Danach ist ein Sommerfest rund um die Kirche angesagt.

Bei schlechtem Wetter wird im Pfarrsaal gefeiert.

Bei dem Fest gibt es Preise fast wie vor hundert Jahren. Bratwurst, Pommes und Bier vom Faß sollen jeweils nur 100 Cent kosten.

Zu diesem Preis wird auch die für den Tag publizierte Festschrift angeboten. Im Heft ist die Geschichte von Kirche und Gemeinde nachzulesen.

Die Kirche hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich.

Als sie gebaut wurde, gehörte sie noch zum Erzbistum Paderborn. Keine vierzig Jahre später wurden Turmhelm und Dach im Zweiten Weltkrieg zerstört.

1974 wurde ein mächtiger Altar in den Mittelpunkt der Kirche gerückt.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 31 Lesermeinungen:
Sonntag, 6. August 2006 17:55
Benedikt: @ Babylon
Vielleicht macht Ihr Euch mal kunsthistorisch etwas schlau. Vielleicht auch mal über die modernen Architekturkonzepte moderner Kirchen.

Kunst, die sich nur irgendwelchen Kunststudenten im 17. Semester erschließt? Was nutzt das bei einer Kirche? Die wenigsten Messbesucher sind Kunststudenten.
Samstag, 5. August 2006 13:45
… sollte die Kirche auch im Dorf bleiben, wenn „Bischof“, „Priester“ und ‘Gläubige’ nicht mehr in der Kirche sind?

Ja, ich trauere auch dieser untergegangenen Kultur nach, aber irgendwie ist das konsequent. Es schmerzt nur sehr den Augen, wenn am Schluss auch die Mauern zerbrochen werden.

Trotzdem muss man sagen: brecht erst die hässlichen Betonkirchen, dann die schönen alten Kirchen
Samstag, 5. August 2006 00:27
ExBochumer †: Eben drum
Ich weiß von nichts.

Zufällig war ich aber in den 90ern Gemeindemitglied. – Aber ich weiß ja von nichts.
Freitag, 4. August 2006 23:45
Bernardin †: ExBochumer
WOW!!!
Ihre Antworten sind toll! Sie sprechen Bände!
Zum Glück sind Sie ein Ex!
Niemand will von Ihren Geheimnissen wissen!
Freitag, 4. August 2006 23:37
ExBochumer †: @ bernardin
Verleumderisch ist kreuz.net in weiten Kreisen, Sie auch.

Verleumdungen passen hier hin.

Herr Dr. Genn ist mir persönlich bekannt. Näheres binde ich Ihnen nicht auf Ihre neugierige Nase.
Freitag, 4. August 2006 23:24
Bernardin †: ExBochumer
Für Ihre Antwort sind allein Sie verantwortlich!
Wo haben Sie Verleumdungen gelesen, wer will Sie verleumden?
Haben Sie zu tief in Fiege-Glas geschaut?
Haben Sie echt Mühe, sich mit der Meinung eines anderen auseinanderzusetzen? Fühlen Sie sich als den Nabel der Welt?
Gilt bei Ihnen auch: Ein Gekränkter kränkt? Was hat Felix Genn Ihnen getan?
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