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Dienstag, 8. August 2006 11:13
Das Konzept der Sexualpädagogik ist in sich schlecht
Die Scham der Kinder ist ein Schutz dagegen, sich als ein Stück Fleisch zur Stillung viehischer Begierden zu betrachten. Diese Scham wird gezielt zerstört. Von Michael K. Hageböck.
Die Kinder werden in der Schule nicht zur Keuschheit, sondern zum Kondomgebrauch animiert.
Die Kinder werden in der Schule nicht zur Keuschheit, sondern zum Kondomgebrauch animiert.
(kreuz.net) Das Konzept der Sexualpädagogik ist in sich abzulehnen.

Denn es zerrt an die Öffentlichkeit, was seinem Wesen gemäß in die Privatsphäre gehört.

Bewußt wird die Scham der Kinder zerstört, die ein Schutz dagegen ist, sich selber als ein Stück Fleisch zur Stillung viehischer Begierden zu betrachten.

Nach christlichem Verständnis muß Geschlechtserziehung vor allem eine Erziehung zur Keuschheit sein.

Die Keuschheit ist eine geistige Kraft, die Liebe von Egoismus und Aggressivität befreit – und so zu einer wahren Freiheit führt.
Michael K. Hageböck:
Die Keuschheit ist eine geistige Kraft, die Liebe von Egoismus und Aggressivität befreit – und so zu einer wahren Freiheit führt.


Frei ist nicht der Schrankenlose – etwa der Süchtige –, sondern wer durch den Verzicht auf gewisse Handlungen Herr über seine Entscheidungen bleibt – wie man im Deutschen so schön sagt: durch Beherrschung.

Ob eine Geschlechtserziehung gelingt, hängt weniger von der Menge des Wissens ab, sondern von der Stärkung des Willens und der Bewahrung des Schamgefühls.

Aus einem zweiten Grund ist schulische Geschlechtserziehung in sich schlecht: Die Aufklärung in der Gruppe vermag nicht dem individuellen Entwicklungsstand des einzelnen Kindes gerecht zu werden.

Die verfrühte Beschäftigung mit diesen Dingen beeinträchtigt die Entwicklung der Gefühlswelt, stört die natürliche Unbefangenheit und verletzt schließlich die Unschuld des Kindes.

Wessen Gedanken nur um den Unterleib kreisen, hat den Kopf nicht mehr frei, um konzentriert zu lernen, geschweige denn unbeschwert Kind sein zu können.
Denkblockade
Wessen Gedanken nur um den Unterleib kreisen, hat den Kopf nicht mehr frei, um konzentriert zu lernen, geschweige denn unbeschwert Kind sein zu können.


Nach vierzig Jahren Aufklärung besteht die Standard-Sozialisation eines Kindes bis zum 14. Lebensjahr darin, die verkrachte Beziehung seiner Eltern zu verdauen, um dann hart genug zu sein, um als Wanderpokal herumgereicht zu werden.

Was hat die Sexualpädagogik bewirkt, außer sexuelle Übergriffe von Kindern untereinander – der Autor weiß allein in seinem näheren Umfeld von sieben solchen Fällen –, Teenager-Schwangerschaften und einer Akzeptanz von Massenabtreibungen?

Statt den Kurs zu ändern, beschleunigt der Staat den Weg in die falsche Richtung.

Nach der ‘Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung’ muß bei einer Begründung der Geschlechtserziehung „das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 28. Mai 1993 zur Neugestaltung des Paragraphen 218 im Strafgesetzbuch erwähnt werden, da es den sexualerzieherischen Auftrag der Schule aktualisiert und aufwertet.

Die Karlsruher Richter gehen davon aus, daß sich die immer noch zu hohe Zahl ungewollter Schwangerschaften verringern ließe, wenn eine nachhaltige Aufklärung in der Schule, insbesondere zum Thema ‘Zeugungs- und Empfängnisverhütung’, stattfindet.

Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte haben allerdings gezeigt, daß die bloße Information über die Existenz von Verhütungsmitteln nicht ausreicht, wenn Jugendliche nicht gleichzeitig befähigt werden, sich über ihre Anwendung zu verständigen.

Sexualerziehung muß deshalb … Handlungswissen vermitteln.“


Statt für Werte wie Keuschheit und Jungfräulichkeit zu werben, will man das Problem der Sexualisierung durch eine verstärkte Sexualisierung lösen.

Denken und Umdenken tut Not.


Michael K. Hageböck (37) ist verheiratet und Vater von fünf Kindern. Er arbeitet in der Leitung einer christlichen Schule und hält Fortbildungen für Lehrer.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
2. Das Konzept der Sexualpädagogik ist in sich schlecht
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 57 Lesermeinungen:
Donnerstag, 10. August 2006 00:28
Gerhard: Schrankenlosigkeit
„Frei ist nicht der Schrankenlose – etwa der Süchtige –, sondern wer durch den Verzicht auf gewisse Handlungen Herr über seine Entscheidungen bleibt – wie man im Deutschen so schön sagt: durch Beherrschung.“
Diesen Satz halte ich für einen der wichtigsten in dem Artikel! Ebenso kann ich zustimmen, dass es im Leben des Menschen einen Intimbereich gibt, der nicht an die Öffentlichkeit gezerrt werden soll – nicht bei homo- und nicht bei heterosexuellen Menschen! Schamlosigkeit ist nicht das, was erstrebenswert ist!
Mittwoch, 9. August 2006 23:59
_Ungläubig-: @ Grafilein
Kurz: Am besten die Kinder beängstigen, was die natürliche Sexualität angeht, damit diese zu psychischen Krüppeln werden!

Die Sexualität, ansich die stärkste Macht über die ein Mensch verfügt, zu kontrolieren, war doch wichtig für die Kirche, um weiterhin die Macht über diese zu behalten!
Mittwoch, 9. August 2006 23:34
methusalix †: Hallo euer Peinlichkeit!
daß die nötige Reife
für die Belehrung in diesen Dingen nicht abgewartet wird.


Wann hätten denn, nach Ihro Gnaden Meinung, die Mädels und Jungs die nötige Reife? Mit dreissig in der Hochzeitsnacht? Oder doch eher am Sankt Nimmerleinstag?

Das was Sie wollen, läuft auf gar keine Aufklärung hinaus und das ist ein Verbrechen an der Jugend.

Aber was kümmert es die Sexualtheoretiker und Kirchenbeamten der langen langen Liste der Verbrechen, die sie an den Menschen begangen haben, ein weiteres hinzuzufügen.
Mittwoch, 9. August 2006 22:19
Graf von Galen: Wider die Verführung der Jugend zur Unzucht, @Ungläubig
Es geht nicht um praktizierte Sexualität im Rahmen der
göttlichen Ordnung. Es geht darum daß Kindern und
Jugendliche Böses z.B. Selbstbefriedigung, Verhütung usw. als gut dargestellt wird und daß die nötige Reife
für die Belehrung in diesen Dingen nicht abgewartet wird. Bewußt nicht abgewartet wird, um die Kinder und
Jugendlichen um so leichter verderben zu können und
gem. der eigenen, falschen Ideologie manipulieren zu
können.
Mittwoch, 9. August 2006 13:53
_Ungläubig-: @ Ansgar
So ist es nun mal im Leben, aber deswegen einen wichtigen, sehr wichtigen Bestandteil des Menschsein verteufeln ist idiotisch.

Man könnte dieses auch auf Nahrungsaufnahme beziehen, entweder man kann damit den Hunger stillen, oder man verdirbt sich den Magen, aber sollte man es deswegen verteufeln.

@ derfux

Österreicher?

@ Maurice

Da haben Sie aber wieder Geist bewiesen *gähn*
Mittwoch, 9. August 2006 12:25
23er Hansl: @derfux
war bei Ihnen denn letztes Wochenende auch Hochwasser?
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